Micha Schäfer

Ein Bericht von Bernhard Steinmann.

Der Gourmet von heute möchte nicht nur sehr gut speisen und aus interessanter Weinkarte Neuentdeckungen erkunden. Er ist vor allen Dingen offen für neue Konzepte und zwanglose Restaurants. Er sucht nicht weniger als das Restaurant der Zukunft, regionale und saisonale Produkte und eine gemütliche Atmosphäre.

Berlin, auf verschiedenen Gebieten als Trendsetter geschätzt, hat auch hier einiges zu bieten. Man nehme ein Raum- und Ausstattungskonzept wie im Nobelhart & Schmutzig in der Berliner Friedrichstraße, einen talentierten und kreativen Koch wie Micha Schäfer und den Hipster unter des Sommeliers, Billy Wagner und ein neuer Hype entsteht. Auch der Guide Michelin hat mit der Vergabe eines Sternes nicht zurückstehen wollen.

Die Ausrichtung der Küche wird als „brutal lokal“ angepriesen.
Den Begriff „lokal“ möchte ich gerne einmal als „unbestimmten Begriff“ bezeichnen.
Ich finde, er hat einen mehrdeutigen Inhalt dessen objektiver Sinn sich einem nicht sofort erschließt, sondern der unbedingt der Auslegung bedarf.

Lokal bedeutet nämlich in diesem Falle nicht nur Kreuzberg oder Tempelhof sondern auch Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Polen.
Letztlich könnte man den Begriff „lokal“ ad absurdum führen. Doch überlasse ich es jedem selbst, wie weit er diesen Begriff dehnt und auslegt. Nach meiner festen Überzeugung, arbeitet man im Nobelhart&Schmutzig mit einer durchaus engen Auslegung.

Die kleine Küchencrew wird von Micha Schäfer angeführt, der in der Frankfurter „Villa Merton“ bereits Sternenluft geschnuppert hat.

Ein Auszug aus dem Menü:
Topinambur (Grete Peschken)
Die Knolle ist gebacken, leicht karamellisiert, außen kross und innen einem Püree ähnlich. Hinzu kommt ein cremiger Joghurt und fertig ist die puristische Kreation. Eine Kleinigkeit, die uns dennoch begeistert.
Dieser Eindruck ist übrigens nachhaltig. Das heißt, dass ich in manchen Momenten noch immer begeistert bin, in anderen Momenten aber auch ob der kleinen Portion Klage führe.
Um dem Verdacht entgegenzutreten, dass man am Ende hungrig das Speiselokal verlässt, wird Brot und Butter gereicht. Wie in anderen Restaurants eben auch.
Doch bei Micha Schäfer ist dies schon der dritte Gang.

Hartweizengrieß Sironi Brot & Rohmilchbutter (Stettin / Polen),
so steht es auf der Karte.

Der aus Italien stammende Alfredo Sironi backt das empfehlenswerte Brot täglich in der Markthalle Neun in der Kreuzberger Eisenbahnstraße. Die Butter ist selbstgemacht.

Müritz Forelle / Grünkohl (Müritz Fischer)
Die Forelle ist nur leicht angegart, fast roh und butterzart. Entsafteter Grünkohl, etwas Haferkernöl und ein leicht geräuchertes Kartoffelpüree schließen die Zutaten ab.
Ein gelungener Gang.

Rosenkohl / Löwenzahn (Domäne Dahlem)
Der Rosenkohl wird gebraten und mit Semmelbrösel angerichtet.
Die geschlossenen Löwenzahnblüten wurden bereits 2013 gepflückt und eingeweckt.
Nun wird noch ein Lammfond angegossen und ein beeindruckendes Gericht mit zarten Senfnoten lässt keine Wünsche offen.

