Neues Buch zur alltagstauglichen Resteküche erschienen

Arme Ritter und Co nicht mehr ganz frisch auf den Tisch

Kulinarische Restetage sind kein Relikt aus Großmutters Zeiten, sondern auch heute noch lohnenswert, um Geld zu sparen und unnötigen Lebensmittelmüll zu vermeiden. Das neue Buch „Teller statt Tonne: Arme Ritter & Co nicht mehr ganz frisch auf den Tisch“ liefert hierfür leckere Rezeptvorschläge und praktische Tipps.

„Schocknachricht für Verbraucher: Lebensmittel bis zu 43% teurer!“ Auch wenn Medienberichte seltener so dramatisch formuliert sind, wie der einer bekannten Boulevardzeitung, begleiten uns Meldungen zu steigenden Lebensmittelpreisen durch das ganze Jahr. Sind Lebensmittel mittlerweile ein teures Gut? Der Blick in deutsche Biotonnen scheint eine andere Sprache zu sprechen. Hier sammeln sich über das Jahr in jedem Haushalt durchschnittlich Waren im Wert von etwa 500 Euro an. Dabei handelt es sich nicht nur um Knochen, die Innereien von Paprika oder Apfelgriebse. Auch genießbare Lebensmittel finden den Weg in den Müll: Bananen mit braunen Flecken, altbackene Brötchen und übrig gebliebene Nudeln vom Mittag. Sind Lebensmittel folglich noch zu preiswert, dass wir diese blindlings wegwerfen?

Es braucht keine große Kochkunst, sondern lediglich etwas Fantasie, um auch aus weniger frischen Nahrungsmitteln noch etwas Leckeres zu zaubern. So ist die braunbefleckte Banane die Grundlage für süße Bananenmilch oder mit anderen nicht mehr so knackigen Früchten für einen saftigen Smoothie. Trockenes Brot oder Brötchen fallen in den meisten Haushalten fast wöchentlich an. Hier gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten zum „sinnvollen Aufbrauchen“ – seien es Klassiker wie Arme Ritter, Serviettenknödel und Toast Hawaii oder Neukompositionen wie Falsche Pizza und Brotpfanne. Im Zweifelsfalle und bei Ideenmangel eignen sich die meisten Lebensmittel immer noch für Suppen oder bunte Restepfannen. Häufig bieten die kulinarischen Überbleibsel der Woche genug Zutaten für ein komplettes Tagesmenü, so dass es sich auch heute noch lohnt, einen Restetag wie früher bei Muttern einzulegen.

Weitere Möglichkeiten der sinnvollen Resteverwertung verrät das neu erschienene Buch „Teller statt Tonne: Arme Ritter & Co nicht mehr ganz frisch auf den Tisch“ von Marianne Reiß und Irina Baumbach (Bestellink: ISBN 978-3-8423-7963-3 ). Sie haben Hobby-Köche aus ganz Deutschland nach ihren Lieblings-Reste-Rezepten befragt. Das Ergebnis ist eine handliche kleine Sammlung alltagstauglicher Rezeptvorschläge: vom „Arme Ritte Spezial“ über Brotauflauf bis hin zum deftigen Wursttopf. Zur Abrundung gibt es zahlreiche Tipps und Informationen zur Lagerung frischer Lebensmittel, was das Mindesthaltbarkeitsdatum tatsächlich aussagt und ab wann Nahrungsmittel wirklich reif für die Tonne sind. Das Buch ist ab sofort für 6,90 Euro im Buchhandel oder im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

Pellkartoffeln zum Weihnachtsschmaus?

