Dem Deutschen Wald geht es immer besser

Bestwerte bei Kiefern – Buchen erholen sich – Raupen belasten Eichen

Der Zustand des Waldes in Deutschland hat sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das geht aus den Ergebnissen der jüngsten Waldzustandserhebung hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag in Berlin veröffentlicht hat. Erholt haben sich vor allem die Buchen. Der Kiefer geht es so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Eichen weisen hingegen schon seit rund zehn Jahren einen schlechten Kronenzustand auf. Dieser Trend setzt sich aufgrund eines hohen Befalls von Raupen und der Pilzkrankheit Mehltau fort. Insgesamt haben 39 Prozent der Waldfläche keine Schäden an den Baumkronen, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Bäume weisen leichte Schäden auf (2011: 35 Prozent). Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen ist von 28 Prozent im Jahr 2011 auf nun 25 Prozent gesunken. Im Durchschnitt hat sich die Kronenverlichtung von 20,4 auf 19,2 Prozent vermindert.

Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald (11,1 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein. Als Indikator für den Zustand des Waldes dient den Förstern die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten bzw. voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art (Kronenverlichtung) wird in mehreren Stufen ermittelt. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden der Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zugeordnet. Das entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Schadstufe 0 umfasst alle Bäume mit bis zu zehn Prozent Kronenverlichtung. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert aller untersuchten Bäume.

Bei den in Deutschland am häufigsten vorkommenden Baumarten ergaben sich im Einzelnen folgende Entwicklungen:

· Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 27 Prozent. Auf die Schadstufe 0 entfallen 38 Prozent, gegenüber 40 Prozent im Vorjahr.

· Bei der Kiefer beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen nur noch elf Prozent, 50 Prozent der Bäume wiesen gar keine Kronenverlichtung auf. Die mittlere Kronenverlichtung der Kiefer ist mit 14,5 Prozent so gering wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Das ist nicht zuletzt der konsequenten Überwachung und den bei Bedarf ergriffenen Forstschutzmaßnahmen zu verdanken.

· Der Zustand der Buchen hat sich stark verbessert. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung ist von 57 auf 38 Prozent gesunken, der Anteil der Bäume ohne Schaden ist von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. Die hohe Verlichtung des Jahres 2011 war unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bäume viele Bucheckern gebildet hatten. Dieser natürliche Vorgang der Fortpflanzung bedeutet für die Bäume einen Kraftakt, der sich in einer entsprechend schlechteren Belaubung niederschlägt. 2012 haben die Bäume fast gar keine Bucheckern getragen und konnten sich daher erholen. Der Kronenzustand ist jedoch noch immer schlechter als vor 2004. Damals gab es ebenfalls viele Bucheckern, und die Bäume litten an den Folgen des Extremsommers 2003.

· Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung von 41 auf 50 Prozent angestiegen. Nur noch 17 Prozent weisen keine Schäden auf. Der Zustand der Baumart geht vor allem auf Schäden durch Insekten zurück, da die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten im Frühling die jungen Blätter fressen. Besonders bedeutend sind der Grüne Eichenwickler sowie der kleine und der große Frostspanner. Diese Raupen können ganze Eichenwälder kahl fressen. Zunehmend kommt es auch zu Schäden durch den Eichenprozessionsspinner. Von seinen Raupen kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgehen, da ihre Brennhaare Hautreizungen und pseudoallergische Reaktionen hervorrufen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich im Rahmen eines Dialogs mit allen beteiligten Stellen für wirksame fachübergreifende Bekämpfungsstrategien ein. Die Eichen können den durch Raupenfraß verursachten Blattverlust durch Neuaustrieb ausgleichen, der jedoch häufig von der Pilzkrankheit Mehltau befallen wird. Das weiße Pilzgeflecht entzieht den Blättern Nährstoffe; stark befallene Blätter sterben ab. Der wiederholt starke Befall durch Raupen und Mehltau hat viele Eichen geschwächt.

Hintergrund: Waldzustandserhebung

Der Waldzustand wird seit 1984 basierend auf einem systematischen Netz von Stichproben jährlich in den Monaten Juli und August von den Ländern erhoben. Als Indikator für den Waldzustand dient der Kronenzustand. Die erhobenen Daten werden von den Ländern an das Institut für Waldökosysteme des Thünen-Instituts übermittelt und dort im Auftrag des BMELV ausgewertet. Durch die regelmäßigen Stichprobenerhebungen können Veränderungen des Kronenzustands erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer erhalten Sie im Internet unter www.bmelv.de/waldzustand2012

Olivenernte im Kölner Olivenhain

Olivenernte im Kölner Olivenhain

Erntezeit im Kölner Olivenhain! Werden in Sizilien von Ende September

bis Anfang Dezember und in der Toskana von Anfang Oktober bis Mitte

Dezember Oliven geerntet und zu Öl verarbeitet, so reifen die Oliven im

kleinen Hain am Rhein Ende November nicht viel später.

Am Freitag den 27. November ab 11.00 Uhr ist es wieder soweit!

Im Kölner Olivenhain beginnt die Oliven-Ernte.

Die Leccino-Oliven verraten bereits seit zwei Woche durch ihre dunkelviolette

Färbung ihre volle Reife. Bei den kleineren und spätreifenden

Canino-Oliven ist das Farbenspiel vielfältiger:

von grasgrün über bräunlich-rot bis violett.

