Jetzt Vitamin D tanken

DGE rät: raus an die frische Luft!

Die Uhren stehen auf Sommerzeit, es ist länger hell. Das sind
ideale Voraussetzungen, die Vitamin D-Versorgung auf Vordermann
zu bringen. Denn der Mensch kann Vitamin D durch
Sonnenbestrahlung der Haut selbst bilden. Der Körper benötigt
Vitamin D für den Aufbau und Erhalt der Knochen: Es reguliert
den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und sorgt für eine
ausreichende Mineralisierung und Härtung der Knochen. Als
Schätzwert für eine angemessene Zufuhr gibt die Deutsche
Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene 20 µg Vitamin D pro Tag an, aber nur, wenn keine
körpereigene Bildung erfolgt

In Deutschland reicht die Stärke der Sonnenbestrahlung in den
Monaten März bis Oktober aus, um eine ausreichende Bildung des
Vitamins zu gewährleisten. Da die körpereigene Synthese
individuell schwankt und vom Breitengrad und der Jahreszeit
abhängig ist, gilt für Erwachsene als Faustregel, sich ca. 5 bis
25 Minuten pro Tag mit unbedecktem Gesicht, Händen und Teilen von
Armen und Beinen der Sonne auszusetzen.

Personen, die sich bei Sonnenschein kaum oder gar nicht bzw. nur
vollständig bekleidet im Freien aufhalten sowie Menschen mit
dunkler Hautfarbe und ältere Menschen ab 65 Jahren zählen zu den
Risikogruppen, die gegebenenfalls ein Vitamin D-Präparat
einnehmen müssen.

Die Nahrung trägt mit ca. 2 bis 4 µg am Tag nur unwesentlich zur
Vitamin D-Versorgung bei. Der Rat der DGE lautet daher: „Leute,
geht an die frische Luft!“ Wer die kommenden Sommertage nutzt und
sich so viel wie möglich im Freien mit ausreichenden Partien
unbedeckter Haut bewegt, ohne dabei einen Sonnenbrand zu
riskieren, kann so auch einen Speicher für die Wintermonate
anlegen. Denn mit einer sehr guten Vitamin D-Versorgung zum Ende
des Sommers kann man auch ohne Vitamin D-Präparate über den
Winter kommen.

ÖKO-TEST RATGEBER – Kosmetik & Wellness

Natürliche Pflege: Die Natur liefert uns hochwertige Öle für pflegende Cremes und Lotionen genauso wie Farbstoffe zum Haarefärben. Die schaffen zwar in manchen Augen nicht immer ein perfektes Ergebnis, lösen aber keine Allergien aus und stehen nicht unter Krebsverdacht. Welche Produkte empfehlenswert sind, aber auch welche mehr schaden als verschönern, lesen Sie im neuen ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness. Erfahren Sie zudem, wie frau sich richtig schminkt, wie die Haare perfekt gepflegt werden und wo mit reinem Gewissen geshoppt werden kann.

Die Tests

• TEST Antifaltencremes: Kosmetikfirmen erfinden ständig neue Wunderwirkstoffe gegen Falten. ÖKO-TEST wollte wissen, ob spezielle Cremes mehr leisten als herkömmliche Pflegeprodukte, und hat deshalb Antifaltencremes nicht nur auf ihre Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch entsprechende Wirksamkeitsbelege bei den Kosmetikherstellern angefordert. Immerhin zwei Produkte erhalten das Testurteil „gut“.

• TEST Cremes für trockene Haut: Hersteller haben für extrem trockene Haut Cremes und Lotionen mit Harnstoff im Portfolio. Die Hälfte der von ÖKO-TEST untersuchten Produkte schneidet mit einem „sehr gut“ ab. Doch es gibt auch „ausreichende“ und „ungenügende“ Produkte mit Inhaltsstoffen, die der ohnehin strapazierten Haut nicht gut tun.

• TEST Zahncremes für weiße Zähne: Strahlend weiße Zähne hätte jeder gerne. Kein Wunder, dass der, der sie nicht besitzt, am liebsten nachhelfen will. Doch können Weißmacherzahncremes wirklich mehr als herkömmliche Zahnpasten? Dieser Frage ist ÖKO-TEST nachgegangen.

