Macht Food porn dick?

Tragen Bilder von Essen zu Übergewicht bei?

Instagram, Twitter, Werbung für Essen auf Plakaten… Fotos mit leckeren Sachen sind inzwischen überall präsent. Manchmal toll fotografiert und in Szene gesetzt, manchmal eher als Schnappschuss im Vorbeigehen. Aber kann es sein, dass schon allein das Anschauen zum Übergewichtsproblem beiträgt?

Das britische Portal foodnavigator.com berichtet, dass laut Wissenschaftlern der Oxford University das regelmäßige konfrontiert sein mit „virtuellem Essen“ unseren tatsächlichen Hunger verstärken könnte. Dafür verantwortlich sei, dass damit permanent physiologische und verhaltensbezogene Reflexe stimuliert würden. So könnte die Flut von Essensbildern sehr wohl zur Übergewichtsrate beitragen. Charles Spence und seine Kollegen vermuten, dass Menschen, die Bildern mit hohem Kaloriengehalt ausgesetzt sind auch ihre Konsumgewohnheiten in diese Richtung verstärken werden. Zu den vorhandenen äußeren Anreizen käme das eigene Verhalten der Social Media Nutzer, Essen in jeder Form zu fotografieren und zu veröffentlichen, in sozialwissenschaftlichen Kreisen gerne als „food porn“ bezeichnet. Vorherige Forschungen haben bereits ergeben, dass der Anblick von besonders appetitlichen Dingen auch dann die Esslust wecken kann, wenn man gar keinen Hunger hat.

Die britischen Wissenschaftler weisen aber auch darauf hin, dass man mit diesen Ergebnissen theoretisch jüngere Kinder gezielt für den Gemüseverzehr „konditionieren“ könne, wenn man sie mehr mit Gemüsebildern versorge. Da aber auch jüngere Kinder nicht im „luftleeren Foto-Raum“ aufwachsen, scheint das wohl eine sehr theoretische Annahme.
Britta Klein, www.aid.de

Michel Jost ist neuer Executive Chef im Badrutt’s Palace Hotel

Sein Name: Michel Jost. Seine Nationalität: Schweizer. Seine Leidenschaft: die Kreation von exklusiven Geschmackserlebnissen. Ab Ende Oktober 2015 wird er das Team des Badrutt’s Palace Hotels als Executive Chef verstärken.

Zur Person:
Der Schweizer Küchenchef, ursprünglich aus Genf, hat seine berufliche Laufbahn ganz der Kulinarik gewidmet. Seine Expertise hat sich Michel Jost wortwörtlich einmal rund um den Globus erworben: von Südafrika, Israel und Spanien über Griechenland bis hin zu seinem langjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er seit 2011 im Hotel Yas Viceroy Abu Dhabi tätig war. Die dortigen Restaurants wurden unter seiner Führung, vor allem aufgrund der hervorragenden asiatischen und internationalen Küche, mehrfach von der Medien- und Fachwelt nominiert und ausgezeichnet. Zudem zeichnete er für die Planung und Umsetzung von Großveranstaltungen verantwortlich, beispielweise für das Catering bei den jährlichen Formel-1-Rennen oder dem Weltwirtschaftsforum 2013.

Von der Insel im Persischen Golf in das schillernde Alpendorf St. Moritz:
Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung entschied Michel Jost sich für das Wahrzeichen von St. Moritz – das Badrutt’s Palace Hotel. Seine Beweggründe erklärt er wie folgt: „Ich möchte mit Spitzenleistungen dazu beitragen, dass Gäste, vor allem in unserer schnelllebigen Gesellschaft, bei dem Genuss von kreativen Kochkünsten innehalten und wir damit eine einmalige Wiedererkennung schaffen. Das Badrutt’s Palace Hotel hat mich mit seiner einmaligen Atmosphäre und dem starkem Team, das hinter diesem Hotel steht, sehr schnell davon überzeugt, dass ich ein Teil dieser Palace-Familie sein möchte. Ich freue mich auf die Chance, als Executive Chef die Kulinarik des Traditionshotels ab der kommenden Wintersaison mitgestalten und repräsentieren zu dürfen.“

