Internationales Jahr der Hülsenfrüchte

Linsen, Kichererbsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß und gedeihen auch auf kleiner Fläche und kargen Böden. So sind sie ein wichtiger Teil der Ernährung für viele Gemeinschaften, vor allem im Globalen Süden. Aber auch bei uns bieten Hülsenfrüchte viel – nicht zuletzt eine Alternative zu tierischen Produkten, und damit eine schmackhafte Möglichkeit, unseren Fleischverzehr zu vermindern, der in seinem derzeitigen Umfang nicht mehr lange tragbar sein wird. Nicht zuletzt spielen diese Pflanzen auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle, denn sie binden Stickstoff in die Erde zurück und tragen damit maßgeblich zu einem gesunden, fruchtbaren Boden bei.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2016 zum Internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen, um die Bedeutung dieser bescheidenen Früchte für die globale Ernährungssicherung und eine ökologisch nachhaltige Lebensmittelerzeugung zu unterstreichen, und uns wieder auf den Geschmack dafür kommen zu lassen.

„Das internationale Jahr der Hülsenfrüchte erinnert uns an die Bedeutung der Vielfalt für eine Ernährung, die gut und gesund für uns persönlich, aber auch für unseren Planeten ist,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V.

Auch Slow Food möchte die Gelegenheit nutzen, um das Augenmerk der Verbraucher wieder auf diese besondere, oft vernachlässigte Lebensmittelkategorie zu richten: „In den Küchen der Mittelmeerländer, in Südamerika, Afrika und Asien nehmen Hülsenfrüchte seit jeher einen wichtigen Platz ein. In Deutschland dagegen haben traditionelle Gerichte mit Hülsenfrüchten wie Linseneintopf, Erbsensuppe und Bohneneintopf ein negatives Image als „Arme-Leute-Essen“ bekommen und sind immer mehr vom Speiseplan verschwunden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit zur fleischreduzierten Kost gewinnen sie als alternative Eiweiß-Lieferanten wieder zunehmend an Bedeutung. Wir sollten daher auch unsere einheimischen Sorten fördern und durch neue Rezeptideen wieder hoffähig machen,“ so Dr. Hanns-E. Kniepkamp, Leiter der Slow Food Archekommission.

Obwohl Hülsenfrüchte in der deutschen Küche vielerorts nicht im Vordergrund stehen, gibt es in Deutschland so einige autochthone Sorten. Die Slow Food Arche des Geschmacks hat vier Hülsenfrüchte an Bord: die Alblinse (Baden-Württemberg) und die Trockenbohnensorte Ahrtaler Köksje (Nordrhein-Westfalen) aus dem Köln-Bonner Raum, sowie die Paas Lintorfer Frühe (Nordrhein-Westfalen), eine Buschbohne aus dem Rheinland, als auch die Kesselheimer Zuckererbse (Rheinland-Pfalz), die beide im Sommer genutzt werden können.

Die Alblinse wurde auf der Schwäbischen Alb bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts angebaut. Die niedrigen Erträge und der große Arbeitsaufwand bei Ernte und Reinigung waren Ursachen für das völlige Verschwinden dieser uralten Nahrungspflanze in ganz Deutschland. Zwei noch in den fünfziger Jahren aufgeführte Alblinsen-Sorten sind dabei verschollen. Seit 1985 baut zunächst nur der Bioland Hof Mammel, eine Erzeugergemeinschaft, auf der Grundlage der Du Puy Linse, Sorte Anica, die Alb-Leisa wieder an.

Das Ahrtaler Köksje gehört zu den in Deutschland selten gewordenen Trocken- oder Körnerbohnensorten. Im Gegensatz zu den meisten noch kultivierten Stangenbohnen werden solche Sorten nicht als grüne Hülse in Suppe, Salat oder als Einkochbohne verwendet, sondern ausschließlich getrocknet zur kräftigen Suppengrundlage genutzt. Im Kreis Ahrweiler sowie im Köln-Bonner Raum ist sie die einzige regional nachgewiesene Trockenbohne. Die Bohne ergibt eine sämige, leicht süßliche Suppe, die traditionell von der Ahrweiler Feuerwehr zum jährlichen Feuerfest angeboten wird. Ebenso gut schmeckt sie zum Brotaufstrich verarbeitet oder in einem bunten Salat.

