Tanken im Winterurlaub

Benzin in Holland am teuersten, in Luxemburg am billigsten – Diesel in Italien knapp 1,70€ – ADAC rät zu Preisvergleich vor Reiseantritt

Durch geschicktes Tanken auf der Fahrt in den Winterurlaub lässt sich so mancher Euro sparen. Denn innerhalb Europas variieren die Kraftstoffpreise enorm. So zahlen Autofahrer für den Liter Superbenzin in den Niederlanden durchschnittlich 1,80 Euro, in Luxemburg jedoch nur 1,33 Euro. Die ADAC Tabelle mit den Kraftstoffpreisen der wichtigsten Winterurlaubsländer gibt einen Überblick:

Land
———— Superbenzin — Diesel
Belgien 1,64 Euro 1,49 Euro
Deutschland 1,54 Euro (E10) 1,45 Euro
Frankreich 1,51 Euro 1,44 Euro
Italien 1,75 Euro 1,69 Euro
Luxemburg 1,33 Euro 1,26 Euro
Niederlande 1,80 Euro 1,50 Euro
Österreich 1,40 Euro 1,41 Euro
Polen 1,34 Euro 1,36 Euro
Schweiz 1,44 Euro 1,55 Euro
Slowenien 1,48 Euro 1,39 Euro
Tschechien 1,50 Euro 1,55 Euro

Beim Diesel müssen Autofahrer in Italien am tiefsten in die Tasche greifen. Daher rät der Club Italienreisenden, spätestens in Österreich den Tank voll zu machen, da es dort auch im Vergleich zu Deutschland immer noch günstiger ist. Grenznahes Tanken empfiehlt sich dennoch nicht wegen langer Wartezeiten.

Übrigens: Im Gegensatz zu Deutschland sind Autobahntankstellen im Ausland oft nicht teurer als andere. In vielen Nachbarländern lohnt sich deshalb ein Abstecher von der Autobahn nicht.

Frühbucherrabatte nicht immer Schnäppchen

Wer seinen Sommerurlaub frühzeitig – meist bis Ende März – bucht, wird für seine Entscheidung oft mit Preisnachlässen oder anderen Ver­günstigungen bei Unterkunft und Verpflegung belohnt. „Was auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hingucken mitunter als Schmalspurangebot, bei dem eine Reihe zusätz­licher Kosten fällig werden“, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor raschem Zuschlag.
Sie rät, Preise und Leistungsumfang von Frühbu­cherrabatte zu vergleichen und folgende Hinweise zu beachten:

Freiwillige Leistung: Ob ein Frühbucherrabatt gewährt wird, hängt vom jeweiligen Reiseveranstalter ab. Nachlässe oder Vergünstigun­gen können innerhalb eines Angebots auch unterschiedlich sein, etwa wenn ein Rabatt nur für bestimmte Unterkünfte eingeräumt wird.
Preisvergleich: Die einzelnen Posten eines Frühbucherangebots lassen sich nur bei gleichen oder ähnlichen Leistungen vergleichen. Kunden sollten ihr Augenmerk hierbei nicht nur auf den Preis, son­dern auch auf den Leistungsumfang richten. Eine Prüfung der Kon­ditionen offenbart zum Beispiel, ob im Angebot der Transfer vom Flughafen zum Hotel oder die All-Inclusive-Verpflegung enthalten ist. Aber auch ein Vergleich mit anderen Offerten kann sich lohnen: Denn viele Veranstalter bieten identische Leistungen an – etwa Flug und Unterkunft –, die bei dem einem Anbieter zum regulären Preis günstiger sind als bei einem anderen Veranstalter zum reduzierten Preis. Gewährt der günstigere Anbieter zusätzlich noch einen Nach­lass, kann der Preisvergleich unterm Strich eine Ersparnis von meh­reren hundert Euro betragen.

