Nordirland: Year of Food and Drink 2016

„Eines der bestgehüteten kulinarischen Geheimnisse“

Die Nordiren sind stolz auf ihr kulinarisches Erbe – und sie feiern es 2016 mit dem Northern Ireland Year of Food and Drink. An 366 Tagen warten überall im Land Kochkurse, Bauernmärkte, Bierverkostungen und Backwettbewerbe. Dabei ist jeder Monat einem anderen Motto gewidmet: So steht der Januar im Zeichen des perfekten Frühstücks, während im Februar lokal produzierte Lebensmittel und im März traditionelles Kochen in den Mittelpunkt rücken. Wer sich außerdem für Lebensmittelprodukte des Landes interessiert, dem sei ein Blick in die Top-50-Produktliste der Great Taste Awards empfohlen, die jedes Jahr von einer 400-köpfigen Fachjury ermittelt wird. Für den nordirischen Starkoch und Food-Autor James McIntosh steht jedoch fest: Der heimliche Star der nordirischen Küche ist die Kartoffel!

„Nordirland ist eines der bestgehüteten kulinarischen Geheimnisse der Welt“, sagt James McIntosh, der selbst auf einer Farm in der nordirischen Grafschaft Armagh aufgewachsen ist und schon früh mit den Lebensmitteln seiner Heimat vertraut war. Als Botschafter der nordirischen Küche weiß er um deren herausragende Qualität, die von perfekten klimatischen Bedingungen auf der grünen Insel profitieren. Wollen Gourmets also die Küche des Landes kennenlernen, so empfiehlt sich besonders in diesem Jahr ein kulinarischer Abstecher dorthin, denn es widmen sich zahlreiche Events dem Thema Essen und Trinken.

Höhepunkte im kulinarischen Kalender sind zum Beispiel das Lachs- und Whiskey-Festival der Brennerei Bushmills in der Grafschaft Antrim, das Rathlin Sound Maritime Festival vom 27. Mai bis zum 5. Juni in Ballycastle – samt Segel-Regatta und frischem Fisch direkt aus der angrenzenden Bucht – oder das Irish Vegan Festival am 9. April in Belfast. Für Interessierte stehen auch verschiedene Food-Guides zum Download bereit. Und damit auch Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten in Nordirland ohne Einschränkungen schlemmen können, wurde jüngst die Seite www.glutenfreeireland.com lanciert.

Das neue Archiv der Wiener Küche

Wien ist als einzige Stadt der Welt Namensgeberin einer eigenständigen Esskultur – der Wiener Küche. Um deren historische Aufarbeitung und Archivierung kümmert sich nun das Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich

Ob Schnitzel mit Erdäpfelsalat, Tafelspitz oder Apfelstrudel – die Wiener Küche ist berühmt und wohl die einzige weltweit, die den Namen einer Stadt trägt. Wissenschaftliche Publikationen bzw. archivwürdige Unterlagen dazu gab es bisher kaum. Mit der Einrichtung eines Archivs leistet das Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich nun einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung der Tradition der Wiener Küche und der österreichischen Regionalküchen.

In Kooperation mit der Historikerin Dr. Ingrid Haslinger ist es gelungen, zahlreiche wichtige Nachlässe und Sammlungen zur Wiener Küche als Depot für das Kulinarische Erbe Österreich zusammenzutragen. Besonders bedeutend sind die Nachlässe von Franz Ruhm, dem großen Mentor der Wiener Küche im 20. Jhdt., und Ernst Faseth, der nicht nur als Fernsehkoch wichtig war, sondern auch als Lehrer in den Tourismusschulen Modul viele spätere Wiener Köche unterrichtete. Die Unterlagen bestehen großteils aus Kochbüchern, Fachliteratur, Menükarten, Fachzeitschriften und Fotos. „Es ist wichtig, dass wir der historischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Wiener Küche gerecht werden. Daher war uns die Aufarbeitung und die Archivierung der vorliegenden Bestände ein großes Anliegen. Diese unglaublich wertvollen Quellen sind nicht nur identitätsstiftende Säulen unserer Kultur, sondern sollen zukünftig auch Grundlagen für Publikationen und Forschung darstellen“, so der Präsident des Kulinarischen Erbe Österreich Dr. Ferry Maier.