Dieser Olivenhain im Westen Kölns ist ein Projekt des deutschen Olivenbaumpioniers

Stephan Marzak.

Über sein Unternehmen OLIVE E PIÙ importiert und vertreibt er seit 15

Jahren PREMIUM-Olivenöle aus Italien. Eines seiner Hobbys sind Olivenbäume,

die er seit 15 Jahren vor seinen Geschäftsräumen in Köln-

Neu-Ehrenfeld ganzjährig stehen hat..

Im Mai 2005 legte er den ersten Olivenhain nördlich der Alpen auf dem

Gelände einer Baumschule in Pulheim-Stommeln an. Nach dem Umzug

seiner Olivenbäume im Frühjahr 2008 nach Köln-Widdersdorf wurde sein

gesamter Anbau vergrößert: mit dem Altbestand sowie den neuen aus

der Toskana importierten Bäumen wuchs der Bestand auf über 180

Bäume, die eine Fläche von über 2.500 m² in Anspruch nahmen.

Der „Jahrhundertfrost“ im Januar 2009 schädigte die Bäume leider nachhaltig,

so daß ein Großteil der Bäume letztendlich ersetzt werden mußte.

Doch selbst wochenlange arktische Temperaturen von durchgehend –

5°C bis – 17°C konnten den Lebenswillen der Ölbäume nicht brechen:

obwohl der obere sichtbare Stamm abgestorben war, trieben im Sommer

2009 fast alle der älteren Bäume aus dem Wurzelstock mit neuem Leben

und frischen Grün aus.

Welche Olivensorten wachsen im Kölner Olivenhain?

Seit dem Jahrhundertwinter 2009 sind die Hauptsorten Leccino und Canino.

Die genügsame Leccino-Olive stammt aus der Toskana, ist aber

mittlerweile in vielen Regionen Mittel- und Nord-Italiens beliebt.

Die Canino-Olive wird hauptsächlich in Latium angebaut. Darüberhinaus

verfügt der Hain über einige Tonda-Iblea aus Sizilien sowie zwei autochthone

Sorten aus Molise. Die Varietäten Olivastra Seggianese aus der

Toskana sowie Taggiasca aus Ligurien sind zur Zeit nur als Neuaustrieb

vorhanden. Wie sich diese entwickeln werden muß abgewartet werden.

Alle Bäume stehen in einem Abstand von 4 x 4 Meter; bei einer normalen

Entwicklung werden die Bäume schon in den nächsten zwei Jahren

den Eindruck eines kompakten Haines widerspiegeln, der so auch in der

Toskana oder am Gardasee beheimatet sein könnte.

Warum Olivenbäume im Rheinland?

Die globale Erwärmung ist nun einmal in Gang gekommen und noch

nicht beendet. Die Welt verändert sich rasant: Auf der größten Ostseeinsel,

dem schwedischen Gotland aber auch im Süden Großbritanniens

wird seit einigen Jahren sehr erfolgreich professioneller Weinbau

betrieben.

Was heute noch ein kostspieliges und außergewöhnliches Hobby von

Stephan Marzak scheint, könnte im nächsten Jahrzehnt ganz konkrete

Fragen beantworten, ob der Olivenanbau in einigen Regionen Deutschlands

eine gewisse Zukunft hätte.

In der Zwischenzeit werden die geernteten Oliven wie bereits in der Vergangenheit

mittels Salz und Wasser entbittert und zu „Rheinischen Tafeloliven“

verarbeitet.

Eine eigene Olivenöl-Produktion wird vorraussichtlich in den nächsten 2

bis 4 Jahren aufgenommen. Voraussetzung ist, daß sich die Bäume ohne

die Störung neuen Jahrhundertfröste prächtig weiterentwickeln können.

Die italienischen Freunde und Lieferanten von Stephan Marzak – alles

renommierte Produzenten bester Olivenöle und Besitzer von richtig großen

+ alten Hainen, zollten ihren Respekt für die bisherigen Ergebnisse,

wenn sie bei ihren Besuchen in den letzten Jahren die Entwicklung der

Bäume beobachten konnten.

Am Freitag den 27. November 2009 wird in der Zeit von 11.00 bis ca.

13.00/14.00 Uhr traditionell von Hand geerntet. Da nicht alle der jungen

Bäume bereits Früchte tragen, ist dies – noch – keine lange und mühsame

Tätigkeit.

Treffpunkt: Kölner Olivenhain auf dem Gelände der Mediterranen Baumschule

LA CAVA in Köln-Widdersdorf,

Widdersdorfer Landstr. 103, 50859 Köln

Die Kastanie

SF1, Donnerstag, 09.07. um 23:20 Uhr

NZZ Format: Best of „NZZ Swiss made“

Magazin der Neuen Zürcher Zeitung

Thema: Heute: Tessiner Geschichten

Die Kastanie ist so etwas wie die Nationalfrucht der Tessinerinnen und Tessiner, die Erhaltung der jahrhundertealten Bäume eine Wissenschaft für sich. Aber auch neben der Kastanie und ihren vielen Zubereitungsarten ist die Tessiner Küche reich an Überraschungen: Schokomousse mit Olivenöl zubereitet, die Ziegenwurst Cicitt oder Süsswein in Verbindung mit Volkskunst sind im Tessin beheimatet.

