Test: Tiefkühlspinat

Tiefkühlspinat – viele Produkte nur „durchschnittlich“ –
Unterschiede bei Vitaminen und Schadstoffen, hoher Salzgehalt in Cremespinat

Für die aktuelle Februarausgabe der Zeitschrift KONSUMENT hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 20 Proben Tiefkühlspinat getestet, darunter elf Blattspinate und neun Cremespinate. Geprüft wurde einerseits der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, andererseits aber auch die Belastung mit den Schadstoffen Nitrat, Chlorat, Cadmium und Blei. Bei den Cremespinat-Produkten wurde darüber hinaus auch die Zusammensetzung untersucht sowie der Kochsalzgehalt festgestellt. Am Ende erhielten fünf Spinate eine „gute“ oder „sehr gute“ Gesamtbewertung, 13 ein „durchschnittlich“ und zwei ein „weniger zufriedenstellend“.

„Spinat liefert eine Reihe wichtiger Nährstoffe“, erklärt VKI-Ernährungsexpertin Katrin Mittl. „Wird er jedoch über längere Zeit gelagert, verliert er an Farbe, Geschmack und Vitaminen.“ Auch Sorte, Erntezeitpunkt und die Verarbeitung zu Tiefkühlspinat haben Einfluss auf den Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Je nach Produkt und Hersteller kann es hier im Endprodukt zu großen Schwankungen kommen, wie der aktuelle VKI-Test zeigt.

Auch bei der Belastung mit Schadstoffen fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Erfreulich: Bei Cadmium und Blei kann grundsätzlich Entwarnung gegeben werden – alle Proben waren unauffällig. Größere Differenzen ergab die Laboruntersuchung hingegen beim Nitratgehalt der Produkte. Am wenigsten Nitrat wurde im „Iglo Cremespinat“ gefunden (60mg/kg), am meisten im „Echt Bio Blattspinat“ (1490mg/kg). Wer 200g des Echt Bio-Produkts zu sich nimmt, überschreitet damit bereits die von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgesetzte duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI = Acceptable Daily Intake).

„An sich ist Nitrat ungefährlich“, erklärt VKI-Expertin Mittl. „Beim Zubereiten und längeren Warmhalten kann es sich jedoch in Nitrit umwandeln, woraus wiederum krebserregende Nitrosamine entstehen können. Spinat sollte deshalb am besten noch tiefgefroren in den Topf gegeben, sorgfältig erhitzt, aber nicht länger warmgestellt werden. Reste sollten rasch abgekühlt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden. Auch Vitamin C wirkt der Bildung von Nitrosaminen entgegen. Ein Glas Fruchtsaft zur Mahlzeit oder Obst als Dessert sind daher zu empfehlen.“

Bei Cremespinat empfiehlt sich zudem auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Cremespinat besteht zu ca. 80 Prozent aus passiertem Spinat, der Rest setzt sich aus entrahmter Milch bzw. Magermilchpulver, Pflanzenöl, Gewürzen und Stärke zusammen und wird oft mit reichlich Salz erzeugt. Mit einer 200g-Portion ist bei den meisten Produkten die empfohlene tägliche Kochsalzzufuhr bereits zu einem Drittel ausgeschöpft. Nur „Ja! Natürlich Feiner Cremespinat“ und „Spar Natur Pur Bio-Cremespinat“ waren im Test weniger salzig.

SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es im Februar-KONSUMENT und online unter www.konsument.at

ÖKO-TEST Lederhandschuhe

Drei Hersteller stoppen Verkauf

Leder ist ein Naturmaterial. Doch die aktuelle Laboranalyse von ÖKO-TEST zeigt, dass an Handschuhen aus Leder so gut wie nichts natürlich ist. Die Liste an bedenklichen Inhaltsstoffen, die das von ÖKO-TEST beauftragte Labor gefunden hat, ist lang. Insgesamt bekamen nur zwei von 17 untersuchten Produkten ein „befriedigend“, die beste Note in diesem Test. Drei Hersteller, die mit den Ergebnissen des Frankfurter Verbrauchermagazins konfrontiert wurden, haben sofort den Verkauf ihrer Produkte gestoppt.

