Gewichtszunahme durch Fertiggerichte

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass ultrahochverarbeitete Lebensmittel dazu verleiten, zu viel zu essen, was wiederum einen Anstieg des Gewichts begünstigt. Zum Schutz und für die Behandlung von Übergewicht kann somit geraten werden, weniger ultrahochverarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte und Instant-Produkte zu verzehren und stattdessen häufiger auf unverarbeitete Lebensmittel zurückzugreifen.

Fertiggerichte
„Gewichtszunahme durch Fertiggerichte“ weiterlesen

Fördern Fertiggerichte Multiple Sklerose?

Die Ursache, wieso sich bei Multipler Sklerose das Immunsystem gegen die eigenen Nervenzellen wendet, ist bisher noch nicht geklärt. Aber es wird vermutet, dass wahrscheinlich eine Kombination aus Genetik und Umweltfaktoren einen Einfluss darauf hat.

In den vergangenen Jahren wurde als einer dieser Einflüsse immer wieder die Ernährung diskutiert. Was wir essen könnte sowohl auf die Entstehung als auch auf den Verlauf einer MS-Erkrankung Einfluss haben. In den letzten Jahrzehnten hat in bestimmten Teilen der Welt die Zahl an MS-Patienten deutlich zugenommen. Die Zunahme ist so stark, dass sie sich nicht nur durch verbesserte Diagnostik erklären lässt. Bei der Betrachtung, worin sich Länder mit einer Zunahme an MS-Diagnosen von anderen Ländern unterschieden, kamen die Forscher auf die Ernährung. Im Blick hatten sie dabei Fertigprodukte und Fast Food. Könnte die durch solche Produkte erhöhte Aufnahme von Salz zum Entgleisen des Immunsystems beitragen?

Fertiggerichte

„Fördern Fertiggerichte Multiple Sklerose?“ weiterlesen

Vegetarische Fertiggerichte

Vegetarische und vegane Fertiggerichte* boomen in Deutschland, denn die Zunahme des so genannten Flexitarismus – einer pflanzlichen Ernährungsform, bei der nur gelegentlich Fleisch verzehrt wird – bietet Herstellern neue Möglichkeiten, fleischfreie Produktkonzepte zu erproben. Eine neue Untersuchung von Mintel zeigt, dass die Anzahl an Fertiggerichten, die damit werben „vegetarisch“ zu sein, in Deutschland zwischen 2011 und 2015 um mehr als das Siebenfache (633 %) gestiegen ist, während die Anzahl an als „vegan“ bezeichneten Fertiggerichten seit 2011 sogar um mehr als das Zwanzigfache gestiegen ist.

Die wachsende Anzahl an vegetarischen und veganen Fertiggerichten bedeutet, dass 12 % aller 2015 in Deutschland auf den Markt gebrachten Fertiggerichte die Bezeichnung „vegetarisch“ trugen – verglichen mit nur 2 % im Jahr 2011. Ebenso stark hat in dieser Kategorie auch die Bezeichnung „vegan“ zugenommen – von nur 1 % aller 2011 auf den Markt gebrachten Fertiggerichte auf 9 % im Jahr 2015.

Darüber hinaus weisen Fertiggerichte, die pflanzliche Proteine wie Soja oder Weizen enthalten, ein besonders starkes Wachstum auf. Während vor 2014 der Anteil an Produkteinführungen mit pflanzlichen Proteinen stagnierte, hat die Innovationstätigkeit in den vergangenen zwei Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil an Fertiggerichten, die pflanzliche Proteine enthalten, stieg laut Mintel’s Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) von 9 % im Jahr 2013 auf 23 % im Jahr 2015.

