US-Amerikaner essen gesünder

Neue Trends von Seetang bis Yamswurzel

Die Ernährung in den Vereinigten Staaten verändert sich. Immer mehr Amerikaner greifen statt zu eintönigem Fastfood zu ausgefallener Kost aus anderen Ländern, die ganz neue Aromen bietet. Vor einigen Jahren entwickelte sich der deutsche Grünkohl zum Geheimtipp auf dem Gemüsemarkt. Der Trend begann in New York. Die Großstädter aßen ihren „Kale“ als Salat, als Beilage zu Brot oder im grünen Smoothie.

Nun soll Seetang der neue Hype sein. Lebensmittel auf Seetang-Basis sind zum Beispiel Snackriegel, Nudeln und Streifen mit Schinkengeschmack zum Frühstück. Seetang wird wegen seiner positiven Inhaltsstoffe wie wertvolles Eiweiß, Jod, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren geschätzt.

Der neue Trend passt zu dem steigenden Interesse an veganen und vegetarischen Lebensmitteln. Auch für Kuhmilch gibt es inzwischen diverse pflanzliche Alternativen wie Mandel- und Hafermilch, aber auch zuckerreiche Varianten aus Cashew, Macadamia und Walnuss.

Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage nach Kurkuma, dem gelben Ingwer, und Chia-Samen in den USA stark angestiegen. Die Samen der Chia-Pflanze aus der Familie der Lippenblütler dienten den alten Maya als Grundnahrungsmittel. „Chia“ bedeutet übersetzt Stärke, da die proteinreichen Samen viel Energie liefern. Seit kurzem haben die Amerikaner die lilafarbene Yamswurzel (Ube) von den Philippinen entdeckt, die süßen Desserts und Eis einen Farbkick gibt.

Auch fermentierte Lebensmittel wie sauer eingelegte Mixed Pickles und koreanisches Kimchi sind in den USA beliebt. Es gibt viele Arten von Kimchi. Grundlage ist allerdings meist Chinakohl, der in Salz eingelegt, gewaschen und mit einer Paste aus Knoblauch, Zwiebeln, Gewürzen und Chili vermengt und dunkel gelagert wird. Während der Lagerung beginnt Kimchi zu gären und erhält den typischen Geschmack.

Ein Teil dieser Trends ist bereits bei uns angekommen und man darf gespannt sein, welche Geschmäcker sich noch über den großen Teich wagen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Gesundes Frühstück

Das Frühstück gilt aus Sicht von Ernährungsexperten als die wichtigste Mahlzeit des Tages. Was gehört am Morgen außer Brötchen mit Marmelade oder Honig sowie Kaffee oder Tee auf den Tisch? Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner März-Ausgabe diesen Fragen nach und zeigt an Beispielen aus insgesamt 15 Ländern auf, wie gesund weltweit gefrühstückt wird. Grundsätzlich sollte ein gutes Frühstück Vollkorn- und fettarme Milchprodukte sowie Obst und Gemüse enthalten.

„Frühstücken ist wichtig, weil die Nährstoffspeicher nach der Nachtruhe aufgefüllt werden müssen. Der Körper braucht Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien“, sagt Claudia Thienel, Diplom-Ökotrophologin aus Berlin, in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Je nach Kulturkreis wird dieser Anspruch freilich nicht immer erfüllt. So wertet Thienel die Tatsache, dass US-Amerikaner ihre Cornflakes oft zusätzlich zuckern, als wenig sinnvoll. Der Zucker liefert nur Kalorien ohne weitere Nährwerte. Auch der Umstand, dass viele Amerikaner mehrere Spiegeleier, gebratenen Speck und Bratkartoffeln zum Frühstück essen, sei grenzwertig, weil die Ernährung damit zu fetthaltig ist. Empfehlenswert sei da schon eher – wie in Brasilien üblich – der Verzehr von gekochtem Schinken, weil es sich dabei um eine fettarme Eiweißquelle handelt.