Einer dieser Anbieter ist C & A. In dessen Produkt wurde mehr als ein Prozent kurzkettiger Chlorparaffine entdeckt, die als krebserregend gelten. Dieser Stoff darf in solchen Mengen europaweit nicht mehr für die Lederherstellung verwendet werden. Dass die Handschuhe in Deutschland dennoch verkauft werden können, ist nur aufgrund einer Gesetzeslücke möglich. Denn die C & A-Handschuhe wurden in China produziert. Außerdem gilt das Verbot der Chlorparaffine nur für die Herstellung, nicht aber für den fertigen Handschuh.

Capelli ruft seine Handschuhe zurück, nachdem darin erhöhte Mengen des nervengiftigen Schwermetalls Blei entdeckt wurden. Babour teilte mit, man habe den Vertrieb gestoppt, weil die ÖKO-TEST Labore erhöhte Mengen Blei und allergisierendes o-Phenylphenol gefunden haben.

Pflanzlich gegerbte Lederhandschuhe wären eine gesündere Alternative. Doch diese sind in den Verkaufsregalen nicht zu finden. Seit 2004 gibt es zwar ein Siegel für Naturleder, noch trägt es allerdings kein einziges Produkt. ÖKO-TEST rät Verbrauchern deshalb, im Handel nach pflanzlich gegerbten Handschuhen zu fragen. Denn je größer die Nachfrage, desto größer ist auch die Chance, dass die Lederindustrie umstellt.

Das ÖKO-TEST-Magazin November 2011 gibt es seit dem 28. Oktober 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Balsamico: Bluff aus Modena

Gleich 9 von 22 „Aceto Balsamico di Modena“ haben bei einem Test der Stiftung Warentest nur „mangelhaft“ abgeschnitten. Anders als vorgeschrieben, enthalten sie nicht genug Säure, ihre Essigsäure stammt nicht allein aus Weintrauben, sondern auch aus Zuckerrübe, Mais oder Zuckerrohr. Bei den zusätzlich geprüften 4 weißen Condimenti Bianco schnitten ebenfalls 2 „mangelhaft“ ab.

Seit 2009 ist „Aceto Balsamico di Modena“ eine geschützte geografische Angabe, damit vor Nachahmern geschützt und mit Anforderungen verbunden. Auch der teuerste Balsamessig im Test, Guiseppe Giusti, der für stolze 49 Euro für die 250-Milliliter-Flasche bei Manufactum zu haben ist, schnitt nur „mangelhaft“ ab. Er erreichte nicht den vorgeschriebenen Säuregehalt, die Essigsäure stammte zum Teil aus Zuckerrübe, außerdem fanden die Tester beträchtliche Rückstände von Eisen, Zink und Blei. In Sachen Schadstoffe fallen ausgerechnet die Bioessige auf. Im Byodo Antico Balsamico (28 Euro/Liter), Kaiser’s Tengelmann/Naturkind (6,60 Euro/Liter) und Rapunzel (18 Euro/Liter) fanden sich erhöhte Kupfergehalte. Gesundheitliche Folgen sind allerdings unwahrscheinlich.

6 der 22 dunklen Balsamico sind „gut“, darunter Bertolli, Rewe, Ponti und Kühne für 2,90 bis 7 Euro pro Liter. Der beste Günstigste war Mamma Gina von Netto-Markendiscount für nur 1,70 Euro je Liter. Bei der Verkostung „sehr gut“, in der Deklaration aber mit Schwächen: der Balsamico von Mazzetti (34 Euro/Liter). Der einzige „gute“ Weiße kommt ebenfalls von Mazzetti (7,20 Euro/Liter).

Tetst: Filzstift-Sets

Filzstift-Sets im „Konsument“-Test: Gift im Stift

Chromat in drei von 13 Sets gefunden. Schadstoffbelastung wäre vermeidbar.