• TEST Volumenshampoos: Menschen mit feinem Haar erhoffen sich oftmals von Volumenshampoos mehr Fülle. Doch beim Kauf sollte man genau hinsehen, denn es gibt einige Produkte, die etwa mit krebsverdächtigem Formaldehyd/-abspalter konservieren und mit umstrittenen PEG/PEG-Derivaten aufschäumen. Immerhin drei Shampoos überzeugen.

• TEST Handcremes: Auch wenn eine Vielzahl von Handcremes ohne bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe auskommt, gibt es immer noch einige „ausreichende“, „mangelhafte“ und „ungenügende“ Produkte, von denen man lieber die Finger lassen sollte. Problematisch ist, dass in einigen Cremes Inhaltsstoffe stecken, die der Haut schwer zu schaffen machen können. Dazu zählen PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, und die Konservierungsstoffe Propyl- und Butylparaben, die im Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken.

• TEST Basispflege für Neurodermitiker: Menschen mit Neurodermitis sind auf gut verträgliche Hautprodukte angewiesen. Doch auch bei speziellen Pflegeprodukten können sie nicht einfach wahllos zugreifen. Denn in einigen Marken stecken Substanzen, die absolut nicht auf die ohnehin schon angegriffene Haut gehören.

• TEST Wimperntusche: Nitrosamine gehören zu den stärksten bekannten krebserregenden Stoffen. Sie sind deshalb auch verboten. Dennoch stecken sie in manchen Wimperntuschen, wie der Test zeigt. In zwei Produkten fand das Labor sogar mehr als 20 Mikrogramm, weshalb diese nicht verkehrsfähig sind. Es gibt aber auch Marken, die von ÖKO-TEST die Bestnote erhalten.

• TEST Parfüms: Beim Kauf eines Duftes geht es meist der Nase nach. Doch die Zusammensetzung eines Parfüms bestimmt nicht nur den Geruch, sondern mitunter auch, wie gut es von der Haut vertragen wird. In vielen stecken etwa Duftstoffe, die Allergien auslösen können.

• TEST Hornhautmittel: ÖKO-TEST hat die Pflaster gegen Hühneraugen sowie die Antihornhaut- und Hornhautreduziercremes nicht nur im Labor auf umstrittene und bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern wollte auch wissen, ob die Hornhautreduziercremes tatsächlich wirken. Die Ergebnisse der Untersuchung sind teilweise enttäuschend. Es gibt aber auch Produkte, die überzeugt haben.

• TEST Wolle: Für Sockenstricker gibt es jede Menge guter Produkte. Umstrittene halogenorganische Verbindungen stecken jedoch in fast jeder Wolle. Und in einer Wollmarke fand das Labor das Pestizid Permethrin. Vier Produkte zeigten sich im Praxistext besonders anfällig für Knötchen, neun leierten aus und verzogen sich nach der Wäsche.

Außerdem
• Klasse statt Masse: Um Textilien superbillig anbieten zu können, werden Näherinnen mit einem Hungerlohn abgespeist. Immer mehr Designer wollen das nicht mehr mitmachen. Statt auf Ex-und-hopp-Mode setzen sie auf Hochwertiges, das mehr als eine Saison überdauert. ÖKO-TEST nennt die schwarzen Schafe der Textilproduktion beim Namen und stellt ökologisch und sozial korrekte Modelabels vor.
• Herkunft ungewiss: Nicht immer steht der Hinweis „Made in Germany“ auch wirklich dafür, dass in Deutschland produziert wurde. Denn verbindliche Richtlinien für diese Kennzeichnung gibt es nicht.
• Haare färben – aber richtig: Der schönste Haarschmuck ist eine brillante Farbe. Mit synthetischen Farben lassen sich traumhafte Ergebnisse erzielen. Weniger traumhaft ist das, was in den chemischen Kolorationen steckt. Pflanzenfarben sind deshalb die bessere Wahl – auch wenn sich damit nicht jeder Farbwunsch erfüllen lässt.
• Bloß nicht rot werden: Die Sonne genießt man am besten gut geschützt. Mit UV-sicherer Kleidung, Sonnencreme und Sonneschirm dürft der Sonnebrand keine Chance haben. Wirklich? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Den aktuellen ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik & Wellness gibt es seit dem 13. April 2012 für 5,90 Euro im Handel. Alternativ ist der Ratgeber auch zum Preis von 6,90 Euro in Kombination mit einer CD erhältlich, auf der das Jahrbuch Kosmetik & Wellness 2011 und das Jahrbuch für 2012 zu finden sind.