In vielen Ländern wie in Frankreich gehören neben Kaffee oder Tee auch das Glas Orangensaft am Morgen dazu. Es entspricht einer Obstportion, von denen der Mensch nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag zwei Portionen a 250 Gramm zu sich nehmen sollte. Während sich die Frühstücksvarianten in europäischen Ländern oftmals ähneln, variieren sie in Asien deutlicher. So werden in Indien häufig Reisteigpfannenkuchen serviert, die in ein Curry aus Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, grünen Chilli und Kokosmilch getaucht werden. Aus Sicht von Thienel eine gute Variante, weil das Gemüse wichtige Vitamine sowie Mineral- und Ballaststoffe liefert. Wer Fleisch zum Frühstück möchte, sollte wie in Indonesien auf mageres Hähnchen setzen. Ebenfalls empfehlenswert: etwas Fisch am Morgen – wie in Singapur gern serviert –, weil damit der Jodbedarf gedeckt wird. Hingegen sollte man maximal drei Eier pro Woche essen.

Als „Sieger“ des Vergleichs könnte man das Frühstück in Finnland bezeichnen. Roggen- und Haferbrot belegt mit Käse, Schinken, Gurke und Tomate sind dort ein Muss, genauso wie ein Müsli oder Haferbrei mit Blau- oder Preiselbeeren. Ein Lob zollt Expertin Thienel auch einer Variante, die in Russland gern gefrühstückt wird: Dort gibt es in vielen Haushalten eine Schüssel Hafer- und Hirsebrei. Das sei nicht nur eisenreich, sondern liefere mit Milch zubereitet obendrein das für den Körper wichtige Kalzium.

Die März-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist bereits an zentralen Kiosken erhältlich.

Grünkohl-Chips statt Pommes?

USA entdecken Grünkohl als „Gesundmacher“

Viele Trends kommen aus den USA irgendwann auch nach Europa und Deutschland, doch manchmal ist es auch umgekehrt: wie im Fall von traditioneller Hausmannskost. Grünkohl ist aktuell der „Renner“ auf dem Speiseplan gesundheitsbewusster Amerikaner; und zwar in allen möglichen denkbaren Varianten: als Salat, in Form von Smoothies oder sogar gebacken als Chips.

Die Schere der Essgewohnheiten von US-Bürgern scheint dabei immer weiter auseinander zu klaffen. Auf der einen Seite sind noch immer die notorischen Fast-Food-Liebhaber, die häufig zu einer eher einseitig unausgewogenen Ernährung mit viel Fett und Zucker tendieren. Und auf der anderen Seite die fast fanatisch wirkenden Fitness- und Ernährungsbewussten Konsumenten. Seit sich Michelle Obama für das Thema „Gesunde Ernährung“ einsetzt, haben aber auch Nahrungsmittel eine Chance, deren Namen der durchschnittliche US-Amerikaner vor zwei Jahren kaum hätte nennen können.

„Kale“, also Grünkohl, ist nun auf dem Vormarsch und aus dem Sortiment nicht mehr wegzudenken. Er wird regional angebaut und auf den Wochenmärkten an großen Ständen angeboten. Selbst in vielen Supermärkten wird inzwischen kostbarer Regalplatz für das sperrige Grünzeug freigeräumt. Seine vergleichsweise üppige Ausstattung mit Calcium, Vitamin C und Eisen erklärt neben der prominenten Fürsprache den aktuellen „Run“ fast von selbst.

Was in Deutschland zwar beliebt ist, aber als gedünstetes Alltagsessen nicht besonders „trendy“ daherkommt, erfährt durch neue Zubereitungsideen jenseits des Atlantiks einen wahren „Hype“. In Internetforen tauschen meist junge Frauen Smoothie-Rezepte aus und regen auf Twitter an, dass auch Mc Donalds Grünkohlchips als Beilage zum Burger servieren möge. Insbesondere die jüngere Generation fühlt sich davon angesprochen, wenn Grünkohl in trendigen Mixgetränken angeboten wird – selbst wenn die leicht bräunliche Farbe nicht besonders appetitlich wirkt: „Keine Angst, es schmeckt nicht nach Gras“, beruhigt ein Forumsteilnehmer.

Auch wenn mit Fast Food, Coffee to go und Convenience-Produkten in den vergangenen Jahrzehnten einige Trends zu uns gekommen sind, haben wir Europäer offenbar dazu beigetragen, dass neben Körnerbrot und Käse nun auch Kohl Einzug in die amerikanischen Haushalte genommen hat. Man darf allerdings gespannt sein, ob die Grünkohl-Welle als besondere „Neuheit“ wieder zu uns zurück schwappt – dann vielleicht unter dem Label „Neuer Trend aus den USA“.
Friederike Heidenhof aus Washington D.C., www.aid.de

Michael L. Ellis

Der Amerikaner Michael L. Ellis wird der neue Boss beim MICHELIN-Führer und damit verantwortlich für alle Ausgaben der Gourmet Bibel

Michael L. Ellis wird zum 1. Januar 2012 die Position des Internationalen Direktors der MICHELIN-Führer übernehmen. Derzeit arbeitet Ellis als Vice President Marketing and Sales für den Zweiradbereich von Michelin.

