Panamarenko in all seinen Facetten

Künstler, Ingenieur, Physiker, Erfinder, Visionär – die Interessen des belgischen Künstlers Panamarenko sind ungewöhnlich, einzigartig und vielseitig. Zu bestaunen sind seine Arbeiten jetzt im Museum der Schönen Künste in Brüssel, wo Besucher zum ersten Mal die Gelegenheit bekommen, alle Seiten des Künstlers kennen zulernen.
Der Künstler Panamarenko wurde 1940 in Antwerpen in Belgien geboren, studierte an der Königlichen Akademie der Schönen Künste und fasziniert heute durch seine außergewöhnlichen künstlerischen Arbeiten. Panamarenko gehört zu dem kleinen Kreis der weltweit anerkannten Künstler, deren Kunstwerke sich unmöglich einer gängigen Kunstkategorie zuordnen lassen. Er verbindet Wissenschaft, Kunst, Technik und Fantasie. Seine Themen sind Bewegung, All, Fliegen, Energie und Erdanziehungskraft. Daraus entstanden sind Werke wie Flugzeuge, U-Boote, Autos, fliegende Teppiche oder Vögel. Der Traum von der freien Bewegung, die Ästhetik der wissenschaftlichen Analyse und die Suche des Menschen nach seinem Platz in der Natur dominieren seine Arbeiten. Panamarenko spielt mit den Gesetzen der Mechanik und der Physik in einer unabhängigen und innovativen Art und Weise. Das Brüsseler Museum der Schönen Künste präsentiert diesen außerordentlichen Künstler anlässlich seines 65. Geburtstags vom 30. September 2005 bis 29. Januar 2006 in einer großen Ausstellung, zusammengetragen aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen. Gezeigt werden Zeichnungen, Skizzen, Projekte und Modelle, sowie eine Sammlung von Dokumenten, Katalogen und anderen Schriftstücken über diese Zeit.

Datum: 30. Sept. 2005 – 29. Jan. 2006, Di – So 10:00- 17:00Uhr, Do 10:00-21:00Uhr
Ort: Museum der Schönen Künste, Place Royale 3, B – 1000 Brüssel
Preise: 9 €, ermäßigt 2,50 € – 6,50 €, Kinder bis 12 Jahren Eintritt frei
Info: www.fine-arts-museum.be

Die Zsolnay-Manufaktur in P?cs

Porzellan mit Vergangenheit
Sie hinterlässt Spuren. Am Parlament und an der Kunsthalle in Budapest, am Museum der Schönen Künste in Mexiko-Stadt und in unzähligen Haushalten in der ganzen Welt: die Keramik-Manufaktur Zsolnay im südwestungarischen Pécs. Bis ins Jahr 1853 reicht die Geschichte des Familienbetriebs zurück. Aus der ehemaligen Steingutfabrik wurde damals eine Manufaktur, die heute international mit ihren Fayencen und sezessionistisch-geprägten Motiven Erfolg hat.

Die handgefertigten Zierflaschen, Krüge, Vasen, Geschirrserien und Porzellanfiguren können interessierte Ungarn-Reisende beispielsweise in der Zsolnay-Ausstellung des Janus-Pannonius-Museums, dem städtischen Museum von Pécs, besichtigen. Die Ausstellung vermittelt ein eindrucksvolles Bild von den technischen Errungenschaften des Unternehmens und spiegelt den Stil- und Geschmackswandel des europäischen Kunsthandwerks im ausgehenden 19. Jahrhundert wider. Die Ausstellung befindet sich im ältesten Wohnhaus der Stadt Pécs in der Káptalan utca 2 und ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 700 Forint (etwa 2,90 Euro) für Erwachsene.

Einen noch tieferen Einblick in die Welt des Zsolnay-Porzellans gewährt eine Führung durch die eigentliche Manufaktur, die bis zum heutigen Tag an ihrem ursprünglichen Standort zu finden ist. Wie wird das Porzellan gefertigt? Was ist Pyrogranit? Und was hat die Pariser Weltausstellung im Jahre 1878 mit dem Ganzen zu tun? Diese und andere Fragen werden hier beantwortet. Ganz nebenbei lassen sich die farbenfrohen Kunstwerke bestaunen – sowohl im Betrieb als auch im denkmalgeschützten Fabrikhof. Besichtigungen sind montags bis freitags am Vormittag möglich – jedoch nur in Gruppen und nach Voranmeldung unter Telefon 0036/72/507652, per Fax 0036/72/313645 oder per E-Mail solya@zsolnay.hu. Eine deutsch-sprachige Führung kostet 1.000 Forint (circa vier Euro) pro Person. Informationen rund um die Geschichte des Familienbetriebs sind im Internet unter www.zsolnay.hu auch in deutscher Sprache abrufbar.

Der internationale Erfolg der Manufaktur ist eng mit Vilmos Zsolnay verbunden, der die technische Entwicklung im Jahre 1865 von seinem Bruder Miklós übernahm. Vilmos experi-mentierte mit verschiedenen Ton- beziehungsweise Glasurarten und entwickelte den kleinen Betrieb bald zum Kunstkeramikbetrieb Nr. 1 in Ungarn. Die Auszeichnung mit dem Grand Prix bei der Weltausstellung in Paris 1878 brachte ihm schließlich den Weltruhm. Abgesehen von bekannten Künstlern, entwarf Vilmos Zsonay auch selbst Motive für seine Keramikge-genstände: Zunächst historisch, orientalisch oder volkstümlich, waren sie später stark vom Jugendstil geprägt. Auch der Architekt Ödön Lechner, der Meister des spezifisch ungarischen Jugendstils, arbeitete im Bereich Baukeramik mit Zsolnay zusammen. So kommt es, dass Un-garn-Reisende beim Bummel durch Budapest und Co. auch heute noch zahlreichen Beispielen aus dem Hause Zsolnay begegnen.

www.ungarn-tourismus.de / www.hungary.com

Monet und Camille in Bremen

Erstmals wird das figurative Frühwerk Monets in einer großen Ausstellung in Bremen gezeigt. Vom 15. Oktober 2005 bis zum 26. Februar 2006 zeigt die Kunsthalle Bremen die Ausstellung „Monet und Camille – Frauenportraits im Impressionismus“. Neben 19 Werken Monets sind 20 Frauenportraits von Künstlern wie Renoir, Manet, Corot, Whistler und Degas aus den großen Museen Europas und den USA in Bremen zu sehen.
Das großformatige Portrait einer jungen Frau steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung. „Camille“ – Modell, Geliebte und spätere Ehefrau Claude Monets. Um 1866 waren solche großen Frauenportraits ein bevorzugtes Thema ambitionierter junger Maler in Paris. Warum? Das zeigt die Bremer Kunsthalle.

