Oishii! Essen in Japan

Das Linden-Museum Stuttgart zeigt von 15. Oktober 2016 bis 23. April 2017 die Sonderausstellung „Oishii! Essen in Japan“.

„Oishii!“ – „Es schmeckt mir!“ – ist das in Japan geläufigste Wort, um Wohlgeschmack am Essenstisch zu signalisieren. Es ist ein Ausdruck, der einhergeht mit der sozialen und kulturellen Identität des Essenden. Denn Essen ist in Japan weit mehr als Ernährung. Es ist mit allen Bereichen des menschlichen Lebens verbunden und ermöglicht den Blick auf die verschiedensten Aspekte der Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund widmet sich das Linden-Museum Stuttgart in einer großen Sonderausstellung der japanischen Ess- und Trinkkultur. Schwerpunkte der Ausstellung sind der Anbau von Reis und seine Bedeutung für die japanische Gesellschaft, der „heilige Trank“ Sake, die Rolle von Fisch, Meeresfrüchten und Algen sowie Gemüse, Nudeln und Würzmitteln in der Küche. Aber auch die Welt der Teetraditionen, die Kultur des Picknicks und das Bentô werden aufgegriffen.

Wie haben sich Ernährungsgewohnheiten im Lauf der Geschichte verändert? Welche komplexen technologischen Leistungen sind für die Gewinnung und Zubereitung von Nahrung notwendig? Wer isst wann was? All diesen Fragen spürt die Ausstellung nach, lenkt den Blick zugleich auf eine reiche materielle Kultur und regt den Besucher an, sich über die eigenen Nahrungsgewohnheiten bewusst(er) zu werden.

Präsentiert werden Originale aus der eigenen Sammlung von Tuschen über Holzschnitte bis hin zu Keramik, darunter wertvolle Objekte, die noch nie gezeigt wurden. Ergänzt werden diese durch Leihgaben aus dem In- und Ausland. Multimediale Elemente schlagen die Brücke zwischen den historischen Exponaten und der Gegenwart und bringen auch japanische Stimmen ins Spiel.
 
Zur Vertiefung und Ergänzung der Ausstellungsthemen gibt es ein facettenreiches Programm aus Thementagen, Vorträgen, Filmen, Festen und Workshops, das den Besucher auch einlädt, die japanische Ess- und Trinkkultur sinnlich zu erleben. Angeboten werden unter anderem Vorführungen der japanischen Teezeremonie sowie Whisky- und Sake-Verkostungen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit interdisziplinären Beiträgen zu Essen und Trinken in Japan. Kinder erhalten kostenlos ein Aktionsheft, das sie spielerisch durch die Ausstellung führt.

Adresse
Linden-Museum Stuttgart
Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart, Tel. 0711.2022-3 ǀ Fax 0711.2022-590 ǀ mail@lindenmuseum.de

Öffnungszeiten
Di–Sa10–17UhrǀMi10–20UhrǀSoundFeiertage10–18Uhr Schließtage: 24.12./25.12./31.12./14.4.
Eintritt
€ 10,–/8,– / Familienticket: € 20,– (bis 2 Erwachsene + Kinder bis 18 Jahre) Kinder bis einschl. 12 Jahre frei
Audioguide: € 3,–

Führungsanmeldung für Gruppen
Dienstag bis Donnerstag 9.30 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr (Ferien: nur Donnerstag) Tel. 0711.2022-579 ǀ Fax 0711.2022-590 ǀ fuehrung@lindenmuseum.de Anmeldefrist: 3 Wochen vor Führung

www.lindenmuseum.de

Wilco Berends

Nach dem großen Erfolg der ersten Heavenly Rembrandt Veranstaltung im letzten Jahr, schließen sich der Rembrandt Tower Boardroom und das Rembrandt Haus Museum erneut für ein außergewöhnliches Kultur-Erlebnis zusammen. Vom 21. September bis zum 4. Oktober – Rembrandts Todestag – gastiert Heavenly Rembrandt im Dachgeschoss des Rembrandt Towers in Amsterdam. Dinner Gäste dieses kurzeitigen Kulturrestaurants können inmitten einer Auswahl von Reproduktionen der Aktstudien Rembrandts und seiner Schüler ein Michelin prämiertes Menü sowie einen einzigartigen Ausblick auf die niederländische Hauptstadt genießen. Souschefs von fünf Michelin-prämierten Restaurants der Niederlande stellen gemeinsam mit dem ebenfalls Michelin-gekrönten Starkoch Wilco Berends (Restaurant “De Nederlanden”) die fünf Gänge des Menüs zusammen. Die ausgestellten Aktstudien fungieren dabei als exklusive Vorschau der Ausstellung „De Naakte Waarheid. Tekenen naar naaktmodellen in Rembrandts tijd’“ (Die nackte Wahrheit: Zeichnung von Akt-Modellen zu Rembrandts Zeiten), die Besuchern ab 2016 im „Museum het Rembrandthuis“ in Amsterdam offen steht.