Auch als der Verband der Köche Österreichs sein Verbandslokal aufgab, konnte ein weiteres Archiv (Kochbücher, Küchenzeitschriften, Menükarten, Fotos, Dias) für das Kulinarische Erbe Österreich gerettet werden. „Wir archivieren zum Beispiel ein handschriftliches Kochbuch von Alexander Spörk, dem Leibkoch Kaiser Franz-Josefs. Zudem haben wir unter anderem zahlreiche Speisekarten aus den 1950er Jahren gefunden, die alle auf die Wiener Küche zurückgegriffen haben, was wiederum bestätigt, dass diese trotz des 2. Weltkriegs in den Traditionshäusern nicht in Vergessenheit geraten ist“, so Dr. Ingrid Haslinger, Ausstellungs-Kuratorin, Buchautorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der ehemaligen Hofsilber- und Tafelkammer.
Seit Sommer 2015 archiviert und inventarisiert Dr. Haslinger nun gemeinsam mit Mitarbeitern des Kulinarischen Erbe Österreich diese Bestände; besonders interessantes Material wird eingescannt. Ziel ist, dieses Archiv der Wiener Küche zu erweitern und für Fachfragen zugänglich zu machen. Weitere Sachspenden (Kochbücher, Geschirr, Menü- und Speisekarten, Zeitschriften, Fotos, etc.), die Bezug zur Wiener Küche haben, sind im Archiv sehr willkommen. Darüber hinaus wird Dr. Haslinger im Amalthea-Verlag im Frühjahr 2016 ein Buch zur Geschichte der Wiener Küche und zur Entwicklung traditioneller Wiener Gerichte veröffentlichen.

Neben intensiven Bemühungen das Genuss-Festival Jahr für Jahr zu einem der erfolgreichsten Gourmetevents des Landes werden zu lassen, sammelt das Kulinarische Erbe Österreich seit mehr als einem Jahrzehnt Wissen über traditionelle österreichische Spezialitäten, alte Rezepturen und landwirtschaftliche Rohprodukte, die mindestens seit drei Generationen «tradiert» d. h. weitergegeben wurden und heute noch konsumiert und produziert werden. Seit einigen Jahren setzt das Kuratorium auch in Gastronomie und Presse höchst erfolgreiche Maßnahmen, die das kulinarische Erbe Österreichs und die dazugehörenden gewachsenen Strukturen für zukünftige Generationen erhalten sollen.

www.kulinarisches-erbe.at

Karibikinsel Aruba mit "Restaurant Week"

Kulinarische Genüsse vom Feinsten verspricht die Premiere der “Eat Local Aruba Restaurant Week“ seinen Besuchern. Die neue Restaurant-Woche bietet vom 28.09. bis 09.10.2015 Feinschmeckern, Weinkennern und allen Interessierten die Möglichkeit, sich durch das kulinarische Erbe der Karibikinsel zu schlemmen. Im Mittelpunkt stehen authentische Speisen Arubas wie das Nationalgericht Keshi Yena (Gefüllter, gebackener Käse) oder auch das beliebte Pan Bati (Maismehl-Fladen). Einheitliche Menüpreise helfen, den Überblick über die Reiseausgaben zu behalten.

In den teilnehmenden Restaurants gibt es zu festgelegten Preisen Lunch (15 US-Dollar) und Abendessen (30 – 40 US-Dollar). Gutscheine oder Tickets werden nicht benötigt – Gäste besuchen einfach das von ihnen gewählte Lokal und kommen dort in den Genuss der speziellen Menüs. Es empfiehlt sich jedoch, vorher einen Tisch zu reservieren.

Die Initiative wurde von Arubas Fremdenverkehrsamt entwickelt, um das abwechslungsreiche kulinarische Angebot mit insgesamt mehr als 200 verschiedenen Restaurants vorzustellen. Umfrageergebnisse belegen, dass Kennenlernen von neuen Speisen als Motivationsgrund für Reisen in den letzten Jahren gestiegen ist. Nach der Studie „Ontario Culinary Tourism Alliance + Skift“ zählen für 77 Prozent der Urlauber Aktivitäten, die mit Essen verbunden sind, zum wichtigen Bestandteil ihres Aufenthalts. Auch die Verbreitung von Food-Fotos in den sozialen Netzwerken trägt zur Beliebtheit dieses Urlaubssegments bei.

