LIDL verschont nicht!

Aus Sicht der Tierschützer tragen besonders Lebensmitteldiscounter wie LIDL zu enormem Tierleid bei, da sie Fleisch aus Massentierhaltung und nur wenige pflanzliche Alternativen anbieten. In den kommenden Monaten wird ein Plakat-Wagen des Deutschen Tierschutzbüros e.V. bundesweit vor rund 100 verschiedenen LIDL-Filialen zu sehen sein und Mitarbeiter des Tierschutzvereins werden Kunden zu einem tierleidfreien Abendessen ermutigen.

Im Laufe des Jahres sollen bundesweit LIDL-Filialen in allen deutschen Großstädten mit dem Plakat-Wagen angefahren werden. Auf dem 2×4 Meter großen Plakat prangt die Aufschrift „LIDL verschont nicht“ und macht Passanten und Kunden von LIDL auf das unsagbare Tierleid in der Massentierhaltung aufmerksam. Mit einem kostenlosen Nachtisch werden die Kunden animiert, Zutaten für ein tierleidfreies Abendessen einzukaufen.

„Jeder Mensch hat es beim Einkaufen selbst in der Hand, ob er Tierleid unterstützt oder nicht. Schon mit einem tierleidfreien Abendessen in der Woche in Deutschlands Haushalten könnte Millionen Tieren der Weg zur Schlachtbank erspart bleiben“ so Jan Peifer, Gründer Deutsches Tierschutzbüro. Unter dem Motto „Tierleid kommt mir nicht in die Tüte“ haben Interessierte ab sofort die Möglichkeit, im Rahmen der Kampagne online ihre Stimme gegen Billigfleisch abzugeben: www.tierschutzbuero.de/lidl

Jährlich fallen alleine in Deutschland ungefähr 830 Millionen Tiere der Lebensmittelindustrie zum Opfer. Aufgrund der Haltungsbedingungen haben sie keine Möglichkeit, ihr natürliches Verhalten auszuüben und ihre Körper werden eher der Umgebung angepasst als umgekehrt. Ferkeln werden die Schwänze gekürzt, den Kühen die Hörner ausgebrannt und Hühnern die Schnäbel gekürzt. All diese Grausamkeiten finden hinter verschlossenen Türen statt und der Verbraucher weiß nicht, unter welchen Bedingungen das Fleisch in der Kühltheke entstanden ist.

Weitere Informationen, ein Hintergrundvideo und eine Übersicht, wann der Plakat-Wagen in welcher Stadt ist, finden Sie hier: www.tierschutzbuero.de/lidl

Gegenbauer und Gault&Millau bei Lidl Österreich

Gegenbauer und Gault&Millau bei Lidl Österreich

Manufaktur trifft Restaurantführer bei Lidl. Wer hier an eine Utopie denkt, wird eines Besseren belehrt. Zugunsten eines Sozialprojekts haben der Wiener Essigpapst Erwin Gegenbauer, Lidl Österreich und der renommierte Guide Gault&Millau den Schulterschluss gesucht. Aus der ungewöhnlichen Zusammenarbeit ist eine Feinschmecker-Box entstanden, die ein hochwertiges Essig-Öl-Set aus Wildkräutern und den aktuellen Restaurantführer Gault&Millau Österreich enthält. Die limitierte Edition steht ab dem 26. November 2015 exklusiv in den Regalen österreichischer Lidl-Filialen.

Wien, November 2015. Wer den Qualitäts- und Geschmacksfanatiker Erwin Gegenbauer kennt, dürfte zumindest anfangs über sein neuestes Projekt überrascht sein: Lidl steht als größter europäischer Lebensmitteleinzelhändler im breiten Fokus der Öffentlichkeit und der Wiener mit seinen Manufaktur-Produkten in der Regel auf den Einkaufszetteln namhafter Köche und erklärter Genussmenschen. Genau diese Diskrepanz ist dem Unternehmer mittlerweile zuwider. „Es ist Zeit, wieder in die Normalität zurückzukehren, weg von stundenlangen, mehrgängigen Menüs, die uns von Oberlehrerpersonal erklärt werden müssen. Und weg davon, dass Supermärkte seelenlose Produkte anbieten“, erklärt Gegenbauer. „Lidl bemüht sich, sich dem Sog dieses Einheitsbreis zu entziehen. Man hat erkannt, dass der Konsument der Zukunft Authentizität und gute Qualität einfordert. Warum sollte ich also nicht auf diesem Niveau mit Lidl zusammenarbeiten?“

