Metro kaufte Rungis Express

Die Metro wird durch die Übernahme des Premium-Lebensmittellieferanten RUNGIS express das Belieferungsgeschäft ihrer Großhandelssparte METRO Cash & Carry gezielt ausbauen. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und Gremien, erwirbt das Düsseldorfer Handelsunternehmen das deutsche und internationale Geschäft von RUNGIS express mit Hauptsitz in Meckenheim. Mit der Investition unterstreicht die METRO GROUP einmal mehr die Neuausrichtung zu einem Mehrkanal-Händler, der stationäres und nichtstationäres Geschäft sinnvoll miteinander verknüpft.

Tim Raue, Netflix, Berlin mit Gästen (Fotocredit: Metro C&C)

RUNGIS express ist einer der führenden Anbieter von Food Service Distribution, der direkten Belieferung von Kunden aus den Bereichen Hotel, Restaurant und Caterer mit Premium-Lebensmitteln. Das Unternehmen ist Teil der Cool Chain Group, die verschiedene Handels- und Logistikaktivitäten betreibt. Die Marke und Eigenständigkeit von RUNGIS express werden auch nach der Übernahme erhalten bleiben. Teil der Transaktion sind auch die Aktivitäten von RUNGIS express in Österreich, Polen, Portugal, der Schweiz und Spanien sowie die Logistik, das Einzelhandelsgeschäft (cc delivery) und die Verwaltung in Deutschland. Der Zukauf ergänzt das bisherige Belieferungsgeschäft von METRO Cash & Carry mit speziellen Kompetenzen und Know-how im FSD-Segment. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Der Erwerb von RUNGIS express ist ein wichtiger Schritt für METRO Cash & Carry auf dem Weg zum führenden Multi-Channel Food Service-Anbieter in Deutschland“, so Pieter C. Boone, Mitglied des Vorstands der METRO AG und CEO von METRO Cash & Carry. „RUNGIS express verfügt über eine große Expertise und langjährige Erfahrung im Premium-Lebensmittel-Segment. Die Zusammenarbeit ermöglicht es uns, in diesem Bereich die Expansion in Deutschland voranzutreiben und unser bestehendes Food Service Distribution-Konzept weiter auszubauen. Indem wir die Stärken beider Partner zusammenführen, entwickeln wir METRO Cash & Carry Deutschland zudem zu einem immer wichtigeren Partner und Serviceanbieter für die zahlreichen Kunden aus der Gastronomie, die von einem modernen Großhandelsunternehmen kompetente Belieferung und Beratung erwarten.“

„Die METRO GROUP ist der ideale Partner für RUNGIS, da die organisatorische Eigenständigkeit erhalten bleibt und wir gute Chancen sehen, in Zukunft gemeinsam zu wachsen“, sagt Christian Helms, Vorstandsmitglied und CEO von RUNGIS express.

RUNGIS express liefert hochwertige Lebensmittel und Delikatessen, der Fokus liegt dabei auf den Bereichen Frische/Ultra-Frische, insbesondere Fleisch und Geflügel sowie Fisch und Meeresfrüchte. Darüber hinaus zählen Obst und Gemüse, Mise-en-place-Produkte und handgemachte frische Pasta zum Angebot. Das Sortiment umfasst rund 3.000 Produkte aus mehr als 60 Ländern. Der Großteil der mehr als 6.000 Kunden stammt aus der gehobenen Gastronomie. Insgesamt sind rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei RUNGIS express beschäftigt. Im Jahr 2014 betrug der Umsatz des Unternehmens rund 130 Mio. €.

In der Schweiz firmiert RUNGIS express unter dem Namen Fideco und ist vor allem in der gehobenen Gastronomie für sein Frischfisch-Angebot bekannt. Das Einzelhandelsgeschäft cc delivery liefert an die besten Feinkostläden Deutschlands ein Sortiment von über 1.000 Artikeln. Neben dem etablierten Belieferungsgeschäft übernimmt die METRO GROUP auch die Logistikaktivitäten der Cool Chain Group in Deutschland. Deren Kernkompetenz liegt im temperaturgeführten Transport von verderblichen Gütern mit einer Fahrzeugflotte von 150 modernen Transportern sowie LKWs mit Dreikammersystem.