Filzstifte sind fixer Bestandteil des Schul-Startpakets und auch kleinere Kinder
verwenden sie gerne zum Kritzeln und Malen. So manch einer kaut dabei auch an den
Stiften und Kappen. „Konsument“ hat 13 Faserschreiber-Sets auf problematische
Substanzen in Stiften, Stifthülsen, Tinten, aber auch in der Verpackung untersucht
und wurde fündig.

„Bei vier von 13 Sets haben wir in der Stifthülle Blei, bei drei davon zusätzlich
Chromat gefunden. Chromat bzw. Bleichromat sind als ,krebserzeugend‘ und
,erbgutschädigend‘ sowie als ,fortpflanzungsgefährdend‘ klassifiziert“, weiß
„Konsument“-Projektleiter Konrad Brunnhofer.

„Schadstoffe haben in Schreib- und Malutensilien für Schul- und Kindergartenkinder
nicht das Geringste verloren. Derartig belastete Produkte, wie wir sie in unserem Test
ausfindig gemacht haben, sind im Handel grundsätzlich fehl am Platz“, kritisiert Franz
Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

„Bei der
Produktion ist der Einsatz von giftigen Blei- und Chromatverbindungen vermeidbar
und stellt daher eine unnötige gesundheitliche Gefährdung dar. Die gefundene
Schadstoffbelastung ist umso ärgerlicher, da die Farbe der Stifthüllen absolut nichts
damit zu tun hat, ob der Stift nun gut schreibt oder nicht. Dass es auch anders geht,
haben schließlich neun Hersteller im Test bewiesen, deren Produkte weder Blei noch
Chromat enthalten.“

Einsame Spitze
„Konsument“ hat Sets zu je acht bis zwölf Stiften in Fachmärkten, in Supermärkten und im
Drogeriemarkt erstanden und unter anderem auf Schreibqualität, Ergiebigkeit der Tinten,
Robustheit und Schadstoffe untersucht. Sowohl bei der technischen als auch bei der
chemischen Prüfung fielen die Ergebnisse teils wenig überzeugend aus. Letztlich konnte nur
ein einziges „sehr gut“ vergeben werden: Das getestete Set von Stabilo (Pen 68) erwies sich
als einsame Spitze. Vor allem die Schreibqualität und die Schreiblänge konnten die Tester
überzeugen, zudem wies es keine Schadstoffe auf. Der Rest schneidet „durchschnittlich“ bis
„nicht zufriedenstellend“ ab.

Bei der Untersuchung der Filzstift-Sets auf Blei, Chrom und Cadmium gibt es bei den
Filzstift-Tinten ausnahmslos Entwarnung. Anders die Ergebnisse der Untersuchung auf
Schwermetalle im Stift: In den Ummantelungen der getesteten Sets von Faber-Castell (45F),
Pelikan (Colorella Star) und Jolly (Superstars Duo) wurden Chromat (Chrom VI) und Blei
nachgewiesen, die Sets daher mit „nicht zufriedenstellend“ bewertet. Darüber hinaus fand
sich bei den Fasermalern von Herlitz Blei. Cadmium konnte hingegen nirgends ausfindig
gemacht werden.

Unnötige Schadstoffe
Blei- und Chromatverbindungen sind giftige Substanzen und werden vor allem für Gelb-,
Orange- und Rottöne eingesetzt. Technologisch ist das nicht notwendig, können solche
Farbtöne doch auch ohne diese Stoffe erzeugt werden. In der Verpackung der Pagro
Zweispitz-Fasermaler wurde darüber hinaus umweltbelastendes PVC nachgewiesen, was
zur Abwertung des Produktes führte. „Das ließe sich ohne Weiteres vermeiden, denn
Kunststoffverpackungen können auch ohne PVC erzeugt werden, wie es sämtliche andere
Verpackungen im Test vormachen“, kritisiert „Konsument“-Projektleiter Konrad Brunnhofer.
In den Kunststoffteilen der Stifte wurde kein PVC nachgewiesen.
Gute Schreibqualität
An der Schreibqualität gibt es kaum etwas auszusetzen. Nahezu alle Produkte liefern einen
tadellosen Strich – durchlaufend, randscharf, ohne Schmierer und Patzer. Auch nach einer
Pause von 30 Minuten, in der die Stifte unverschlossen blieben, schrieben alle „sehr gut“
oder „gut“ weiter. Bei der Ergiebigkeit hielten die Stifte von Stabilo eindeutig am längsten, die
mit 5,99 Euro (10 Stifte) zugleich am teuersten sind. Ihre Farbwiedergabe war auch nach
300 geschriebenen Metern und weit darüber hinaus noch tadellos. Preisgünstiger ist der
Zweitgereihte im Test, HemusMark FunTastic Superglides um 69 Cent (10 Stifte,
„durchschnittlich“). Hier sind die Tinten der Filzstifte allerdings deutlich weniger ergiebig.

