Julia Komp

Deutschlands jüngste Sterne-Köchin ist die Kölnerin Julia Komp

Julia Komp hat es geschafft: mit ihren 27 Jahren ist die Overatherin die jüngste Frau, die als Küchenchefin einen Stern im legendären Guide Michelin erobern konnte. Vor rund einem Jahr hatte sie die kulinarische Leitung des Restaurants Schloss Loersfeld in Kerpen übernommen, das sich in einer über 500 Jahre alten Burganlage befindet, die zu den schönsten Deutschlands zählt.
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein oder sogar zwei Mal getestet wurde“, berichtet die frischgebackene, glückliche Sterne-Köchin. Sicher ist: ihr Menü (Oktuspus-Terrine mit Chorizo und Paprika, Adlerfisch als Zwischengang, Kalbsfilet aus Frankreich und ein asiatisches Bananendessert) konnte den Guide Michelin überzeugen. Daraufhin wurde ihr Anfang Dezember die begehrteste Gastro-Auszeichnung Deutschlands verliehen.

Dass das „echt kölsche Mädchen“ etwas drauf hat, bewies sie bereits während ihrer Ausbildung von 2008 – 2011 im Gourmet-Restaurant „Zur Tant“ in Porz-Langel. Danach kochte sie als Chef de Partie im Vorstandscasino des TÜV Rheinlands in Köln-Poll (2011-2013).
Nach einem einjährigen Intermezzo im ehemaligen Kölner Gourmet-Tempel „La Poele d’Or“ wechselte sie Anfang 2015 in das Kerpener Schloss Loersfeld.
Hier stieg Julia Komp Ende letzten Jahres von der Sous Chefin zur Küchenchefin auf und gilt seither als eine erfolgreichsten Newcomerinnen der Gastro-Szene im Rheinland.

 Nicht erst durch ihre Auslandspraktika in Tunesien, Sri Lanka und Malaysia avancierte Julia Komp zur Liebhaberin orientalischer Gewürze und Speisen. Fast sämtliche Urlaube ihrer Kindheit verbrachte sie mit ihrer Familie in einem Haus in Tunesien und liebte es schon damals, gemeinsam mit ihrer Oma auf den umliegenden Märkten, exotische Gewürze und Gemüse, frischgeschlachtetes Fleisch und frischgefangenen Fisch einzukaufen und zuzubereiten.

Diese und viele andere kulinarische Grundkenntnisse, die sie während ihrer Ausbildung und durch Praktika in diversen Sterne-Küchen erwarb (u.a. „Schloßhotel Lerbach“ (Bergisch-Gladbach), „La Société“ (Köln), „Eastern & Oriental Hotel, Penang“ (Malaysia) ebneten der ehrgeizigen jungen Köchin den Weg zu Siegen bei verschiedenen Koch-Wettbewerben, von verschiedenen Stadt- und Regionalmeisterschaften bis zum 2. Platz mit dem Team NRW bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 2011.
Im gleichen Jahr gewann sie als erste Frau bei der renommierten „Hans Bueschkens Young Chef Challenge“ die Auszeichnung als „Zentral Europas beste Jungköchin“.

Mit der deutschen Jugend-Nationalmannschaft holte sie u.a. Doppel-Gold beim Copa Culinary Cup in Costa Rica, Doppel-Gold beim Kremlin Culinary Cup in Moskau und Bronze beim „Salon Mondial Basel“ (alles 2013).

In diesem Jahr gelang dem jungen Ausnahme-Talent mit ihrer selbstgegründeten Regionalmannschaft Köln der erste Platz beim „Salon Mondial 2016“ in Dubai. Als Team-Käpitänin bestand ihre Hauptaufgabe aber vor allem darin, ihr Team zu unterstützen – was ihr ebenfalls gelang. Julia Komps Mannschaft brachte 12 Gold-, 6 Silber- und zwei Bronze-Auszeichnungen mit nach Hause.

Doch eines ist der jungen Spitzen-Köchin bewusst: „Ich weiß, dass ein Chef immer nur so gut ist, wie sein Team. Ohne die Jungs (Raika Nassiri als Sous-Chef, Denis Steindorfer als Patissier, Christian Lorenz als Gardemanger und Azubi Jan Weber) wäre das alles nicht möglich!“
Julia Komps kulinarisches Ziel für die kommenden Jahre: „Im historischen Ambiente des 520 Jahre alten Schlosses möchte ich nicht nur den Ansprüchen der Gourmets gerecht werden, sondern die Sterne-Gastronomie auch für junge, entdeckungsfreudige Gäste attraktiv gestalten.“

 

"Kumpel & Keule" aus Berlin gewinnt die Goldene Palme beim Leaders Club Award 2016

Der Gewinner beim diesjährigen Leaders Club Award heißt „Kumpel & Keule“ und kommt aus Berlin. Bei der 15. Preisverleihung, die dieses Jahr im Schmidt Theater auf der Hamburger Reeperbahn mit freundlicher Unterstützung von J.J. Darboven, Coca-Cola und Salomon Foodworld stattfand, lag das innovative Metzgereikonzept in der Gunst des Publikums ganz vorne. Die Silberne Palme ging an die „hendl fischerei“ aus Leogang, Österreich, Bronze erhielt „La Cevi“ aus Frankfurt.