Der Kauf der Feinschmecker-Box hat gleich zwei Vorteile: Der Konsument erwirbt zum einen handwerklich gefertigte Lebensmittel und trägt zum anderen zur Integration von Menschen mit Handicap bei. So verwendet Gegenbauer für Lidl Österreich biologisch und saisonal angebaute Wildkräuter vom Gärtnerhof, einem Projekt des Wiener Vereins für Gemeinwesenintegration und Normalisierung, kurz GIN. Der Verein bietet Assistenz und Begleitung für Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern. Gemäß dem Leitsatz der Biogärtnerei „Sinnvolle Arbeit durch wertvolle Produkte“ festigen die Schützlinge so nicht nur ihr Sozialverhalten, sondern liefern dem Geschmacksexperten einwandfrei hergestellte Rohprodukte. Für das Wildkräuter-Öl werden in der Wiener Öl Mühle Sonnenblumenkerne mit Kräutern wie Salbei, Amarant, Schafgabe, Minze und Beifuß gemahlen und gemeinsam gekühlt gepresst. Weitere Kräuter, die zuvor zu Wein vergoren wurden, werden anschließend im traditionellen, fast ausgestorbenen Spanbildnerverfahren langsam zu einem aromatischen Kräuteressig.

Teil der Feinschmecker-Box ist auch der bekannte Restaurantführer Gault&Millau. Erwin Gegenbauer kennt den Herausgeber der Österreich-Edition, Karl Hohenlohe, persönlich und ist stolz auf die Zusammenarbeit: „Dass sich solche Riesen wie Lidl und Gault&Millau mit einem Neun-Mann-Betrieb wie meinem solidarisieren und für soziale Projekte sensibilisieren, ist ein gutes Zeichen.“ Lidl-Kunden können soziale Verantwortung übernehmen, denn der Reinerlös aus dem Verkauf der Feinschmecker-Box kommt dem Gärtnerhof zugute.

Das Set aus jeweils einem Viertelliter Wildkräuter-Essig und Wildkräuter-Öl sowie der aktuellen Österreich-Ausgabe des Gault&Millau ist ab dem 26. November 2015 in den rund 200 Filialen des Lebensmittelhändlers Lidl Österreich für 39,99 Euro erhältlich; nur solange der Vorrat reicht.

Weitere Informationen unter www.gegenbauer.at, www.gin.at/gaertnerhof und www.lidl.at

Bäckerei-Ketten 2015 Test

Frisch und geschmacklich gut – die Backwaren von 13 großen Bäckerei-Ketten konnten im Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) mehrheitlich überzeugen. Defizite zeigten sich dagegen teils bei der Angebotsvielfalt und bei der Kompetenz der Mitarbeiter.

Erfreuliches Ergebnis: Optik und Frische von Brötchen, Brot und Gebäck punkteten in rund 90 Prozent der Fälle, und auch der Geschmack stieß auf ein positives Echo. Zudem konnte das Angebot an Standardprodukten insgesamt überzeugen. Anders sah dies bei speziellen Backwaren aus: So erwies sich beispielsweise das Sortiment an Biobackwaren in rund 47 Prozent der Bäckereien als zu gering. Auch Zusatzprodukte wie warme Snacks oder Salate wurden oftmals nur sehr eingeschränkt angeboten.

Das Verkaufspersonal bewies im Schnitt eine gute Beratungskompetenz, aber auch Defizite deckten die Testbesuche auf: In fast jeder dritten Filiale konnten die Mitarbeiter die Fragen ihrer Kunden nicht vollständig beantworten. Zu einer Falschaussage kam es nur in einem Fall, aber dies kann bei Lebensmitteln weitreichende Folgen haben. So deklarierte ein Mitarbeiter Dinkelbrötchen als glutenfrei und empfahl diese sogar für Glutenallergiker.