Aufgrund des zu erwartenden großen Besucheransturms wurde ein deutschlandweiter Kartenvorverkauf eingerichtet. Eintrittskarten im Vorverkauf (Besuch ohne Wartezeit) erhält man in allen START-Kart Reisebüros (Buchungscode ARTBRE SP 01), unter der Kartenhotline 07531-9073-3, im Internet unter www.artcities.de , per e-mail unter vangogh@artcities.de oder bei ART CITIES IN EUROPE, Raitenaugasse 5, D-78462 Konstanz.

„WeinArchitektur. Vom Keller zum Kult“

Höplers Weinräume als Teil der Ausstellung und des Buches
Ausstellungsdauer: 22.09.2005 – 06.02.2006
offizielle Eröffnung: Mittwoch 21.09.2005, 19 Uhr.

Höplers Weinräume in Winden.

Der Weg des jungen Christof Höpler, auf architektonische Details zu achten und das Thema Wein durch Rauminstallationen und interaktive Erfahrungsmöglichkeiten zu bereichern, schlägt sich nicht nur im Interesse der Besucher nieder. Die Kuratoren der Ausstellung „WeinArchitektur. Vom Keller zum Kult“ sind bereits in der Anfangsphase des Projektes an das Weingut Höpler herangetreten, um den österreichischen Teil der Ausstellung und des Buches mit einer innovativen Idee mehr zu erweitern. Und alle waren begeistert!

Um die Welt seiner Weine erlebbar zu machen, hat Christof Höpler Mitte Mai 2004 in Winden am See seine „Weinräume“ eröffnet. Im Gutshof des Weingutes Höpler wurde eine Weinerlebniswelt eingerichtet, in der, so Höpler, „die Welt des Weines mit allen Sinnen“ erfasst werden kann. Erlebt werden Farbe und Geruch, Töne und Geschmack, das Tasten und die überraschend unbekannte eigene Vorstellungswelt. Jeder Sinn wird angeregt, mit dem Thema Wein erfüllt, in dessen Welt entführt: durch Rauminstallationen und interaktive Erfahrungsmöglichkeiten und manch anderes mehr. Fotos finden Sie unter www.pov.at

Das Projekt.
Internationale Stararchitekten entwerfen und bauen heute weltweit spektakuläre neue Weingüter. Im Gegenzug dazu hat sich im Osten und Südosten Österreichs eine international einzigartige neue Szene der Symbiose von zeitgenössischer Architektur mit Weinbau konsequent bemerkbar gemacht. Die Ausstellung “WeinArchitektur. Vom Keller zum Kult” präsentiert erstmals eine fundierte österreichische Bestandsaufnahme, erweitert und kontextualisiert durch internationale Beispiele.

WeinArchitektur – Die Genese
Seit mehreren Jahren beobachtet das Architekturzentrum Wien die spannende Entwicklung des Verhältnisses von Wein und Architektur. Frankreich und das kalifornische Napa Valley läuteten in den 80er Jahren den Aufbruch in ein neues Zeitalter der WeinArchitektur ein: In einer Ausstellung im Centre Pompidou in Paris unter dem Titel “Chateau Bordeaux”(1988) wurde erstmals thematisiert, dass die kulturelle Vermittlung des Weines maßgeblich auch über Architektur erfolgt. In Kalifornien wurde gleichzeitig mit offensivem und publikumswirksamem Marketing nach neuen Konzepten gesucht und die Vermarktung mit Hilfe von Architektur gestartet. Die zentrale Botschaft lautete: Wein ist nicht Alkohol, Wein ist Kultur. Zeitgleich machte Österreich 1985 mit dem Weinskandal international Schlagzeilen. Die Folge war, dass jene Winzer, die auf Qualität setzten, sich verstärkt international positionierten, um das Renomée des österreichischen Weines zu heben. Zusätzlich haben der Generationswechsel in vielen Weinbaubetrieben, eine Orientierung an international gültigen Produktions- und Qualitätsstandards, eine Umstrukturierung der Betriebe (vom Teilerwerb zum Vollerwerb), sowie regionale oder EU-Förderungen als zusätzlicher Stimulus zur Entscheidung vieler Winzer geführt, ihren Betrieb baulich zu vergrößern oder zu verändern. Marketing-Aspekte und architektonische Corporate Identity spielten dabei keine bedeutende Rolle, vielmehr ging es darum, ein architektonisches und funktionales Pendant entsprechend der Qualitätsweinerzeugung zu finden.

Das österreichische Weinwunder
Mit der Ausstellung “WeinArchitektur. Vom Keller zum Kult” proklamiert das Architekturzentrum Wien ein neues “Silikon Valley des Weins” in Österreich. Nicht länger die Garage dient der Kreation und dem Ausbau edler Tropfen von Gols bis Gamlitz, vielmehr bieten elegante Sichtbetonhallen und wohlgestaltete Holzboxen den Rahmen zum optimierten Produzieren, stilvollen Degustieren und angeregten Diskutieren. Das Kennzeichnende und Erstaunliche für die österreichische Situation ist die Vielzahl an in den letzten 20 Jahren entstandenen hochwertigen Projekten: Keine andere Branche ist in einer derart herausragenden Dichte die erfolgreiche Allianz mit zeitgenössischer Architektur eingegangen wie die der österreichischen Weinbauern. So wie im 19. Jahrhundert die Industrialisierung mit ihren Fabriken ganze Landstriche durch ihre Bautypologien neu definierte, hat heute die österreichische Weinwirtschaft eine regionale baukulturelle Identität geschaffen. Die Zusammenarbeit von Winzern mit Architekten begründet sich zum einen auf der Tatsache, dass veränderte technische Standards neue Räume mit einer hohen logistischen und technischen Komplexität erforderten, und für diese vielschichtige Aufgabe professionelle Partner gefunden wurden. Zum anderen haben sich junge ArchitektInnen nach ihrem Studium in Wien oder Graz auf ihre regionalen Wurzeln rückbesonnen und zeitgenössische Architektur in die Regionen getragen. In einigen Fällen kamen Architekten als Kunden und Weinbauern über Weingenuss und Profession ins Gespräch. Drei österreichische Architekten (Hempel + Fonatti, Anton Mayerhofer und Werner Schüttmayr) waren maßgeblich daran beteiligt, die neue Bautypologie zu formulieren und eine Zusammenarbeit mit Winzern beispielhaft zu etablieren. Die Projekte haben sich von den Funktionsbauten der frühen 90er Jahre, die den von den Winzern präzise formulierten Produktionsorganigrammen folgten, hin zu immer innovativeren und experimentellen Bauten entwickelt. Die breite Basis in der von Winzern beauftragten Architektur hat die heutigen Spitzenleistungen erst ermöglicht. Rund 60 bislang realisierte Projekte engagierter Architektur im Burgenland, in Wien, Niederösterreich und der Steiermark übersetzen die neue, selbstbewusste Kultur des Weines räumlich. WeinArchitektur ist heute ein Abbild der jungen und zeitgenössischen, regionalen Architekturproduktion im Osten Österreichs.

