Italien ist Spitzenreiter

Übergewicht bei Kindern in Europa

In Italien sind Kinder ab einem Alter von drei Jahren
deutlich häufiger übergewichtig als in Deutschland und anderen
europäischen Ländern. Das ist ein Resultat der europäischen
IDEFICS-Studie zur Identifizierung und Prävention gesundheitlicher
Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil bei Kindern. In Deutschland
waren das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und
Epidemiologie (BIPS) und die Universität Bremen beteiligt.

Knapp 7.700 Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von elf Jahren
begleitet. Sie stammten aus sieben europäischen Ländern:
Deutschland, Italien, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Zypern.
Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich der Körpermassenindex
(BMI) der jungen Probanden im Laufe der Kindheit verändert und welche
Faktoren Einfluss auf das Körpergewicht haben. Beispiele waren der
BMI der Mutter, Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, der
Bildungsstatus der Eltern und die Stilldauer. Der BMI gibt das
Verhältnis des Gewichts (in kg) zur Körpergröße (in Meter zum
Quadrat) an. Bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der normale
Körperfettanteil ständig, je nach Alter und Geschlecht. Anhand von
Normwertkurven lässt sich ablesen, wie das Gewicht einzuordnen ist.
Wenn der BMI den Wert 25 überschreitet, spricht man von Übergewicht.
Dieser feste Wert ist zwar umstritten, gibt aber eine Tendenz wider.
Ab einem BMI von größer 30 spricht man von Fettleibigkeit.

Ab einem Lebensalter von drei Jahren gab es von Land zu Land große
Unterschiede im Anteil der übergewichtigen und fettleibigen Kinder.
In Italien lag er bei einem Spitzenwert von 50 Prozent, gefolgt von
Zypern (29,8 %) und Spanien (25,6 %). In Ungarn hatten 19 Prozent und
in Deutschland knapp 18 Prozent der Kinder ein zu hohes
Körpergewicht. In Schweden (12,3 %) und Belgien (9,7 %) waren die
Werte am niedrigsten. Im Alter von elf Jahren hatte der mittlere BMI
italienischer Kinder bei den Jungen einen Wert von 22,3 und bei
Mädchen von 22,0 erreicht. In den anderen Ländern bewegte er sich
zwischen 18,4 und 20,3 bei Jungen und 18,2 bis 20,3 bei Mädchen.

Der wichtigste Einflussfaktor war der BMI der Mutter – vor allem in
Italien, stellten die Wissenschaftler fest. Die italienischen Mütter
und Väter brachten im europäischen Vergleich auch durchschnittlich
die meisten Pfunde auf die Waage. Zudem zeigte sich, dass das
Geburtsgewicht des Kindes mit der Gewichtszunahme der Mutter in der
Schwangerschaft in Zusammenhang stand.

Insgesamt konnten frühkindliche Faktoren aber nur einen kleinen Teil
der Unterschiede im Körpergewicht erklären. Vermutlich spielen neben
genetischen Aspekten Änderungen in der körperlichen Aktivität und
im Ernährungsverhalten eine Rolle, die sich je nach Land
unterscheiden.

Heike Kreutz, www.aid.de

www.bips-institut.de
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.13/journal.pone.0149268

MICHELIN "Main Cities of Europe 2016" ist raus

Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ empfiehlt Restaurants und Hotels in 44 Großstädten und 20 Ländern

Sternstunde für Gourmets in Europa: Mit 15 Sterne-Adressen mehr als im Vorjahr kommt am 6. April der neue Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ in den deutschen Buchhandel (Schweiz: 10. März; Österreich: 11. April). Die erneute Zunahme der ausgezeichneten Restaurants zeigt: Auch außerhalb der klassischen europäischen Städte- und Länderziele des renommierten Guide MICHELIN entwickelt sich die Gastronomie dynamisch weiter. Insgesamt empfiehlt die neueste Ausgabe des Metropolen-Bandes 486 Sterne-Adressen in 44 europäischen Großstädten, darunter 19 3-Sterne-Restaurants, 88 2-Sterne-Häuser und 379 1-Stern-Betriebe. Das aufwendig recherchierte Werk enthält außerdem 296 „Bib Gourmand“-Restaurants, die ihren Gästen ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Drei neue 2-Sterne-Häuser in Salzburg und Wien
Mit zusammen drei neuen 2-Sterne-Adressen können Salzburg und Wien in der Neuauflage des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ ihre Rolle als kulinarische Anziehungspunkte festigen. Zwei der frisch in die 2-Sterne-Liga aufgerückten Häuser finden sich in der Festspielstadt an der Salzach: das „Ikarus“ und „SENNS.Restaurant“. Das „Ikarus“ im Hangar-7 ist durch sein weltweit einmaliges Gastkoch-Konzept bekannt geworden. Jeden Monat übernimmt ein anderer internationaler Starkoch die individuelle Gestaltung des Menüs. Zusätzlich bietet Executive-Chef Martin Klein mit seinem Team monatsweise auch ein eigenes Menü an.