Überzeugen konnte insbesondere das Filialumfeld: Die Kunden stießen auf zumeist ansprechend gestaltete Räumlichkeiten, in denen großer Wert auf Sauberkeit gelegt wurde. „Gerade beim Verkauf von Frischwaren ist Hygiene das A und O. Hier war die Branche bezüglich der Verkaufsräume gut aufgestellt“, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Auch das Verhalten der Mitarbeiter passte in dieses Bild: Bei rund 84 Prozent der Bestellungen benutzte das Verkaufspersonal eine Zange oder Handschuhe, um die Waren anzufassen.

Weiterer Pluspunkt: Der Umgang mit Reklamationen erwies sich oft als serviceorientiert. Meist wurde das Kundenanliegen ernst genommen und eine Lösung des Problems angeboten. Marktforschungsexpertin Bianca Möller zieht ein insgesamt positives Fazit: „Die Servicequalität fiel im Schnitt gut aus. Damit konnte die Branche das Ergebnis der Vorstudie aus dem Jahr 2013 bestätigen.“

Junge Die Bäckerei ging als Testsieger aus der Servicestudie „Bäckerei-Ketten 2015“ hervor. Das Unternehmen (Qualitätsurteil: „sehr gut“) überzeugte mit einem vielfältigen Angebot an schmackhaften und frischen Backwaren und einem sehr ansprechenden Umfeld. So waren die Räumlichkeiten und die Verkaufstresen sehr sauber, und die Filialen luden durch eine angenehme Raumatmosphäre und ausreichende Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Auch die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter trugen zum Testsieg bei. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Malzers Backstube, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“. Die engagierten Angestellten zeigten in puncto Kompetenz eine sehr gute Leistung und reagierten auch auf Reklamationen sehr kundenfreundlich. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über das zweitbeste Angebot. Schäfer’s folgte auf Rang drei. Die Mitarbeiter bestachen durch ihre ausgeprägte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Bäckerei-Kette punktete zudem mit einem vielfältigen Warensortiment und einer sehr ansprechenden Filialgestaltung.

Im Rahmen der Servicestudie analysierte das Deutsche Institut für Service-Qualität 13 große Bäckerei-Ketten mit Bedienung über den Verkaufstresen. Basis der Servicestudie bildeten jeweils zehn verdeckte Besuche (Mystery-Tests) in unterschiedlichen Filialen eines jeden Anbieters. Untersucht wurden dabei unter anderem das Angebot, die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die Warte- und Öffnungszeiten. Insgesamt flossen 130 Servicekontakte in die Auswertung ein.

Din Tai Fung, Taipeh

Die leckersten Dumplings der Welt kommen aus Taipeh in Taiwan

Als ich das erste Mal zum Din Tai Fung ging, war ich recht verärgert. Ich musste an einem relativ kalten Tag 45 Minuten draussen warten. Man kann nicht reservieren, man zieht eine Nummer und wartet auf der Strasse bis man dran ist. Es ist fast immer voll vor dem Laden, obwohl es in Taipeh mittlerweile fünf weitere Filialen gibt. Das besondere an den Dumplings Shanghaier Art ist die gesamte Komposition. Angefangen vom Teig, der extrem schmackhaft ist, zu der Füllung und der Brühe, die mit im Teig steckt. Wenn Sie das erste Mal einen Pork XiaoLongBao im Mund hatten und beim Draufbeissen die heisse Brühe auf Ihre Geschmacknerven trifft und Sie dann die gesamte Komposition im Mund zergehen lassen, verstehen Sie, was ich meine.
Auch sensationell sind die Trüffel-Schwein XiaoLongBaos. Die etwas an gebratene Wareniki erinnernden Shrimp & Pork Pot Stickers bleiben im Gedächnis.

Das Vergnügen ist recht preiswert. Wir zahlen meist 10 – 20 Euro pro Person.