Entstanden aus der Liebe zum Fleischerhandwerk und der Leidenschaft für gute Lebensmittel: Jörg Förstera und Hendrik Haase haben vor rund einem Jahr die Metzgerei „Kumpel & Keule“ in Berlin eröffnet. Ein junges, sympathisches Food-Startup, das auf nur 36 Quadratmetern Fläche in der „Markthalle 9“ (Gewinner der „Goldenen Palme“ 2013) für die Wertschätzung und gegen das Aussterben des Metzgerberufs kämpft und täglich rund 250 Kunden mit hochwertigen, ehrlichen Produkten glücklich macht.

Die 380 Gäste der stimmungsvollen Award-Show im Hamburger Schmidt Theater wählten „Kumpel & Keule“ aus sechs innovativen Neugründungen, die zur Wahl standen, zum diesjährigen Sieger: „Wir sind echt überrascht, es waren tolle Konzepte dabei!“, freut sich Jörg Förstera, der vor zehn Jahren Deutschlands jüngster Metzgermeister war und vor dem Schritt in die Selbstständigkeit die Fleischabteilung des „KaDeWe“ leitete. Sein Kompagnon Hendrik Haase, „Wurstelier“ und kulinarischer Kurator, empfiehlt anderen Gastronomen, stärker mit ihren Metzgern in Dialog zu treten, um deren Fortbestand zu sichern und eigene Wettbewerbsvorteile zu erzielen: „Mit Stücken, die oft viel besser schmecken und ein intensiveres Aroma haben als ein Filet, kannst du dich vom Massenmarkt absetzen.“

Die Silberne Palme geht hoch hinauf zur Asitz-Bergstation in Leogang/Österreich: Auf 1.760 Metern Höhe interpretieren Renate und Hubert Oberlader mit ihrer spektakulären „hendl fischerei“ die Ski- Gastronomie seit Dezember 2015 neu.

Über Bronze freuen sich Heidi und Daniel Nawenstein vom „La Cevi“ aus Frankfurt: Sie haben die trendige peruanische Küche mit einem farbenfrohen Konzept auf die Ausgehmeile Berger Straße gebracht. „La Cevi“ gewann in diesem Jahr bereits den neuen „Gastro Startup Wettbewerb“ von der Leaders Club Concepts.

Für dessen zweite Ausgabe können sich gastronomische Konzepte, die ab dem 1. September 2015 gestartet sind, noch bis zum Jahresende unter www.leadersclub-concepts.de/gastrostartup bewerben: Es winken ein Preisgeld von 10.000 Euro und 40 Stunden Expertenberatung.
Ebenfalls für den Award nominiert waren der innovative Brauereigasthof „Liebesbier“ aus Bayreuth, das Restaurant „Salonplafond“ aus dem Museum für Angewandte Kunst in Wien und das Premium- Grillhähnchen-Konzept „Soho Chicken“ aus Hamburg. Club-Präsident Roland Koch, der bei der Preisverleihung sein Amt an Michael Kuriat übergeben hat, ist begeistert von allen Award-Konzepten: „Sechs starke Konzepte, die sehr eng beieinander liegen. Fast unwählbar! Aber ich denke, auch dieses Mal stehen am Ende die Richtigen ganz oben: Das Thema Handwerk und Gastronomie auf so kleinem Raum zu vereinen, wie ‚Kumpel und Keule‘ es tun, das ist schon großartig.“

www.leadersclub.de

Deutsche Bocuse d'or Kandidaten stehen fest

Bocuse d’Or kürt den besten Koch Deutschlands – Nur drei Monate Vorbereitungszeit für den Sieger
 
Am Montag, 22. Februar 2016 kürt in Stuttgart eine hochkarätige Jury den Sieger im Wettbewerb Bocuse d’Or Germany und damit den nominell besten Koch Deutschlands. Um den Titel wetteifern Spitzen-Köche aus der ganzen Republik:
 
● Eric Kröber aus Hamburg, Clouds Heaven’s Kitchen,
● Marvin Böhm aus Wolfsburg, Restaurant Aqua,
● Sterne-Koch Serkan Güzelcoban aus Künzelsau, Restaurant handicap,
● Christian Mathiak aus Köln, Restaurant Poisson,
● Johannes M. Steiger aus Heidelberg, Scharffs Schlossweinstube sowie
● Martin Stopp aus Saarlouis, La Maison Hotel.
 
Sie beweisen sich gegenüber dem Juroren-Komitee, in dem sich mit Jury-Präsident Hans Haas (2 Sterne, Bocuse d’Or 1987: Bronze), Claus Weitbrecht (Bocuse d’Or 2003: Bronze) und Präsident Bocuse d’Or Germany Patrik Jaros (Bocuse d’Or 1995: Bronze) erstmals all jene deutschen Köche befinden, die jemals im Bocuse d’Or-Finale in Lyon eine der begehrten Auszeichnungen gewonnen haben. Zu ihnen gesellen sich weitere ausgezeichnete Sterne-Köche und Bocuse d’Or-Preisträger:
 
● Nils Henkel (GER, 2009 Koch des Jahres, Gault Millau)
● Thomas Bühner (GER, 3 Sterne)
● Wahabi Nouri (GER, 1 Stern),
● Bent Stiansen (NOR, 1 Stern, Bocuse d’Or 1993: Gold),
● Sebastian Prüßmann (GER, 1 Stern),
● Oliver Röder (GER, 1 Stern),
● Martin Scharff (GER, 1 Stern),
● Ferdy Debecker (BEL, 1 Stern, Bocuse d’Or 1999: Bronze),
● Jean-Claude Bourgueil (FRA, 2 Sterne),
● Jonas Lundgren (SWE, Bocuse d’Or 2009: Silber),
● Bobby Bräuer (GER, 2 Sterne),
● Jörg Sackmann (GER, 2 Sterne),
● Jan Hartwig (GER, 2 Sterne),
● Sven Elverfeld (GER, 3 Sterne),
● Karlheinz Hauser (GER, 2 Sterne) sowie
● Christian Krüger, Ehrenjuror und Gewinner des Bocuse d’Or Germany 2014.
 
