Nordic Diet 2.0

Mit dem Start in den Frühling ist auch das Thema gesunde Ernährung wieder in aller Munde. Für alle, die langfristig ihre Ernährung umstellen und ihr Gewicht halten möchten, ist die Nordic Diet 2.0 der ideale Ernährungsansatz. Dahinter verbirgt sich keine Diät, sondern ein ganzheitlicher, an typisch deutsche Essgewohnheiten angelehnter Ernährungsansatz. Statt Kalorienzählen steht bewusster Genuss auf dem Programm. Entscheidend sind nur die richtigen Lebensmittel:
Traditionell, regional, saisonal und gesund sollten sie sein.

Fettgesunde und ballaststoffreiche Lebensmittel wie Rapsöl und Margarine, Kohl, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse und anderes heimisches Gemüse sowie Obst, Roggenvollkorn und Fisch spielen die Hauptrolle.

Die Ursprünge der Nordic Diet 2.0: Die mediterrane Küche mit ihren typischen Zutaten Olivenöl, Tomaten, Zucchini und Seefisch hat sich als eine der gesündesten Ernährungsformen erwiesen. Doch nicht in allen Ländern entspricht dieses Ernährungsmuster den gängigen Essgewohnheiten. Je nördlicher man lebt, desto untypischer und teurer werden diese Lebensmittel. Damit eine Ernährungsumstellung im Alltag langfristig durchgehalten werden kann, ist es jedoch wichtig, viele bekannte und landestypische Lebensmittel in den Ernährungsplan zu integrieren. In Zusammenarbeit mit Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm wurden daher die Grundprinzipien der gesunden mediterranen Kost – regionale und saisonale Lebensmittel, gute Fette sowie bewusster Genuss – auf typisch deutsche Essgewohnheiten und Lebensmittel übertragen. Damit war die Nordic Diet 2.0 geboren!

Saisonal und regional essen mit der Natur: In der „Brotnation“ Deutschland spielen Backwaren eine wichtige Rolle. Hierbei ist Roggenvollkorn die beste Wahl, Weizenmehl sollte eher im Hintergrund stehen. Raps von deutschen Feldern liefert das perfekte Fett, denn es enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Genießen Sie das Öl pur für die Zubereitung von z.B. Salaten oder für das tägliche Frühstücks- oder Abendbrot in Form von Margarine oder pflanzlichen Streichfetten. Auch heimisches Gemüse (Kohl, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte) und Obst (Äpfel, Birnen und Beeren) stehen im Fokus. Dreimal die Woche sollte Fisch, wie Hering, Lachs, Makrele, Forelle aus Atlantik, Nord- und Ostsee sowie Flüssen und Seen, auf den Tisch kommen. Fleisch hingegen sollte die Ausnahme bilden und möglichst aus Freilandhaltung oder vom Wild stammen. Wildkräuter (z.B. Bärlauch, Rauke, Brunnenkresse und Sauerampfer), Nüsse und Pilze (z. B. Steinpilze, Pfifferlinge) bereichern den Speiseplan zusätzlich. Der große Vorteil frischer und regionaler Produkte: Sie stecken nicht nur voller Vitamine und Mineralstoffe, sie benötigen auch keine langen Transportwege!

Das richtige Fett hat großen Einfluss! Fett ist ein elementarer Bestanteil unserer Ernährung und sollte laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) rund 30 % der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Neben der Menge kommt es vor allem auf die Qualität an: Rapsöl und daraus hergestellte Margarine liefern die gesunden ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren alpha-Linolen- und Linolsäure. Diese sogenannten essenziellen – also lebensnotwendigen – Fettsäuren kann der Körper nicht selbst bilden, weswegen sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie regulieren den Cholesterinspiegel und unterstützen so ein gesundes Herz- Kreislauf-System.