Pellkartoffeln, blanchiertes Broccoligemüse und ein zartes Stück Putenfleisch als unschlagbares Weihnachtsmenu: Zahlreiche TV- und Radio-Sender, Zeitschriften und Ratgeber zeigen mit erhobenem Finger auf die Weihnachts-Schlemmerzeit und versuchen dem Verbraucher mit „Slimming Dinners“ den Genuss zu Weihnachten madig zu machen, kommentiert die Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Freude, der Traditionen und vor allem des Genusses. Zahlreiche Familien in Deutschland richten klassisch zu Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen an, am ersten und zweiten Feiertag gibt es Kartoffelklöße, Rotkohl und Gänsebraten. Unter dem geschmückten Baum liegen neben Geschenken zahlreiche Süßigkeiten und der Tisch ist über das Fest mit Lebkuchen sowie Zimtsternen dekoriert.

Und das soll auch so bleiben, sind sich die Ernährungswissenschaftler aus Aachen einig. Natürlich ist dies kein Freifahrtsschein zur hemmungslosen Schlemmerei. Gerade zu dieser Zeit, einer der wichtigsten Familienzusammenkünfte des Jahres, sollten Bräuche beibehalten und zelebriert werden. Das ist in einer Ära der schwindenden Esskultur auch in ernährungssoziologischer und -psychologischer Hinsicht von großer Bedeutung.

Viel wichtiger ist es, langfristig seine Ernährung auf eine gesunde Basis zu stellen, um sich zwei bis dreimal im Jahr mit ruhigem Gewissen bewusst den traditionellen Gerichten und Schmäusen hinzugeben.

Doch auch das klassische Festtagsessen lässt sich ernährungsphysiologisch aufwerten. Wer beispielsweise das Weihnachtsmenu mit einem Obstsalat aus frischen Früchten, Rosinen und Nüssen ergänzt, ab und zu Seefisch auf dem Speiseplan stehen hat und an den Weihnachtsfeiertagen mit seiner Familie lange Spaziergänge unternimmt, kann den festlichsten Genüssen des Jahres ohne Reue frönen. Schließlich ist das Maß der Dinge das entscheidende Kriterium, wie Paracelsus vor gut 450 Jahren schon wusste.

Vorsicht jedoch bei zu hohen Cholesterinspiegeln, Harnsäurewerten sowie allen ernährungs(mit)bedingten Erkrankungen. Hier kann die Festschlemmerei mit negativen Folgen verbunden sein. Wer vom Arzt oder seinem Ernährungsberater eine Diät verordnet bekommen hat, sollte sich auch über die Feiertage daran halten, ermahnt Baumbach abschließend.

Hoffnungsträger intelligente Lebensmittel

Wer wünscht es sich nicht: mit Müsli und Joghurt gegen Darmkrebs vorgehen, mit Rotwein und Omega-3-Brot einem Herzinfarkt vorbeugen oder mit ACE-Getränken das Immunsystem stärken. Dies sind nur einige Beispiele für die Hoffnungsträger Lebensmittel, die mit einer gesünderen Ernährungsweise und damit mehr Lebensqualität einhergehen sollen.

Derzeit erproben Wissenschaft und Industrie „intelligente“ Lebensmittel mit speziell angereicherten Inhaltsstoffen, die die Gehirnleistung verbessern oder die Entstehung von Alzheimer verhindern sollen, kommentiert Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Der Trend für neuartige Produkte zeigt eindeutig in Richtung Nahrungsmittel mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen. So diskutierten auf dem International Nutrition Symposium am 26. und 27. Oktober 2006 in Lausanne Wissenschaftler aus aller Welt über den Einfluss der Ernährung auf die Gehirnfunktion. Das Gehirn ist ein regelrechter Energiefresser, das bis zu 25 Prozent der vom Körper täglich umgesetzten Glucose verbraucht. Und dies, obwohl das Denkorgan nur zwei Prozent des Körpergewichts ausmacht, dafür aber bis zu 15 Prozent der gesamten Blutversorgung sowie 20 Prozent des benötigten Sauerstoffs für sich beansprucht.