In einem fünfeinhalb Stunden dauernden Wettkampf treten die sechs Köche auf der Messe Intergastra gegeneinander an, um sich den Sieg und damit die Fahrkarte nach Budapest zu holen. Dort findet am 10. und 11. Mai 2016 der Europaausscheid Bocuse d’Or Europe statt, der wiederum zur Teilnahme im Weltmeisterschaftsfinale im Januar 2017 in Lyon berechtigt.

Schokoladen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören zur Weltspitze

Bei den „International Chocolate Awards“ (ICA) 2014 haben es diesmal Schokoladen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis an die Weltspitze geschafft. Die ICA sind ein seit 2012 jährlich stattfindender internationaler Schokoladen-Wettbewerb. Im Finale treten die jeweiligen Regionalsieger gegeneinander an – in diesem Jahr erstmals auch aus dem deutschsprachigen Raum. Neun der Einreichungen von hier setzten sich auch im Finale durch und schafften es somit auf Anhieb an die Weltspitze. Weitere Infos unter: http://www.internationalchocolateawards.com
 
Unter den neun Bestplatzierten aus dem deutschsprachigen Raum ist der Schweizer Chocolatier Beschle zweimal vertreten, der deutsche Chocolatier Clement sogar viermal. Mit einer Gold-Medaille im Finale erhielt eine Clement-Kreation auch die höchste Auszeichnung von allen deutschsprachigen Einreichungen. Clement war es auch, der eine außergewöhnliche Lüttje-Lage-Schokolade anlässlich des Schokoladen-Gourmet-Festivals in Hannover 2014 kreiert hat, die sich ebenfalls unter den ausgezeichneten Einreichungen wiederfindet. Hier die komplette Übersicht:

• Beschle (Schweiz): Dunkle Schokolade aus Criollo-Kakao mit Rosmarin und Zitronen-Thymian (Kategorie: Dunkle Tafelschokolade mit Zusätzen – eingerührt oder untergemischt; Auszeichnung: Silber)

• Beschle (Schweiz): Lassi (Kategorie: Weiße Tafelschokolade mit Zusätzen; Auszeichnung: Silber)

• Clement (Deutschland): Amazona (Kategorie: Pralinen aus Vollmilchschokolade mit weicher oder flüssiger Füllung oder ganzen Früchten; Auszeichnung: Gold)

• Clement (Deutschland): Limoncello-Trüffel (Kategorie: Pralinen aus Vollmilchschokolade  mit weicher oder flüssiger Füllung oder ganzen Früchten; Auszeichnung: Bronze)

• Clement (Deutschland): Lüttje Lage, gefüllte Vollmilchschokolade (Kategorie:  Gefüllte Vollmilchschokolade-Tafeln; Auszeichnung: Silber)

• Clement (Deutschland): Maracuja-Karamell-Trüffel (Kategorie: Pralinen aus Vollmilchschokolade mit Karamell-Füllung; Auszeichnung: Silber)

• DaJa Chocolate (Deutschland): Caipirinha-Praline (Kategorie: Pralinen aus weißer Schokolade mit gemischter Füllung; Auszeichnung: Silber)

• Kettler Schokolade (Deutschland): Meersalz-Karamell (Kategorie: Pralinen aus dunkler Schokolade mit Karamell-Füllung; Auszeichnung: Bronze)

• Pralinenatelier (Deutschland): Kürbiskern-Nougat-Praline (Kategorie: Pralinen  mit gemischter Ummantelung oder Füllung aus dunkler, Vollmilch- und weißer Schokolade,  Ganache, Trüffel; Auszeichnung: Silber)

• Schell Schokoladen (Deutschland): Gefüllte Sauerkirsch-Tafelpraline (Kategorie: Gefüllte Tafelschokolade aus dunkler Schokolade mit Füllung; Auszeichnung: Bronze)

Insgesamt über 1.000 Einreichungen aus 33 Ländern hat es in diesem Jahr bei den International Chocolate Awards gegeben – 220 schafften es schließlich ins Finale. Juriert wurde in 38 Kategorien – von dunkler Tafelschokolade bis hin zu Schokoladenaufstrichen –, in denen die Teilnehmer ihren Erfindungsreichtum und ihre Kreativität unter Beweis stellen konnten.

Das wechselnde Juroren-Team besteht aus Experten, Konditoren, Kritikern, Food-Bloggern, Sommeliers, Küchenchefs und der „Grand Jury“. Zur Jury beim diesjährigen Weltfinale gehörte unter anderem auch Michaela Schupp – Geschäftsführerin der chocolats-de-luxe.de GmbH sowie Initiatorin und Organisatorin des ersten Schokoladen-Gourmet-Festivals in Deutschland.