Lästiges Kalorienzählen? Nicht nötig! Durch den hohen Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch und „guten“ Kohlenhydraten sowie Ballaststoffen, die im Rahmen der Nordic Diet 2.0 aufgenommen werden, ist sogar eine Gewichtsabnahme möglich – auch wenn man sich richtig satt isst. Das richtige Fett spielt auch hier eine wichtige Rolle: Es hält lange satt und verhindet so Heißhungerattacken. Da die Nordic Diet 2.0 auf Langfristigkeit setzt und zwischen den Mahlzeiten kein Hunger aufkommt, ist auch der ungeliebte Jo-Jo-Effekt unwahrscheinlich. Und das Beste: Starre Lebensmittelverbote gibt es nicht, nur Zucker und Salz sollten sparsam verwendet werden.

Garantiert einfache Einbindung in den Alltag: Alle wichtigen Lebensmittel der Nordic Diet 2.0 sind zur Saison überall und relativ günstig erhältlich.

http://dagmarvoncramm.de/de/startseite/

Jürgen Dollase

„Schlecht essen ist wie sich nicht waschen“
In GALA MEN keilt der gefürchtete Restaurantkritiker Jürgen Dollase gegen die Essgewohnheiten der Deutschen und plädiert für mehr Kultur bei Tisch

Jürgen Dollase ist bestürzt über die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen und deren weit verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber Qualität im Kochtopf. „Leider ist kulinarischer Analphabetismus gesellschaftlich nicht geächtet. Für viel zu viele gehört Essen in den Bereich ordinärer Verrichtungen, fast wie Verdauen“, kritisiert er in der aktuellen GALA MEN (Ausgabe 5/14, derzeit im Handel). Der Gastrokritiker, der pro Jahr bis zu 150 Restaurants testet, appelliert: „Essen ist keine Privatsache, sondern hat gesellschaftliche Rückkopplungen. Aggressiv formuliert: Schlecht essen ist wie sich nicht waschen. Genießen ist eine Wahrnehmungsfertigkeit, die man entwickeln kann.“

Hart geht Dollase mit dem Lieblingsessen in deutschen Kantinen ins Gericht, der Currywurst: „Diese darmgepressten Fleischabfälle sind überhaupt nur dank einer absurd stark gewürzten Sauce genießbar. Ich führe gerade einen Feldzug gegen Salz und Pfeffer und werbe für eine aromatische Abrüstung.“

Wer sich einmal an „gedopte Aromen“ gewöhnt habe, so Dollase, sei kein Kandidat mehr für die Spitzenküche, weil dort wesentlich milder und differenzierter gewürzt werde. „Diese Leute sagen dann zu allem, es schmecke fade. Das ist im Grunde eine zivilisatorische Katastrophe.“

Familienessen ist für alle gut

Zum Ende des ersten Lebensjahres sollten Kleinkinder am gemeinsamen Familienessen teilnehmen, die Umstellung von Säuglingsernährung auf normale Familienkost ist dann abgeschlossen. Die gemeinsame Mahlzeit ist ein wichtiger Teil des Familienlebens. Eine angenehme Atmosphäre bei Tisch fördert nicht nur den Spaß am Essen sondern wirkt sich auch positiv auf die Lebensmittelauswahl aus. Die Kinder erhalten so die richtige Menge an Nährstoffen und werden in ihrem Essverhalten geprägt. Das rät das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums.

Viele Eltern lassen den richtigen Moment für das gemeinsame Essen aber ungenutzt verstreichen und verpassen damit die beste Phase, gute Essgewohnheiten zu etablieren. „Mit 12 Monaten erhalten 80 bis 95 Prozent der Kinder Flaschenkost und Beikost. Im Alter von 24 Monaten sind es immer noch 23 bis 33 Prozent“, erklärt Prof. Berthold Koletzko, Kinder- und Jugendarzt und Sprecher des wissenschaftlichen Beirats im Netzwerk Gesund ins Leben. Dass dies nicht nötig ist, bestätigen die neuen Handlungsempfehlungen des Netzwerks: Kinder brauchen nach dem ersten Geburtstag keine speziellen Produkte. Denn mit dem Ende des Säuglingsalters können Kinder fast alles essen. Eine Ausnahme sind Nüsse und andere harte Lebensmittel in „Erdnussgröße“, an denen sich kleine Kinder leicht verschlucken.