Die Paas Lintorfer Frühe wurde in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts von der Firma „Paas & Co. Samenzucht und Samenhandlung“ aus Ratingen-Lintorf bei Düsseldorf gezüchtet und bundesweit vertrieben. Die als Hochzuchtsaatgut seit Mitte der 1940er-Jahre anerkannte und ertragreiche Bohnensorte hat sich in allen Lagen und Bodenarten bewährt. Seit den 1970er-Jahren ist die Paas Lintorfer Frühe allerdings nicht mehr am Markt erhältlich. Der Fortbestand dieser Sorte ist über das Engagement des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. gesichert worden. Sie wird von sogenannten Paten angebaut, die das Saatgut weitergeben, verbunden mit der Bitte, die Bohnensorte selbst anzubauen und eigenes Saatgut zu gewinnen.

Süße Schoten aus Koblenz-Kesselheim: die Kesselheimer Zuckererbse ist die bisher einzige belegbare Sorte dieses Gemüses aus dem Koblenzer Raum. An das lokale Klima und die Böden angepasst, wurde sie früher in großen Mengen als Frischgemüse für den lokalen Markt produziert. In den Koblenzer Stadtteilen und auf der Rheininsel Niederwerth hat sich der Gemüseanbau bis heute gehalten. Auf den Markt kommen die Zuckerschoten im Frühsommer, ihr typischer Erbsengeschmack ist ausgeprägter als bei den meisten modernen Sorten. Obwohl sich die Sorte immer noch starker lokaler Beliebtheit erfreut, wird sie hauptsächlich noch in Privatgärten älterer Koblenzer angebaut.

Das internationale Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt seit 1996 traditionelle Lebensmittel, Nutztierarten und Kulturpflanzen vor dem Vergessen und Verschwinden, die unter den gegenwärtigen ökonomischen Bedingungen am Markt nicht bestehen oder „aus der Mode“ gekommen sind. Die Passagiere der Arche des Geschmacks bringen Abwechslung auf den Teller und erhalten dabei die kulturelle und biologische Vielfalt der Regionen. Schwerpunkt der Arbeit ist das aktive Sammeln, Beschreiben, Katalogisieren und Bekanntmachen der Passagiere. Das Motto lautet: Essen, was man retten will! Denn: Was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit gibt es über 2.000 Arche-Passagiere, in Deutschland sind zur Zeit 56: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/arche_des_geschmacks/

Kürbis

Tipps für den Anbau im eigenen Garten

Kürbisse gedeihen prächtig im Gartenbeet an einem sonnigen Standort. Auch am Rand vom Komposthaufen oder in einem großen Kübel auf Balkon oder Terrasse fühlt sich das Gemüse wohl.

Der Kürbis ( Cucurbita maxima ) ist im tropischen Mittel- und Südamerika beheimatet. Die wärmeliebende Pflanze mag es sonnig und windgeschützt und braucht einen feuchten und humosen Boden. Innerhalb kurzer Zeit bildet sie zahlreiche Blätter und Früchte. Im Feldanbau sind das pro Hektar und Jahr durchschnittlich rund 100 Tonnen Frischmasse. Um so viel Biomasse zu bilden, benötigt der Kürbis genügend Nährstoffe. Daher sollten Gärtner den Boden im zeitigen Frühjahr mit gut verrottetem Kompost versorgen. Im Pflanzkübel gedeiht der Kürbis am besten mit einer kräftigen Blumenerde, einem Langzeitdünger und vielen Hornspänen. Auf dem gleichen Beet sollten Kürbisse und verwandte Arten wie Gurke höchstens alle drei Jahre angebaut werden.

Wenn man große Kürbisse ernten möchte, sollte man besonders auf eine ausreichende Bewässerung während der Fruchtreife achten. Zudem ist es ratsam, die Seitentriebe gleich oberhalb des ersten Blütenansatzes (plus zwei Blätter) einzukürzen. Bei feuchter Witterung kann trockenes Stroh unter den Früchten Faulen vermeiden.