An Heavenly Rembrandt 2015 sind folgende Souschefs beteiligt: Danny Biesot vom Restaurant „De Basiliek“ in Hardewijk, Tommy Janssen, der das Restaurant „De Burgemeester” in Linschoten repräsentiert, Niels van Dooijeweert vom Restaurant „Het Koetshuis“ in Bennekom, Frank Bakkenes vom Restaurant „Vrienden van Jacob“ in Santpoort-Noord und Otto Genz, der das Restaurant „De Nederlanden“ in Vreeland vertritt. Wilco Berends erklärt: „Wie im letzten Jahr wird Heavenly Rembrandt 2015 ein einzigartiges kulinarisches Erlebnis. Jeder Souschef ist für einen der fünf Gänge verantwortlich und wird ein Gericht zusammenstellen, das von dem Werk und dem Leben Rembrandts und seiner Schüler inspiriert wurde.“

Kontroverse Aktstudien
Während Heavenly Rembrandt 2015 werden elf Aktstudien von Rembrandt und seinen Schülern ausgestellt. Die Studien stellen eine Vorschau auf „De Naakte Waarheid“ (Die nackte Wahrheit) dar, eine Ausstellung mit etwa 80 Aktportraits von Rembrandt, seinen Schülern und seinen Zeitgenossen. Es ist das erste Mal, dass eine derart hohe Anzahl von Aktportraits gemeinsam gezeigt wird. Die Ausstellung findet vom 12. Februar bis 14. Mai 2016 im Amsterdamer „Musum het Rembrandthuis“ statt, Rembrandts Wohnort von 1639 bis 1658. Rembrands Aktstudien sorgten damals für großes Aufsehen, da Rembrandt im Gegensatz zu anderen Künstlern der Zeit eine realistische Darstellung seiner männlichen und weiblichen Modelle anstrebte. Ein Kurator des „Museum het huis“erklärt im Zuge jedes Heavenly Rembrandt 2015 Dinners die ausgestellten Akt-Studien.

Auf den Spuren des letzt-jährigen Erfolgs
Das erste Heavenly Rembrandt Erlebnis in 2014 stellte sich als großer Erfolg heraus. Bekannte holländische Persönlichkeiten ließen sich die ungewöhnliche Kombination aus Kunst und Gastronomie ebenso wenig entgehen wie die vielen lokalen und internationalen Gäste. Alexandra Hutter, Gründerin und Direktorin des Rembrandt Tower Boardrooms erklärt: „Die Reaktionen auf Heavenly Rembrandt letztes Jahr waren überwältigend. Die Beteiligung von fünf verschiedenen Michelin-Star Restaurants, die durchdachte Zusammenstellung des Menüs, und die Ausstellung symbolisiert auch in diesem Jahr wieder eine einzigartige Zusammenarbeit auf die wir sehr stolz sind. Wir freuen uns darauf!”

Vorabreservierung nötig
Heavenly Rembrandt steht jedem offen, aber eine Vorabreservierung über die Website ist verpflichtend. Der Preis dieses exklusiven Kultur-Dinners liegt bei € 225 pro Person und beinhaltet einen Willkommensempfang mit Champagner und Canapés, ein Amuse Bouche, ein luxuriöses Fünf-Gänge-Menü, passende Weinpaarung zu jedem Gang, Kaffee, Tee und Konfekte. € 30 des Essenspreises gehen an das Rembrandt Haus Museum um den Kauf eines Kunstwerks von einem Schüler Rembrandts zu unterstützen. Das Original-Werk, das im Studio des Rembrandt Hauses entstand, wird ebenfalls während Heavenly Rembrandt ausgestellt.

www.rtboardroom.nl/en/event/heavenly-rembrandt/

Luxembourg Tipps

Lebendiges Luxemburg – kleines Land mit großer Vielfalt
Da bin ich also schon mittendrin, fast hätte ich es nicht wahrgenommen. Von den Moselhöhen über die Biewertalbachbrücke kommend, fällt es kaum auf, wenn man das kleine aber facettenreiche Großherzogtum zwischen Frankreich Belgien und Deutschland erreicht.
Prägnant dagegen ist die 110.000 Einwohner zählende Hauptstadt, gleichnamig zu ihrem Landesnamen. Von weitem schon begrüßt mich sie Silhouette der Stadt mit ihren markanten Türmen, der Kathedrale du Notre-Dame , das Musée de la Banque auf der anderen Seite des Petrusse-Tals vor der markanten Brücke Pont Adolphe und natürlich der Palast des Großherzogs im Herzen des Zentrums.
Im Hintergrund auf dem Kirchberg die Institutionen der Europäischen Union.
Entfernungen sind hier nicht weit. Alles dicht beieinander, ohne jedoch gedrängt zu wirken. Botschaften aller Länder sind über die Innenstadt verteilt, entsprechend multikulturell ist Luxemburg – die Stadt und das Land. 150 Nationen leben hier permanent im kleinen Großherzogtum. Es geht gemütlich zu, das ist wohl der französische Einschlag, der hier sichtbar wird. Kein lärmender Verkehr, keine Hetze in dem kleinen aber sehr feinen Einkaufsviertel der Innenstadt. Überall rund um den Palast und den Place s´Armes befinden sich gemütliche Bistros, Brasserien, Restaurants und Bars, in denen tagsüber das Leben genossen und Abends die Nacht zu Tag gemacht wird. Allerorts ist eine hohe Lebensqualität feststellbar, herausgeputzt ist das Straßenbild, gediegen die Häuser, nobel die kleinen Boutiquen und elegant das Kleidungsbild der Stadt.