Eine Übersicht über die Restaurants auf Aruba gibt es auf der deutschsprachigen Website www.aruba.de

MACAU FEIERT DEN LOTUS

Ob Lotusblüte oder Festmahl für hungrige Geister, die Stadt am Perlfluss feiert ihr chinesisches Erbe. So schmückt sich Macau vor dem 15. Geburtstag als Sonderverwaltungsregion der Volksrepublik China mit noch mehr Lotusblüten. Dabei avanciert die Wasserblume auch zum kulinarischen Genuss. Dem Lotus kommt im asiatischen Raum besondere Bedeutung zu. In Macau ist seine Blüte gar als Symbol in der Fahne präsent. Gefeiert werden zudem die historische Figur des Kuan Tai und die „Hungrigen Geister“, die sogar ein Festmahl erhalten.

Lotus verwöhnt die Sinne
Lotusbrücke und -platz, ein Hochhaus in der Form einer sich öffnenden Lotusblüte oder als Symbol in der Fahne der Sonderverwaltungsregion: Die Wasserpflanze ist in Macau allgegenwärtig. Im Vorfeld des 15. Geburtstages der Übergabe von Portugal an die VR China am 20. Dezember erfreut sie mit ihren großen Blüten in weiß, rosa oder rot tausendfach in Parks, Gärten und auf Plätzen. Die Fähigkeit der Blätter Schmutz von sich zu weisen, ließ den Lotus zu einem Sinnbild für Reinheit und Schöpferkraft werden. Im Buddhismus zählt er zu den acht Kostbarkeiten und ist Symbol für den Lauf der Zeiten. Dass man Lotus essen kann, beweist aktuell die Speisekarte des Restaurants L’Arc Chinese. Noch bis 16. August bietet das Lokal kulinarische Spezialitäten rund um die faszinierende Pflanze an. Zubereitet werden Samen, Blüten und die jungen Lotusblätter. Große Blätter dienen als ‚Krautwickel‘ und sogar die Stängel können verzehrt werden. (http://www.larcmacau.com/en/thechineserestaurant.php).

Vom General zum Vorbild für Integrität
Am 24. Tag des sechsten Mondes gedenken in China die Menschen der historischen Figur Kuan Tai. Der General der Han Dynastie (202 vor bis 220 nach Christus) wurde als Gott des Kampfsports verehrt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Kuan Tai zu einem Symbol der Loyalität und Integrität. Heute feiert die Bevölkerung seinen Geburtstag – in diesem Jahr am 20. Juli – mit Aufführungen chinesischer Opern vor dem Sam Kai Vui Kun oder Kuan Tai genannten Tempel im Herzen der Halbinsel Macau. Das 1750 erbaute Haus war viele Jahre Treffpunkt der chinesischen Händler – Sam Kai Vui Kun bedeutet wörtlich übersetzt „Gemeindehalle für drei Straßen“. Mit der Gründung der chinesischen Handelskammer im Jahr 1912 verlor es diese Funktion. Das Gebäude wurde mehr und mehr als Tempel genutzt und schließlich Kuan Tai gewidmet. Seit 2005 ist der Kuan Tai Tempel Teil des UNESCO Weltkulturerbes von Macau.

Ein Festmahl für hungrige Geister
Zum „Fest der Hungrigen Geister“ am 9. August basteln oder kaufen die Einheimischen symbolhafte Modelle aus Papier. Diese Objekte – Autos, Häuser oder Kleidung – werden zusammen mit Räucherkerzen und Papiergeld auf den Bürgersteigen oder an Hauseingängen verbrannt. Nach dem Volksglauben dienen die Gaben der Besänftigung der Seelen der Vorfahren und der Vergessenen. Zudem bereiten die Bewohner Macaus ein reichhaltiges Opfermahl für die Hungergeister und bitten die Götter, ihre Familien zu schützen.