Bei Winterkürbissen gilt: Je länger die Früchte ausreifen, desto größer und gehaltvoller und damit auch geschmackvoller werden sie. Die Früchte sind reif, wenn der Stielansatz sowie die Schale hart und trocken sind. Dann sind sie auch sortentypisch ausgefärbt. Ernten Sie die Früchte vorsichtig, denn Druckstellen oder Wunden fördern eine frühzeitige Fäulnis – vor allem bei feuchter Witterung. Bis zu den ersten Nachtfrösten sollten alle Kürbisse eingebracht werden. Wer ein Stück Stiel am Kürbis lässt, verlängert die Haltbarkeit. Trocken und kühl gelagert, ist er bis zum Frühjahr haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weinvielfalt aus West Virginia

Von feinherb bis fruchtig-süß

Das moderate, sonnige Klima West Virginias macht den Staat zu einem perfekten Zuhause für eine Vielzahl von Weinbergen, auf denen Trauben verschiedenster Art durch den fruchtbaren Boden und klares Bergwasser prächtig gedeihen. Die meisten der insgesamt 15 Weingüter im Mountain State wurden in den 1970er, 80er oder 90er Jahren gegründet. Ihre Ursprünge reichen aber oft Jahrzehnte weit zurück. Die erfahrenen Winzer produzieren heute eine beeindruckende Auswahl – von trockenen bis süßen Rot-, Weiß- und Roséweinen. Viele, darunter die Potomac Highland Winery in Keyser und der Stone Road Vineyard in Elizabeth, laden Besucher auch zum Verweilen und Verkosten in ihren Verkaufsräumen ein. Die Weinherstellung in West Virginia boomt. Erst in den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Weingüter eröffnet. Einen Überblick über die verschiedenen Weinproduzenten und deren vielfältige Veranstaltungsprogramme gibt es unter: Weingüter in West Virginia –> www.wvtourism.com/spirits/wineries.aspx

Kräuterspirale im eigenen Garten

Viele verschiedene Kräuter auf wenig Raum

Im Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um eine Kräuterspirale anzulegen. Auf engem Raum gedeihen Heil- und Gewürzkräuter aus verschiedenen Klima- und Vegetationszonen, die durch die erhöhte Lage bequem geerntet werden können.

Der ideale Standort ist ein sonniger, warmer und windgeschützter Platz im Garten, der nicht zu weit weg von der Küche gelegen ist. Auf einer runden Fläche mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 Metern wird eine flache Grube ausgehoben und mit einer dicken Schicht Kies gefüllt, die Staunässe verhindert. In der Mitte des Kreises baut man aus Steinen einen 50 bis 70 Zentimeter hohen Hügel. Anschließend wird mit großen Steinen auf der Kiesschicht von innen nach außen eine Spirale markiert, die im Süden mit einem kleinen Teich oder einer Sumpfzone endet. Aus Natursteinen baut man entlang der Steinmarkierung eine Mauer und füllt die Spirale mit unterschiedlichen Erdmischungen – außen nährstoffreich, humos und feucht, innen hingegen mager, trocken und sandig. Die Steine speichern die Sonnenwärme und geben sie an die Pflanzen ab, und auch der kleine Teich sorgt für ein angenehmes Klima.

Da der Übergang zwischen den verschiedenen Zonen fließend ist, werden viele verschiedene Wachstumsbedingungen geboten. In der oberen mageren, trockenen Zone wachsen Mittelmeerkräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Majoran. Der Übergangsbereich ist ideal für Schnittlauch, Dill, Bohnenkraut und Liebstöckel. Im unteren nährstoffreichen Teil gedeihen Sauerampfer, Waldmeister und Petersilie sehr gut. Am Teichrand fühlen sich Baldrian und Minzearten und im Teich selbst Brunnenkresse und Fieberklee wohl. Wer die Kräuter beschriftet, behält den Überblick. Stark wachsende Pflanzen wie Pfefferminze und Zitronenmelisse können in Pflanztöpfen ohne Boden eingesetzt werden, damit sich die Wurzeln nicht so stark ausbreiten.
Heike Kreutz, www.aid.de

www.aid.de/landwirtschaft/haus_kleingarten_aktuell.php
aid-Heft „Heil- und Gewürzpflanzen aus dem eigenen Garten“, Bestell-Nr. 61-1192, Preis: 3,00 Euro, www.aid-medienshop.de