Die Stadt Luxemburg – überraschend anders
Ja, Luxemburg ist nicht nur die Stadt der Banken, es ist auch ein wichtiger Brückenkopf der Europäischen Union. Das Europäische Konferenz- und Kongresszentrum, der Gerichtshof, die Komission, der Rechnungshof und die Investitionsbank – alle diese Einrichtungen befinden sich hoch über der Stadt auf dem Plateau Kirchberg, dem modernsten Teil Luxemburg.
Skuril und fast schon mondän, von architektonischer Erhabenheit mutet die Philharmonie mit 1500 Sitzpätzen, der Salle de Concerts Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte, hier oben auf dem Kirchberg an. Der ganze Platz ringsum erinnert so gar nicht an ein kleines, beschauliches Herzogtum. Hier wird deutlich, wie Luxemburg auf der großen Bühne der Welt mitspielt. Denn auch Kultur und Architektur werden hierzulande groß geschrieben und  gepflegt. Seit Eröffnung der Philharmonie im Jahr 2005 bietet die Philharmonie ein anerkanntes Programm von hoher künstlerischer Qualität. Das 2006 eröffnete Mudam – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean – Luxemburgs Museum für moderne Kunst auf dem Gelände des Fort Thüngen ist Ziel zahlreicher, weltbekannter Künstler und zeigt einmal mehr, wie sehr sich das Großherzogtum gerade in seiner jüngsten Geschichte um einen Ruf als ein Zentrum der Kultur bemüht. Wahrscheinlich auch, um das Image, Bank- und Geldmetropole Europas und Destination für Steuersünder zu sein ein wenig abzuschütteln, denke ich bei mir, während ich um das Mudam herum die Symbiose aus alter Festungsanlage und moderner Architektur bestaune.

Das Zentrum – zwischen Tradition und Moderne
Viel traditioneller, aber nichtsdestoweniger erlebnisreich geht es rund um die Altstadt zu. Geprägt durch das Petrusse-Tal gliedert sich die Luxembug in Ober-und Unterstadt. Früher wollte niemand in der durchaus schäbigen Unterstadt wohnen, erzählt mir City-Führerin Noesen, aber heute kann sich die Wohnungen kaum noch einer leisten. Kein Wunder, denn die Unterstadt hat sich zum Zentrum der Künstler und Neureichen gemausert. Vorbei am Palais Grand Ducal, dem Sitz der Großherzogs, an dem täglich eine Palastwache auf- und abläuft, spaziert man zur Kathedrale Notre-Dame de Luxembourg. Und wer das rückseitige Tor des Palastes passiert, kann mit etwas Glück auch auf ein Mitglied der Herzogsfamilie treffen, das gerade zu Fuß das Gebäude verlässt. Man ist familiär hier und kennt keine Berührungsängste oder strengen Sicherheitsvorkehrungen. Luxemburg ist kein bedrohtes Land.
Die längsten Kasematten der Welt, die Petrusse-Kasematten und die Bock-Kasematten auf dem Bockfelsen, 1994 zum UNESCO-Welterbe erklärt, bieten in ihren mystisch anmutenden Katakomben grandiose Ausblicke über die Stadt und das Land. Die ehemalige Abtei Neumünster unterhalb der Kasematten am Ufer der Alzette – zuletzt bis 1980 als Gefängnis genutzt  und heute Kulturtreffpunkt – pflegt den einzigen, wenn auch sehr kleinen Weinberg der Stadt. Die erlesenen Weine der Traube Pino Gris sind allerdings nur besonderen Anlässen und Persönlichkeiten der Stadt vorbehalten.

Lecker Luxemburg – kulinarisches im kleinen Land
Nach soviel Kultur zieht es mich in die Küchen, Confisserien und Cafès der Stadt. Wie gut, dass die die luxemburgische Spitzenköchin Lea Linster unweit des Palastes sich mit einem kleinen Cafè die Ehre gibt. Die hier kredenzten Marlenes sind eine echte Spezialität Luxemburgs.
Auch Luxemburger beherrschen die Schokoladen-Kunst. Das erfahre ich in einer Chocolatier im Zentrum und lasse mich von den Kreationen der Löffel-Schokolade in 55 Sorten verzaubern. Mehr als 2000 solche Schoko-Löffelchen werden hier mit den unterschiedlichsten Geschmacks-Nuancen täglich hergestellt.
Luxemburgs Küche ist im Grunde deftig. Ein Schlaraffenland für alle, die gerne gutbürgerlich speisen. Die traditionelle Luxemburger Küche ist eher einfach und rustikal – aber mit eigenem Reiz.
Ein „Judd mat Gaardebounen“, geräucherter Schweinekamm mit Saubohnen und Garkartoffeln, oder eine „Bouneschlupp“ – die Bohnensuppe, auch ein „Feierstengszalot“, Rindfleischsalat und „Gromperekichelcher“, die Reibekuchen, kommen hierzulande gerne auf den Tisch und vermitteln mir als Gast, dass die luxemburgische Küche schwer und von ländlichem Charakter geprägt ist.
Kuddelfleck, Kutteln in Gemüsebrühe, Kriepsen Flusskrebse in Weißweinsauce, Stäerzelen – Buchweizenknödel in Specksauce und Träipen, gebratene Blutwurst mit Apfel-Kartoffelpürree sind eher in der gehobenen, luxemburgischen Küche zu Hause, die sich dank ihrer hohen Anzahl an Sterneköchen m Land nicht hinter der französischen Küche verstecken muss.
Den bekannten Ardennenschinken – Éislecker Ham – und das klassische Bier aus Diekirch oder auch den Nusslikör aus Vianden lerne ich bei einem Ausflug in selbiges Gebirge kennen.
Ein Quetschetaart, der klassiche Pflaumenkuchen mit einem Téi vum Séi- einem Kräutertee aus dem Naturpark Obersauer – runden jede der voluminösen und sättigenden Mahlzeiten des Lands gelungen ab.