Das ehemals portugiesische und heute chinesische Macau hat sich zu einer der Boomtowns Asiens entwickelt. Neue Mega-Casinos und –Hotels mit facettenreicher Architektur, Showprogrammen und Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der Stadt. Gleichzeitig bewahrt sie ihr reiches historisches Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur vereint sowie in den Gebäuden, der Küche und dem Lebensstil der Menschen lebendig ist. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines mit weitgehender Autonomie ausgestatteten Sonderverwaltungsgebietes der VR China. Macau liegt an der Südostküste der Volksrepublik China, am Ufer des Perlflusses. Es grenzt an die chinesische Provinz Guangdong und ist 145 Kilometer von dessen Hauptstadt Guangzhou (Kanton) und 70 Kilometer von Hongkong entfernt. Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane.

www.macau-info.de

Ab heute Genuss-Festival in Wien

Alles was gut ist – Heuer präsentieren sich erstmals mehr als 170 ländliche Produzenten und kulinarische Manufakturen aus ganz Österreich in der Bundeshauptstadt

Das Countdown läuft. In 5 Tagen tischt das Genuss-Festival im Wiener Stadtpark traditionell und handwerklich hergestellte Feinkost aus ganz Österreich auf und alles, was Genießer und Feinschmecker lieben. An mehr als 170 Ständen gibt es an allen drei Tagen wieder reichlich zu probieren und zu kaufen. Neben klassischem Speck, Käse, Brot, Wurst und Marmeladen, auch innovative Spezialitäten wie etwa Kastanienkipferl aus dem Burgenland, Rotschmier-Rotweinkäse aus Oberösterreich, steirischen Brombeeressig, Ganshenkele aus Osttirol, Wildschönauer Krautinger Schnaps, Köstliches aus Straußeneiern und Wiener Zuckerl.

Heuer neu: Innerhalb des Veranstaltungszeltes werden die unterschiedlichsten kulinarischen Produkt- bzw. Genusswelten eindrucksvoll und abwechslungsreich inszeniert. Zudem wird ein Koch die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten von Eiern zeigen und es darf einem Bäcker bei der Herstellung von Brot aus Sauerteig über die Schulter geschaut werden, um im Anschluss den frisch gebackenen Laib zu verkosten. Passend zum Muttertags-Wochenende haben Kinder dort auch die Möglichkeit, Lebkuchenherzen als Geschenk für die Mütter selbst zu verzieren.

Möglich wird das Genuss-Festival, das übrigens in Österreich und im gesamten deutschsprachigen Raum einmalig ist und sich mittlerweile zum Muttertags-Wochenende etabliert hat, unter anderem durch die Kooperation mit Stadt Wien, Zurück zum Ursprung, Agrarmarkt Austria, Casinos Austria, Kattus Sekt, Ottakringer Bier, Wirtschaftskammer Wien, Waldquelle Mineralwasser, Raiffeisen Versicherung, GenussRegion, Wiener Zucker, u.v.a.

Neben intensiven Bemühungen das Genuss-Festival Jahr für Jahr zum erfolgreichsten Gourmetevent des Landes werden zu lassen, sammelt das Kulinarische Erbe Österreich seit mehr als einem Jahrzehnt Wissen über traditionelle österreichische Spezialitäten, alte Rezepturen und landwirtschaftliche Rohprodukte und Gaumenfreuden, die mindestens seit drei Generationen «tradiert» d. h. weitergegeben wurden und heute noch konsumiert und produziert werden. Seit einigen Jahren setzt das Kuratorium auch in Gastronomie und Presse erfolgreiche Maßnahmen, die das kulinarische Erbe Österreichs und die dazugehörenden gewachsenen Strukturen für zukünftige Generationen erhalten sollen.

Öffnungszeiten: Fr., 9. Mai 2014 11.00 bis 21.00 Uhr
Sa., 10. Mai 2014 10.00 bis 21.00 Uhr
So., 11. Mai 2014 10.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt frei!

GenussKultur – Essen in und aus Rheinland-Pfalz

Sonderausstellung im Landesmuseum Koblenz in Kooperation mit Slow Food Deutschland e.V.