Der 1978 gegründete Gastronomielieferant RUNGIS express kaufte einst hauptsächlich in Rungis, dem Großmarkt von Paris, diverse Spezialitäten ein, um diese dann auf dem schnellsten Weg nach Deutschland zu bringen. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das Unternehmen zum Marktführer in diesem Bereich. Innovationskraft, höchste Lebensmittel-kompetenz und Serviceorientierung sind die wichtigsten Säulen des Erfolgs von RUNGIS express. Eine Besonderheit ist die Verknüpfung von RUNGIS mit der Muttergesellschaft Cool Chain Group (CCG), die als Kühlkettenexperte und Frische-Garant fungiert. Der Name „RUNGIS express“ sowie der Eiffelturm im Logo spiegeln bis heute den Ursprung des Unternehmens wider.

www.rungisexpress.com

European Coffee Symposium

Internationale Kaffeegrößen in der Schärf World

Nominierung zeichnet die österreichische Coffeeshop Company
als internationale Marke aus

Am 08. und 09. Oktober findet in Wien das
„European Coffee Symposium“ statt. Ein Besuch der teilnehmenden
Kaffeeexperten in der Schärf World „The ART of coffee“, in Neusiedl
am See, steht dabei auch am Programm. Beim multinationalen Treffen
werden Topunternehmen der Kaffeebranche prämiert. Mit der Nominierung
zum „Most Admired Coffee Chain Brand Austria and Germany“ steht mit
der Coffeeshop Company erstmals ein österreichisches Unternehmen vor
einer Auszeichnung.

„Eine harmonische Verbindung zwischen Mensch und Kaffee
herzustellen ist mir wichtig. Die Nominierung zu diesem Award
beweist, dass das erfolgreich gelungen ist. Sie motiviert mich und
mein Team auch bei der konsequenten Umsetzung unserer weiteren
Expansionspläne“, freut sich Reinhold Schärf, Geschäftsführer der
Schärf Coffeeshop GmbH.

Das „European Coffee Symposium“ ist der führende Event der
Kaffeekettenbranche. Bei diesem Treffen wird Herr Reinhold Schärf den
Leadern der Kaffeewelt seine Visionen und Ideen unter dem Motto „Ich
liebe zwei Dinge, den Kaffee und den Umgang mit Menschen.“ darlegen.

Für hohe Auszeichnung nominiert

Mehr als 300 Fachleute haben im Rahmen der „Allegra European
Coffee Leader Survey“ die österreichische Schärf Coffeeshop Company
für einen Award in der Kategorie „Most Admired Coffee Chain Brand
Austria and Germany“ nominiert.

www.coffeeshopcompany.com

Sichere Lieferkette für Geflügel

Prognosemodell verbessert Qualitätsmanagement

Zu einem gesundheitsbewussten Lebensstil gehört eine leichte Ernährung. Geflügelfleisch ist für viele Verbraucher ein wichtiger Bestandteil davon. Die Produktionszahlen stiegen in 2007 wieder deutlich, ebenso der Pro-Kopf-Konsum sowie die Import- und Exportquote. Unabhängig von der Herkunft sind Frische und Lebensmittelsicherheit die grundlegenden Faktoren für Kundenzufriedenheit. Um dies zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit aller Akteure entlang der Lieferkette erforderlich. In dem EU-Projekt CHILL-ON wird eine Methode entwickelt, die die Risiken auf dem Weg vom Produzenten in den Handel exakte und durchgängige kalkulierbar und damit reduzierbar macht. Das Ergebnis, das sich beim kürzlich in Bonn abgehaltenen Treffen zeigte: Mehr Qualitätssicherheit für den Verbraucher ist möglich.