Preisgünstigstes Angebot: Wer keine Lust hat im Internet nach Schnäppchen zu jagen, sollte sich im Reisebüro nach dem billigsten Angebot fürs jeweilige Traumziel erkundigen. Die Reisevermittler müssen für die Preisdifferenz geradestehen, wenn sie nicht die preisgünstigste Variante für das gewünschte Reiseziel aus ihrem Sortiment heraussuchen. Im Streitfall sollten Kunden – etwa mit Hilfe eines Zeugen – jedoch nachweisen können, dass sie sich nach dem billigsten Angebot erkundigt haben.

Unverbindliche Katalogpreise: Auf die Preisangaben im Katalog ist inzwischen kein Verlass mehr. Reiseveranstalter können die Prei­se noch nachträglich ändern. Auch hier müssen potenzielle Urlauber nach konkreten Kosten und möglichen Nachlässen fragen.
Preiserhöhungen nach Buchung: Werden Trips länger als vier Monate vor Reisebeginn gebucht, können Veranstalter den Preis für Pauschalreisen im Nachhinein ebenfalls verändern. Nachträgliche Preiserhöhungen werden aufgrund einiger kundenfreundlicher Urteile jedoch bei Frühbucherangeboten kaum noch erhoben.

Reiserücktrittsversicherung: Bei frühzeitiger Buchung sollte in jedem Fall eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Der Versicherungspreis dafür ist im Vergleich zu den hohen Stornie­rungskosten ein Klacks. Allerdings werden Leistungen nur bei ver­traglich vereinbarten Risiken – wie unerwartete schwere Erkrankun­gen, Schwangerschaft oder Todesfälle von nahen Angehörigen – gezahlt.

Bierpreisindex Oktoberfest

So viel kostet die Maß Bier für ausländische Wiesn-Besucher

– Bierpreisindex: Preis der Wiesn-Maß im internationalen Vergleich

– Norweger trinken am billigsten – für Südafrikaner wird’s teuer

Das Oktoberfest feiert in diesem Jahr sein zweihundertjähriges Bestehen – mit steigenden Bierpreisen. Die Maß Bier kostet in den Festzelten zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro – im Durchschnitt über alle Zelte gerechnet sind das 8,65 Euro. Damit ist der Liter Bier für viele ausländische Besucher deutlich teuerer als in einer heimischen Bar – aber es gibt auch Gewinner. Das hat das Personalberatungsunternehmen ECA International festgestellt, das aus weltweiten Bierpreisen und Wechselkursen einen Bierpreisindex für die Wiesn erstellt hat. Danach sparen Besucher aus einigen Nationen beim Biertrip ganz erheblich. Für andere kann der München-Besuch zur finanziellen Belastungsprobe werden.

Tief in die Taschen greifen müssen Südafrikaner: Jedes Bier auf der Wiesn kostet sie mehr als doppelt so viel wie daheim. Besucher aus Großbritannien erwartet „nur“ ein Aufschlag von 35 Prozent. Aber auch alle Gäste aus Deutschland werden auf dem Oktoberfest ordentlich zur Kasse gebeten. Berliner zahlen beispielsweise 12,5 Prozent mehr als in der Bundeshauptstadt. Andere freuen sich hingegen auf eine günstige Sause: Dänen trinken die Maß 36 Prozent billiger als in der Heimat. Für Besucher aus Japan ist die Trinktour zwar immer noch preiswert – Bier kostet circa 30 Prozent weniger -, im vergangenen Jahr sparten sie jedoch noch 40 Prozent pro Liter „Helles“. Schweizer zahlen für den Gerstensaft ein Viertel weniger als daheim. Am besten kommen aber Gäste aus Norwegen weg: Verglichen mit heimatlichen Preisen ist für sie bei einem Trip durch alle Zelte quasi jedes zweite Bier umsonst.

Die diesjährige Wiesn ist die erste mit Rauchverbot. Das freut die Spanier: Sie kommen gar nicht erst in Versuchung. Zigaretten sind in Deutschland ungefähr 50 Prozent teurer als in Spanien. Um das vorhandene Sparpotenzial richtig auszuschöpfen, müssen Briten und Australier viel Zeit vor den Zelten verbringen: Zuhause zahlen sie 23 Prozent beziehungsweise 27 Prozent mehr für das Päckchen Glimmstängel.