Int. Jahrgangspräsentation Apfelwein im Römer 2011

Die Creme de la Creme der hessischen, deutschen und interantionalen Apfelwinzer bei der weltgrößten Apfelweinmesse

Auf Initiative der beiden Apfelwein-Connaisseurs Andreas Schneider und Michael Stöckl findet am 13. März 2011 die „3.Jahrgangspräsentation Apfelwein im Römer“ (AiR) statt. Mehr als 50 Spitzenkelterer und Manufakturen aus aller Welt – darunter aus Kanada, Japan, Finnland, England, Spanien, Schweiz und Frankreich – stellen ihre einzigartigen Apfelwein-Spezialitäten von Schaumweinen über, Cidres und Eisweinen bis hin zu ApfelSherrys und Edelbränden vom Apfel in beeindruckender Vielfalt vor. Frankfurts Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth hat 2011 wieder die Schirmherrschaft für die umfangreichste Apfelwein-Präsentation weltweit übernommen.Karten gibt es ab sofort unter www.apfelwein-im-roemer.de

Creme de la Creme der nationalen und internationalen Apfelwinzer stellt sich vor

Neben renommierten Apfelwinzern und Cidre-Makern wie Eric Bordelet aus der Normandie oder Jaques Perritaz aus der Schweizer Romandie haben Schneider & Stöckl ihre Neuentdeckungen des Jahres 2010 eingeladen: Auf Borrow Hill im englischen Sommerset haben das Keltern und Destillieren seit 1678 Tradition. Das milde Klima, die Vielfalt an Äpfeln, die hier gedeihen (rund um Borrow Hill werden 40 Sorten kultiviert), und das Wissen und Können von Tim Stoddart und Julian Temperley sind die Grundlagen für die hohe Qualität der verschiedenen Ciders und Cider-Brandys, die hier entstehen. Aus dem Baskenland kommen Pascale & Bixintxo Aphaule, die prickelnde Cidres du Pays Basque ihrer Domaine Bordatto präsentieren. Zur kulinarischen Grundausstattung in Asturien gehört der Sidra. Seit 1925 wird der im großen Stil und großer Produktvielfalt im Familienunternehmen Trabanco in Gijon produziert. In den Römerhallen können die Gäste erleben, wie Sidra ganz traditionell und artistisch über Kopf aus gut einem Meter Höhe eingeschenkt wird. Exotisches Highlight der diesjährigen Jahrgangspräsentation „Apfelwein im Römer“ ist der Apple Wine made in Japan. Shinsyu Mashino keltert die Sorte Jonanthan, die in Japan Kougyoku heißt, was so viel wie Roter Ball bedeutet, sortenrein und baut daraus einen fruchtig-aromatischen Apfelwein. Auch die in Japan beliebten Fuji-Äpfel, die in den Obsthainen rund um die Mashino Winery nahe Nagano gedeihen, werden zu einem gehaltvollen Apfelwein vinifiziert. Ein weiterer weißer Fleck auf dem Apfelwein-Globus: Finnland. Pia und Juha Kuronen haben sich auf ihrem Gut Viiniverla Oy im nördlichen Kymi-Flusstal nahe der UNESCO Welterbestadt Verla auf die Herstellung hochwertiger Bio-Beeren- und Fruchtweine spezialisiert und werden fruchtige Apfelweine bei der AiR 2011 vorstellen.

Informative Sonderausstellung rund um den Apfel im „Kapellchen“

Bonsai-Obstbaumkultur geht zurück bis in die Barockzeit und ist ein Augenschmaus für Liebhaber blühender Obstgehölze. 25 Jahre Apfellese für den caritativen Zweck: Hermine und Walter Miltenberger haben gemeinsam mit Pfadfindern und freiwilligen Helfern so mittlerweile 96.000 Euro von der Streuobstwiese gelesen und damit die Kirchengemeinde in ihrem Heimatort Mönchberg ebenso unterstützt wie ein Kindergartenprojekt in Kambodscha (www.miltenberg-cambodia.com). Bei der Jahrgangspräsentation wird Mönchberger Apfelwein und Honig für den guten Zweck verkauft und die Arbeit in einer interessanten Ausstellung dokumentiert.

www.apfelwein-weltweit.de

Weinprobe – Die Pfalz

ZDF Dokukanal, Mittwoch, 11.02. um 13:15 Uhr

weinprobe – Die Pfalz

In der Pfalz gedeihen nicht nur Zitronen und Feigen prächtig, sondern auch Reben.