Die „GenussKultur“-Sonderausstellung im Landesmuseum Koblenz beleuchtet die historische Entwicklung des Kochens und der Esskultur und geht auf die Entwicklung des Würzens und Konservierens ein. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den regionalen Produkten aus Rheinland-Pfalz. Immer wieder gibt es die Möglichkeit, zu schnuppern oder auch zu probieren. Ein Einblick in die Slow-Food-Bewegung zeigt Möglichkeiten auf, sich abseits von Fast Food modern, gesund und genussvoll zu ernähren.

Info: Landesmuseum Koblenz, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Festung Ehrenbreitstein, 56077 Koblenz, Tel.: +49 (0)261/6675-0, www.landesmuseum-koblenz.de

MACAU

Der neue deutschsprachige Macau Reiseführer ist mit noch mehr Informationen über die ehemals portugiesische und heute chinesische Stadt gefüllt. Interessierte an der „Boomtown Asiens“ können ihn kostenlos beim Fremdenverkehrsbüro Macau in Wiesbaden bestellen.

Um vier weitere Seiten auf jetzt 147 ist der Reiseführer angewachsen. Er stellt in handlichem Format alles Wissenswerte über die Stadt mit ihrem Erbe zweier Kulturen vor. Zunächst führt die Broschüre in die über 450jährige Geschichte der chinesischen Sonderverwaltungsregion ein. Daran schließen sich Beschreibungen von Leben und Kultur an, bevor interessante Details aus Vergangenheit und Gegenwart vorgestellt werden. Im Kapitel „Das historische Zentrum Macaus“ beschreiben die Autoren die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, die seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Die Auflistung wichtiger Sehenswürdigkeiten, gegliedert nach Stadtteilen, schließt sich an. Ebenfalls enthalten sind Beschreibungen des Unterhaltungsangebots, zu dem heute Shows von Weltformat zählen. Ein ausführlicher Infoteil mit Angaben zu Unterkünften, Anreise, Infrastruktur und Karten rundet die neue Auflage des Reiseführers ab.

Das ehemals portugiesische und heute chinesische Macau hat sich zu einer der Boomtowns Asiens entwickelt. Neue Mega-Casinos und –Hotels mit facettenreicher Architektur, Showprogrammen und Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der Stadt. Gleichzeitig bewahrt sie ihr reiches historisches Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur vereint, und in den Gebäuden, der Küche und dem Lebensstil der Menschen lebendig ist. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe. Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines mit weitgehender Autonomie ausgestatteten Sonderverwaltungsgebietes der VR China. Macau liegt an der Südostküste der Volksrepublik China, am Ufer des Perlflusses. Es grenzt an die chinesische Provinz Guangdong und ist 145 Kilometer von dessen Hauptstadt Guangzhou (Kanton) und 70 Kilometer von Hongkong entfernt. Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane.

Weitere Informationen bei der deutschsprachigen Macau-Website www.macau-info.de

Wolfgang Dubs

Landhaus Dubs hebt traditionelle Rezepte und Gerichte hervor – Der Coq d’Or kräht nun auch im Landhaus Dubs – In Osthofen pflegt der weit bekannte Koch das kulinarische Erbe

Sternekoch Wolfgang Dubs ist ein gefragter Mann – seine Gerichte lassen seit Jahren die Zunge tanzen und kitzeln den Gaumen. Dubs bekochte bereits Bundespräsidenten, Minister und etliche „VIPs“ aus Sport, Kunst und Kultur – und die international. Nun möchte der gemütliche Euro-Toques-Sternekoch auch etwas an die Allgemeinheit weitergeben. Dubs und sein Team lassen alte traditionelle Rezepte und Gerichte aus „Großmutters Zeiten“ aufleben! Im Restaurant „Landhaus Dubs“ in Osthofen möchte der Maître höchstpersönlich das kulinarische Erbe der Region sichern. Das ist dann auch eine Auszeichnung wert.