Nationale Verzehrsstudie II

Obst und Gemüse unersetzlich – Ausgewogene Ernährung sichert gute Vitaminversorgung

Fast jeder weiß, dass Möhren Provitamin A enthalten, viel Vitamin C in Zitronen steckt und der Lebertran hat es wegen seines hohen Vitamin-D-Gehalts gar zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, hat in Sachen Vitamine schon gewonnen. Wie die Nationale Verzehrsstudie II – die vom Max Rubner-Institut (MRI) durchgeführt wurde – zeigt, nehmen die Menschen in Deutschland mit dem, was sie essen, von fast allen Vitaminen im Normalfall ausreichende Mengen auf. Ob Vitamin C oder Vitamin A – die natürlichen Lebensmittel enthalten genug davon, um den Bedarf bei „normaler“ Ernährung zu decken. Nur in einigen besonderen Gruppen, zum Beispiel bei Kranken oder hochbetagten Senioren, erreichen größere Anteile die empfohlenen Richtwerte nicht ganz – was aber zunächst noch kein direktes gesundheitliches Risiko bedeutet.

Lediglich für zwei Vitamine, Folsäure und Vitamin D, liegen die aus dem Verzehr abgeleiteten Aufnahmewerte für die gesamte Bevölkerung deutlich unter den Empfehlungen. Für diese beiden Vitamine ist es sinnvoll, neue Strategien zur Verbesserung der Versorgungslage zu entwickeln. „Ein Weg ist die veränderte Lebensmittelauswahl“, so Prof. Gerhard Rechkemmer, Präsident des MRI. Wer häufiger zu Obst und Gemüse greift, kann seine Folsäure-Aufnahme positiv beeinflussen. Für Vitamin D müsste zunächst geklärt werden, in welchem Umfang die Bildung von Vitamin D aus Vorstufen im Körper unter Einfluss von Sonnenlicht in die Vitamin-Bilanz einbezogen werden muss. Hierzu gibt es in Deutschland bisher noch keine repräsentativen Studien.

Obst, Gemüse und andere Lebensmittel bieten nicht nur ausreichend Vitamine, sie sind auch Lieferanten für viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie sekundären Pflanzenstoffe, deren Bedeutung zwar allgemein bekannt sind, über die aber im Einzelnen noch kaum wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen. Die Vielfalt der Wirkungen pflanzlicher Lebensmittel kann keinesfalls durch Zufuhr synthetischer Vitaminpräparate ersetzt werden. Nicht zuletzt schmeckt gerade im heißen Sommer Gemüse wie Paprika ganz wunderbar – und ist zugleich, ebenso wie viele Blattgemüse, ein guter Folat-Lieferant.

Das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, fühlt sich dem vorbeugenden Verbraucherschutz verpflichtet. An den sechs Standorten des Instituts forschen rund 200 Wissenschaftler zu Fragen der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln und der gesunden Ernährung.

Lebenswichtige Fettsäuren für Säuglinge

Lebenswichtige Fettsäuren für Säuglinge

Reicht die Zufuhr über die Beikost?