Kleins Salzburger Kollege Andreas Senn zählt zu den Senkrechtstartern in der Spitzengastronomie. Im vergangenen Jahr erstmals mit einem MICHELIN Stern ausgezeichnet, gelang es ihm und dem Küchenteam von „SENNS.Restaurant“ auf Anhieb, den zweiten Stern zu erkochen. Senns kontrastreiche und kraftvolle Küche ist geprägt von modernen Elementen und beeindruckt immer wieder durch feine Aromatik.

Die Salzburger Restaurants „Carpe Diem Finest Fingerfood“, „Esszimmer“ und „Pfefferschiff“ konnten in der Ausgabe 2016 des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ ihre Auszeichnung mit einem MICHELIN Stern behaupten. Daneben gibt es mit dem „Strasserwirt“ eine neue Bib-Gourmand-Adresse an der Salzach. Weitere Bib-Gourmand-Häuser in Salzburg sind das „Gasthaus Auerhahn“, „Brandstätter“, „Gasthof Schloss Aigen“ und „Huber’s im Fischerwirt“.

Kulinarischer Hotspot Wien
In Wien zeichneten die Tester erstmals das Restaurant „Mraz & Sohn“ mit zwei MICHELIN Sternen aus. Die Michelin Inspektoren waren begeistert von der innovativen Küche von Markus Mraz, die eine individuelle Handschrift trägt und äußerst interessante Aromenkompositionen bietet. Zusammen mit dem „Steirereck im Stadtpark“ und dem „Silvio Nickol Gourmet Restaurant“ verfügt die österreichische Bundeshauptstadt damit über drei 2-Sterne-Adressen.

Die Rolle Wiens als kulinarischer Hotspot untermauert außerdem die erstmalige Auszeichnung der Restaurants „Le Ciel“ und „OPUS“ mit einem MICHELIN Stern. Das „Edvard“, „Konstantin Filippou“, „Tian“ und „Walter Bauer“ bestätigten ihre exzellente Küchenleistung und erhalten auch dieses Jahr wieder einen Stern.

Bewegung gibt es ebenfalls bei den Wiener Bib-Gourmand-Häusern: Allein vier Restaurants zeichneten die Tester erstmals mit diesem begehrten Prädikat aus: das „Petz im Gußhaus“, „o boufés“ und „Tian Bistro“ sowie den „Servitenwirt“. Weitere Bib-Gourmand-Adressen in der Donaumetropole sind die Restaurants „Vestibül“, „Eisvogel“, „Meierei im Stadtpark“, „Artner auf der Wieden“, „Tempel“, „Das Engel“, „Mochi“ und „Freyenstein“.

3.645 Empfehlungen in allen Preisklassen
Die Auswahl des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ umfasst 1.333 Hotels und 2.312 Restaurants in 44 europäischen Großstädten und 20 Ländern. Dies qualifiziert den umfangreich aktualisierten Band zum idealen Ratgeber für Reisende in die europäischen Hauptstädte, Kultur- und Wirtschaftsmetropolen. Mit ihrer Vielzahl von Sterne-Restaurants spricht die Auswahl des auf Englisch erscheinenden Titels besonders auch kulinarisch interessierte Leser an.

Deutsche Städteziele im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ sind Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Die Schweiz ist mit Bern, Genf und Zürich repräsentiert, Österreich mit Wien und Salzburg.

