„Grünländer Käse“ von Hochland erhält den Goldenen Windbeutel 2020

Goldener Windbeutel

– foodwatch-Aktion am Firmensitz im Allgäu
– Repräsentative Umfrage bestätigt: 78 Prozent durch Hochland-Werbung in die Irre geführt
– foodwatch: Kontrollbehörde muss Täuschung beenden – Frist bis zum 22. September

Goldener Windbeutel
Hochland verspricht „Milch von Freilaufkühen“, wirbt mit einer „grünen Seele“ und einer wie eine Wiese gestalteten Verpackung. Tatsächlich stehen die „Freilaufkühe“ aber im Stall.
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Betrug mit Lebensmitteln früher erkennen

Experten verschiedener Disziplinen unterstützen BVL bei Entwicklung eines nationalen Konzeptes

Die Bekämpfung von Lebensmittelbetrug ist seit dem Pferdefleischskandal im Jahr 2013 stärker in den Fokus der Behörden und der Öffentlichkeit gerückt. Beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist ein Expertenbeirat für Lebensmittelbetrug ins Leben gerufen worden. Experten aus verschiedenen Behörden werden künftig mit ihrem interdisziplinären Wissen das BVL bei der Entwicklung eines nationalen Systems zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug unterstützen.

Dabei geht es in erster Linie um die Entwicklung eines nationalen Frühwarnsystems vor Lebensmittelbetrug, aber auch Fragen der Vorbeugung und der Aufklärung von irreführenden Praktiken sollen thematisiert werden. „Die globalisierten Warenströme und die damit verbundenen komplexen Lieferbeziehungen haben Betrügern zusätzliche Möglichkeiten eröffnet“, sagt BVL-Präsident Dr. Helmut Tschiersky. „Deshalb werden wir uns dem Thema in Zukunft verstärkt widmen.“ Mit neuen Werkzeugen zur Erfassung und Auswertung von Warenströmen und neuen analytischen Methoden zum Nachweis von Verfälschungen bei Lebensmitteln sollen Betrug und Verbrauchertäuschung in der Lebensmittelkette aufgespürt und vermindert werden.

Die Mitglieder des Expertenbeirates kommen aus verschiedenen Behörden und Einrichtungen des Lebensmittelbereiches, aber auch Vertreter des Bundes- und Zollkriminalamtes, des Statistischen Bundesamtes und zweier Schwerpunktstaatsanwaltschaften gehören dem Gremium an.

Das nationale Konzept zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug wird in enger Abstimmung mit dem von der EU-Kommission gegründeten Food-Fraud-Netzwerk entwickelt. In diesem nach dem Pferdefleischskandal ins Leben gerufenen Netzwerk tauschen sich die 28 Mitgliedstaaten über Betrugsfälle aus und erörtern geeignete Bekämpfungsmaßnahmen. In Deutschland wurde das BVL als nationale Kontaktstelle für Lebensmittelbetrug (Food Fraud Contact Point FFCP) benannt. Es stellt den Informationsaustausch mit den Bundesländern, den anderen EU-Staaten und der Europäischen Kommission sicher.

www.bvl.bund.de

Erdbeeren

142.780 Tonnen betrug die Erntemenge von Erdbeeren im vergangenen Jahr in Deutschland. In diesen Tagen startet in Deutschland die neue Erdbeersaison. Ein breites Sortenspektrum und eine moderne Kulturtechnik verlängern das Erntefenster, so dass die Verbraucher bereits im Frühjahr und bis in den Spätsommer deutsche Erdbeeren genießen können. Die Zahl der Erdbeersorten wird auf über 1.000 geschätzt, davon wird in Deutschland vor allem die mittelfrühe Sorte „Elsanta“ angebaut, gefolgt von den Sorten „Flair“ und „Clery“.

Die Hauptanbaugebiete für Erdbeeren lagen im Jahr 2013 in Niedersachsen (4.307 ha), Nordrhein-Westfalen (3.573 ha), Baden-Württemberg (3.872 ha) und Bayern (2.366 ha) auf einer Gesamtanbaufläche von 19.434 ha in rund 2.400 Betrieben. Importiert wurden im vergangenen Jahr 110.787 Tonnen Erdbeeren, wobei die größte Einfuhr aus Spanien, den Niederlanden und Italien erfolgte. Insgesamt 11.802 Tonnen wurden unter anderem nach Österreich, in die Tschechische Republik oder nach Frankreich exportiert.

