Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Etwa 14 % der Schwangeren in Deutschland konsumieren gelegentlich
Alkohol, exzessiv Alkohol trinken zwischen 1,2 % und 3,5 %. Damit können
schwangere Frauen ihr ungeborenes Kind dauerhaft schädigen. Die
betroffenen Kinder leiden oft lebenslang unter geistigen und körperlichen
Entwicklungsstörungen. Auch können Fehlbildungen im Gesicht auftreten,
Hirnfunktion und Verhalten beeinträchtigt, Nerven geschädigt sowie
Intelligenz und Wachstum vermindert sein. Diese vielfältigen Störungen
werden unter dem Begriff fetales Alkoholsyndrom zusammengefasst. 0,02 %
bis 0,8 % der Neugeborenen in Europa weisen Schädigungen durch
Alkoholkonsum auf. Somit zählt das fetale Alkoholsyndrom zu den
häufigsten angeborenen Krankheiten. Da die Symptome beim Neugeborenen
nicht immer leicht zu erkennen sind, ist mit einer hohen Dunkelziffer zu
rechnen. „Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine der wenigen
vollständig vermeidbaren Ursachen für schwere Entwicklungsstörungen beim
Kind“, sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der DGE.

Egal, ob Bier, Wein, Sekt oder ähnliches – Schwangere sollten sich
bewusst sein, dass alkoholische Getränke das ungeborene Kind in jedem
Stadium der Entwicklung schädigen können. Eine Schwellendosis für den
Alkoholkonsum, ab der keine Schädigung des Kindes eintritt, lässt sich
aus den vorhandenen Daten nicht ableiten. Auch in der Stillzeit sind
alkoholische Getränke tabu.

www.dge.de/presse/pm/null-promille-fuer-das-ungeborene-kind/

Alkohol

Der (nicht so) kleine Unterschied beim Trinken – Umfrage: Beim Alkoholkonsum bestehen deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Alkohol in Geselligkeit oder zur Entspannung am Abend scheint für Männer deutlich wichtiger als für Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“. Mehr als jedem fünften (22,1 Prozent) Mann, aber nicht einmal jeder zehnten (9,6 Prozent) Frau fällt es schwer, auf das gewohnte „Gläschen“ am Abend oder in Gesellschaft zu verzichten. Auch geben bei den Männern deutlich mehr an, abends regelmäßig Alkohol zu trinken, um abschalten zu können: Dies zu tun, erklären 14,3 Prozent der männlichen und 5,1 Prozent der weiblichen Befragten.
Von den Männern haben deshalb wohl auch mehr gewisse Bedenken, ob der eigene Alkoholkonsum nicht vielleicht zu hoch ist, so ein weiteres Ergebnis der Erhebung. Denn ein Fünftel (22,2 Prozent) der befragten Herren der Schöpfung – bei den Damen ein Zehntel (9,4 Prozent) – denkt manchmal daran, weniger Alkohol zu trinken.

Quelle: Ein repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals „www.apotheken-umschau.de“, durchgeführt in persönlichen Interviews von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.012 Frauen und 965 Männern ab 14 Jahren.

Diabetes ohne spezielle Ernährung

Menschen mit Diabetes brauchen keine besonderen Ernährungs- und
Lebensstilempfehlungen

Ergebnisse einer großen
Langzeit-Beobachtungsstudie weisen darauf hin, dass Menschen mit
Diabetes keine anderen Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen benötigen
als die breite Öffentlichkeit. Nach diesen neuen Studiendaten
profitieren sie sogar mehr von den üblichen Empfehlungen als nicht an
Diabetes erkrankte Menschen. Diewertje Sluik, welche die
wissenschaftlichen Arbeiten am Deutschen Institut für
Ernährungsforschung (DIfE) in der Abteilung Epidemiologie
durchführte, publizierte zusammen mit ihren Kollegen ihre Ergebnisse
in der Fachzeitschrift Diabetologia (Sluik, D. et al. 2013; DOI
10.1007/s00125-013-3074-y).

