Geisenheimer Rothenberg gehört zu den schönsten Wein-Aussichtspunkten in Deutschland

Das Deutsche Weininstitut DWI und die regionalen Gebietsweinwerbungen zeichnen erstmals in allen 13 deutschen Weinanbau-Gebieten die schönste Weinsicht aus. Im Rheingau fiel die Wahl auf den Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz, das hoch oben auf dem Gipfel des Geisenheimer Rothenbergs steht. Von hier aus erblickt man im Norden den Taunus, im Süden den Rhein sowie im Osten Schloss Johannisberg und im Westen Rüdesheim mit dem Kloster Eibingen und den spektakulären Eingang ins Mittelrheintal. Weiter reicht der Blick über den Rhein nach Bingen bis hin zum Nahebergland und dem Hunsrück. Was für ein Ausblick! Mit der Auszeichnung „Schönste Weinsicht im Rheingau“ bewies das DWI nicht nur Weinblick sondern auch Weitblick, denn der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Doch erst seit kurzem kommt diesem Weinberg (wieder) Kult-Status zu.

Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht jetzt der Geisenheimer Rothenberg kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Wein
gutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Ran an die Perlen!

Es ist nicht alles Gold, was glänzt und längst nicht alles Sekt was perlt. Doch unter den vielen hundert Sekten, die in Deutschland angeboten werden, gibt es wahre Perlen. Sie zu entdecken, dazu lädt die Rüdesheimer Sektkellerei Ohlig anlässlich des Deutschen Sekttages am Sonntag, den 13. Mai, ein. In den tiefen Kellern am Stammsitz in der Kaiserstraße und auf dem Betriebsgelände in der Geisenheimer Straße kann man viel erleben. Zwischen beiden Veranstaltungsorten ist ein Shuttle eingerichtet. Zu Fuß dauert der kleine Spaziergang gut 5 Minuten. Und wie bereits in den vergangenen Jahren stimmen sich die Rüdesheimer bereits am Vortag auf den offiziellen Deutschen Sekttag ein. Am Samstag, den 12. Mai um 15.00 Uhr, geht’s los.

Zwei Tage Spaß, Genuss und Live-Musik für die ganze Familie
Im Stammhaus in der Kaiserstraße kann man in die Kunst der Sektbereitung einsteigen. Die gesamte Produktpalette aus dem Hause Ohlig steht in der Geisenheimer Straße zur Verkostung bereit. Hier wird auch ausgelassen gefeiert. Um 15.00 Uhr geht’s los. Bis 19.00 Uhr ist wieder Frank Diefenbach alias „Funky Frank“ zu Gast. Und wenn der Abend kommt, dann ist Party angesagt. Diesmal mit Benrix. Das Duo zählt bundesweit zum Besten, was die unplugged Szene zu bieten hat. Einhundert Prozent live – ohne Playback und doppelten Boden – werden Ben Kyle und Henrik Loos die Sektfans mit ihrem Acoustic-Cover-Programm begeistern. Ab 22.00 Uhr übernimmt ein DJ und bringt die Halle zum Kochen. Auch an die Fußballfreunde ist gedacht. Sie können das DFB Finale in der TV Lounge bei einem Glas Sekt verfolgen.
Lang Ausschlafen am Sonntag ist nicht. Denn um 11.00 Uhr startet das Super-Sonntags-Programm in der Geisenheimer Straße. Wer zu Hause bleibt, verpasst einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen. Mit Mark Gillespie und Tom Drost hat das Team der Sektkellerei Ohlig zwei geniale Jungs nach Rüdesheim eingeladen, die in ganz Deutschland mit ihrer Straßenmusik für Begeisterung sorgen. Schwer zu beschreiben, was die beiden so drauf haben, man muss sie einfach erleben.

Damit es auch den kleinen Gästen nicht langweilig wird und die Großen in aller Ruhe zuhören, probieren und sich austauschen können, ist an beiden Tagen für Kinderbetreuung gesorgt. Hunger und Durst haben keine Chance, denn es gibt Leckereien aus der Küche von Matthias Böhler sowie eine Kuchenauswahl und verschiedene Kaffee-Spezialitäten aus dem Cafe am Dom in Geisenheim.
Am Sonntag um 17.00 Uhr ist der Spaß vorbei. Doch wer Glück hat, trägt zur Erinnerung einen von vielen tollen Preisen des großen Gewinnspiels mit nach Hause. Zum Beispiel einen Vip-Trip mit dem „actionboot“ auf dem Rhein. Das neueste Modell, das „actionboot II“, wird während des Sekttages auf dem Gelände in der Geisenheimer Straße zu bewundern sein. Gerade hat die Sektkellerei Ohlig mit dem Speed-Boot-Anbieter eine Kooperation geschlossen. Jetzt kann man die Rheingauer Lagen der Ohlig-Sektspezialitäten auf ganz neue Art erleben – voll Stoff.