Und wenn jemand etwas anderes als Bier trinken will? Amerikaner sparen beim Mineralwasser 37 Prozent. Franzosen müssen dafür doppelt so viel hinlegen wie im heimischen Bistro. Kanadier zahlen für Softdrinks in Deutschland 40 Prozent mehr als zuhause, Amerikaner fast das Doppelte.

Der Kater am Morgen danach kommt Gäste aus Australien teuer zu stehen: Kopfschmerztabletten sind in Deutschland doppelt so teuer wie in Down Under. Japaner sparen dagegen 25 Prozent.

Diese Zahlen basieren auf einer internationalen Lebenshaltungskostenstudie von ECA International aus dem März 2010. International tätige Unternehmen nutzen diese Daten zur Berechnung von Zuschlägen für ins Ausland entsendete Angestellte.

Test: Billiger Mietwagen

Mietauto im Urlaub oft ein teures Vergnügen Bis zu 240 Prozent Preisunterschied für Leihautos in ein und derselben Urlaubsregion – die österreichische AK testete Mietwagenpreise in Urlaubsgebieten

Damit KonsumentInnen nicht draufzahlen, sollten sie die Preise für ein Urlaubs-Mietauto sorgfältig vergleichen. Wird das Leihauto in Österreich gebucht (egal ob im Internet oder direkt beim Anbieter), können die Preisunterschiede zwischen billigsten und teuersten Anbieter groß ein. Das Mietauto kann für ein und dasselbe Urlaubsland zweimal so viel kosten. Das zeigt ein AK Test über die Mietkosten für ein Auto in zwölf Urlaubsländern in Europa bei acht Anbietern.

Meistens teurer als noch 2008: Die Preise haben sich gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Während die Preise in Antalya (minus 11,2 Prozent) gesunken sind, sind sie auf Zypern und Kos fast gleich geblieben. Gas gegeben haben die Preise vor allem auf Malta und den spanischen Inseln (bis zu 30 Prozent auf Mallorca).

Preise vergleichen, bringts: „Den Ferienort mit einem Mietauto entdecken, kann ganz schön kostspielig werden“, sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Die AK Tester orteten einen Preisunterschied von 240 Prozent zwischen dem günstigsten und teuersten Autovermieter. Beim preiswertesten Anbieter Holiday Autos – www.gourmet-report.de/goto/holidayautos – kostet das günstigste verfügbare Mietauto, der Citroen Berlingo, 152 Euro für eine Woche inklusive aller Steuern und Versicherungen. Der teuerste Anbieter Avis verlangt 517 Euro (inklusive aller Steuern und Versicherungen) für einen Seat Ibiza. Allerdings gab es hier kein Auto mehr in der billigsten Kategorie. Aber auch in Gran Canaria gibt es Preisdifferenzen bis zu 209 Prozent innerhalb der selben Mietautokategorie.

„Gründe für die großen Preisdifferenzen liegen einerseits in der Verfügbarkeit der billigsten Mietautokategorie, anderseits in der Personeninsassenversicherung“, sagt Delapina. Bei manchen Autoverleihern ist sie im Preis enthalten, manche bieten sie gar nicht an oder die Versicherung kann erst im Urlaubsland zusätzlich abgeschlossen werden. „Fragen Sie immer genau nach, was alles im Preis enthalten ist“, rät Delapina. So ist zum Beispiel auf Mallorca die Personeninsassenversicherung bei Holiday Autos von Haus aus im Preis von 152 Euro pro Woche inkludiert. Avis hatte dafür extra 73,49 Euro dazu verrechnet. Auch bei den Selbstbehalten bei der Vollkasko bei selbstverschuldeten Unfällen – Ausschluss oder nicht – gibt es manchmal Unterschiede.

Die AK hat die Autokosten im Mai erhoben. Geprüft wurde der Preis für die erste Augustwoche für die günstigste verfügbare Autokategorie inklusive Steuern und Versicherungen (Vollkasko-, Diebstahl- und Personeninsassenversicherung) sowie unlimitierte Kilometer für Korfu, Rhodos, Kos, Antalya, Ibiza, Gran Canaria, Mallorca, Lissabon, Malta, Zypern, Sizilien und Sardinien. Die untersuchten Autovermieter: Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars und Holiday Autos.