Abenteuer Ardennen – Paradies für Wanderer, Biker und Burgen-Entdecker
Mehr als nur die kleine, feine Hauptstadt hat das Umland des Großherzogtums zu bieten. Die Ardennen im Norden Luxemburgs an der Grenze zu Belgien sind ein beliebtes Ausflugsziel für Aktive und Abenteurer. Sie sind die Wiege einer mittelalterlichen Kultur, deren Spuren auch heute noch sichtbar sind.
In den Ardennen befinden sich mehrere sehr gut erhaltene oder originalgetreu restaurierte Burgruinen. Groß und mächtig erhebt sich vor mir das Chateau de Vivanden. Bin ich doch eben noch am kleinen und malerischen Städtchen Diekirch mit seiner bekannten Brauerei vorbeigefahren, so blicke ich nun nach einer der zahlreichen Kurven und Höhenwege in den Ardennen auf diese m
ächtige Burg, entstanden aus einem zehneckigen Wohnturm der karolingischen Zeit, der später zur Kapelle ausgebaut wurde. Die Kapelle, der Kleine und der Große Pallas, die schönsten Teile der Burg, entstanden in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Der Jülicher Bau westlich des Großen Pallas stammt aus dem beginnenden 14. Jahrhundert und der Nassauer Bau wurde erst im 17. Jahrhundert erbaut. Ein wirklicher Palast, denke ich mir, mehr als nur eine Burg. Und auch die jüngste Geschichte des Ortes rund im die Burg ist sehr einprägsam. Denn genau hier fand eine der blutigsten Schlachten des zweiten Weltkriegs statt, die Ardennen-Offensive, auch Rundstedt-Offensive genannt. Mehr als eine Millionen Soldaten waren daran beteiligt, als 1944 die deutsche Armee einen überraschenden und letzten Angriff auf die 12. US-Armeegruppe startete, um von hier aus eine Schneise nach Antwerpen zu schlagen. Mehr als 20.000 Soldaten starben in dieser Schlacht. Ein kleines Armee-Museum im benachbarten Ort Clervaux erinnert an diese Operation, Denkmäler in verschiedenen Orten zeugen von dem Dank der Luxemburger an ihre amerikanischen Befreier im Zweiten Weltkrieg.
Beliebt und viel genutzt sind werden die Wanderwege der Ardennen. Gibt es doch den einzigartigen Naturpark Obersauer und den Park Our, die ein wahres Naturerlebnis bilden. Regionale Spezialitäten, malerische, kleine Dörfer mit urigen Restaurants und Brauereien, felsenreiche Berglandschaften und mehr als 50 Kilometer lange Wander- und Nordic-Walking-Parcours laden zu einem ausgiebigen Aktivurlaub ein.

The family of Man – größte Fotoausstellung der Welt im kleinsten Ort Luxemburgs
Wer hier in den Ardennen Kultur sucht, wird auch darin nicht enttäuscht. Denn die einzigartige Fotoausstellung „ The Family of Man“ im Clervaux-Castle – einem ehemaligen Kloster – vermittelt in eindrucksvollen Bilderserien die Lebensweise des Menschen. Errichtet von dem ehemaligen Direktor des Photographie-Bereichs des Museums of Modern Art in New York  (MoMa), Edward Streichen, hat die Ausstellung internationale Bedeutung. Sie ist die größte Fotoausstellung aller Zeiten und seit 1994 in der Burg von Clervauxzu besichtigen. Mehrere hundert Fotografien zeigen ein umfassendes Porträt der Menschheit. Die Fotos handeln von Liebe und Geburt, vom Glauben an die Menschheit, von Arbeit und Familie bis hin zu Krieg und Frieden. Ziel der Ausstellung war bzw. ist die Völkerverständigung. Sie wurde im Oktober 2003 in die Liste des Weltdokumentenerbes der UNESCO aufgenommen. Erst 2013 wurde die Ausstellung nach jahrelanger Restaurierung wiedereröffnet. Ergreifend ist die Bilderschau und daher wundere ich mich wenig, dass bereits 10 Millionen Besucher den Weg zu dieser Ausstellung in den kleinen Ort Clervaux gefunden haben.

Luxemburg ist anders, überraschend anders – so bezeichnet sich das Land selbst. Und tatsächlich gibt es hier viel entdecken. Obwohl gar nicht weit entfernt von Deutschland, eröffnet sich hier eine erstaunliche Welt deren Unterschiedlichkeit allerorts unverkennbar ist.
Die Mentalität der Menschen, deren Herzlichkeit, Offenheit, der  liebenswerte „letzenburgische“ Dialekt, als Sprache offiziell anerkannt charakterisieren die Bewohner des kleinen Landes. Der Wunsch, dem Besucher das kleine Herzogtum zu präsentieren, der Stolz, trotz der geringen Größe kein geringer in Europa zu sein und das Streben nach Moderne, Weltoffenheit und Toleranz sind Ausdruck der unverwechselbaren und nichtsdestoweniger zukunftsweisenden Richtung, die das Luxemburg des 21. Jahrhunderts eingeschlagen hat. Mehr als ein Besuch sind notwendig, um dieses Land wirklich zu erleben, mehr als 10 Besuche, um es nur annährend zu kennen erklärt mir der freundliche Luxemburger Gemüsehändler den ich auf dem Knuedler – dem Wochenmarkt im Herzen Luxemburgs treffe. Philip Duckwitz

Kurz notiert
Wie kommt man hin:
Vom Westen Deutschlands aus erreicht man Luxemburg am einfachsten mit dem Auto über Trier nach Wasserbillig. Auch eine Anreise mit dem Zug zum Bahnhof „Gare“ m Zentrum der Hauptstadt ist unproblematisch.
Wer von weiter anreist – etwa aus dem Osten Deutschlands kann Luxemburg mit dem Flugzeug erreichen, Luxair und andere Airlines fliegen den Flughafen „Findel“ ca. 5 Kilometer außerhalb der Stadt täglich an. Von dort gehen regelmäßige Shuttlebusse ins Zentrum.