Nationalmannschaft der Köche

Top Medaillen-Bilanz für deutsche Teams

Nationalmannschaft holt zwei Goldmedaillen- Jugend erreicht Silber und Bronze -Regionalmannschaften gewinnen ebenfalls Edelmetall
„Was für eine Überraschung!“, freute sich Matthias Kleber, Teammanager der deutschen Nationalmannschaft der Köche, nach dem Doppelgold seiner Mannschaft beim Culinary World Cup in Luxemburg.

„Wir sind ohne Zielvorgabe zur Weltmeisterschaft gefahren und wollten nur feststellen, wo wir mit der neuen Mannschaft stehen“, erklärte er seine Strategie. Schließlich trainierte die Nationalmannschaft in der personellen Zusammensetzung erst seit ein paar Monaten. Einen großen Motivationsschub erhielt das Team, nach dem sie in der Kategorie „Plattenschau“ mit Gold bewertet worden sind. Das Feedback der Juroren und die Spitzenleistung der Patisserie in der kalten Schau brachte weiteren Auftrieb in die Nationalmannschaft. In der Königskategorie „warme Küche“ klappte es dann ebenfalls auf Anhieb und am Ende gab es dort ebenfalls Gold.

Beste Vorbereitungsbedingungen während der WM fand die Mannschaft bei VKD-Kollegen Jörg Linden in seiner Pension Linden in Ayl vor.
Der „Culinary World Cup“ fand bereits Ende November 2014 in Luxemburg statt und wird alle vier Jahre ausgetragen. Weltmeister wurde Singapur.

Deutschland holte Gold mit: Goldforelle Sous Vide, gebratene Coquille Saint- Jacques, marinierte Gelbe Beete, Kressesalat mit Apfel-Nuss-Vinaigrette, Steinbutt-Espuma, gepuffter Wildreis in der Vorspeise, Gebratener Hirschkalbsrücken, geschmorte Rinder-Skirts, Stopfleberpraline, Kürbis in Pickelfond, Pilz-Wurzelgemüse-Schnitte in der Hauptspeise und Erdnussmousse, Dulce de leche, Kalamansi Creme, Vanille-Orangen, Haselnuss-Schwamm, Orangenkuchen, Canache von Caribé, Orangen-Buttermilch-Eis, Crumble im Dessert.

Die deutsche Nationalmannschaft der Köche setzt sich aus Spitzenköchen des Landes zusammen: Matthias Kleber, Küchenchef im Seehotel Fontane Neuruppin; Tobias Laabs, Privatkoch beim Drei-Sterne-General der Bundeswehr in der Arnulf Kaserne; Oliver Rickmer von Zobeltitz arbeitet bei Kofler & Kompanie GmbH im Deutschen Historischen Museum, Berlin, Thorben Grübnau, Restaurant Sasso, Oldenburg; Christoph Bartel, Restaurant Alte Schule Fürstenhagen; Yvonne Kollmann; Restaurant Peterchens Mondfahrt, Gersfeld; Pâtissière Sibylle Langner, Café Wessinger, Neu-Isenburg und Patissier Johannes Funtsch, 
Hotel Fire & Ice, Allrounder Mountain Resort Neuss.

Mit der Hoffnung auf Gold ist die deutsche Jugendnationalmannschaft nach Luxemburg gereist. Schließlich galten sie nach ihren Siegen in Costa Rica und Moskau als heimliche Favoriten. Während des Probekochens im Trainingscamp der Jugend im Schulungszentrum bei Nestlé Professional in Frankfurt klappte das Weltmeistermenü problemlos. In der Vorspeise bereiteten sie Gebratenes Rotbarbenfilet/Rotbarbenkrokette/
Nussbutterschaum, Rote-Bete-Mousse/glasierte Rüben/Fenchel-Orangensalat, Brioche/Buttercremen und in der Hauptspeise Variation von Jungschwein/Malzsoße, Schwarzwurzel/Rosenkohlpüree, Spitzkohlmaultasche/Buchweizen/Speck zu. Das Dessert bestand aus einem mehrzackigen Stern aus Kürbisschnitte/Knuspernougat/Sanddorneis, Mandarinensauce. In der Nervosität des Wettkampfes blieb die Geschmackskomponente hinter den Erwartungen und brachte dem Team eine Bronzemedaille. Mehr Erfolg hatten die Nachwuchstalente in der Kategorie „Plattenschau“ und holten dort Silber. Die Exponate überzeugten die strenge Jury und die Tischdekoration aus beleuchteten Buchstaben war an dem Ausstellungstag ein Publikumsmagnet.

Beste Vorbereitungsbedingungen fand die Jugend im Europäischen Berufsbildungswerk Bitburg vor. Küchenleiter und Top Ausbilder Uwe Fusenig stand dem Team rund um die Uhr zur Seite.
Die deutsche Jugendnationalmannschaft besteht aus den besten Jungköchen Deutschlands: Teamkapitän Marianus von Hörsten, zuletzt Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg; Mirco Ebers, Maritim-Seehotel Timmendorfer Strand; Lukas Berninger, Hotel Hessischer Hof, Frankfurt; Oscar Fischer, Palmengarten-Gastronomie Lafleur, Frankfurt; Nils Tumbrink, Jagdhaus Wiedehage, Haselünne; Max Dolge, Kempinski Hotel Gravenbruch, Frankfurt; Selina Brandauer, Brenner’s Parkhotel, Baden Baden; Jan Semmelhack, zuletzt Grand Kameha Bonn; Jennifer Burton, Patissière: Dallmayr München. Teammanager und Teamtrainer sind Markus Wolf und René Weiser, Berufsschullehrer an der Bergiusschule Frankfurt bzw. an der Beruflichen Schule des Wetteraukreises Butzbach.