Die Ausstellung
Bereits das Leitmotiv der Ausstellung thematisiert den wahren Hauptakteur, der Wein und Architektur zu einer Einheit fügt: die Landschaft. Ihre topographischen Gegebenheiten und regionalen Unterschiede zeichnen sowohl für die Vielfalt an differenzierten Nuancen des österreichischen Weines als auch für ein breites Spektrum ortsspezifischer und individueller architektonischer Konzepte verantwortlich. Eine inszenierte Landschaft aus Vitrinen, die den linearen Aufbau eines Weingartens nachempfindet, dient als Display in der Ausstellung im Az W. Großformatige Spiegelwände an den Stirnseiten des Raumes führen diese abstrakte und erleuchtete Landschaft optisch ins Unendliche. In regionalen bzw. thematischen Schwerpunkten werden die einzelnen Bauten und architektonischen Interventionen vorgestellt, wobei die Präsentation der Projekte durch vielfältige Materialien wie Pläne, Fotos, Modelle und Skizzen, aber auch Weinflaschen, Etikettenserien oder die graphische Selbstdarstellung des jeweiligen Weinguts ergänzt und erweitert werden. Neben einer differenzierten Bestandsaufnahme der kulturellen Situation und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich seit den 80er Jahren gibt ein Überblick von rund 20 internationalen Bauten für den Wein Auskunft über die Entwicklung vom Schlossweingut zur High-Tech-Factory.

Das Buch.
Im Rahmen der Ausstellung wird erstmalig ein umfassender Überblick über das breite Spektrum innovativer und qualitätvoller Bauten für den Wein gegeben, die in den letzten 20 Jahren in Österreich und darüber hinaus entstanden sind. Die Publikation « WeinArchitektur. Vom Keller zum Kult » stellt die herausragenden architektonischen Beispiele anschaulich vor und zeichnet ein differenziertes Bild der kulturellen Rahmenbedingungen, die im letzten Jahrzehnt zu einem wahren Bauboom in Österreich geführt haben. « WeinArchitektur » – ein Standardwerk für jeden Weinliebhaber und Architekturinteressierten.
Mit einem Vorwort von Dietmar Steiner, Textbeiträgen von Christian Seiler, Ralph Eue, Kerstin Gust, Martina Grabensteiner und Marion Kuzmany; Graphische Gestaltung: Susanne Klocker, LIGA; 242 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, deutsch/englische Ausgabe, Format: 20,5 x 26,5 cm, Hardcover; Herausgeber: Architekturzentrum Wien; Verlag: Hatje Cantz, Ostfildern, 2005 / ISBN 3-7757-1687-4, Preis Euro 32,-

Budapester Museum der Schönen Künste feiert Geburtstag

Ein Prunkstück der Budapester Museumsszene feiert im nächsten Jahr seinen 100. Geburtstag: das Museum der Schönen Künste (Szépmüvészeti Múzeum). Eröffnet wurde das am Heldenplatz gelegene Kunsthaus am 1. Dezember 1906 von König Franz Joseph I. Neben umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsprojekten sollen vor allem hochkarätige Ausstellungen und Kooperationen mit anderen bedeutenden Museen Europas dafür sorgen, dass das Jubiläumsjahr würdig begangen wird.
Das Festprogramm startet bereits in diesem Jahr. Noch bis zum 9. Oktober 2005 läuft die Ausstellung „Dürer und seine Zeitgenossen“. Zu sehen sind beispielsweise Originaldrucke der Holzschnitte „Triumphbogen von Kaiser Maximilian I.“ und „Siegeszug von Kaiser Maximilian I.“, die der Monarch Anfang des 16. Jahrhunderts in Auftrag gab. Budapest-Reisende erwartet damit ein besonderer Höhepunkt: Die beiden Monumentalwerke wurden in ihrer Gesamtheit noch nie zuvor in Ungarn ausgestellt.

Ab dem 29. September folgt eine Schau zum Werk des Bildhauers Gaston Lachaise, der neben Porträtbüsten vor allem mit seinen üppigen Frauenakten bekannt wurde und als Pionier der amerikanischen Moderne gilt. Bis zum 8. Januar 2006 sind im Museum der Schönen Künste 34 teils lebensgroße Skulpturen des französisch-amerikanischen Künstlers zu sehen.

Den Auftakt in das eigentliche Jubiläumsjahr bildet ein Querschnitt aus 500 Jahren spanischer Malerei. In Kooperation mit deutschen Sammlungen und dem Prado in Madrid präsentiert das Szépmüvészeti Múzeum im Barocksaal des Museums rund 60 Exponate aus dem 14. bis zum 19. Jahrhundert. Vom 26. Januar bis zum 30. April 2006 sehen Museumsbesucher ein breites Spektrum spanischer Meisterwerke, bei denen Gemälde von El Greco, Goya oder Velázquez nicht fehlen dürfen.

Zwischen dem 17. März und 18. Juni dreht sich alles um das Leben und die Epoche von Sigismund von Luxemburg, der von 1387 bis 1437 König von Ungarn und später Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Für das Museum der Schönen Künste wird dies die größte Ausstellung aller Zeiten: Sie entsteht in Zusammenarbeit mit mehr als 100 Museen aus 17 Ländern und stellt eine Investition von etwa zwei Millionen Euro dar.