365 kg Fleisch im Jahr! Klimakiller

Weniger Fleisch auf dem Teller schont das Klima – DGE unterstützt Forderungen des WWF nach verringertem Fleischverzehr

Eine Umstellung des Ernährungsverhaltens kann erheblich zum
Klimaschutz beitragen. Der World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF)
ging in einer Studie der Frage nach, welche Auswirkungen unsere
Lebensmittelauswahl auf den globalen Ressourcenverbrauch sowie das
Treibhauspotenzial hat. Insbesondere eine fleischbetonte Ernährung kann
dazu beitragen, dass naturbelassene Regionen in Agrarland umgewandelt, die
Artenvielfalt der Erde gemindert und wichtige Lebensräume zerstört
werden, so die Studienergebnisse des WWF, die er am 1. April 2015 in Berlin
vorstellte[1]. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
begrüßt die Offensive zum verringerten Fleischverzehr und spricht sich
sowohl aus Gründen der Gesundheitsförderung als auch der Nachhaltigkeit
für einen geringeren Verzehr von Fleisch, Fleischwaren und Wurst aus.

In der Klimabilanz pflanzlicher und tierischer Lebensmittel gibt es
deutliche Unterschiede. Nahezu 70 % der Treibhausgasemissionen unserer
Ernährung lassen sich auf tierische Lebensmittel zurückführen, auf
pflanzliche Produkte dagegen nur etwa 30 %. Auch in der Nutzung der
Agrarfläche, die für Ernährungszwecke kultiviert wird, zeigt sich ein
ähnliches Bild: Nach Angaben des WWF dienen fast 70 % der Tiererzeugung,
30 % dem Anbau pflanzlicher Lebensmittel. Eine Ernährung mit mehr
pflanzlichen Lebensmitteln würde dem Klimaschutz und der besseren
Ausnutzung der landwirtschaftlichen Nutzfläche dienen. In der vollwertigen
Ernährung nach den Empfehlungen der DGE stellen pflanzliche Lebensmittel
die Basis dar. Die Bevorzugung von Gemüse und Obst sowie Getreideprodukten
und Kartoffeln dient sowohl einer gesunderhaltenden als auch einer
nachhaltigen Ernährung. Tierische Lebensmittel sollten in kleineren
Portionen und möglichst fettarm den Speisenplan ergänzen.

Die Realität sieht allerdings anders aus: In Deutschland verzehren Männer
über 1 000 g Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren pro Woche. Damit
überschreiten sie deutlich den von der DGE zugrunde gelegten
Orientierungswert von 300 bis 600 g pro Woche. Frauen liegen mit knapp
600 g pro Woche an der oberen Grenze. Von der wünschenswerten Menge von
400 g Gemüse pro Tag erreichen Männer und Frauen hingegen nur ein
Drittel.

[1] WWF Deutschland: Das große Fressen. Berlin (2015):

www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/das-grosse-fressen/

Kreativster Hobbykoch Thüringens 2015

Wir erhielten folgende email:

Wir suchen den kreativsten Hobbykoch/Hobbyköchin Thüringens 2015

Wir rufen diesen Wettbewerb ins Leben, der jährlich wiederkehrend kreativen Hobbyköchinnen/köchen eine Plattform bieten soll. Damit wollen wir dazu beitragen, die Freude am Kochen am Leben zu erhalten, oder wieder zu wecken.

Frisch kochen, mit regionalen und in die Saison passenden Zutaten, dass ist gesund und macht Spaß. Und noch mehr Spaß macht es, sich mit anderen darüber auszutauschen, Neues zu entdecken und auszuprobieren.