Die Preisunterschiede zwischen dem billigsten und teuersten Autovermieter können für ein und dieselbe Urlaubsregion enorm sein. Das zeigt ein AK Test über die Mietkosten für ein Auto in zwölf Urlaubsländern in Europa bei acht Anbietern.

Was kostet ein Mietauto pro Woche im Urlaub? Preisvergleich bringt Bares

Urlaubsland billigster Anbieter

teuerster Anbieter Preisunterschied

Korfu 253,73/Sunny Cars (Kia Picanto)

447,20/Budget (Chevrolet Martiz) 193,47 Euro/76,3%

Kos 253,73/Sunny Cars (Kia Picanto)

447,20/Budget (Chevrolet Matiz) 193,47 Euro/76,3%

Malta 181,00/Holiday Autos (Suzuki Alto)

329,79/Avis (Chevrolet Matiz) 142,79 Euro/78,9%

Sizilien 243,00/Sunny Cars (Fiat Panda)

471,59/Avis (Fiat Panda) 228,59 Euro/94,1%

Sardinien 243,00/Sunny Cars (Fiat Panda)

495,59/Avis (Opel Corsa) 252,59 Euro/103,9%

Rhodos 213,50/Holiday Autos (Fiat 500)

447,20/Budget (Chevrolet Matiz) 233,70 Euro/109,5%

Antalya 213,00/Holiday Autos (Hyndai Atos)

448,29/Europcar (Renault Clio) 235,29 Euro/110,5%

Portugal 205,00/Holiday Autos (Chevrolet Matiz)

456,97/Europcar (Renault Clio) 251,97 Euro/122,9%

Zypern 180,00/Holiday Autos (Subaru Vivo)

445,36/Europcar (Opel Astra)x) 265,36 Euro/147,4%

Gran Canaria 142,00/Holiday Autos (Citroen C1)

438,48/Avis (VW Fox) 296,48 Euro/208,8%

Ibiza 166,00/Thrifty (Ford Ka)

517,48/Avis (Seat Ibiza)x) 351,48 Euro/211,7%

Mallorca 152,00/Holiday Autos (Citroen Berlingo)

517,48/Avis (Seat Ibiza)x) 365,48 Euro/240,4%

x) die günstigste Wagenkategorie war nicht mehr verfügbar

Mietkosten in Euro für das günstigste verfügbare Auto für die erste Augustwoche (sieben Tage) mit Steuern, Versicherungen, unlimitierte Kilometer

Spartipps

Preise vergleichen und genau nachfragen beim Buchen eines Mietautos – das spart Ärger und Geld. „Erkundigen Sie sich, was alles im Mietautopreis enthalten ist“, empfiehlt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina.

So fahren Sie nicht ein – zehn Tipps der AK Konsumentenschützer:

+ Holen Sie mehrere Angebote ein – das lohnt sich bei den großen Preisdifferenzen.

+ Nutzen Sie das Internet. Vergleichen Sie bei Buchungen im Internet die österreichischen und deutschen Homepages. In manchen Fällen können Sie Geld sparen, wenn Sie über die deutsche Homepage buchen.

+ Fragen Sie unbedingt beim Anbieter nach, welche Leistungen, Steuern oder Versicherungen die Mietkosten enthalten.

+ Überlegen Sie, ob eine Personeninsassenversicherung nötig ist. Die Versicherungsleistungen sind sehr unterschiedlich. Sie können möglicherweise mit einer normalen Reiseversicherung billiger wegkommen.

+ Erkundigen Sie sich nach der Höhe des Selbstbehaltes (wenn Sie ihn nicht akzeptieren, können Sie ihn meistens gegen einen Aufpreis streichen lassen). Fragen Sie nach, ob eine Vollkaskoversicherung im Preis enthalten ist.

+ Die großen internationalen Autovermieter sind meist teurer als die lokalen. Bedenken Sie bei den lokalen Autovermietern, dass es vorkommen kann, dass die Wagen nicht immer den Sicherheitsanforderungen entsprechen.