Wem gehören Babynahrung, Bäume und Bier!?

Wem gehören Babynahrung, Bäume und Bier!?

Neuer Greenpeace-Report zeigt dramatisches Ausmaß an
Patenterteilungen

Trotz zunehmender Proteste erteilt das Europäische
Patentamt (EPA) in München weiter Eigentumsrechte an Lebensmitteln,
Pflanzen und Saatgut aus konventioneller Zucht. Dies geht aus einem
Report hervor, den Greenpeace, die Erklärung von Bern, Swissaid, der
Development Fund, „Kein Patent auf Leben!“ und Misereor heute im
schweizerischen Luzern vorstellten. In den fünfhundert recherchierten
Patent-Anträgen und siebzig erteilten Patenten werden neben Mais und
Salat auch Bäume, Babynahrung und Bier beansprucht.

Die beteiligten Organisationen fordern, dass diese Patentflut mit
klaren politischen Vorgaben gestoppt wird. Erst vergangene Woche
haben Greenpeace und Misereor Einspruch am EPA gegen die Zucht von
Schweinen eingelegt.

„Derartige Patent verteuern Lebensmittel und können eine weitere
Ursache für weltweite Nahrungsmittel-Krisen werden“, befürchtet Tina
Goethe von Swissaid. „Sie betreffen Landwirte und Konsumenten in den
Industrienationen genauso wie die Menschen in den
Entwicklungsländern“, so Goethe.

Der Report „Saatgut und Lebensmittel: Zunehmende Monopolisierung
durch Patente und Markt-Konzentration“ gibt einen umfassenden
Überblick über das Ausmaß der Patentierung von Saatgut, Pflanzen und
Lebensmitteln in Europa. Während Patent-Anmeldungen auf gentechnisch
veränderte Pflanzen in den letzten Jahren rückläufig sind, boomen die
Patent-Anträge auf Pflanzen aus konventioneller Zucht. Sollte diese
Praxis in einem bevorstehenden Entscheid der Großen Beschwerdekammer
des EPA unterstützt werden, muss mit einer massiven Behinderung der
künftigen Zuchtarbeit und mit größeren Ausgaben für die Bauern
gerechnet werden.

„Einige Agrar-Konzerne wollen weitreichende Monopole auf die
menschliche Ernährung“, weiß Greenpeace-Mitarbeiter Christoph Then,
einer der Autoren des vorliegenden Berichts. „So kontrollieren
inzwischen nur zehn Konzerne zwei Drittel des globalen
Saatgut-Marktes. Diese Patente sind ein Diebstahl an der
züchterischen Leistung von Landwirten. Wir brauchen klare gesetzliche
Regelungen, die Patente auf Saatgut und Nutztiere verbieten“, fordert
Then.

Weitere Informationen:
www.no-patents-on-seeds.org
http://www.greenpeace.at/news_gen_090424

Earth Lung Project mit weiterem Meilenstein

Earth Lung Project mit weiterem Meilenstein

Im Zuge des Earth Lung Projekts werden auf Sri Lanka zwischen dem 15. Oktober und dem 14. November wieder 100,000 Bäume gepflanzt.
Feierliche Zeremonien des Umweltministeriums werden begleitet werden von Aufklärungsprogrammen für Schüler, um das Umweltbewusstsein weiter zu steigern. Im Rahmen des Earth Lung Projects sollen in den kommenden Jahren insgesamt rund fünf Millionen Bäume gepflanzt werden, um das Land CO2-neutral zu machen.

Infos unter www.earthlung.travel

„Rheinische Tafeloliven“

Die ersten Oliven aus deutscher Ernte werden beim 3. Olivenblütenfest vom 20. bis 22. Juni 2008 erstmals der Öffentlichkeit als „Rheinische Tafeloliven“ präsentiert.

Der 21. November 2007 war ein besonderer Tag: erstmals wurden an jenem Mittwoch über 25 kg Oliven von noch jungen Olivenbäumen geerntet. Wäre diese kleine Ernte irgendwo in Italien, Spanien oder Griechenland eingefahren worden, wäre es keine Nachricht wert.

Aber diese Oliven wurden in Deutschland, genauer im Rheinland vor den Toren Kölns geerntet. Einige Medien wie WDR Fernsehen, RTL Fernsehen, WDR Hörfunk, Deutschlandfunk, Radio Erft, Kölner Stadtanzeiger, WAZ und DER WESTEN berichteten im November hierüber ausführlich.

Stephan Marzak, von Hause aus Importeur feinsten Olivenöls, hat hierzu im Frühjahr 2005 den Grundstein gelegt.

Bereits Anfang der 90er Jahre hat er sich ein kleines Grundstück mit einem Olivenhain in Ligurien gekauft, später dann die ersten Olivenbäume in Kübeln vor seinen Geschäftsräumen in Köln-Neu-Ehrenfeld platziert. Dies waren spezielle Sorten, besonderes kälteresistent und nur in der Toskana und in Ligurien erhältlich. Diese Sorten machten ihm viel Freude: sie blühten von Ende Mai bis Anfang Juni, sie trugen Früchte, die auch allesamt ausreiften und ertrugen gelassen die Kölner Wintermonate.