Im Anschluss daran präsentiert das Kunsthaus eine graphische Ausstellung mit Werken von Rembrandt, der 2006 ebenfalls einen runden Geburtstag feiert, nämlich den 400sten. So heißt die Schau auch „Rembrandt 400“. Neben Kupferstichen werden vom 23. Juni bis zum 25. September vor allem etwa 200 Grafiken und Ölbilder des großen Niederländers zu sehen sein.

Auch der Höhepunkt und krönende Abschluss des Jubiläumsjahres blickt gen Niederlande: Zwischen dem 1. Dezember 2006 und dem 20. März 2007 wird eine hochkarätige Van Gogh-Ausstellung Kunstinteressierte nach Budapest locken.

Informationen: Szépmüvészeti Múzeum, H-1146, Dózsa György út 41, Telefon 0036/1/4697100, Internet www.museum.hu (auf Englisch und Ungarisch abrufbar), E-Mail: info@szepmuveszeti.hu. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10.00 bis 17.30 Uhr.

Golfprofis kommen nach Helsinki

Große Namen beim Helsinki-Festspiel

Die Rocklegende Patty Smith, der weltbekannte finnische Dirigent Esa-Pekka Salonen, Eva Dahlgren, die Choreografin Pina Bausch, die Künstlerin Marlene Dumas und die Violinistin Christina Tetzlaff sind einige der Topakteure, die zwischen dem 19. August und dem 4. September beim Helsinki—Festspiel auftreten werden. Die Veranstaltung ist Finnlands größtes Festival. Zu den sehr bekannten und beliebten Programmteilen gehört die Nacht der Kunst am 25. August. Hier werden den Besuchern eine Reihe Gratisveranstaltungen geboten, beispielsweise Musik und Unterhaltung an beinahe jeder Straßenecke. Die Museen und Galerien in Helsinki haben an diesem Tag bis weit in die Nacht hinein geöffnet. Mehr dazu im Internet unter www.helsinkifestival.fi

Himmlische Aussichten

Die Ausstellung mit Bildern des Fotografen Yann Arthus-Bertrands haben weltweit bisher über 50 Millionen Besucher gesehen. In diesem Sommer steht nun Helsinki auf dem Ausstellungskalender. Das Objektiv des französischen Lichtbildners schwebt über unserer Erde und sieht sie aus der Vogelperspektive. Seine Motive reichen dabei von tropischen Regenwäldern bis hin zu Wüsten, von einem senegalesischen Fischmarkt bis zu den Gletschern der Antarktis. Die Schönheit der Bilder beinhaltet dabei auch die große Sorge, was mit unserer Umwelt geschieht. Die Ausstellung vor dem Glaspalast dauert noch bis zum 18. September und ist rund um die Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Infos unter www.hki.fi/deutsch/aktuelles/

Helsinki baut Skateboarder-Anlage für die Jugendlichen

5.000 Skateboarder werden in Kürze im neuen Skateboarderpark im Stadtzentrum von Helsinki rasant umherfahren. Janne Saario, der finnische Skateboard-Meister 2003, ist verantwortlich für die Planung der Anlage. Die Inspiration für die Gestaltung hat der Experte im Ausland bekommen. Der Skaterpark wird in der Nähe des Zoos gebaut. Zusätzlich wird auch ein sogenannter Pool eingerichtet. Die Anlage ist sowohl für Profis als auch für Anfänger konzipiert und wird mit einem Budget von rund 535.000 Euro veranschlagt. Baubeginn ist im Herbst 2005.

Ausstellung über das Leben Mannerheims

Carl Gustaf Emil Mannerheim ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Personen der finnischen Geschichte. Im finnischen Nationalmuseum beginnt nun eine Ausstellung, in der das Leben des Feldmarschalls und Politikers dargestellt wird. Darin werden die eher verborgenen Seiten aus Mannerheims Leben gezeigt. Mit Gegenständen, Bildern und Dokumenten können die wichtigsten Stationen seines Lebens verfolgt werden – so werden beispielsweise die persönlichen Briefe an seinen jüngeren Bruder Johan (Nonne) gezeigt. CGE Mannerheim (1867-1951) war finnischer Feldmarschall und Oberbefehlshaber während des finnischen Bürgerkriegs 1918 und im Zweiten Weltkrieg sowie anschließend für knapp drei Jahre finnischer Präsident. Die Ausstellung über Mannerheim dauert noch bis zum 9. Oktober und gibt nicht nur einen Eindruck über das Leben des Staatsmannes, sondern auch einen Einblick in die finnische Geschichte. Mehr dazu im Internet unter www.nba.fi/en/nmf

Golfprofis kommen nach Helsinki

Ende August kommen die Golf-Damen zum ersten Mal während ihrer Europa-Tournee nach Finnland. Es ist die bisher größte Golfveranstaltung für Damen, die auf dem Golfplatz Tali in Helsinki organisiert wird. An den Finnish Masters nehmen 120 Golferinnen aus 18 Ländern teil. Der Wettbewerb geht über drei Tage und dauert vom 26. bis 28. August. Die Veranstalter rechnen mit vielen sportbegeisterten Besuchern. Mehr dazu im Internet unter www.ladieseuropeantour.info/tic/tmtic.cgi

Zum zehnten Mal: Luftgitarren-WM

Vom 24. bis 26. August findet in Oulu die Weltmeisterschaft im Luftgitarrespielen statt. Die Luftgitarren-WM wird zum ersten Mal in einem Saal veranstaltet, das Finale findet im neuen Club Teatria statt. Dieser war einst ein Schlachthaus und wird nun vom ehemaligen finnischen Eishockeystar Janne Niinimaa geleitet. Beim Finale, das am Freitag stattfinden wird, werden 13 nationale Sieger aus der ganzen Welt erwartet, darunter zum ersten Mal Luftgitarristen aus Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Zur Luftgitarren-WM treten die Teilnehmer ohne Instrumente an. Der Gewinner bekommt, neben Ruhm und Ehre, eine handgefertigte Gitarre im Wert von 2.500 Euro mitsamt einer vom Gitarristen Brian May designten und signierten Überraschung. Mehr dazu im Internet unter www.omvf.net

Der Tipp des Monats …

… ist die Vinylbar in Helsinki. Die neu eröffnete Bar mit dem angeschlossenen Schallplattenladen bietet eine spannende Mischung aus Drinks und Musik. Professionelle Barmixer und erfahrene DJs wechseln zwischen Bar, Plattenregal und Publikum und sorgen so für eine einzigartige Atmosphäre. Die Lokalität in der Yliopistonkatu 8 heißt – wie könnte es auch anders sein – Vinyl. Sicherlich ein guter Tipp für alle, die die finnische Hauptstadt besuchen.