Der Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2016″ kostet in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 37 Franken. Außerdem ist die Ausgabe als App für Smartphones und Tablets verfügbar.

Insekten als Lebensmittel

Unsicherheiten bei Produktion, Verarbeitung und Verzehr

Immer mehr Menschen interessieren sich für essbare Insekten als alternative Eiweißquelle. Daher hat sich die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit den potenziellen Risiken bezüglich Produktion, Verarbeitung und Verzehr beschäftigt. Das Gutachten basiert auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Bewertungen aus den Mitgliedstaaten sowie Informationen, die von betroffenen Interessengruppen zur Verfügung gestellt wurden.

Noch sind Insekten als Lebens- und Futtermittel ein Nischenprodukt in der Europäischen Union. Dabei können sie große Vorteile für Umwelt, Wirtschaft und Lebensmittelsicherheit haben. Mehr als 2.000 Insektenarten, meist aus tropischen Ländern, sind essbar. Das größte Potenzial für die Verwendung als Lebens- und Futtermittel in der Europäischen Union haben Stubenfliegen, Mehlwürmer, Grillen und Seidenraupen, so die EFSA.

Potenzielle biologische (Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze etc.) und chemische Risiken (Schwermetalle, Toxine, Hormone etc.) der aus Insekten gewonnenen Lebens- und Futtermittel hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Produktionsverfahren, die Nahrung der Insekten, die jeweilige Lebenszyklus-Phase und Spezies sowie die Verarbeitungsmethoden.

Wenn Insekten mit zugelassenen Futtermitteln versorgt werden, entspricht das mikrobiologische Gefahrenpotenzial dem anderer nicht-verarbeiteter Eiweißquellen.

Das Risiko für die Umwelt schätzt die EFSA ähnlich ein wie bei anderen Tierproduktionssystemen. Es bleiben allerdings große Datenlücken, sodass weitere Untersuchungen notwendig sind. So liegen zur Übertragung von chemischen Schadstoffen von verschiedenen Substraten auf Insekten kaum Ergebnisse vor. Bisher gibt es keine systematischen Untersuchungen zum Insektenverzehr durch Tier und Mensch.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.efsa.europa.eu/sites/default/files/scientific_output/files/main_documents/4257.pdf

Morgen erscheint Guide MICHELIN "Main Cities of Europe 2015"

Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2015″ empfiehlt Restaurants und Hotels in 46 Großstädten und 20 Ländern

Am 8. April kommt der neue Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2015″ in den deutschen Buchhandel. Das aufwendig recherchierte Werk empfiehlt insgesamt 471 Sterne-Restaurants in 46 europäischen Großstädten, darunter 15 3-Sterne-Adressen, 83 2-Sterne-Häuser und 373 1-Stern-Betriebe. Die Zunahme um 26 Sterne-Adressen demonstriert die anhaltende dynamische Entwicklung der Gastronomie auch außerhalb der klassischen europäischen Städte- und Länderziele des renommierten Guide MICHELIN.

Neue Adressen in Ungarn, Tschechien und Polen
So zeichneten die anonym arbeitenden Tester in der ungarischen Hauptstadt Budapest das Restaurant „Tanti“ erstmals mit einem Michelin Stern aus. Rebecca Burr, Chefredakteurin des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“, lobt die „große Kochkunst und das künstlerische Talent“ von Küchenchef István Pesti. „Die Küche in diesem modernen und eleganten Restaurant bietet ein klares, frisches Geschmackserlebnis und überzeugt mit einem großen Verständnis für Zutaten, um aus diesen das Beste heraus-zuholen“, so Burr weiter.

Insgesamt finden sich fünf Budapester Restaurants neu im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“. Hinzu kommen vier Neuzugänge in Prag und drei in Warschau. „Ich freue mich sehr, dass unsere Inspektoren in diesen aufstrebenden Metropolen auf eine so große Restaurantvielfalt gestoßen sind“, erklärt Chefredakteurin Burr. „Sie reicht von ehemaligen Metzgereien bis hin zu schicken Weinbars. Überhaupt finden die Leser in allen Städten, die von dieser Ausgabe abgedeckt werden, geeignete Adressen für jede Gelegenheit“, führt Burr weiter aus.