+ Bevor Sie das Auto im Urlaubsland übernehmen, prüfen Sie es gemeinsam mit dem Autovermieter auf Fahrtüchtigkeit, etwa Reifen, Bremsen, und ob alle Wagenpapiere vorhanden sind. Notieren Sie den Kilometerstand. Mängel, die bereits vor Übergabe vorhanden waren (auch etwa gröbere Kratzer am Lack), sollten unbedingt in das Übergabeprotokoll aufgenommen werden. Nach der Rückgabe lassen Sie sich die Mängelfreiheit ebenfalls schriftlich bestätigen. Achtung: Eine Rückgabe außerhalb der Öffnungszeiten kann nicht nur zusätzliche Gebühren verursachen, es steigt auch das Risiko, dass Ihnen angebliche Schäden „angelastet“ werden.

+ Bei einem Unfall oder einer Panne informieren Sie die Mietwagenfirma. Reparieren oder organisieren Sie keinesfalls selbst etwas.

+ Geben Sie ein vollgetanktes Auto vollgetankt wieder zurück. Denn manchmal wird für das Auftanken ein Preis verlangt, der zwei- bis dreimal so hoch ist wie an der Tankstelle.

+ Üblicherweise wird die Bezahlung mit Kreditkarte verlangt. Bei der Rückgabe des Autos nicht vergessen, dass der Zahlungsbeleg der Kreditkarte ausgehändigt wird.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie unter http://www.arbeiterkammer.at/

Gourmet Report meint zu dem Test: Er ist leider nicht sehr aussagekräftig, sondern eine Momentaufnahme. Was im Mai 2009 gültig war, kann jetzt schon wieder ganz anders sein. Lesen Sie auch auf kochmesser.de, dort wird praxisnah empfohlen, wie man den billigsten oder zumindest schnell einen günstigen Mietwagen findet: www.billiger-automieten.de

Stiftung Warentest: Handytarife

Keine Mobilfunk-AGB ohne Mängel

Wer den richtigen Handytarif finden will, muss das schwer überschaubare Angebot der Mobilfunkunternehmen gründlich prüfen. Das kann schnell zu einem frustrierenden Unterfangen werden. Vor allem, wenn das Kleingedruckte im Vertrag den Spaß am mobilen Telefonieren endgültig raubt. Die Stiftung Warentest zeigt in ihrer aktuellen test-Ausgabe mögliche Vertragsfallen, die wichtigsten Tarifmerkmale und stellt die billigsten von 750 Handytarifen für drei Telefoniertypen vor.

Bei einer juristischen Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen fanden die Tester bei allen Anbietern unzulässige Klauseln. Diese reichen von allzu unklaren Formulierungen bis hin zum Versuch, den Kunden stark zu benachteiligen. So will etwa freenet seine Kunden dazu verpflichten, die AGB regelmäßig auf Änderungen oder Ergänzungen zu prüfen. Das ist unzumutbar. Viele Anbieter wollen ihren Kunden nur vier bis sechs Wochen Zeit geben, um Rechnungen zu beanstanden. Das Telekommunikationsgesetz (TKG) schreibt jedoch mindestens acht Wochen vor. Solche Klauseln sind vor Gericht unwirksam.

Die Tester haben zudem die günstigsten Handytarife verglichen: Grundsätzlich hat der Kunde die Wahl zwischen einer Guthabenkarte und einem Laufzeit-Vertrag. Die Guthabenkarte bietet zwar Kostenkontrolle, muss aber immer wieder aufgeladen werden. Verträge legen den Kunden meist auf zwei Jahre fest. Für diesen Zeitraum sollte er also bei der Tarifwahl sein Telefonierverhalten einschätzen.

Die Stiftung Warentest hat die derzeit billigsten Tarife ausgewählt. Der günstigste für Wenigtelefonierer ist Fonic von O2 . Normaltelefonierer liegen mit E-Plus Zehnsation Web Classic richtig. Vieltelefonierer sprechen am günstigsten mit E-Plus Time & More All In 200 Web.