Und längst zählt das zweitgrößte Weinanbaugebiet in Deutschland zu den Regionen, die Spitzentropfen produzieren. Das ist vor allem einem Mann zu verdanken: Hans-Günther Schwarz, der sich selbst „Rebenkultivator“ nennt und der über vier Jahrzehnte den Weinbau seiner Heimat maßgeblich prägte.

Küchengeschichten aus Ostfriesland

RBB, Samstag, 18.10. um 13:00 Uhr

Küchengeschichten aus Ostfriesland

Ostfriesische Trüffel: Lüttje Muuskes und Emder Rode

In der weiten Landschaft Ostfrieslands haben sich bis heute jahrhundertealte besondere Ess- und Trinkgewohnheiten erhalten. Die „Küchengeschichten“ stellen Menschen vor, die sich diesen Traditionen auf besondere Weise verschrieben haben. Friedrich der Große brachte den Ostfriesen die Kartoffel, „Blaukiende“ und „Grote Gele“ sind die bevorzugten Sorten. Gerhard Herlyn kennt aber noch gut zwanzig andere Sorten und so manches lehrhafte Kartoffel-Sprichwort, damit die Knollen wachsen und gedeihen: „Tuffels willen good wat unner de Foten hebben“ und „Tuffels mutten plaagt worden“ – was so viel heißt, dass die Kartoffel gehegt und gepflegt sein will.

Zu Tisch in … Latium

So, 12.10. um 17:15 Uhr arte

Zu Tisch in … Latium

Sezze Romano ist ein kleines beschauliches Städtchen 70 Kilometer südlich von Rom. Dort, im fruchtbaren Schwemmland zwischen Bergen und Meer gedeihen Salat, Spinat, Zwiebeln – und Artischocken. Die Familie Compagno hat einen Familienbetrieb. Im April ist die Zeit der Artischockenernte, jedes Familienmitglied hilft mit. Das Gemüse wird auf dem Markt verkauft und kommt aber auch zu Hause bei nahezu jeder Mahlzeit auf den Tisch: in die Soße für die Pasta, gefüllt mit Speck und Minze oder auch zusammen mit einem gebratenen Huhn.

Die Region Latium hat weit mehr zu bieten als die berühmte Hauptstadt Rom. In der Mitte Italiens bilden malerische Städte und Dörfer in den Bergen und am Meer eine einzigartige Landschaft. Im Städtchen Sezze Romano, 70 Kilometer südlich von Rom, lebt die Bauernfamilie Compagno. Auf fruchtbarem Schwemmland bauen sie Salat, Spinat, Möhren, Kiwis und Artischocken an. Von Februar bis Ende April ist Artischockenernte – in dieser Zeit helfen alle Familienmitglieder mit und kaum ein Gericht kommt ohne Artischocken auf den Tisch. Sohn Mirco verdient sein Geld auf einem nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt, seine Dienstzeiten erlauben es ihm aber, häufig auf dem Feld zu helfen. Neben Mircos Eltern, Anna Rita und Rino, wohnen auch die Großeltern Wanda und Giotto auf dem Hof. Anna Rita und ihre Schwiegermutter Wanda zaubern aus den Artischocken die leckersten regionalen Spezialitäten: Artischocken „alla Romagna“ mit Speck, Knoblauch und Minze im Ofen geschmort, frittiert „alla Giudia“ oder als „bucatini all’amatriciana“, ein Pastagericht mit Speck und Büffelmozarella. Dazu gibt es selbst gebackenes Brot oder Pizza aus dem Steinofen und Wein aus eigener Produktion.