Die Wissenschaftler sind sich vor allem in einem Punkt einig: Bestimmte Lebensmittelinhaltsstoffe könnten nicht nur die Gedächtnisleistung verbessern, sondern auch schwere Erkrankungen, wie beispielsweise Morbus Alzheimer, verhindern. Ein Grund für das Verlorengehen von Nervenzellen im Alter, so Henry Markram vom Brain and Mind Institute (BMI) an der ETH Lausanne, ist die mangelnde Energieversorgung der Neuronen. Somit ist die Ernährung ganz entscheidend und wichtig für die Bekämpfung von Demenz, ist sich auch Patrick Aebsicher, Präsident der ETH Lausanne, sicher.

Mittlerweile ist für eine Vielzahl von natürlichen Inhaltsstoffen in Lebensmitteln eine positive Wirkung auf Gehirn und Geist belegt. Neben Ginkgo-Extrakten zählen vor allem Grüntee, Heidelbeeren sowie verschiedene Kräuter dazu. Einen speziellen Schutz vor Demenz und Alzheimer bieten die in fettreichen Seefischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, Getreide sowie verschiedene Gemüsesorten und Nüsse. Gift für die geistige Fitness ist dagegen eine ungesunde Ernährungsweise sowie Nikotin- und Alkoholmissbrauch und zu wenig körperliche Bewegung.

In der Zukunft spielen wohl vor allem Lebensmittel, denen spezielle Wirkstoffe zugesetzt sind, eine große Rolle für die Bevölkerung. Die gegenwärtige Gesundheits- und Ernährungssituation in Deutschland zeigt deutlich, dass der Verbraucher auf Schlemmen und Genuss nicht verzichten will und daher eher auf klassische Lebensmittel mit speziell angereicherten Substanzen zurückgreift, um damit sein Gewissen zu beruhigen, kritisierte Baumbach abschließend.

Vorsicht Bluthochdruck!

Die Veränderung bestimmter Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkohol, körperliche Bewegung und Ernährungsweise wird in der Zukunft mehr und mehr an Bedeutung in der Behandlung des Bluthochdruck gewinnen, unterstrich Diplom Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach in ihrem Vortrag am 17. Juni 2006 beim dritten Internationalen Diätetik Kongress in Aachen.

In vielen Fällen sind Medikamente zur Blutdrucksenkung überflüssig, betonte Baumbach. Seit vielen Jahren ist die Hypertonie als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und insbesondere Schlaganfall bekannt. Häufig ist die Verschreibung von blutdrucksenkenden Medikamenten Hauptbestandteil einer Therapie und stellt vielmehr eine Symptom- statt eine Ursachenbekämpfung dar, kritisierte Baumbach, die die Mediziner aufforderte, eine Lebensstiländerung bei den Hochdruckpatienten einzufordern.

Denn eine moderne, effektive Behandlung der Hypertonie geht weit über die Einnahme von Medikamenten hinaus. Die Reduktion von Übergewicht, eine Umstellung der Ernährungsweise auf mehr Gemüse und Obst sowie regelmäßige körperliche Bewegung liefern ein weitaus besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis als Hochdruckmedikamente und sind nicht nur für die Vermeidung von Bluthochdruck sinnvoll, erläuterte Irina Baumbach.

Eine ausgewogene abwechslungsreiche Ernährungsweise senkt den Blutdruck deutlich. Dies wird in wissenschaftlichen Studien (DASH- oder Omni-Heart-Studie) besonders deutlich. Demnach erzielt eine Ernährungsweise mit viel Gemüse, Obst und fettarmen Milchprodukten eine effektive Blutdrucksenkung. Zudem führt der regelmäßige Konsum von Vollkornprodukten, Fisch, Geflügel und Nüssen sowie der verminderte Verzehr von rotem Fleisch, fetthaltigen tierischen und zuckerhaltigen Lebensmitteln beziehungsweise Getränken zu einer weiteren Blutdruckstabilisierung.