Mit dem Anspruch, Sekte von hoher Qualität zu produzieren, gründete Anton Ohlig 1919 die „Rheingauer Schaumweinkellerei Ohlig & Co“ in Rüdesheim am Rhein. Seither werden in Familien-Tradition Spitzensekte produziert nach dem Motto: „Es ist nicht alles Sekt was perlt, aber unter Sekt gibt es Perlen.“ Der Tradition verschreiben sich die Nachkommen bis heute und stellen bereits in der vierten Generation mit Erfahrung und handwerklichem Können Sekte von höchster Qualität her. Auf den Deutschen Sekttag 2012 freut sich das gesamte Team der Sektkellerei Ohlig.

Verkostung und Unterhaltungsprogramm: Geisenheimer Straße 54, Rüdesheim am Rhein
Stammsitz und Kellerführungen: Kaiserstraße 4a, Rüdesheim am Rhein
Weitere Infos: Tel. 06722 300 10, Fax: 06722 300 113; e-mail: info@ohlig-sekt.de
Website: www.ohlig-sekt.de

Rheingau und Mosel sind die Top Wein-Regionen

Weingeschichte fortgeschrieben:
Wine Spectator lässt VDP-Winzer aus dem Rheingau und von der Mosel im siebten Weinhimmel schweben

Die beiden ältesten Weinklassifikationskarten der Welt stammen aus dem Rheingau und von der Mosel. Mit großen Weinen aus diesen beiden Top-Anbaugebieten wird jetzt die Erfolgsgeschichte deutscher Weine fortgeschrieben. Nachzulesen im „Wine Spectator“. Die Bibel für Weinkenner veröffentlichte in diesen Tagen ihre Bewertungen des Jahrgangs 2010 und machte wieder einmal deutlich: Große Weine wachsen vor allem im Rheingau und an der Mosel.

Weltweit liegt die aktuell höchste Bewertung des Wine Spectators für den Jahrgang 2010 bei 96 Punkten. Nur ganze sieben Weine wurden damit geadelt. Sie kommen aus Frankreich, den USA und schwerpunktmäßig aus Deutschland. Auch hier wieder in der Spitze vertreten – die Anbaugebiete Rheingau und Mosel.

Und auch bei den Bewertungen, die für deutsche Weine vergeben wurden, haben die Rheingauer und die Moselaner die Nasen ganz weit vorn. Von den über 60 Weinen, die mit 91 bis 96 Punkten ausgezeichnet wurden, wuchsen lediglich drei nicht in den beiden historischen Top-Regionen Deutschlands. Vierundvierzig Mal punkteten die Mosel-Winzer mit ihren edlen Gewächsen. Der Rheingau ist mit 14 Top-Weinen vertreten.

Die beiden Spitzenplätze in der Königsklasse Trockenbeerenauslesen belegen mit je 96 Punkten die Weingüter Wegeler. Sie haben doppelt Glück, denn als einziges aller bewerteten Weingüter verfügen sie über Gutshäuser und Weinberge in den beiden führenden Anbaugebieten. Die Siegerweine 2010 wurden im Geisenheimer Rothenberg sowie Bernkasteler Doctorberg gelesen. Schon vor über 100 Jahren und auch heute noch wird hier mit Top-Weinen Geschichte geschrieben. „Ich hoffe, wir können mit diesem Jahrgang ein kleines Stück der Renaissance deutscher Weine mitgestalten“, so Dr. Tom Drieseberg, Weingüter Wegeler.

Euphorisch stimmen derzeit zwei Hoffnungsträger der Wegelers, die einer großen Zukunft entgegen blubbern: Eine Trockenbeeren Auslese mit 340 und eine weitere TBA mit 319 Grad Oexle. Sie stammen beide aus dem Geisenheimer Rothenberg, der schon 1867 als Weinbergslage der Klasse 1 genannt wird.