Erdbeeren liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sind dazu noch kalorienarm. Das trägt auch zur Beliebtheit der Obstsorte bei den Verbrauchern in Deutschland mit einem über die Jahre fast gleichbleibenden Verbrauch von rund 3,5 kg pro Kopf bei.
Quelle: BMEL, Destatis

100 Jahre kommerzielle Luftfahrt

Am 1. Januar 1914 begann der Linienluftverkehr in den USA

Am 1. Januar 1914 beförderte die „St. Petersburg-Tampa Airboat Line“ erstmals Passagiere im kommerziellen Liniendienst. Pilot Anthony Jannus flog mit einem Flugboot Benoist XIV täglich zweimal St. Petersburg – Tampa, Florida. Die Flugzeit für die knapp 30 Kilometer betrug 23 Minuten. Der erste zahlende Passagier war der Bürgermeister von Tampa, Abraham C. Pheil. Der Flugpreis betrug 5 US $ für das One-Way-Ticket. In den vier Monaten ihres Bestehens beförderte die „St. Petersburg-Tampa Airboat Line“ 1205 Passagiere. Alleine die Fluggesellschaften der Lufthansa Group befördern heute jährlich über 100 Millionen Fluggäste weltweit an über 250 Destinationen.

Was damals eine technologische Sensation war, ist heute fester Bestandteil der Lebensrealität in modernen Gesellschaften. Mobilität ist ein Bestimmungsfaktor für Freiheit und Selbstbestimmung. Darüber hinaus ist sie für die Wettbewerbsfähigkeit und für den Wohlstand von Gesellschaften zu einem zentralen Faktor geworden. Globaler Luftverkehr ist zu einem Transmissionsriemen für Industrie und Handel geworden. Rund 3 Milliarden Menschen – das entspricht circa 44 Prozent der Weltbevölkerung – steigen jährlich in ein Flugzeug und legen damit rund 30 Milliarden Kilometer zurück.

Die Flugzeugtechnologie und der Flugbetrieb der Airlines machten technologisch stetig weitere Fortschritte. Fliegen war nie sicherer als heute und auch beim Passagierkomfort, der Verbrauchseffizienz und beim Lärm erzielt die Branche immer neue Rekordwerte. So wird die nächste Generation von Langstreckenflugzeugen der Lufthansa nur noch 2,9 Liter pro Passagier und hundert Kilometer verbrauchen. Diese Flugzeuge werden 25 Prozent weniger CO2 ausstossen und rund 30 Prozent leiser sein als ältere Modelle. Die Lufthansa Group hat im September 59 hochmoderne Langstreckenjets bestellt.

Auch bei den Unternehmen der Lufthansa Group ist Pioniergeist seit jeher ein zentraler Antrieb. Schon die „erste“ Lufthansa, die ihren Liniendienst 1926 aufnahm, startete in den „Roaring Twenties“ mit bahnbrechenden Innovationen, wie etwa dem ersten Nachtflug von Berlin nach Königsberg, dem Einsatz des ersten „Großflugzeugs“, einer Junkers G31 mit Einbauküchen, die erstmals einen Bordservice ermöglichten. Es folgten bald der Aufbau von interkontinentalen Verbindungen nach Asien und Südamerika.

Und der Pioniergeist ist ungebrochen. Seit Jahrzehnten ist Lufthansa an der Entwicklung neuer Flugzeuge maßgeblich beteiligt. Ingenieure erarbeiten zurzeit gemeinsam mit den Ingenieuren von Boeing und Airbus an der Entwicklung der neuen Boeing 777X und des Airbus A350-900, die ab den Jahren 2020 bzw. 2016 zum Einsatz kommen werden. Die Lufthansa Group ist auch Treiber bei der Entwicklung von Bio-Kraftstoffen. So hat Lufthansa im Jahr 2011 als erste und bisher auch einzige Fluggesellschaft Biokraftstoff im regulären Liniendienst eingesetzt. Am 12. Januar 2012. flog zum Abschluss der Langzeitstudie eine Boeing 747 der deutschen Airline mit Biokraftstoffgemisch von Frankfurt nach Washington D.C. Es war dies der erste mit Bio-Kraftstoff betankte Flug von Europa in die USA.