Am schlechtesten schneiden bei der Schreibqualität die Best Point Moderate Dick- und
Dünnmaler ab, für die es auch insgesamt ein „nicht zufriedenstellend“ gibt. Wenig
überzeugend sind zudem die Duo Doppelspitzefasermaler von Primo und die Fasermaler
von Herlitz. Hier waren die Farben teilweise schon von Beginn an sehr schwach oder
überhaupt ausgefallen, was darauf deutet, dass die Stifte bereits lange vor dem Einkauf im
Regal gelegen haben. „Die Angabe eines Ablaufdatums auf der Verpackung wäre hilfreich,
bei Fasermalern sind sie aber eher die Ausnahme als die Regel“, beanstandet Brunnhofer.

Mängel bei Robustheit und Auswaschbarkeit
Mit ein Grund, dass der Großteil der Stifte bei der technischen Prüfung nur „wenig
zufriedenstellend“ abschneidet, ist die mangelnde Robustheit. Häufig erwies sich die Hülle
als zu wenig bruchsicher und es entstanden Haarrisse, die die Mine rasch eintrocknen
lassen. Den Test auf Bruchsicherheit haben nur die Stifte von Stabilo und Faber-Castell mit
„sehr gut“ bestanden. Beim Test der Faserspitze auf ihre Stoßfestigkeit blieb dagegen kein
einziger Stift unverformt.

Auch bei der Auswaschbarkeit aus Textilien und bei der Abwaschbarkeit von beschichteten
Textilien lief nicht alles reibungslos. Am schlechtesten auswaschbar waren die Tinten von
Stabilo, Faber-Castell und Senator, obwohl zum Teil eigens als „auswaschbar“ deklariert.

Aus weißem Baumwollgewebe, bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel gewaschen, ließen
sich die Tinten insgesamt wesentlich besser entfernen als aus Baumwoll-Polyamid-
Mischgewebe, das bei 30 Grad mit einem Colorwaschmittel gewaschen wurde.
Ausgerechnet die Tinten von BIC Kids Couleur, die laut Bezeichnung „abwaschbar“ sein
sollen, hinterließen bei kunststoffbeschichteten Tischtüchern hartnäckige Flecken. „Daher
zur Sicherheit immer eine Schreibunterlage verwenden“, so Brunnhofer abschließend.

Alle Details zum Test sowie die Stellungnahmen jener Unternehmen, die im Test mit „nicht
zufriedenstellend“ abgeschnitten haben, gibt es im September-„Konsument“ und auf
www.konsument.at nachzulesen.

Wasseranalyse

Weltwassertag am 22. März 2009

Die Stiftung Warentest spürt Schadstoffe auf

Wasser ist das wichtigste Lebensmittel. Auf seine Bedeutung und Notwendigkeit wird auch dieses Jahr wieder am 1992 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen „Tag des Wassers“ aufmerksam gemacht. Wie sieht es mit der Sauberkeit des deutschen Trinkwassers aus? Seit 1. Dezember 2003 darf ein Liter Trinkwasser höchstens 25 Mikrogramm Blei enthalten. Doch auch nach diesem Zeitpunkt eingesandte und analysierte Proben zeigten, dass der Bleianteil des kühlen Nasses in vielen Regionen Deutschlands noch immer über dem Grenzwert liegt. Es besteht also weiterhin Handlungsbedarf. Die Stiftung Warentest analysiert deshalb Wasserproben auf bedenkliche Schwermetalle.