Vorsicht Service: Hotline-Kosten der Mobilfunkanbieter sind oft sehr teuer und treiben so die Telefonrechnung zusätzlich in die Höhe. Eine laufend aktualisierte Liste der billigsten Handytarife ist für je zwei Euro unter www.test.de/downloads erhältlich.

AK Test: Bio für Babys kann teuer kommen!

Große Preisunterschiede bei Biobrei und Biomilch – Bio-Supermärkte am teuersten

In den Geschäften ist nicht nur das Bio-Angebot von Anfangs-, Folgemilch, Dinkel- oder Haferflockenbrei für Babys groß, sondern auch der Preisunterschied. Die Preise können bei Biomilch, Bio-Hirse- oder Bio-Dinkelbrei bis zum Doppelten auseinander liegen. Das zeigt ein AK Preistest vom August bei zehn Bio-Lebensmitteln für Babys in vier Drogerie-, vier Super- und drei Bio-Supermärkten in Wien. Am teuersten kaufen Eltern in Bio-Supermärkten ein.

Bei Bio-Milch, Bio-Hirsebrei oder Bio-Dinkelbrei für Babys gibt es gewaltige Preisunterschiede. „So kostet beispielsweise die jeweils günstigste Bio-Anfangsmilch 8,69 Euro in einem Drogeriemarkt und 17,50 Euro in zwei Bio-Supermärkten – das sind um 100 Prozent mehr“, sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Auch beim Bio-Karotten-Gemüsebrei lohnt sich ein Preisvergleich: 3,90 Euro im Drogeriemarkt, 6,50 Euro im Bio-Supermarkt – eine Differenz von zwei Drittel.

Der Warenkorb-Preistest zeigt: Drogeriemärkte und Supermärkte sind am billigsten. Der Warenkorb von zehn Bio-Baby-Lebensmitteln kostet durchschnittlich 77 Euro in Drogeriemärkten, knapp 78 Euro in Supermärkten. „In Bio-Supermärkten geben Eltern am meisten aus“, sagt Delapina, „der Warenkorb kostet durchschnittlich 112 Euro.“ Bio-Supermärkte sind also am kostspieligsten – Eltern zahlen durchschnittlich um fast die Hälfte mehr als in Drogerie- oder normalen Supermärkten.

Die AK Tester haben den billigsten Grundpreis von zehn Bio-Lebensmitteln für Babys erhoben: Anfangs-, Folgemilch, Reisschleim, Hirse-, Dinkel-, Dinkel-Vollkorn-, Haferflockenbrei sowie im Glas Apfel-, Birnen- und Karotten-Früchtebrei. Getestet hat die AK in vier Drogeriemärkten (Müller, Bipa, DM, Schlecker), vier Supermärkten (Huma/Interspar, Merkur, Billa, Edeka) und drei Bio-Geschäften (Maran, Livit, Biomarket).

Pixel auf Papier: Labor oder Drucker?

Gute Abzüge am billigsten aus dem Labor

Digitale Fotos selbst drucken oder ins Labor geben? Ein Systemvergleich der Stiftung Warentest offenbart: einen klaren Technologiesieger gibt es nicht. Es kommt auf den Drucker und das Labor an, so die Zeitschrift test in ihrer August-Ausgabe.

Vorurteile wie „Tintendrucke verblassen schnell“ sind längst überholt. Gute Tintendrucker liefern eine bessere Bildqualität als so manches Labor und in Punkto Lichtbeständigkeit können die Tintenbilder auch mithalten.

Bei großen Aufträgen raten die Tester aber, Abzüge im Handel zu bestellen. Das ist günstiger als selbst ausdrucken und die Bildqualität stimmt in der Regel auch. Wer seine digitalen Bilder in einem FujiColor-Großlabor (zum Beispiel bei Media Markt oder Rossmann) entwickeln lässt, muss allerdings bei manchen Motiven mit aufgepeppten Farben rechnen.