Der gebürtige New Yorker verfügt über langjährige internationale Berufserfahrung in verschiedenen Branchen. Seine Karriere begann er in den 1980er-Jahren als Sales Director beim Spirituosenkonzern International Distillers and Vintners. Anschließend verantwortete er bei Mead Packaging Europe bis 1995 den Food-Bereich für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Von 1995-1997 leitete er den Geschäftszweig Kreuzfahrten beim französischen Tourismusunternehmen Club Med. In den Jahren darauf arbeitete er beim Getränkedosen-Hersteller Ball Packaging Europe als Chef des Getränkebereichs für Südeuropa. 2007 wechselte er zu Michelin. Michael L. Ellis ist 53 Jahre alt und spricht fließend Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch und Spanisch.

Die Deutschen wurden zur „unwitzigsten Nation“ gekürt

Die Briten wurden als „nicht so witzig, wie sie meinen,“ beurteilt
Die Spanier wurden zu den witzigsten Europäern ernannt, gefolgt von Italienern und Franzosen
Obama ist „viel lustiger als Merkel, Sarkozy oder Cameron“
Humor ist wichtig, wenn man neue Leute trifft

Die Deutschen wurden in einer weltweiten Umfrage, die die Amerikaner zur witzigsten Nation und die Spanier zu den witzigsten Europäern ernennt, zur am wenigsten witzigen Nation der Welt gewählt.

30.000 Leute aus 15 Ländern waren in einer Umfrage von Badoo.com gebeten worden, die „witzigsten“ Staatsangehörigen („am besten darin, die Leute zum Lachen zu bringen“) und die „am wenigsten witzigsten“ Staatsangehörigen zu benennen. www.badoo.com ist die größte Social Networking Plattform im Internet, um neue Leute kennenzulernen, mit weltweit 118 Millionen Nutzern.

Die Amerikaner wurden zur witzigsten Nation der Welt gewählt noch vor den Spaniern und den Italienern auf dem dritten Platz.

“Wenn wir neue Leute treffen, ist mit das erste, was uns auffällt, ob sie uns zum Lachen bringen“, sagt Lloyd Price, Marketing Director bei Badoo. „Badoo hilft jeden Monat Millionen von Leuten sich kennenzulernen.“

Die Briten, die sich auf ihren Humor etwas einbilden, erfahren aus der Badoo-Umfrage, dass sie nicht so witzig sind, wie sie denken. Unter 15 Ländern haben sie nur den 7. Platz erhalten – sogar hinter den Franzosen, die auf dem 5. Platz gelandet sind.

„Ich befürchte, dass einige Ergebnisse auf wenig Freude stoßen werden“, sagt Lloyd Price, selbst Brite mit deutscher Freundin.

Doch die Amerikaner seien würdige Gewinner, gibt Price zu. Sie hätten der Welt so viele großartige Sitcoms und Comedians geschenkt. “Sogar Obama ist weitaus witziger als jeder europäische Staatschef.“ Obamas jüngste witzige Demontage von Donald Trump beim Dinner im Weißen Haus hat einen Riesenerfolg auf YouTube gelandet. “Es ist schwierig sich vorzustellen, dass Merkel, Sarkozy oder Cameron einen ähnlichen Lacherfolg erzielen könnten.“

Aber verdienen die Deutschen wirklich ihr humorloses Image?

Der Gedanke, dass die Deutschen ernster als andere sind, ist nicht neu. Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat schon vor über einem Jahrhundert verkündet, dass “deutsche Witze nicht zum Lachen geeignet sind“.

Das Klischee stammt wahrscheinlich von dem deutschen – oder preußischen – Ruf der Tüchtigkeit und Vernünftigkeit – Eigenschaften, die als nicht mit Humor vereinbar wahrgenommen werden.

Deutschland hat auch eine ganz andere Komödientradition – insbesondere eine auf das 19. Jahrhundert zurückgehende Tradition des Kabaretts, bei dem politische Satire und lustige Lieder vermischt wurden und dessen Stars damals zum Teil deutschlandweite Berühmtheit gewannen. Diese Art von Komödie hatte nicht immer auch Erfolg im Ausland.

