Frische Nahrungsmittel auf dem Vormarsch

Fertiggerichte weniger im Trend – Mit Future Shaper Märkte der Zukunft erkennen

Gerade im schwierigen und schnelllebigen Markt der Konsumgüter des täglichen Bedarfs müssen sowohl kurzfristige, aber vor allem auch langfristige Trends erkannt und rechtzeitig von Produzenten, Herstellern und Handel umgesetzt werden. Laut einer aktuellen FutureView Untersuchung von TNS Infratest im Markt der schnelldrehenden Konsumgüter (Fast Moving Consumer Goods) rücken natürliche und frische Lebensmittel immer stärker in den Mittelpunkt der zukünftigen Ernährungsgewohnheiten der Deutschen. „Damit würde sich ein Wachstumsmarkt ganz im Zeichen des Biotrends nicht nur stabilisieren, sondern sogar noch weiter steigern lassen“, sagt Oliver Skeide, Leiter Segmentation & Positioning Deutschland der TNS Infratest Forschung GmbH.

Die Kenntnis zukünftig relevanter Markttreiber stellt eine entscheidende Größe für erfolgreiches Markenmanagement dar. Mit Hilfe von FutureView identifizieren die Marktforscher von TNS Infratest diejenigen Verbraucher, die für das zukünftige Wachstum einer Kategorie, wie beispielsweise die der schnelldrehenden Konsumgüter, entscheidend sind: die sogenannten Future Shaper. Dieser Personenkreis weist einige grundsätzliche Charakteristika auf, die für die zukünftige Marktentwicklung von hoher Relevanz sind. Future Shaper sind beispielsweise neugieriger und empfänglicher für neue Ideen als der Durchschnitt, haben dabei jedoch häufig weniger Zeit und schätzen daher alles, was ihnen Zeit spart.

So zeigen die von den Future Shapern aufgezeigten Trends in Sachen Ernährung klar in Richtung natürliche und vor allem frische Lebensmittel, während Fertiggerichte und Fast Food deutlich weniger Zukunftspotential haben. „Zum gesunden Lebensstil gehört für einen guten Start in den Tag auch ein gutes Frühstück: das Segment der Frühstücksprodukte und Joghurts kann und sollte mit weiteren Innovationen bedient werden. Generell haben Milchprodukte eine positive Zukunftsperspektive. Die Verbraucher werden aber auch verstärkt Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitamine oder Mineralstoffe, nachfragen, um die eigene Gesundheit zusätzlich zu stärken“, so Skeide.

Etablierten Produktsegmenten wie Keksen und Schokoprodukten wird der Rang durch salzige Snacks abgelaufen. Dazu werden die Verbraucher aber in Zukunft immer weniger Bier trinken, sondern vermehrt zu Fruchtsäften und Mineralwasser greifen. Über ein großes Potential verfügen ebenso Sport- und Energy-Getränke. Kaffee, das Lieblingsgetränk der Deutschen, wird im Vergleich zum Tee seine Beliebtheit bei den Verbrauchern sogar noch weiter ausbauen können.

Stark im Fokus der Future Shaper sind außerdem die Kategorien der Wasch- und Reinigungsmittel. „Hier dürften große Chancen existieren, neue Produkte mit nachhaltigem Erfolg am Markt zu platzieren“, sagt Oliver Skeide.

Für die mit FutureView ermittelte Zukunftsperspektive wird der Future Opportunity mit dem Interesse an neuen Produkten kombiniert. Ein Future Opportunity Index über 100 steht für überdurchschnittliche Wachstumschancen, ein Future Opportunity Index unter 100 bescheinigt eher unterdurchschnittliche Wachstumschancen. Kaffee liegt danach mit einem Future Opportunity Index von 105 vor Tee (Future Opportunity Index von 100) und hat daher überdurchschnittliche Wachstumschancen.

Im FMCG-Bereich hat TNS Infratest das grundsätzliche Interesse an neuen Produkten bzw. Sorten aus unterschiedlichen Kategorien wie beispielsweise Lebensmitteln, Haushaltsreinigern oder alkoholfreien Getränken abgefragt, um diese dem Future Opportunity Index gegenüber zu stellen.