In der neuen Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob sich die
Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren und Sterblichkeitsrisiko
zwischen Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes unterscheiden.
Basis für die Analyse bildeten die Daten der European Prospective
Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC), eine der größten
europäischen Ernährungsstudien, die seit 1992 die Zusammenhänge
zwischen Lebensstil und dem Entstehen chronischer Krankheiten
untersucht. Die Wissenschaftler werteten die Daten von 6.384
Studienteilnehmern mit Diabetes und 258.911 Personen ohne Diabetes aus.

Dabei berechneten die Epidemiologen sowohl bei den Menschen mit Diabetes
als auch bei den nicht an Diabetes erkrankten Personen, welche
Zusammenhänge zwischen dem Sterblichkeitsrisiko und dem
Body-Mass-Index bzw. dem Taillen-Körperlängen-Quotienten, 26
Lebensmittelgruppen, dem Alkoholkonsum, der körperlichen Aktivität und
dem Raucherstatus bestehen.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Menschen mit Diabetes im
Vergleich zu Personen ohne Diabetes generell ein um 62 Prozent höheres
Sterblichkeitsrisiko hatten. Wie sie auch zeigen konnten, beeinflussten
in beiden Gruppen jedoch nahezu die gleichen Faktoren das
Sterblichkeitsrisiko. So waren Rauchen, eine geringe körperliche
Aktivität, ein hoher Alkoholkonsum, ein hohes Gewicht, eine obst- und
gemüsearme sowie fett- und fleischwarenreiche Ernährung mit einem
erhöhten Sterblichkeitsrisiko verbunden. Die beiden Personengruppen
unterschieden sich zwar bei den einzelnen Risikofaktoren hinsichtlich
der Stärke der beobachteten Beziehungen, jedoch nicht hinsichtlich der
Richtung der Risikobeziehung. Bei den an Diabetes erkrankten Menschen
fiel auf, dass sich der Verzehr von Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen,
Nudeln, Geflügel und Pflanzenöl besonders positiv auf ihr Sterberisiko
auswirkte.

„Die Studie ist ein Anhaltspunkt dafür, dass die Empfehlungen für eine
gesunde Lebensweise für Menschen mit und ohne Diabetes die gleichen sein
sollten“, so die Autoren. Sie weist aber auch darauf hin, dass
Personen mit Diabetes sich stärker mit ihrer Ernährung auseinandersetzen
sollten, da ihr Sterberisiko zum einen größer ist als das der nicht
erkrankten Menschen und zum anderen sich der Verzehr einiger
Lebensmittelgruppen bei ihnen besonders günstig auswirkt. „Mit dieser
Studie haben wir einen weiteren Hinweis bekommen, dass eine gesunde
Lebens- und Ernährungsweise vielfältige positive Wirkungen besitzt und
dass diese Einsicht auch für schon Erkrankte gilt“, sagt Heiner
Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am DIfE sowie der Potsdamer
EPIC-Studie.

Hintergrundinformation:
Die EPIC-Studie ist eine prospektive Studie, die Zusammenhänge zwischen
Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes
untersucht. An der EPIC-Studie sind 23 administrative Zentren in zehn
europäischen Ländern mit insgesamt 519.000 Studienteilnehmern im
Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer EPIC-Studie ist mit mehr als
27.000 Teilnehmern ein Teil der EPIC-Studie.

Das DIfE ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die
Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für
Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.
Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das DIfE ist zudem ein Partner
des 2009 vom BMBF geförderten Deutschen Zentrums für Diabetesforschung
www.dzd-ev.de

Bierwerbung mit Gesundheitsbezug unzulässig

Gericht: Aussagen auf der Webseite des Interessenverbandes sind als Werbung einzustufen
Das Landgericht Berlin hat dem Verein Deutscher Brauer-Bund e.V. untersagt, mit gesundheitsbezogenen Aussagen für Bier zu werben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte dagegen geklagt, dass auf der Internetseite des Vereins Bierkonsum unter anderem mit einem verringerten Diabetes- und Krebsrisiko in Verbindung gebracht wurde. „Alkoholkonsum birgt Risiken, die Anbieter nicht verschleiern dürfen“, so Vorstand Gerd Billen.