Was lag näher, als den nächsten Schritt zu wagen: den ersten Olivenhain nördlich der Alpen anzulegen. Das wäre natürlich ein perfektes Alleinstellungsmerkmal für den Vertrieb hochwertiger Olivenöle aber auch ideal um kleinere Olivenöl-Verkostungen mit Kunden durchzuführen und auch der Rahmen für eine größere Kundenveranstaltungen.

Im Frühjahr 2005 fand Stephan Marzak mit einer Pulheimer Baumschule einen Partner, die ihm hierfür zunächst 300 m² Anbaufläche zur Verfügung stellten. Der Olivenbaumpionier Marzak wählte aus einigen Sorten mit denen er bereits Erfahrungen sammeln konnte rund 45 Bäume aus und kaufte diese in einer speziellen Baumschule in der Toskana.

Nachdem die Olivenbäume den ersten Freilandwinter gut überstanden hatten und sich auch ansonsten erstaunlich gut entwickelten, wurde die Fläche für weitere 44 Bäume und um 300 m² erweitert.

2006 ging ein weiterer Traum in Erfüllung: das 1. Olivenblütenfest war geboren. Gemeinsam mit den Inhabern der Baumschule wurde im Juni 2006 eine große Veranstaltung aus den Bereichen Kulinarik, Kunst & Garten organisiert, die mehrere Tausend Besucher anzog.

Nach einer kleinen Erweiterung des Olivenhains im Frühjahr 2007 und der 2. Ausgabe des Olivenblütenfestes im Juni gab es Ende November mit der ersten Olivenernte im Rheinland ein weiteres Highlight. Die Presse (WDR + RTL Fernsehen, Deutschlandfunk sowie regionale und überregionale Tagespresse berichteten über die Olivenbauern in Pulheim.

Während die kleinen grünen und leicht violetten Oliven bei OLIVE E PIÙ im mehrmonatigen Salzbad zu rheinischen Tafeloliven veredelt wurden und die Vorbereitungen für das 3. Olivenblütenfest bereits angefangen hatten, wurde die Kooperation mit der Pulheimer Baumschule Becker von OLIVE E PIU aufgekündigt.

Hierzu Stephan Marzak: „Unser neuer Kooperationspartner Alfred Schroeter, Geschäftsführer der Mediterranen Baumschule LA CAVA, arbeitet sehr professionell und visionär. Ob sich alles realisieren läßt wird sich zeigen, aber in den wenigen Monaten unserer Zusammenarbeit haben wir schon viel erreicht. Natürlich freuen wir uns, dass der Standort unseres Olivenhaines jetzt in Köln ist und wir jetzt nochmals in den Hain investieren konnten: Mit den über 55 Bäumen aus unserem Alt-Bestand in Pulheim und über 100 neuen jungen Ölbäumen umfasst der OLIVE-E-PIÙ-Olivenhain einen Baumbestand von über 170 Olivenbäumen auf einer Gesamtfläche von über 2.200 m².“

Über 10 italienische Olivensorten geben sich ein Stelldichein: die Taggiasca-Olive aus Ligurien, Nocellara-del-Belice und Tonda Iblea aus Sizilien sowie Leccino, Olivastra Seggianese, Pendolino, Cannino, Moraiolo und Correggiolo aus der Toskana und Mittelitalien.

Der Großteil der Bäume des Altbestandes, die im April 2008 von Pulheim nach Widdersdorf umgezogen sind, hat den Verpflanzung perfekt überstanden. Sie wurden stark zurückgeschnitten, damit auch das reduzierte Wurzelwerk die Versorgung des Baumes sicherstellen kann. Damit haben die Bäume zwar einen Großteil ihrer gewachsenen Kronen verloren, aber viele stehen bereits 2 Monate nach dem Umzug in voller Blüte. Nur einige größere Bäume der ersten Generation – der 2005 gepflanzten Exemplare haben den Umzugsstreß noch nicht ganz überwunden.

Die Bäume stehen im offenem Gelände – durch andere Kulturen nur wenig windgeschützt – jetzt in einem etwas größeren Abstand von Baum zu Baum innerhalb der Reihe von 4,00 m (statt 3,50) bei einem unverändertem Reihenabstand von ebenfalls 4,0 m. Dies ist nur etwas geringer als in den klassischen Anbauregionen üblich.

Obwohl der OLIVE-E-PIÙ-Hain nun mehr Bäume umfasst wie zuvor, wird die Ernte in diesem Herbst geringer ausfallen, da der Altbestand stark zurückgeschnitten wurde und die jungen Bäume noch nicht im produzierenden Alter sind.

Hierzu noch einmal Stephan Marzak: „Wenn alles klappt, dann könnten wir in rund 3 bis 4 Jahren über eine Ernte von rund 300 kg Oliven ausgehen und dann werden wir definitiv die ersten sein, die Olivenöl aus rheinischen Oliven produzieren. Auch wenn woanders Olivenbäume stehen, so ernsthaft wie wir, betreibt keiner ein solches Projekt.“

Vor einigen Jahren als er die ersten Bäume pflanzte, wurde Stephan Marzak von seinen italienischen Lieferanten belächelt. Mittlerweile sieht dies schon etwas anders aus, haben doch auch die optimistischsten Gemüter im Süden Europas begriffen, daß wir alle auf dem selben Planeten leben. In einem Interview des Magazins DER FEINSCHMECKER wurde Giorgio Franci – einer der renommierten TOP-Produzenten Italiens im Frühjahr 2007 auf die klimatischen Veränderungen und die daraus resultierenden Probleme für den Olivenanbau angesprochen. Ein Teil seiner Antwort – natürlich nicht ganz ernst gemeint: „Wir bauen dann in Deutschland an oder kaufen die Oliven dann direkt bei unserem Freund und Importeur Stephan Marzak.