Salzburg mit zwei neuen Auszeichnungen
Österreich ist im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ mit Wien und Salzburg vertreten. Das Restaurant „Senns“ ist erstmals mit einem Michelin Stern ausgezeichnet, so dass Salzburg nunmehr mit fünf 1-Stern-Häusern aufwartet. Außerdem hat das „Huber’s im Fischerwirt“ die Michelin Inspektoren überzeugt. Sie zeichneten es mit dem Bib Gourmand aus, der für eine gute Küche zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis steht.

Zwei neue Städteziele mit sechs neuen Sternen in Skandinavien
Im Zuge des kulinarischen Aufschwungs in Nordeuropa kommt der Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2015″ mit zwei neuen skandinavischen Zielen auf den Markt: Aarhus in Dänemark und Malmö in Schweden. In beiden Städten zeichneten die Michelin Tester jeweils drei Häuser mit einem Stern aus: das „Frederikshøj“, „Gastromé“ und „Substans“ in Aarhus sowie das „Ambiance à Vindåkra“, „Bloom in the Park“ und „Vollmers“ in Malmö.

3.917 Empfehlungen in allen Preisklassen
Die Auswahl des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2015″ umfasst 1.537 Hotels und 2.380 Restaurants in 46 europäischen Großstädten und 20 Ländern. Hierdurch wird der umfangreich aktualisierte Band zum idealen Ratgeber für Reisende in die europäischen Hauptstädte, Kultur- und Wirtschaftsmetropolen. Mit seiner Vielzahl an Sterne-Restaurants spricht die Auswahl des auf Englisch erscheinenden Titels besonders auch kulinarisch interessierte Leser an.

Die neueste Ausgabe des Metropolen-Bandes empfiehlt außerdem 292 „Bib Gourmand“-Restaurants, die ihren Gästen ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Deutsche Städteziele im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart. Die Schweiz ist mit Bern, Genf und Zürich repräsentiert, Österreich mit Wien und Salzburg.

Der Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2015″ kostet in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 37 Franken. Darüber hinaus ist die Ausgabe als App für Smartphones und Tablets verfügbar.

Guide MICHELIN Main Cities of Europe 2014

Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2014″ empfiehlt Restaurants und Hotels in 44 Großstädten und 20 Ländern

Am 8. April kommt der neue Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2014″ in den deutschen Buchhandel. Er empfiehlt insgesamt 445 Sterne-Restaurants. Die Zunahme um 41 Sterne-Adressen demonstriert die dynamische Entwicklung der europäischen Gastronomie. So erhalten in der österreichischen Hauptstadt Wien gleich vier Betriebe erstmals einen Michelin Stern, darunter mit dem „Tian“ unter Leitung von Paul Ivic auch ein rein vegetarisches Restaurant. Das Haus überzeugte die Michelin Tester mit sorgfältiger Zubereitung und breiter Geschmacksfülle der Speisen.

Zu den neuen Sterne-Adressen in Wien zählt weiterhin das Restaurant „Edvard“ im erst 2013 eröffneten Hotel Palais Hansen Kempinski. Die Tester würdigten hier insbesondere die aromatische, kontrastreiche Zubereitung durch Küchenchef Philipp Vogel. Erstmals erhielt auch das „Vincent“ unter der Regie von Alex Mayer für seine raffinierte, geschmacksreiche Küche den begehrten Michelin Stern. Das „Konstantin Filippou“ komplettiert die Liste der neu ausgezeichneten Häuser in der Donaumetropole. Der namensgebende Chef überzeugte die Tester mit seinem modernen, kreativen und komplexen Küchenstil.

In Athen leuchten ab sofort zwei Michelin Sterne über dem Restaurant Funky Gourmet. Die durchdachten Gerichte voll spielerischer Kreativität und Geschmack gaben hierfür den Ausschlag. In Budapest erhält die quirlige „Borkonyha Winekitchen“ einen Stern für ihre hervorragende Küche mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kulinarisches Hoch in Nordeuropa sorgt für neuen Guide MICHELIN
Wie bereits in den Vorjahren, vergaben die Michelin Inspektoren auch für die Ausgabe 2014 wieder zahlreiche neue Sterne in Nordeuropa und bestätigen damit den dortigen kulinarischen Aufschwung. Allein drei der Auszeichnungen gehen nach Kopenhagen, jeweils zwei nach Stockholm und Helsinki sowie eine nach Göteborg.