Katya Witham, Senior Food and Drink Analyst bei Mintel, berichtet:
„Fleischersatzprodukte erobern zunehmend den Speiseplan der Deutschen und Rezepte, die ursprünglich Fleisch beinhalteten, werden neu interpretiert. Von Spaghetti Bolognese über Paella bis hin zu Chilli con Carne – die neuen vegetarischen und veganen Fertiggerichte bieten eine komplett neue Vielfalt an ‚fleischähnlichen‘ Rezepten und Geschmacksrichtungen. Die zunehmende Verwendung von pflanzlichen Fleischersatzprodukten bei Fertiggerichten zeigt, dass Lebensmittel, die früher als minderwertige Alternativen zu nicht vegetarischen und nicht veganen Optionen betrachtet wurden, jetzt von Verbrauchern als gleichwertig angesehen werden.“

Mintels Verbraucherumfrage aus dem Jahr 2015 bestätigt diesen Trend und beschreibt eine zunehmende Tendenz zum fleischfreien Verzehr und Flexitarismus in Deutschland. Obwohl nur 7 % der deutschen Erwachsenen angeben, sich komplett vegetarisch zu ernähren, berichtet ein Drittel (33 %), dass sie ihren Verzehr von rotem Fleisch aktiv reduzieren, und 19 % geben an, dass sie mehr vegetarische Lebensmittel in ihre Ernährung integrieren als noch vor einem Jahr.

Außerdem scheinen vor allem die gesundheitsbewussten Millennials aufgrund ihrer klaren Haltung zu Ernährung und Lebensmittelethik die stärkste Kraft hinter dem Anstieg von Fleischalternativen in Deutschland zu sein. Verglichen mit dem Durchschnitt aller Altersgruppen bezeichnen sich zweimal so viele Deutsche in der Altersgruppe 16–24 als Vegetarier (16 %); zudem gibt fast jeder Dritte (31 %) der 16- bis 24-Jährigen an, mehr vegetarische Lebensmittel in seine Ernährung zu integrieren als noch vor einem Jahr.

Bedenken über Gesundheit, Umwelt und Ethik bei Fleischkonsum
Die Gründe für die Entscheidung, Fleischalternativen zu konsumieren, scheinen vorrangig ethische und umweltbezogene Bedenken zu sein. In der Tat gaben in einer Umfrage von Mintel aus dem Jahr 2014 drei von zehn (30 %) zu Fleischalternativen greifenden Deutschen an, dass ethische Bedenken wie z.B. Tierschutz ein Grund hierfür sei. Bei den 16- bis 24-Jährigen steigt dieser Anteil sogar auf fast zwei von fünf (39 %). Außerdem geben 22 % der Deutschen, die Fleischalternativen zu sich nehmen, Bedenken über die Folgen des Fleischkonsums auf die Umwelt als einen Hauptgrund an.

„Bedingt durch zunehmende Bedenken über Gesundheit, Umwelt und Ethik sind pflanzliche Ernährungsformen heute in Deutschland so beliebt wie nie zuvor. Nicht nur die Anzahl überzeugter Vegetarier und Veganer in Deutschland nimmt stetig zu, sonder auch die der Verbraucher, die ihren Fleischkonsum zugunsten so genannter flexitarischer Ernährung einschränken“, fügt Witham hinzu.

Die Ergebnisse von Mintel zeigen jedoch auch, dass Fertiggerichte in Bezug auf ein „gesundes“ Image noch einen langen Weg vor sich haben, da weniger als drei von zehn (27 %) der 16- bis 24-jährigen Deutschen der Meinung sind, dass Fertiggerichte eine gesunde Option seien, während ungefähr die Hälfte (51 %) angibt, dass Fertiggerichte zu viele stark verarbeitete Inhaltsstoffe enthalten.

Trotzdem scheint es, dass junge Verbraucher gesündere Optionen in der Kategorie sehr wohl begrüßen würden, denn mehr als drei von fünf (63 %) der deutschen Verbraucher im Alter von 16 bis 24 Jahren geben an, es sei ihnen wichtig, dass Fertiggerichte aus gesunden Zutaten wie Vollkornreis und Gemüse hergestellt werden, und ungefähr die Hälfte (51 %) ist bereit, für zertifizierte Bio-Fertiggerichte mehr Geld auszugeben.

„Bedingt durch das enorme Interesse an Fleischalternativen unter den jüngeren deutschen Verbrauchern könnte die Bewerbung von Attributen wie gesunde Inhaltsstoffe, hoher Protein- und Vollkorngehalt sowie die ethischen Qualitätsaspekte von Fertiggerichten auf Basis von Fleischersatzprodukten diese Gerichte für die jüngere Zielgruppe noch attraktiver machen“, fasst Witham zusammen.