So bleiben Weihnachtsbäume länger grün

Weihnachtsbäume nadeln nicht so schnell, wenn man einige Pflegetipps beachtet: Sie mögen es kühl und verlangen nach Wasser.

Es ist das Schicksal vieler Weihnachtsbäume: Innerhalb weniger Tage beginnen sie zu nadeln. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann das lästige Nadeln zwar nicht verhindern, aber immerhin hinauszögern. Gute Karten hat, wer den Baum frisch geschnitten und möglichst kurz vor dem Fest kauft. Christbaumverkaufstände gibt es in der Adventszeit an jeder Ecke. Die Qualität der Bäume ist jedoch ganz unterschiedlich. Es lohnt sich, sich kritisch über die Herkunft zu informieren. Bäume vom Forstamt aus der Region sind in der Regel frisch geschlagen. In fast allen Bundesländern gibt es Herkunftssiegel, die garantieren, dass der Baum aus der nahen Umgebung stammt und so unnötige Emissionen beim Transport vermieden werden. Die Preise liegen in diesem Jahr im Schnitt bei 30 Euro für eine zwei Meter hohe Nordmanntanne.

Ein kurzer Test entlarvt schnell ältere Exemplare: Den Baum kurz schütteln oder auf den Boden aufstoßen. Fallen Nadeln ab, dann sollten Sie sich nach einem anderen umsehen. Ob der Baum erst vor kurzem geschlagen wurde, lässt sich an der Schnittsstelle erkennen: Das Holz sollte weiß sein und noch nicht verharzt. Sind die ursprünglich elastischen, glänzenden Nadeln matt und duften nicht mehr, dann währt die Freude bestimmt nicht lange.

Ist der perfekte Baum gefunden, sollte er möglichst schattig und windgeschützt gelagert werden. Lange frisch hält er in einem Eimer mit Wasser. Bevor der Christbaum seinen Platz in der guten Stube bekommt, möchte er erst schrittweise an die warmen Temperaturen gewöhnt werden, ansonsten erleidet er einen Schock und nadelt schneller. Kurz vor dem Aufstellen den Fuß des Baumes etwa eine drei Zentimeter große Scheibe absägen – dann sind die Leitungsbahnen wieder frisch geöffnet. Auch der Christbaumständer sollte immer mit Wasser gefüllt sein. Mit ein paar Löffeln Zucker im Wasser hält die grüne Pracht noch länger, rät das Immobilenportal Immowelt.de.

Garantiert frische Bäume bekommt, wer selbst zur Säge greift. Viele Waldbesitzer oder Forstämter bieten diese Möglichkeit. Oft werden solche Aktionen zum Selberschlagen stimmungsvoll mit Glühwein, Punsch und Lagerfeuer zelebriert. So wird der Weihnachstbaumkauf zum Erlebnis für die ganze Familie.

1. Olivenernte im Rheinland

Der 21. November 2007 wird ein historisches Datum: zum ersten Mal werden im Rheinland Oliven geerntet.

Der Olivenhain – der einzige seiner Art nördlich der Alpen – wurde vor über 2 Jahren angelegt.
Seit dem ersten Spatenstich im Mai 2005 wurde die Anlage im Frühjahr 2007 auf über 1500 m²
erweitert. Dort stehen nun 110 junge Olivenbäume im Alter von 3 bis 6 Jahren aus
verschiedenen Regionen Italiens.

Initiiert wurde dieses Olivenhain-Projekt von dem Kölner Olivenölhändler Stephan Marzak, der
mit seinen Partnern Michael + Heinz Becker dieses Projekt auf dem Gelände der Baumschule
Becker in Pulheim-Stommeln (bei Köln) realisiert hat.

Das Gelände der Baumschule liegt noch im Einzugsbereich der Kölner Bucht, die für ihr mildes
Klima bekannt ist – und der erstklassige Lößboden, auf dem die Baumschule liegt, bietet für
hiesige Verhältnisse, hervorragende Bedingungen für den Olivenbaum.

Die Bäume stehen mit einem Abstand von 3,50 m in der Reihe und einem Reihenabstand von
4,0 m in offenem Gelände – und nur zum Teil durch andere Kulturen etwas windgeschützt.
Der Abstand von Baum zu Baum ist bewußt etwas geringer gewählt, als er in den klassischen
Anbauregionen des Mittelmeerraumes üblich ist. Die Bäume sollten einen etwas kompakteren
Hain bilden. Nach dem bisherigen gezeigten Wuchs der ältesten Bäume, wäre dies nicht
notwendig gewesen.

Bei der Auswahl der Sorten wurden schwerpunktmäßig kälteresistentere Sorten gewählt:
51 Leccino, 20 Olivastra Seggianese und 10 Pendolino aus der Toskana, 20 Taggiasca aus
Ligurien aber auch 6 Tonda Iblea sowie 3 Biancolilla aus Sizilien. Bisher haben erst zwei junge
Bäumchen den ersten Winter 2005/2006 nicht überstanden.