Betrug bei Amazon

Betrüger ködern mit sensationell günstigen Angeboten für teure Elektronikprodukte Schnäppchenjäger bei Amazon – die Ware liefern sie aber nie – sehr eindrucksvolle Betrugsmasche! Amazon ignoriert das Problem. Die Fachzeitschrift COMPUTER BILD erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe die Methode der Kriminellen und zeigt, woran Käufer einen Betrugsversuch erkennen, denn es handelt sich bei Weitem nicht um Einzelfälle (Heft 9/2013).

Die Scheinangebote der Betrüger tauchen in der Amazon-Preissuche auf und sind kaum von echten zu unterscheiden. Gehen die Kunden darauf ein, dirigieren die Kriminellen ihre Opfer von der sicheren Marketplace-Plattform weg. Als Namen gibt der „Verkäufer“ eine E-Mail-Adresse an, die außerhalb der Handelsplattform liegt, etwa bei Google Mail. Das falsche Versprechen: Der Händler sei schnell und direkt per Mail erreichbar, falls es bei der Kaufabwicklung zu Problemen komme. Und die treten wie von Zauberhand gleich bei der Bestellung auf: Sobald der Kunde den Kaufvorgang startet, schaltet sich Amazon ein und bricht den Vorgang mit einer etwas verwirrenden Meldung ab, es gebe ein Problem mit der Lieferadresse.

Übermittelt der Käufer nun seinen Namen und Lieferadresse direkt an den Verkäufer, schnappt die Falle zu. Denn die Betrüger fälschen damit Amazon-Bestellbestätigung. Die sieht täuschend echt aus und gaukelt dem ahnungslosen Kunden vor, der Kauf würde gerade über Amazon abgewickelt. Gleichzeitig werden die Geprellten per E-Mail aufgefordert, den Kaufbetrag an eine Bank im Ausland zu überweisen – bei Amazon absolut unüblich. Wer jetzt zahlt, sieht sein Geld nie wieder.

Auf Rückerstattung brauchen die Opfer nicht hoffen. „Amazon haftet nicht für Käufe, die außerhalb seines Marketplace getätigt wurden“, informiert IT-Fachanwalt Christian Oberwetter. Unglaublich: Das Problem ist schon seit November 2012 bekannt und wird in zahlreichen Foren und von Verbraucherschützern angeprangert. Amazon erkennt zwar, dass die Opfer von der Marketplace-Plattform herunter gelockt werden sollen und unterbricht die Bestellung. Sinnvoller wäre es jedoch, die Angebote vorzufiltern – also die Täter gar nicht erst zuzulassen.

Vermeiden lässt sich ein Betrug, wenn man die Angebote aufmerksam anschaut. Achten sollten Kunden beispielsweise auf das Händlerlogo. Ist dort lediglich eine E-Mail-Adresse angegeben, ist Vorsicht geboten. Bei auffällig günstigen Geräten ist ebenfalls Skepsis angebracht und niemals sollte man Zahlungsaufforderungen auf ausländische Konten nachkommen. Niemals gierig sein!

www.computerbild.de/sicherheitscenter

Sauerstoff-Behandlung von Fleisch

Frischfleisch im Labortest: Außen scheinbar frisch, innen ranzig – Handelsketten begehen mit Sauerstoff-Behandlung von Fleisch Betrug am Kunden

Frischfleisch in Kühltheken von Supermärkten wird systematisch einer kosmetischen Behandlung mit erheblichen Risiken und Nebenwirkungen für die Kunden unterzogen. Mithilfe eines Gas-Gemisches färben die Handelskonzerne das Fleisch von außen rosig-rot, innen wird es dadurch jedoch schneller zäh und ranzig. Hochkonzentrierter Sauerstoff in der sogenannten „Schutzatmosphäre“ der Packungen sorgt dafür, dass das Fleisch über Tage hinweg wie schlacht-frisch aussieht. Gleichzeitig beschleunigt er den Fettverderb und die Oxidation von Eiweißen, was das Fleisch zäh macht. Einziger Vorteil: Die Produkte lassen sich so aufgehübscht länger und besser verkaufen. „Die Handelsketten gaukeln ihren Kunden Frische vor und jubeln ihnen minderwertiges Fleisch unter“, erklärte Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch. „Aus reinem Gewinninteresse werden in vollem Bewusstsein erhebliche Nachteile für die Kunden in Kauf genommen.“