URL: http://www.vzbv.de/go/presse/1519/index.html?ref_presseinfo=true

Europäische Langzeitstudie: Alkoholkonsum, Körpergewicht und Taillenumfang

Wie eine Auswertung der EPIC*-Studiendaten von
mehr als 250.000 erwachsenen Europäern nun zeigt, begünstigt ein
jahrelanger Alkoholkonsum von mehr als zwei Gläsern pro Tag bei Männern ein höheres Körpergewicht. Zudem besteht bei Männern und Frauen ein
Zusammenhang zwischen dem Alkoholkonsum und einer Zunahme des
Taillenumfanges. In der vorliegenden Studie war dies besonders bei
Biertrinkern ausgeprägt, jedoch auch bei Weintrinkern sichtbar. „Die
Unterschiede im Bauchumfang sind nicht extrem groß. Dennoch sind sie
eindeutig und könnten für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung eine
Rolle spielen“, sagt Erstautorin Manuela Bergmann vom Deutschen
Institut für Ernährungsforschung (DIfE).

Das europäische Wissenschaftlerteam publizierte seine Studienergebnisse
nun in der Fachzeitschrift European Journal of Clinical Nutrition
(Bergmann et al., 2011; DOI:10.1038/ejcn.2011.70).

Verschiedene Studien haben bereits den Zusammenhang zwischen
Alkoholkonsum, dem Körpergewicht und der Körperfettverteilung
untersucht. Die vorliegende Studie ist aber die erste, die das
Langzeit-Trinkverhalten berücksichtigt.

Männer, die im Schnitt jahrelang viel Alkohol tranken, hatten in der
vorliegenden Studie im Vergleich zu Männern, die durchschnittlich nur
sehr wenig Alkohol konsumierten, einen um 1,1 cm größeren Bauchumfang.
Der Body-Mass-Index** (BMI) lag bei Vieltrinkern durchschnittlich bei
28,3, während Wenigtrinker im Schnitt einen BMI von 27,3 aufwiesen. Bei
einer 1,80 m großen Person entspricht dies einem durchschnittlichen
Gewichtsunterschied von mehr als drei Kilogramm.

Bei Frauen war der Unterschied im Bauchumfang sogar noch deutlicher
ausgeprägt. Frauen, die über einen sehr langen Zeitraum mehr als zwei
Gläser pro Tag tranken, hatten im Schnitt einen um ca. 1,5 cm
größeren Taillenumfang als Frauen, die nur sehr wenig oder gar
keinen Alkohol konsumierten. Dagegen unterschied sich der
durchschnittliche BMI von viel und sehr wenig trinkenden Frauen kaum.
Dies weist darauf hin, dass ein hoher Alkoholkonsum besonders bei Frauen
die Körperfettverteilung ungünstig beeinflusst, das heißt, die
Ansammlung von Körperfett im Oberbauch begünstigt.

Dieses Ergebnis deckt sich zum Teil mit einer früheren Auswertung der
Potsdamer EPIC-Studiendaten, die ebenfalls den Bierkonsum bei Männern
mit einem durchschnittlich höheren Körpergewicht in Verbindung brachte.
Neu an der jetzigen Auswertung auf europäischer Ebene ist die
Erkenntnis, dass sich der Alkoholkonsum gerade bei Frauen auf den
Bauchumfang auswirkt, während bei Männern sowohl das allgemeine
Übergewicht als auch der Bauchumfang betroffen sind. „Trinken Frauen
viel Alkohol, kann sich ihr Körperbild langfristig merklich verändern.
Nimmt der Taillenumfang zu, steigt auch das Erkrankungsrisiko für
Typ-2-Diabetes, bestimmte Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, so
Professor Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie.

Prävention durch moderaten Alkoholkonsum?

Prävention durch moderaten Alkoholkonsum?