Säuglinge benötigen im ersten Lebensjahr ausreichende Mengen langkettiger mehrfach ungesättigter Fettsäuren, vor allem für eine optimale Hirnentwicklung. Während der Stillzeit in den ersten sechs Monaten sind die Kinder über die Muttermilch in der Regel ausreichend versorgt. Danach wird die Muttermilch meist schrittweise durch Breie mit Obst, Getreide, Kuhmilch und Fleisch ersetzt. Häufig liefern diese Breie aber nur geringe Mengen dieser Fettsäuren. Deshalb besteht die Gefahr einer Unterversorgung. Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung wertete zur Klärung dieser Frage bisherige Studien aus. Ihr Ergebnis: Vieles spricht dafür, dass die Beikost im zweiten Lebenshalbjahr mit Fettsäuren angereichert werden sollte, um den Wegfall der Muttermilch abzufangen. Dafür kommen etwa fettsäurereiche tierische Lebensmittel in Frage, oder auch Pflanzenöle mit hohem Gehalt an Fettsäure-Vorstufen. Bei Säuglingen, die mit Eigelb angereicherte Breie bekamen, stieg der Gehalt der wichtigsten langkettigen Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), in den roten Blutkörperchen stark an. Zusätzliches Fleisch im Babybrei erwies sich dagegen als nutzlos. Dafür zeigte Rapsöl als Nahrungszusatz in mehreren Studien positive Effekte. Bei älteren Säuglingen führten zwei Teelöffel im täglichen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu einem deutlich erhöhten DHA-Anteil im Blut. Insgesamt reichen die vorliegenden Studienergebnisse nach Ansicht der Experten aber nicht aus, um Empfehlungen zur Anreicherung der Beikost mit langkettigen ungesättigten Fettsäuren auszusprechen. Weitere Antworten soll die Dortmunder Interventionsstudie zur Optimierung der Säuglingsernährung (DINO) geben, die zurzeit ausgewertet wird.
aid, Jürgen Beckhoff

Fit dank Wasser

Fit dank Wasser

Wasser ist die Grundlage unseres Wohlbefindens, unserer Gesundheit und Vitalität. Ohne ausreichende Wasserversorgung würde der Wassergehalt unseres Körpers (ca. 70% je nach Alter, Gewicht und Geschlecht) gefährlich aus dem Gleichgewicht geraten; körperliche Funktionen beeinträchtigt werden.

Warum lesen Sie hier:

Blut

Unser Blut besteht zu ca. 90% aus Wasser. Das Wasser versorgt als Bestandteil des Blutes die Körperzellen mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. Wird dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt, wird das Blut dickflüssiger. Abfallprodukte des Stoffwechsels können dann nur unvollkommen ausgeschieden werden.

Zellen/Gewebe

Wasser ist wesentlicher Bestandteil von Zellen und Gewebe. Ständig wird unser Körper durchspült und die Zellen mit Nährstoffen versorgt. Allein durch unser Gehirn fließen täglich ca. 1.400 Liter Körperflüssigkeit und gewährleisten so Leistungsfähigkeit und Konzentration. Nur ausreichend mit Wasser versorgte Zellen können ihre entsprechende Funktion erfüllen. Die Muskeln arbeiten z.B. effektiver.

Wärmeregulierung

Wasser ist unser Temperaturregulator. Um die Körpertemperatur zwischen 36 – 37 C zu halten, wird Wasser durch Schwitzen abgegeben. Durch die auf der Haut stattfindende „Verdunstung“ wird insbesondere bei körperlicher Beanspruchung die Körpertemperatur im Gleichgewicht gehalten. Deshalb muss auf eine ausreichende zusätzliche Wasserzufuhr geachtet werden.

Lösungs-/Transportmittel

Nahezu alle wichtigen Stoffwechselvorgänge werden vom Wasser bedient. Wasser ist ein wichtiges Lösungs- und Transportmittel. Es löst Inhaltsstoffe unserer Nahrung und macht sie so erst verwertbar. Nährstoffe werden dank Wasser in die Zellen transportiert und überflüssige Stoffwechselprodukte abtransportiert.

Fazit:

Täglich verliert der Organismus ca. 1,5 bis 2 Liter Wasser. Um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten, muss ihm die gleiche Menge Wasser über Trinken und feste Nahrung wieder zugeführt werden. Als Faustregel für eine ausreichende Trinkmenge gilt: Pro Kilogramm Körpergewicht sollte man 30 ml zu sich nehmen. So bleibt man fit dank Wasser!

Eiweiß verhindert den Jojo-Effekt

Eiweiß verhindert den Jojo-Effekt

Übergewichtige Menschen, die abnehmen möchten, sollten auf eine ausreichende Proteinzufuhr achten. Dies ist wichtig, um einem Muskelabbau vorzubeugen, den Sättigungseffekt von Proteinen auszunutzen und den zusätzlichen Energieverbrauch, den Proteine im Stoffwechsel hervorrufen (spezifisch dynamische Wirkung), als „Kalorienkiller“ zu nutzen. Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke, zeigt zudem, dass Übergewichtige, die ausreichend Proteine im Rahmen einer Reduktionskost aufnehmen, nach Beendigung der Reduktionskost nicht wieder zunehmen. Somit verhindert Eiweiß den Jojo-Effekt. In der Praxis ist eine Proteinzufuhr von mindestens einem Gramm pro Körperkilogramm (bezogen auf das Ist-Gewicht) empfehlenswert.