Gruppe Bernard Loiseau S.A. macht jetzt Gewinne

Gruppe Bernard Loiseau S.A. meldet sich mit Gewinn zurück.

Mit einer guten Nachricht konnte Isabelle Proust, Generaldirektorin der Unternehmensgruppe Bernard Loiseau S.A., bei der Generalversammlung in dem bekannten 3-Sterne-Restaurant in Saulieu aufwarten. Nach zwei Jahren mit leichten Verlusten kehrt die Gruppe Bernard Loiseau 2006 mit einer Umsatzsteigerung von 12.1% bei gleichzeitiger Kostenreduktion in die Gewinnzone zurück und hat damit das ursprünglich für 2007 anvisierte Ziel bereits erreicht.

Der Gesamtumsatz aller Geschäftsfelder konnte im Geschäftsjahr 2006 auf € 7.8 Millionen gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von € 850.000 und einem Gewinn von

€ 47.000 gegenüber einem Verlust von € 308.000 im Vorjahr.

Zu dem positiven Resultat 2006 trug die verstärkte Frequenz und Umsatzsteigerung in den beiden Restaurants in Paris, Tante Louise und vorrangig Tante Marguerite, sowie im 3-Sterne Restaurant und Hotel Le Relais Bernard Loiseau in Saulieu mit seiner Boutique bei. Das Wachstum in den Geschäftsfelder Beraterverträge und Fertiggerichte schließlich „reflektiert das Vertrauen in die Marke Bernard Loiseau, das die Gäste und Kunden damit deutlich bewiesen haben“, kommentierte Dominique Loiseau, Präsidentin der Bernard Loiseau S.A., das Ergebnis.

Mit der erneuten Bewertung des international bekannten Restaurants Bernard Loiseau in Saulieu mit 3 Sterne im Guide Michelin (Februar 2007) und mit der Expansion durch den Kauf eines Restaurants im Zentrum der burgundischen Weinhauptstadt Beaune (Eröffnung Mitte Juli 2007) ist die Gruppe Bernard Loiseau gut aufgestellt und für künftige Herausforderungen im Kerngeschäft Hotellerie und Gastronomie bestens gerüstet.

Zur Unternehmensgruppe, die den Namen des 2003 verstorbenen Gründers, Bernard Loiseau, trägt und seit Dezember 1998 an der Börse notiert ist gehören neben dem Relais & Châteaux Hotel in Saulieu mit seinem 3-Sterne Restaurant und Boutique, die beiden Restaurants in Paris, das neue Restaurant in Beaune sowie Beraterverträge und eine Fertiggerichte-Linie.

Nur jede fünfte Mutter vertraut Lebensmitteln

Nur 19 Prozent aller deutschen Mütter haben
Vertrauen in die Nahrungsmittelindustrie. Dies ergab eine groß
angelegte Studie der Düsseldorfer Werbeagentur Euro RSCG Germany zu
Familien- und Versorgungsidealen von Müttern. In der repräsentativen
Untersuchung wurden vom Institut Innofact AG 1.071 Mütter in ganz
Deutschland befragt.

Andreas Geyr, CEO der Werbeagentur-Gruppe Euro RSCG, sagte:
„Dieses dramatisch schlechte Ergebnis ist einerseits ein Resultat der
zahlreichen Lebensmittelskandale der Vergangenheit. Darüber hinaus
fühlen sich die Familien von den Nahrungsmittelherstellern aber auch
nicht richtig verstanden. Deutschlands Mütter wollen gesündere und
pfiffigere Produkte, die besser zum Alltag der Familien passen. Auch
die Werbung und Kommunikation sollte sich stärker an der
Lebenswirklichkeit orientieren.“

Ein weiteres Ergebnis der umfassenden Untersuchung zeigt, dass
über 40 Prozent der Mütter von der Werbung mit der heilen Welt
idealer Familien „genervt“ sind. Gewünscht wird viel mehr pralle
Lebensnähe in der Werbung: 76,9 Prozent der befragten Mütter stimmen
zu, dass die Werbung ruhig mal zeigen sollte, welches Durcheinander
manchmal in den Familien herrscht.