Ein großer Erfolg war die Weltmeisterschaft in Luxemburg auch für die Regionalteams im VKD. Mit einer Goldmedaille im Gepäck fuhren die Mannschaften aus Niedersachsen und die Meistervereinigung Baden-Württemberg heim. Silber holte Berlin-Brandenburg und Bronze gewannen Garde Culinaria aus Köln und die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr. Das Bundeswehrteam holte außerdem im Gemeinschaftswettbewerb eine Silbermedaille.

VKD-Präsident Andreas Becker ist mit dem Erfolg der deutschen Mannschaften sehr zufrieden und ist sich sicher, dass die Teams die nächsten Monate nutzen werden um sich auf die IKA/Olympiade der Köche in Erfurt 2016 vorzubereiten.

www.vkd.com

Markthalle Neun, Berlin Kreuzberg

Leaders Club Award 2013

Die „Markthalle Neun“ aus Berlin Kreuzberg gewinnt den 12. deutschen Leaders Club Award. Die Markthalle Neun konnte die meisten Stimmen des Publikums für sich gewinnen. Nikolaus Driessen und Bernd Maier nahmen die Auszeichnung in Form einer Goldenen Palme von Leaders Club Präsident Roland Koch entgegen.
“ Wir hoffen mit dem Preis noch mehr Leute für unser Modell der guten Lebensmittel aus kleinen Strukturen zu inspirieren“, so Nikolaus Driessen.

Die Silberne Palme ging an das Hamburger Konzept „Altes Mädchen“.
Bronze ging ebenfalls nach Berlin Kreuzberg an die „Long March Canteen“.

Der Award wird seit 2002 alljährlich von der Leaders Club Deutschland AG verliehen. Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung waren die Leaders Club Mitglieder Doris und Heiner Raschhofer, die mit ihrem erfolgreichem Konzept „my Indigo“ im Jahre 2008 selbst den begehrten Preis für ihr innovatives Konzept gewonnen hatten.

Vanessa Koch, die seit Herbst 2013 den ‚Küchenchefs‘ Ralf Zacherl, Martin Baudrexel und Mario Kotaska in einigen Folgen als Gastro- und Serviceexpertin zur Seite steht, führte als Moderatorin zum dritten Mal durch die Nacht der Palmen.

Anlässlich der Verleihung in Salzburg, zogen in diesem Jahr neben 5 deutschen Konzepten gleich zwei österreichische Gastronomien in den Wettbewerb ein. Die insgesamt sieben Nominierten wurden aus über 50 Bewerbungen und Vorschlägen nominiert. Die Abstimmung wurde durch das anwesende Publikum, dass aus 320 geladenen Gästen aus Gastronomie, Industrie und Fachpresse bestand, entschieden.
„Wir zeichnen mit dem Leaders Club Award Persönlichkeiten aus, die mit ihrer Leidenschaft und Ihrem Mut innovative Impulse in der Branche setzen. Bei den drei Erstplatzierten sieht man den Trend zu genial umgesetzten, authentischen Konzepten, die einfach und nachvollziehbar sind und den Gästen ein Stück emotionale Heimat bieten.“ fasste Roland Koch, Präsident des Leaders Clubs, das Ergebnis zusammen.

Der Gewinner ist für den Internationalen Leaders Club Award nominiert. Dort tritt die Markthalle Neun 2015 gegen die nationalen Gewinner aus Russland, Frankreich, Belgien und der Schweiz an.

Johannes Goll

Der Gewinner des Bocuse d’Or – Selection Germany 2012 steht fest: Johannes Goll vom Steigenberger Frankfurter Hof erhielt die begehrte goldene Trophäe des Bocuse d’Or Germany. Die hochkarätige Jury war sich einig, dass Johannes Goll mit Abstand die beste Kreation aus den Hauptzutaten Atlantikseezunge, Riesengarnelen und Mastpoularde gezaubert hatte. Damit konnte der Kandidat im zweiten Anlauf (Erstteilnahme am Bocuse d’Or – Selection Germany 2009) eine Jury überzeugen und verblüffen, die insgesamt mit 22 Sternen dekoriert war.

Die silberne Trophäe des Bocuse d’Or – Selection Germany 2012 und damit der zweite Platz ging an Oliver Röder von der Landlust Burg Flamersheim in Euskirchen. „Es war alles erstklassig organisiert und hat super Spaß gemacht“ resümiert Oliver Röder seine Teilnahme.

Den dritten Platz auf dem Treppchen und die Bocuse d’Or Germany-Trophäe in Bronze errang Sascha Wolter von den Backnanger Stuben. Damit krönt nach dem Michelin-Stern, den er bereits Ende 2011 erhielt, nun auch der Bocuse d’Or Germany die Arbeit von Sascha Wolter. Sein Fazit: „Es war toll, in der Jury alte Bekannte, Freunde, Vorbilder und einen ehemaligen Chef zu treffen. Das Feedback von den Menschen um uns herum – inklusive Presse – war sehr, sehr gut.“

Die Jury bewertete die Kandidaten wie folgt: Johannes Goll mit 798 Punkten, Oliver Röder mit 726 Punkten und Sascha Wolter mit 656 Punkten.