AK Test zeigt: Lebensmittel – genug mit Folsäure angereichert

Für Konsumenten dadurch ausreichende Folsäure-Versorgung möglich, für Schwangere zu wenig

Folsäure ist vor allem für schwangere Frauen wichtig – für die Entwicklung des Fötus. Die AK wollte sich daher einen Überblick bei den mit Folsäure angereicherten Lebensmitteln verschaffen und fand viele Produkte – vor allem Getränke, Cerealien, Streichfette, Milchprodukte, Süßigkeiten. 40 Produkte wurden genauer unter die Lupe genommen, um zu schauen, ob sie einen vernünftigen Beitrag zur Folsäureversorgung leisten können. Fazit: Sie können! „Wenn etwa zwei angereicherte Produkte am Tag gegessen werden, passts“, sagt AK Ernährungsexpertin Petra Lehner, „etwa ein Glas Fruchtsaft und ein Brot mit Margarine.“ Das gilt aber nicht für Schwangere. Sie sollten zusätzlich Folsäure-Tabletten einnehmen.

Erwachsene sollten 400 Mikrogramm, Schwangere 600 Mikrogramm an Folsäure täglich zu sich nehmen. Für Schwangere ist Folsäure wichtig – jährlich werden rund 20 Kinder mit schweren Behinderungen geboren (klinisch: Neuralrohrdefekt). Bei ausreichender Folsäureversorgung wäre das zu verhindern. Die AK hat 40 mit Folsäure angereicherte Lebensmittel im Februar in Wiener Supermärkten eingekauft, beispielsweise Fruchtsäfte (Hohes C Multivitamin, Pago Breakfast Cocktail, Mautner Markhof Multivitaminsirup), Cerealien (Cornflakes, Müsli), Süßigkeiten (Fruchtbonbons, Zuckerl), Margarine (Rama Idee, Becel), Fertigprodukte (Basis für Aufläufe oder Suppen), Milchprodukte (Milchdrinks, Joghurtprodukte). Auf allen eingekauften Nahrungsmittel stand, dass Folsäure enthalten ist. Die Produkte wurden von zwei ErnährungswissenschafterInnen in Zusammenarbeit mit der AK Wien bewertet.

Der AK Test zeigt: Es gibt genügend mit Folsäure angereicherte Lebensmittel, die eine ausreichende Versorgung ermöglichen. Das sind vor allem Fruchtsäfte, Milchprodukte, Cerealien und Riegel, Streichfette, Süßigkeiten und auch Fertigprodukte.

Bei der Folsäure-Anreicherung wird nicht all zu viel falsch gemacht: Fast alle Testprodukte enthalten genug Folsäure. Wermutstropfen: Fast die Hälfte hat zu viel Zucker, Fett und/oder Salz – hier muss dringend etwas getan werden. „Im Doppelpack mit Folsäure gibt’s meist noch andere Vitamine und Mineralstoffe, die dienen aber eher dem Marketing, weil die Konsumenten damit ohnehin genügend versorgt sind“, sagt Lehner.

„Es darf nicht vergessen werden, dass auch etliche herkömmliche Lebensmittel gute Folsäure-Quellen sind“, erklärt Lehner. Reich an Folsäure sind vor allem Keime, Hülsenfrüchte, Innereien und Vollkornprodukte, grünes Gemüse (Salat, Spinat, Brokkoli), aber auch Haferflocken, Milchprodukte, Käse, Hühnereier und manches Obst, etwa Zitrusfrüchte oder Erdbeeren. Folsäurereich ist auch Bäckerhefe, die sehr gut zum Würzen von Speisen verwendet werden kann, um die Folsäure-Versorgung zu verbessern.

Folsäure – bessere Informationen sind nötig

AK gibt Tipps: abwechslungsreich essen und auch mit Folsäure angereicherte Lebensmittel im Speiseplan einbauen

Dass Folsäure speziell für Mädchen und Frauen wichtig ist, darüber sollte das Gesundheitsministerium offensiv informieren und Schulen, Ärzte oder Apotheker sollen aktiv mitmachen. Dabei soll vor allem über die normale Ernährung aufgeklärt werden, aber auch was es an mit Folsäure angereicherten Lebensmitteln gibt. Es soll auch in der achten oder neunten Schulstufe und bei jedem Frauenarztbesuch über Folsäure aufgeklärt werden.