Währung: In Luxemburg gilt der Euro.

Unterkunft:
Hotel in Luxemburg Stadt
Ein echter Tipp ist das 4-Sterne Galerie-Hotel „Simoncini“ im Herzen der Stadt
www.hotelsimoncini.lu
Hotel Vivanden
Gemütlich und passend für die Kultur der Ardennen mit einer regionaltypsichen Küche ist im Ort Vivanden das Hotel Auberge Aal Veinen, http://vianden.beimhunn.lu/
Hotel in Clervaux
Gehobenen Komfort bietet das 5-Sterne Hotel Le Clervaux im Ort Clervaux mit einer vorzüglichen Küche, die italienisch und ardennen-typisch ausgerichtet ist. http://www.le-clervaux.com/

Restaurants
In Luxemburg Stadt lässt es sich gut und regionaltypisch speisen in zahlreichen Restaurants rund um den  Place s´Armes.
Das moderne Restaurant „L´óriginal“ bietet ausgesuchte luxemburgische und internationale Spezialitäten auf gehobenem Niveau in abgefahrener Atmosphäre. Www.original.lu

Nur 10 Kilometer von der Stadt entfernt, aber in jedem Fall einen Besuch (mit Vorreservierung) wert, ist das Restaurant der luxemburgischen Spitzenköchin Lea Linster. http://www.lealinster.lu/

Cafés
Unbedingt besuchen sollte man in Luxemburg Stadt die Chocolatier „ChocolateHouse“ gegenüber dem Palast. Hier kann man nicht nur gut speisen, vor allem lässt sich hier herrlich schlemmen mit Kuchen, Schokoladen und Süßwaren aller Art. Und obendrein ist ein Besuch in der Schokoladen-Manufaktur im oberen Stockwerk möglich, um die Entstehung der Kreationen persönlich in Augenschein zu nehmen. Www.chocobonn.lu

Ein Muss ist auch das Cafè und Patisserie-Geschäfzt der Spitzenköchin Lea Linster, unweit des Palastes, “Léa Linster delicatessen” http://www.lealinster.lu/l%C3%A9a-linster-delicatessen.aspx

Der bekannteste Patisserie mit Cafè und Restaurant in Luxemburg ist die Spezialitäten-Handlung Oberweis, unweit des Palastes. http://www.oberweis.lu/

Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Museen:
Das Mudam: http://www.mudam.lu/
Die Kasematten: www.lcto.lu
Das Chateau Vivanden: www.castle-vivanden.lu
Die Ausstellung „the family of Man“ www.cna.lu

Alle weiteren Sehenswürdigkeiten: http://www.visitluxembourg.com/
Eine der besten Reiseführerinnen, die anschaulich und unterhaltsam durch die Stadt Luxemburg führt, ist Frau Noesen Renèe vom Tourismusamt. Wer mit ihr die Stadt erkunden will, kann sie über das Tourismusamt buchen oder sie anrufen 00352 47 96 27 09

Diese Reise wurde durchgeführt mit freundlicher Unterstützung des Tourismusamts Luxemburg

WURSTGALERIE

Am 01. Februar 2014 laden die Köche von Kitchen Guerilla und Pilsner Urquell zur ersten Wurstgalerie. An diesem Abend geht es im wahrsten Sinn um die Wurst. Das Kitchen Guerilla Team wird rund 80 Gäste in der Berliner Malzfabrik mit einem unvergesslichen kulinarischen Geschmackserlebnis mit Wurst und Pilsner Urquell verwöhnen.

Wursten – bedeutet im Ursprung soviel wie „etwas drehen“, vermengen, rollen und wenden. Eine handwerkliche Tradition, die dem Fleischprodukt seinen Namen gab. Das Herstellen von Wurst blickt auf eine lange Geschichte. Ob tschechische Spekacky, südafrikanische Boerwurst, Merguez aus Marokko oder Südtiroler Kaminwurzen – Wurst ist in vielen Kulturen der Welt zuhause. Auf die Gäste wartet an diesem Abend ein kulinarisches Highlight, bei dem Wurst eine Liaison mit Pilsner Urquell eingeht. Zwei Premiumprodukte, die ihren einzigartigen Geschmack und Aromen der Verwendung von hochwertigsten Zutaten und einer traditionellen Herstellung verdanken, nehmen die Besucher auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des guten Geschmacks. Verschiedenste, zeitgenössische Interpretationen des Metzgerhandwerks stehen im Focus und Wurst-Gerichte von Kitchen Guerilla werden mit Pilsner Urquell serviert, um die Geschmacksnerven der Gäste zu verzaubern. Während des Abends entdecken die Besucher wie kreativ und wie vielseitig die Geschmackswelt von Bier mit Wurst ist. Neben selbstgemachten Wurst-Klassikern werden auch andere außergewöhnliche Kreationen mit spezielle Zutaten, Zubereitungsmethoden und Geschmacksrichtungen angeboten.

Die Berliner Malzfabrik bietet für dieses Fest der kulinarischen Sinne die passende Szenerie. Hier, wo früher schon das Brauhandwerk zuhause war, trifft Premium-Bier auf außergewöhnliche Wurst-Spezialitäten. Neben dem 5-Gänge Menü wird eine Ausstellung zum Thema Wurst den Gästen Informatives bieten. Mit Bildern, Video-Installationen, Live Akts aber auch erzählten Geschichten werden der Düsseldorfer Metzgermeister Peter Inhoven und der Wurstelier Hendrik Haase alias Wurstsack die Guerillas bei diesem Abend unterstützen. Die Besucher tauchen in die Welt des Wurstens und erfahren Kurioses, Wissenswertes und Schmackhaftes über den langen Weg dieses Nahrungsmittels auf unsere Teller.