Die Köche wurden im Wettbewerb unterstützt durch ihre Commis. Als bester Commis wurde David Knopp ausgezeichnet, der dem Kandidaten David Kikillus vom Kochatelier Fine Dining, Hotel und Spa l’Arrivée, Dortmund erstklassig zuarbeitete.

Den Platzierten wurden wertvolle Preise wie Reisen, Champagner, Messer und iPhones überreicht. Der Erstplatzierte erhielt exemplarisch einen Schlüssel für die nach dem Vorbild der Final-Küchen des Bocuse d’Or Lyon errichteten Küche zur Vorbereitung des deutschen Kandidaten auf die Europa-Ausscheidung. Die Gewinne wurden gestiftet von Firmen wie den Hauptsponsoren Metro Cash & Carry und Pernod Ricard sowie weiterer Partner wie Nestlé Waters, WMF, Tafelstern, Telekom.

„Meine absolute Hochachtung vor den kulinarischen Höchstleistungen der Kandidaten“ fasste eines der Jurymitglieder die beeindruckenden Resultate bei der Abgabe seiner Wertungen zusammen. Jaros, der selbst 1995 beim Bocuse d’Or antrat und im Finale in Lyon Bronze errang, betont: „Herr Goll hat die Jury mit seinen Kreationen sehr beeindruckt. Es wird jetzt darum gehen, die Rezepte weiter zu verfeinern und die Präsentation der Gerichte zu perfektionieren.“, denn: mit dem

1. Platz beim Bocuse d’Or – Selection Germany 2012 repräsentiert Johannes Goll Deutschland in der nächst höheren Liga, dem kontinentalen Wettkampf, Bocuse d’Or Europe, der am 20./21. März 2012 in Brüssel stattfinden wird. Aus zwanzig teilnehmenden Ländern qualifizieren sich die ersten zwölf Platzierten für das große Finale, welches am 29./30. Januar 2013 in Lyon (Frankreich) ausgetragen wird.

Weitere Informationen zu den Kandidaten, der Jury und eine Liste der Sponsoren finden Sie auf der Website unterwww.bocuse-dor.de oder in der kostenlosen Bocuse d’Or-App (für iPhone und iPad), die unter
http://itunes.apple.com/de/app/bocuse-dor-germany/id498970765?mt=8 heruntergeladen werden kann.

13 Orte des Glücks

Wenn Passanten eine Statue an einer bestimmten – meist abgenutzten und hell glänzenden – Körperstelle berühren, dann hoffen sie meist, das Glück zu fassen. Für Touristen gilt im Zweifelsfall: Sicherheitshalber ebenfalls anfassen. Damit kein Reisender aus Unwissenheit die Chance auf Glück verpasst, stellt die Redaktion von Cheapflug.de, dem Online-Portal für die Suche nach und den Vergleich von Flugpreisen, unter http://www.cheapflug.de/reisetipps/13-orte-des-gluecks/ weltweit bekannte Glücksbringer zum Anfassen vor.

Blarney Stone, Irland
Die Worte sollten einem nie wieder fehlen, nachdem man den berüchtigten Blarney Stein am Blarney Castle geküsst hat. Das funktioniert jedoch nur, indem man sich auf den Rücken legt, sich gut festhält und kopfüber weit nach hinten beugt. Ewige Eloquenz ist der Lohn für die Mühen.

Bulle, New York, USA
Der Bulle von New York soll den Optimismus der Wall Street symbolisieren. Da dies in letzter Zeit des Öfteren nur Wunschdenken ist, erhoffen sich Touristen vom „Stürmenden Bullen“ am Beginn des Broadways immerhin etwas privates Glück. Hierfür berühren sie Schnauze und Hörner des Bullen, besonders gerne aber auch die überdimensionalen Hoden.

El Caballero de París, Havanna, Kuba
Der “Ehrenmann von Paris” war im echten Leben weder ein Edelmann, noch aus Paris. Er war ein Vagabund aus Spanien, der durch Havannas Straßen zog. Er machte jedem, den er traf, ein kleines Geschenk und war zu jedermann nett. Erst im Jahr 2001 wurde ihm ein Denkmal geschaffen. Es entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Ort für Glücksuchende, die den Ehrenmann am Zeigefinger anfassen oder ihn am Bart ziehen.

Everard ‚t Serclaes, Brüssel, Belgien
Der Herzog von Cruyckembourg ist einer der berühmtesten Bürger Brüssels und seine Legende lebt weiter. Ihm zu Ehren kreierte der Bildhauer Julien Dillens eine Grabplatte in der Rue Charles Buls, in der Nähe des Grand’Place im Stadtzentrum. Wer den golden schimmernden Arm des Edelmanns im Todesschlaf berührt, dem soll ein Wunsch in Erfüllung gehen.

Grab von Victor Noir, Paris, Frankreich
Der Journalist Yvan Salmon, tätig unter dem Synonym Victor Noir, wäre wahrscheinlich nie bekannt geworden, hätte ihn nicht Prinz Pierre Bonaparte, der Neffe Napoleons, erschossen. Victor Noir erhielt eine Grabstätte auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris, zu der insbesondere Frauen in Scharen pilgern. Auffallend ist die deutliche Beule im Lendenbereich der liegenden Statue. Dem guten Victor in den Schritt zu fassen, verspricht Fruchtbarkeit und sexuelle Aktivität.