Wolfgang Dubs war schon immer ein Grenzgänger, und das nicht nur, weil er im Gebiet Rhein-Hessen, speziell rund um Worms, schon früh die Gerichte der gesamten Region zu vereinbaren versuchte – bereichernd durch französische und mediterrane Einflüsse. Das konnten die zahlreiche Stammgäste und Genießer nicht nur in der „Rotisserie“ sowie in Dubs Restaurant „Zum Schiff“ (beide Lokale, da in einem althistorischen Gebäude vereint, sind nach einem Großbrand vorübergehend geschlossen) erleben, sondern auch im Lokal „Landhaus Dubs“ in den Weinbergen von Osthofen. Das Landhaus in schönem Ambiente, mediterran sowie regional angehaucht, ist ein richtiger „Wohlfühl-Ort“. Genießer und Schlemmer heißen die Dubs herzlich willkommen, und nun kräht dort am Eingang auch der goldene Hahn. Mit dem „Coq d’Or“ wurde das Landhaus Dubs jüngst ausgezeichnet.

Coq d’Or, der goldene Hahn auf schwarzem Grund, kommt edel und stolz daher – der Hahn macht aufmerksam, nicht nur seines Krähens wegen. Ja, weshalb kräht er? Das kulinarische Erbe einzelner Regionen, oder regionaler „Landstriche“, soll bewahrt werden. „Coq d’Or“ als Initiative – in der Gastro-Szene übrigens bestens angenommen worden – hat es sich zum Ziel gesetzt, alte, ja teils „uralte“ Rezepte der einzelnen Regionen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen

. Diese Küchenrezepte sollen wieder „auferstehen“, nicht nur daheim, in Familien, die manchmal sowieso schon nach „Großmutters Rezept“ kochen, sondern auch in den Wirtshäusern, Gaststätten, Gasthöfen,Landgasthöfen und Restaurants. Beim kulinarischen Erbe, dem sich die Zertifizierungs-Initiative Coq d’Or verschrieben hat, geht es um die Bewahrung und Fortführung alter (Küchen-) Traditionen und Essgewohnheiten. Und da leistet Wolfgang Dubs mit seinem Team seit Jahren bereits volle Arbeit, die Gäste danken es ihm. Mit edlen Weinen sowie echt regionalen Tafelfreuden aus dem rheinhessischen Gebiet möchte Dubs das kulinarische Erbe der Region den Menschen vor Ort, aber auch vielen Durchreisenden und interessierten Gästen näher bringen. Dubs, so der Koch überzeugt, möchte ein „Stück Geschichte“ mitschreiben, vor allem aber, erhalten. Die Gerichte sind preislich nicht abgehoben, doch wer Dubs kennt, der weiß, es werden nur die besten Zutaten verwendet – und das darf dann preiswert sein. Gern kosten von den schick zubereiteten regionalen Tellern tun die Besucher so oder so – nicht erst, seit der Coq d’Or draußen kräht.

Der täglich aktuelle Coq d’Or Restaurantführer ist auch im Internet als Druckversion erhältlich oder kann inklusive Treuepass in der Pressestelle gegen Einsendung von Euro 3,50 frei Haus bestellt werden.

www.coqdor.org

Einzigartige Verkostung: Hundert Riesling Auslesen aus hundert Jahren

„Kulturelles Erbe von europäischen Rang“

In einer von Experten als historisch eingeschätzten Verkostung präsentierten am vergangenen Wochenende auf Einladung von FINE Das Weinmagazin und großzügig unterstützt von der UBS Deutschland AG die Hessischen Staatsweingüter im Kloster Eberbach einen stets sorgsam gehüteten Schatz ihrer Keller: einhundert Riesling Auslesen aus einhundert Jahrgängen. Die kostbaren Flaschen der im Rheingau bei Kiedrich beheimateten Staatsdomäne entstammten sechs erstrangig klassifizierten Lagen des Weinguts (Rauenthaler Baiken, Erbacher Marcobrunn, Hochheimer Domdechaney, Rüdesheimer Rottland, Heppenheimer Centgericht, Steinberg) und repräsentierten die Jahrgänge von 1911 bis 2010.