*beinhaltet Fertiggerichte, Kochboxen, Salate, Sandwiches/Wraps, Pizzen, Fertignudeln, Fertig-pasta, Fertigreis, Teiggerichte

Jan-Philipp Cleusters

Mit „JPC-Meals“ bringt der jüngste TV-Koch Fertiggerichte in Premium-Qualität auf den Markt

Können Fertiggerichte genauso gut schmecken wie frisch zu Hause selbst gekocht? „Ja!“ lautet die Antwort von Deutschlands jüngstem TV-Koch, Jan-Philipp Cleusters (23). Unter dem Titel „JPC-Meals“ tritt er auch gleich den Beweis für seine These an. In einer Premium-Box für 99,90 Euro, Versand inklusive, bietet Cleusters 14 Gerichte, die individuell zusammengestellt werden können. Die Kreationen basieren alle auf Bio-Lebensmitteln und kommen inklusive Trockeneis frisch in die eigene Küche. So kann man sich jeden Tag vom Profi bekochen lassen – und das für nur etwa 7 Euro pro Premium-Gericht, das innerhalb von 8 Minuten verzehrbereit ist. Jan-Philipp Cleusters gehört bereits jetzt zu den innovativsten und vielversprechendsten TV-Köchen Deutschlands. Seine JPC-Meals sind außergewöhn­lich, mutig und frei von Konventionen. Cleusters experimentiert in seiner Lifestyle-Küche auf höchstem Niveau und verleiht dem Thema Kochen ein modernes Gesicht. Die neuen Gerichte können online unter jpc-meals.com bestellt werden.

Zarte Hühnerbrust mit Ratatouille-Gemüse und würzigen Rosmarinkartoffeln – das ist nur eine Variante der Premium Hauptspeisen aus dem JPC-Meals Angebot. Die Gerichte sind gesund und trendy: Von der Spinat-Kokossuppe über die Fitness Dinkelvollkornpasta all’arrabiata bis zum cremig-schokoladigen Dessert an Beerenspiegel ist alles dabei. Die Produkt-Auswahl ist dabei so vielfältig wie die Gerichte, die aus ihnen zubereitet werden: feiner Pak-Choi, frische Minze, beste Freilandeier, hochwertiges Rosmarinöl, würziger Ingwer, Bio-Kokosöl, heimisches Gemüse wie aromatischer Kürbis, Blattspinat aus regionalem Anbau und viele weitere sorgfältig ausgewählte Zutaten machen jedes JPC-Meal zu etwas ganz Besonderem. „Es war mir wichtig, raffinierte Abwechslung zu bieten, die den Geschmack der Zeit trifft. Selbstverständlich verwenden wir für die Gerichte nur hochwertige und regionale Produkte“, erklärt Jan-Philipp Cleusters.

Hergestellt werden die Gourmet-Gerichte in den Küchen von nutryseries mit Sitz in Linz von ausgewählten Köchen, die persönlich von Jan-Philipp Cleusters gecoacht wurden. Die JPC-Meals kommen ganz ohne Geschmacksverstärker oder Konser-vierungsstoffe aus. Der gute Geschmack kommt durch die Qualitätszutaten, die vom Profikoch fein aufeinander abgestimmt sind. Darüber hinaus streben Jan-Philipp Cleusters und nutryseries nachhaltige Kooperationen mit regionalen Betrieben an, wodurch die einzigartige Qualität sichergestellt wird.

Und so funktioniert’s: Nach der Zubereitung wird jedes Gericht eingeschweißt und schockgefrostet, sodass alle wichtigen Vitamine und Mineralien erhalten bleiben: für perfekten Geschmack und eine gesundheitsbewusste Ernährung. „Die Schockfrostung ist neben den gesunden Zutaten und der sorgfältigen Zubereitung ein weiterer Grund dafür, dass JPC-Meals Fertiggerichte mit Premium-Qualität sind. Durch die spezielle Konservierung schmecken die Fertiggerichte auch nach der Zubereitung zu Hause wie frisch gekocht“, so die Erläuterung von Jan-Philipp Cleusters. Bei der Schockfrostung werden die Lebensmittel besonders schonend konserviert. Die Temperatur der Gerichte wird dabei innerhalb kürzester Zeit auf die gewünschte Lagertemperatur von etwa -18°C gesenkt. Die Zellen der Lebensmittel werden dadurch nicht beschädigt – anders als beim herkömmlichen Einfrieren in der Tiefkühltruhe – und alle Nährstoffe bleiben eingeschlossen. Das Essen behält dadurch seine Konsistenz und bleibt frisch, aromatisch und gesund.

