Schokodrinks in aller Munde

ZDF-Sendung „WISO“ am Montag, 14. Januar 2008 / Schokodrinks in aller Munde / Schweizer Produkt gewinnt beim WISO-Test

In den Supermarktregalen gibt es eine große Anzahl verschiedener Schokodrinks. Das ZDF-Wirtschaftsmagazin „WISO“ wollte genau wissen, welches Getränkepulver am besten ankommt und lud zum Schokodrink-Test.

Über Sieger oder Verlierer entschied die Jury mit Vertretern namhafter Hersteller. Diese bekamen prominente Unterstützung von Maike Bollow, Hauptdarstellerin der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ und der Fußballweltmeisterin Annike Krahn. Von der Firma Krüger aus Bergisch-Gladbach kam Karina Diekman. Christof Stulz von Wander reiste aus der Schweiz an und schickte das Produkt Caotina ins Rennen. Kai Scholand von Rewe sowie Bertold Reul vom Hotel Nikko bewerteten ebenfalls die Getränke, genau wie Thomas Speck von gepa, der mit einem fair-gehandelten Kakaogetränk teilnahm.

Kein Jurymitglied wusste, welches der zwölf Produkte er vor sich hatte. Die Punkte wurden für Aussehen, Geruch, Geschmack und Mundgefühl vergeben.

An die Spitze schaffte es das Schweizer Premium-Produkt Caotina. Auf den zweiten Platz kam der Discount-Artikel Schovit von Aldi Nord. Trink fix von Krüger verlieh die Jury den dritten Platz. Es folgten Cho-Quick, Schoko-Tip und Suchard. Die Handelsmarke von Rewe, Ja, schaffte es auf Platz sieben.

Überraschend: Der Marktführer Nesquik landete an achter Stelle. Kaba (Kraft Foods) und Tropengold von Aldi Süd teilten sich den neunten Rang. Die Bio-Vertreter trafen nicht den Geschmack der Jury: Das fair-gehandelte Produkt von gepa, Bio Cocoba, landete auf dem vorletzten Rang und Schlusslicht wurde das Bioprodukt von Alnatura.

Der ausführliche Test ist am Montag, 14. Januar 2008, 19.25 Uhr in „WISO“ zu sehen. Es moderiert Michael Opoczynski

Stiftung Warentest: Milchschokolade

Bei einem Test von Milchschokolade führen drei Produkte der Discounter Lidl und Aldi die Riege der elf „guten“ Schokoladen an, eine Schokolade von Penny war hingegen nur „mangelhaft“. Das schreibt die Zeitschrift test in ihrer November-Ausgabe, für die die Stiftung Warentest 20 Milchschokoladen getestet hat.

Am besten schnitt die Vollmilchschokolade Fairglobe von Lidl ab. Sie trägt das Transfair-Siegel und kostet 1,19 Euro pro 100 Gramm. Mit 35 Cent ist die „gute“ Alpenvollmilchschokolade Fin Carré, ebenfalls von Lidl, deutlich günstiger. Ganz vorne liegt auch Aldi/Moser-Roth für 68 Cent.

Die Tester können gut die Hälfte der geprüften Tafeln empfehlen. Aber es gab auch Schokoladen, mit denen sie nicht zufrieden waren. Die Bioschokolade Gepa 3 Fairena zeigte in Geruch und Geschmack nicht nur Fremdnoten und schmeckte sehr fettig, sondern enthielt in der Schokolade auch ein Konservierungsmittel, das aus der Verpackung stammte. „Mangelhaft“ lautete deshalb das Qualitätsurteil, das auch die van d’Or-Schokolade von Penny bekam. Sie hatte einen viel zu hohen Nussanteil, der nicht deklariert war und für Menschen mit einer Nussallergie eine echte Gefahr darstellen kann.

Die ausführlichen Ergebnisse finden sich in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de

25 Prozent plus bei Fairtrade-Süßwaren

Schokolade, Honig, Bonbons und Co – süße Köstlichkeiten mit
Fairtrade-Siegel sind gefragt wie nie. Der Absatz von fair
gehandelten Süßigkeiten wurde im vergangenen Jahr um 25 Prozent
gesteigert. Diese erfreuliche Bilanz stellten die Siegelorganisation
TRANSFAIR e.V. und ihr wichtigster Lizenznehmer, das Fair Handelshaus
gepa, auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln vor. „Faire
Süßigkeiten machen nicht nur den Verbrauchern hierzulande Freude,
sondern stärken insbesondere die Produzenten in den Ländern des
Südens“, fasste Dieter Overath, Geschäftsführer von TRANSFAIR e.V.,
den doppelten Nutzen fair gehandelter Süßwaren zusammen.