Entsprechend den Ernährungsempfehlungen für Erwachsene bilden auch bei Kleinkindern pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Kartoffeln und Getreideprodukte die Basis einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Da sie viele wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefern, bieten Eltern diese Lebensmittel am besten zu jeder Mahlzeit an. Für tierische Lebensmittel gilt: Mengenmäßig sollten mehr Milch und Milchprodukte auf dem Speiseplan zu finden sein als Fleisch, Fisch und Eier. Fisch wird ein bis zweimal pro Woche empfohlen, besonders fettreicher Meeresfisch, da er wichtige Fettsäuren liefert. Bei allen Empfehlungen sollten sich die Eltern aber an ihre eigene Nase fassen: Wer selbst kein Gemüse isst, wird auch beim Kind kein Verlangen danach erzeugen.
www.aid.de

Saison für Diätenwahn

Zur Beginn der Fastenzeit, spätestens aber in den März-Ausgaben von Zielgruppenzeitschriften finden wir sie in jedem Jahr: die grandiosen, ultimativen und brandneuen Diäten – mit Abnehmgarantie oder Bikini-Figur-Gewähr. Die meisten medial gepriesenen Diäten sind nicht weiter zu beanstanden, einige sind sogar durchführbar, wenige jedoch nicht ganz ungefährlich. Letztere entweder tatsächlich körperlich, zumindest aber führen sie im Geldbeutel längerfristig zur Abnahme.

Den Überblick zu bewahren, was eine gute Diät ausmacht, ist also gar nicht so einfach. Nicht einmal für Ernährungsfachleute, geschweige denn für die Menschen, die wirklich abnehmen möchten oder aus gesundheitlichen Gründen müssen. Daher hier einige Faustregeln, die es leichter machen, angepriesene Diäten zu beurteilen:

Eine gute Diät
– ist abwechslungsreich, macht satt und schmeckt,
– kennt keine Verbote,
– berücksichtigt persönliche Vorlieben und Abneigungen,
– verringert das Gewicht Schritt für Schritt,
– gibt geringe Vorgaben zum Gewichtsverlust,
– vermittelt einen neuen Ess- und Lebensstil, den man auf Dauer halten kann.

Vorsicht, wenn die Diät folgende Merkmale aufweist: Sie
– ist unausgewogen und einseitig in der Lebensmittelauswahl (weniger als fünf verschiedene Lebensmittel pro Tag),
– verspricht eine Gewichtsabnahme ohne Änderung der Essgewohnheiten,
– verspricht hohen Gewichtsverlust in kurzer Zeit (zum Beispiel drei Kilogramm in drei Tagen),
– ist mit dem zusätzlichen Verkauf von Wunder- oder Schlankheitsmitteln verbunden,
– gibt eine Erfolgsgarantie.

Weitere Informationen rund um das Gewicht, inklusive einem Body-Check und der Möglichkeit in einem Forum zu diskutieren, gibt es auf www.was-wir-essen.de in der Rubrik „Spezielle Ernährungsinfos“/Übergewichtige“
Harald Seitz, Dorle Grünewald-Funk, www.aid.de

Weitere Informationen: aid-Heft „Mein Weg zum Wohlfühlgewicht“, Bestell-Nr. 61-1389, 2,50 Euro. www.aid-medienshop.de

Sigrid Faltin

„betrifft: Fleischlos glücklich? … und Fisch gibt’s auch
nicht“ – Ein Selbstversuch von Sigrid Faltin, am 21.9. um 20.15 Uhr
im SWR Fernsehen

Der gute Vorsatz fürs neue Jahr: Vegetarierin auf Zeit.
Sigrid Faltin verzichtet nach der Silvestergans für
mindestens sechs Monate auf Fisch und Fleisch, kein Tier
soll wegen ihrer Essgewohnheiten sterben. Ihren
Selbstversuch dokumentiert sie in einem Ernährungs-Tagebuch –
zu sehen am 21. September um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