Was sonst noch interessiert

Im vergangenen Jahr sind drei Broschüren in englischer Sprache erschienen, die das junge, trendige und etwas andere Helsinki zeigen. Wegen des großen Erfolgs erscheint nun jeweils eine Neuauflage unter den Titeln „Bohemian Nordic Oddity“, „Smooth Nordic Oddity“ und „Groovy Nordic Oddity“. Letztere dürfte all die interessieren, die ein Faible für Design, Kunst und Literatur haben. Weitere Informationen dazu unter www.hel2.fi

www.visitfinland.de

Der Nordwesten – alles andere als flach

Ab sofort online: das neue Tourismus-Internet-Portal www.nordwesten.net. Auf ausgefeilten Routen die Region erradeln, alles auf dem und rund ums Wasser erleben, Gärten und Parks durchstreifen und mit der EntdeckerCARD den Nordwesten entdecken – das alles finden Besucher und Bewohner der Region jetzt auf einen Klick. Mit der Bündelung von vier touristischen Themen wurde ein übersichtliches Portal geschaffen, das die lokalen und regionalen Internetpräsenzen ergänzt und verlinkt:
Radeln vorbei an schwarz-bunten Kühen, durch Dörfer mit Backstein-Häusern, durch schöne Städte, entlang an Kanälen und Flüssen: Auf der neuen Radtourismus-Präsenz sind Radrouten und Rund-um-Informationen zu finden. Die großen Windjammer-Treffen, Hafenfeste, Kanuwandern, Torfkahn-Touren, Wattwandern: alles das und „viel Meer“ finden Wasser- und Landratten auf den Wassertourismus-Seiten. Den Nordwesten gratis mit Bahn, Bus und Schiff entdecken: Mit der EntdeckerCARD Nordwest, die erfolgreich im dritten Jahr läuft, kann man drei Tage lang Inseln, Erlebnisparks, Museen und vieles mehr entdecken. Gartenträume und grüne Oasen: Auf der Route der Gartenkultur sind 120 Gärten zu sehen.

„Wir wollen mit dieser modernen Bündelung touristischer Themen mehr Touristen mit mehr Übernachtungen in den Nordwesten holen“, erläuterte Peter Siemering, Vorsitzender des Arbeitskreises Tourismus der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Bremen/Niedersachsen und Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale. „Der Nordwesten ist mehr als eine maritime Region: vom Wochenende an der Jade über Radtouren durch Marsch und Geest bis zur Landpartie in Gärten oder einem Erlebnisurlaub in der Stadt – alles ist drin.“

Impressionisten in der Kunsthalle Bremen

Monet und Camille – Frauenportraits im Impressionismus
Nach dem „Blauen Reiter“ und „Van Gogh“ bietet die Kunsthalle Bremen vom 15. Oktober 2005 bis 26. Februar 2006 ihren Besuchern ein weiteres Großereignis: „Monet und Camille“. Claude Monet (1840 bis 1926), der bekannteste Maler der Impressionisten, wurde bereits in vielen Ausstellungen gefeiert. Nur in Deutschland war er bisher selten zu sehen. Dies ist nun die erste Ausstellung, die das figurative Frühwerk Monets ins Zentrum stellt. Ausgehend von seinem Portrait „Camille“ (1866) widmet sich die Ausstellung einem besonderen Aspekt seines Werkes: dem Frauenporträt.

Dabei geht es zunächst um die Beziehung zwischen Monet und Camille, die bis zu ihrem Tod 1879 sein bevorzugtes Modell blieb. Vor allem aber handelt die Ausstellung von der Tradition des repräsentativen Frauenporträts an der Schwelle zum Impressionismus. Ausgehend von Monets Gemälde werden Vergleiche gezogen zu den berühmten Werken seiner Zeitgenossen wie Renoir, Manet und anderer, aber auch zu den Medien Mode, Modeillustration und Fotografie. Museen aus aller Welt, wie das Musée D’Orsay Paris, die National Gallery Washington, das Getty Museum Los Angeles und das Guggenheim Museum New York haben bereits feste Zusagen gegeben für bedeutende Werke von Monet, Manet, Renoir und anderen Künstlern.

Die spezielle Monet-Pauschale gibt es von der Bremer Touristik-Zentrale mit einer Übernachtung inklusive Frühstück, Eintrittskarte zur Ausstellung, Stadtrundgang und vielen weiteren Extras schon ab 84 Euro pro Person. Infos unter der Service-Nummer: 0 18 05 / 10 10 30 (0,12 Euro pro Minute) oder im Internet unter www.bremen-tourismus.de.

Ohren auf für das 16. Musikfest Bremen

Eröffnung mit „großer Nachtmusik“ am 3. September 2005
Bremen im September: Internationale Künstler geben sich in der Heimat der Stadtmusikanten ein Stelldichein, das Musikfest Bremen lässt die Hansestadt und die nordwestdeutsche Region klingen! Auch das 16. Festival verspricht vom 3. bis 24. September 2005 mit über 20 Konzerten erneut hochkarätige Namen und Entdeckungen, populäre Programme und Raritäten, traditionelle und ungewöhnliche Aufführungsorte.

Die beliebte Eröffnung „Eine große Nachtmusik“ am 3. September bietet als passende Einstimmung auf drei mitreißende Festivalwochen wieder 21 Konzerte in 3 Zeitschienen an 7 Spielstätten rund um den stimmungsvoll illuminierten Marktplatz. Zum attraktiven musikalischen Spektrum des Auftaktabends zählen Marc Minkowski und seine Musiciens du Louvre, Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter, Bratschistin Kim Kashkashian und Organistin Iveta Apkalna ebenso wie Lesungen mit Klaus Maria Brandauer oder Instrumental Latin Jazz mit der brasilianischen Banda Mantiqueira.