Vor allem Blei kann die lebensnotwendige Erfrischung aus der Leitung belasten und die Gesundheit gefährden. Alte Bleileitungen und Armaturen sind die Hauptgründe dafür. Allein von den Hausanschlussleitungen, die von den Hauptwasserleitungen ins Haus führen, sind Zehntausende noch aus Blei. Gerade nach langem Stehen in den Rohren können sich Schwermetalle im Wasser anreichern. Wird dieses Wasser getrunken oder werden damit Lebensmittel zubereitet, kann es Gesundheitsschäden hervorrufen. Unter anderem wird die Blutbildung und Intelligenzentwicklung von Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigt.

Die Wasseranalyse der Stiftung Warentest untersucht für 28 Euro Trinkwasser auf Blei, Kadmium, Kupfer und Zink. Nach Ausfüllen des Teilnahmekupons folgt die Zusendung einer Probeentnahmeflasche sowie einer ausführlichen Anleitung mit Fragebogen. Das Ergebnis samt Beurteilung bringt Klarheit über mögliche Belastungen und gibt wertvolle Hinweise und Tipps.

Weitere Informationen sowie der Teilnahmekupon sind zu finden unter http://www.test.de/analyse-trinkwasser.

Kaffeevollautomat: Nach dem Entkalken gut spülen

Getränke aus Kaffee- und Espressovollautomaten können direkt nach dem Entkalken möglicherweise geringe Mengen der Schwermetalle Nickel oder Blei enthalten. Dies teilte das Verbraucherministerium Baden-Württemberg aufgrund von Untersuchungsergebnissen mit. Das Verbraucherministerium geht aber selbst bei Nickelallergikern nicht von einem Gesundheitsrisiko aus. Dennoch empfehlen die Experten vorsorglich, die Geräte vor der Inbetriebnahme und nach dem Entkalken gründlich zu spülen.

Die Lebensmittelüberwacher hatten insgesamt 17 Kaffee- und Espressovollautomaten untersucht. Sowohl der zubereitete Kaffee als auch das Heißwasser für Tee und der Heißdampf zum Aufschäumen von Milch standen auf dem Prüfstand. Bei neun Maschinen wurde der Grenzwert von 0,1 Milligramm Nickel pro Liter Kaffee beziehungsweise Heißwasser geringfügig bis deutlich überschritten. In drei Automaten ließen sich bei der Inbetriebnahme und nach dem Entkalken erhöhte Bleigehalte nachweisen. Nach längerem Gebrauch geben die Geräte kaum noch Nickel und Blei ab, da sich eine schützende Kalkschicht auf den Rohrleitungen bildet. Diese wird beim Entkalken entfernt.

Ein Großteil der betroffenen Hersteller hat bereits reagiert: Es werden nun nickel- beziehungsweise bleifreie Bauteile verwendet oder zusätzliche Spülprogramme nach dem Entkalken durchgeführt.

Ausgewählte Fragen und Antworten zu Blei in Kinderspielzeug

In den vergangenen Wochen gab es wiederholt Meldungen über zu hohe Bleigehalte in Kinderspielzeug aus China. Das Blei war in den Farben enthalten, mit denen das Spielzeug bemalt war. Da Kinder Spielzeug in den Mund nehmen und die Gefahr besteht, dass sie Teile davon verschlucken, darf Blei daraus nur in Mengen freigesetzt werden, die Kindern nicht schaden. Die Hersteller und die Importeure von Spielzeug müssen deshalb dafür sorgen, dass ihre Produkte nicht gesundheitsschädlich sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat ausgewählte Fragen und Antworten zu Blei in Kinderspielzeug zusammengestellt, um vor allem besorgte Eltern zu informieren.

Was ist Blei?