Die nun ältesten Bäume haben – natürlich bedingt durch den milden Winter 2006/2007 und die
warmen Temperaturen in den Frühlingswochen 2007, sehr viele und starke Blütentriebe
ausgebildet. Die Blüte und die Bestäubung wurde durch Regentage in den Mai- und
Juniwochen etwas beeinträchtigt. Dennoch konnte sich viele Früchte ausbilden.

Die italienischen Freunde und Lieferanten von Stephan Marzak – natürlich alle selber
Olivenölproduzenten und Besitzer von großen + alten Hainen, zollten ihren Respekt für die
bisherigen Ergebnisse, wenn sie bei ihren Besuchen in Köln einen Abstecher zum rheinischen
Olivenhain machten. Bäume in diesem Alter sehen weder in der Toskana noch in Sizilien
stattlicher aus.

Am Mittwoch den 21. November 2007 wird zum ersten Mal geerntet.
Traditionell von Hand – wie in der Toskana.
Treffpunkt: Olivenhain auf dem Gelände der Baumschule Heinz Becker in Pulheim-Stommeln
– um 12.00 Uhr.
Was mit den Oliven geschehen wird? Diese werden in Salz entbittert und später in Olivenöl
eingelegt und den Besuchern des 3. Olivenblütenfestes am … Juni 2008 präsentiert.
Und wann gibt es frisches Olivenöl? Am selben Tag, (noch) nicht aus eigener Ernte, sondern
frisch per Lkw aus Sizilien.

Die Kronjuwelen British Columbias: Grün, grandios und ganz schön alt

Ihre Existenz verdankt die Provinz British Columbia nicht zuletzt ihren Bäumen. Sie waren Anreiz für Forstarbeiter und Obstbauern, sich im Landesinneren niederzulassen; sie haben Umweltaktivisten auf den Plan gerufen, die sich dafür einsetzten, dass ganze Regionen unter Naturschutz gestellt wurden; sie stehen für Freizeit und Erholung; und sie sind seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil im Leben der First Nations-Stämme. Alles in allem bedecken die Wälder British Columbias eine Fläche von über 60 Millionen Hektar, ein Gebiet größer als Frankreich!

Cathedral Grove auf Vancouver Island ist ein mystischer Ort, an dem bis zu 76 Meter hohe und über 800 Jahre alte Bäume Geschichten erzählen, ja selbst Geschichte sind. Dass es sich dabei um Douglasien handelt, wird viele der jüngeren Besucher kaum interessieren. Aber wenn sie zu den alten Gentlemen der Wälder aufsehen und „wow“ sagen, schwingt in diesen drei Buchstaben ehrfürchtiges Staunen über die unbeschreibliche Kraft und Schönheit der Natur mit. Moose hängen wie Bänder von den mächtigen Ästen, die – was vielleicht nicht so bekannt ist – selbst Hunderte von Jahren alt sein können; sie wachsen eben nur sehr viel langsamer. Die ältesten Bäume im Cathedral Grove stellen sogar eine Verbindung in die Zeit vor Kolumbus dar. Fassbarer wird diese Zeitspanne, wenn man sich vor Augen führt, dass sie in etwa genauso alt sind wie Westminster Abbey (1065 v. Chr.) oder Notre Dame (1163 v. Chr.).

Das 157 Hektar große Cathedral Grove ist Teil des MacMillan Provincial Parks und eines der zugänglichsten Waldgebiete Vancouver Islands mit Bestand an Riesendouglasien. Ein Waldwegenetz ermöglicht Besuchern jeden Alters einen ruhigen Spaziergang unter den majestätischen Ästen. Dass das „Grove“ durch den Highway 4 geteilt wird, der die Städtchen Qualicum Beach und Port Alberni miteinander verbindet, ist eigentlich kaum der Rede wert. Denn bereits nach wenigen Schritten ist man zwischen Bäumen verschwunden, die schon alt waren als Captain Cook im Jahre 1778 als erster Europäer die Ufer des heutigen British Columbias erreichte.

Entlang der Pfade stehen Hinweistafeln mit Erklärungen zu den Bäumen, der hier lebenden Tiere und anderen Aspekten, die uns Stadtmenschen den Wald und seine Geheimnisse näher bringen. Auch welche Rolle die vielen umgestürzten Douglasien – das Ergebnis eines schweren Sturms im Jahr 1997 – bei der Erholung des Ökosystems Wald spielen, wird eingehend erklärt.

So vorteilhaft die Erreichbarkeit und Zugänglichkeit des Parks für uns sind, sie machen ihn auch verwundbar. Besucher sollten daher nicht von den ausgewiesenen Wegen abweichen. Diese bieten ausreichende Möglichkeiten, die Bäume zu bewundern und zu fotografieren.
http://www.vancouverisland.travel/touring/parks

Im Norden British Columbias hängen uralte Moose und Flechten wie Lametta an 300 Jahre alten Riesen-Lebensbäumen (Western Red Cedar) im Naturschutzgebiet Gwaii Haanas National Park Reserve and Haida Protected Area. Es liegt im südlichen Drittel der Queen Charlotte Islands, einem Archipel aus über 150 Inseln. Seine unberührten Wälder sind eine Rarität – ein Ort ohne Straßen und Wege. Nur wenige Meter vom Kajak entfernt ist man bereits inmitten tiefster Wildnis und könnte genau so gut auch Tausende Kilometer hinter sich gebracht haben. Der einzige Zugang in dieses Königreich der Natur ist auf dem Wasser- oder Luftweg.