Damwild / Sellerie (Gut Hirschaue)
Der Damwildbauch ist eine Premiere für mich.
Das Fleisch wird zunächst Sous-vide gegart und danach angebraten. Dadurch wird das Fleisch außen sehr kross.
Ein Selleriepüree, aromatisch und einfach köstlich und Endivie, nur leicht blanchiert , runden die Kreation ab.
Die Bitterstoffe sind spürbar, jedoch nicht störend.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Frischen Fisch einfach online kaufen

Neuer Onlineshop www.fischmaster.net – Sieger des Hessischen Website Awards 2015

Mit dem Start des Online-Shops wurde die Fischmaster-Website grundlegend mit Herzblut und Fachwissen überarbeitet: In klarem Design präsentiert sich das innovative Unternehmen nun mit seinen unterschiedlichen Geschäftsfeldern. Die neue Website erhielt kurz nach Go-Live eine Auszeichnung: Fischmaster wurde am 7.Oktober in der IHK Frankfurt von der BIEG Hessen zum Sieger des Hessischen Website Awards 2015 ernannt; über 200 Firmen hatten für diesem Wettbewerb ihre Websites eingereicht.

Frisch-Fisch online kaufen – das geht bei Fischmaster ganz einfach: Das Fischmaster-Team verarbeitet den Fisch frisch, verpackt ihn fachgerecht und der Versandpartner UPS bringt das isolierte und gekühlte Paket mit Frischware über Nacht zum Kunden.

Auf der Unternehmensseite finden sich neben der Möglichkeit, Fisch online zu kaufen, Informationen über die hauseigene Zucht des „Hessenauer Zander“, die Besatzfisch-Planung, den Gastroservice, den Hofladen, den Biergarten und über die Geschichte des Unternehmens. Im Blog werden regelmäßig Neuigkeiten, Pläne, Rezepte, Veranstaltungen sowie Informationen von und über Fischmaster veröffentlicht.

Nach anhaltendem Erfolg mit seinem 2014 eröffneten Hofladen hat Eric Nürnberger, Geschäftsführer und Inhaber der Fischmaster IP-Services GmbH, den Online-Shop zum Versand von frischem und geräuchertem Fisch eröffnet. Frischfisch gibt es hier als Filet sowie als ganzen und küchenfertig vorbereiteten Fisch. In der hauseigenen Manufaktur werden Forellen, Saiblinge und Lachs nach Bedarf verarbeitet, geräuchert und gebeizt. Die Lieferung erfolgt mit UPS-Express über Nacht zum Preis von 6,90 Euro, die Zustellung erfolgt zwischen 9 und 12 Uhr. Liefertage sind Donnerstag und Freitag, eine Samstags-Lieferung ist durch höhere Zustellgebühren gegen einen Aufschlag ebenfalls möglich.

Nürnberger ist seit seiner Kindheit passionierter Angler und bringt Fachwissen auf den Gebieten Aquakultur, Zanderzucht und Aquaponik mit. Sein Einkaufs- und Vertriebsleiter Harald Jerke hat knapp vier Jahrzehnte Erfahrung im Einkauf von Frisch- und Lebendfisch im Cash & Carry-Bereich gesammelt und ist ein Kenner der Fisch-Szene. „Von unseren Mitbewerbern setzen wir uns auch deshalb ab, weil wir Dinge anders machen, als es branchenüblich ist“, sagen die beiden. Die hohe Qualität des Fisches spielt schon beim Einkauf eine ebenso große Rolle wie die sorgsame und pure Verarbeitung in der hofeigenen Manufaktur. Dabei und in der eigenen Zanderzucht sind Nachhaltigkeit, regenerative Abläufe und „politische Korrektness“ Faktoren, die einen hohen Stellenwert haben. Fischmaster geht aus Qualitätsgründen bewusst mit einem kleinen, aber feinen Sortiment an Frisch-, Grill- und Räucherfisch an den Start und bietet aus diesem Grund vorerst nur drei Versandtage an.

Das Sortiment umfasst derzeit
Hessenauer Zander (frisch & küchenfertig, Filet)
Forelle weiß (frisch & küchenfertig, geräuchert)
Forelle rot, als Lachsforelle bekannt (frisch & küchenfertig, geräuchert)
Kabeljau (Filet)
Lachs (Filet, Steak, geräuchert, gebeizt, Stremel)
Matjesfielt (pur und eingelegt)
Rotbarsch (Filet)
Saibling (frisch & küchenfertig, geräuchert)
Seelachs (Filet)
Seesaibling (Filet)

www.fischmaster.net

Sebastian Frank

Drei Jahre nach unserem ersten Besuch im Restaurant Horváth, drei Jahre nachdem Sebastian Frank erstmals einen Michelinstern erkocht hatte,
war es höchste Zeit, wieder einmal dem Restaurant am Berliner Paul-Lincke-Ufer einen Besuch abzustatten.