Blei ist ein natürlich vorkommendes Schwermetall, das in der Umwelt, nicht zuletzt durch

industrielle Prozesse, weit verbreitet ist. Es gehört zu den starken Umweltgiften und reichert

sich im Organismus an. Blei ist als Zusatz in zahlreichen Produkten wie Autobatterien zu

finden und auch in manchen Farben, Glasuren oder Keramiken enthalten.

Ist Blei für den Menschen gesundheitsgefährlich?

Blei ist, wie die meisten Schwermetalle, giftig. Akute Bleivergiftungen äußern sich unter anderem

durch Erbrechen, Darmkoliken und Verstopfungen bis hin zum Nierenversagen. Kinder

sind besonders gefährdet, da der Körper in diesem Entwicklungsstadium noch empfindlicher

auf Blei reagiert. Bei ihnen kann eine erhöhte Bleibelastung zu unumkehrbaren Nervenschäden

und auch zu Störungen der Hirnfunktionen führen. Chronische Bleivergiftungen

gehen mit Blutarmut, Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Nervosität oder Abmagerung einher.

Wie gelangte das Blei in das Kinderspielzeug?

Das Blei, das in den aktuellen Fällen von der amtlichen Bedarfsgegenständeüberwachung in

Kinderspielzeug aus Plastik nachgewiesen worden ist, war Bestandteil der Farben, mit denen

die Spielzeuge bemalt waren. Es war zum Teil in so hohen Mengen enthalten, dass bestehende

Grenzwerte überschritten wurden.

Wie gefährlich ist Blei in Kinderspielzeug?

Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Wert für die vorläufige tolerierbare wöchentliche

Aufnahmemenge (PTWI) von Blei abgeleitet. Diese Menge kann ein Leben lang wöchentlich

aus allen Quellen ­ Lebensmittel inklusive Trinkwasser, Produkte inklusive Spielzeug, Umwelt

­ aufgenommen werden, ohne dass gesundheitlich nachteilige Auswirkungen zu befürchten

sind. Sie liegt bei 25 Mikrogramm Blei pro Kilogramm Körpergewicht und Woche.
Dieser Wert berücksichtigt die besondere Empfindlichkeit von Kindern gegenüber Blei.

Ob ein Spielzeug, das Blei enthält, für das Kind, das damit spielt, eine Gesundheitsgefahr

darstellt, hängt von mehreren Faktoren ab: Entscheidend ist nicht, welche Menge Blei das

Produkt enthält, sondern wie viel Blei sich daraus löst. Auch die Art des Kontakts ist von Bedeutung:

Wird das Spielzeug nur in die Hände genommen oder auch in den Mund, wird darauf

herumgekaut und werden dadurch Partikel (Spielzeugmaterial) gelöst oder besteht gar

die Gefahr, dass ganze Teile des Spielzeugs verschluckt werden.

Welche Menge Blei darf Kinderspielzeug enthalten?

Kinderspielzeug darf nur so viel Blei enthalten, dass maximal 0,7 Mikrogramm pro Tag frei

gesetzt werden, wenn eine bestimmte Menge an Spielzeugmaterial verschluckt und das darin

enthaltene Blei durch die Magensäure gelöst wird. Man geht davon aus, dass ein Kind

rund 8 Milligramm (mg) Spielzeugmaterial am Tag verschlucken kann. Damit der genannte

Wert von 0,7 mg pro Tag nicht überschritten wird, dürfen maximal 90 mg Blei aus einem Kilogramm

Spielzeugmaterial frei gesetzt werden (EN 71-3).
Bei Fingermalfarben wird eine deutlich

höhere Materialaufnahme zugrunde gelegt. Aus ihnen dürfen sich deshalb nicht mehr als

25 mg Blei pro Kilogramm lösen. Jegliches Kinderspielzeug muss die Werte einhalten.

Was passiert, wenn aus Spielzeug mehr Blei freisetzt wird, als erlaubt ist?

