Brennnessel

Im Hausgarten ist die Brennnessel als lästiges, schwer zu bekämpfendes Unkraut verpönt. Indem man regelmäßig Triebe und Blätter abschneidet, kann man die Pflanzen jedoch zumindest ein wenig im Zaum halten. Und das frische Grün findet in der Küche vielfältig Verwendung. „Brennnesseln sind mit ihrem herben, leicht nussigen Aroma eine geschmackliche Bereicherung. Gleichzeitig bringen sie wertvolle Inhaltsstoffe mit. Die Blätter und Stängel enthalten sogar deutlich mehr Vitamin C und Provitamin A, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor als die Pflanzenteile von Spinat. Hinzu kommen besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe und ein hoher Anteil an Pflanzenproteinen“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst e. V.

Die Aromen und Inhaltsstoffe bleiben in der kalten Küche am besten erhalten. Frisches, zartes Grün macht sich hervorragend im Salat, gerne zusammen mit anderen Blattsalaten, aber auch in Vorspeisen aller Art, im Pesto, Brotaufstrich oder Dipp. Im Gegensatz zu vielen anderen Wildkräutern verträgt die Brennnessel auch das Erhitzen. Die ganzen Blätter können ähnlich wie Spinat als Gemüse zubereitet und dann mit Ei, Kartoffeln, Fisch oder Fleisch kombiniert werden. Oder sie kommen fein gehackt alleine oder mit anderen Zutaten in eine Suppe, als Füllung in die Quiche oder als farbenfrohe Würze in den Pfannkuchen- oder Nudelteig.

Größere Mengen an Brennnesseln lassen sich hervorragend trocknen und später als Tee verwenden. Oder sie werden durch Gefrieren oder Einlegen in Essig oder Öl haltbar gemacht.

Anfänger in der Brennnesselküche sollten zunächst sparsam dosieren. Das intensive Aroma, aber auch die Wirkung auf den Körper ist ein wenig gewöhnungsbedürftig: Brennnesseln sind zum einen aufgrund ihres hohen Ballaststoffgehalts recht sättigend. Zum anderen wirken sie wassertreibend und werden daher auch als Heilmittel bei Blasenentzündungen geschätzt.

Wer sein wildes Grün nicht aus dem naturnahen Hausgarten beziehen kann, der muss in der freien Natur, an geschützten, nicht befahrenen oder begangenen Stellen am Wald- oder Wegrand auf die Suche gehen.
Eva Neumann, www.aid.de

Sauerampfer

Jetzt können Spaziergänger in Wald und Wiese den Sauerampfer finden. Das fein-säuerliche Wildkraut verleiht vielen Speisen ein einzigartiges Aroma. Die jungen Blätter und Triebspitzen schmecken im Salat – etwa in Kombination mit frischen Blattspinat, Mangold oder Wildkräutern wie Löwenzahn und Brennnessel. Aber auch im Quark oder Joghurt, in Pesto oder als Basis für Pürees, Pasten und Soßen sind sie ein Genuss. Für eine cremige Suppe werden Kartoffelstückchen mit Zwiebeln in Butter weich gedünstet, bevor man den Sauerampfer hinzufügt. Anschließend mit Gemüsebrühe auffüllen und pürieren, dazu etwas Creme fraiche, Salz, Pfeffer und Muskat. Sauerampfer ist ein typischer Bestandteil der „Frankfurter Grünen Soße“ und mit Schafgarbe, Löwenzahn und Gänsefuß gelingt ein vitaminreicher Smoothie.

Sauerampfer ( Rumex acetosa ) gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Das Wort Ampfer leitet sich aus dem Germanischen ab und bedeutet scharf oder sauer. Die Pflanze ist unter anderem an den langen, pfeilförmigen Blättern zu erkennen. Sie wächst wild auf feuchten Wiesen, Weiden und Waldlichtungen, an Wegrändern, aber auch im eigenen Garten. Die Erntezeit beginnt im Frühjahr und reicht bis in den Spätsommer. Generell sollten nur junge, zarte Blätter verwendet werden, die weniger herb schmecken. Am besten genießen Sie das Kraut frisch, da es rasch an Aroma verliert.

Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin C wurde der Sauerampfer bereits im Mittelalter von Seefahrern gegen die Mangelkrankheit Skorbut eingesetzt. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Vitamin A, Eisen, Magnesium und Kalium. Zudem soll die Pflanze die Verdauung unterstützen, das Blut reinigen und als Tee bei Hautkrankheiten helfen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Red Espresso

Red Espresso erweitert sein Produktportfolio

Kapsel einlegen, Knopf drücken, fertig. Red Espresso setzt auf den anhaltenden Trend der Kapselmaschinen. Nach einer erfolgreichen Einführung der gemahlenen Rooibos-Blätter in Deutschland liefert das Unternehmen jetzt das Naturprodukt in der Kapsel. Im Aussehen wie ein Espresso mit der typischen Crema, geschmacklich aber wie ein Rooibos, ist Red Espresso auch ein ideales Getränk für Kinder und Schwangere.

„Durch die Kapselzubereitung bieten wir unseren Kunden neben Espressokocher und French Press nun auch die Möglichkeit, das Heißgetränk Red Espresso in jeder Nespresso-Kapselmaschine zuzubereiten. Die Ergebnisse gelingen so immer mit der gleichen Qualität“, erklärt Thomas Wieker von Sydney & Frances, der Red Espresso mit seiner Frau in Deutschland vertreibt.

Red Espresso ist kein Kaffee und auch kein Tee. Er wächst weder in den klassischen Teeanbaugebieten, noch wird er aus der Kaffeebohne gewonnen. Geerntet wird er von einem ginsterähnlichen Strauch namens Rooibos, der ausschließlich in den Zederbergen Südafrikas wächst. Die nadelähnlichen Blätter der Sträucher werden per Hand von den höchsten Plateaus einer einzigen Farm geerntet, sie schmecken besonders intensiv und haben ein kräftiges Rot. Die gemahlenen, aufgebrühten Blätter von Red Espresso haben ein vollmundiges Aroma mit einem natursüßen, kräftigen Geschmack. Sie bilden die Basis für eine Palette an Heißgetränken wie Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso. Doch auch Eistees, Cocktails, Smoothies, Shakes, Eis oder Desserts lassen sich mit Red Espresso verfeinern.

Vertrieben wird Red Espresso exklusiv von Sydney & Frances GmbH & Co. KG. Die gebürtige Australierin Elizabeth Wieker importiert seit Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Thomas hauptsächlich Produkte vom fünften Kontinent nach Europa, immer häufiger wird das Portfolio aber auch um ausgefallene Produkte aus der ganzen Welt erweitert.

Weitere Informationen unter www.redespresso.com

Weißkohl

Der beliebteste Kohl der Deutschen

Für die meisten ist Weißkohl = Sauerkraut. Das klassische Wintergemüse ist aber wesentlich vielseitiger als man denken könnte. Es schmeckt zum Beispiel auch roh im Salat mit Äpfeln, Speck und einer kräftigen Vinaigrette. Kohlliebhaber können den mild-süßen Weißkohl aus dem Wok, im Eintopf, im Wrap oder geschmort als Beilage zu Fleisch und Fisch genießen.

Für Kohlrouladen werden große Blätter blanchiert und beispielsweise mit Reis, fein geschnittenem Gemüse und Feta gefüllt. Anschließend die Rollen kurz anbraten und schmoren. Eine Weißkohlsuppe mit einem Hauch Chili wärmt an kalten Tagen. Gewürze wie Kümmel, Anis oder Fenchel machen das Gemüse für empfindliche Menschen bekömmlicher.

Weißkohl versorgt den Körper mit wertvollen Ballaststoffen, Vitamin C, Provitamin A und B-Vitaminen, aber auch Kalzium, Kalium, Eisen und Jod. Das Vitamin C wird dabei erst durch die Umwandlung der Vorstufe Ascorbigen beim Kochen freigesetzt. Das Wintergemüse und insbesondere als Sauerkraut kann die Krebsprophylaxe (Magen, Darm) und die Stärkung des Immunsystems fördern und den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und den Cholesterinspiegel regulieren.