Grgur Ninski Statue, Split, Kroatien
Als Bischof von Nin und Kanzler des kroatischen Königreichs prägte Gregor von Nin die Geschichte. Gigantische Statuen, die ihm zu Ehren aufgestellt wurden, sind fester Bestandteil der Sightseeing-Pläne der Kroatien-Touristen. Die fast zehn Meter hohe Statue ist besonders beliebt, denn wer den großen Zeh des linken Fußes berührt, kann sich Glück und Gesundheit erhoffen.

Il Porcellino, Florenz, Italien
Die Florentiner nennen ihren kleinen Glücksbringer liebevoll “Schweinchen”, auch wenn es sich dabei wohl eher um ein prächtiges Wildschwein handelt. Es soll Glück bringen, seine Schnauze zu streicheln oder eine Münze in das Maul des Bronzeschweins zu legen. Der durch die Streicheleinheiten bereits deutlich gezeichnete Eber steht am Mercato Nuovo und ist die wahrscheinlich weltweit am häufigsten kopierte Glücks-Statue.

Julia-Statue, Verona, Italien
Scharenweise pilgern die Touristen in den kleinen Hinterhof in der Via Capello 23, der „Casa die Giulietta“, um einen Blick auf den berüchtigten Shakespeareschen Balkon zu werfen. Im Hof des mittelalterlichen Hauses steht eine Julia-Statue, deren rechte Brust blank poliert ist von Abertausenden Touristen-Händen. Julia an die Brust zu fassen, soll Glück in der Liebe bringen. Ob Quantität oder Qualität sei dahingestellt.

Lachender Buddha, Linyin Temple, Hangzou, China
Der Lingyin-Tempel nordwestlich von Hangzhou in der Zhejiang Provinz ist eines der wohlhabendsten Klöster Chinas. Der Weg zum Tempel ist gesäumt von Hunderten in den Fels gehauenen Skulpturen. Schräg gegenüber des jetzigen Eingangs lacht ein zufriedener, wohlgenährter Buddha auf die Besucher herab. Seinen kugelrunden Wohlstandsbauch zu streicheln, soll auch ihnen Wohlstand und Glück bringen.   

Nepomuk-Statue, Prag, Tschechien
Die gotische Karlsbrücke, die die Prager Altstadt mit dem Stadtteil Malá Strana verbindet, beherbergt 30 barocke Statuen aus dem 17. Jahrhundert, doch nur vor einer drängen sich in der Regel die Besucher: Vor St. Johannes von Nepomuk. Seine Namensplakette zu berühren, soll Glück bringen. Man soll sich nicht davon irritieren lassen, dass auch der Hund auf der zweiten Plakette daneben golden glänzt. Daran sind die vielen Touristen schuld, die lieber einmal öfter hinlangen.

Showgirls Bronze, Las Vegas, USA
Sin City – die sündige Stadt – wie sie sein soll: Pralle, nackte Hintern zum Anfassen versprechen Glück im Leben und im Spiel. Das Bronze-Relief der halbnackten Showgirls der Crazy Girls Revue des Riviera Hotels ist die wahrscheinlich am meisten fotografierte Skulptur von Las Vegas. Bei diesen Mädels ist Grabschen ausnahmsweise erlaubt.

St. Peter Statue, Rom, Italien
Der Petersdom in Italien ist ein Publikumsmagnet – Glücksbringer hin oder her. Nichts desto trotz gibt es meist im rechten Mittelschiff einen kleinen Andrang an Glücksuchenden Gläubigen und Anders-Gläubigen gleichermaßen vor einer imposanten Statue des Künstlers Arnolfo die Cambio. Sie alle wollen den rechten Fuß der St. Peter Statue aus dem 13. Jahrhundert küssen oder anfassen, denn das soll Glück bringen. Der arme St. Peter hat schon fast keine Zehen mehr.

Van Mieu, Hanoi, Vietnam
Wer keine Lust hat, Bücher zu wälzen und für Prüfungen zu lernen, sollte Schildkröten streicheln gehen. Genaugenommen die 82 steinernen Schildkröten des Van Mieu Tempels, des Tempels der Literatur. Die Schildkröten tragen hohe, steinerne Tafeln auf ihren Panzern mit den Namen der erfolgreichen Absolventen der royalen Examen der Le und Mac Dynastien. Heute sollen die Schildkröten allen Prüflingen Glück bringen.
 

Ergebnisse der Bundesweinprämierung

Rund 4.700 Weine und Sekte von Experten getestet – Sonderpreis „Beste Collectionen“ und „Bestes Riesling-Sortiment“

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt die Weine und Sekte bekannt gegeben, die in der DLG-Bundesweinprämierung 2011 ausgezeichnet wurden. In drei Prüfrunden zur führenden Qualitätsprüfung für deutsche Weinerzeuger testete die DLG rund 4.700 Weine und Sekte von rund 350 teilnehmenden Winzerbetrieben aus allen 13 deutschen Anbauregionen. In diesem Jahr vergaben die Weinexperten des DLG-Testzentrums Lebensmittel 62 Gold Extra-, 1.107 Gold-, 1.710 Silber- und 938 Bronze-Medaillen. Alle Testergebnisse sind im Internet unter „www.wein.de > Bundesweinprämierung“ veröffentlicht. Die Verleihung der Bundesehrenpreise mit Bekanntgabe des DLG-Winzers des Jahres findet am 20. Oktober in Berlin statt.