Karten für das Event sind ab Januar auf www.kitchenguerilla.com für 49.00 Euro erhältlich.

Weinfest in Ligurien, Italien

Weinfest und Ausstellung in Sestri Levante – 24./25. Februar 2013

Der Naturwein wird im Februar in Sestri Levante gefeiert. Am 24. und 25. Februar gibt es für Besucher die Möglichkeit, Weinhersteller zu treffen und deren beste Produkte zu testen. Die Ausstellung „Sestri Les Vins“ im Convento dell´Annunziata bietet zudem Debatten, runde Tische und Konferenzen. Diese Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Aktionen in Sestri Levante, die jedes Wochenende im Februar stattfinden und den Wien und die Natur in den Mittelpunkt stellen.

Weitere Informationen und den Veranstaltungskalender finden Sie unter www.sestrilevantein.eu

Genua

La Superba! Das perfekte Wochenende in Genua:
Geschichte, Gourmets und Geheimtipps

Genua, auch „La Superba“ genannt, ist authentisch, weltoffen und mythisch zu gleich. Jeder findet in dieser Stadt seine eigene Lieblingsecke.

Hier verraten wir Ihnen einige Geheimtipps für einen Städtetrip nach Genua:
1. Für Eltern
Die Auswahl an Aktivitäten für Familien ist sehr groß in Genua. Eine der populärsten Orte ist das Aquarium. Mit mehr als 39 Becken zeigt es eine breite Auswahl an Meeresbewohnern aber auch Arten, die typisch für den Regenwald oder das Süßwasser sind. Besonderes Highlight sind die Berühr-Becken, die in einem angebauten alten Schiffsrumpf untergebracht sind. Eine weitere Möglichkeit mit seinen Kindern Genua zu genießen ist die „Città dei bambini e dei ragazzi“, was so viel bedeutet wie „Die Stadt der Kinder“. Hier treffen Wissenschaft und Technologie mit interaktivem Spiel und digitaler Unterhaltung aufeinander und versprechen einen Tag voller Neuentdeckungen und spannender Themen.

2. Für Kulturfans
Besonders wichtig bei einem Trip nach Genua ist ein Besuch im Palazzo Ducale. Der ehemalige Dogenpalast liegt mitten in der Stadt und erinnert mit seinem prächtigen Bau an längst vergangene Zeiten. Heute finden dort verschiedenen Veranstaltungen statt, außerdem werden fortlaufend Künstler ausgestellt. Derzeit findet eine Ausstellung von dem Fotojournalisten Steve McCurry statt, der mit seinem Bild „Afghan Girl“ bekannt geworden ist. Auch den berühmten Maler Mirò findet man dort. Diese Ausstellung kann man noch bis Anfang April besuchen.
Falls ein Besucher lieber die Geschichte der Stadt auf eigene Faust erkunden möchte, ist die Altstadt ein absolutes Muss. Das größte noch bestehende mittelalterliche Stadtviertel Europas ist ein lebhaftes Labyrinth aus kleinen Straßen, Gassen und Plätzen. Das Gewirr aus Boutiquen, Bars und Betrieben ist ebenso faszinierend wie die aufwändigen Wandmalereien, die religiöse Motive oder den Schutzpatron von Genua, den Heiligen Georg, zeigen. Manche Stellen sind sogar so eng, dass bereits zwei Personen die Gasse blockieren können!

3. Für Gourmets
Ligurien ist bekannt für seine „grüne“ Küche. Vor allem ist Genua die Heimat des Pesto. In der Altstadt kann man das Pesto von Luciana Parodi kaufen. Die Genuesin hat als erste die Weltmeisterschaft der Pestoherstellung in Genua gewonnen. Das besondere bei der Herstellung ist, dass die Zutaten per Hand mit einem Mörtel zerkleinert werden. Eine weitere Spezialität ist Farinata, eine Art dicke Pfannkuchen, die mit Kichererbsenmehl, Öl, Salz und Wasser hergestellt wird. Schon von den Griechen, Römern und im Mittelalter wurde sie als Alternative zum Brot gebacken. Am besten schmeckt sie, wenn sie frisch aus dem Holzofen kommt und noch heiß gegessen wird.

Ein weiterer Geheimtipp ist Genova Gourmet, eine Zusammenarbeit unter Restaurants, die typische Cuisine anbieten und dabei besonderen Wert auf natürliche und regionale Zutaten legen. www.genovagourmet.it/index.php?newlang=English

4. Für Nachteulen
Auch für diejenigen, die gerne lang wach sind und sich mit ihren Freunden einen gemütlichen Abend in einem Cafe oder einer Bar wünschen, hat Genua einiges zu bieten. In der Altstadt reihen sich Lokale, in denen Bands oder einzelne Musiker spielen, aneinander. Dabei sind die Piazza delle Erbe und die Via San Bernardo die Zentren des genuesischen Nachtlebens. Etwas weiter außerhalb vom Stadtzentrum oder in den gediegenen Vororten, wie Nervi, findet man viele Nachtlokale und Strandbars – perfekt um beim Sonnenuntergang neue und alte Leute kennenzulernen.

Für weitere Tipps und Wochenendangebote in Genua und Umgebung: www.turismoinliguria.it

Japans außergewöhnliche Museen

Das „Land der aufgehenden Sonne“ bietet nicht nur imposante Landschaften, faszinierende Großstädte und historische Tempelanlagen – es kann auch mit außergewöhnlichen Museen und Ausstellungen aufwarten.