Alkohol hat das größte krebserregende Potential

Karneval steht vor der Tür und damit die Zeit der Kostümpartys, Karnevalsfeiern und -umzüge. An diesen tollen Tagen essen wir nicht nur mehr und anders als sonst. Ob an Weiberfastnacht oder nach dem Rosenmontagsumzug: Bier, Sekt und Schnaps gehören in der fünften Jahreszeit für viele einfach dazu und es fließt mehr Alkohol als sonst. Zwar ist der Alkoholverbrauch laut Ernährungsbericht 2008 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) bei Bier um 1,9 l pro Kopf und Jahr und bei Schaumwein und Spirituosen um 0,06 l gesunken. Dennoch überschreiten knapp 27 % der Männer und 16 % der Frauen nach der Nationalen Verzehrsstudie II die nach den D-A-CH-Referenzwerten akzeptable Menge an Alkohol von 10 g/Tag für gesunde Frauen und 20 g/Tag für gesunde Männer.

Und auch wenn die Medien jüngst gerne die präventiven Eigenschaften eines moderaten Alkoholkonsums hervorheben: „Chronischer, übermäßiger Alkoholkonsum schädigt fast jedes Organ und jedes Gewebe des menschlichen Körpers. Alkohol hat das größte krebsfördernde Potenzial. So erhöht er mit überzeugender Evidenz das Risiko für Tumore in Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Dickdarm, Mastdarm, Brust und Leber“ führt Prof. Dr. Helmut Karl Seitz vom Alkoholforschungszentrum an der Universität Heidelberg auf dem Journalistenseminar der DGE im November 2009 in Hamburg aus. Die beste Krebsprävention ist daher der komplette Verzicht auf alkoholhaltige Getränke. Das unterstreichen sowohl die Daten aus dem DGE-Ernährungsbericht 2008, als auch der in 2007 veröffentlichte WCRF-Report (World Cancer Research Fund). Die in den letzten Jahren immer wieder angeführte protektive Wirkung von Alkohol auf Herz-Kreislauf-Krankheiten bei älteren Personen erfordert eine differenzierte Bewertung. Alkohol zeigt zwar günstige, andererseits aber auch ungünstige Effekte auf kardiovaskuläre Parameter.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen Alkohol am besten meiden, um ihr Kind keinen Risiken, z. B. einer alkoholbedingten Fetopathie[1], auszusetzen. Kinder, Jugendliche, Suchtgefährdete und Personen, die Arzneimittel einnehmen müssen, sollten keinen Alkohol trinken – auch nicht ausnahmsweise an den närrischen Tagen.

Die besten Katerkiller für Silvester

Die besten Katerkiller für Silvester: Salz, Zink und Mineralwasser

Durch gezieltes Essen und Trinken dem Neujahrsbrummschädel vorbeugen

Die Silvesternacht 2009 bringt den Höhepunkt des Alkoholkonsums in
Deutschland mit sich: Sekt, Champagner, Bowle, Wein, Cocktails und Bier
sowie diverse Spirituosen gehören nicht nur zum Anstoßen auf das neue Jahr
2010, sondern begleiten den gesamten Silvesterabend. Ein Prosit Neujahr!

Übermäßiger Alkoholkonsum führt jedoch rasch und spätestens am Folgetag zum
Kater. Die Gesundheitsredaktion des Gesundheitsportals www.imedo.de hat für
Sie die besten Tipps und Tricks zusammengestellt, die aus einem Kater ein
Kätzchen machen.

Auch die besten Katerkiller können demjenigen
nicht helfen, der bis zum Stillstand sämtlicher Körperfunktionen trinkt,
warnt Medizinjournalist Sven-David Müller. Aber es gibt schon einige
Katerkiller, die helfen, dass sich der Kopf nicht zum Brummschädel
auswächst. Die meisten Katerbeschwerden sind direkt auf den Alkohol
zurückzuführen. Durch die Aufnahme von Alkohol steigt die Urinproduktion
deutlich an und extrem viel Flüssigkeit geht verloren. Damit scheidet der
Organismus auch viele wichtige Mineralstoffe aus. Durch den extremen Wasser-
und Mineralstoffverlust kommt es zum Nachdurst, zu Kopfschmerzen und
ausgeprägtem Unwohlsein. Aber, wer reichlich Mineralwasser zwischen den
alkoholischen Drinks trinkt, gleicht den Wasserverlust aus und hat weniger
Nachdurst, erläutert Müller. Dieser ist ein Anzeichen für Wassermangel und
so weit sollte es gar nicht erst kommen.