Der Weißkohl ( Brassica olaracea ) gehört zur botanischen Familie der Kreuzblütler und stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum. Die Blätter sind blassgrün und mit einer feinen Wachsschicht überzogen, die sie leicht glänzen lässt. Er braucht nicht gewaschen zu werden. Entfernen Sie einfach die äußeren Blätter, durch die das Innere gut geschützt ist. Der Kopf wird geviertelt und der harte Strunk keilförmig herausgeschnitten. Zum Blanchieren den Kohl in schmale Streifen schneiden, dicke Rippen aussortieren und in kochendes Salzwasser geben.

Weißkohl ist ganzjährig im Handel erhältlich, wobei ein Großteil aus dem hiesigen Anbau stammt. Die weißgelben Köpfe sollten geschlossen, knackig und frisch sein – ohne dunkle Stellen. An einem kühlen, trockenen Ort hält sich der Weißkohl etwa zwei Wochen. Angeschnittene Köpfe werden mit Folie bedeckt und im Kühlschrank gelagert.
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Red Espresso setzt auf Rooibos

Obwohl Red Espresso wie herkömmlicher Espresso zubereitet werden kann, mit der Kaffee- und Espressomaschine, dem Espressokocher oder der French Press, und mit der klassischen, goldbraunen Schaumkrone überzogen ist, ist es kein typischer Espresso. Es wird nicht aus der Kaffeebohne gewonnen, schmeckt nicht danach und enthält auch kein Koffein. Red Espresso ist aber auch kein Tee, denn die gemahlenen Blätter stammen nicht von einer klassischen Teepflanze aus China, Japan oder Indien, sondern wachsen an einem ginsterähnlichen Strauch namens Rooibos, den es ausschließlich in den Zedernbergen ungefähr 200 Kilometer nördlich von Kapstadt in Südafrika gibt. Zudem werden per Hand nur die nadelähnlichen Blätter der Sträucher von den höchsten Plateaus einer einzigen Farm geerntet, denn sie schmecken besonders intensiv und haben ein kräftiges Rot.

Verarbeitet werden die Rooibos-Blätter nach einem langjährig entwickelten, patentierten Mahlverfahren in Südafrika. Hieraus entsteht das direkt gebrauchsfertige Red-Espresso-Produkt, das alle guten, naturgegebenen Eigenschaften des Rooibos in sich vereint. „Die ausschließlich verwendeten roten Blätter für die Herstellung des groben Pulvers und dessen Zubereitung in der Espressomaschine haben zu dem Namen Red Espresso geführt. Besonders ist natürlich auch die typisch italienische Crema. Hierfür gibt es noch einmal einen patentierten Siebträger, mit dem auch ungeübten Baristas eine Crema direkt gelingt“, erklärt Thomas Wieker, der Red Espresso gemeinsam mit seiner Frau Elizabeth über seine Firma Sydney & Frances vertreibt. Die gemahlenen, aufgebrühten Blätter von Red Espresso haben ein intensives, vollmundiges Aroma mit einem natürlich süßlichen, kräftigen Geschmack. Sie bilden die Basis für eine Palette an Heißgetränken wie Cappuccino, Latte Macchiato oder Espresso. Kreationen von Kaltgetränken mit dem groben Pulver von Red Espresso wie Eistees oder Cocktails sind ebenfalls eine spannende Herausforderung für den Barmann und den Hobbykoch. Eine 125-Gramm-Packung ergibt neun bis zehn Red-Espresso-Getränke. Sogar Eis, Desserts oder andere Gerichte lassen sich mit Red Espresso verfeinern. Für die Kombination mit Speisen sowie für die Zubereitung von Shakes und Smoothies ist besonders das spezielle Red-Espresso-Smoothie-Powder geeignet.