Die Box mit den Gerichten wird nach der Online-Bestellung direkt nach Hause geliefert. Dabei sorgt das Trockeneis dafür, dass die Kühlkette zu keiner Zeit unterbrochen wird. In der eigenen Küche kann das jeweilige Gericht dann innerhalb von 8 Minuten zubereitet werden – fertig ist das Premium-Gericht vom Profikoch, das durch die besonderen Zutaten und die spezielle Herstellung nicht mit anderen Fertiggerichten vergleichbar ist.
_____________________

Mehr als jeder dritte Mann kann "überhaupt nicht" kochen

In der Küche keine Ahnung – Umfrage – Fertiggerichte als Alternative

Selbst Spiegeleier oder ein simpler Kartoffelbrei werden für sie offenbar schon zum Problem: Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsportal „www.apotheken-umschau.de“ gibt mehr als ein Drittel der Männer in Deutschland (37,6 %) an, „überhaupt nicht“ kochen zu können. Bei den Frauen sind dies nur 5,1 Prozent. Überdurchschnittlich häufig essen Männer mehrmals in der Woche Fertiggerichte (24,0 %; Frauen: 11,5 %) – aus Mangel an Zeit und Lust zum Selbstkochen. Nachteile haben für viele Männer die fehlenden Kenntnisse in der Küche vor allem dann, wenn es um kulinarische Erinnerungen geht: Jeder Vierte (25,9 %; Frauen: 16,8 %) würde gerne wieder einmal die Lieblingsgerichte aus seiner Kindheit nachkochen, weiß aber nicht, wie Mutter oder Vater sie gemacht haben. Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportal „www.apotheken-umschau.de“, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.051 Personen ab 14 Jahren, darunter 1.005 Männer und 1.046 Frauen.

Glutamat

Der Trick mit dem Glutamat: Verbraucher werden bei der Kennzeichnung oft getäuscht – „Glutamatfrei“ heißt nicht, dass Fertigessen ohne Geschmacksverstärker ist – Kein Produkt, das „ohne Glutamatzusatz“ gekennzeichnet war, war frei von geschmacksverstärkenden Stoffen

Tütensuppe oder Fertiggerichte „frei von Geschmacksverstärkern“ verspricht oft die Werbung. Aber: Im Essen sind dann meist Zutaten enthalten mit geschmacksverstärkender Wirkung, zum Beispiel Hefeextrakt. „Wenn auf der Verpackung ‚ohne zugesetztes Glutamat‘ steht, ist das zwar richtig. Aber eigentlich tricksen die Produzenten und täuschen damit die Konsumenten“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl im Gourmet Report Gespräch. Eine AK Analyse von 26 Produkten zeigt: „Ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern“ heißt nicht glutamatfrei. Positiv: Wird Hefeextrakt als glutamathältige Zutat verwendet, ist die Menge an Glutamat meist niedriger als bei direkt zugesetztem Glutamat. Die AK will mehr Klarheit bei der Kennzeichnung.

Glutamat als geschmacksverstärkender Zusatzstoff ist in sehr vielen verarbeiteten Produkten enthalten. „Es verleiht den Lebensmitteln eine deutlich würzige Note, wird aber aufgrund der so häufigen Verwendung in der Lebensmittelindustrie von vielen Konsumeinen sehr kritisch beurteilt“, weiß Schöffl von Verbrauchern, obwohl Glutamat gut erforscht ist und als unbedenklich gilt.