Supply Chain Management-Experten für Frische- und Kühlprodukte präsentierten beim CHILL-ON Partnertreffen Anfang Juni in Bonn ihre bisherigen Ergebnisse. Ein zentrales Thema im Bereich Sicherheitsmanagement ist die Erarbeitung einer Strategie zur Risikoabschätzung. Bis 2010 soll die Entwicklung eines mathematischen Prognosemodells abgeschlossen sein. Koordiniert werden die Aktivitäten des EU-geförderten Projekts mit einem Gesamtvolumen von rund 16 Millionen Euro vom ttz Bremerhaven. Alle Partner, die an der Lieferkette teilnehmen – vom Geflügelzüchter bis zum Einzelhändler – können mit der neuen Methode den Grad der mikrobiellen Kontamination vorausberechnen. Eine durchgehende Datensammlung entlang der Lieferkette ermöglicht eine quantitative mikrobielle Risikoabschätzung (quantitative microbial risk assessment, kurz: QMRA) anhand spezifischer Produkteigenschaften.

Auch wenn die Anzahl der Bakterien zum Zeitpunkt der Messung noch nicht kritisch ist, lässt die Methode den Rückschluss zu, ob die Ware auch zum Zeitpunkt des Verbrauchs noch unbedenklich genießbar sein wird. Die Sicherheit des Verbrauchers wird damit verbessert und eine homogene Produktqualität sichergestellt. Entwickelt wurde das Prognosemodell am britischen Wessex Institute of Technology (WIT) von Prof. Dr. Viktor Popov und seinem Team. Mehrere Partner aus dem CHILL-ON-Projekt leisteten dabei Unterstützung.

Welche wirtschaftliche Bedeutung der Geflügelmarkt hat, belegen die Produktionszahlen des letzten Jahres: Allein in Deutschland wurden 1,14 Millionen Tonnen Fleisch hergestellt. Auch der Import von Geflügelfleisch hat einen Aufschwung erlebt. Die Menge steigerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,9% auf 572.100 Tonnen. Außerdem war das Geflügel aus deutschen Landen auch als Exportgut gefragt. Hier war sogar eine Steigerung um 22,1% auf 534.300 Tonnen zu verzeichnen, so die Zahlen der Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) in Bonn. Dieses Marktpotential kann nur ausgeschöpft werden, wenn die Qualität der Ware den Verbraucher überzeugt.

Der Kunde erwartet heute eine hundertprozentige Risikoabsicherung bei der Geflügelproduktion – bei steigender Nachfrage und zunehmendem Bewusstsein der Qualitätsanfälligkeit von Geflügel. „Mikrobiologische Risiken haben heute gravierende Auswirkungen auf die Geflügelindustrie. Die Vorausberechnung der Entwicklung mikrobieller Kontaminationen wird die Lebensmittelsicherheit in diesem Segment deutlich erhöhen“, so Ewa Pacholowicz vom ttz Bremerhaven, die die Einführung des Modells im Qualitätsmanagement begleitet.

Die Idealvorstellung, Risikofaktoren mit hundertprozentiger Sicherheit kontrollieren zu können, ist so nicht in die Praxis übertragbar. „Allerdings zielt die Managementstrategie, die im Rahmen von CHILL-ON entwickelt wird, darauf ab, diesem Ziel sehr nahe kommen, unterstreicht die Projektleiterin Maria Bunke vom ttz Bremerhaven. Das Prognosemodell ist ein Bestandteil des umfassenden Modells für Qualitätssicherung und verbesserte Transparenz der Lieferkette, die auf die Kombination neuester Technologien setzt.

Das als “integrated project” von der EU kofinanzierte Projekt CHILL-ON hat die Entwicklung und Integration neuer Technologien für die Verbesserung von Lebensmittelsicherheit, transparentem Kühlkettenmanagement und Qualitätssicherung für Kühl- und Tiefkühlprodukte zum Ziel. Das internationale Partnerkonsortium besteht aus 27 Partnern aus Europa, Israel, Brasilien, Chile und China. Das Fördervolumen für die vierjährige Laufzeit beträgt 10,1 Mio. Euro.

www.chill-on.com

Smart Labels für frischen Fisch – „Chill-on“ Projekt

Das Gesamtbudget für dieses Integrierte Projekt (IP) namens CHILL-ON beläuft sich auf die Rekordsumme von ca. 16 Millionen Euro, wovon ca. 2,4 Millionen nach Bremerhaven fließen werden. Verschiedene Problemstellungen rund um die Transport- und Kühlkette werden innerhalb von vier Jahren unter der Koordination des ttz mit 23 Partnern aus 13 Ländern bearbeitet.