Die Vermeidung von Alkohol, eine moderate Aufnahme von Kochsalz sowie die Veränderung der Fettzufuhr zugunsten ungesättigter und Omega-3 Fettsäuren sind feste Bestandteile einer Hypertoniegerechten Ernährungsweise. Die ausreichende körperliche Bewegung in Form von Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren und Nordic Walking stellt eine sinnvolle Ergänzung im Kampf gegen die Hypertonie und den daraus resultierenden Folgeschäden dar. Neueste Untersuchungen diskutieren einen signifikanten positiven Effekt einer erhöhten Folsäurezufuhr auf die Hypertonie.

Weitere Informationen sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.
Tipps für eine gesunde Ernährungsweise und übersichtlich gestaltete Nährwertangaben von über 3.000 Lebensmitteln enthält das Kalorien-Nährwert-Lexikon aus der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Das Buch kann zum Preis von 12,90 Euro unter http://buch.ernaehrungsmed.de/3899935098 bestellt werden.

Flacher Bauch im Sommer

Experten des Arzt-Patienten-Portals qualimedic haben die besten Tipps für einen flachen Bikini- und Badehosenbauch zusammengestellt. Internist und Qualimedic-Vorstand Dr. med. Ralf Fischbach empfiehlt Frauen im Sommer wie Models stilles Mineralwasser zu trinken und auf kohlensäurehaltige Getränke wie Limonaden oder Cola, die reichlich Zucker enthalten, zu verzichten. Das macht den Bauch schön flach, erläutert Doktor Fischbach. Da im Sommer eine Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei Litern wichtig ist, sollte die auftreibende Kohlensäure vermieden werden. Wer nach dem Essen Kümmelsamen kaut, sorgt für einen guten Atem und beugt dem Blähbauch vor. Die letzte Rettung gegen einen Blähbauch ist Tee aus Fenchel- und Kümmelsamen, der versetzte Winde löst.

Aber für einen flachen Bauch muss die Muskulatur gekräftigt und Fettgewebe abgebaut werden. Die Fitnessexpertin Irina Baumbach empfiehlt Übungen mit dem Theraband. Das ist preiswert und einfach, erklärt Baumbach. Dr. med. Sabine Schulz von qualimedic rät zu Pilates. Der beste Trick für attraktive Bauchmuskeln von Qualimedic-Ärztin Dr. med. Karin Wagemann: 30 Sekunden den Bauch einziehen, weiteratmen und das mehrmals täglich fünfmal wiederholen.

Aber neben Sport gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten: Langsam abnehmen, damit die Bauchmuskulatur erhalten bleibt, denn Fasten oder Crashdiät enthalten so wenig Protein, dass die Muskeln abgebaut werden. Oftmals ist der Blähbauch auf eine gestörte Darmflora zurückzuführen. Der tägliche Konsum von probiotischen Milchsäurebakterien baut eine gesunde Darmflora auf, die Blähungen vorbeugt. Reich an natürlichen Probiotika sind unsterilisierter Joghurt, frisches Sauerkraut oder Brottrunk. Qualimedic-Ärztin Sabine Schulz rät zu kleinen Mahlzeiten und langsamem Essen, damit nicht so viel Luft geschluckt wird. Wer Hülsenfrüchte, rohe Zwiebeln und Lauch, Krautsalat oder andere grobe Rohkost isst, muss sich nicht wundern, wenn der Bauch gebläht ist, denn diese Gemüse gehören zur Topliste der Bläh-Lebensmittel.

Millionen Menschen vertragen keine Milch und bekommen davon Blähungen. Die Milchzuckerunverträglichkeit lässt sich durch den Verzehr von milchzuckerfreien Lebensmitteln sowie die Einnahme von Laktase beherrschen. Der beste Ernährungstipp: Immer etwas auf dem Teller zurücklassen und reichlich kaltes Mineralwasser trinken. Das fördert die Wärmeproduktion des Körpers und hilft genauso wie scharfe Gewürze (Chili, Tabasco) beim Abnehmen. Wer reichlich Sport macht, kann konjugierte Linolsäure (CLA) und L-Carnitin einnehmen. Studien zeigen, dass die Stoffe helfen, das Verhältnis von Muskeln zu Fettgewebe zu verbessern. Die fünf besten Qualimedic-Tipps für einen flachen Bauch:

1. Auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten
2. Bauchmuskeltraining durch Baucheinziehen
3. Kümmelsamen nach dem Essen kauen
4. Kümmel-Fencheltee trinken
5. Hülsenfrüchte, rohe Zwiebeln, Lauch und Krautsalat meiden

www.qualimedic.de

Vitamin C schützt vor Arteriosklerose

( Wissenschaftler der Royal Free and University College Medical School in London werteten die Verzehrsgewohnheiten von rund 3.300 gesunden Männern im Alter von 60 bis 79 Jahren aus. Es stellte sich heraus, dass ein hoher Vitamin C-Konsum mit einer verminderten Konzentration an Entzündungsparametern und Arteriosklerose-fördernden Faktoren assoziiert war, berichtet heute Diplom-Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen. Darüber hinaus gehört Vitamin C, auch als Ascorbinsäure bezeichnet, zu den wichtigsten Vitaminen zur Unterstützung des Immunsystems. Es ist an vielen physiologischen Vorgängen im menschlichen Körper beteiligt, so dass ein Mangel weitreichende Folgen hat. Vitamin C ist aktiv an der Abwehr von Viren und Bakterien beteiligt, beugt der Entstehung von Arteriosklerose vor und reguliert die Ausschüttung zahlreicher Hormone der Hirnanhangdrüse. Zudem beteiligt sich die Ascorbinsäure an der Regeneration von Vitamin E, so dass hierdurch die antioxidative Abwehr des Körpers gestärkt wird. Deshalb steigt auch der Bedarf an Vitamin C in Stresssituationen und bei Rauchern stark an. Amerikanische Biochemiker sprechen sich derzeit für eine Zufuhr von bis zu 400 Milligramm Vitamin C täglich für Erwachsene aus .

Die DACH-Referenzwerte empfehlen dagegen nur eine Zufuhr von täglich 100 Milligramm, in Schwangerschaft und Stillzeit 110 Milligramm .

Die Supplementation von Vitamin C blieb in der Studie jedoch ohne Wirkung auf den Vitamin C-Status im Körper. Besonders Vitamin C reiche Quellen sind verschiedene Gemüse- und Obstsorten wie Kiwi, Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kartoffeln. Wer sich gesund ernährt, ausreichend Sport treibt, und nicht raucht sowie sich von andauerndem seelischem Stress nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt, hat gute Chancen, dem Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden beziehungsweise an Arteriosklerose zu erkranken, zu entgehen, so Irina Baumbach zusammenfassend.

Weitere Informationen zu einer gesunden Ernährungsweise sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.

Hühnereier zu Ostern erlaubt!

Hühnereier sind gesünder als der Griff zur Kalorienfalle Schokoladenei, da sie den Cholesterinspiegel im Körper nicht belasten, berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Wer dem traditionellen Brauch folgen will, zu Ostern gefärbte Hühnereier zu verspeisen, der kann diesem Genuss auch ohne Angst vor überschießenden Cholesterinwerten frönen.
Bislang stufte die Wissenschaft das echte Osterei als Cholesterinbombe ein und drückte dem Eiweißpaket den Stempel „gesundheitsschädigend“ auf. Dabei gehört es zu den wertvollsten Lebensmitteln.

Hühnereier enthalten hochwertiges Eiweiß und lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin A, E, K, Folsäure und Biotin sowie Eisen und Zink. Zwar weist ein Hühnerei mit durchschnittlich 250 Milligramm einen hohen Cholesteringehalt auf, jedoch ergaben wissenschaftliche Studien, dass der Lecithingehalt im Ei die Aufnahme des Cholesterins in den Körper hemmt .

Auch für andere Substanzen, die sowohl im Ei als auch in Milch und grünem Tee vorkommen, stellten Wissenschaftler eine verminderte Cholesterinaufnahme in den Körper fest . Zudem weist das weiße Kraftpaket eine günstige Fettsäurezusammensetzung auf .