Um der wachsenden Bedeutung der Gastronomie in Skandinavien und Finnland gerecht zu werden, wird Michelin am 15. April 2014 erstmals einen eigenen Guide MICHELIN „Nordic Countries“ auf den Markt bringen. Hierzu Michael Ellis, Direktor des Guide MICHELIN: „Die nord-europäischen Länder zeichnen sich durch ein außerordentlich reiches kulinarisches Erbe aus. Die Gourmetküche im Norden basiert auf einer breiten Vielfalt an lokalen Produkten, kombiniert mit außergewöhnlicher Erfahrung.“ In Deutschland wird der Band nicht erhältlich sein.

3.848 Empfehlungen in allen Preisklassen
Die Auswahl des Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2014″ umfasst 1.562 Hotels und 2.286 Restaurants in 44 europäischen Großstädten und 20 Ländern. Hierdurch wird der umfangreich aktualisierte Band zum idealen Ratgeber für Reisende in die europäischen Hauptstädte, Kultur- und Wirtschaftsmetropolen. Mit insgesamt 15 3-Sterne-Häusern, 81 2-Sterne-Adressen und 349 1-Stern-Restaurants spricht die Auswahl des auf Englisch erscheinenden Titels besonders auch kulinarisch interessierte Leser an.

Die neueste Ausgabe des Metropolen-Bandes empfiehlt außerdem 279 „Bib Gourmand“-Restaurants, die ihren Gästen ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Deutsche Städteziele im Guide MICHELIN „Main Cities of Europe“ sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart. Die Schweiz ist mit Bern, Genf und Zürich repräsentiert, Österreich mit Wien und Salzburg.

Der Guide MICHELIN „Main Cities of Europe 2014″ kostet in Deutschland 29,95 Euro, in Österreich 30,80 Euro und in der Schweiz 37 Franken.

Europäische Koch-Festival

World-Toques*Euro-Toques hatte zum 16. Europäischen Koch-Festival aufgerufen, und viele Betriebe und Restaurants samt ihrer Sterne-Köche nahmen europaweit teil. Der im schwäbischen Kaisersbach ansässige Zertifizierungsbetrieb, Euro-Toques, hatte bewusst alle Gastronomen dazu aufgerufen teilzunehmen. Die Euro-Toques-Philosophie, auch mit der Unterstützung der Europäischen Kommission, soll am Koch-Festival von vielen Betrieben und Köchen umgesetzt werden. Transparenz, Nachhaltigkeit, Frische und Regionalität stehen stets im Vordergrund – Chemie und fremde Zusätze haben im Essen nichts verloren.

Der Einsatz regionaler Qualitätsprodukte ist neben Überzeugung und Steigerung der Wirtschaftskraft ansässiger Unternehmen, das wichtigste Kriterium für die Teilnahme beim Europäischen Koch-Festival. Unter allen neuen Betrieben nahm auch in diesem Jahr das Waldhotel Cottbus am 30.05.2013 an dieser Aktion teil. Welches Thema ließe sich im Jahr 2013 besser mit diesen Aspekten verbinden, als Ludwig Leichhardt. Ein besonders schmackhaftes 3-Gang-Menü gab es deshalb an diesem Tag auch ohne Vorbestellung im Restaurant „Hubertus“. Lausitzer Fisch gepaart mit internationalem Flair frisch auf den Tisch.

Das nächste Europäische Koch-Festival findet am Donnerstag, den 29. Mai 2014 überall in Europa statt und jeder Gastronom kann sich bereits das Anmeldeformular für die kostenlose Teilnahme auf der Homepage www.kochfestival.de runterladen und an die Geschäftsstelle faxen +49(0)7184-2918129 oder mailen info@kochfestival.de .

Alle teilnehmenden Restaurants im täglich aktualisierten Restaurant-Guide auf
www.kochfestival.de

Good Food March

Am 25. August 2012 veranstaltet Slow Food Deutschland e.V. in München eine TELLER STATT TONNE-AKTION GEGEN
LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG gemeinsam mit der Kampagne Meine Landwirtschaft, dem Bund Naturschutz in
Bayern/BUND, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL) und Mission EineWelt.