Es gibt genügend gute Gründe vegetarisch zu leben: Die
Fleischproduktion verursacht mehr globale Klimagase als der
Autoverkehr, für die Rindfleischproduktion wird der Amazonas
gerodet, von Fleisch werden viel weniger Menschen satt als
von Getreide. Auch die gesundheitlichen Faktoren sprechen
dafür, den Fleischkonsum zu reduzieren, wenn nicht sogar
ganz einzustellen. Wie wird es Sigrid ergehen, wenn sie von
einem Tag auf den anderen zum Vegetarier wird? Fällt ihr der
Verzicht auf Wurst und Fleisch schwer? Eine Ökoberaterin
rechnet nach, wie viel CO2 durch den Verzicht eingespart
wird, ein vegetarischer Ernährungsberater gibt Tipps bei der
Ernährungsumstellung und ein veganer Koch versucht, Sigrid
seine Soja-Ersatz-Roulade schmackhaft zu machen. Ein
spannender und interessanter Selbstversuch mit einer kleinen
Krise zwischendurch und vielen neuen Erkenntnissen.

Die Dokumentation „betrifft: Fleischlos glücklich? … und
Fisch gibt’s auch nicht“ läuft am Mittwoch, den 21.
September um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen.

Die SWR-Dokumentationsreihe „betrifft“ ist immer mittwochs
um 20.15 Uhr im SWR Fernsehen zu sehen. Die 45-minütigen
Filme befassen sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten
Themen, die zugleich ein breites Publikum ansprechen.

Mehr Informationen im Internet: www.swr.de/betrifft

Essgewohnheiten in Deutschland

Marketagent.com, eines der führenden Online-Marktforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum hat 1.000 Mitglieder seines ISO-zertifizierten Online-Access-Panels in Deutschland zu deren Essgewohnheiten befragt. Die italienischen Klassiker Pizza und Pasta werden bei der Frage nach den Lieblingsgerichten am häufigsten genannt. Wenn nur ein Snack zu sich genommen wird, mögen die meisten Befragten es türkisch: Der Döner Kebab wird hier am öftesten gewählt. Bei über der Hälfte der Befragten findet im Schnitt einmal täglich eine warme Mahlzeit den Weg in den Magen – am liebsten in der Geschmacksrichtung „würzig“.

Liebste Hauptgerichte, Lieblings-Snacks

Geht es um die liebsten Hauptspeisen, so bezeichnen 46 von 100 der von Marketagent.com Befragten Nudelgerichte als ihren Favoriten (46,1%), die Pizza landet bei 37,3% in den „Top 5“, gefolgt von Puten-, Huhn- oder Geflügelgerichten (35,5%) und Gegrilltem (z.B. Kotelett oder Spareips) (29,8%).
Hinsichtlich Geschlecht und Alter der Befragten treten bei diesen Geschmacksfragen deutliche Unterschiede zu Tage: Bei den Frauen sind es sogar über die Hälfte (54,3%), die Nudeln zu ihren Lieblingsgerichten zählen, bei den Männern wird die Pizza von den meisten Befragten ausgewählt (41,8%). Bei den 14- bis 29jährigen wird die Pizza von fast 56 von 100 Befragten favorisiert (55,71%), bei den über 30jährigen werden wiederum Pastagerichte häufiger genannt. Lieblingsspeisen in der Gruppe der 60- bis 65jährigen sind Fischgerichte (45,8%) und Geflügel (37,3%).
Für das Trendgericht Sushi können sich nur 7,7% der Befragten erwärmen. Bei den 20- bis 40jährigen sind es immerhin 13,3%, dagegen landet die japanische Fischspezialität nur bei 2,5% der über 50-jährigen in der Auswahl der fünf Lieblingsspeisen.
Muss es einmal schneller gehen mit der Nahrungsaufnahme, so greift über die Hälfte der von Marketagent.com befragten Männer gerne zum Döner (50,6%), wohingegen die Frauen – etwas gesundheitsbewusster – belegte Brötchen wie Tramezzini oder Ciabatta bevorzugen (42,4%). Die gute alte Bratwurst ist für mehr als vier von zehn Befragte in der Gruppe der über 60-jährigen der Lieblings-Snack, bei den 14- bis 19jährigen können sich dagegen für die typisch deutsche Wurst gegen den Hunger nur 15,3% begeistern.