Wir freuen uns auf viele Bewerbungen und sind gespannt, wie kreativ sich die Hobbykochwelt Thüringens den Herausforderungen stellt. Teilnehmen können alle Interessenten die in Thüringen wohnen, oder hier ihre Wurzeln haben.

www.cookingpokal.de/

Peter Herrmann

Das neue Reiseangebot „Kulinarische Auszeit für Genießer“ vom Hotel auf der Wartburg bietet individuelle Betreuung auf höchstem Niveau und wurde entwickelt für alle Kulinarik- und Kulturinteressierten, die ihren Besuch auf der traditionsreichen Wartburg mit besonderen Erlebnissen bereichern wollen.

Es beinhaltet drei Übernachtungen und wird an folgenden Terminen angeboten: 19. bis 22. April 2012, 14. bis 17. Juni 2012, 2. bis 5. August 2012 und 18. bis 21. Oktober 2012. Zu den Höhepunkten des Reiseangebotes zählt der exklusive Ausflug mit Hoteldirektor Mathias Gerds zum Weingut Weinhaus zu Weimar (Schloss Proschwitz) mit Führung und Verkostung der hochwertigen Weine aus dem Hause von Dr. Georg Prinz zur Lippe. Im Anschluss an den Besuch des Weinguts findet für die Hotelgäste eine individuelle Werksführung in der traditionsreichen Porzellanmanufaktur Kahla statt.

Ein weiterer Höhepunkt wird der gemeinsame Besuch mit Küchenchef Peter Herrmann bei ausgewählten regionalen Lieferanten sein, bei dem die Gäste das Land und die Leute kennenlernen, die zur Qualität seiner Küche beitragen. Weitere Bestandteile des Angebotes sind ein romantischer Champagnerempfang auf der historischen Wartburg mit Blick über den Thüringer Wald, drei Drei- bis Sechs-Gänge-Menüs sowie freie Nutzung des Vitalbereichs „Jungbrunnen“.

Das Arrangement ist Teil des neu entwickelten Kulinarikkonzeptes, zu dem auch das ab 23. Juni 2012 regelmäßig stattfindende „Grillen mit Winzern“ im Innenhof des Hotels auf der Wartburg zählt.
http://wartburghotel.arcona.de/

Das Schadstoff-Lexikon

Kein Tag ohne vermeintliche Aufregung rund um angeblich unsichere Lebensmittel. Können Sie noch unterscheiden, ob es sich lohnt um einen bestimmten Schadstoff besorgt zu sein? Oder ob vielleicht nur allgemeine Unsicherheit öffentlich ausgebreitet wird?

Essen ist in der Regel hoffentlich mehr als maximale Risikovermeidung, nämlich ein Vergnügen. Sollte es jedenfalls sein. Damit Sie eventuellen Verunsicherungen gelassener begegnen können gibt es das aid-Schadstoff-Lexikon, das Sie zur Hand nehmen können, wenn wieder mal ein Schadstoff durch die Medien geistert. Es enthält viele Tipps für den Einkauf, die Handhabung von Lebensmitteln und zur Hygiene, die im Umgang mit ihnen selbstverständlich sein sollte. So können Sie in vielen Fällen dazu beitragen, das eigene Risiko deutlich zu mindern.
www.aid.de

aid-Heft „Das Schadstoff-Lexikon – In Lebensmitteln unerwünscht“,

Bestell-Nr.: 61-1604, ISBN/EAN: 978-3-8308-1004-9
Preis: 2,50 EUR (Rabatte ab 10 Heften) zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

"University of Fish": Regelmäßiger Fischgenuss hält gesund und fit

Am vergangenen Dienstag referierte Prof. Dr. Maria Koch im Rahmen der „University of Fish“ von „Deutsche See“ Fischmanufaktur über das Thema „Vitamin D bis Omega 3: Warum Fisch auf keinem Speiseplan fehlen darf“. Bei der Veranstaltung in der Universität Hamburg ging es auch um die Frage, welche Fischarten besonders nährstoffreich sind und dadurch zu einer gesunden Lebensweise beitragen.