Bio und fair gewinnt

Im Jahr 2006 erzielten Fairtrade-Süßigkeiten einen geschätzten
Umsatz von 20 Millionen Euro, dies bedeutet ein Plus von 33 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz stieg mit 1.400 Tonnen um 25
Prozent. Einhergehend mit den steigenden Absatzzahlen erhöhte sich
auch der Bio-Anteil bei Fairtrade-gesiegelten Süßwaren. Insgesamt
sind bereits über 53 Prozent des süßen Produktsegments
bio-zertifiziert, bei Honig sind es 30 Prozent und bei Kakaoprodukten
sogar 76 Prozent. Die Edelschokoladen-Manufaktur Zotter hat aktuell
ihr gesamtes Produktsortiment auf bio umgestellt.

Zuwächse bei gepa

Auch im Jahr 2006 konnte das Fair Handelshaus gepa für seine
Süßwaren mit Fairtrade-Siegel mit 11 Prozent wieder ein zweistelliges
Absatzplus verzeichnen. „Ein schönes Ergebnis“, so
gepa-Geschäftsführer Thomas Speck. „Besonders stark wachsen wir in
der Vertriebsschiene Lebensmittelhandel, Bio- und Naturkosthandel. So
haben wir uns bei Biotafelschokoladen im klassischen Supermarkt mit
rund 40 Prozent mehr Absatz und Umsatz weiterhin als Marktführer
behauptet.“ Speziell für Jugendliche hat die gepa bei Produkten wie
Schokotäfelchen, Gummibärchen oder Waffelschnitten eine neue
Verpackungslinie konzipiert. „Jung, frisch und trendy“, so
bezeichnete Speck das neue Design, das bei der Zielgruppe gut ankam.
Insgesamt sehr gefragt waren Saisonprodukte wie Adventskalender,
Schokobischöfe, Osterhasen und Schokofußbälle, die vor allem in
Weltläden verkauft werden.

Bio und Fair gehören zusammen

Naturland gratuliert der gepa zu ihrem 30-jährigen Bestehen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen begann vor 18 Jahren als die erste ökologische Teeplantage der Welt in Sri Lanka eröffnet wurde. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläumsfests der gepa hat Naturland Ende Mai für die Partnerorganisationen aus dem Süden, von denen viele auch Naturland Bauern sind, einen Feldtag organisiert. Besucht wurden drei Naturland Bauern in der Umgebung von Wuppertal im Bergischen Land. „Ein Austausch wie dieser fördert das gegenseitige Verständnis füreinander, eine wichtige Grundlage für unsere internationale Arbeit“ erklärt Firos Holterman, Geschäftsführer von Naturland.
Für die Naturland Bauern gehören bio und fair zusammen. So kommt bei Familie Bredtmann aus Velbert-Neviges, dem ersten Milchviehbetrieb der besichtigt wird, selbstverständlich fairer Öko-Kaffee auf den Tisch. Der Kaffeebauer César Zeldón aus Nicaragua freut sich darüber. Zeldón erwartet, dass der faire Handel zukünftig mehr Produkte aus ökologischem Anbau anbietet. Die Besucher aus dem Süden sind über die geringen Milchpreise ihrer deutschen Kollegen sichtlich erstaunt. Es überrascht sie, dass auch viele deutsche Kollegen um faire Preise kämpfen müssen.

Das internationale Engagement ist seit 1989 fester Bestandteil der Naturland Arbeit, da Naturland es sich zum Ziel gesetzt hat den Öko-Landbau weltweit zu fördern und eine Alternative für Kleinbauern zu schaffen. Mittlerweile sind es über 38.000 Bauern in 25 Ländern, die zum Großteil in Kleinbauernkooperativen organisiert sind. Sie sind mit drei Vertretern, jeweils aus Asien, Lateinamerika und Europa, in der Naturland Delegiertenversammlung vertreten. Norma G. Mugar, Vorsitzende des Direktoriums der Kleinbauerngenossenschaft Alter Trade Corporation (ATC) aus den Philippinen, ist eine der neu gewählten Delegierten. Die Alter Trade Corporation ist seit 1996 Naturland Mitglied und produziert Naturland zertifizierten Vollrohrzucker, eine der Hauptzutaten der fairen gepa Öko-Schokolade.

So wie ATC können viele Naturland Mitglieder ihre Produkte über den fairen Handel und über die gepa absetzen und kommen neben dem Aufschlag für die ökologische Produktion auch in den Genuss der Vorteile der fairen Vermarktung: gesicherte Preise und langfristige Absatzgarantie. Aber faire Produkte kommen (noch) nicht immer aus ökologischem Anbau und Naturland zertifizierte Lebensmittel aus Übersee sind (noch) nicht immer fair gehandelt. „Weil wir wissen wie viel Arbeit im Kaffee aus Tansania, im Tee aus Indien und im Kakao aus Bolivien stecken, wollen wir die Kooperation mit der gepa weiter ausbauen, um den Kleinbauern Alternativen bieten zu können,“ erklärt Firos Holterman.

www.naturland.de