Präferierte Geschmacksrichtungen

Acht verschiedene mögliche Geschmacksrichtungen bei warmen Mahlzeiten wurden den Befragungsteilnehmern zur Bewertung auf einer Skala von 1 („schmeckt mir sehr gut“) bis 5 („schmeckt mir überhaupt nicht“) vorgelegt. Die Hälfte aller Befragten mag würzige Mahlzeiten und mit zunehmendem Alter wird diese Geschmacksrichtung immer beliebter. Bei den 60- bis 65jährigen schmecken über sieben von zehn Personen würzige Speisen sehr gut (71,1%). Genau ein Drittel der Männer vergibt an die Geschmacksrichtung „scharf“ die Bestnote (33,3%), die jüngsten (unter 19) und die ältesten (über 60 Jahre) Befragten können sich diesem Urteil nur zu 22,4% bzw. 26,5% anschließen.
„Süß“ als Geschmacksrichtung kommt alles in allem bei fast einem Fünftel der Befragten sehr gut an (18,2%), wobei hier wieder einmal ein deutliches Geschlechts- und Altersgefälle erkennbar ist: Fast ein Drittel (30,6%) der unter 19-jährigen, aber nicht einmal einer von zehn der 60- bis 65jährigen Befragten (9,6%) bezeichnet sich bei dieser Fragestellung als „Süßer“.

Bei den Männern sind es nur 12,4% gegenüber immerhin 23,7% der Frauen.
Einigkeit herrscht bei herben Speisen: Nur gut 8 von 100 bewerten diese Geschmacksrichtung mit sehr gut (8,3%).

Anzahl der warmen Mahlzeiten und Fleischkonsum

Wie oft kommen die Menschen in Deutschland nun in den Genuss, Ihre Lieblingsspeisen und -geschmacksrichtungen zu genießen? Deutlich über die Hälfte aller Befragten (56,3%) gibt an, in einer durchschnittlichen Woche 6-7 warme Mahlzeiten zu sich zu nehmen, durchschnittlich also knapp eine pro Tag. Bei fast einem Viertel (24,6%) sind es nur 5 oder weniger warme Mahlzeiten pro Woche, fast sechs von 100 Befragten (5,9%) nehmen hingegen mehr als 10 warme Mahlzeiten pro Woche zu sich, was bedeutet, dass an mindestens drei Tagen der Woche zweimal warm gegessen wird.
Abschließend interessierte die Marktforscher von Marketagent.com noch, wie es eigentlich um den Fleischkonsum der Befragten bestellt ist. Drei von 100 Personen (3,1%) geben an, sich voll vegetarisch zu ernähren. Bei den Frauen sind es mehr als fünf von 100 (5,3%), bei den Männern dagegen nur 0,8%. 7,2% aller Befragten gaben an, täglich Fleisch zu essen, die große Mehrheit aber pflegt einen moderaten Fleischkonsum: Bei 42 von 100 (41,9%) kommt drei bis viermal pro Woche „Tierisches“ auf den Teller.

Die Koch- und Essgewohnheiten in Österreich

Umfrage: Die Koch- und Essgewohnheiten in Österreich

Österreich, ein Land der Kochprofis? Auch Jüngere kochen viel selbst,
ergänzen das aber sehr oft um Fast Food-, Take away- und
Fertiggerichte.

„Auf den heimischen Tellern landet meist
Selbstgekochtes“ freut sich Mag. Christoph Hörhan, der Leiter des
Fonds Gesundes Österreich, über ein zentrales Umfrageergebnis, das
marketagent online bei 501 Personen erhoben hat. 93 Prozent essen
zumindest einmal in der Woche Selbstgekochtes. Auf den Plätzen folgt
mit 33 Prozent „nehme unterwegs etwas zu Essen mit“, 28 Prozent
bereiten Fertiggerichte zu, 24 Prozent essen in Mensen oder
(Betriebs)-Kantinen und 21 Prozent essen in einem Gasthaus oder
Restaurant. 16 Prozent besuchen „Fast Food“-Lokale und 7 Prozent
bestellen sich Essen nach Hause. Einige geschlechts- bzw.
altersspezifische Besonderheiten:

Männer gehen dreimal so oft in Fast Food Lokale wie Frauen (24 vs. 8
Prozent)
Jüngere (14-19 Jahre) essen im Vergleich zu Älteren (50-59 Jahre)
– vier Mal so oft in Fast Food Lokalen (36 vs. 9 Prozent),
– fast vier Mal so oft Speisen, die sie sich von unterwegs
mitnehmen (64 vs. 17 Prozent)
– mehr als drei Mal so oft Speisen, die sie sich nach Hause liefern
lassen (13 vs. 4 Prozent)
– mehr als doppelt so oft Fertiggerichte (43 vs. 19 Prozent)

Die Lieblingsspeisen bestimmen die beliebtesten Zubereitungsarten

Laut einer marketagent Umfrage aus dem Jahr 2006 sind südländische
Nudelgerichte bei Frauen die Lieblingsgerichte, Männer sind
traditioneller und bevorzugen das Wiener Schnitzel. Die beiden, für
diese Speisen typischen Zubereitungsarten kommen laut der aktuellen
Umfrage in den heimischen Küchen deshalb wohl auch am öftesten zum
Einsatz. Mit 50 Prozent steht das „Braten in der Pfanne mit Öl oder
Fett“ an erster Stelle. 44 Prozent kochen die Speisen in Salzwasser.
40 Prozent braten die Speisen im Rohr, 27 Prozent bevorzugen das
Dünsten, 19 Prozent das Grillen, 15 Prozent das Dämpfen und
schließlich 8 Prozent das Frittieren. „Aus gesundheitlicher Sicht
besteht Optimierungspotenzial“ so Hörhan „Durch schonende
Zubereitungsarten – wie kurzes Dünsten oder Dämpfen – bleiben
Nähstoffe und Geschmack besser erhalten. In Öl oder Fett gebratene
Gerichte sollten seltener am Speiseplan stehen.“

Welche Lebensmittel gehören zur „Standardausstattung“ in den
heimischen Küchen

Milch und Brot haben die meisten Menschen zu Hause (46 Prozent),
fast ebenso viele können auf einen Vorrat von Teigwaren zurückgreifen
(45 Prozent). Ein knappes Drittel hat Butter oder Margarine zu Hause,
32 Prozent Reis. Frisches Gemüse wie Tomaten, Karotten oder Paprika
finden sich in 31 Prozent der Haushalte. Es folgen Käse mit 30
Prozent, Wurst und Schinken mit 28 Prozent – gleich viele haben auch
Obst zu Hause. An letzter Stelle der Top 10 steht Mehl mit 27
Prozent.

www.fgoe.org

Anthony Bourdain in Irland

So, 27.12. um 11:45 Uhr dmax

Anthony Bourdain – Eine Frage des Geschmacks
In Irland

Irland gilt in Insiderkreisen nicht wirklich als Feinschmeckerparadies, im Gegenteil: Die Spezialitäten der Grünen Insel stehen im Ruf ausgesprochen gewöhnungsbedürftig zu sein. Böse Zungen behaupten sogar, dass es den Iren völlig egal sei, was sie sich in den Mund stopfen. Doch Food-Tester Anthony lässt sich von den Räubergeschichten über barbarische Essgewohnheiten der Insulaner wenig beeindrucken, sondern macht sich vor Ort lieber sein eigenes Bild. Und siehe da, außer Guinness und Whiskey findet der Globetrotter auch feste Nahrung, die vor seinen verwöhnten Geschmacksnerven Gnade findet.