Derzeit wird auch in Österreich ein Gesetz zur Folsäure-Pflichtanreicherung von Mehl diskutiert. „Es gibt viele freiwillig angereicherte Produkte mit Folsäure, und dieser Markt wächst“, sagt AK Ernährungsexpertin Petra Lehner, für die eine verpflichtende Mehlanreicherung nicht der erste Schritt sein kann. „Dann müssten nämlich freiwillige Anreicherungen verboten werden und Folsäure aus den Vitaminpillen raus, sonst droht mittelfristig eine Überversorgung“, so Lehner. Beides ist aber EU-rechtlich nur schwer möglich.

Weiters verlangt die AK, dass angereicherte Lebensmittel optimiert werden. Es sollen Produkte angereichert werden, die weder zu fett, zu süß noch zu salzig sind. Außerdem sollten sie eine signifikante Menge Folsäure liefern, und zwar pro Portion.

Tipps der AK Konsumentenschützer
Essen Sie bunt und abwechslungsreich. Es gibt wirklich gute Folsäure-Quellen, die Sie am Besten regelmäßig essen – vor allem grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
Achten Sie auf schonende Zubereitungsformen. Folsäure ist nämlich hitzelabil und wasserlöslich. Wenn Sie folsäurereiche Lebensmittel kochen, verwenden Sie wenig Wasser und wenn es geht, verwenden Sie das Kochwasser weiter.
Es gibt etliche empfehlenswerte, mit Folsäure angereicherte Lebensmittel, die Sie regelmäßig in Ihren Speisplan einbauen können. Zwei davon führen schon zu einer ausreichenden Folsäure-Versorgung.
Auch „ungünstige“ angereicherte Lebensmittel (etwa Zuckerl, Süßigkeiten) können auf dem Speiseplan stehen – Naschen ist ja grundsätzlich nicht verboten. Wenn normale Zuckerl durch angereicherte ersetzt werden, bringt auch das Folsäure. Sie sollten aber nicht zusätzlich gegessen werden.
Wenn Sie schwanger werden wollen, achten Sie ganz besonders auf eine folsäurereiche Ernährung. Auch Folsäure-Tabletten können und sollen dann sogar immer wieder eingenommen werden.

Für die Deutschen ist die Mittagspause unverzichtbar

Unter Experten ist der Nutzen von kleinen Auszeiten während des Arbeitstages seit langem unbestritten. Aber auch die deutschen Vollzeitbeschäftigten wissen um den Wert ihrer Mittagspause und gönnen sich im Durchschnitt 35 Minuten am Tag dafür. Dies ergab eine Online-Umfrage im Auftrag von Franziskaner Weissbier Alkoholfrei.

Fast jeder Dritte (29 %) verlässt mittags meist das Büro. Zwei Drittel (66 %) gaben an, die Mittagspause unbedingt zu benötigen, um abschalten und neue Kraft tanken zu können und jeder Zweite (51 %) hat das Gefühl, ohne Mittagspause schneller abzubauen. Zudem wird die Mittagspause als soziale Komponente des Tages genutzt, denn zwei Drittel (66 %) verbringen sie meist mit Kollegen.

Darüber hinaus achten die Deutschen darauf, zur Tagesmitte ihren Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und nährstoffreiche Getränke wie z.B. ein Franziskaner Weissbier Alkoholfrei zu sich zu nehmen. So gaben knapp zwei Drittel der Befragten (61 %) an, in der Mittagspause großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu legen, um am Nachmittag leistungsfähig zu sein. Ungefähr der gleiche Anteil (64 %) ist der Meinung, sich nachmittags schlechter konzentrieren zu können, wenn sie nicht ausreichend trinken.

Quelle: Online-Umfrage der INNOFACT AG im Auftrag von Franziskaner Weissbier Alkoholfrei vom 28.2. bis 4.3.2008 unter 1.013 Vollzeitbeschäftigten im Alter zwischen 30 und 45 Jahren in Westdeutschland.