Joint-Venture "Mosel-Südtirol"

Visionäre Begeisterung um den Reiler Sorentberg
Die Großlage „Reiler vom heißen Stein“ an der Mittelmosel unterteilt sich in die Einzellagen
Goldlay, Falklay, Mullay-Hofberg und Sorentberg.
Inzwischen steht „auf Sorent“ kein einziger Rebstock mehr. Über Jahre hinweg hat ein
Winzer nach dem Anderen seinen Weinberg in der Steillage aufgegeben. Mehrere Jahrgänge
hintereinander hatten die Weinbergseigentümer wegen enormer Wildschäden nur noch
Arbeit, Ausgaben und Ernteeinbußen. Die versuchte Einzäunung und vereinzelte Umstellung
auf Umkehrerziehung konnten das Problem nicht beheben und so resignierten die
Weinbergsbesitzer und stellten schleichend ab den 90er Jahren die Weinberge im
Sorentberg still. Eine ganze Weinbergslage wurde zu nutzlosem Brachland und ist seit Jahren
von den Flaschenetiketten verschwunden. Auch das Weingut Julius Treis gab damals 1 ha
Riesling auf.

Jetzt haben zwei junge Winzersöhne eine Vision. Tobias Treis aus Reil an der Mosel und sein
ehemaliger Geisenheimer Kommilitone Ivan Giovanett aus Südtirol/Italien haben eine
Entscheidung getroffen: In dem Reiler Sorentberg sollen wieder die bekannt kräftigen
Rieslinge wachsen.

Der Aufkauf der Brachflächen und Pflanzrechte hat begonnen. Nach dem Pflanzen von 2 ha
Riesling in diesem Frühjahr muß noch eine 1000 m lange Umzäunung die Sonderkultur vor
„Wilddieben“ schützen. Mit der Gemeinde und dem Jagdpächter soll diesbezüglich
Einvernehmen gefunden werden. Einer alleine hätte sich die vorläufigen Investitionen nicht
getraut, aber zusammen wollen die Jungwinzer sich, unabhängig von den elterlichen
Weingütern in Deutschland und Italien, noch was Eigenes aufbauen. Nach Aussage der
beiden Freunde soll das gesamte Projekt in den nächsten Jahren auf ca. 5 ha erweitert
werden.

Die Voraussetzungen für den Rieslinganbau sind ausgezeichnet:
Der Reiler Sorentberg im Seitental des Alfbaches, in der Nähe der Burg Arras, ist die einzige
Reiler Lage in reiner Südrichtung. Die Neigung liegt bei alpinen 70-80 %. Auf dem Boden
findet man bei den Arbeiten noch Steine mit Fossilien von der Urmosel, die hier vor 2
Millionen Jahren floß. Der rote mürbe Schieferboden des Reiler Sorentberges ist prägend für
mineralische Weine mit exotischer Würze. Ein Weiher am Fußende der Steillage wurde
früher zur Frostberegnung genutzt. Im Hinblick auf die Klimaerwärmung bestände auch die
Möglichkeit der Tröpfchenbewässerung. Biologischer Weinanbau ist angestrebt. Die frische
Kraft der beiden Jungunternehmer, welche mit der Passion um kräftige kräuterwürzige
Rieslinge die nationale und internationale Weinwelt bereichern wollen, könnte gut gelingen.
Die Absatzwege sind grenzübergreifend schon in Sicht.

Nach dem ersten Notartermin der Beiden im Januar 2012, konnte Theo Treis zur Feier des
Tages aus der Schatzkammer noch eine Konter-Flasche mit dem seltenen Etikett vom Reiler
Sorentberg auf den Tisch bringen. Alle Anwesenden spekulierten über Qualität und Alter des
Ausschankweines, welches man wegen der Güte auf 1979 und wegen der jungen Aromen
auf 1982 bis 1986er schätzte. In den Gläsern befand sich dann überraschenderweise jedoch
ein noch immer frischer 1973er „Reiler Sorentberg-Schiefer Riesling Spätlese “.
Die
vibrierende Fruchtsäure der legendären Sorentberger Rieslingweine dürfte ein Trumpf sein,
wenn die Klimaerwärmung anhält und die Säurewerte, wie im heißen Sommer 2003, gering
ausfallen. So setzten die Beiden jetzt auf die markanten Sorentberger-Moste mit ihrem
eigenen natürlichen Süße-Säure-Spiel. Man ist bezüglich der Qualitäten zuversichtlich, denn
auch hochkarätige Trockenbeerenauslesen wurden in den Jahren 1976, 1989 und 1994 im
Sorentberg gelesen.