Milchschokolade dagegen ist wesentlich kalorienhaltiger, enthält mehr Fett und kaum Vitamine oder Mineralstoffe.

Über die Osterfeiertage können auch Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel mit ruhigem Gewissen täglich ein bis zwei Hühnereier verzehren. Um die Cholesterinwerte effektiv schrumpfen zu lassen, ist der Austausch von schlechten gegen gute Fette die wirksamste Methode. Statt Fertiggerichten, Süßwaren und tierischen Fetten gehören pflanzliche Öle sowie Nüsse und Samen auf den Tisch.
Auch die körperliche Bewegung hilft beim Abbau erhöhter Cholesterinwerte, so Irina Baumbach abschließend.

Weitere Informationen zu diesem Thema und die Broschüre „Cholesterinspiegel schonend senken“ sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.
Die Broschüre kann auch gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Mariahilfstraße 9 in 52062 Aachen angefordert werden.

Krank, dick und träge dank Fast Food!

Übergewicht und Adipositas sind längst nicht mehr nur im Mutterland des Fast Food, den USA ein Massenphänomen. Auch Bevölkerungsgruppen mit anderen Verzehrsgewohnheiten, wie der mediterranen Ernährung, bleiben nicht verschont. So fanden Doktor Maira Bes-Rastrollo und ihre Mitarbeiter der Universität Seguimiento in Nevarra, Spanien, jetzt heraus, dass der vermehrte Konsum von Fast Food bei 7194 Spaniern die Entstehung von Übergewicht begünstigte (1), berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen. Die Wissenschaftler ermittelten die Verzehrsgewohnheiten der Studienteilnehmer über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren. 49,5 Prozent aller Teilnehmer brachten nach Abschluss der Studie durchschnittlich 0,64 Kilogramm mehr auf die Waage. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von zuckerhaltigen Getränken sowie Hamburgern, Pommes und (Brat-)Würsten und der Zunahme des Körpergewichts besteht. Zu viel Energie und Zucker in diesen Lebensmitteln gehen zu Lasten von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, betont Irina Baumbach. Neben Cola, Limonade, Eistee, Malzbier und Säften zählen Hamburger, Pommes, Pizza, (Brat-)Würste sowie Fertiggerichte und Chips zu den Dickmachern. Sie machen weniger satt und verdrängen wichtige Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Milchprodukte vom täglichen Speiseplan. Damit gehen dem Körper lebensnotwendige Nährstoffe, die er zur Erhaltung seiner Gesundheit, Leistungsfähigkeit und mentalen Fitness braucht, verloren. Die Folgen sind Übergewicht und ein erhöhtes Risiko für Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem begünstigt der Verzehr von Junk Food durch den hohen Gehalt an leicht verfügbaren Zuckern die Entstehung einer Insulinresistenz und damit den Diabetes mellitus. Stress, Heißhunger und Hektik sowie keine Zeit zum Einkaufen, veränderte Freizeitaktivitäten und zu wenig körperliche Bewegung verstärken diese Problematik (2). Immer weniger Menschen nehmen sich Zeit für eine ausgewogene Ernährung, Entspannung oder ein gemeinsames Essen am Familientisch. In Zukunft ist verstärkt auf die Ernährung insbesondere von Kindern und Jugendlichen zu achten. Nur durch die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern, Medien und Wirtschaft ist eine langfristige Besserung des Ernährungsverhaltens und -bewusstseins möglich, so Irina Baumbach abschließend. Weitere Informationen sowie die Broschüre „Abnehmen kann nur, wer satt is(s)t“ sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.

1) Bes-Rastrollo, M et al.:Predictors of weight gain in a Mediterranean cohort: the Seguimiento Universidad de Navarra Study. Am J Clin Nutr 2006;83:362-70

2) Jacobs, David R Jr: Fast food and sedentary lifestyle: a combination that leads to obesity. Am J Clin Nutr 2006;83:189-90