Grundsätzlich dürfen Hersteller und Importeure nur Spielzeug auf den europäischen Markt

bringen, das für Verbraucher nicht gesundheitsschädlich ist. Davon ist auszugehen, wenn

die genannten Migrationswerte eingehalten sind. Wenn Spielzeug unzulässigerweise höhere

Mengen an Blei freisetzt, muss der Hersteller bzw. der Importeur dafür sorgen, dass es nicht

an Verbraucher gelangt. Sind die Produkte ­ wie in den aktuellen Fällen ­
trotzdem im Handel

müssen sie umgehend zurückgezogen werden.

Kann man erkennen, ob ein Spielzeug Blei enthält?

Mit dem bloßen Auge kann man nicht erkennen, ob ein Spielzeug mit bleihaltiger Farbe bemalt

ist. Hierzu sind chemische Analysen notwendig. Die Eigenverantwortung der Hersteller

und die Aufmerksamkeit der Kontrollbehörden sind deshalb von besonderer Bedeutung.

Dreckigste Plätze der Welt: China, Indien und Russland führen Feld an

Blacksmith-Institute kürt die „Dirty Ten“ der Umweltverschmutzung
Umweltverschmutzung tötet jährlich Millionen Menschen

Einmal jährlich wird die „Liste
des Schreckens“ – die Top-Ten der weltweiten Umweltverschmutzung von der
US-Umweltorganisation Blacksmith Institute
http://www.blacksmithinstitute.org erstellt. Auch in diesem Jahr liegen
acht der „Dirty Ten“ in Asien. Vier Hot-Spots sind neu hinzugekommen.

China, Indien und Russland führen die traurige Weltrangliste der am
stärksten verschmutzten Plätze der Welt an. Unter den Spitzenreitern
liegt immer noch das ukrainische Tschernobyl, Schauplatz des bisher
schlimmsten Atomunfalls in der Geschichte der Kernenergie-Gewinnung.
Neu
hinzu gekommen ist Sukinda in Indien , wo zwölf Chromerzminen ohne jede
Umweltschutzmaßnahme arbeiten. Millionen Tonnen verschmutztes Gestein
landen dadurch in der Umwelt und am Fluss Brahmani, in den auch das
unbehandelte Abwasser der Minen fließt. Der Brahmani ist der einzige
Fluss und damit auch Trinkwasserquelle für die Bewohner dieser Region.
Auch neu in der Liste ist die indische Stadt Vapi Indien, in einem 400
Kilometer breiten Industriegürtel im Bundesstaat Gujarat. Hier arbeiten
mehr als 1.000 Fabriken, die unter anderem Petrochemikalien, Pestizide,
Arzneimittel, Textilien, Bleichstoffe, Düngemittel, Lederprodukte und
Farben herstellen.

Wie im Vorjahr sind Norilsk und Dscherschinsk – zwei Städte, die
Altlasten der ehemaligen Sowjetunion zu tragen haben – immer noch dabei.
In Dscherschinsk wurden früher chemische Waffen und andere toxische
Substanzen hergestellt. Wie sehr die Verschmutzung hier das Leben der
Menschen beeinflusst, zeigt sich an der durchschnittlichen
Lebenserwartung, die bei Männern bei 42, bei Frauen bei 47 Jahren liegt.
In Norilsk, einer Industriestadt, die als Arbeitslager in Sibirien
gegründet wurde, herrscht seit November 2001 Besuchsverbot für
Ausländer. Hier ist die Luft erfüllt von Strontium-90, Caesium-137,
Schwefeldioxid, Schwermetallen und allerlei anderen Substanzen, die der
menschlichen Gesundheit nicht zuträglich sind.
Auch das diesmal neu
hinzugekommene Sumgait – im heutigen Aserbaidschan – trägt die Altlasten
der Sowjetunion: Hier hat man billigst Chemikalien für die Industrie und
die Landwirtschaft hergestellt. Die Krebsrate in der Stadt liegt um 22
bis 51 Prozent höher als im landesweiten Durchschnitt.