Sebastian Frank, der einige Jahre im Steirereck in Wien gearbeitet hat, übernahm Anfang dieses Jahres das Restaurant und hat sich damit noch mehr Verantwortung aufgeladen.
Neben dem Michelinstern zeugen 17 Punkte des Restaurantführers Gault&Millau von der hohen Qualität der Küche.

Der Empfang war branchenüblich. Wir durften an einem Tisch am Fenster Platz nehmen.

Die Küche grüßte mit einer Gerstencreme mit eingelegtem Rettich und Sellerie.
Leichte Säurenoten prägten das Gericht.

Es folgt ein Auszug aus dem Menü:
Endivie / Pastinake / Petersilie
Beim ersten Gang wiederholte sich das leichte Säurespiel, wobei der Möhrengeschmack eindeutig dominierte.
Gedörrte Gemüsestreifen mit Leindotteröl und kaum wahrnehmbarer, gebratener Kräuterseitling wurden kombiniert mit einem Endiviensalat in Apfel-Honig-Marinade.
Dazu kamen Petersilienwurzelkrem, getrocknete Blattpetersilie, Horvaths Kräutersprösslinge und Pastinakenmilch, die den sommerlich leichten Gang perfekt abrundete.

Forelle / Kalbskopf / Frühkraut
Das lauwarme Lüneburger Forellenfilet war sehr gut gegart und ein insgesamt interessanter und kreativer Gang. Die Forelle zerging auf der Zunge.
Auch dieses Gericht war leicht und harmonisch abgestimmt.

Da die Zutatenliste dem Gast auf kleinen Karten überlassen wird, übrigens eine mehr als erfreuliche und kundenorientierte Maßnahme, führe ich die weiteren Komponenten aus Chronistenpflicht einfach an.
Gebratener Weisskohl mit Kalbskopf,
Dill mit kandiertem Zitronensaft,
geröstete Senfsaat und Senf-Öl,
Schokoladen & Chardonayessig Obers.

Radieschen / Makrele / Apfelblüte
Es gab rohe Radieschen vom Gemüsehof Sülz und luftgetrocknete, gepökelte Makrele.
Dazu etwas Waldklee, rohe Rote Bete und Apfelblütensekt von Nachbars Garten.
Natürlich beherrschten die Radieschen die Szenerie.

Erbse / Rosenseitling / Kolbasz
Diese Kombination hat mir besonders gut gefallen.
Zur gebratenen Uckermarker Erbsenschote gab es in Mandelöl eingelegten Rosenseitling.
Dieser Blätterpilz erinnerte geschmacklich an Speck oder Lachsschinken.
Hinzu kam eine Emulsion von der ungarischen Paprikawurst,
Kolbaszöl, Beurre blanc vom Mais-Kochwasser und geriebener Meerettich mit der ihm eigenen Schärfe.

Eierschwammerl / Gulasch /Rahm
Krem vom Pfifferlingsgulasch, sauer eingelegte Pfifferlinge und Perlzwiebel,
gedämpfter Blattkohl, roher Kohlstiel und Rahm.

Eine würzige Kombination mit ausgezeichneten Pfifferlingen.

FAZIT

Sebastian Frank hat in den letzten drei Jahren einen bedeutenden Schritt gemacht. Es brachte ihm 17 Punkte von Gault&Millau ein,
womit er sich in bester Gesellschaft mit Kolja Kleeberg, Sonja Frühsammer, Michael Kempf und noch einigen anderen befindet.

Waren wir vor drei Jahren noch überrascht, konnten wir diesmal eine erfreuliche Weiterentwicklung, ja gar einen neuen Stil, entdecken.
Die Bestandteile der einzelnen Gerichte waren gut ausgesucht und prächtig kombiniert.

Den vollständigen und bebilderten Bericht des Berliner Foodbloggers Bernhard Steinmann finden Sie wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs

Hannes Müller

„genussFORELLE“ – Gourmetwochenenden am Kärntner Weißensee

Hannes Müller, Patron und 2-Haubenkoch im Genießer-Landhotel Die Forelle am Weißensee, ist unter Insidern längst für seine außergewöhnlichen Events bekannt. Bis 8. Juni lädt er zu außergewöhnlichen Genusswochenenden.