In einem Labortest ließ foodwatch 17 unterschiedliche Rind- und Schweinefleischprodukte vom Hackfleisch bis zum Schnitzel untersuchen, die luftdicht „unter Schutzatmosphäre“ in Plastikschalen abgepackt waren. Insgesamt wurden 154 Frischfleischpackungen aus Filialen der Handelsketten Aldi (Nord), Lidl, Marktkauf (Edeka-Gruppe) und Rewe analysiert. 120 Mal wurde dabei der Sauerstoffgehalt geprüft. Das Ergebnis: Die vier Handelsketten setzten bei allen getesteten Produkten hochkonzentrierte Sauerstoffatmosphäre ein. 34 Mal wurde zudem der so genannte TBARS-Wert ermittelt, ein Indikator für den Fettverderb. Daraus ergaben sich deutliche Hinweise für eine Ranzigkeit der sauerstoffbehandelten Proben.

„Eine solche Behandlung hat für den Kunden nur Nachteile. Hochkonzentrierter Sauerstoff sollte auf keiner Stufe der Produktion und Verarbeitung von Frischfleisch mehr eingesetzt werden“, sagte Matthias Wolfschmidt. foodwatch forderte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner auf, die Verwendung von Sauerstoff in höheren Konzentrationen als in normaler Umgebungsluft in der gesamten Fleischwirtschaft per Verordnung zu untersagen. Während Einsatz und Kennzeichnung von „Schutzatmosphären“ zwar EU-weit geregelt sind, ist die Zusammensetzung der Gasgemische nicht festgeschrieben – und kann demnach auf nationaler Ebene bestimmt werden.

Sowohl dem Bundesverbraucherministerium als auch den Handelsketten sind die Probleme längst bekannt. Das bundeseigene Max-Rubner-Institut schrieb im Branchenblatt „Fleischwirtschaft“ (Ausgabe 6/2009) in aller Deutlichkeit, „dass keinerlei Notwendigkeit zur Behandlung von Fleisch mit höheren Sauerstoffkonzentrationen besteht, außer einem Vermarktungsvorteil durch Aufrötung erzielen zu wollen. Als ob dies nicht genügen würde, wird derartig dem Sauerstoff ausgesetztes Fleisch auch noch schlagartig ranzig, entwickelt Altgeschmack, erfährt vielfältig stoffliche Umsetzungen der Lipid- und Proteinfraktion und wird zäh.“ Neben solchen sensorischen Mängeln berichten die Wissenschaftler auch von der Bildung gesundheitsgefährdender Cholesteroloxide in Sauerstoff-Atmosphäre. Dabei handele es sich um „anerkannt toxische Substanzen“, die mit der Entstehung von „Arteriosklerose oder auch Krebs“ in Zusammenhang gebracht würden. Die Messer Group, ein Anbieter von Industriegasen, schreibt in einer Produktbroschüre über Sauerstoff unverblümt: „Verursacht die Oxidation von Fetten/Ölen. Erlaubt das Wachstum von aeroben Bakterien und Schimmel, aber erhält die rote Farbe von Fleisch und hemmt anaerobe Bakterien.“

Matthias Wolfschmidt von foodwatch: „Sowohl die Bundesregierung als auch die Branche wissen längst über die Nebenwirkungen und Risiken der Sauerstoff-Behandlung für die Verbraucher, ignorieren und vertuschen sie aber – das ist der eigentliche Skandal.“ Kostenneutrale Alternativen zu den Verpackungen mit Sauerstoff-Atmosphäre sind ebenfalls bekannt. Die Wissenschaftler des staatlichen Max-Rubner-Instituts nennen den Einsatz von Stickstoff statt Sauerstoff oder die Verwendung von Vakuumverpackungen. Der Nachteil für den Handel: Das Fleisch wird dabei nicht künstlich aufgehübscht.