Chinas dreckigste Städte sind Linfen und Tianjin. Linfen, im Zentrum der
Provinz Shanxi, ist Zentrum der Kohle-, Teer- und Stahlindustrie. Für
die Bewohner bedeutet dies: Belastungen durch die Gifte Arsen und Blei
sowie Kohlenmonoxid, Stickoxide und flüchtige organische Verbindungen.
Linfen gilt als das Herz von Chinas riesiger und expandierender
Kohleindustrie. Tianjin – neu in der Liste – ist vor allem für die
Bleiproduktion bekannt. Die Hälfte der gesamten chinesischen Produktion
stammt aus dieser Stadt, die unter den Folgen der
Schwermetall-Verarbeitung leidet. Die durchschnittliche
Bleikonzentration in der Luft und im Boden beträgt das 8,5- bzw.
Zehnfache der internationalen Grenzwerte.

In der peruanischen Anden-Stadt La Oroya hat fast jedes Kind viel zu
viel Blei im Blut. Der Grund dafür sind reiche Blei-, Kupfer-, Zink- und
Silber-Vorkommen. Der Abbau von Eisenerzen in Kabwe, der zweitgrößten
Stadt der Republik Sambia, sorgt dafür, dass die Menschen Blei und
anderen Schwermetall-Belastungen ausgesetzt sind. Kabwe ist damit die
schmutzigste Stadt Afrikas.

In den Top-Ten der schmutzigsten Städte leben insgesamt mehr als zwölf
Mio. Menschen. „Es ist erwiesen, dass Kinder, die in diesen Regionen
leben, krank sind und an den Folgen der Umweltverschmutzung sterben.
Dabei ist keine großartige Wissenschaft nötig, um diese Zustände zu
verändern“, meint Richard Fuller, Gründer und Direktor des Blacksmith
Institute. „In diesem Jahr gab es zwar mehr Medien-Berichte über
Umweltverschmutzung. Aber es gab viel zu wenige Handlungen, die diese
Katastrophen aufhalten und stoppen.“ Es fehle immer noch an geeigneten
Aktionen und Programmen. „Wir müssen endlich aufwachen und tätig
werden“, so Fuller. (Wolfgang Weitlaner)

An apple a day keeps the doctor away

Äpfel enthalten bis zu 300 verschiedene Substanzen, u. a. Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe, Kohlenhydrate und organische Säuren, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Zudem sind Äpfel kalorien- und fettarme Nährstofflieferanten: Ein kleiner Apfel (100 g) liefert ca. 50 Kalorien. Sie sind voll vom wasserlöslichen Ballaststoff Pektin und Vitamin C. Sie senken den Cholesterinspiegel, binden Giftstoffe wie Blei oder Kadmium und stärken schwache Venen. Besonders die Schale enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, deshalb sollte man ungeschälte Früchte essen. Wer regelmäßig jeden Tag 1 bis 2 Äpfel isst, hat weniger Verdauungsprobleme. Bei Durchfall gilt der Apfel als verlässliches Hausmittel, denn das enthaltene Pektin bindet Flüssigkeit – aber keine Angst eine Verstopfung kann ein Apfel nicht auslösen. Ein Apfel nach dem Essen hilft den Zähnen, denn es werden schonend die Speisereste entfernt. Die in Äpfeln reichlich enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Flavonoide und Phenole) senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Ist eine Migräne im Anmarsch?
Wer rechtzeitig einen Apfel isst, kann einen Migräne-Anfall abmildern. Eine Schlüsselrolle spielen dabei das Vitamin E und Magnesium. Forschungen ergaben, dass Äpfel bei leichten Migräne-Attacke sogar ähnlich gut wirken wie Schmerzmittel.

Äpfel helfen gegen Gallensteine und Herzinfarkt
Das in Äpfeln enthaltene Pektin wirkt sich günstig auf den Cholesterin- und Blutfettspiegel aus und kann darüber hinaus Gifte wie Blei oder Quecksilber binden, die dann mit ihm ausgeschieden werden.

Schutz vor Krebs
Der Apfel ist die wichtigste einheimische Obstart. Er ist eine Vitaminbombe und ihm werden schützende Eigenschaften gegen Krebs nachgesagt.

Quelle: Qualimedic.com