Das Musikfest Bremen 2005 – international aktuellste und spannendste Entwicklungen in verschiedenen Genres und Epochen versprechen fesselnde Konzerte zum schwelgerischen Verweilen wie zum erstaunten Aufhorchen – mehr dazu unter www.musikfest-bremen.de

Eine Reisepauschale zum Musikfest bietet die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) an. Das Angebot beinhaltet eine Übernachtung inklusive Frühstück, eine Eintrittskarte für die „Große Nachtmusik“ am 3. September, einen Stadtrundgang und weitere Überraschungen ab 139 Euro pro Person. Infos gibt’s beim BTZ-Service-Center: 0 18 05 / 10 10 30 (0,12 Euro pro Minute) oder im Internet unter www.bremen-tourismus.de.

Vinyl – Records & Covers by Artists

Neue Ausstellung im Neuen Museum Weserburg Bremen
Andy Warhols Banane auf dem Cover der LP von Velvet Underground gehört zu den populärsten Werken der neuen Ausstellung „Vinyl“, die vom 21. August bis 27. November 2005 im Neuen Museum Weserburg Bremen stattfindet. In einer Präsentation für Augen und Ohren wird das ganze Spektrum künstlerischen Umgangs mit der Langspielplatte und ihrem Cover erfahrbar und im Rahmen des Gesamtprojekts „Sound Art“ in Konzerten, einer Filmwoche und einem Radioprogramm erlebbar.

Die Bandbreite der über 500 in der Ausstellung vertretenen Künstler reicht von Kurt Schwitters bis Ernst Jandl, von Jean Dubuffet bis Hanne Darboven, von Yves Klein bis Joseph Beuys, von Vertretern der Beat Generation bis zu Laurie Anderson, von Kraftwerk bis Laibach. Über Kopfhörer steht dem Besucher in fünf Klangkabinetten ein repräsentativer Querschnitt von 250 Schallplatten zur Auswahl.

Besonders in der Pop- und Rockmusik-Szene prägten bildende Künstler das äußere Erscheinungsbild von LPs. Die Cover-Gestaltungen von Richard Hamilton („Beatles – The White Album“), Andy Warhol und Robert Frank (Rolling Stones – „Sticky Fingers“ und „Exile on main street“) gehören zu den Klassikern dieses Genres. Außerdem in der Reihe derer, die das quadratische Format von 30×30 Zentimeter als künstlerisches Medium wählten: John Baldessari, Keith Haring, Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Raymond Pettibon, Robert Rauschenberg.

Die Ausstellung wird anschließend im Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) gezeigt.

Neues aus Finnland

Linnanmäki beliebtestes Besucherziel in Finnland
Der Freizeitpark Linnanmäki in Helsinki ist eine Klasse für sich – und das beliebteste Besucherziel in Finnland. Im vergangenen Jahr wurden 1,3 Millionen Besucher gezählt. Im Vergleich zu 2003 ist das eine Steigerung um 20 Prozent. Den zweiten Platz in dieser Statistik erreichte der Freizeitpark Särkänniemi in Tampere (644.795 Besucher) und auf dem dritten Rang findet sich die Festung Suomenlinna in Helsinki (625.890 Besucher) wieder. Auf der Liste der zehn beliebtesten Reiseziele in Suomi liegen außerdem der Korkeasaari Zoo, die Felsenkirche, die Uspenski-Kathedrale, das Skigebiet von Ruka in der Nähe von Kuusamo und das Dorf des Weihnachtsmannes in Rovaniemi. Das Kunstmuseum Ateneum konnte einen merklichen Anstieg der Besucherzahl verzeichnen, der sich mit der beliebten Edelfeld-Ausstellung erklären lässt. Das Grand Casino in Helsinki zog in neue Räume um, was zusammen mit dem gestiegenen Interesse am Spiel zu einer Steigerung der Besucherzahl um annähernd 25 Prozent führte.

Die Liste der beliebtesten Reiseziele in Finnland wird von der Finnischen Zentrale für Tourismus in Helsinki seit 1985 erstellt. Weitere Infos im Internet unter www.linnanmaki.fi .

Leichtathletik-WM ist Gold wert für Finnland

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Finnland in diesem Jahr ist die größte und wichtigste Veranstaltung, die jemals in Finnland durchgeführt worden ist. Mit über vier Milliarden Fernsehzuschauern aus 180 Ländern wird sie zum weltweit interessantesten Sportereignis in diesem Jahr.

Die Weltmeisterschaften finden im Olympiastadion von Helsinki statt. Erwartet werden die besten Sportler aus ganz Europa. Die Veranstalter rechnen damit, 25.000 Eintrittskarten zu verkaufen – und das täglich. Zwischen 3.000 und 4.000 Journalisten werden über das Sportereignis berichten, an dem über 3.000 Sportler teilnehmen.

„Wir wollen ein Bild der unvergleichlichen und auch sicheren finnischen Hauptstadt zeigen. Die WM ist eine Chance sowohl für die Teilnehmer als auch für Helsinki und den Tourismus, die zeigen können, was die Stadt alles zu bieten hat“, sagt der Chef des Fremdenverkehrsamtes, Pirkko Nyman. Helsinki ist die erste Stadt der Welt, die die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ein zweites Mal veranstalten darf. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.helsinki2005.fi

Mumins bei Arabia

Die Mumins und Arabia sind zwei bekannte Namen, die sehr eng mit Finnland verknüpft werden. Nun treffen sich beide in einer Ausstellung: „Die Mumintrolle bei Arabia – Keramik aus den Jahren 1957 – 2005“, die in der Galerie des Keramikherstellers gezeigt wird und die das komplette Sortiment der Muminfiguren umfasst. Die erste, von Arabia gefertigte Tasse wurde Ende der 1950er-Jahre hergestellt – lange bevor die Figuren in den 1990er-Jahren beliebt und berühmt wurden. Ein neuer Becher, „Mumins Träume“, wurde eigens für diese Ausstellung entworfen und wird nun in begrenzter Stückzahl verkauft. Rechtzeitig zur Präsentation der Werke erschien außerdem ein dazu passendes Buch.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 11. September 2005. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.arabiamuseo.fi .