Die Idee zu Red Espresso hatte 2005 der südafrikanische Kaffeeliebhaber Carl Pretorius, der aus gesundheitlichen Gründen nach einer koffeinfreien Alternative zu Kaffee und Espresso suchte. Seit der Unternehmensgründung hat die Innovation internationale Preise gewonnen und hat heute in über 20 Ländern weltweit Erfolg. Red Espresso engagiert sich intensiv für den Umweltschutz, besonders mit dem selbst gegründeten Red-Cedar-Projekt, das den Schutz und die Bewahrung der bedrohten Zedernbestände zum Ziel hat, in denen die Rooibos-Pflanzen wachsen. Jährlich werden bis zu 1000 Zedern gepflanzt.

Vertrieben wird Red Espresso exklusiv von Sydney & Frances GmbH & Co. KG. Die gebürtige Australierin Elizabeth Wieker importiert seit Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Thomas hauptsächlich feinste Produkte vom fünften Kontinent nach Europa, immer häufiger wird das Portfolio aber auch um ausgefallene Produkte aus der ganzen Welt erweitert.

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Mangold

Feinwürziges Blattgemüse vom Mittelmeer

Nun können Feinschmecker den ersten frischen Mangold genießen. Das Blattgemüse lässt sich ähnlich wie Spinat zubereiten, ist aber intensiver und würziger im Geschmack. Ob mit Pasta, im Gratin, in der Suppe oder zu Fleischgerichten und Fisch – Mangold verleiht vielen Speisen eine besondere Note. Für eine einfache Beilage werden Zwiebeln und Knoblauch gedünstet, Mangold und getrocknete Tomaten hinzugefügt und mit Salz, Pfeffer, Honig und Zitronensaft gewürzt. Große Blätter werden zum Wickeln von Rouladen oder zur Füllung mit Gemüse verwendet, während die zarten Blättchen junger Pflanzen für Salate gut geeignet sind.

Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Arten: Blatt- und Stielmangold. Blattmangold hat schmale Rippen und breite Blätter, die ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Beim Stielmangold verwendet man in erster Linie die dickfleischigen, rot und weiß gefärbten Blattrippen und Stiele. Sie haben eine etwas längere Garzeit und werden daher getrennt von den Blättern und ähnlich wie Spargel zubereitet. Das Gemüse ist reich an Eiweiß, Jod, Vitamin A, E und K, Natrium, Magnesium, Eisen und Kalium.

Mangold ( Beta vulgaris ) stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum und Vorderasien und gehört wie Spinat und Rote Beete zur Familie der Gänsefußgewächse. Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr essbare Stiele und Blätter. Im zweiten Jahr geht sie in Blüte und ist nicht mehr genießbar.

Haupterntezeit für Mangold ist zwischen Juni und August. Zarte junge Pflanzen können aber schon im Frühjahr geerntet werden. Kaufen Sie nur frische, knackige Stauden. Zu große Blätter können bitter schmecken. Die Stiele sollten keine bräunlichen Flecken aufweisen und beim Aneinanderreiben leicht knirschen. Am besten schmeckt Mangold frisch. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich aber, in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, ein bis zwei Tage. Vor der Zubereitung muss Mangold gründlich von Sand und Erde gereinigt werden. Am besten die Blätter einzeln vorsichtig abwaschen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

Mangold zählt wie Spinat und Rhabarber zu den oxalsäurereichen Gemüsearten. Menschen, die an Nierensteinen leiden oder litten, sollten grundsätzlich die Aufnahme von Oxalsäure begrenzen. Denn zusammen mit anderen Stoffen kann die Substanz zur Nierensteinbildung beitragen. Zudem enthält das Gemüse Nitrat, das durch Bakterien und Schimmelpilze in schädliches Nitrit umgewandelt werden kann. Daher sollte Mangold wie auch Spinat nicht über einen längeren Zeitraum aufbewahrt oder warmgehalten werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Pimpinelle