Die AK hat 26 Produkte wie Wurst, Snacks (Chips, Erdnusslocken), Tiefkühlpizza, Packerlsuppe oder Fertiggerichte von der Lebensmittelversuchsanstalt Klosterneuburg auf den Glutamatgehalt prüfen lassen. Einerseits ging es um Produkte, bei denen Glutamat als Zusatzstoff zugesetzt war. Anderseits waren es Produkte, die mit Hefeextrakt produziert wurden. Es wurde dabei ermittelt, mit wie viel Glutamat Verbraucher in diesen Produkten zu rechnen haben. Das Ergebnis zeigt: Kein Produkt, das „ohne Glutamatzusatz“ gekennzeichnet war, war frei von geschmacksverstärkenden Stoffen, weil es zum Beispiel Hefeextrakt enthält. „Viele Konsumenten rechnen gar nicht damit, dass Hefeextrakt eine glutamathältige Zutat ist“, betont Schöffl.
Gourmet Report meint: „Wenn Verbraucher das wüssten, würden sie vermutlich eine Hefeextrakt Allergie entwickeln.“

Wird beispielsweise Hefeextrakt in den Produkten verwendet, ist der Gehalt an Glutamat niedriger, als wenn Glutamat als Zusatzstoff verwendet wird. Ein Beispiel: Ist in einem Teller Tütensuppe Glutamat drinnen, sind es 0,5 Gramm. Ist Hefeextrakt enthalten, sind es nur 0,026 Gramm. Dafür aber Hefeextrakt.

Es braucht bei der Kennzeichnung mehr Transparenz, verlangt die AK. Werden glutamathältige Stoffe wie Hefeextrakt verwendet, sollen Hersteller das nicht „verschleiern“. Denn Angaben wie „ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“, „ohne Glutamatzusatz“ oder „ohne künstliche Geschmacksverstärker“ sind missverständlich, da sich Verbraucher häufig ein völlig glutamatfreies Produkt erwarten.
Gourmet Report meint: Einfach keine Fertiggerichte mehr kaufen, dann gibt’s auch keine Probleme mit irgendetwas. Glutamat dürfte das kleinste aller Probleme in Fertiggerichten sein. Hier noch ein alter Artikel zur Ungefährlichkeit von Glutamat: www.kochmesser.de/component/name,Freispruch-fuer-Glutamat/option,com_gourmet/task,article/id,6296

SERVICE: Die Erhebung Glutamat in Lebensmitteln unter www.arbeiterkammer.at

Neulich wollte eine sehr ernährungsbewusste Freundin zu meiner Verblüffung keine Kaktusfeige (so eine Art Fertiggericht der Natur) mehr essen, weil ich ihr die Inhaltsstoffe mitteilte: u.a. Flavonole, Alpha-Tokopherol, Phyllochinon, Pantothensäure, Pyridoxin, Riboflavin, Betanin, Indicaxanthin und der Hammer: E 162 ist auch dabei!

ÖKO-TEST SPEZIAL Ernährung

Anständig essen: Kennen Sie den Unterschied zwischen Nahrungsmitteln und Lebensmitteln? Nahrungsmittel sind Convenienceprodukte und Fertiggerichte. Sie werden von der Nahrungsmittelindustrie hergestellt, machen satt und schmecken nicht schlecht – auch wenn für den Geschmack oft Aromen und Geschmacksverstärker sorgen. Lebensmittel sind beste Zutaten; sie stehen für all das, was wir mit gutem Essen verbinden: verführerischer Geruch, natürlicher Geschmack. Alles, was man zu Lebensmittel wissen sollten, lesen Sie im neuen ÖKO-TEST SPEZIAL Ernährung. Erfahren Sie auch, warum wir uns beim Essen keinen Stress machen müssen, sondern ganz entspannt genießen sollten. ÖKO-TEST verrät zudem, wie Anbieter den Wunsch nach mehr Natürlichkeit auf dem Teller schamlos ausnutzen und wie Verbraucher den Schwindel erkennen können.

Aus dem Inhalt

• Clean Labels: Immer mehr Nahrungsmittel werben damit, „ohne Zusatzstoffe“ auszukommen. Denn E-Nummern haben einen schlechten Ruf. ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, was stattdessen in Dosen und Tüten gemixt wird.

• Gesunde und ausgewogene Ernährung: An manchen Lebensmitteln kann man sich satt essen und nimmt doch nicht zu. Andere hingegen schlagen schnell zu Bauche. Es kommt eben auf die richtige Mischung an. ÖKO-TEST erklärt, auf was zu achten ist.