2005 wurde das Naturschutzgebiet von der Zeitschrift National Geographic Traveler zum besten Nationalpark Nordamerikas gewählt. Besonders hervorgehoben wurde hierbei die „hohe kulturelle Integrität“ zwischen Parks Canada und dem Volk der Haida. Weiterhin einzigartig an diesem 19 Jahre alten Nationalpark ist, dass er zugleich ein Reservat der First Nations ist und die Haida-Indianer den Park gleichberechtigt mit den kanadischen Behörden betreuen und verwalten. Alle Besucher nehmen an einer Einführung teil, die von einem Haida-Mitglied geleitet wird. So erfahren sie viel über Geschichte und Ökologie, aber auch welches Verhalten von ihnen erwartet wird. Die wichtigsten historischen Plätze im Park werden den Sommer über von so genannten Wachmännern der Haida betreut. Vertreter anderer First Nations-Kulturen reisen aus fernen Ländern wie Australien an, um sich vor Ort über dieses einzigartige Parkmodell zu informieren.

Die Vereinten Nationen haben das unbewohnte Haida-Dorf Skang Gwaay (auch unter dem Namen Ninstints bekannt) am südlichen Zipfel des Parks auf Anthony Island zum Weltkulturerbe ernannt. Hier stehen 26 Totempfähle, jeder ein Unikat mit Tierdarstellungen und Schnitzereien mythologischer Figuren. Darüber hinaus gibt es noch Überreste eines traditionellen Langhauses, das erahnen lässt, welch bemerkenswerte Handwerker die Haida-Indianer waren und noch immer sind.

Der Tourismus auf Gwaii Haanas ist streng reglementiert. Nur 300 Personen dürfen gleichzeitig den Park besuchen. Auf die Sommersaison verteilt ist die Zahl auf 3.000 Besucher beschränkt, so dass die Buchung über einen Reiseveranstalter in Deutschland oder vor Ort empfehlenswert ist. Weitere Möglichkeiten den Park zu erkunden, bieten Touren per Wasserflug oder die individuelle Anreise per Boot – glücklich der, der eines besitzt oder mieten kann.
http://www.haidagwaiitourism.ca

Das Gebiet „Sea-to-Sky“ in der Region Vancouver, Coast & Mountains bietet Baum- und Waldfans eine Fülle an Freizeitmöglichkeiten. So gibt es herausragende Wander- und Radwege entlang des Highway 99 und viele Attraktionen rund um den Baum.

Squamish, eine gute Autostunde nördlich von Vancouver gelegen, ist ein Ort, der eng mit der Tradition und Geschichte der Forstwirtschaft verknüpft ist. Auch wenn die Holzfällerei für viele ein rückläufiger Industriezweig ist, so wird ihre faszinierende Geschichte und die damit verbundene Lebensart dennoch jedes Jahr im Sommer gefeiert. 2007 ist ein Jubiläumsjahr; vom 02. – 06. August wird das Squamish Days Loggers Sports Festival zum 50. Mal stattfinden. Dann heißt man die Holzfäller herzlich willkommen, die u.a. auch aus Australien anreisen, um sich in ungewöhnlichen Disziplinen zu messen: darunter Baumstammrollen, Baumklettern und Baumstammweitwurf sowie „Kleinholz machen“, und das auf mindestens sechs verschiedene Arten.
http://www.squamishdays.org

Das in Whistler gelegene Unternehmen Ziptrek Ecotours nimmt Besucher mit auf zwischen Baumriesen gespannte Hochseile. Sitzgurt, Karabinerhaken und Drahtseil sorgen für ein sicheres Gleiten über Schluchten und Täler. Auf der Tour von Baum zu Baum erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zu Geologie und Geschichte des alten Waldbestandes.
www.ziptrek.com

In Vancouver bietet der Stanley Park, mit 400 Hektar Fläche größer als der Englische Garten in München, viele Rückzugsmöglichkeiten für Mensch und Tier. Als gut 3.000 der 500.000 Bäume den schweren Stürmen im November/Dezember 2006 zum Opfer fielen, haben viele Menschen Geld gespendet, um Räumungs- und Wiederaufforstungsarbeiten zu unterstützen. Mittlerweile sind 18 des insgesamt 23 Kilometer umfassenden Wegenetzes wieder begehbar und die Parkbehörden geben ihr Bestes, um die „grüne Lunge Vancouvers“ auf die kommende Sommersaison vorzubreiten.

Die ältesten Bäume findet man übrigens in entlegeneren Abschnitten des Parks, u.a. entlang der folgenden Wanderwege: Siwash Rock Trail, Third Beach Trail und Lake Trail, nördlich von Beaver Lake.
www.vancouver.ca/parks/index.htm

Lillooet, ung
efähr drei Autostunden nördlich von Vancouver gelegen, ist das Zuhause eines Baums mit grausiger Vergangenheit. Der „Galgenbaum“ ist eine einzeln stehende, knorrige Gold-Kiefer, die einst die Main Street der Stadt überblickte. Laut Überlieferung soll zur Zeit des Fraser Canyon-Goldrausches in den 1850er Jahren acht Männer auf Veranlassung von „Henker-Richter“ Sir Matthew Baillie Begbie an diesem Baum aufgeknüpft worden sein. 2003 wurde der Baum zwar gefällt, ist aber an seinem Standort verblieben. Jedoch ist alleine der Ausblick auf das umliegende Tal schon einen Abstecher nach Lillooet wert. Ganz zu schweigen von der Anreise über den Highway 99, einer der malerischsten in ganz British Columbia.
www.lillooetbc.com