Über 60 Prozent der Mütter sind der Meinung, dass die Food-Werbung
nur beweise, dass die Hersteller vom wirklichen Familienleben keine
Ahnung haben. Eine detaillierte Abfrage zahlreicher Marken und
Hersteller von Lebensmitteln, ob sie die familiäre Situation der
Mütter wirklich verstehen, ergab große Unterschiede in der Bewertung.
Auf den ersten 4 Plätzen befinden sich Hipp, Iglo, Hohes C und Dr.
Oetker. Nur insgesamt 13 von 36 abgefragten Marken erzielten
Zustimmungswerte über 50 Prozent.

Ursula Fuhrhop, Head of Strategic Planning bei Euro RSCG Germany:
„Das Kernergebnis der Studie macht deutlich, dass die Alltags- und
Lebensrealitäten der Mütter sich längst weiter als die öffentliche
Wahrnehmung entwickelt haben: Die Frauen konnten sich längst vom
traditionellen Perfektionsdruck des idealen Mutter- und
Familienbildes befreien und entscheiden autonom und individuell, wie
sie ihre Familien organisieren.“

Dabei bewältigen sie die Anforderungen zwischen Job und Karriere
smart, souverän, pragmatisch und keinesfalls unter Aufgabe der
eigenen Interessen. Dabei muss nicht alles perfekt sein – Hauptsache,
der Familienbetrieb wird in Schwung gehalten und alle fühlen sich
wohl. Das alte funktionale Versorgungsideal ist durch ein neues
emotionales Verwöhnideal abgelöst worden.

Das Wichtigste beim häuslichen Verzehr: es sollte kultiviert
zugehen – das finden 84,6 Prozent der befragten Mütter. Es ist auch
keinesfalls so, dass sobald man Kinder hat, das so genannte „Kochen
auf hohem Niveau“ überall ein Ende findet – nur 24,4 Prozent sehen
das so. Andererseits sagen nur 25,1 Prozent Mütter: „Fast Food hat
zuhause nichts zu suchen.“ Ursula Fuhrhop: „Es geht also beides: hohe
Kochkunst und Fast Food sind bei vielen Familien kein Widerspruch.“

Insgesamt wird ohnehin nicht dirigistisch in das eingegriffen, was
die Kinder essen: 55,2 Prozent der befragten Mütter sagen, dass es
zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern gehört, dass sie selbst
entscheiden, was sie essen. Dieser Anteil wird in Zukunft noch
steigen, denn die Trendmütter finden das heute schon zu 62,2 Prozent.
Und die Devise „Kinder sollen essen, was auf den Tisch kommt“ wird
unter allen Müttern nur noch von 24,4 Prozent geteilt.

Die Verwendung von Fertiggerichten teilt sich auch in zwei Lager:
eine große Minderheit von 46,3 Prozent glaubt immer noch, dass es
sich die meisten Mütter zu leicht machen, wenn sie ihren Kindern
Fertiggerichte vorsetzen. Das glauben vor allem die jungen Mütter
(55,6 Prozent); mit zunehmendem Alter sinkt dieser Wert wieder auf
31,9 Prozent unter den über 50jährigen. Dass diese Zustimmungswerte
umso höher sind, je jünger die Befragten sind, hängt in erster Linie
mit dem jüngeren Alter ihrer Kinder zusammen. Das trifft ebenfalls
auf das schlechte Gewissen zu. 40,4 Prozent haben immer noch
irgendwie ein schlechtes Gewissen, wenn sie für ihre Familie nicht
selber kochen, wieder mit den höchsten Zustimmungswerten unter den 20
– 29jährigen Müttern (54,3 Prozent) und den niedrigsten unter den
über 50jährigen (30,4 Prozent).