• Alte Sorten und Rassen: In Supermärkten gibt es meist nur wenige Apfelsorten und lediglich ein paar Tomaten- und Kartoffelsorten. Dabei hat die Natur viel mehr zu bieten. Engagierte Landwirte bauen in Vergessenheit geratene Gemüse und Früchte wieder an oder züchten alte Tierrassen. Nicht nur, um die Sorten zu erhalten, sondern vor allem weil sie oft hervorragend schmecken.

• Verpackungsschwindel: Ständig kommen Produkte in neuer Aufmachung daher oder erscheinen als XXL-Packung günstig. Doch verschenkt wird nichts. Oft steigt mit der Füllmenge auch der Preis. Oder es gibt weniger Inhalt für das gleiche Geld.

• Bio-Fleisch: Auch wenn die konventionellen Erzeuger nicht müde werden zu behaupten, Fleisch aus Massentierhaltung sei hochwertig – artgerechte Tierhaltung sieht anders aus. Sie respektiert das Tier mit all seinen Bedürfnissen. Schweine, Rinder und Geflügel haben mehr Platz und Auslauf, bekommen anderes Futter und weniger Medikamente.

Das aktuelle ÖKO-TEST SPEZIAL – Essen genießen gibt es seit dem 20. April 2012. Das Heft ist im Handel für 5,00 Euro erhältlich.

ZU VIEL SALZ IN MIKROWELLEN-MENÜS

Fertiggerichte für die Mikrowelle enthalten immer noch zu viel Salz: Das hat die Verbraucherzentrale NRW erneut in einer Stichprobe Grünkohl, Gulasch oder Geschnetzeltem festgestellt. Im Schnitt liefert eine Portion mit mehr als vier Gramm bereits zwei Drit­tel der täglich empfohlenen Salzmenge (sechs Gramm) für Erwach­sene. „Der Salzanteil in den zubereiteten Mahlzeiten für die schnelle Küche ist im Vergleich zu unserer letzten Untersuchung im Oktober 2010 immer noch gesundheitlich bedenklich. Viele Hersteller ignorie­ren die Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung und haben die Salzmenge in ihren Gerichten sogar noch erhöht“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW: „Wer regelmäßig ein fix und fertiges Gericht aus der Mikrowelle verzehrt, hat mit einer Portion oft schon die gesamte Tagesdosis von sechs Gramm intus“. Ein hoher Konsum von Kochsalz sei jedoch Gift für den Blutdruck und erhöhe das Risiko gefährlicher Herz- und Kreislauferkrankungen.

Untersucht wurden die Kalorien- und Nährwerte auf den Verpackun­gen von 117 Tellergerichten (81 Fertigmenüs, 23 Konserven, 13 Tief­kühlgerichte) von deftiger Hausmannskost bis hin zu Light-Menüs. Bei fast allen Mahlzeiten für die Mikrowelle (98 Prozent) war – sofern angegeben – im Verhältnis zur empfohlenen Tagesmenge für eine Hauptmahlzeit zu viel Salz in Suppe und Soße. Erkennen konnten dies die Kunden selten: Kaum ein Produkt nannte den Salzgehalt der Ein-Portionen-Packung. 107 Menüs warteten immerhin mit dem Nat­riumwert auf, der – erst mit dem Faktor 2,54 multipliziert – kundigen Konsumenten den wahren Salzgehalt verriet. Bei zehn Fertiggerich­ten fehlten die aufschlussreichen Nährwertangaben komplett.

Bereits vor anderthalb Jahren hatte die Verbraucherzentrale NRW die Salzmenge in 103 Menüschalen für die Mikrowelle genauer unter die Lupe genommen: Auch damals war der Gehalt der Küchenwürze in den Fertigspeisen mit ebenfalls 98 Prozent zu hoch. Trotz Gesund­heitsbedenken streuen Hersteller weiterhin ungerührt reichlich Salz in ihre Fertiggerichte.

Fertiggerichte werden von Konsumenten nicht nur wegen ihrer Rezeptur, sondern in erster Linie auch mit Blick auf den Kalorienge­halt ausgewählt. In punkto Salzmenge oftmals eine fatale Entschei­dung: Denn in Relation waren die Kalorienangaben bei der deftigen Hausmannskost im aktuellen Test eher niedrig, die Salzwerte hin­gegen viel zu hoch: bei 99 von 107 Mikrowellen-Menüs weit mehr als das Doppelte. Bei 25 Gerichten übertraf der genannte Salz- den Brennwert sogar um das Fünffache.