Unter dem vielversprechenden Motto „genussFORELLE“ geben sich an den Wochenenden in Familie Müllers schmuckem 4-Sterne-Hotel direkt am See hochkarätige Winzer im Rahmen eines erlesenen Degustationsmenüs ein Stelldichein. So präsentieren ausgewählte Topwinzer an folgenden Abenden ihre Weine: 24. Mai: Weingut Pöckl (Burgenland); 31. Mai: Weingut Maitz (Südsteiermark); 7. Juni: Weingut Hannes Sabathi (Südsteiermark).

Dazu wurde ein spezielles 2- oder 3-Tagespackages geschneidert (Verlängerungen natürlich möglich): Donnerstag bis Sonntag oder Freitag bis Sonntag inkl. Genießer-3/4-Pension (Frühstücksbuffet, Nachmittagsjause mit Salaten, Snacks und hausgemachten Mehlspeisen, genussvolles Abendmenü), eine Weindegustation mit anwesendem Winzer, eine Wald- und Wiesenwanderung mit Gastgeber Hannes und eine Teilmassage pro Person € 229,- (2 ÜN) bzw. € 309,- (3 ÜN).

www.dieforelle.at

Karlheinz Hauser, Jörg Sackmann, Jacqueline Amirfallah, Vincent Klink, Michael Kempf

Mit den „ARD-Buffet“-Köchen lecker in den Frühling –
Ab 24. März 2014 in der SWR-Ratgebersendung im Ersten

Das „ARD-Buffet“ serviert den Frühling: Seit heute, Montag, 24. März 2014, geht es in der Küche der Ratgebersendung des SWR im Ersten eine Woche lang um das Thema „Leicht und lecker in den Frühling“. Nach den kräftigen und deftigen Wintergenüssen holen die Köche im „ARD-Buffet“ mit frischen Kräutern, Fisch und den ersten heimischen Gemüsegerichten den Frühling auf den Teller.

Den Auftakt macht heute Karlheinz Hauser mit gebratener Rotbarbe und Basilikum-Graupen. Weiter stehen in der Woche auf der Speisekarte: gefüllte Kohlrabi von Jörg Sackmann, Bärlauch-Joghurt-Creme von Jacqueline Amirfallah, Grünkernküchle von Vincent Klink und pochierte Forelle mit einer Emulsion von Erbsen und Staudensellerie von Michael Kempf.

www.SWR.de/buffet

Mario Lohninger

Restaurant Lohninger holt rustikalen Charme der Heurigenkultur nach Frankfurt

Gesellige Stimmung, hochwertige bodenständige Küche und natürlich guter Wein machen einen traditionellen Heurigen aus. Am 8. März 2014 bringt der gebürtige Österreicher Mario Lohninger ein Stück Wien nach Frankfurt: Er verwandelt das gleichnamige Restaurant erstmals in einen Heurigen, komplett mit zünftigen Speisen und typischer Musik. Damit greift der Koch eine jahrhundertealte Tradition seines Heimatlandes auf und zeigt, dass er auch heuer seinen kulinarischen Wurzeln treu bleibt.

Österreich ist ein Land mit teils eigensinnigen Wortkreationen. Das gilt auch für den Heurigen: Einerseits ein junger österreichischer Wein, andererseits ein Lokal, in dem er ausgeschenkt wird. Auch wenn das Restaurant Lohninger normalerweise alles andere als urig ist und feine österreichische Küche mit asiatischen, französischen und amerikanischen Elementen vereint, will Mario Lohninger ab März regelmäßig ein Stück Heimat nach Frankfurt holen. „Ich möchte das Lohninger drei- bis viermal im Jahr in der Mittagszeit als Heurigen präsentieren, um unseren regulären Gourmetgerichten aus den Küchen der Welt ein anderes, aber trotzdem angemessenes Pendant zur Seite zu stellen. Und da ich selbst unheimlich gerne feiere und Leute um mich herum habe, ist so ein Heuriger bei uns fast wie eine kleine Reise nach Österreich“, erklärt der Patron des Restaurants am Sachsenhäuser Mainufer.