Es gibt Filialen in Japan, USA, Singapur, China, Indonesien, Korea, Thailand, Malaysia, Hongkong, Australien und Macau. Jedoch soll das Stammhaus im Stadtteil Da’an von Taipeh immer noch das beste sein.

www.dintaifung.com.tw/en/

Und so sieht es im Din Tai Fung aus:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151483674433124.1073741834.168996673123&type=3

Mehr über die Küchen in Taiwan: http://www.gourmet-report.de/artikel/346039/Taiwans-Kueche/

Starbucks Kaffee mit sehr wenig Koffein

Die Kaffeeseite www.espressomaschine.de berichtet:

Kaffee zum Mitnehmen im Test in Wien
KONSUMENT: Coffee to go – Koffein und Füllmenge im Check- 21 Anbieter im Test – Preise von rund 80 Cent bis drei Euro pro 100 ml

Vor allem Jüngere trinken ihn gerne. Das zeigt eine Studie aus dem Jahr 2012: Für 80 Prozent der 18- bis 35-Jährigen gehört Coffee to go, der Kaffee aus dem Pappbecher, längst zum Alltag. Die aktuelle Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT nimmt 21 Anbieter aus dem Wiener Raum unter die Lupe und zeigt, wie viel Koffein deren Kaffee enthält und wie viel man für sein Geld bekommt. Das Ergebnis: Koffeingehalt und Füllmenge variieren teils stark. Bei zwei Anbietern bekamen die Tester zudem mehr als ihnen lieb war: Denn vermeintlich koffeinfreier Kaffee war gar keiner. Laut Meinl ein bedauerlicher Einzelfall, laut Heberer auf den damaligen Lizenznehmer des Standortes in der Bahnhof City Wien West zurückzuführen.
Getestet wurde Cappuccino mit und ohne Koffein, vor allem in Coffee Shops und in Filialen großer Bäckereiketten. Bei den Füllmengen gab es bei sieben Anbietern deutliche Schwankungen zum gleichen Preis – wie etwa bei der Gelateria Ponticello (140 bis 230 ml).

Die Ergebnisse im Überblick:
• Wer morgens schwer in die Gänge kommt, kann sein Glück bei Aida oder Merkur versuchen: Hier gab es im Test den Kaffee mit dem höchsten Koffeingehalt (1.047 bzw. 895 mg/Liter). Kaffee von Starbucks oder Der Mann ist vergleichsweise mild (257 bzw. 288 mg/Liter).
• Auch koffeinfreier Kaffee enthält naturgemäß einen Rest an Koffein. Am wenigsten Koffein gab es im Test bei „Der Mann“ und Interspar (jeweils 10 mg/Liter).
• Den günstigsten Kaffee gibt es bei Tchibo (rund 80 Cent/100 ml), den teuersten im Café-Restaurant Harry Holzer (3 Euro/100 ml).

SERVICE: Den Test „Coffee to go“ sowie die Anbieterreaktionen gibt es online unter www.konsument.at und in der Septemberausgabe der
Zeitschrift KONSUMENT. via http://www.espressomaschine.de/kaffee-news/94-starbucks-kaffee-mit-sehr-wenig-koffein.html

Münchner Großkanzlei gegen Gourmet Report

Lieber Leser,

in der Tat kann es passieren, dass wir mal „unsauber“ berichten. Das kommt überall vor, auch bei uns. Bei uns soll das nicht sein, es ist eine Nachlässigkeit, die wir schon aus eigenem Interesse gerne korrigieren wollen.

Am 24.2. meldeten wir in der Übersicht „In Augsburg heisst es, dass Restaurantchef „??“ sein Gourmet-Restaurant „??“ schliessen möchte“, wir vergaßen, dazu zu schreiben: „Das Gerücht ist FALSCH!“ Das stand dann erst auf der Artikelseite selber. Dort stand auch, dass er 2014 sein 25j. Jubiläum feiern wird und einen Mietvertrag bis 2033 hat.

Jetzt, darauf aufmerksam gemacht worden, fanden wir das auch nicht nett. Eine kurze Email und wir hätten das sofort geändert.