In den letzten Jahren gab es einen Boom der Stand-Up-Klubs in Deutschland, aber die Stand-Up-Comedy ist in Deutschland immer noch eine sehr viel neuere Unterhaltungsform als beispielsweise in Amerika oder Großbritannien.

Das Klischee der humorlosen Deutschen umfasst die Vorstellung, dass es den Deutschen schwerer fällt als anderen, über sich selbst zu lachen. Der deutsche Comedian Henning Wehn hat jedoch in Großbritannien Erfolge eingeheimst, in dem er genau das gemacht hat, wobei er oft mit britischen Vorurteilen über die teutonische Humorlosigkeit und Rationalität spielt.

Wehn nennt sich selbst den “deutschen Comedy-Botschafter im Vereinten Königreich … nicht der einfachste aller Jobs“.

„Die Briten sagen immer, dass wir Deutsche keinen Sinn für Humor haben“, erzählt er dem Publikum: “Ich finde das nicht witzig.“

In einem der beliebtesten Teile von Wehns Show zerpflückt er seine eigenen Witze, um zu erklären, warum sie witzig sind, bevor er dann anhält und auf die Stoppuhr schaut, weil: “sie sagen immer, dass das Timing das Geheimnis der Comedy ist.“

Einer der Gründe dafür, dass die englischsprachigen Witze manchmal bei der Übersetzung ins Deutsche ihre Witzigkeit verlieren, sind die Unterschiede in Grammatik und Satzstruktur zwischen den beiden Sprachen. Viele englischsprachige Witze beruhen auf der Möglichkeit, das Schlüsselwort des Witzes an das Ende des Satzes setzen zu können. Die deutsche Grammatik erschwert das.

Viele Witze im Englischen leben von Wortspielen und beabsichtigten Wortverwechslungen, wohingegen die größere Genauigkeit des Deutschen es vielleicht erschwert, solche Verwechslungen zu erzeugen.

Das mag auch der Grund dafür sein, dass die Deutschen körperlichen Humor mögen. “Eine der eisernen Regeln der deutschen Komödie ist, dass der körperliche Humor der beste ist,“ erklärt Henning Wehn in einem Video zu deutschen Witzen. “Ein alter Knacker, der über eine Torte fällt oder sie ins Gesicht bekommt, ist immer witzig, sogar während einer Hungersnot.“

Die Briten rühmen sich auch dafür, dass ihre Grundeinstellung zum Leben der Humor sei. Aber Wehn lässt sich davon nicht beeindrucken. „Soll das ein Zeichen für einen besseren Sinn für Humor sein, wenn man über alles lacht? Das stimmt nicht“, sagt er seinem Publikum: „das ist nur ein Zeichen von Naivität.“

Letztlich seien die Deutschen nämlich auch nicht anders als alle anderen, erklärt Wehn. „Die Deutschen lieben es, genauso wie die Briten, zu lachen. Mit dem kleinen vernachlässigbaren Unterschied, dass die Deutschen gerne lachen, wenn die Arbeit erledigt ist, wohingegen die Briten vorziehen zu lachen, ANSTATT zu arbeiten.“

Die Angehörigen welcher Nationalität – Ihre eigene eingeschlossen – empfinden Sie als am witzigsten und/oder am besten darin, die Leute zum Lachen zu bringen?

Die 10 top-platzierten Nationalitäten:
Rang Nationalität
1. Amerikaner
2. Spanier
3. Italiener
4. Brasilianer
5. Franzosen
6. Mexikaner
7. Briten
8. Niederländer
8. Russen
10. Belgier

Anmerkung: Jeweils 2000 Badoo-Nutzer von allen 15 Nationalitäten wurden dazu aufgefordert, aus einer Liste von 15 Nationalitäten auszuwählen. Andere Nationalitäten in der Liste, aus der die Antworten ausgewählt wurden, waren: Deutsche, Polen, Argentinier, Kanadier und Türken.