„CHILL-ON steht am Ende einer langen Reihe erfolgreicher EU-Projekte, die das ttz Bremerhaven im 6. EU-Forschungsrahmenprogramm bearbeitet hat. Das Projekt ist aufgrund seiner Größe bislang einzigartig in der Geschichte des ttz Bremerhaven: Hier werden verschiedene innovative Ansätze verfolgt, die, integriert in ein riesiges Projekt, letztlich eine Lösung für eine komplexe Problemstellung der Lebensmittelwirtschaft generieren können“, erklärt Matthias Kück, Projektleiter von CHILL-ON. Im 6. EU-Rahmenforschungsprogramm (2002-2006) konnten vom ttz Bremerhaven Projekte in einer Gesamthöhe von 90 Millionen Euro erfolgreich akquiriert werden, wovon rund 15,5 Millionen nach Bremen und Bremerhaven flossen.

Auf der Pressekonferenz CHILL-ON am 13. Juli betonte Frau Riechers-Kuhlmann, Geschäftsführerin der FBG (Fischereihafen Betriebsgesellschaft mbH) die Wichtigkeit des Gründerzentrums Bionord als Wissenschaftsstandort im Fischereihafen: „Das Projekt CHILL-ON demonstriert beispielhaft den Wissenstransfer durch das ttz Bremerhaven in die Region. Bremerhaven als Produktionsstandort für Tiefkühlkost und Fisch-Convenience profitiert vom Know-how, das im Rahmen dieses Projektes erarbeitet wird.“ Im Laufe des Projektes werden in Workshops und Seminaren die Forschungsergebnisse praxisorientiert weitervermittelt.

Herzstück des Projektes ist das Smart Label: Verschiedene Technologien, kombiniert mit GPS- und GSM-Überwachung sollen per „eCHILL-ON Smart Label“ die Temperaturgeschichte des Fisches vom Fang bis zum Einzelhandel lückenlos überwachen. Ein weiterer Bereich wird die Erstellung eines umfassenden Konzeptes zum „Chain Information Management“ sein. Hierbei sollen alle Informationen der Lieferkette in einer Art Kommunikationsplattform („Chain Collaboration Platform“) zusammenlaufen. Der wichtigste Aspekt dabei ist, dass alle an der Lieferkette Beteiligten nicht nur zu jedem Zeitpunkt Ort und Zustand ihrer Ware abrufen können, sondern gleichzeitig einen Einblick in Quantität, Warenfluss, Bestand und Produktion haben. Die Firma Chainfood aus den Niederlanden, auf der Pressekonferenz vertreten durch Johann Zandbergen, wird ein integratives Konzept entwickeln, welches die Grundsätze des Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement) mit dem Einsatz neuester Technologien verbindet. Weitere Aspekte sind die Optimierung von Kühlmethoden oder die Etablierung eines präzisen und schnellen Verfahrens zum Nachweis möglicher Qualitätsmängel in Lebensmitteln. Sowohl der Bereich Molekulargenetik des ttz Bremerhaven als auch die Firma Q-Bioanalytic aus Bremerhaven werden an diesen Entwicklungen beteiligt sein.