Eine Email kam, jedoch nicht vom Sternekoch, der nachvollziehbar sauer war, sondern von einer Münchner Großkanzlei mit weit über 50 Anwälten aller Fachbereiche, mit weltweiten Filialen von Abu Dhabi bis Zürich.
Da sind wir jetzt fast ein bisschen Stolz, das sogar die Nummer drei auf dem Briefbogen uns anwaltlich aufforderte, sofort zu korrigieren.
Das haben wir auch gerne gemacht. Denn falsch ist falsch. Und bestimmt möchten wir keinem Koch Schaden zufügen!

Sollten wir uns wieder mal ungeschickt ausdrücken und Ihnen gefällt das gar nicht, lieber Leser, schicken Sie uns doch eine Email! Natürlich ändern wir das dann auch. Kleiner Dienstweg reicht und ist schneller! Sie brauchen nicht Ihr aufwendig verdientes Geld für einen Staranwalt auszugeben. Hoffentlich geht der Anwalt dann mit dem Honorar gut essen!

Der Gourmet Report wünscht allen ambitionierten Köchen viel Erfolg!

Ebl Naturkost

Artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf Gentechnik und keine präventiven Antibiotika – es gibt gute Gründe, die für Bio sprechen. Supermärkte, die sich auf den Verkauf von ökologischen Erzeugnissen spezialisiert haben, liegen voll im Trend, auch weil Kunden sich hier gut aufgehoben fühlen. Dass die Mitarbeiter jedoch gar nicht immer so kompetent sind wie angenommen, zeigt nun die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Die Marktforscher nahmen Service und Beratung von zehn Bio-Supermarkt-Ketten unter die Lupe.

Zwar informierten die Mitarbeiter ihre Kunden meistens engagiert, oft jedoch lückenhaft und zum Teil sogar falsch. Mehr als jede vierte Auskunft, etwa zum Unterschied zwischen Glutamat und Hefeextrakt, ließ wesentliche Informationen vermissen. In acht von 100 Testbesuchen machten die Verkäufer falsche Angaben. „Selbst die Frage nach dem Unterschied zwischen Eiern aus Bio- und konventioneller Freilandhaltung überforderte einige Verkäufer“ erklärt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts.

Die Stärke der Biomärkte war das umfassende Angebot. Neben verschiedenen Marken und Sorten – etwa bei Müslis oder Säften – überzeugte die Branche mit der Qualität der Produkte. So waren Obst und Gemüse stets frisch und abgelaufene Produkte mussten nicht bemängelt werden. Auch exotische Lebensmittel sowie Theken für frische Produkte wie Backwaren, Fleisch oder Käse gehörten in vielen Geschäften zum Angebot. Darüber hinaus sorgten die Märkte mit ihren ansprechend gestalteten und sauberen Filialen für ein positives Einkaufserlebnis.

Testsieger und damit „Bester Bio-Supermarkt“ wurde Ebl Naturkost. Die bayerische Biomarkt-Kette überzeugte mit dem besten Erscheinungsbild und einem vielfältigen Sortiment. Die Mitarbeiter zeigten sich sehr freundlich und kompetent. Auf Rang zwei platzierte sich Naturgut unter anderem mit einem sehr guten Angebot. Die Filialen boten außerdem die meisten Zusatzservices wie Bistros oder Kinderspielecken an. Drittplatzierter wurde Voll Corner. Die Verkäufer hatten meistens sofort Zeit für eine Beratung. Hilfsbereit und entgegenkommend beantworteten sie alle Fragen richtig.

Das Marktforschungsinstitut untersuchte in einer umfassenden Studie zehn Bio-Supermarkt-Ketten. Die Qualität von Service und Beratung wurde im Rahmen von je zehn verdeckten Filialbesuchen in unterschiedlichen Städten evaluiert. Insgesamt flossen 100 Testfälle in die Analyse ein. Berücksichtigt wurden die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, das Angebot, die Wartezeiten und das Erscheinungsbild der Biomärkte.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für seine Kaufentscheidungen. Unternehmen gewinnen wertvolle Informationen für das eigene Qualitätsmanagement.