Bierpreisindex Oktoberfest

So viel kostet die Maß Bier für ausländische Wiesn-Besucher

– Bierpreisindex: Preis der Wiesn-Maß im internationalen Vergleich

– Norweger trinken am billigsten – für Südafrikaner wird’s teuer

Das Oktoberfest feiert in diesem Jahr sein zweihundertjähriges Bestehen – mit steigenden Bierpreisen. Die Maß Bier kostet in den Festzelten zwischen 8,30 Euro und 8,90 Euro – im Durchschnitt über alle Zelte gerechnet sind das 8,65 Euro. Damit ist der Liter Bier für viele ausländische Besucher deutlich teuerer als in einer heimischen Bar – aber es gibt auch Gewinner. Das hat das Personalberatungsunternehmen ECA International festgestellt, das aus weltweiten Bierpreisen und Wechselkursen einen Bierpreisindex für die Wiesn erstellt hat. Danach sparen Besucher aus einigen Nationen beim Biertrip ganz erheblich. Für andere kann der München-Besuch zur finanziellen Belastungsprobe werden.

Tief in die Taschen greifen müssen Südafrikaner: Jedes Bier auf der Wiesn kostet sie mehr als doppelt so viel wie daheim. Besucher aus Großbritannien erwartet „nur“ ein Aufschlag von 35 Prozent. Aber auch alle Gäste aus Deutschland werden auf dem Oktoberfest ordentlich zur Kasse gebeten. Berliner zahlen beispielsweise 12,5 Prozent mehr als in der Bundeshauptstadt. Andere freuen sich hingegen auf eine günstige Sause: Dänen trinken die Maß 36 Prozent billiger als in der Heimat. Für Besucher aus Japan ist die Trinktour zwar immer noch preiswert – Bier kostet circa 30 Prozent weniger -, im vergangenen Jahr sparten sie jedoch noch 40 Prozent pro Liter „Helles“. Schweizer zahlen für den Gerstensaft ein Viertel weniger als daheim. Am besten kommen aber Gäste aus Norwegen weg: Verglichen mit heimatlichen Preisen ist für sie bei einem Trip durch alle Zelte quasi jedes zweite Bier umsonst.

Die diesjährige Wiesn ist die erste mit Rauchverbot. Das freut die Spanier: Sie kommen gar nicht erst in Versuchung. Zigaretten sind in Deutschland ungefähr 50 Prozent teurer als in Spanien. Um das vorhandene Sparpotenzial richtig auszuschöpfen, müssen Briten und Australier viel Zeit vor den Zelten verbringen: Zuhause zahlen sie 23 Prozent beziehungsweise 27 Prozent mehr für das Päckchen Glimmstängel.

Und wenn jemand etwas anderes als Bier trinken will? Amerikaner sparen beim Mineralwasser 37 Prozent. Franzosen müssen dafür doppelt so viel hinlegen wie im heimischen Bistro. Kanadier zahlen für Softdrinks in Deutschland 40 Prozent mehr als zuhause, Amerikaner fast das Doppelte.

Der Kater am Morgen danach kommt Gäste aus Australien teuer zu stehen: Kopfschmerztabletten sind in Deutschland doppelt so teuer wie in Down Under. Japaner sparen dagegen 25 Prozent.

Diese Zahlen basieren auf einer internationalen Lebenshaltungskostenstudie von ECA International aus dem März 2010. International tätige Unternehmen nutzen diese Daten zur Berechnung von Zuschlägen für ins Ausland entsendete Angestellte.

Food & Wine and Rum Festival auf Barbados

Mit dem neu ins Leben gerufenen und ab sofort jährlich statt findenden Food & Wine and Rum Festival setzt sich Barbados vom 19. bis 22. November ins rechte kulinarische Licht. International bekannte Köche wie der Brite Fergus Henderson und die US-Amerikaner Tom Colicchio, Marcus Samuelsson, Ming Tsai und Tim Love geben sich bei der Veranstaltung ein Stelldichein auf der Karibikinsel. Als internationale Weinexperten sind Anthony Giglio und Ray Isle vor Ort. Auch einheimische Köche der Karibikinsel werden ihr Können präsentieren.

Die Veranstaltungen finden in ausgewählten, vom Restaurantführer Zagat gelisteten Restaurants und Hotels der Insel statt, darunter das unter Prominenten beliebte Sandy Lane Country Club, das Restaurant The Cliff, das George Washington House, das Lion Castle Estate und das Luxus-Hotel Fairmont Royal Pavillion. Neben den Kochevents werden auch Verkostungen exklusiver Weine und Rumsorten angeboten.

David M. Rice, Präsident und Chief Executive Officer der Barbados Tourism Authority: „Das Festival bietet eine ideale Plattform, um Besuchern unser hervorragendes gastronomisches Angebot zu präsentieren. Wir fühlen uns geehrt, als Gastgeber eines Kulinarik-Events auf Weltklasseniveau einige der führenden Chefköche und Weinexperten der Branche auf unserer Insel – dem kulinarischen Zentrum der Karibik – willkommen zu heißen.“ Programmdetails zum Food & Wine and Rum Festival und Ticketbestellung für die einzelnen Veranstaltungen unter www.visitbarbados.org.