Verschmähtes Gemüse, das aufgrund falscher Form oder Größe, wegen optischer oder anderer kleiner Mängel nicht in
den regulären Handel kommt, wird von freiwilligen HelferInnen gesammelt, geschnippelt und zu einer leckeren Mahlzeit
verarbeitet, die am Samstagnachmittag an einer langen Tafel auf dem Odeonsplatz verspeist wird. In Tischgesprächen
informieren und diskutieren u.a. Dr. Rupert Ebner (Vorstand Slow Food Deutschland), Prof. Dr. Hubert Weiger
(1. Vorsitzender BN/BUND Bayern), Dekan Volker Herbert, München und Jochen Fritz (Kampagne Meine Landwirtschaft)
mit VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, lokalen LebensmittelerzeugerInnen und BäuerInnen über die
grundlegenden Faktoren einer zukunftsfähigen europäischen Landwirtschaftspolitik.

Die Verschwendung von Lebensmitteln hat in unseren Breiten gigantische Ausmaße. Fast 40% aller produzierten Lebensmittel
kommen nicht auf den Tisch. Viele scheitern bereits an den vom Handel gesetzten optischen oder logistischen
Kriterien und Normen: zu klein, zu groß, zu krumm. Andere werden, obschon noch genießbare Lebensmittel,
vorzeitig aussortiert und landen auf dem Müll. Gleichzeitig leiden vor allem in den Ländern des Südens viele Menschen
Hunger. Das steht in krassem Widerspruch zu einer zukunftsfähigen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik weltweit.
Dabei haben wir es in der Hand, denn Lebensmittelverschwendung geht uns alle an: Erzeugerinnen und Handel, Politik
und VerbraucherInnen. Die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) bietet jetzt die Chance, Einfluss zu nehmen.
Das Event stellt den Auftakt für den Good Food March 2012 dar, eine Initiative der Kampagne Meine Landwirtschaft
und zahlreichen deutschen und europäischen Partnern. Mit Fahrrädern und Traktoren fahren VerbraucherInnen, Umwelt-
und TierschützerInnen, ImkerInnen und BäuerInnen rund 900 km durch Süddeutschland, Frankreich, Luxemburg
und Belgien tragen ihren Protest gegen die derzeitige EU-Agrarpolitik bis vor das Europäische Parlament in Brüssel.

Parallel dazu finden über 50 weitere Veranstaltungen und lokale Aktionen in zahlreichen europäischen Ländern statt.
Wir fordern eine GAP, die eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung garantiert, die bäuerliche Arbeit und ihre öffentlichen
Leistungen für Umwelt und Landschaft honoriert, anstatt Strukturwandel und Industrialisierung zu fördern. Die
EU-Agrarpolitik darf nicht weiter die Ernährungssicherheit der Menschen in Entwicklungsländern bedrohen. Jede und
jeder kann sich dem Good Food March anschließen.
Die Zeit ist reif für Bauernhöfe statt Agrarindustrie, für den Anbau einheimischer Futtermittel statt Sojaimporten!

Der Good Food March endet am 19. September 2012 in Brüssel mit einer Konferenz im europäischen Parlament an
der auch der EU-Kommissar für Landwirtschaft Dacian Ciolos, der Präsident des europäischen Parlaments Martin
Schulz und der internationale Präsident von Slow Food Carlo Petrini teilnehmen. Die Konferenz, organisiert von Slow
Food und ARC2020 ist eine konkrete Aktion, um die Forderungen der Zivilgesellschaft den Entscheidungsträgern in
Brüssel vorzulegen.

Die anstehende Reform der GAP wird enormen Einfluss auf die Zukunft der Landwirtschaft und damit die Zukunft
unseres Essens in Europa und weltweit haben. Daher soll die Reformdebatte nicht hinter verschlossenen Türen
stattfinden, sondern die aktive Beteiligung der Bürger mit einschließen. Der Good Food March bietet ein Vehikel für
die europäischen BürgerInnen, die sich nicht mit einer von der Agrarindustrie dominierten Landwirtschaft abfinden
wollen, sondern gute, saubere, sozial und fair produzierte Lebensmittel für alle Menschen weltweit fordern.