Quelle:
Deutsches Institut für Service-Qualität

Die aktuelle Studie Lebensmittelmärkte 2012

Discounter sind billig und Vollsortimenter haben das
umfangreichste Angebot: Nur ein Vorurteil oder stimmt dies tatsächlich? Welche
Kette bietet den besten Mix aus niedrigen Preisen und einem guten Service?
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat im Auftrag des Nachrichtensenders
n-tv 17 Lebensmittelmarktketten getestet, darunter sieben Discounter, vier
Supermärkte mit Vollsortiment und sechs große Verbrauchermärkte.

Das Ergebnis: Beim Preistest lagen in der Tat Discounter vorn. Den im Durchschnitt
günstigsten Warenkorb mit 27 Produkten des täglichen Bedarfs bot Aldi-Nord.
Dieser war rund zwei Euro und somit gut sieben Prozent günstiger als der
Warenkorb des teuersten Anbieters. Der vergleichsweise geringe Preisunterschied
zeigt jedoch, dass Vollsortimenter und Verbrauchermärkte mit ihren Handelsmarken
wie ja! oder Gut&Günstig im Preiskampf der Discounter gut mithalten können.
Eine Reihe von Produkten wurde durchweg bei allen Anbietern zum Einheitspreis
angeboten – zum Beispiel Vollmilch, Butter, Mehl oder Zucker.

Beim Service überzeugten die Verbrauchermärkte am meisten. Sie verfügten
über das umfangreichste Produktangebot und die beste Qualität des Umfelds.
Die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter wurde im Schnitt mit der
Note gut bewertet – wie auch bei den Supermärkten mit Vollsortiment. Ganz
anders die Discounter: Sie erhielten für die Kompetenz des Personals im Durchschnitt
nur das Urteil ausreichend. „Die Mitarbeiter machten bei Fragen zu den verkauften
Produkten oft unvollständige und teilweise sogar falsche Angaben“, bemängelt
Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts. In der gesamten
Branche fielen darüber hinaus die langen Wartezeiten an der Kasse von durchschnittlich
mehr als zwei Minuten negativ auf.

Testsieger der Studie und damit „Bester Lebensmittelmarkt 2012“ wurde der
Verbrauchermarkt Kaufland. Real erreichte den zweiten Platz. Auf dem dritten
Rang folgte Marktkauf und punktete mit dem besten Service aller Unternehmen.
Bester Discounter wurde Netto Marken-Discount.

Für den Servicetest führte das Institut insgesamt 170 verdeckte Testbesuche
in unterschiedlichen Städten durch. Je zehn verschiedene Filialen jedes Unternehmens
wurden hinsichtlich des Angebots, der Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter
sowie der Qualität des Umfeldes – wie Orientierungsmöglichkeiten, Parkplätze
und Sauberkeit – unter die Lupe genommen. Im Rahmen der Preisanalyse erhoben
die Marktforscher in Kooperation mit der Preiszeiger Wirtschaftsinformationsdienst
GmbH den Warenkorb in je vier Filialen jeder Kette – insgesamt flossen über
1.700 Preisdaten aus 64 Filialen in die Studie ein.

Mehr dazu: n-tv Ratgeber – Test, Donnerstag, den 10.05.2012 um 18:35 Uhr

"Wienerwald" ist in Berlin mit einem Deutschtürken zurück

Das berühmte Restaurant „Wienerwald“
in Berlin wird durch einen Deutschtürken wieder in Betrieb genommen!
Es ist das einzige Restaurant mit den beliebten goldbraunen,
knusprigen Hühnchen in der märkischen Metropole. Der Berliner
Unternehmer Nesih Eroglu hat das Restaurant der Wienerwald-Kette am
Lehniner Platz 2 wieder eröffnet. Die bekannte Lokalität war vor 4
Jahren geschlossen worden, damit war es vorerst aus mit dem
„Wienerwald“ in Berlin. Doch jetzt hat die berühmte Hendl-Marke mit
ihren köstlichen Speisen und der original Wiener Gemütlichkeit wieder
ihren Fuß in der deutschen Bundeshauptstadt!