Turku zeigt seine Kunstschätze Das Kunstmuseum von Turku wurde in letzten sechs Jahren von Grund auf renoviert und feiert die Neueröffnung mit einer großen Kunstausstellung mit Werken aus den vergangenen 101 Jahren. Denn genau 1904 wurde das Museum, das nach der Nationalgalerie Ateneum als zweitwichtigste Kunstsammlung des Landes gilt, gegründet. Die neue Ausstellung besteht aus mehreren Teilen mit nahezu 500 Werken nationaler und internationaler Künstler. Besonders interessant dürfte die Sammlung mit 37 Werken aus der Zeit der Einweihung im Jahre 1904 sein, die die Gebrüder Dahlström aus diesem Anlass stifteten. Darin sind unter anderem Künstler wie Albert Edelfeld, Akseli Gallen-Kallela, Eero Järnefelt, Pekka Halonen und Victor Westerholm vertreten. Mehrere der Kunstwerke gehören heute zum nationalen finnischen Kunstschatz und zu den zentralen Werken der finnischen Kunstgeschichte. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.turuntaidemuseo.fi

Zugkräftig

Große und kleine Lokomotiven, Modellzüge und Modelleisenbahnen sowie Spielzüge – der älteste aus dem Jahr 1870, der neueste aus diesem Jahr – werden im finnischen Eisenbahnmuseum gezeigt. Die nun eröffnete Ausstellung dürfte dabei nicht nur Eisenbahnenthusiasten begeistern. Hier findet man die klassischen finnischen Eisenbahnmodelle, handgefertigte Maschinen und Wagen – sowohl echte als auch Hobbystücke. Zu den außergewöhnlichen Objekten der Sammlung gehören ein russischer Zarenzug, historische Bahnhofsgebäude und eine alte Dampflok. Die Ausstellung ist noch bis Mai 2006 geöffnet. www.rautatie.org/press .

Oulu feiert Stadtjubiläum

Die Stadt Oulu am Bottnischen Meerbusen feiert in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wird mit vielen Veranstaltungen begangen. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird die Woche vom 27. August bis zum 3. September sein. Oulu wurde aus diesem Anlass als „Finnlands aktivste Stadt“ gewürdigt. Finnlands größte Wohnmesse wurde eigens nach Oulu verlegt und findet vom 15. Juli bis zum 14. August statt.

Oulu ist die größte Stadt im nördlichen Finnland und wurde 1605 vom schwedischen König Karl IX gegründet, der auch als „Vater“ der Stadt Vaasa gilt. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.oulu.ouka.fi .

Reiseführer für Rollstuhlfahrer

Für Rollstuhlfahrer ist es nun noch einfacher, sich als Besucher in Finnland zurechtzufinden. Seit Kurzem gibt es eine neue Internetadresse, die Hilfe bei der Reiseplanung bietet. So findet man darauf Hinweise über das Reisen mit dem Flugzeug, dem Schiff, Bussen, dem Zug und anderen Fortbewegungsmitteln. Ebenso gibt es Informationen über den Zugang zu Restaurants, Museen, Hotels oder Einkaufsmöglichkeiten. Alle diese Informationen sind in übersichtlicher Form für die jeweiligen Regionen zusammengestellt.

Rullaten Ry ist eine 1987 gegründete Organisation, die die Interessen behinderter Menschen wahrnimmt und in deren Sinne mit der Finnischen Zentrale für Tourismus zusammenarbeitet. Bereits seit einigen Jahren gibt es einen Helsinki-Reiseführer speziell für Behinderte, der mit vielen nützlichen Tipps den Städtetrip einfach macht. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.accessibletravelling.fi .

Koneisto noch bunter

Das Koneisto-Musikfestival in der ehemaligen Kabelfabrik in Helsinki wird noch bunter. Das Programm des vom 12.-13. August stattfindenden Musikereignisses wird um die Sparten Black Music, Pop und Hip-Hop erweitert. Star des Festivals ist am eher pop-orientierten Samstag die Norwegerin Annie. Aus Deutschland kommen „Mouse On Mars“, zusätzlich auch finnische Bands wie „Orkidea“, „Giant Robot“ und „Asa“.

Koneisto ist eines der größten Festivals in Nordeuropa für elektronische Musik und Kunst und wird in diesem Sommer bereits zum sechsten Mal in Folge veranstaltet. Mehr Informationen dazu im Internet unter www.konseisto.com

www.visitfinland.de

Neue Ausstellung in Philadelphia

Ausstellung läuft bis 4. November 2005
Die USA stellen sich in der kürzlich eröffneten Ausstellung „Lincoln: The Constitution and the Civil War“ ihrer Vergangenheit. In der Exposition im National Constitution Center in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania setzt sich das Land mit den dunkelsten Tagen seiner jungen Geschichte auseinander. „Lincoln: The Constitution and the Civil War“ führt den Besuchern in einer spannungsgeladenen, emotionalen Rekonstruktion vor Augen, wie der damalige Präsident Abraham Lincoln die Nation durch Zeiten großen Aufruhrs und Umbruchs führte.

Zentrale Punkte der Ausstellung sind die drei Verfassungskrisen, die Lincoln während seiner Amtszeit zu meistern hatte: Abspaltung, Sklaverei und Unterdrückung der Bürgerrechte während des Bürgerkriegs. Als interaktives Museum zur Geschichte der US-Verfassung informiert das National Constitution Center auf eine frische, eindringliche Art und bedient sich neben historischen Dokumenten, Bildern und Artefakten aus dem Lincoln-Museum seiner vielfältigen interaktiven Möglichkeiten. So lässt das Center Lincoln selbst erzählen und seinen Amtseid leisten. Als Vorlage dienen seine schriftlichen Notizen und Reden, darunter die legendäre „Gettysburg Address“. Sprecher ist der Schauspieler Sam Waterson. Das National Constitution Center in Philadelphia ist täglich geöffnet. Nähere Informationen gibt es unter www.constitutioncenter.org.