Links:
Mehr Infos und alle Testergebnisse: http://www.foodwatch.de/frischfleisch

Analog – Käse ist Betrug

Analog – Käse ist Betrug

Riesige Mengen an Käse, der vor allem in Produkten wie Pizza oder Käsestangen verwendet wird, ist in Wirklichkeit kein Käse, sondern ein aus Pflanzenfetten, Wasser und Eiweiß zusammen gepanschtes Kunstprodukt. Mit künstlichen Aromen wird dann aus der zähen Masse wahlweise Pizzakäse, Mozzarella oder was der Markt sonst noch nachfragt. Große Fast-Food Ketten, aber auch der Gastronomiegroßhandel verwenden nicht Käse aus Milch, sondern Kunstkäse aus der Retorte. Aufgezeigt wurde diese Praxis durch einen Beitrag von Frontal 21.

„Der Aufschrei über solche Zustände kann gar nicht laut genug sein!
Da werden Verbraucher hinters Licht geführt und die Milchbauern ausgebootet, so dass deren Erlöse weiter sinken“, kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW den ZDF-Bericht. Er wies darauf hin, dass Öko-Produkte ohne solche zweifelhaften Segnungen der Lebensmittelindustrie hergestellt werden: „Bio-Käse ist immer Käse aus 100% Milch. Und Bio-Pizza darf nur mit Bio-Käse hergestellt werden. Für die Naturbelassenheit von Bioprodukten sorgen die strengen Vorschriften der EU-Öko-Verordnung, die auch den Einsatz von Verarbeitungshilfsstoffen auf ein Minimum begrenzt. Die Vorschriften der Verbände des Ökologischen Landbaus sind hier sogar noch restriktiver.“

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW e.V.) ist der Spitzenverband der Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Lebensmitteln in Deutschland.

Mühlen melden Mahlrekord

Mühlen melden Mahlrekord

Im abgelaufenen Jahr haben die deutschen Getreidemühlen etwa 30 Prozent des Brotgetreides für Lebensmittelzwecke verarbeitet. Die Gesamtmenge der hergestellten Mahlerzeugnisse aus Brotweizen und -roggen betrug 6,24 Mio. Tonnen. Mit einem Plus von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr ist dies der höchste Wert seit die Statistik gesamtdeutsch geführt wird. Der Weizenanteil lag bei 87 Prozent, auf Roggenerzeugnisse entfielen 13 Prozent. Im Hinblick auf seine Bedeutung für die deutsche Brotvielfalt ist es erfreulich, dass die langjährige Talfahrt bei Roggen offensichtlich gebremst werden konnte.
Hauptabnehmer für Mahlerzeugnisse sind nach wie vor die kleinen und großen Betriebe des „klassischen“ Backgewerbes. Zunehmende Bedeutung für die vielfältigen Mühlenprodukte haben aber in den letzten Jahren auch weitere zusätzliche Kundenkreise gewonnen: Teiglings- und Tiefkühlhersteller, Stärke- und Süßwarenindustrie sowie andere Branchen der Lebensmittelwirtschaft, die z.B. Soßen, Suppen, Babyfood oder Teigwaren produzieren. Das hat mittelfristig zur wachsenden Nachfrage bei Weizenmahlerzeugnissen geführt.

Betrug mit Besteck- und Topfsets

Münchens früherer Kripo-Chef und Hamburger Ex-Innensenator, Udo Nagel, ist auf einen plumpen Trickbetrug hereingefallen

Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet, ließ sich der einstige Ermittler von einen holländischen Straßenvertreter vermeintlich hochwertige Kochtöpfe sowie Besteck wie ein „Kaiserbach Messerset aus Solingen mit UVP 595 €“ andrehen.

Der Betrüger hatte im September mit seinem Mercedes zufällig vor der Garage des in München lebenden Ruheständlers Nagel gehalten und seine Ware im Kofferraum präsentiert. Angeblich kam er von einer Messe und konnte Töpfe und Bestecke nicht mehr im Flugzeug mitnehmen. Insgesamt sollen Nagel und seine Frau für 550 Euro dem Betrüger minderwertige Waren abgekauft haben – ohne Rechnung.

Die Tochter Nagels entdeckte bei Recherchen im Internet die Seite www.gourmet-report.de/artikel/1622/Reingefallen-Nepp-mit-Messern-und-Toepfen.html über die Gaunermasche: Die als Markenprodukte angepriesenen Waren sind in Wahrheit Billigstprodukte mit Warenwerten von 50 Euro.