Zu den Kronjuwelen British Columbias gehören natürlich auch jene Bäume, die wunderschöne Blüten und leckere Früchte tragen. Das Okanagan Valley, Region Thompson Okanagan, ist der Obst- und Weingarten der Provinz. Eine Institution seit 1904 ist die Kelowna Land and Orchard Company (KLO), deren 60 Hektar jährlich vier Millionen Äpfel abwirft. KLO ist für Besucher geöffnet und bietet u.a. ein hervorragendes Restaurant sowie die Apfelweinkelterei Raven Ridge Cidery Inc.
www.k-l-o.com

Colibri Umweltreisen gleicht Klimabilanz

„Der von Menschen ausgelöste Klimawandel ist die größte Bedrohung für die Erde und muss so schnell wie möglich verlangsamt werden.“ Mit dieser Forderung hat die Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) in San Francisco begonnen. In einer Grundsatzrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der vergangenen Woche machte diese sich das Ziel der EU-Kommission zu Eigen, den CO2-Ausstoß in Europa bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Das Thema Kohlendioxid und die drohende Klimakatastrophe sind zum Dauerbrenner in den Medien geworden. Was jedoch kann jeder einzelne für den CO2-Ausgleich tun? Für viele gehört inzwischen das Fahren mit dem Auto oder oft auch das Besteigen des Flugzeuges zum Alltag, zumindest aber zum Urlaubskomfort. Darüber hinaus, was kann jeder einzelne tun?

Jörg Drews aus Berlin, Inhaber und Gründer von Colibri Umweltreisen, setzt bereits seit über einem Jahrzehnt in seinen Natur- und Erlebnisreisen ein Konzept zum Ausgleich der Klimabilanz um. Und hofft nun, dass die aktuelle Diskussion dazu beiträgt, dass sich auch andere Reiseveranstalter anschließen und auch die Politiker durch Taten und nicht durch Lippenbekenntnisse überzeugen

Herr Drews die meisten Reiseziele in Ihrem Katalog – von Island bis Uganda, sind fast ausschließlich per Flugzeug zu erreichen. Was bedeutet denn nun genau der Begriff „Umweltreisen“?

Schon unser Name Colibri gibt Aufschluss über unser Konzept: so steht das CO in Colibri für Kohlenstoff und libri ist lateinisch und heißt Gleichgewicht. So besteht das Konzept „Umweltreisen“ darin, dass wir für jeden gebuchten Flug zum Ausgleich der CO2 Bilanz Bäume pflanzen. Das sind 100 Bäume bei Langstrecken-Flügen und 50 Bäume bei Flügen innerhalb Europas pro Person.

Wie kann man sich das in der Praxis vorstellen?

Konkret unterstützen wir ein Wiederaufforstung Projekt in der Annapurna-Region Nepals. Dort werden erosionsgefährdete Hänge mit Setzlingen bepflanzt, die zuvor in einer projekteigenen Baumschule gezüchtet wurden. Dieses Projekt wird vom Verein GEO schützt den Regenwald e.V. betreut, den wir seit Jahren in Form von Großspenden unterstützen. Davor haben wir bereits Bäume in Brasilien, Kolumbien und auch in Deutschland gepflanzt. Innerhalb der letzten 11 Jahre haben wir auf diese Weise ca. 1,1 Millionen Bäume zum Ausgleich der Klimabilanz gepflanzt!

Welche Aktivitäten könnten Ihrer Meinung nach dazu beitragen, die Klimabilanz von Flugreisen nachhaltig zu verbessern?

Es wäre schön, wenn weitere Kollegen aus der Reisebranche Ihre Verantwortung erkennen und auch Klimaschutzprojekte – gleich welcher Art – unterstützen würden. Es wird zwar von manchen schon auf solche Projekte hingewiesen, doch der Schwarze Peter wird dem Endverbraucher zugeschoben und der Kunde allein darf zahlen. Deswegen haben wir eine Flugbuchungsmaschine ins Internet gestellt, mit der man Klimaneutrale Flüge buchen kann. Unter www.klimaneutral-fliegen.de kann jeder den günstigsten Flug aussuchen und unterstützt damit gleichzeitig unser Projekt im Nepal. Einfacher geht´s nicht!

Colibri Umwelreisen ist der einzige Veranstalter in Europa, der bereits seit elf Jahren die Klimabilanz von Urlaubsflügen durch das Pflanzen von Bäumen ausgleicht – bisher waren das mehr als eine Million Exemplare (50 Bäume für Flüge innerhalb Europas, 100 Bäume bei außereuropäischen Flügen pro Person). Der Berliner Spezialist für Naturerlebnisreisen organisiert Touren zu den schönsten und tierreichsten Naturschauplätzen der Erde, die abseits vom Massentourismus genügend Zeit und Muße zum authentischen Entdecken von Land und Leuten bieten. Tierbeobachtungen und hautnahe Naturerlebnisse stehen im Mittelpunkt der Colibri Umweltreisen.
Informationen und Buchungen gibt es unter www.colibri-berlin.de