Hobbyfotografen, die ihre digitalen Bilder zu Hause ausdrucken möchten, zahlen beim Kauf von Fotopapier und Tinte im Sparpack mit 25 bis 75 Cent pro Bild immer noch mehr als im Handel. Dort ist ein Bild bereits ab 10 Cent erhältlich. Spezielle Fotodrucker sind für den Fotoabzug zu Hause nicht nötig. Normale A4-Farbtintendrucker erreichen mittlerweile eine erstaunliche Fotoqualität.
Von so genannten Sublimationsdruckern, die das Fotopapier mit farbigen Folien überziehen, rät die Stiftung Warentest ab: Die Bilder bleichen schnell aus.

Bestellungen im Internet lohnen sich wegen zusätzlicher Bearbeitungs- und Versandkosten nur bei größeren Mengen. Ein schneller DSL-Internetzugang mit Pauschalpreis („Flatrate“ ) ist von Vorteil.

Fazit: Wenige, besonders eilige Fotos selbst ausdrucken, den großen Schwung Urlaubsbilder ins Labor bringen.
Alle Ergebnisse des Tests stehen in der August-Ausgabe von test und im Internet unter www.test.de

Test: Preis-Check im Supermarkt

Wer seinen Wocheneinkauf gleich auf einmal erledigt, kann sich etwas ersparen, wenn er auf die Grundpreise schaut. Ein AK Micro-Warenkorb-Test vom April von 40 Lebens-, Toilette- und Reinigungsmitteln mit dem jeweils günstigsten Grundpreis in elf Wiener Supermärkten zeigt: Den billigsten Wocheneinkauf gibt’s bei Lidl, den teuersten bei Adeg – Ersparnisse bis zu zehn Euro sind drinnen.

Was kostet ein Warenkorb für den wöchtenlichen Bedarf in den Supermärkten?
Lidl 43,01 Euro
Penny Markt 43,29 Euro
Merkur 45,18 Euro
Interspar 45,60 Euro
Hofer 46,06 Euro
Plus Markt 46,26 Euro
Zielpunkt 46,94 Euro
Edeka 48,85 Euro
Spar 49,71 Euro
Billa 51,64 Euro
Adeg 52,62 Euro

Die Warenkörbe sind seit Dezember geringfügig teurer geworden – um durchschnittlich 1,2 Prozent.

Der Micro-Warenkorb-Test zeigt auch, dass die Preise bei den jeweils billigsten erhältlichen Lebensmitteln enorm auseinander liegen können. Den größten Preisunterschied orteten die AK Tester bei Kartoffeln: Das jeweils günstigste erhältliche Kilogramm Kartoffel kostet 0,33, bis 1,25 Euro – eine Differenz bis zum Dreifachen.

Die AK rät zu einem Grundpreisvergleich, also den Preis pro Liter oder Kilogramm. Denn gleiche Produkte werden oft in verschiedenen Größen angeboten. Der Grundpreis ist am Regalschild im Supermarkt meistens rechts unten angeschrieben.

Die AK Tester haben die Preise von 40 Lebens-, Toilette- und Reinigungsmitteln des wöchentlichen Bedarfs in elf Wiener Supermärkten Ende März und Anfang April erhoben und verglichen. Es wurde das jeweils günstigste erhältliche Produkt erhoben. Kontrolliert wurden die Preise z.B. von 1 Kilo Kartoffeln, 1 Kilo Bananen, 1 Liter Vollmilch, 100 Gramm Schokolade, 1 Liter Tafelessig, 100 Milliliter Zahnpaste, 100 Milliliter Duschgel oder 1 Liter Geschirrspülmittel. Die AK Tester prüften bei Lidl, Penny Markt, Merkur, Interspar, Hofer, Plus Markt, Zielpunkt, Edeka, Spar, Billa und Adeg.

Test: Teure Wocheneinkäufe

Wer genau kalkuliert, kann bei Wocheneinkäufen den Geldbeutel schonen

Wer bei einem Wocheneinkauf den Rechenstift ansetzt, kann bis zu 13 Euro sparen. Das zeigt ein AK Mikro-Warenkorb-Test für den wöchentlichen Einkauf von 40 Lebens-, Toilette- und Reinigungsmitteln mit dem jeweils günstigsten Grundpreis in elf Wiener Supermärkten. Den billigsten Warenkorb gibt’s bei Penny, den teuersten bei Adeg. Die AK Konsumentenschützer raten: Ein Grundpreis-Vergleich macht sicher!