Aber jetzt kommt zuerst einmal die Raupe und rückt dem Wildwuchs zu Leibe, bevor dann
ausgezeilt wird und 12 000 Reben gepflanzt werden können.
Der nächste Jahrgang aus dem besonderen Terroir Reiler Sorentberg dürfte man bei dem
leidenschaftlichen Tatendrang dieser zwei jungen Weinbauingenieure und mit Gottes Segen
ab 2015 probieren können.

ProWein in Halle 3 –
Stand B 120 beim Weingut Castelfeder.

Der Berg ruft: Geisenheimer Rothenberg

Ein verborgener Schatz wird gehoben:
Älteste Lagenklassifikationskarte der Welt adelt Geisenheimer Rothenberg

Jetzt ist es amtlich! Der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht nun auch der Geisenheimer Rothenberg öffentlich kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.
Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Weingutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Der Berg ruft
Während die Weine aus dem Geisenheimer Rothenberg in den 80er und 90er Jahren die Grundlage für den legendären trockenen Riesling „Geheimrat J“ darstellten, sind mit Beginn des Milleniums edelsüße Wein von internationalem Format dazu gekommen. Auf der New York Wine Experience 2003 konnten die Weingüter Wegeler dann erstmals mit einem Wein aus dem Geisenheimer Rothenberg punkten. Der 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein sorgte für Begeisterungsstürme bei dem handverlesenen, weinaffinen Publikum. Ein Durchbruch!

In den folgenden Jahren des neuen Jahrtausends ging es dann Schlag auf Schlag. Außergewöhnlich hohe Mostgewichte jenseits der 300 Grad Oechsle wurden in 2003, 2005 und 2007 verzeichnet.

Achtundneunzig von 100 erreichbaren Punkten vergab der „Wine Spectator“, die Bibel für Weinnasen in aller Welt, für Wegelers Geisenheimer Rothenberg Riesling Beerenauslese des Jahrgangs 2005. Damit war klar: Das ist einsame Spitze. Im Rheingau, an der Nahe, in Rheinhessen und in der Pfalz gab es keine höhere oder gleichwertige Bewertung. Seine volle Trinkreife erreicht der Starwein übrigens in diesem Jahr!

Lange Zeit schon gelten die Weingüter Wegeler als einer der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge. Seit vergangenem Jahr gibt es nun auch einen großen trockenen Kultriesling aus dem Rothenberg. Dieser war nach drei Monaten bereits restlos ausverkauft – und das bei circa EUR 50,- pro Flasche. Der neue Jahrgang 2010 wird ab September vorgestellt und wird im guten Fachhandel zum gleichen Preis erhältlich sein.

Mitglieder des Bundes Deutscher Oenologen online bei Wein-Plus

Wie der Präsident des Oenologenverbandes Edmund Diesler anlässlich der akademischen Feierlichkeiten mit Gastredner Norbert Weber am 13. Juli 2007 in Geisenheim bekannt gab, wird es zukünftig eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Oenologenverband BDO und dem Internet-Netzwerk Wein-Plus ( www.Wein-Plus.de und www.Wein-Plus.com ) geben.

Schwerpunkt bildet dabei eine geschlossene Mitgliederdatenbank des Oenologenverbandes auf dem weltbekannten Online-Weinportal. Die Wein-Plus Internetseite ist mit ca. 1.000.000 Zugriffen monatlich die mit Abstand meist frequentierte Weinplattform Europas und bietet mit einer Vielzahl von modernen Mediendiensten, sowohl den Weinlaien, als auch den Weinprofis eine effektive Kommunikationsplattform.

„Jedes Mitglied erhält einen geschützten persönlichen Zugang und kann neben den verbandseigenen Kommunikationsangeboten zudem zu Sonderkonditionen die Angebote von Wein-Plus nutzen “, so Simone Renth-Queins vom BDO-Vorstand.

Mit der Kooperation ergeben sich vielfältige Vorteile für die interne Kommunikation. Eine effektive Mitgliederverwaltung, eine ausgefeilte Jobbörse, verschiedene Foren und die Möglichkeit der Vernetzung mit internationalen Oenologenverbänden sind bereits angedacht.

Für 1600 Mitgliedern, meist Geisenheimer Ingenieure, wird eine neue Struktur geschaffen, die zum Einen die Effektivität der Geschäftsstellenarbeit verbessern und zum Anderen den Dialog zwischen den Kolleginnen und Kollegen anregen soll.