Zu Tisch in … Latium

Arte, Mittwoch, 08.10. um 11:20 Uhr

Zu Tisch in … Latium

Sezze Romano ist ein kleines beschauliches Städtchen 70 Kilometer südlich von Rom. Dort, im fruchtbaren Schwemmland zwischen Bergen und Meer gedeihen Salat, Spinat, Zwiebeln – und Artischocken. Die Familie Compagno hat einen Familienbetrieb. Im April ist die Zeit der Artischockenernte, jedes Familienmitglied hilft mit. Das Gemüse wird auf dem Markt verkauft und kommt aber auch zu Hause bei nahezu jeder Mahlzeit auf den Tisch: in die Soße für die Pasta, gefüllt mit Speck und Minze oder auch zusammen mit einem gebratenen Huhn.

Die Region Latium hat weit mehr zu bieten als die berühmte Hauptstadt Rom. In der Mitte Italiens bilden malerische Städte und Dörfer in den Bergen und am Meer eine einzigartige Landschaft. Im Städtchen Sezze Romano, 70 Kilometer südlich von Rom, lebt die Bauernfamilie Compagno. Auf fruchtbarem Schwemmland bauen sie Salat, Spinat, Möhren, Kiwis und Artischocken an. Von Februar bis Ende April ist Artischockenernte – in dieser Zeit helfen alle Familienmitglieder mit und kaum ein Gericht kommt ohne Artischocken auf den Tisch. Sohn Mirco verdient sein Geld auf einem nahegelegenen Luftwaffenstützpunkt, seine Dienstzeiten erlauben es ihm aber, häufig auf dem Feld zu helfen. Neben Mircos Eltern, Anna Rita und Rino, wohnen auch die Großeltern Wanda und Giotto auf dem Hof. Anna Rita und ihre Schwiegermutter Wanda zaubern aus den Artischocken die leckersten regionalen Spezialitäten: Artischocken „alla Romagna“ mit Speck, Knoblauch und Minze im Ofen geschmort, frittiert „alla Giudia“ oder als „bucatini all’amatriciana“, ein Pastagericht mit Speck und Büffelmozarella. Dazu gibt es selbst gebackenes Brot oder Pizza aus dem Steinofen und Wein aus eigener Produktion.

Schlemmerreise Frankreich

HR, Montag, 29.09. um 16:00 Uhr

Über Chablis in das Loiretal

Von Auxerre, der Hauptstadt des Niederburgund, führt die Erkundungstour in die Region der Yonne südlich von Paris. Dort gedeihen auf Kalkböden die besonderen Chardonnay-Trauben für den exzellenten Chablis. In einem der besten Weingüter der Region erfährt man bei einem Weinseminar alles über die Kunst, einen guten Chablis entstehen zu lassen. Das Städtchen Chablis zeigt sich als gastfreundliche Oase inmitten der Weinberge östlich von Auxerre. In einem rustikalen Landgasthof wird eine deftige Spezialität serviert: Bratwurst im Blätterteigmantel mit Chablis-Senfsoße. In der Nähe von Blois ist die Heimat der „Champignons de Paris“. „Schlemmerreise“ zeigt, mit welchem Aufwand die Zucht verbunden ist. Besonders eindrucksvoll sind die Felsenstollen, in denen die Pilze in völliger Dunkelheit heranwachsen. Das gewaltigste aller Loireschlösser ist Chambord nordöstlich von Blois mit seinen über 300 Türmen, Kuppeln und Kaminen; Leonardo da Vinci soll es entworfen haben. In der Nähe des Château de Saumur westlich von Tours liegt ein Museum für die Küchen- und Esskultur Frankreichs. Hier wird Champigny-Wein zu Zander auf Lauchgemüse in Morchelsoße serviert. In der Loire-Stadt Angers besucht „Schlemmerreise“ die Geburtsstätte der Likör-Legende Cointreau und verfolgt den Weg seiner Ingredienzien. Dazu gibt es eine saftige Cointreau-Torte. In der Bretagne an der Atlantikküste, in der Nähe des uralten Städtchens Guérande nahe St. Nazaire, wird in Handarbeit aus dem Meer das Salz der Gourmets gewonnen: das blütenweiße „Fleur de Sel“.