Den Startschuss der Heurigen-Veranstaltungsreihe gibt Mario Lohninger am Samstag, dem 8. März 2014, gemeinsam mit seinen Eltern Erika und Paul. Sie unterstützen ihren Sohn seit vielen Jahren in der Küche, im Service und bei der Auswahl hochwertiger Weine. Von 12 bis 15 Uhr wird ein großzügig arrangiertes Buffet statt der regulären Speisekarte angeboten; auf dem Tresen finden sich unter anderen Bauernbrot und Grammelschmalz, Liptauer, Wiener Backhendl mit Erdäpfelsalat und Pinzgauer Preiselbeeren, Bio Schweinsbratl Schwäbisch Hall mit Semmelknödeln, gebratene Jungschwein Ripperl, geräucherte Königssee Forelle, Großvaters Bratwurst, Brettl Jausen, Bergkäse und böhmische Buchteln mit Powidl und Vanillesoße. Zu Heurigenmusik wird natürlich ausschließlich Wiener Wein ausgeschenkt, den Erika Lohninger speziell für diesen Anlass ausgewählt hat.

Weitere Heurigen-Termine sind für das laufende Jahr geplant und werden rechtzeitig bekanntgegeben. Eine Karte kostet 39 Euro pro Person exklusive der Getränke und kann telefonisch unter +49 69 – 247 557 860 reserviert werden.

Das Lohninger hat täglich durchgehend geöffnet, von 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts. Mittagstisch ist von 12 Uhr bis 14 Uhr, der Abendservice von 18 Uhr bis 22 Uhr.

Weitere Informationen: www.lohninger.de

Forellen angeln in der Steiermark

Launisch soll sie sein, die Forelle, und schwer zu fassen. Doch wer bei den Profis lernt, hält bald den ersten eigenen Fang in Händen. Frischer Fisch, vom Fangen bis zum genussvollen Verkosten – das gibt’s jetzt im Sattlerhof in Gamlitz.

Im kühlen Halbschatten unter alten Bäumen stehen, dem leisen Geplauder des kristallklaren Wassers lauschen, nur unterbrochen vom seidigen Zischen der Leine – Fliegenfischen kann eine wahre Passion sein. Für die gelungene Verbindung aus Naturerlebnis und – anschließendem – Gaumenschmaus braucht es jedoch zwei Zutaten: Gute Fischplätze und eine ebensolche Küche. Im südsteirischen Sattlerhof, einem kleinen Hideaway für Genießer, finden Fliegenfischer jetzt ihr perfektes Biotop. „Gourmet & Fliege“ heißt das neue Angebot und bringt die Petrijünger zu den idyllischen Bachufern der Weißen Sulm. Während des zweitägigen Kurses wird nicht nur Technik, Ethik und Materialkunde vermittelt, sondern auch dem Fisch nach professioneller Anleitung tatkräftig an den nassen Leib gerückt. Wie die Fliegen, kleine Kunstwerke aus Federn, Draht und bunten Fäden, gebunden werden, steht ebenso auf dem Programm wie das Aufspüren der Forelle im Bachlauf.

Ob launische Forelle oder nicht, am Abend gibt es die Belohnung für den Jagdeifer in der 2-Haubenküche von Hannes Sattler, wo die schuppigen Gesellen sich mit Aromen, frischen Kräutern und viel Feingefühl als wahre Gaumenschmeichler auf den Tellern präsentieren. Und weil Fisch ja bekanntlich schwimmen soll, werden dazu die passenden Weine aus dem international ausgezeichneten Weingut von Willi Sattler kredenzt. „Mister Sauvignon Blanc“ hat jedoch auch duftige Welschrieslinge, Morillons oder Muskateller aus den umliegenden Weingärten im Portfolio – am besten zu entdecken bei einer Weinverkostung mit Kellerführung.

Gourmet & Fliege Kurskosten
KOSTEN: 2-Tages-Grundkurs um € 219,- p. P., 2-Tages-Wurfkurs um € 199,00 p. P.