Kabeljau mit Gemüse, Lachs-Pasta oder ein Fischbrötchen für Zwischendurch: Fisch und Meeresfrüchte sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Denn der Genuss aus dem Meer enthält überdurchschnittlich große Mengen an Jod, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren – Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht. Durch diese besonders hohe Nährstoffdichte sei Fisch ein Muss auf dem Teller, und zwar in allen Lebenslagen, betont Prof. Dr. Maria Koch, Lebensmitteltechnologin bei „Deutsche See“. „Daher sollten Fisch und Meeresfrüchte ein- bis zweimal pro Woche verzehrt werden.“

Jod ist ein Spurenelement, das nur in geringer Menge im Körper vorhanden ist. Um Mangelerscheinungen wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen vorzubeugen, hilft das Würzen von Speisen mit jodiertem Salz oft nur bedingt. Als besonders schmackhafte und effektive Jodlieferanten eignen sich hingegen Magerfische. „Bereits 100 g Schellfisch, Seelachs oder Kabeljau decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Jod. 100 g Meeräsche reichen sogar aus, um den Körper zwei Tage lang mit Jod zu versorgen“, sagt Koch.

Besonders deutlich sei laut den Nationalen Verzehrstudien des Max-Rubner-Instituts die Unterversorgung der Bevölkerung mit Vitamin D, so Koch. Dabei ist für Kleinkinder und Senioren die Zufuhr von Vitamin D besonders wichtig, da es die Knochen stärkt und vor Osteoporose schützt. Hier punkten Fettfische wie Hering und Lachs, die besonders reich an Vitamin D sind. „Um auf die gleiche Vitamin-D-Zufuhr zu kommen, die der Verzehr von 100 g atlantischem Hering bietet, müsste ein Mensch 90 Liter Milch oder 2 kg Butter zu sich nehmen“, berichtet Koch, die an der Hochschule Bremerhaven Lebensmitteltechnologie lehrt.

Und nicht nur in Sachen Vitamin D sind Fettfische unschlagbar. Sie verfügen auch über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese langkettigen, ungesättigten Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle für das menschliche Gehirn und Nervensystem. Besonders Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Omega-3-Fettsäuren. Durch die in Fettfischen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren kann ihr Verzehr auch zur Prävention von Gefäßerkrankungen beitragen.

Zum Schluss der Veranstaltung betonte Koch, dass es hinsichtlich des Nährstoffgehalts kaum einen Unterschied mache, ob der Fisch frisch oder tiefgekühlt sei oder aus der Konserve komme. „Hauptsache, der Mensch nimmt Fisch zu sich und genießt ihn. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: gesunde Ernährung und Genuss“, so die Lebensmitteltechnologin.

Verlangen Sie immer lokales Mineralwasser!

Der Klimawandel fordert uns alle: Auch die Verbraucher können dazu beitragen den Ausstoß von Klimagasen zu reduzieren. Sich im Restaurant ein Wässerchen aus Italien zum Wein zu bestellen, das mit dem Lastwagen über den Brenner transportiert wurde, trägt definitiv nicht dazu bei. Verlangen Sie immer lokales Mineralwasser!
Expertenschätzungen des Heidelberger Institutes für Energie- und Umweltforschung (IFEU) zufolge legt ein solches „internationales Wasser“ im Schnitt 850 Kilometer zurück, bis es in unserer Kehle prickelt. Das gleiche Prickeln erlebt der Verbraucher jedoch auch, wenn er ein deutsches Produkt wählt, das laut einer aktuellen Studie des Instituts im Schnitt immerhin 260 Kilometer gereist ist, berichtet die Wochenzeitung „Die Zeit“.