Die neue Berliner Filiale „Wienerwald“ befindet sich bei der
berühmten und populären Einkaufsstraße Kurfürstendamm im Westen der
Stadt. Bei der Eröffnung waren neben dem Bürgermeister von
Charlottenburg-Wilmersdorfs Reinhard Naumann auch der
deutschtürkische Besitzer Nesih Eroglu, der Präsident der
Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg Remzi
Parlak und viele weitere Gäste anwesend. Nesih Eroglu erklärte „Ich
bin sehr froh und stolz, meine Lieblingsspeisen unter der Flagge
„Wienerwald“ wieder in Berlin als Unternehmer zu verkaufen. Ich liebe
Wien, ich liebe „Wienerwald“, ich liebe das „Wienerwald-Hähnchen“ –
das sind die besten Grillhendl der Welt. Ein Stück Wiener Tradition
in Berlin ist auch sehr schön.“

Die erste Gaststätte eröffnete der geniale österreichische
Oberkellner Friedrich Jahn aus Linz, bekannter als „der Hendl-Jahn“,
in München 1955. Der Wunsch eines Gastes führte zum Erfolg: Das
gebratene Huhn wurde zum Renner und breitete sich von dort über die
ganze Welt aus. Aus Amerika holte er das erfolgreiche
Franchise-System nach Europa. Das Hendl-Jahn-Imperium hatte 1980
weltweit 1.536 (!) Restaurants. Dieses schnelle Wachstum führte zu
finanziellen Turbulenzen in den 80er-Jahren und der totalen
Zerschlagung des Konzerns. Seit 2007 ist die Marke „Wienerwald“
wieder in die Familie Jahn zurückgekehrt. Der österreichische Zweig
wurde 2003 abgetrennt und ist seit 2010 im Besitz von „Schnitz’l
Land“-Eigentümer Peter Binder, der zur gemütlichen
Wirtshaus-Atmosphäre zurück will.

Die deutsche Franchise-Kette wird
von Hendl-Jahn-Urenkel Daniel Peitzner geleitet, der dem Lokaldesign
ein ganz neues Gesicht geben will. Die neuen Filialen kommen mit
geometrischen Grundformen, klaren Farben und kleinen Tischen aus und
sind im eher unterkühlten Imbiss-Stil gehalten. Geschmackssache!
Dafür wird das Wiener Backhendl und der süße Apfelstrudel auch nach
Hause geliefert. Auch Fingerfood (Wienerwald Chicken Burger) wird
angeboten. Der deutschtürkische Gastronom Eroglu hat große Pläne.

Er
erinnert sich an die Schließung der Berlin-Filiale 2007 und meinte:
„Unser Ziel ist die Verbreitung des weltberühmten Hühnerrestaurants
in Berlin. Heute haben wir die erste Filiale in Betrieb genommen. Wir
planen, insgesamt 25 Restaurants in Berlin zu eröffnen.“ Ein hohes
Ziel! In ganz Österreich gibt es nur 8 Filialen. Doch der Blick in
die Metropole Istanbul lässt einen die Augen reiben: dort gibt es
bereits 18 Wienerwald-Filialen, die sich großer Beliebtheit erfreuen!
Auch Bürgermeister Naumann hat in seinem Bezirk die Wiedereröffnung
des Restaurants begrüßt. Naumann verlautbarte: „Die türkischstämmigen
Geschäftsmänner sind immer kreativ. Ich gratuliere Herrn Eroglu. Er
schaffte zum einen neue Arbeitsplätze und zum anderen macht er durch
seinen schönen Betrieb unseren Bezirk viel attraktiver.“ Übrigens:
Der (deutsche) „Wienerwald“ ist in der Türkei mit 33 Filialen sehr
aktiv unterwegs und von den Türken in Istanbul und in der Hauptstadt
Ankara (3 Filialen) werden Hähnchen der „Wienerwald“-Marke vor allem
durch Online-Bestellungen gerne geordert. Zum Vergleich: in der
ganzen Bundesrepublik gibt es nur 30 Filialen. Man kann in Istanbul
oft Mopedfahrer mit „Wienerwald“-Jacken und Kartons, die gerade
„Wienerwald“-Hendln ausliefern, sehen. Wir wünschen Herrn Eroglu und
seinem Team viel Erfolg und freuen uns über ein Stück Wiener Kultur
in Berlin!