LAVES warnt vor Überhitzungsgefahr

Bei hohen Temperaturen Tiere nicht im geparkten Auto lassen

Ein sonniges und heißes Pfingstwochenende steht bevor. Wer bei diesen sommerlichen Temperaturen mit Tieren im Auto unterwegs ist, sollte diese nicht im geparkten Pkw zurücklassen. Denn das kann für die Tiere fatale Folgen haben. Darauf weist der Tierschutzdienst des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hin. Die Temperaturen im Wageninneren können innerhalb kurzer Zeit auf über 50 Grad Celsius ansteigen.

„Die Thermoregulationsmechanismen des Körpers sind mit den Extremtemperaturen überfordert. Der entstehende Wärmestau führt zu einer Überhitzung, die tödlich enden kann, wenn der Besitzer nicht rechtzeitig zurückkehrt“, warnt Dr. Sabine Petermann vom Tierschutzdienst des LAVES. Für Tiere in Transportboxen ist die Situation wegen des eingeschränkten Luftaustausches noch dramatischer. Auch geöffnete Fenster sorgen oft nicht für ausreichende Luftbewegung.
„Tiere sollten möglichst gar nicht im abgestellten Pkw zurückgelassen werden“, empfiehlt Dr. Sabine Petermann.

Nur wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, könne das Tier unter bestimmten Voraussetzungen kurzfristig im Auto gelassen werden: Den Pkw am besten im Schatten abstellen, Fenster so weit wie möglich öffnen und kühles Trinkwasser zur Verfügung stellen. Hunde auf keinen Fall anbinden, damit sie den kühleren Fußraum aufsuchen können. Ähnlich sieht es auch die Tierschutz-Hundeverordnung vor, nach der für ausreichende Frischluft und angemessene Lufttemperaturen gesorgt sein muss, wenn ein Tier ohne Aufsicht im Fahrzeug bleibt.
Treten erste Anzeichen einer Überhitzung auf, wie starkes Hecheln oder Unruhe ist sofortiges Handeln erforderlich. Das Tier muss an einen schattigen Platz gebracht und frisches Wasser angeboten werden. Feuchte Tücher, die über das Tier gelegt werden, sorgen zusätzlich für Erleichterung. Ist das Tier nicht ansprechbar oder verhält sich weiterhin auffällig, ist schnellstmöglich der nächste Tierarzt aufzusuchen.

Überhitzungsgefahr besteht nicht nur im Auto. Anbinden in der prallen Sonne, Laufen am Fahrrad oder eine Reise an heißen Sommertagen kann für Haustiere gefährlich werden. Kleine Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Ratten und auch Vögel reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen. An extrem warmen Tagen gehören diese Tiere an einen kühlen Ort im Haus. Werden sie im Freien gehalten, benötigen sie unbedingt ausreichend frisches Trinkwasser und einen kühlen Schattenplatz.

Vis-à-Vis

Vis-à-Vis am 8.12.2007 speist hervorragend. Es schaut einem französischen Drei-Sterne-Koch über die Schulter, der in seiner Küche mit Geschmäckern aus der ganzen Welt und ungewöhnlichen Zubereitungstechniken experimentiert.

Vis-à-Vis berichtet von der besonderen Herausforderung, die ein deutscher Küchenchef in einem klassisch französischen Restaurant im Elsass zu meistern hat. (Im ‚Au pied de Boeuf‘ in Sélestat kocht der Deutsche Kai Winter).

Vis-à-Vis lässt sich von einem professionellen Hobby-Koch zeigen, wie man daheim ganz ohne Chaos ein gehobenes Menu für Gäste kocht. (Das stressfreie Kochbuch von Hans-Albert Stechl heißt: ‚Einfach gut gekocht‘ 2. Teil) „

Vis-à-Vis testet das Abenteuer, im Nachbarland ohne ausreichende Speisekarten-Sprachkenntnisse im Restaurant zu bestellen, zeigt die ultimativen Trends der Tisch-Dekoration und tafelt zum Schluss in einem Schweizer Kuhstall. Aufgezeichnet wurde diese Vis-à-Vis Sendung im 3-Sterne-Restaurant L’Arnsbourg im Baerenthal 50 Kilomteter nordwestlich von Straßburg. ( http://arnsbourg.com )