„Ein Projekt dieser Dimension ist eine ganz neue Herausforderung für uns. Wir freuen uns als Koordinator dieses Großprojektes auf eine spannende Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region und auf internationaler Ebene“, erklärt Werner Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven.

www.ttz-bremerhaven.de

Bremer Cool Chain Group übernimmt Rungis Express

Die Bremer Cool Chain Group (CCG) übernimmt nach einem dramatischen Bietergefecht den seit Januar in Insolvenz befindlichen Gastronomielieferanten Rungis Express für eine nicht genannte Summe. Die Logistik-Spezialisten von der Weser erhielten vom Insolvenzverwalter und der Düsseldorfer IKB Bank als Hauptgläubiger den Vorzug vor einer Gruppe privater Investoren um den westfälischen Finanzier Dirk Westerheide und den bisherigen Rungis-Geschäftsführer George W. Kastner. Die CCG übernimmt die drei Standorte des Unternehmens in Meckenheim, Berlin und Satteldorf und wird diese in ihr bereits bestehendes Logistik-Netzwerk integrieren. Die im März 2005 gegründete Cool Chain Group ist eine Tochter der börsennotierten Ponaxis AG in Hamburg und spezialisiert auf das Handling und den Transport temperaturgeführter Frischwaren wie z. B. Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch und Fisch, aber auch Fotomaterialien, Kosmetika, Pharmaprodukte oder sogar lebende Nutz- und Zootiere. CCG bietet Serviceleistungen, die einen durchgängigen Kühlkettentransport für temperaturgeführte Waren per Flugzeug, Schiff oder Truck gewährleisten sollen – vom Ursprungsort bis hin zum Empfänger. Ziel von CCG ist es sich weltweit an Logistik-Unternehmen zu beteiligen oder diese zu übernehmen. Im April 2005 wurden erste Gesellschaften in den Niederlanden und in Kolumbien erworben. Der Einstieg bei Rungis Express ist das bislang wichtigste strategische Engagement der Gruppe. Rungis Express ist seit mehr als zwei Jahrzehnten einer der wichtigsten Lieferanten der deutschen Spitzengastronomie. Das Unternehmen, das in seinen besten Zeiten über 100 Millionen Umsatz (1998 und 2000) erzielte, war in den vergangenen vier Jahren mit dem Versuch sich international zu etablieren, gescheitert und war nach einer Halbierung des Umsatzes Anfang des Jahres in Konkurs gegangen. (Mario Scheuermann http://drinktank.blogg.de/)

Rungis Express

In dieser Woche kommt es endlich zum Showdown für den seit Monaten in der Insolvenz befindlichen Feinkostlieferanten Rungis Express in Meckenheim. Heute gaben die letzten beiden verbliebenen Interessenten ihre Offerten ab. Dem Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier sowie dem grössten Gläubiger der Firma der Deutschen Industriebank (IKB) in Düsseldorf liegt zum einen das Übernahmeangebot der Bremer Cool Chain Group (CCG) vor mit einer Bestandsgarantie für die drei Standorte Meckenheim, Berlin und Satteldorf. Dagegen steht ein Kaufangebot einer privaten Interessentengruppe um den Kölner Wirtschaftsprüfer Dr. Wolfgang Bornheim und die Ehefrau des bisherigen geschäftsführenden Gesellschafters George W. Kastner. Dies gilt aber nur für den Standort Meckenheim. Am Dienstag werden sowohl der Betriebsrat als auch der Vorstand der IKB über diese beiden Angebote beraten. Für Donnerstag wurde eine Gläubigerversammlung einberufen. Bei einer Übernahme durch die CCG könnten wohl die meisten der noch vorhandenen 130 Arbeitsplätze gesichert werden. CCG-Chef Christian Helms hat allerdings zur Bedingung gemacht, dass Kastner endgültig aus der Firma ausscheidet. Im Falle der „Kastner-Lösung“ würde das Lager in Satteldorf geschlossen und damit die bereits ausgesprochenen Kündigungen wirksam werden. Der Betriebsrat hatte sich heute geweigert einen entsprechenden Interessensausgleich zu unterschreiben mit dem offenbar der Weg für ein Comeback Kastners geebnet werden sollte. Ein Gewerkschaftsvertreter sprach in diesem Zusammenhang von einem Fall „versuchter Nötigung“.
Quelle: http://drinktank.blogg.de/