Sechzehn Weinjournalisten und -experten aus sechs Ländern ließen sich in der Hospital-Stube des Klosters von der über ein Jahrhundert gehaltenen klaren stilistischen Linie beeindrucken, wobei, so Dieter Greiner, Geschäftsführer der Staatsweingüter, eine „gewisse Nervosität“ in den siebziger und achtziger Jahren nicht verkannt wurde. Erstaunlich erschien auch die prägnante Unterschiedlichkeit des jeweiligen Terroircharakters der sechs Lagen.

Höhepunkt der Verkostung waren die 29 Auslesen der Paradelage Steinberg, wobei die Weine des letzten Durchgangs, der historische Jahrgänge konzentriert versammelte, das äußerste Interesse beanspruchte. Nach der Verkostung so glorreicher Jahrgänge wie 1911, 1920, 1929, 1934, 1947, 1951, 1959 und 1964 bekundete Angelo Gaja, die Piemonteser Winzerlegende, diese Weine seien „ein wichtiger Teil des europäischen Kulturerbes, terroirgeprägt und mit einer einzigartigen Signatur versehen.“ Sie getrunken zu haben, erscheine ihm „als ungewöhnlich beeindruckende Erfahrung, die man wohl nur einmal im Leben macht.“

In seiner Rede auf dem festlichen Gala-Diner in der modernen Kelterhalle des Steinberg-Kellers bekannte sich der Gastgeber des Abends, der frühere hessische Ministerpräsident und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Staatsweingüter, Roland Koch, vor mehr als sechzig prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien zur Verantwortung, dieses historische Erbe zu pflegen. Sein Bekenntnis zum Qualitätswein schloss er mit der Feststellung nur so könne der frappante Aufschwung, den der deutsche Wein in den letzten zwanzig Jahren genommen habe, genutzt werden, damit das internationale Interesse an Weinen aus Deutschland, Weißen wie Roten, weiter wachse.

FINE Das Weinmagazin wird sich in seiner Dezember-Ausgabe ausführlich mit dieser Verkostung befassen.

ADAC Reiseführer Istrien und Kvaner Golf

Grünes Land unter mediterraner Sonne
Die Region an der kroatischen Adriaküste in ihrer ganzen Schönheit

Der ADAC Reiseführer Kroatische Küste – Istrien und Kvaner Golf stellt zunächst die Westküste Istriens vor. Hier finden sich auf schmalen Landzungen Seestädte, denen ihr Erbe aus venezianischer Zeit gemeinsam ist: Umag, Novigrad, Porec und Rovinj. Sie beeindrucken mit ihren dicht aneinander gedrängten Steinhäusern, den Kirchen und trutzigen Stadtmauern. An felsigen Buchten finden sich immer wieder Badegelegenheiten im klaren Wasser der Adria. Höhepunkt ist ein Besuch der Hafenstadt Pula. Die Metropole Istriens beeindruckt mit ihrem imposanten Amphitheater aus der Römerzeit. Anschließend geht es durch grüne Wälder ins hügelige Innere Istriens. Wer diese Landschaft zu Fuß erkunden will, für den hält der Reiseführer auch einige Wandertipps bereit.

Der Kvarner Golf beginnt an der Bucht von Rijeka. Diese abwechslungsreiche Großstadt kann mit einer Vielzahl schicker Restaurants und Bars aufwarten. Zu guter Letzt geht es hinaus zu den vier Urlaubsinseln im Kvarner Golf, nach Krk, Cres, Losinj und Rab. Allesamt begeistern sie mit kontrastreichen mediterranen Landschaften und schier endlosen Stränden.

Auf 144 Seiten werden über 350 Sehenswürdigkeiten detailliert vorgestellt, fundiert recherchierte Texte geben Auskunft zu Städten, Kirchen oder Land und Leuten. Zwei Übersichtskarten in den Umschlagklappen und vier Stadtpläne erleichtern die Orientierung und runden den übersichtlichen und handlichen Reiseführer ab.

Der neue ADAC Reiseführer Kroatische Küste – Istrien und Kvaner Golf ist zum Preis von je 6,50 Euro im Buchhandel und in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich sowie im Internet unter www.adac-shop.de oder unter der Bestellhotline 0180 5/ 10 11 12 (14 ct/min aus dem Festnetz, mobil max. 42 ct/min).