Info: http://www.wienerwald.de/tuerkei

Die aktuelle Studie Bäckerei-Ketten 2012

Coffee to go und Selbstbedienung für den eiligen
Kunden oder nette Café-Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt – Bäckereien
haben sich den Bedürfnissen der Konsumenten angepasst. Doch wo ist das Angebot
vielfältig und schmackhaft? Und wo sind Mitarbeiter freundlich und kompetent?
Das Deutsche Institut für Service-Qualität wollte es genau wissen und untersuchte
jetzt 17 große Bäckerei-Ketten mit und ohne Bedienung anhand von 170 verdeckten
Testbesuchen.

Im Durchschnitt erzielte die Branche ein gutes Qualitätsurteil. Die Anbieter
mit Selbstbedienung (SB) schnitten jedoch in fast allen Teilbereichen schlechter
ab als die traditionellen Bäckereien und zeigten nur eine befriedigende Leistung.
Vor allem in Bezug auf die Kompetenz der Mitarbeiter sowie die Schmackhaftigkeit
und Qualität der Speisen waren die klassischen Bäckerei-Ketten klar führend.
„In punkto Schnelligkeit hoben sich die SB-Bäckereien positiv hervor“, kommentiert
Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts.

Insgesamt zeichneten sich die Mitarbeiter durch Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
aus. „In 84 Prozent der Filialen ließen die Angestellten ihren Kunden bei
der Bestellung genügend Zeit“, so Hamer. Im Umgang mit Beschwerden bestand
allerdings Verbesserungspotenzial. Gut 40 Prozent der Reaktionen auf vorgebrachte
Ärgernisse waren nicht professionell genug, lediglich in 54 Prozent der Fälle
erfolgte eine Entschuldigung durch die Mitarbeiter.

Defizite zeigten die Bäckerei-Ketten auch hinsichtlich der Beratungskompetenz
und des Angebots an speziellen Backwaren. Nur bei 71 Prozent der Besuche
beantworteten die Angestellten alle Fragen vollständig. Vor allem zu Themen
wie Laktose- oder Kaloriengehalt der Backprodukte waren die Mitarbeiter weniger
gut informiert. Insgesamt boten die Ketten zwar eine sehr große Vielfalt
an klassischen Backwaren wie Brote, Brötchen oder süße Teilchen. Spezielle
Angebote wie Bio- oder Diätprodukte standen allerdings in den seltensten
Fällen zur Auswahl.

Testsieger wurde Stadtbäckerei Junge. Der norddeutsche Bäcker erzielte in
allen analysierten Teilbereichen ein sehr gutes Ergebnis. Nicht nur das Angebot
überzeugte durch sehr schmackhafte und vielfältige Backwaren, die Mitarbeiter
zeigten sich am freundlichsten und kompetentesten. Emil Reimann auf Rang
zwei überzeugte durch das qualitativ hochwertige Umfeld sowie die kommunikationsstarken
Mitarbeiter. K&U Bäckerei punktete durch kurze Wartezeiten und gut informierte
Angestellte. Back-Factory war die beste SB-Bäckerei und bestach durch die
kürzesten Wartezeiten im Test.

Insgesamt wurden zwölf Bäckereien mit Bedienung und fünf SB-Bäckereien untersucht.
Jedes Unternehmen wurde zehn Mal von Testern in verschiedenen Städten und
Filialen verdeckt besucht. Im Fokus der Analyse standen die Gestaltung und
die Sauberkeit der Räumlichkeiten, die Angebotsbreite, die Kompetenz und
Freundlichkeit der Mitarbeiter sowie die Warte- und Öffnungszeiten.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität prüft unabhängig anhand von mehrdimensionalen
Analysen die Dienstleistungsqualität von Unternehmen und Branchen. Dem Verbraucher
liefert das Institut bedeutende Anhaltspunkte für Kaufentscheidungen. Unternehmen
gewinnen wertvolle Informationen für ihr Qualitätsmanagement.