Die richtige Grundlage
Der altbekannte Spruch „Bier auf Wein, das lass sein!“ entbehrt jedoch jeder
Grundlage und ist ein Ernährungsmärchen. Die Nebenwirkungen des Alkohols
sind auf die Menge und nicht auf die Reihenfolge der alkoholischen Getränke
zurückzuführen. Grundsätzlich sollten minderwertige Alkoholika – also
billiger Fusel – gemieden werden. Stark gezuckerte alkoholische Getränke
steigen besonders rasch zu Kopf. Wichtig ist es auch, nicht auf nüchternen
Magen zu trinken, da Flüssigkeiten wie Alkoholika den Magen rasch verlassen
und der Alkohol sofort ins Blut aufgenommen werden kann. Eine gute Grundlage
muss aber keine Kalorienbombe wie ein Schmalzbrot oder Currywurst mit Pommes
sein. Auch Vollkornbrot mit Harzer Käse, Gemüsesuppe oder ein Rohkostsalat
sind ideal, denn Ballaststoffe und grobe Speisen verweilen lange im Magen
und stoppen so das „Durchrauschen“ des Alkohols. Gleichzeitig führen sie
nicht zur Kalorienvergiftung und sind eher gesundheitsförderlich als Fast
Food. Ungünstig sind Säfte, Joghurt oder passierte Suppen, die den Magen wie
alle flüssigen Produkte schnell verlassen.

Alkohol entwässert und entzieht Mineralstoffe
Alkohol fördert die Wasserausscheidung und das ist einer der Gründe für die
Kopfschmerzen und andere Katersymptome. Vor diesem Hintergrund ist es
wichtig, vor, während und nach dem Alkoholkonsum reichlich Wasser zu
trinken. Ideal geeignet ist Mineralwasser. Um die Magenverträglichkeit zu
erhöhen, sollten Feiernde auf stilles Mineralwasser zurückgreifen.
Optimal
ist es, nach jedem Glas eines Alkoholikums ein großes Glas Mineralwasser zu
trinken. Das verringert die Alkoholaufnahme-Menge insgesamt und beugt
Flüssigkeitsverlusten vor. Auch der Nachdurst bleibt dann aus, so Müller.
Sinnvoll kann es auch sein, auf ein natriumreiches Mineralwasser
zurückzugreifen. Natrium ist ein wichtiger Mineralstoff, der durch die
harntreibende Wirkung des Alkohols verstärkt verlorengeht. Daneben verliert
der Körper auch reichlich Magnesium und Zink. Der Mangel an Mineralstoffen
führt zu Kopfschmerzen und Unwohlsein. Viele Menschen kennen den Salzhunger
am „Tag danach“. Wer dem Kater trotzen möchte, isst Salziges schon vor und
während des Alkoholgenusses. Auch hier ist ein Vollkornbrot mit Harzer Käse
oder ein Schinkenbrötchen ideal. Der obligate Rollmops oder Heringssalat
schmeckt am Silvesterabend gut und ist ein echter Katerkiller.