Es sind also die jungen Mütter, die auf der psychologischen Ebene
tendenziell größere Probleme mit Fertiggerichten haben. Je älter die
Kinder und die Mütter, desto pragmatischer die Haltung zu
Fertiggerichten. Für 36,9 Prozent der Mütter ist es ein
Hauptanliegen, dass sich Frauen viel mehr von traditionellen
Kochpflichten befreien sollen – die Trendmütter finden das sogar zu
40,9 Prozent.

67, 5 Prozent aller Mütter glauben inzwischen, dass
„Tiefkühlgemüse genauso frisch ist wie vom Markt“. Was Fertiggerichte
angeht, so glaubt eine Mehrheit von 58,8 Prozent, dass sie nicht so
frisch und gesund sind wie Selbstgekochtes. Auch die Anforderungen an
zukünftige Fertiggerichte werden von den Trendmüttern deutlich
zugespitzt:

– „Gesundes Essen müsste viel pfiffiger angeboten werden, damit
Kinder und Jugendliche Spaß daran haben“: 82,1 Prozent
Zustimmung unter allen, 86,2 Prozent unter den Trendmüttern.
– „Mehr Rezepte für schnelle Gerichte stellen eine Entlastung für
berufstätige Mütter dar“: 80,0 Prozent Zustimmung bei allen,
82,2 Prozent bei den Trendmüttern, besonders bei den
Berufstätigen.
– „Man bräuchte viel mehr Produkte und Rezepte für blitzschnelle
Gerichte, die bei den Kindern und Jugendlichen ‚in‘ sind und
trotzdem halbwegs gesund“: 77,2 Prozent Zustimmung bei allen,
84,2 Prozent bei den Trendmüttern.
– „Mehr gesunde Fertiggerichte wären eine gute Entlastung für
Mütter“: 55,7 Prozent Zustimmung bei allen, 63,1 Prozent bei den
Trendmüttern, wobei die Zustimmung umso stärker ausgeprägt ist,
je jünger die Mütter sind.

Es geht bei Fertiggerichten also primär um neue Produkte und erst
in zweiter Linie um eine werbliche Ansprache, die unterschiedlich
ausgeprägte Konsummotive und Barrieren in den Zielgruppen auch
unterschiedlich bearbeitet.

Wer als Anbieter die Konsummotive und Konsumbarrieren punktgenau
treffen will, muss wissen, wie unterschiedlich sie in den
verschiedenen Segmenten seiner Zielgruppe ausgeprägt sind und in
welche Richtung sie sich zukünftig entwickeln werden. Dafür hat die
Kommunikationsagentur EuroRSCG ein Tool entwickelt, das die markt-
und meinungsmachenden Zielgruppen besonders ausweist und damit
wichtige Indikatoren für eine proaktive Weiterentwicklung von
Marketing und Kommunikation liefert.

Fertiggericht

Mit 60 Prozent outen sich die Franzosen als überdurchschnittlich häufige Verwender von Fertigmahlzeiten für die Bewirtung von Gästen – Weitere Ergebnisse einer AC Nielsen Umfrage in 41 Ländern

Fertiggerichte sind weltweit bei Verbrauchern beliebt

• Fertiggerichte werden hauptsächlich aus Zeitmangel und Kostengründen zubereitet
• 20% der Verbraucher weltweit kaufen häufig Fertigmahlzeiten
• In Deutschland kaufen 16% der Befragten häufig und weitere 37% manchmal Fertiggerichte

Es herrscht länderübergreifende Einigkeit: Zeitmangel ist der Hauptgrund dafür, Fertiggerichte zu kaufen. Zu diesem Schluss kommt eine in 41 Ländern weltweit durchgeführte Internetbefragung von ACNielsen. Insgesamt geben 87 Prozent der global Befragten an, Fertigmahlzeiten insbesondere dann zu kochen, wenn die Zeit knapp ist. In Deutschland sind 85 Prozent dieser Meinung. Am zweithäufigsten genannt werden Kostenaspekte: für 31 Prozent der weltweit Befragten sind Komplettgerichte schlichtweg günstiger als der Kauf einzelner Zutaten für ein herkömmlich zubereitetes Gericht, in Deutschland sind sogar 40 Prozent dieser Auffassung. Rund 16 Prozent der weltweit Befragten beurteilen die Qualität von Fertiggerichten als ebenso gut wie die von Ihnen selbst gekochten Mahlzeiten, in Deutschland stimmen 18 Prozent dieser Begründung zu.