Die Pimpinelle schmeckt frisch und hat ein leicht nussiges Aroma. In Essig oder Zitronensaft eingelegt wird das Frühlingskraut gerne für Salate verwendet. Die mildwürzigen Blätter geben Fisch- und Gemüsegerichten, Kräutersuppen, Quiche, Quark- und Eierspeisen eine besondere Note. Ähnlich wie Borretsch kann man sie zur Aromatisierung von gekühlten Getränken einsetzen. Für eine leckere Gurkensuppe werden Gurken geschält, in Würfel geschnitten, mit Jogurt und Pimpinelle püriert, mit Salz und Pfeffer gewürzt und kalt serviert. Auch in der bekannten „Grünen Soße“ darf die Würzpflanze nicht fehlen.

Die Pimpinelle ( Sanguisorba minor ), auch Kleiner Wiesenknopf genannt, ist in fast ganz Mittel- und Südeuropa zu finden. Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler wächst in erster Linie auf Mager- und Kalkrasen, in trockenen und lichten Gebüschen, auf Geröllhalden und an Wegrändern.

Am besten schmecken die jungen Blätter und Triebe der Pimpinelle, die sich im März und April zeigen und einfach vom Stängel streifen lassen. Im Juli und August erscheinen die zitronengelben Blüten, die ebenfalls gegessen werden können. Nach dem vorsichtigen Waschen werden die feinen Blättchen behutsam abgezupft und je nach Rezept gehackt. Das Aroma soll sich verstärken, wenn man vor dem Hacken etwas Zitronensaft oder Essig über die Blätter träufelt. Am besten gibt man das Kraut erst in das fertige Gericht, da es beim Kochen rasch an Aroma verliert.

Pimpinelle enthält reichlich Vitamin C, ätherische Öle und Bitterstoffe. Die alte Heilpflanze soll schleimlösend, blutreinigend und entzündungshemmend wirken. In der Naturheilkunde wird sie gegen Halsentzündungen, zur Blutreinigung, aber auch bei Sodbrennen, Blähungen und Durchfall eingesetzt.

Frische Pimpinelle ist außerhalb Hessens nur selten auf Bauern- und Wochenmärkten zu finden. Am besten baut man sie im eigenen Garten oder auf dem Balkon an. Da die Pimpinelle rasch verwelkt, sollte sie möglichst bald verbraucht werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Frische Artischocken

Eine feinherbe Delikatesse

Die meisten Verbraucher kennen Artischocken nur eingelegt aus dem Glas. Dabei sind frisch zubereitete Blütenknospen besonders aromatisch und haben einen feinherben Geschmack. Die Delikatesse ist ganzjährig im Handel erhältlich. Im Frühling findet man auf dem Gemüsemarkt junge Artischocken, bei denen bis auf die äußeren Hüllblätter die ganze Blüte verzehrt werden kann. Diese zarten Knospen schmecken auch roh im Salat, während größere Exemplare gekocht werden müssen. Vor der Zubereitung wird das Gemüse gewaschen und der Stiel herausgebrochen. Das geht zum Beispiel gut über einer Tischkante. So lösen sich die harten Fasern aus dem Boden. Anschließend zupft man die äußeren holzigen Blätter ab. Die Blütenknospen werden für 30 bis 45 Minuten in Salzwasser gekocht. Ein Schuss Zitronensaft verhindert, dass sich die Schnittstellen bräunlich verfärben. Beim Kochen wird die Knospe mit einem Teller beschwert, damit sie unter Wasser bleibt.

Da Artischocken den Appetit anregen, sind sie hervorragend als Vorspeise geeignet. Zu dem Edelgemüse wird beispielsweise eine Vinaigrette gereicht, in die man die Blätter taucht und den fleischigen Teil heraussaugt. Die Blätter selbst und das faserige „Heu“ am Boden sind nicht essbar. Zum Schluss kommt als besonderer Genuss das zarte Herz der Artischocke. Das Edelgemüse schmeckt aber nicht nur pur, sondern auch auf einer pikanten Tarte, im Risotto, in der Pasta oder gefüllt mit Möhren, Räucherspeck und Pilzen. Artischocken sind kalorienarm, aber reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Pro-Vitamin A und Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Der herbe Geschmack ist auf den Bitterstoff Cynarin zurückzuführen.