Selbst in noblen Lodges exotischer Ferienziele kann der Gast französische oder italienische Marken ordern. Zu diesen Zielen werden die schweren Glasflaschen im Zweifel gleich über die zehnfache Strecke oder mehr verfrachtet. Der Transport schlage in der Ökobilanz eines Mineralwassers mit 30 Prozent zu Buche und sei der entscheidende Faktor für die Umweltlast.

Mit dem Kauf regionalen Wassers könnte der Verbraucher einerseits das Klima schonen und gleichzeitig die eigene Region fördern. Zudem füllten die deutschen Brunnenbetriebe ihr Wasser überwiegend in Mehrwegflaschen ab, die den meisten Studien zufolge ökologische Vorteile hätten, aber im Handel gegen die Einwegprodukte das Rennen verlieren. Über 130 Liter Mineralwasser trinkt jeder deutsche Verbraucher im Schnitt jedes Jahr. Nach Kaffee und noch vor Bier sei es das zweit beliebteste Getränk. Leider profitieren die regionalen Brunnen von diesem Trend erst wenig, doch nun setzen einige von ihnen zu offensiven Marketingstrategien an. Was beim Essen bereits gut funktioniert – beispielsweise die Vermarktung von lokalem Honig, regionaler Milch oder Fleisch vom Bauern am Stadtrand – soll nun auch dem regionalen Mineralwasser Aufschwung verleihen.

Geschafft haben es bereits diejenigen Brunnen, die ihrer Marke zu einem Kultstatus verholfen haben. In den Szenekneipen der Promi- und Luxusinsel Sylt beispielsweise wird wie selbstverständlich Wert auf das lokale Mineralwasser gelegt. Auf der Insel sprudelt es im Naturschutzgebiet aus 650 Metern Tiefe. Näher am Verbraucher geht es kaum.
Friederike Eversheim, www.aid.de

Geschmackstage 2010

Geschmackstage 2010: DLG mit Parcours der Sinne

Sensorisches Schulungsprogramm am 4. und 5. Oktober in Frankfurt am Main

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) beteiligt sich auch 2010 wieder an den bundesweit stattfindenden Geschmackstagen. Die Veranstaltung, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Sternekoch Johann Lafer entwickelt wurde, fördert den gesunden Genuss, die Wertschätzung von qualitätsvollen Lebensmitteln sowie Produkte aus regionaler Erzeugung. Die DLG ist offizieller Partner der Geschmackstage, die in diesem Jahr zum dritten Mal veranstaltet werden. Die DLG, das älteste Testinstitut Europas für sensorische Qualitätsprüfungen, fördert mit ihrem „Parcours der Sinne“ die bessere Sinneswahrnehmung und Geschmacksbildung sowie den bewussten und qualitätsorientierten Umgang mit Lebensmitteln. Im eigenen Sensorikzentrum in Frankfurt am Main bietet die DLG Schülern, Studenten sowie interessierten Verbrauchern die Möglichkeit, die eigenen Sinne zu schulen sowie die sensorische Qualität von Lebensmitteln beurteilen zu lernen. Vorträge zum Thema Lebensmittelsensorik vermitteln das nötige Basiswissen. Das sensorische Schulungsprogramm findet am 4. und 5. Oktober mehrfach statt und dauert ca. zwei Stunden. Anmeldungen sind nur als Gruppe ab fünf Personen möglich. Ausführliche Informationen unter www.DLG.org/Geschmackstage.