Wer sich nach so viel amerikanischer Geschichte entspannen will: Ab sofort bis 31. August bieten 38 namhafte Restaurants und Bars in Philadelphia jeden Mittwoch während ihrer „Center City Sips Happy Hour“ von 17 – 19 Uhr Getränke zum Sonderpreis und kostenlose Snacks. Die Liste gibt es unter www.centercityphila.org/summerinthecity/happyhr.aspx

Weitere Informationen zu Philadelphia erteilt das Fremdenverkehrsamt Pennsylvania, Frankfurt am Main, Telefon 069 – 255 38 250, Fax 255 38 100. Internet: www.pcvb.org

Oregon feiert 200 Jahre „Meer in Sicht!“

Bruce Willis hätte es wohl gewusst, doch der Bankräuber, den der Hollywood-Star im Film Bandits mimt, fährt zuerst kreuz und quer durchs wunderschöne Oregon und verwechselt dann prompt Lewis und Clark mit den Afrika-Forschern Stanley und Livingstone! Dabei weiß in Oregon jedes Kind, wer Captain Lewis und Lieutenant Clark waren: Sie leiteten die erste Überlandexpedition der USA zur Pazifikküste und wieder zurück. Und weil dieses Ereignis nun genau 200 Jahre zurückliegt, sind Lewis und Clark derzeit wieder in aller Munde – vor allem in Oregon, dem Ziel ihrer Reise.
Die noch jungen USA hatten damals gerade ihren größten Coup gelandet: Auf friedliche Weise hatten sie ihr Territorium mehr als verdoppelt, und nun rückte die Ausdehnung bis an die Pazifikküste in greifbare Nähe – doch dieses Stück Land war noch immer der sprichwörtlich „wilde“ Westen. Präsident Jefferson wollte deshalb zunächst einmal das Gebiet erkunden lassen und betraute seinen ehemaligen Privatsekretär Meriwether Lewis mit der Leitung dieser Forschungsreise, der sich William Clark als Partner aussuchte. Die offiziell als „Corps of Discovery“ bezeichnete Expedition begann im Mai 1804 am Zusammenfluss von Mississippi und Missouri und erreichte anderthalb Jahre später – am 7. November 1805 – in Oregon die Küste des Stillen Ozeans. Die Route, die sie nahm, ist auch heute noch als „Lewis and Clark Trail“ ausgewiesen.

****Gedenkfeier

In Hammond, einem Städtchen in der äußersten Nordwestecke Oregons, wehen am 11. November 2005 entlang dieses Weges die Flaggen zahlreicher Indianerstämme, die an diesem Tag – dem amerikanischen Tag der Kriegsveteranen – nicht nur ihrer Stammesbrüder gedenken, die für die USA ihr Leben im Militärdienst einsetzten, sondern auch der Expedition, die den friedlichen Kontakt zu den früheren Siedlern des Westens suchten, die die Europäer irrtümlich als „Indianer“ bezeichneten. Park-Ranger werden den Besuchern der Veranstaltung im Fort Stevens State Park aber auch erklären, welcher Anblick sich Lewis und Clark bot, die hier an der Mündung des Columbia River erstmals das weite Meer vor sich sahen.

****Feste, Fehler, Vortragsreihen

An diesem Tag und an den beiden Folgetagen (11.-13. November 2005) – einem „verlängerten Wochenende“ – erinnert man sich aber auch im benachbarten Astoria auf den Clatsop County Fairgrounds mit einem „Festival of the Pacific“ der Ankunft dieser berühmten Expedition. Vom 12. bis 14. November kann man außerdem in Astoria auch zahlreiche Vorträge zum Thema „Lewis and Clark“ hören. Sie gehören zu einer Reihe mit dem Titel „Ocian in View“ – die merkwürdige Rechtschreibung ist keine Ausgeburt einer Kultusministerkonferenz, sondern die originalgetreue Wiedergabe des Tagebucheintrags von Lewis und Clark: „Ocian in view! O! The Joy“! – „Meer in Sicht! Oh! Die Freude!“

****Brückenschlag

Am 13. November gedenkt man auch auf der eindrucksvollen Astoria-Megler-Brücke, die den Columbia überspannt und Oregon mit dem Nachbarstaat Washington verbindet, in einer feierlichen Zeremonie der langen Reise, indem man Wasser aus dem Missouri (der via Mississippi und Golf von Mexiko in den Atlantik fließt) in den Columbia gießt. Wer teilnehmen möchte, muss sich vorab registrieren und wird dann mit einem Charterbus zu Brücke gefahren. In der Teilnahmegebühr ist auch ein Souvenir enthalten, das man mit nach Hause nehmen darf.

****Wanderlust

Wer Lust auf eine kleine Wanderung hat, kann am 14. November dabei sein, wenn ein neues Stück „Lewis and Clark Historical Park“ eröffnet wird. Um 8 Uhr früh geht es bereits am Fort Clatsop National Memorial los in Richtung Sunset Beach, wo mittags die offizielle Zeremonie stattfindet. Während der Wanderung und beim Lagerfeuer am Strand erzählen Park-Ranger und Historiker von der Überwinterung des „Corps“ in dem von den Expeditionsteilnehmern erbauten Fort Clatsop, bevor sie im Frühjahr 1806 wieder die Heimreise antraten.

****Ausstellung

Apropos Wandern: Eine Wanderausstellung des National Park Service mit der Bezeichnung „Corps of Discovery II: 200 Years to the Future“, die dem Verlauf der ursprünglichen Expedition folgte, gastiert vom 19. bis 22. November in Seaside, rund 10 km südlich von Astoria. Junge und alte Besucher können anhand einer interaktiven Ausstellung mehr erfahren über die Expedition und ihre Bedeutung für den weiteren Verlauf der Geschichte. Dazu gehören auch musikalische Darbietungen und Vorträge von Historikern, Park-Rangern und Angehörigen verschiedener Indianervölker. Es können auch Nachbildungen der Boote besichtigt werden, die vor 200 Jahren vom ersten „Corps of Discovery“ verwendet wurden. Die Ausstellung wird zwischen März und Mai nächsten Jahres noch an vier weiteren Orten in Oregon zu sehen sein: St. Helens, Grand Ronde, Warm Springs und Pendleton. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos. Sie ist am Wochenende von 10 bis 18 Uhr und wochentags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

****Weitere Informationen

Portland, der wirtschaftliche und kulturelle Nabel Oregons, ist von Deutschland aus mehrmals pro Woche nonstop mit der Lufthansa zu erreichen – von Frankfurt/Main aus geht es in 10 Stunden und 25 Minuten an die Pazifikküste Oregons.

Verbrauchern steht für alle Fragen rund um Oregon die Oregon Tourism Commission, c/o Wiechmann Tourism Service GmbH, Scheidswaldstraße 73, 60385 Frankfurt, Telefon +49-69-25538240, Telefax +49-69-25538100 mit Rat und Tat zur Seite. Deutschsprachige Informationen zu Oregon gibt es auch im Internet: Unter www.traveloregon.de kann der „Beaver State“ rund um die Uhr besucht werden.