Der Geisenheimer Campus Manager Robert Lönarz kommentiert die Aufgabenstellung mit den Worten: „Wir brauchen in Zukunft einen starken und schnellen Austausch mit den Berufskollegen im In- und Ausland, um zukünftige Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Bildung mitbestimmen zu können“.

Der Vorstand des Bundes Deutscher Oenologen geht mit dieser Kooperation einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung eines selbstbewussten Auftretens. Mit der vor zwei Jahren begonnenen Werbekampagne „Wir sind die Weinmacher“ möchte man in Zukunft auch deutlicher als bisher in der Öffentlichkeit auftreten.

Mit der Unterzeichnung startet die intensive Arbeit an der Datenbank, die dann im Herbst 2007 bereits den Mitgliedern zur Verfügung stehen soll.

Luxus pur: Weine, die man nicht kaufen kann

Es gibt sie immer noch: Kleine Kostbarkeiten, die selbst die Superreichen mit allem Geld der Welt nicht kaufen können. Unverkäuflich, weil einmalig und unwiederbringlich. Dazu von großem ideellen Wert für den Erzeuger. Auch ein Wein aus dem Rheingau gehört dazu. Mit einem Rekord-Mostgewicht von 309 Grad Oechsle konnte das Rheingauer Gutshaus der Weingüter Wegeler den bisher größten Wein in der über 100-jährigen Gutsgeschichte ernten. Die Riesling Trockenbeerenauslese des Jahrgangs 2005 ist im Geisenheimer Rothenberg gewachsen. Sie gilt unangefochten als Nummer eins in Deutschland, denn ein höheres Mostgewicht konnte kein anderer deutscher Riesling in diesem Jahr für sich reklamieren.

Gerade einmal 20 Liter betrug die Ausbeute des flüssigen Goldes. Doch Weinfreunde auf der ganzen Welt, die sich nach Bekanntwerden dieser mehr als glücklichen Fügung bereits die Lippen leckten, wurden enttäuscht. Schon wenige Stunden nachdem die Ernte eingebracht war, stand fest: Dieser Wein ist und bleibt unverkäuflich! Zwar wechselten mittlerweile einige Fläschchen den Besitzer, doch Geld floss dabei keins. Was in Umlauf geriet, waren Geschenke an langjährige Freunde und Proben für einige wenige Weinfachleute wie zum Beispiel Michael Broadbent. Der war hingerissen von diesem Gesamtkunstwerk. Seine Beurteilung im „Decanter“ , der international anerkannten Wein-Bibel, überschrieb er mit „The Price of Pricelessness“ und bestätigte Dr. Tom Drieseberg, Chef Weingüter Wegeler, in seiner Entscheidung, den Kultwein als kostbares und unverkäufliches Geschenk für die Nachwelt aufzubewahren.

Mit immer noch 280 Grad Oechsle konnte im gleichen Jahr in der gleichen Lage zu einem späteren Ernte-Termin ein weiterer Solitär eingebracht werden. „Die kleine Schwester“ der Rekord-TBA ist jetzt im Handel und wird für EUR 140,- in der 375 ml Flasche verkauft. Auf der internationalen Weinmesse ProWein in Düsseldorf, die am 18. März ihre Pforten öffnet, wird sie erstmalig am VDP Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand F 27 einem größeren Publikum vorgestellt.

Die internationale Erfolgsgeschichte der Weingüter Wegeler wurde im Oktober 2003 am Time Square um ein Kapitel erweitert. Auf der New York Wine Experience, wo nur handverlesene Top-Güter geladen waren ihre Weine zu präsentieren, konnte Tom Drieseberg mit einem 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein begeistern. Inzwischen ist der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge durchgestartet und erobert sich nun auch weltweit die Pole-Position mit edelsüßen Spitzen. Neben den Pretiosen aus dem Geisenheimer Rotenberg punktet er mit edlen Tropfen aus dem Bernkasteler Doctor-Berg. Vor einigen Monaten erst kürte der Weinführer Gault Millau eine 2005er Doctor Trockenbeerenauslese der Weingüter Wegeler mit 99 Punkten zu den Top Ten Weinen Deutschlands.