Um sich beim Kauf von verarbeiteten Lebensmitteln nicht von fehlen­den oder überbetonten Produkteigenschaften leiten zu lassen, sollten Verbraucher verstärkt auf den angegebenen Natriumwert auf den Verpackungen achten und dann zum Taschenerchner greifen: Denn die Salzmenge ist stets 2,5-mal höher als der angegebene Natrium­gehalt. Fertiggerichte ohne Angaben lässt man besser gleich im Supermarktregal links liegen. Insgesamt sollten pro Tag von einem Erwachsenen nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz konsumiert werden.

Erst ab Ende 2016 muss innerhalb der Europäischen Union – also auch in Deutschland – die Salzmenge bei verarbeiteten Lebensmit­teln pro hundert Gramm und pro Portion auf der Verpackung verbind­lich angegeben werden. „Zu spät“, mahnt die Verbraucherzentrale NRW: „Im Hinblick auf die gesundheitlichen Risiken von allzu hohem Salzkonsum muss die Produktinformation auf den Packungen sofort verbessert und vor allem transparent für Kunden werden.“

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012

Mehr als 1.300 Produkte im Test: Mit dem neuen ÖKO-TEST Jahrbuch 2012 kommen Sie „sehr gut“ durch das Jahr. ÖKO-TEST erregt zwar immer wieder Aufmerksamkeit mit den Problemen, die Tests aufzeigen, wie etwa Schwindel bei Naturkosmetik und bei regionalen Lebensmitteln oder krebserregende Farben in Kinderuhren: In (fast) jedem Test finden Sie aber auch die „guten“ und „sehr guten“ Alternativen. In diesem Jahrbuch haben 600 der 1.350 geprüften Produkte die Tester überzeugt.

Aus dem Inhalt
• Test Reis: Schädliche Stoffe wie Arsen und Mineralöl machen den Reis mitunter zu einem zweifelhaften Genuss. Doch die Branche ist in Bewegung gekommen und hat die Qualität der Produkte teilweise verbessert.
• Test Mineralwasser ohne Kohlensäure: Stilles Wasser gilt als besonders pur und rein. Der Test offenbart eine andere Seite: Abbauprodukte von Pestiziden, Keime und manchmal zu viel giftiges Uran. Mehr als die Hälfte der 102 getesteten Wässer sind aber empfehlenswert.

• Test Naturarzneimittel: Auch wenn die Kassen Phytopharmaka nur noch selten bezahlen, schwören viele Bundesbürger auf pflanzliche Arzneimittel. Viele der von ÖKO-TEST untersuchten Produkte sind auch in Ordnung. Probleme bereiten allerdings einige Hilfsstoffe.

• Test Allzweckcremes: Wer von all den Tuben und Tiegeln im Bad die Nase voll hat, kann auch auf eine gute Allzweckcreme zurückgreifen. Aber ausgerechnet die bekannten Marken wie Nivea und Dove enttäuschen, weil sie allergisierende Duftstoffe und künstliche Öle enthalten.

• Test Kinderregenjacken: Die Mehrheit der Produkte fällt mit „ungenügend“ durch die Schadstoffprüfung. Zumindest drei Jacken waren weniger stark belastet.

• Test Katzenstreu: ÖKO-TEST hat nicht nur 15 Marken auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch einer Praxisprüfung unterzogen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Manche Produkte sind nicht besonders saugstark, manche stauben sehr stark, während wiederum andere rundum empfehlenswert sind.

• Test Tapetenkleister: Alle Kleister im Test sorgen dafür, dass die Tapete gut an der Wand klebt. Leider sind viele von ihnen mit nicht ganz unbedenklichen Stoffen haltbar gemacht.