In der diesjährigen DLG-Bundesweinprämierung standen die Weine des Jahrgangs 2010 im Mittelpunkt. Nur auf etwa sieben Millionen Hektoliter belief sich die Erntemenge dieses Jahrgangs, die kleinste Ernte seit 25 Jahren. Gründe dafür waren der geringe Fruchtansatz, hervorgerufen durch sehr kühle Temperaturen während der Rebblüte, sowie eine erhöhte Auslese durch den Winzer, um gesunde Trauben zu erhalten. Spät reifende Rebsorten wie Riesling, Silvaner oder die Burgundersorten konnten von einem sonnenreichen Oktober profitieren. Die 2010er Weine fallen insgesamt gesehen schlanker aus als der Vorgängerjahrgang. Die Weißweine zeichnet eine typisch frische Frucht und belebende Spritzigkeit aus. Verbraucher dürfen sich auch auf edelsüße Spezialitäten freuen. Es wurden Trockenbeerenauslesen mit Rekordmostgewichten von über 250 Grad Oechsle gelesen. „Auch wenn sich die Meinungen über die Qualität des 2010er Jahrgangs unterscheiden, so konnten die getesteten Weine in der Bundesweinprämierung mit einer guten Prämierungsquote überzeugen. Hier zeigt sich wieder einmal, dass das fachliche Können der Winzer entscheidend dazu beiträgt, um angesichts eines schwierigen Jahrgangs hervorragende Weine zu erzielen“, so Prof. Dr. Rainer Jung (Fachhochschule Geisenheim), Prüfbevollmächtigter der DLG-Bundesweinprämierung.

Die 50 besten Weine und die zwölf besten Sekte

Mit 22 Auszeichnungen stellt Baden in diesem Jahr die meisten Weine und Sekte, die mit dem „Goldenen DLG-Preis extra“ prämiert wurden. Es folgen Württemberg (13), die Pfalz (10) und Rheinhessen mit sieben „Goldenen DLG-Preisen extra“. Die meisten Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze erzielten mit 1.044 Prämierungen die Winzer aus der Pfalz, gefolgt von Baden (731), Württemberg (695) sowie Rheinhessen (584).

Beste Collectionen 2011

Im Rahmen der Bundesweinprämierung werden jedes Jahr die besten Kollektionen in den Kategorien „Weißwein trocken“, „Weißwein fruchtig“, „Rotwein trocken“, „Barrique trocken“ und „Edelsüß“ ermittelt und ausgezeichnet. Die Preisträger für die „Besten Collectionen 2011“ sind:

Beste Collection „Weißwein trocken“
Weingut Anselmann Erben, Edesheim (Pfalz)
Beste Collection „Weißwein fruchtig“
Weingut August Ziegler, Maikammer (Pfalz)
Beste Collection „Rotwein trocken“
Weingut Georg Müller Stiftung, Hattenheim (Rheingau)
Beste Collection „Barrique trocken“
Affentaler Winzergenossenschaft eG, Bühl (Baden)
Beste Collection „Edelsüß“
Durbacher Winzergenossenschaft eG, Durbach (Baden)

Bestes Riesling-Sortiment
Zum 13. Mal wurde in diesem Jahr der „ProRiesling“-Ehrenpreis des Vereins „ProRiesling“ verliehen. Er geht an das beste Riesling-Sortiment der Bundesweinprämierung 2011:
Weingut Sonnenhof, Vaihingen-Gündelbach (Württemberg)

Riegele erhält zum 4. Mal den Bundesehrenpreis

Aus der Hand der Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Ilse Aigner und Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder konnte Braumeister Frank Müller am 29.06.2011 in Berlin die höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft entgegen nehmen. Seit Stiftung des Bundes­ehren­preises bekommt Riegele diese Auszeichnung zum 4. Mal in Folge. Keine andere deutsche Brauerei konnte den Ehrenpreis öfters für sich in Anspruch nehmen.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass unser Qualitätsniveau sich konstant auf höchstem Niveau bewegt und dies von neutraler Seite anerkannt wird.“ freut sich Frank Müller und verweist auf 50 Goldmedaillen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (dazu 7 x Silber und 2 x Bronze), auf die Auszeichnung zum Bier des Jahres und Bier des Jahrzehnts des Deutschen Bierclubs und auf verschiedene andere Prämierungen.

Besonders stolz ist man bei Riegele auch auf 17 Prämierungen beim European Beerstar. Im Jahr 2010 haben hier 88 professionelle Verkoster aus allen Kontinenten und über 20 Länder das Augsburger Herren Pils zum besten Pils Europas, Commerzienrat Riegele Privat zum besten Festbier Europas gewählt, dem Aechten Dunkel der Brauerei die Silbermedaille zuerkannt und auch das Feine Urhell kam mit Bronze auf das Treppchen! „Diese Auszeichnungen beweisen eindrucksvoll, dass Riegele nicht nur in der Region, sondern in Deutschland sich zum Qualitätsführer entwickelt hat,“ erklärt der Chef der Brauerei Dr. Sebastian Priller und fügt augenzwinkernd hinzu: „wenn das so weiter geht, komme ich mit der Rahmung der Auszeichnungen gar nicht mehr nach.“