Weingüter Wegeler: Nach trocken kommt süß – edelsüß

Edelsüße Weine sind flüssiges Gold und eine Investition für die Ewigkeit. Stimmt! Man kann die Sache aber auch anders sehen. Dr. Tom Drieseberg, Chef der Weingüter Geheimrat J. Wegeler, Oestrich-Winkel/Bernkastel/Deidesheim, fühlt sich mehr im Hier und Jetzt verwurzelt. Das Leben ist kein Wartezimmer und deshalb empfiehlt Drieseberg: „Nicht warten – starten!“ Das gilt auch für den Genuss edelsüßer Weine. Noch immer fristen sie ein Dasein in der Dunkelheit – eingelagert für besondere Anlässe wie Kindstaufen, Hochzeiten und runde Geburtstage.

Einfach nicht tot zu kriegen ist der Irrglaube, dass man die Pretiosen erst einmal ein halbes Leben lang liegen lassen müsse, damit sie ihr volles Potential entfalten. Das sind alte Kamellen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. „Im Gegensatz zu den großen Rotweinen dieser Welt haben gerade edelsüße Rieslinge in jungen Jahren einen ausgesprochen exotischen Charme“, so Drieseberg. Und es gibt neben dieser neuen Interpretation noch weitere stichhaltige Argumente, die für den Zeitgeist der edlen Tropfen sprechen. Mit gerade einmal 7 bis 9 Prozent Alkohol liegen edelsüße Rieslinge weit unter dem, was so mancher süße Kultwein an Alkoholgehalt in sich vereinigt. Vierzehn, ja sogar 15 Prozent sind hier keine Seltenheit. Das macht schnell satt und matt.

Why not: Edelsüße Spitzen – cool and stylish serviert
Erfrischend anders präsentieren sich die edelsüßen Rieslinge: Voller Fruchtgeschmack bei wenig Alkoholgehalt – das könnte eine echte Alternative auch für Nachwuchs-Genießer sein. „Gerade junge Leute sind aufgeschlossen für neue Geschmackserlebnisse, doch die dürfen bei allem Qualitätsstreben auf Seiten der Weinmacher nicht zu kompliziert dargestellt werden. Intellektuelle Überfrachtung schreckt nur ab. Gefragt sind Klarheit im Ausdruck und im Outfit“, sagt Drieseberg.

Der Marketing-Mann, der sein Glück und sein „Traum-Thema“ im Wein gefunden hat, tritt nur allzu gerne für eine entkrampfte, unkomplizierte Kommunikation von Wein ein und praktiziert diese. Zum Beispiel dann, wenn es um das Thema Riesling-Revival geht. Ganz sicher ist er sich dabei in einem Punkt: „Das Potential, das im Riesling steckt, ist riesig. Es fehlen aber immer noch mutige Vorreiter, die sich auf Experimente einlassen. Edelsüße Rieslinge im offenen Ausschank als Aperitif oder als Begleiter feiner Tapas, das könnte ein neuer Trend in den Wein Bars und in der Szene-Gastronomie werden. Wer 25 Euro für einen Whisky ausgibt, der wird auch beim edelsüßen Riesling nicht plötzlich zum Sparbrötchen“, erklärt der Wahl-Rheingauer. Aber wie immer im Leben geht auch hier Probieren über Studieren. Ein kleines Geschmacks-Experiment könnte selbst eingefleischte

Trocken-Trinker schon nach wenigen Schlückchen eines Besseren belehren: Ein edelsüßer Riesling im Glas und dazu eine Mini-Portion Gänseleber – schöner kann man einen Abend einfach nicht einläuten.
Übrigens: In 2005 durfte man sich im Rheingauer Gutshaus der Weingüter Wegeler über ein ganz besonderes Ereignis freuen: Mit 309 Grad Oechsle konnte der größte Wein in der Geschichte des Weinguts geerntet werden – ein Riesling aus der Lage Geisenheimer Rothenberg. Er gilt auch technisch gesehen unangefochten als Nummer eins in Deutschland, denn ein höheres Mostgewicht konnte kein anderer deutscher Riesling in diesem Jahr für sich reklamieren.

Die internationale Erfolgsgeschichte der Weingüter Wegeler begann im Oktober 2003 am Time Square. Auf der New York Wine Experience, wo nur handverlesene Top-Güter geladen waren ihre Weine zu präsentieren, konnte Tom Drieseberg mit einem 2001 Geisenheimer Rothenberg Eiswein begeistern. Inzwischen startet der Qualitätsführer im Bereich trockene Rieslinge durch, um sich weltweit auch eine Spitzenposition mit edelsüßen Spitzen zu erobern.