TERMINE 2013:
GRUNDKURS: 27. / 28. April, 25. / 26. Mai, 15. / 16. Juni, 13. / 14. Juli, 10. / 11. August
WURFKURS: 09. / 10. März, 04. / 05. Mai, 27. / 28. Juli, 14. / 15. September

Die Kurse sind kombinierbar mit einem Aufenthalt im Genießerhotel Sattlerhof www.sattlerhof.at

„Sattlerhof Genießerwoche“
7 x herrlich ausschlafen und ein regionales Frühstück auf der Veranda genießen, Wanderkarte für landschaftliche Erkundungen, kulinarisch verwöhnt werden mit: 1x 6-gängiges Geniessermenü mit Weinbegleitung (3 Gläser),
1 x 4-gängiges Menü Sattlerhof Klassik, 1x 3-gängiges Menü a la Carte und 1x 4-gängiges Überraschungsmenü. Ein Besuch beim Partner-Buschenschank mit Jause und ½ Flasche Wein mit Taxitransfer. Ein halbes Backhenderl mit Kernöl-Salat im Wirtshaus.
Geniesser-Zimmer € 633,00 – pro Person, Landhaus-Zimmer € 739,00 – pro Person, Landhaus-Suite € 815,00 – pro Person

Genießerhotel, Restaurant und Wirtshaus am Sattlerhof: Familie Hannes Sattler,
Tel. +43 (0) 3453/4454-0, A-8462 Gamlitz, Sernau 2 A, restaurant@sattlerhof.at, www.sattlerhof.at

Weingut Sattlerhof: Familie Willi & Maria Sattler, Tel. +43 (0) 3453/2556,
A-8462 Gamlitz, Sernau 2, E-mail: weingut@sattlerhof.at, www.sattlerhof.at

Fliegenfischen Heußerer: Haselbach 38, A-8552 Eibiswald
Tel.: +43 (0)664 2018224, E-mail: info@fliegenfischen.or.at, www.fliegenfischen.or.at

Forelle: Der Fisch des Jahres 2013

Die Forelle ist der Fisch des Jahres 2013. Ein Grund für die Wahl ist die Bedrohung des natürlichen Lebensraums durch Regulierung und Verbauung von Flüssen und Bächen, erklärt der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF).

Die Forelle gehört zur Familie der Lachsfische (Salmonidae). Je nach Lebensweise werden drei verschiedene Formen der gleichen Art unterschieden: Die Bachforelle lebt in der Regel ausschließlich in Fließgewässern, während die Seeforelle überwiegend in Süßwasserseen vorkommt. Die Meerforelle verbringt einen Teil ihres Lebens im Salzwasser, wobei sie sich im Meer bevorzugt in Küstennähe aufhält und ebenso wie die Seeforelle zum Laichen in die Flüsse aufsteigt. Nach neuen genetischen Untersuchungen wird laut VDSF auch diskutiert, ob es sich um drei getrennte Arten handelt.

Die Fische sind nicht nur in ihrer Lebensweise, sondern auch in ihrem Aussehen sehr unterschiedlich. Während ausgewachsene Meer- und Seeforellen eine Länge von 100 Zentimetern und ein Gewicht von 15 Kilogramm erreichen können, ist die Bachforelle mit einer Länge von bis zu 60 Zentimetern und einem Gewicht von höchstens zwei Kilogramm deutlich zierlicher. Die Färbung des Schuppenkleides ist vielfältig und verschafft den Fischen eine perfekte Tarnung. Dabei sind Bachforellen gelblich gefärbt mit bräunlichem Rücken und roten Tupfen, während die silbrig-glänzenden Schuppen der See- und Meerforelle schwarze Flecken aufweisen.

Forellen sind in ganz Europa heimisch und laichen je nach Verbreitungsgebiet zwischen Oktober und März. Die Weibchen wandern in die Flüsse und legen am Grund eine flache Laichgrube an, in die die Eier gelegt werden. Die Brut schlüpft innerhalb von sechs bis acht Wochen und lebt weitere vier bis sechs Wochen von ihrem Dottersack. Dann fangen die jungen Fische an, kleine Insektenlarven und Krebstiere zu fressen. Sie bleiben einige Zeit im Laichgewässer bis sie in einen größeren Fluss, einen See oder ins Meer wandern. Im Alter von drei bis fünf Jahren sind Forellen geschlechtsreif.
Staustufen und Wehre behindern die Forellen auf ihrer Reise und trennen sie von ihren Laichgebieten. Viele Gewässer sind durch Wasserkraftwerke verbaut, deren Turbinen eine tödliche Falle sein können. Naturnahe und durchgängige Fließgewässer sind notwendig, damit die Forelle weiterhin ein Teil der heimischen Naturlandschaft bleiben kann, betont der Verband Deutscher Sportfischer. An der Wahl zum Fisch des Jahres waren auch das Bundesamt für Naturschutz, der Deutsche Angler Verband, der Verband Deutscher Sporttaucher und das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz beteiligt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.vdsf.de