Weltweit einzigartig dürfte das Omiya Bonsai Art Museum in Saitama, im Ballungsgebiet von Tokio, sein. Die Züchtung von Bonsai-Pflanzen gehört in der Region zu den traditionellen Erwerbszweigen. Das erst 2010 eröffnete Haus präsentiert die schönsten und oft äußerst wertvollen Pflanzenkunstwerke, aber auch Töpfe, Steine und Malereien mit Bonsai-Motiven. Es versteht sich zudem als Zentrum zur Förderung der Bonsaikultur und unterhält ein Archiv, das die Entwicklung vom neunten Jahrhundert bis in die Gegenwart zeigt. In der näheren Umgebung können Besucher in zehn Bonsaigärten die edel getrimmten Bäume und Pflanzen bewundern. www.bonsai-art-museum.jp

Liebhaber der Mangakultur werden sich im Kyoto International Manga Museum wohl fühlen. Es beherbergt ca. 300.000 Mangas und Comics aus der ganzen Welt, von den neusten Ausgaben bis hin zu den ersten Veröffentlichungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist in mehrere Sektionen unterteilt, von der Geschichte des Mangas und dessen soziale Bedeutung, über Anime, die „bewegten“ Mangas und Cosplays bis hin zum gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess. Jeder Bereich wird auch in englischer Sprache erklärt. www.kyotomm.jp

Nicht jedes Land kann von sich behaupten, ein Museum zu haben, das von einem international renommierten Modedesigner initiiert und geleitet wird: Issey Miyake ist einer der Direktoren des 21_21 Design Sight Museum, im „Tokyo Midtown“ Komplex. Das über- und unterirdisch jeweils nur eingeschossige Gebäude steht inmitten der Hochhäusern des Tokioter Stadtteils Roppongi. Dieses avantgardistische Museum mit einem Dach aus gefaltetem Stahl und der längsten Doppelglasscheibe der Welt nimmt sich dem Thema Design mit all seinen Facetten an. Noch bis 20. Januar 2013 werden die Werke des renommierten japanischen Grafikers Ikko Tanaka gezeigt. Im Jahr 2013 stehen dann beispielsweise eine interaktive Ausstellung über die Bedeutung von Design im Alltag sowie eine weitere über die Wirkung und den Einfluss von Farben auf dem Programm. www.2121designsight.jp

Das National Museum of Emerging Science and Innovation (Miraikan) ist ein neuer Typus von Wissenschaftsmuseum, das die Besucher direkt mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts verbindet. Für Spezialisten und Laien bietet es ein Forum, um die zukünftige Rolle von Wissenschaft und Technik neu zu definieren. Hier geht es unter anderem um Innovationen in den Bereichen Umwelt, Biowissenschaften und Informationstechnologien. Besucher können zum Beispiel eine DNA durch ein Mikroskop betrachten, sich auf eine virtuelle Reise mit einem Raumschiff begeben, um auf die Erde von oben zu blicken oder mit einem der beliebten japanischen Roboter kommunizieren. Im März beginnt eine Sonderausstellung über Geld „It’s all about money“ – hier haben Besucher die Möglichkeit, an Experimenten teilzunehmen, die das persönliche Verhältnis zum Geld und dessen Einfluss auf die individuellen Verhaltensweisen aufzeigen. Die Test wurden von Neuro- und Wirtschaftswissenschaftlern sowie Psychologen entwickelt. Die Ausstellung wird sich aber auch mit all den positiven und negativen Auswirkungen des Geldes auf die Gesellschaft befassen. www.miraikan.jst.go.jp

Eine einzigartige Kombination von Museum und Hotel bietet das Benesse Art Site Naoshima, indem es auf kongeniale Weise Natur, Architektur und Kunst verbindet. Der vom Stararchitekten Tadao Ando errichtete Komplex aus vier Gebäuden besticht durch ungewöhnliches Design und beherbergt mehrere Museen, die teilweise unter der Erde liegen. Das Benesse House Museum zeigt moderne Kunstwerke, die die Künstler teilweise direkt vor Ort geschaffen haben. Doch diese sind nicht nur im Museum zu bewundern, sondern auch im Hotel und an den Stränden der Seto-Inlandsee, die das Gebiet umsäumen. Im nahegelegenen Waldstück werden im Ufan-Museum Objekte des gleichnamigen renommierten Künstlers Lee Ufan ausgestellt, und das Chichu-Art Museum präsentiert neben Bildern von Claude Monet die faszinierenden Raum-Licht-Installationen des kalifornischen Künstlers James Turrell und die minimalistischen Werke von Walter de Maria. Die mit Kunst ausgestatteten Hotelzimmer sind übrigens in den unterschiedlichen Gebäuden verteilt und bieten herrliche Ausblicke auf die üppige Natur. www.benesse-artsite.jp/en

Thomas Platt

Er kann malen! Restaurantkritiker Thomas Platt präsentiert sich erstmals in Berlin als Künstler! Statt bei Diether gut zu essen, stellt Platt seine Bilder im Palace aus

Bei prickelndem Pommery-Champagner eröffnete gestern Abend Palace Hoteldirektor Michael Frenzel zusammen mit Thomas Platt die facettenreiche Ausstellung des Künstlers Platts mit einer Vernissage.

Ab dem 2. November 2012 können nicht nur Hotelgäste des Hotel Palace, sondern auch Berliner die Kunstwerke von Thomas Platt betrachten. Die mannigfaltige Ausstellung ist eine Premiere für den in Eberbach geborenen Sprachkünstler, denn es wird seine erste Kunstausstellung in Berlin überhaupt sein. Sie wird bis Ende Januar 2013 in der 2. Etage des Hotels zu erleben sein.