Die Artischocke ( Cynara scolymus ) ist eine distelartige Pflanze aus der Familie der Korbblütler und im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Schon bei den alten Römern und Ägyptern galt sie als besondere Gemüsespezialität. Die Artischocke ist mehrjährig und treibt jedes Jahr aus dem kräftigen Wurzelstock aus. In der Regel bringt sie aber nur für drei bis vier Jahre ausreichend Ertrag. Die Knospen werden geerntet, wenn sie noch geschlossen sind und die äußeren Blätter nur leicht abstehen. Beim Kauf fühlen sich frische Artischocken daher prall und fest an. Sie sollten keine trockenen und braunen Stellen aufweisen, der Stiel ist knackig und grün. Im Gemüsefach ist das Gemüse, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, einige Tage haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.was-wir-essen.de/hobbygaertner/kulturen_gemuese_artischocke.php

Alles über Feldsalat

Feldsalat ist im Winter besonders beliebt: Fast 90 Prozent der jährlichen Einkaufsmenge wandert in den kalten Monaten über die Ladentheke. Am häufigsten greifen die deutschen Verbraucher im Dezember zu dem Salat-Klassiker.

Bis zum ersten Frost wird der Feldsalat im Freiland geerntet, danach kommt er frisch aus dem Gewächshaus auf den Tisch. Die Anbaufläche des Pflücksalats ist im vergangenen Jahr 5,6 Prozent gestiegen. Die deutschen Erzeuger bauen ihn mittlerweile auf 2.623 Hektar an. Das Grün hat übrigens viele Namen: In Süddeutschland kennt man ihn auch als Ackersalat, Mäuseöhrchen, Schafsmaul oder Sonnenwirbel, in der Schweiz heißt er Nüsslisalat und in Österreich Vogerlsalat. Feldsalat zeichnet sich durch eine hell- bis dunkelgrüne Färbung aus, seine Blätter wachsen in Form einer Rosette und sind je nach Sorte spitz und klein oder groß und breit. Botanisch betrachtet zählt der Salat zur Familie der Baldriangewächse. Sein charakteristisches Aroma erhält er durch ätherische Öle.

Extraportion Vitamine
Wie alle Salate ist der Feldsalat kalorienarm und enthält wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Folsäure. Um die Aufnahme des pflanzlichen Eisens zu verbessern, sollten die Blätter mit etwas Zitronensaft angemacht werden. Von allen Salatsorten weist Feldsalat den höchsten Vitamingehalt auf und gehört deshalb insbesondere in der kalten Jahreszeit zu einer ausgewogene Ernährung.

Traditionell wird der Salat zum Schutz der Pflänzchen beim Anbau mit einer Schicht Sand bedeckt. Nach der Ernte werden die Salatköpfe vor Ort bereits gründlich gewaschen. Viele Betriebe verzichten mittlerweile ganz auf diesen Anbau-Schritt, um Verbrauchern einen „sandfreien“ Genuss des Salats zu garantieren. Ob mit Sand oder ohne: Feldsalat sollte auch nach dem Einkauf zu Hause gereinigt werden. Dazu die Blätter von der Rosette trennen, in ein Sieb geben und sie unter kaltem, fließendem Wasser abbrausen. Am besten schmeckt das Grün, wenn es gleich am Einkaufstag gegessen wird. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt Feldsalat einige Tage frisch. Tipp: Den Salat in einen Plastikbeutel mit Löchern geben.

Auf Grund seines fein-nussigen Geschmacks passt Feldsalat besonders gut zu deftigen Wintergerichten mit Geflügel und Wild oder kräftigem Käse. Eine herzhafte Sauce mit Zwiebeln und Speck rundet den winterlichen Salat ab. Als raffinierte Salatvariation mit Äpfeln oder Pilzen und einer klassischen Vinaigrette punktet er auch in der leichten Küche. Tipp: Das Dressing sollte erst kurz vor dem Servieren auf das Grün gegeben werden, damit die zarten Blätter nicht einfallen.