Im Schnitt greifen nach Eigenbekunden rund 20 Prozent aller Konsumenten weltweit häufig zu Fertiggerichten. Leicht überdurchschnittlich verhalten sich die asiatisch-pazifischen Länder, in denen rund 23 Prozent der Verbraucher häufig Fertigmahlzeiten kaufen und konsumieren. Die größten Fans unter den Asiaten sind nach eigenen Angaben die Thailänder, von denen sogar
43 Prozent häufig komplett zubereitete Gerichte nutzen, gefolgt von den Chinesen und Taiwanesen mit 35 bzw. 34 Prozent.

In Europa liegen die Briten an der Spitze bei der Häufigkeit des Verzehrs von Fertigmahlzeiten. Während im Schnitt rund 15 Prozent der Europäer häufig zur schnellen Alternative greifen, sind es bei den Briten überdurchschnittliche 20 Prozent. Österreich und Frankreich liegen knapp darunter, Deutschland folgt mit 16 Prozent, die häufig Fertiggerichte kaufen.

Deutliche Unterschiede gibt es bei den Verzehrgelegenheiten. Am häufigsten werden Fertigmahlzeiten als Mittag- oder Abendessen verwendet, eher selten als Frühstück. Mit 60 Prozent outen sich die Franzosen als überdurchschnittlich häufige Verwender von Fertigmahlzeiten für die Bewirtung von Gästen. Auch die Schweizer greifen an Feiertagen oder besonderen Gelegenheiten mit 61 Prozent oftmals zur zeitsparenden Alternative.

Chefköche schwören auf „Vac-Pac“

Sie sehen aus wie militärische Ein-Mann-Rationen oder tiefgekühlte Fertiggerichte: In Wirklichkeit sind luftdicht verpackte Speisen aber der letzte Schrei bei Frankreichs erfinderischen Starköchen.

Die spezielle Plastikverpackung und ein langsames Garen bei niedrigen Temperaturen bringen nach Überzeugung der zum „Vac-Pac“ konvertierten Chefs spektakuläre Resultate. Die Methode wurde schon vor über 30 Jahren in Frankreich erfunden. Doch erst heute hält sie Einzug in die Sterne-Küchen des Landes. Vac-Pac sei „nicht sehr sexy“, räumt Koch Jean-Pierre Kausz ein, „aber unglaublich bequem“.

In Kausz‘ Restaurant „Chez Antoine“ in Les Ulmes im Loire-Tal herrscht im Vergleich zu den sonst so hektischen, scheppernden und von Kupferpfannen schimmernden Küchen relative Ruhe. Entspanntes Kochen ist mit den Vakuum-Speisen möglich, weil „man eigentlich nichts falsch machen kann“, sagt Kausz. „Man müsste sich schon sehr anstrengen, um mit dieser Methode zum Beispiel eine Entenbrust zu versauen“, erklärt der Koch.

Eine eigene Wissenschaft.

Den Weg zu diesen offenbar kinderleichten Köstlichkeiten ebneten 1974 die Starköche Georges Pralus und Pierre Troisgros, die damals eine Möglichkeit suchten, den kostspieligen Gewichtsverlust der Gänsestopfleber Foie Gras beim Garen zu begrenzen. Mittlerweile haben Experten, so genannte Molekül-Gastronomen, die präzise Erklärung für den Erfolg des Vakuum-Kochens gefunden.

So beispielsweise der Forscher Herve This, der mit Hilfe eines Diagramms den Prozess erklärt: „Bei hohen Temperaturen werden 25 Prozent des Fleisches weggekocht, und das sowohl beim Braten als auch beim Dünsten.“ Und mit dem Verlust von so viel Saft gehen natürlich Einbußen beim Geschmack – und beim Verdienst – einher.