Studie „Essen & Trinken in Deutschland“

Die schönste Nebensache der Welt?
Studie „Essen & Trinken in Deutschland“

Während für die Mehrheit der Deutschen drei Hauptmahlzeiten und eine Stärkung am Nachmittag noch immer die Norm sind, tendieren die Jüngeren zu unregelmäßigen Essgewohnheiten. Gegessen und getrunken wird bei den 20- bis 24-Jährigen oftmals, wenn Hunger und Durst sich einstellen und gerade Zeit ist. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Essen & Trinken in Deutschland“, die die GfK Panel-Services unter 4500 Verbrauchern im Alter von 16 bis 69 Jahren durchgeführt hat. Ob dieser deutliche Trend zu einer Verschiebung der klassischen Ernährungsstrukturen führe, würden die nächsten Jahre zeigen. Laut Befragung essen und trinken die 20- bis 24-Jährigen zudem auch am häufigsten unterwegs. Rund 40 Prozent ihrer Mahlzeiten nehmen sie außerhalb der eigenen Wohnung zu sich. Die Studie stützt sich auf ein neues ganzjährig online geführtes Ernährungstagebuch, das über 400 000 Verzehrssituationen rund um die Uhr erfasst hat. Weitere interessante Ergebnisse der Studie: Die Deutschen
lassen sich häufig beim Essen und Trinken ablenken. Nur knapp 19 Prozent aller Bundesbürger widmen sich bei den Mahlzeiten ausschließlich der Nahrungsaufnahme. 27 Prozent unterhalten sich beim Essen, 19 Prozent schauen dabei fern, 13 Prozent sitzen unterdessen am Computer, 12 Prozent essen während der Arbeit, 10 Prozent beim Radiohören und 8 Prozent lesen nebenbei. Darüber hinaus naschen Groß und Klein nach dem Abendessen noch gerne beim Fernsehen. Am liebsten greifen die Deutschen hier zu salzigen Knabbereien und Schokolade. Vor dem Computer dominieren mit Schokolade und Zuckerwaren hingegen die süßen Genüsse. Da stellt sich die Frage: Gehören auch Essen und Trinken vielleicht schon bald zu den schönsten Nebensachen der Welt? Obwohl das Nebenbei-Essen auf den ersten Blick vielleicht effizient und zeitsparend scheint, ist es aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht empfehlenswert. Das Gehirn ist nämlich bei der Nahrungsaufnahme abgelenkt und sendet weiter Hungersignale an den
Körper. Die zuviel gefutterten Kalorien lassen sich in Form von „Hüftgold“ dann bekanntermaßen nur noch sehr mühevoll und zeitaufwändig abtrainieren.
aid, Ira Schneider

Die Fettfalle – Der Kampf gegen die Pfunde

ARD Eins Extra, Samstag, 19.09. um 13:00 Uhr

betrifft: Die Fettfalle – Der Kampf gegen die Pfunde

Mehr als die Hälfte der Deutschen ist zu dick. Mit fatalen Folgen: hohes Krankheitsrisiko für den Einzelnen, hohe Gesundheitskosten für alle. Warum wiegt jeder Zweite zu viel? Und wie lässt sich das ändern? „betrifft“ sucht Antworten. Essen die Deutschen womöglich das Falsche, weil Lebensmittel unzureichend oder irreführend gekennzeichnet sind. In Großbritannien haben die Kalorien Farbe bekommen: rot, grün gelb. Welche Erfahrungen haben die Briten mit der neuen Ampelkennzeichnung gemacht? Wie viele Kalorien stecken überhaupt in Nahrungsmitteln drin? „betrifft“ begleitet eine Familie beim Kampf gegen die Pfunde. Die vierjährige Tochter Eileen wird wegen ihres Übergewichts gehänselt. Dickmops – rufen andere Kinder. Auch Vater und Mutter bringen zu viel auf die Waage. Deshalb lassen sie von einer Ernährungswissenschaftlerin ihren Kühlschrank inspizieren und ihre Essgewohnheiten unter die Lupe nehmen. Wie kann man sich ernähren, wenn man raus aus der Fettfalle will? Warum hat Eileens Schwester Lisa keine Gewichtsprobleme, obwohl sie das gleiche isst? Liegt das an ihren Genen? „betrifft“ fragt nach, was neueste Forschungen ergeben haben? Wie kann man von den Ergebnissen beim Kampf gegen das Übergewicht profitieren? Eine Spurensuche von Lothar Zimmermann