SWISS als beste Airline für Flüge innerhalb Europas ausgezeichnet

Swiss International Air Lines belegt bei den Business Traveller Awards 2012 die Spitzenposition in der Kategorie „Beste Airline im europäischen Flugverkehr“.

SWISS konnte auch in diesem Jahr bei den deutschen Business Traveller Awards mehrere erste Plätze belegen. So konnte die Fluggesellschaft die Kategorie „Beste Airline auf Direkt- und Umsteigeflügen nach Afrika“ für sich entscheiden. Zusätzlich belegte SWISS den ersten Platz in der Kategorie „Beste Airline im europäischen Flugverkehr“. Damit konnte sich SWISS bereits zum sechsten Mal in Folge über diese Spitzenposition beim Business Traveller Award freuen. Als besonders gut bewertet wurden hierbei der Service an Bord und am Boden sowie das Gastronomiekonzept „SWISS Taste of Switzerland“.

„Dies ist eine erfreuliche Auszeichnung und Anerkennung für alle SWISS Mitarbeiter. Gemeinsam arbeiten wir täglich daran, unseren Gästen beste Schweizer Qualität und persönlichen Service zu bieten“, so Iris Malich, SWISS Direktorin Deutschland.

Der Flughafen Zürich, das internationale Drehkreuz von SWISS, wurde in diesem Jahr ebenfalls wieder als bester Umsteigeflughafen Europas ausgezeichnet.

Leserinnen und Leser des renommierten deutschen Geschäftsreisemagazins Business Traveller bewerten jedes Jahr im Rahmen einer Umfrage eines unabhängigen Marktforschungsinstituts verschiedene Unternehmen aus der Reisebranche.

Europäischer Gerichtshof stärkt die Rechte von Flugreisenden

Generalanwalt Yves Bot, Mitglied des Europäischen Gerichtshofs, stärkte gestern in einer öffentlichen Stellungnahme, dem sogenannten Schlussantrag, die Rechte von Reisenden bei Flugverspätungen. Zuvor hatten einzelne Airlines die bisher geltende Regelung in Frage gestellt und den Europäischen Gerichtshof um eine erneute Überprüfung des Urteils zur Zahlung von Ausgleichsansprüchen bei großer Flugverspätung gebeten.

Laut Fluggastrechte-Verordnung Nr. 261/2004 der Europäischen Union steht Fluggästen bei der kurzfristigen Annullierung ihres Fluges eine Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu. Im November 2009 wurde in einem Präzedenzfall darüber hinaus entschieden, dass Flugverspätungen annullierten Flügen rechtlich gleichzustellen seien (Sturgeon/Condor, EuGH C-402/07). Dieses Urteil hat zur Folge, dass Passagiere, deren Flug mit einer Verspätung von mehr als drei Stunden gelandet ist, ebenfalls Anrecht auf Schadensersatz für die entstandenen Unannehmlichkeiten haben. Diese Entscheidung wird nun auf Betreiben einiger Fluggesellschaften nochmals vom Europäischen Gerichtshof überprüft.

Konkret nahm Generalanwalt Bot in seinem Schlussantrag Stellung zu zwei Fällen, die derzeit in letzter Instanz vor dem Europäischen Gerichtshof verhandelt werden. Am Amtsgericht Köln hatte ein Familienvater mit seinen beiden Söhnen die Lufthansa auf je 600 Euro pro Person Schadensersatz verklagt, weil ihr Flug mehr als 24 Stunden Verspätung hatte. Die Airline legte Widerspruch gegen das Urteil ein (EuGH C-581/10). Nachdem sich die zivile Luftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs geweigert hatte, die Airlines von ihrer Pflicht zu entbinden, Entschädigungszahlungen zu leisten, haben die Fluggesellschaften TUI Travel, British Airways und Easyjet im zweiten Fall vor dem obersten britischen Gericht gegen die geltende Regelung geklagt (EuGH C-629/10).