Die AK Tester haben die Preise von 40 Lebens-, Toilette- und Reinigungsmitteln des wöchentlichen Bedarfs mit dem jeweils günstigsten Grundpreis in elf Wiener Supermärkten im Dezember 2006 erhoben und verglichen. Kontrolliert wurden die Preise z.B. von Kartoffeln, Bananen, Vollmilch, Eier, Schokolade, Tafelessig, Zahnpaste, Duschgel, Geschirrspülmittel, Taschentücher. Die AK Tester prüften bei Hofer, Zielpunkt, Spar, Billa, Penny Markt, Adeg, Lidl, Edeka, Merkur, Interspar und Plus-Markt.

Was kostet ein Warenkorb für den wöchentlichen Bedarf in den Supermärkten?

Penny Markt 42,18 Euro
Lidl 43,49 Euro
Hofer 44,30 Euro
Zielpunkt 44,84 Euro
Plus Markt 45,31 Euro
Interspar 46,12 Euro
Merkur 46,43 Euro
Edeka 48,22 Euro
Spar 50,93 Euro
Billa 51,51 Euro
Adeg 55,48 Euro

Auch die Preisunterschiede zwischen den jeweils günstigsten Produkten können groß sein: So orteten die AK Tester je nach Supermarkt bei der jeweils billigsten erhältlichen Zahnpaste (100 Milliliter) Preisdifferenzen von fast 300 Prozent. Die Preise betragen zwischen 0,55 und 2,12 Euro. Ein Stück der billigsten Seife kostet je nach Supermarkt 22 bis 79 Cent – eine Differenz von 260 Prozent.

Die AK rät, den Grundpreis zu vergleichen, also den Preis pro Liter oder Kilogramm. Gleiche Produkte werden sehr oft in verschiedenen Packungsgrößen angeboten. Wer auf den Grundpreis schaut, sieht am ersten Blick, welche Packungsgröße bzw. welches Produkt billiger kommt! Der Grundpreis ist am Regalschild im Supermarkt meistens rechts unten angeschrieben.

SERVICE: Die Mikro-Warenkorb-Erhebung finden Sie unter http://wien.arbeiterkammer.at .

Test: Beratung bei Saturn, MediaMarkt & Co.

Nomen est omen: Als einziger bundesweit vertretener Elektronikmarkt bekam expert ein „Gut“ für die Beratung beim Kauf. Bei einem Test der Stiftung Warentest stellte sich außerdem heraus, dass kein Elektronikmarkt durchweg niedrige Preise anbietet. Auch zwischen einzelnen Filialen schwanken die Preise.

Für die Oktober-Ausgabe von test hatte die Stiftung die Beratungsleistung der Verkäufer von Unterhaltungselektronik bei fünf bundesweit vertretenen Elektronikmärkten und zwei Kaufhäusern untersucht.

Dabei stellte sich heraus, dass die Verkäufer in jedem dritten Fall auf die Fragen nach einer passenden Digitalkamera, einem Notebook oder einem hochauflösenden Fernseher keine Lösung oder nur eine mit deutlichen Mängeln parat hatten.

Bei ProMarkt und MediMax reichte es trotz des freundlichen Verkaufspersonals nur für ein „ausreichendes“ Qualitätsurteil, weil Kundenprobleme nur unzureichend gelöst wurden und das Fachwissen nicht tief genug war.

Wer sich bei den Fachmärkten auf Slogans wie „Geiz ist geil“ oder „echte Tiefpreise“ verlässt, kann leicht draufzahlen. Wer sparen will, muss die Preise vergleichen, die sich häufig auch von Filiale zu Filiale unterscheiden. Die Tester fanden einen LCD-Flachfernseher von Philips einmal für 879 Euro, bei anderen Anbieter kostete er stolze 1150 Euro. Den „billigsten“ Anbieter gibt es nicht.