„Bei 220 Grad verkrustet sich das Kollagen in den äußeren Schichten“ eines Bratens, erläutert auch der Koch Pierre-Dominique Cecillion, der ebenfalls ein Diagramm zeichnet. „Diese Kruste verhindert, dass weitere Hitze ins Innere des Fleischstückes kommt – am Ende gibt es nur einen winzigen Kreis in der Mitte, der exakt die gewünschte Garstufe hat“. Beim Vac-Pac dagegen „ist die Farbe des Fleisches im ganzen Stück gleichmäßig“.

Die luftdichte Verpackung war ursprünglich ein Weg, Lebensmittel möglichst lange zu konservieren. Die Vakuum-Köche haben aber noch andere Vorzüge dieser Lagerung entdeckt. Wird nämlich Fleisch mitsamt Kräutern oder einer Marinade von der Luft abgeschlossen, dann wird die Speise sehr viel intensiver aromatisiert.

Genauso nützlich ist nach Einschätzung Cecillions die Tatsache, dass zähes Fleisch im Vakuumbeutel richtiggehend weich gekocht werden kann. „Wir haben ein Stück Paleron (ein berüchtigt zähes Stück aus der Rindsschulter) 72 Stunden bei 68 Grad gegart – und der harte Nerv, der mitten durch das Stück lief, war verschwunden.“
Lesen Sie den gesamten Artikel:
www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=r&ressort=rt&id=598541

Spanische Gourmet-Ausstellung in Düsseldorf

Am Donnerstag, den 18. Mai 2006 findet im Europa-Saal des Radisson SAS
Scandinavia Hotels die „Spanische Gourmet-Ausstellung 2006“ statt.

Die von der Handelsabteilung des Spanischen Generalkonsulats Düsseldorf bereits zum
elften Mal veranstaltete Fachmesse für Feinkost-Spezialitäten ist von 11.00 bis 18.30 Uhr
für Fachbesucher aus Handel, Gastronomie und Presse geöffnet. Der Eintritt ist
kostenfrei.

Auf einer Gesamtfläche von 665 Quadratmetern werden 40 Aussteller -Produzenten und
Importeure – ihre Produkte zur Verkostung anbieten. Das Angebot umfaßt u.a. Gourmet-
Gemüsekonserven, Ibérico-Schinken und eine breite Palette an Wurstwaren,
Fertiggerichte, Käsespezialitäten, Fischkonserven und –spezialitäten, Oliven und
Olivenöl.

Nach Berlin, München, Hamburg und Frankfurt a.M. findet die inzwischen schon
traditionelle spanische Gourmet-Ausstellung nun wieder in Düsseldorf statt. Mit der Wahl
des diesjährigen Veranstaltungsortes sollen verstärkt Besucher aus NRW und den
angrenzenden Bundesländern angesprochen werden. Sie haben hier die Gelegenheit,
Kontakte zu spanischen Firmen zu knüpfen, die den deutschen Markt neu erschließen
bzw. ihre Präsenz durch Importeure und andere Distributeure vertiefen möchten.

Weitere Informationen und Anmeldung:
www.mcx.es/duesseldorf/de/gourmet-ausstellung.htm

Weintrinker essen gesund

Am Rebensaft allein liegt es wohl nicht, dass
Weintrinker im Schnitt herzgesünder sind und seltener an bestimmten
Krebsarten erkranken als Biertrinker. Weintrinker ernähren sich
nämlich gesünder, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken
Umschau“. Auf diesen Zusammenhang stießen dänische Forscher um Ditte
Johansen vom Staatlichen Institut für Öffentliche Gesundheit in
Kopenhagen beim Vergleich von 3,5 Millionen Supermarkt-Kassenbons.

Weintrinker kauften häufiger Obst und Gemüse, während Biertrinker
Fleisch und Fertiggerichte bevorzugten.