Höflich, ordentlich und geizig

Wie internationale Hoteliers deutsche Urlauber beurteilen

Deutsche Urlauber genießen weltweit einen sehr guten Ruf. Das zumindest ist aus dem „Best Tourist Index“ zu entnehmen, einer Befragung von weltweit 4000 Hoteliers aus dem Jahr 2008. Die Deutschen „gelten vor allem als höflich, ordentlich und leise“, berichtet Dr. Jürgen Kagelmann, Tourismuspsychologe und Dozent an der Katholischen Universität Eichstätt, in der „Apotheken Umschau“. Die lautesten Gäste seien die US-Amerikaner vor den Italienern und Briten. Als besonders unhöflich eingeschätzt werden weltweit die US-Amerikaner, Russen und Franzosen. Die Deutschen eint ihre negative Seite beim Geldausgeben. Zusammen mit den Franzosen und Briten gelten sie als geizig. Zudem beschweren Urlauber aus Deutschland sich am häufigsten.

Viele Informationen zum Thema Reisen finden Sie unter www.apotheken-umschau.de/Reisen

Irving Penn in London

Der im Oktober diesen Jahres verstorbene Amerikaner Irving Penn wird zu Recht zu den berühmtesten Fotografen des 20.Jh. gezählt. Zunächst als Mode-, später als Portraitfotograf bekannt, hat Penn viele Künstlerkollegen abgelichtet, darunter Pablo Picasso, Miles Davis oder Igor Stravinsky. Auf eben diese Künstlerportraits legt eine Ausstellung ihr Hauptaugenmerk, die vom 18.2. – 31.5.2010 in der National Portrait Gallery in London zu sehen ist. Gezeigt werden 120 Fotografien, von seinen ersten Arbeiten für die Zeitschrift Vogue im Jahr 1944 bis hin zu Aufnahmen der Gegenwart.

www.npg.org.uk/whatson/exhibitions/irving-penn-portraits.php

International Cognac Summit 2010

INTERNATIONAL COGNAC SUMMIT 2010

INTERNATIONALES MIXOLOGY TREFFEN VOM 17. BIS 20. JANUAR 2010 IN COGNAC

Mit der nächsten Auflage des International Cognac Summit – 17. bis 20. Januar 2010 – empfängt Cognac wieder Mixologisten aus der ganzen Welt.

Klassiker-Cocktails auf Basis von Cognac werden neu entdeckt.

Rückschau für die „Shaker-Könige“, die in die Geschichte des Cocktails auf Cognac-Basis eintauchen werden; sie müssen während der Veranstaltung eine gewisse Anzahl von Cocktails neu kreieren ausgehend von dieser Spirituose der höchsten Qualität.

Auf dem Gebiet des Cocktails ist der Cognac seit Anfang des 19. Jahrhunderts mit dem „Mint Julep“ bekannt, ein Sommergetränk und Favorit der Amerikaner; in den 20er Jahren hat sich die Kunst des Cocktails auch in Kuba und Europa verbreitet.

Die Amerikaner haben damals ihr Know-how exportiert. Dadurch wurde eine Anzahl von Klassikern geschaffen. Das goldene Zeitalter des Cocktails begann in Frankreich während „Les Années Folles – der goldenen Zwanziger“ insbesondere mit dem Side Car und dem Alexander.

Diese beiden Cocktails zusammen mit den Mint Julep, Cognac Sour, Cognac Collins, Sazerac, Stinger, Mojito Nr. 3 und Blue Blazer gehören zu der Liste, die den Teilnehmern des „International Cognac Summit“ 2010 vorgeschlagen wird. Der Cognac mit seiner reichen Aroma- und Geschmacksvielfalt wird zweifellos die Fantasie der Mixologisten stimulieren können; die Auflage 2008 des „International Cognac Summit „ ist hier der eindeutige Beweis; denn anlässlich dieses Treffens wurde der Cognac „Summit“ aus der Taufe gehoben mit seinem immer größer werdenden Ruf, dank seinem originellen, frischen und erstaunlichen Geschmack. Er wurde übrigens zum „Cocktail des Jahres 2009“ von der Fachzeitschrift CocktailZone gewählt.