Weitere Tests
• Margarine und Streichfette • Frischhaltedosen • Kaffee • Sekt und Champagner • vegetarische Brotaufstriche • vegetarische Fertiggerichte • Fleischersatzprodukte • Tiefkühlpizza Salami • Abführmittel • Schlafmittel • Schmerzmittel • Venenmittel • Johanniskrautpräparate • Hustenmittel • Vitaminpräparate für Schwangere • Magenmittel • Mittel gegen trockene Augen • Gelenkpräparate • Fußpilzmittel • Allergiemittel • milbendichte Bezüge • Blutdruckmessgeräte • Potenzmittel • Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden • Körperlotionen für trockene Haut • getönte Tagescremes • Lippenpflegemittel • Pseudonaturkosmetik • Feuchtigkeitsmasken • Volumenshampoos • Pflanzenhaarfarben • Urea-Cremes • Kosmetik zum Verschenken • Hornhautmittel • Kinderarmbanduhren • Babybäder • Babypflegecremes • rückenfreundliche Stühle • Hunde- und Katzenflohmittel • Schuhcremes • Photovoltaikversicherungen • Öko-Stromtarife • thermische Solaranlagen • Portionskaffeemaschinen • Dampfbügeleisen • Vliese und Vliestapeten • Synthetikteppichböden • weiße Wandfarbe • Sanitär-Silikonfugenmassen

Das aktuelle ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012 gibt es seit dem
14. Oktober 2011 im Zeitschriftenhandel. Es kostet 8,90 Euro.

Für jede Speise die geeignete Hightech-Hülle

Verpackte Lebensmittel begleiten uns im Alltag von früh bis spät. Und hinter vielen Folien, Bechern und Kartons steckt inzwischen mehr Forschungsaufwand als in dem Lebensmittel selbst, das sie umhüllen. Moderne Verpackungen sind faszinierende Multitalente, gefertigt aus Hightech-Materialien.

Anbieter von Fleischwaren, Obst oder Fertiggerichten setzen zum Beispiel aktive Verpackungen ein, die die Haltbarkeit der Produkte verlängern: Sie enthalten Substanzen, die gezielt auf das Lebensmittel übergehen oder ihm bestimmte Stoffe entziehen. PET-Flaschen binden auf diese Weise Sauerstoff, der Säfte schnell verderben lässt. Mehr noch: Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln intelligente Verpackungen, die über ihren Inhalt Bescheid wissen und Auskunft geben. So zeichnen neuartige Sensoren und Indikatoren bei Transport und Lagerung die Temperatur eines Produkts auf. Ist die Kühlkette unterbrochen, färbt sich zur Warnung ein Teststreifen.

Noch im Jahr 2011 sollen erste Lebensmittelverpackungen versteckte Codes aus leitfähiger Tinte erhalten, die mit den Touchscreens der meisten Smartphones ausgelesen werden können. Bei Auflegen des Touchscreens ändert sich das elektrische Feld des Bildschirms, daraus berechnet eine Software den Code. Dieser verweist auf Webseiten im Internet, auf denen sich zum Beispiel die Inhaltstoffe des entsprechenden Lebensmittels finden.

Dosensuppen erhitzen sich bald sogar auf Knopfdruck selbst – dank einer eingebauten Induktionsschleife im Boden, die drahtlos Strom aus einer Ladematte zieht. Das passt zum Trend der Single-Haushalte, für die es längst Fertiggerichte gibt, die gleich in der Verpackung in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Für die gleiche Zielgruppe gibt es vermehrt Kleinpackungen oder wiederverschließbare Großpackungen im Handel. Senioren profitieren von besonders leicht zu öffnenden Verpackungen.

Viele Verbraucher wünschen sich auch umweltfreundlichere Verpackungen. Die Hersteller reduzieren darum nicht nur durch neue Designs den Materialverbrauch, sondern entwickeln auch Folien und Behälter aus nachwachsenden Rohstoffen. Bio-Kunststoffen wird ein rasantes Wachstum vorhergesagt. Auch die Ökobilanz von Getränkeflaschen steht immer wieder zur Diskussion. Ein Trend ist derzeit eindeutig, nämlich der zur Einwegflasche. Einweg versus Mehrweg, Glas oder PET – welche Variante am „grünsten“ ist, bleibt ein Streitpunkt. Immer wichtiger wird das Recycling von Verpackungen – längst eine Milliardenindustrie in Deutschland. Hochtechnische Verwertungsanlagen sortieren Müll inzwischen automatisch und bereiten Metalle, Kunststoffe oder Papier zu neuen Rohstoffen auf.
Carmen Menn, www.aid.de