Hannes Müller

Gourmetwochenende am Kärntner Weißensee
Hannes Müller 2-Haubenkoch im Genießer-Landhotel Die Forelle am Weißensee (Österreich), ist unter Insidern längst für seine außergewöhnlichen Events bekannt: Von 5. bis 7. Oktober lädt er zu einem Genusswochenende der besonderen Art

Unter dem vielversprechenden Motto „Genuss.ART“ geben sich am Samstag, dem 6. Oktober, in Familie Müllers schmucken 4-Sterne-Hotel hochkarätige Produzenten im Rahmen eines erlesenen Degustationsmenüs ein Stelldichein: So laden der Schokoladen-Spezialist Josef Zotter, die Edelbrenner Martina und Hermann Kuenz, die Gemüse- und Getreidebauer-Familie Sommeregger sowie Johannes Pinterits mit seinem Pannonischen Safran zu einer erlesenen Verkostung. Musikalisch schwungvoll untermalt wird dieser genussvolle Abend vom „Trio Tone Feinig feat. Quintett Oisternig“.

Programm – Samstag, 6.10.2012:
17.00 Uhr: Verkostungsaperitif mit den Produzenten
19.00 Uhr: Degustationsmenü „Alles Herbst“ mit Weinbegleitung und Live-Musik

„Genuss.ART“-Arrangement, 5. bis 7.10.2012:
2 Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Genussfeiertag pro Person € 222,-.
Nur Teilnahme am Genussfeiertag ohne Übernachtung pro Person € 105,-.

Genießer-Landhotel Die Forelle, Familie Müller, 9762 Techendorf 80, Weißensee – Österreich, Tel +43 (0) 4713/2356, info@dieforelle.at, www.dieforelle.at

Pures Grillvergnügen

Alle Jahre wieder ziehen im Sommer Düfte von gegrilltem Fleisch und Würstchen durch die Gärten und Parkanlagen. Besonders beliebt sind nach wie vor Schnitzel, Steaks und Koteletts vom Schwein, aber auch Bratwürstchen und Rindersteaks. Vor allem magere oder leicht fettdurchzogene ungepökelte Teilstücke eignen sich zum Grillen. Wenn man das Fleisch kurz vor dem Grillen mit Öl bestreicht, zum Beispiel mit Raps-, Oliven- oder Bratöl, oder es mariniert bleibt das Grillgut schön saftig und zart. Als Grundlage für eine Marinade dienen Öl, Wein oder Bier. Für die spezielle Geschmacksnote sorgen Knoblauch, Gewürze, Senf und Essig – deftig, mediterran oder exotisch, je nach Belieben. Das Fleisch sollte am besten immer vollständig mit Marinade bedeckt sein und je nach Fleischgröße einige Stunden oder am besten einen Tag zuvor in den Kühlschrank gestellt werden.

Doch es muss nicht immer nur Fleisch auf dem Grillrost liegen. Auch Fisch und Gemüse und sogar Obst lassen sich grillen. Von den Süßwasserfischen eignen sich Forelle, Lachs und Schleie. Bei den Seefischen sind es Makrele, Seezunge, Steinbutt und Hering. Besonders variationsreich ist Gemüse, denn es lässt sich immer wieder anders kombinieren, zum Beispiel Paprika, Champignons und Zucchinis – mal als marinierte Gemüsespieße, mal gefüllt mit Reis oder Spinat und Käse. Raffiniert sind Päckchen mit klein geschnittenen Tomaten und Schafskäse oder Mozzarella gewürzt mit etwas Pesto. Auch Karotten, Fenchel, Zwiebeln und Maiskolben bieten Abwechslung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Selbst der Nachtisch lässt sich auf dem Rost zubereiten. Einfach ganze Bananen ungeschält auf den Rost legen. Sie sind gar, wenn die Schale schwarz ist. Äpfel, Birnen, Bananen, Pfirsiche oder Aprikosen in Stücke geschnitten, mit Fruchtsaft und Gewürzen mariniert und auf Spieße gesteckt – fertig ist das Grillmenü.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de