Neben zahlreichen Künstlern, Journalisten, Berliner Gastronomen und Freunden zählten auch Entscheidungsträger aus der Wirtschaft zum Gästekreis der Vernissage. Alle waren gespannt, die künstlerische Seite des Autors und Restaurantkritikers Thomas Platt zu erleben. Laudator Prof. Dr. Jo Groebel bezeichnete Platts Kunst als feinsinnig und kreativ und gleichzeitig fundamental und wild. Und Comedian Tom Gerhardt alias „Hausmeister Krause“ kommentierte: „bunt, schrill, viele Striche, ganz schön aggressiv.“

Denn im ersten Schein wirken Platts Bilder chaotisch und stoßen zunächst oft auf Verwirrung. Doch bei genauerer Betrachtung erschließt sich dem Neugierigen eine rhythmische Komposition, die Platt als „Analytische Abstraktion“ bezeichnet, und deren expressive Palette irgendwo zwischen Himmel und Hölle anzusiedeln wäre.

Zu der Person Thomas Platt:
Thomas Platt ist Maler, (Drehbuch-)Autor und einer der bekanntesten Gastrokritiker Deutschlands. Seine Beiträge erscheinen in der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, im CICERO sowie im Berliner Tagesspiegel und erklingen im rbb Kulturradio. Ausstellungen waren zuletzt in Düsseldorf und auf Rügen. Er lebt in Berlin.

Das Palace Hotel ist direkt an der Berliner Gedächniskirche, man speist hervorragend im First Floor wohnt ausgesprochen komfortabel in den Zimmern im Europa Center.

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KANAREN: Neues aus Güímar

Sechs rechteckig langgestreckte, pyramidenförmige Terrassenbauten aus mörtelfrei aufgeschichteten Lavasteinen sind das Zentrum des Ethnographieparks von Güímar, der zur Gemarkung Chacona im Südosten Teneriffas gehört. Sie weckten in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Interesse des norwegischen Anthropologen, Thor Heyerdahl, der bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit den Stufenpyramiden der Maya und der Azteken in Mexiko oder Ägypten, Mesopotamien, Sardinien oder Sizilien entdeckte. Über die Herkunft und das Alter der Pyramiden gibt es verschiedene Theorien, doch nach Heyerdahls Untersuchungen fingen auch andere Fachleute der Archäologie an, die Existenz der Pyramiden mit alten Zivilisationen in Zusammenhang zu bringen. Untersuchungen der archäologischen Abteilung der Universität von La Laguna zeigten, dass die Pyramiden auf die Sonnenwenden von Sommer und Winter ausgerichtet sind. Am Tag der Sommersonnenwende kann man von der Plattform der größten Pyramide einen zweifachen Sonnenuntergang erleben.

1998 wurde das 65.000 Quadratmeter große Areal der Pyramiden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zum ethnographischen Park „Pirámides de Güímar“ umgewandelt. Das angeschlossene Museum befindet sich im restaurierten Herrenhaus Chacona aus dem 19. Jahrhundert, wo man u.a. eine große fotografische Sammlung über Pyramiden und stufenförmige Strukturen weltweit oder eine maßstabsgetreue Nachbildung des präinkaischen Sonnengotts Kon Tiki begutachten kann. Das Auditorium und die Expeditionssäle beinhalten Ausstellungen über den Forscher Heyerdahl selbst sowie Modelle seiner Boote, unter anderem einen Nachbau der berühmten Ra II in Originalgröße.

Ein Besuch des ethnographischen Parks von Güímar lohnt sich aber nicht nur wegen der Pyramiden, sondern auch wegen seiner Gartenanlage, die über viele Aspekte der Kultur, Geschichte und Ethnographie der Kanaren informiert.

Auf der „Botanischen Route“ kann man eine große Anzahl von endemischen Pflanzenarten kennenlernen, die auf dem kanarischen Archipel zu Hause sind.

Dazu gehören die Kanarische Palme (Phoenix canariensis), der Cardón (Euphorbia canariensis), der Guadyl (Convolvulus floridus), die Kanarische Kiefer (Pinus canariensis) oder der berühmte Drachenbaum (Dracaena draco).

Ein besonders interessanter Naturschauplatz ist der „Geheimgarten“, in dem mehr als 70 giftige Pflanzenarten wachsen. In dieser einzigartigen Ausstellung kann der Besucher einige der gefährlichsten Pflanzen weltweit kennenlernen. Die Grünfläche übt nicht nur wegen der unterschiedlichen Artenvielfalt von Bäumen, Palmen, Sträuchern, Kletter-und Wasserpflanzen einen außergewöhnlichen Reiz aus, sondern auch weil Informationstafeln über die Mythen und Legenden der verschiedenen Gifte Auskunft geben und die medizinische Nutzung einiger Pflanzenarten, den Giftigkeitsgrad und die geografische Herkunft sämtlicher botanischen Exemplare erklären.

Der „Geheimgarten“ führt auf eine ansprechende Art Kinder und Erwachsene in die Welt der Giftpflanzen ein. Das lebende Museum bietet aber auch Schülern und Studenten, Gartenfreunden, Botanikliebhabern und Pharmazeuten zahlreiche Möglichkeiten, in einem friedlichen Umfeld die interessantesten Aspekte der Natur der Giftpflanzen zu entdecken.

Die Ausstellung „Rapa Nui-Polynesien:. Extreme Survival“, die von der Stiftung „Mata Ki Te Rangi“ (Osterinsel) entwickelt wurde, soll das Bewusstsein für eine der erstaunlichsten und spannenden Geschichten der Welt wecken: die Errungenschaften der polynesischen Gesellschaft.

Der Ethnographische Park ist täglich von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.
www.piramidesdeguimar.es