Feldsalat-Genuss in Zahlen:
• Im Durchschnitt kaufen die Bundesbürger pro Haushalt 320 Gramm Feldsalat pro Jahr
• Die meisten Feldsalatliebhaber wohnen in Baden-Württemberg, dort wird doppelt so viel von dem Grün gekauft wie im Bundesdurchschnitt
• Mit 1.090 Hektar ist Rheinland-Pfalz das wichtigste Anbaugebiet, gefolgt von Baden-Württemberg mit 685 Hektar

Tee

Tee bietet mehr als Genuss und Entspannung

In der kalten Jahreszeit ist Tee ein besonderer Genuss: Er wärmt und bringt ein bisschen Ruhe in die vorweihnachtliche Hektik. Und mit jedem Schluck kann man seinem Körper zudem etwas Gutes tun, denn die Blätter der Teepflanze Camellia sinensis liefern wertvolle Inhaltsstoffe. So enthalten sie große Mengen des Mineralstoffs Fluorid, der Karieserkrankungen vorbeugt und somit zur Zahngesundheit beiträgt. Für Geschmack und Farbe sind maßgeblich die Polyphenole verantwortlich.

Diesen sekundären Pflanzenstoffen, zu denen Gerbstoffe, Flavonoide und Catechine gehören, wurden in den letzten Jahren viele positive Wirkungen zugeschrieben, unter anderem der Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das Abtöten von Keimen und das Hemmen von Entzündungen. Die Catechine, die hauptsächlich in grünem Tee enthalten sind, wirken vermutlich krebsvorbeugend. Mit dem Eisen aus der Nahrung bilden sie allerdings schwer lösliche Komplexe, die der Körper nicht aufnehmen kann. Menschen mit niedrigen Eisenblutwerten sollten Tee daher nicht unmittelbar zu den Mahlzeiten trinken, sondern mindestens eine Stunde warten.

Dosierung und Ziehzeit sind je nach Sorte und gewünschter Wirkung ganz unterschiedlich. Ein Blick auf die Verpackung verrät in der Regel die richtige Menge und Ziehzeit. Darüber hinaus spielen auch die Lagerung des Tees, die Teekanne sowie die Wasserqualität beziehungsweise der Härtegrad eine wichtige Rolle. Für optimalen Teegenuss sollte das Wasser am besten frisch aus der Leitung kommen und anschließend zum Kochen gebracht werden, damit eventuell vorhandene Mikroorganismen inaktiviert werden. Für die Zubereitung von schwarzem Tee gießt man das kochende Wasser über die Teeblätter oder den Aufgussbeutel. Bei grünem Tee lässt man es auf 70-80 °C abkühlen, da er sonst bitter schmecken kann.

Ob ein Tee als schwarzer, grüner, weißer oder Oolong-Tee auf den Markt kommt, hängt von dem Grad der Fermentation, also der natürlichen Gärung, ab. Die Blätter des schwarzen Tees beispielsweise sind komplett fermentiert, die des grünen Tees gar nicht und bei Oolong-Tee wird der Fermentationsprozess gestoppt. Auch das Anbaugebiet oder Ursprungsland hat aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen und Bodengegebenheiten Einfluss auf die Teesorte. Alle Sorten stammen übrigens von den Blättern der Teepflanze Camellia sinensis, die vorwiegend in den Hochlagen der Tropen und der Subtropen wächst. Beim kommerziellen Anbau werden die Pflanzen durch regelmäßiges Stutzen auf Hüfthöhe gehalten – dies verhindert das Blühen der Pflanzen und erleichtert zudem die Ernte, die häufig in Handarbeit erfolgt. Wichtig für die Qualität des Tees sind die festgelegten Zeitabstände bei der Ernte, denn nur so können neue Sprosse nachwachsen und die Pflückreife erreichen.
Heike Stommel, www.aid.de