Rechtsexperte Dr. Philipp Kadelbach von flightright ( www.flightright.de ), dem Verbraucherportal für Fluggastrechte, begrüßt die Stellungnahme Yves Bots: „Die Airlines wurden abgewiesen, da sie keine überzeugenden Argumente dafür liefern konnten, dass Reisenden weniger Schaden bei Verspätungen als bei Annullierungen entsteht. Wir freuen uns, dass der Generalanwalt derselben Ansicht ist wie wir und die Rechte der Reisenden weiter stärkt.“

Professor Dr. Ronald Schmid, Vertragsanwalt von flightright, war am maßgeblichen Sturgeon/Condor-Urteil beteiligt: „Die Fluggastrechte-Verordnung hat es sich zum Ziel gesetzt, den Verbraucher zu schützen. Dem Reisenden entstehen bei einem verspäteten Flug ähnliche Unannehmlichkeiten wie bei einem ausgefallenen Flug, auch der Zeitverlust ist in etwa gleich groß – daher hat der Verbraucher natürlich auch einen vergleichbaren Anspruch auf finanzielle Entschädigung. Ich hoffe, dass sich der Europäische Gerichtshof den Ausführungen des Generalanwalts anschließt.“

Der Schlussantrag Bots ist für den Europäischen Gerichtshof nicht bindend, sondern zunächst ein Entscheidungsvorschlag im betreffenden Fall. Als Generalanwalt hat Bot die Aufgabe unabhängig und neutral die bisherige Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs zusammenzufassen, um darauf aufbauend eine Empfehlung für die Urteilsfindung auszusprechen. Der Europäische Gerichtshof folgt in drei Viertel aller Fälle den Vorschlägen des Generalanwalts. Das endgültige Urteil wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

1. Europäischen Gemüseschnitzwettbewerbr

Europäische Elite der Gemüseschnitzer schwingt die Messer

Mit Essen spielt man doch! Zumindest, wenn daraus Kunst entsteht. Rote Bete erblüht zu Rosen, die Kohlrübe wird zum Schwan, Melonen feiern als Drachen eine spektakuläre Verwandlung. Aus Feld- und Gartenfrüchten mit Schnitzmesser und Meißel zarte Blumen oder fantastische Tiergestalten zu zaubern, ist eine uralte asiatische Tradition. Jahrhunderte lang schmückten die Meisterwerke Speisetafeln fernöstlicher Herrscher. Inzwischen erobern Kürbis-Pfauen oder Ananas-Kakadus die Event-Gastronomie in Deutschland und ganz Europa.

Vom 4. bis 6. September 2011 reisen Gemüseschnitzer aus neun europäischen Ländern nach Leipzig, um auf der Fachmesse GÄSTE den „1. Europäischen Gemüseschnitzwettbewerb“ auszutragen. „Vor allem Russland, Polen und Bulgarien sind sehr stark vertreten. Die Zuschauer werden wirklich außergewöhnliche Kunstwerke zu sehen bekommen“, verspricht der 1. Vorsitzende des Xiang Wang Food Artistic Vereins, Bernd Fabian. Der Verein, der von enthusiastischen Schülern des aus China stammenden zweifachen Weltmeisters im Gemüseschnitzen Xiang Wang gegründet wurde, richtet den Gemüseschnitzwettstreit gemeinsam mit der Leipziger Messe aus. Fabian selbst tritt in einem dreiköpfigen Team an. Der 46-jährige Koch und Küchenmeister aus dem brandenburgischen Guben „opferte“ gar 14 Tage Urlaub, um mit seinen Mitstreitern zu trainieren.

Denn die Konkurrenz hat es in sich: 26 Teilnehmer im Einzelwettbewerb sowie elf Teams treten gegeneinander an. Angemeldet sind Kochartisten aus insgesamt neun Ländern. Im Einzelwettbewerb gestalten die Gemüseschnitzer am 4. September Garnituren für zwei Cocktails und für einen etwa 30 Zentimeter großen Teller. Am 5. September muss in vier Stunden vor den Augen der Jury ein Schaustück entstehen. Dafür steht ein Korb mit Melone, Papaya, Kohlrabi, Gurken, Rettich, Chinakohl und Karotten bereit. Zudem darf ein Kürbis verarbeitet werden. Am 6. September findet der Teamwettbewerb statt – auch hier muss jede Mannschaft in vier Stunden eine kreative Komposition aus vorgegeben Obst- und Gemüsesorten schnitzen.