Die Teilnehmer des Sinnen-Parcours erwarten an fünf Teststationen Aufgaben, die ihre sensorischen Fähigkeiten in den Bereichen „Sehen“, „Riechen“, „Tasten“, „Schmecken“ und „Hören“ überprüfen. Jede Station bietet die Möglichkeit, kleine Experimente zu bearbeiten und Rätsel zu lösen. Ob beim Sortieren von unterschiedlichen Farbröhrchen, bei der Suche nach bestimmten Gerüchen oder beim genauen Hinhören, um zu erfassen, welche Lebensmittel sich in den Schüttelbechern verbergen. Die unterhaltsamen, aber inhaltlich anspruchsvollen Aufgaben sollen dazu beitragen, dass jeder seine eigenen Fähigkeiten in der Sinneswahrnehmung besser kennen und einschätzen lernt. Denn die sinnliche Wahrnehmung ist eine der zentralen Faktoren für die Auswahl und Akzeptanz eines Lebensmittels oder einer Mahlzeit. Sie beeinflusst das Ernährungsverhalten nachhaltig. Die sensorische Qualität und ihre Beurteilung sind deshalb wesentliche Bausteine in der Ernährungserziehung. Mit dem „Parcours der Sinne“ leistet die DLG einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Geschmacks- und Sinnenbildung.

DLG-Testzentrum Lebensmittel

Dank seiner Fach- und Methodenkompetenz ist das DLG-Testzentrum führend in der Qualitätsbewertung von Lebensmitteln. Ein neutrales Experten-Netzwerk sowie Prüfmethoden auf Basis aktueller wissenschaftlich abgesicherter und produktspezifischer Qualitätsstandards garantieren Neutralität und Qualitätstransparenz. Im Rahmen der Qualitätsprüfung verleiht das DLG-Testzentrum Lebensmittel die Auszeichnungen „DLG-prämiert“ in Gold, Silber oder Bronze.

Weitere Informationen: www.geschmackstage.de.

Johanna Maier

3sat, Dienstag, 16.02., 13:45 – 14:30 Uhr

Ihre Geschichte mutet an wie aus einem Märchen: Als Mädchen lebte sie in ärmlichen Verhältnissen im österreichischen Radstadt im Salzburgerland und musste durch Bügeln zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, wofür man sie oft hänselte. Den Belastungen konnte Johanna nur bei der Oma entfliehen, die ihrer Enkelin aus bescheidensten Zutaten wunderbare Gaumenfreuden zauberte. Während ihrer Kellnerausbildung trat eines Tages ein ‚Märchenprinz‘ in Johannas Leben: Dietmar Maier. Seinen Eltern gehörte der angesehene ‚Hubertushof‘ in Filzmoos. Johanna und Dietmar verliebten sich und gingen 1969 zusammen nach Paris, wo Johanna zunächst als Au-pair-Mädchen arbeitete und Dietmar in der Küche eines Restaurants. 1971 kehrten beide nach Österreich zurück, denn Johanna war schwanger. Dass sie und Dietmar beabsichtigten, zu heiraten, missfiel Dietmars Eltern. Dennoch zog das junge Paar zu ihnen in den ‚Hubertushof‘. Dietmar und seine Mutter führten die Küche, Johanna bekam alle niederen Aufgaben, für die sich kein Personal fand. Als sich Johannas Schwiegermutter schließlich zurückzog, übernahm Johanna die Küche – damals kochte sie noch ganz konventionell. Nach ihrer ersten erfolgreichen Saison 1984 feierte das Paar mit einem feinen Essen bei den Gebrüdern Obauer in Werfen. Dies wurde für Johanna Maier zum Schlüsselerlebnis: Sie war fassungslos, dass Menschen so fantastisch kochen können. Das wollte sie auch. In wenigen Jahren lernte sie bei renommierten Köchen in München, New York, Paris und Hongkong. In Seminaren und Kursen verfeinerte sie ihr Wissen. Schließlich, 1987, wurde ihr die erste Gault-Millau-Haube verliehen. Heute gilt sie unter den Spitzenköchen als beste Köchin der Welt. Denn sie ist die erste und bislang einzige Köchin, die vom Restaurantführer Gault-Millau mit vier Hauben sowie vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde.

Der Film ‚Vom Aschenputtel zur Sterne-Köchin‘ porträtiert Johanna Maier.