Zink und Magnesium als Katerkiller
In jedem Falle ist es wichtig, den Körper insgesamt richtig auf den Alkohol
vorzubereiten. Dazu gehört auch die optimale Versorgung mit dem
lebenswichtigen Mineralstoff Zink. Das Spurenelement spielt eine
entscheidende Rolle in der Alkoholentgiftung in der Leber und daher sollte
vor größeren Feiern die Zinkaufnahme erhöht werden. Verschiedene
wissenschaftliche Studien beweisen, dass Zink die Leber schützt. Alkohol
gehört zu den Hauptgiften für die Leberzellen. Es führt zu Veränderungen der
Leber und daraus resultierenden Erkrankungen wie Hepatitis, Fettleber und
Leberzirrhose. Um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, reicht es aber
nicht aus, auf zinkreiche Lebensmittel wie Austern, Steaks oder Leber
zurückzugreifen. Optimal ist es, ein bis zwei Tage vor der Alkoholaufnahme
15 bis 30 Milligramm Zink in Tabletten oder Kapselform einzunehmen. Das
steigert zugleich auch die Abwehrkräfte. Viele Kopfschmerz- oder
Migränepatienten schwören auf Magnesium. Durch diesen Mineralstoff lassen
sich auch die Katerkopfschmerzen vermeiden. Um einen entsprechenden Effekt
zu erzielen, ist es erforderlich, vor dem Alkoholkonsum und vor dem
Schlafengehen jeweils eine Magnesium-Brausetabelle in einem großen Glas
Wasser aufgelöst zu trinken. Solche Brausetabletten gibt es preiswert in
jeder Drogerie.

Frische Luft und Magnesium helfen mehr als Konter-Bier
Aber alle diese Tipps dürfen nicht davon ablenken, dass viel Alkohol der
Gesundheit grundsätzlich nicht zuträglich ist. Am Neujahrsmorgen gilt es
viel frische Luft zu tanken, auszuschlafen und ein leichtes Frühstück mit
Joghurt, Obst und wenig fetten Speisen einzuhalten. In keinem Falle ist es
angeraten, mit den Alkoholika weiterzumachen, mit denen man das
Silvesterfest hat ausklingen lassen (Stichwort „Konter-Bier“). Am
Neujahrstag sind stilles nicht zu kaltes Mineralwasser, gesalzener
Tomatensaft und frisch gepresste milde Obstsäfte angesagt. Das optimale
Neujahrsfrühstück ist leicht verdaulich und besteht aus Brötchen mit
Konfitüre oder Honig und Wurst oder Käse, Joghurt und Obstsalat. Bei
leichten Kopfschmerzen hilft oft ein starker Kaffee mit reichlich
Zitronensaft. Das schmeckt zwar nicht besonders, hat sich aber bestens
bewährt, so Müller abschließend.

Die fünf besten Anti-Katertipps für Silvester:
1.Ausreichend Zink aufnehmen (täglich 15 bis 30 Milligramm Zink aus der
Apotheke)
2.Alkoholika niemals auf nüchternen Magen – schaffen Sie eine gute Grundlage
(Vollkornbrot mit Harzer Käse oder Schinken, Rohkostsalat oder Gemüsesuppe)
3.2 bis 3 Liter Mineralwasser trinken (Nach jedem alkoholhaltigen Drink ein
großes Glas Mineralwasser)
4.Wer am Silvesterabend ausreichend Salzhaltiges isst, hat am Neujahrsmorgen
keine dicken Kopf (Salziges Essen oder trinken – Rollmopps, Heringssalat,
Salzstangen und Co.

5.Magnesium kann dem Kater-Kopfschmerz vorbeugen
(vor dem Alkoholkonsum und
vor dem Schlafengehen eine Magnesiumbrausetablette)

Das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de bietet auch ein kostenloses
Gesundheits-TV. Sehen Sie sie aktuelle Folge „Alkohol Kater an Silvester
vorbeugen“ ( www.blog.imedo.de/gesundheits-tv-archiv/)

Erfahren Sie in den imedo-Gesundheitsnews, wie Sie sich und Ihrer Gesundheit
mit Getränken Gutes tun: „Ein Gärgetränk namens Brottrunk ist ein Elixier
für die Verdauung“
( www.gesundheitsnews.imedo.de/news/1011329-ein-gargetrank-namens-brottrunk-ist-ein-elixier-fur-die-verdauung )

Ein „bisschen Glühwein“ kann böse Folgen haben

Ein „bisschen Glühwein“ kann böse folgen haben

Bummeln über den Weihnachtsmarkt am besten ohne Auto / B-A-D-Mediziner: In der Kälte getrunkener Alkohol lässt uns schneller frieren

Weihnachtsmärkte sind ein Inbegriff für Verlockung und Verführung pur: Allzu gerne wird den duftenden kulinarischen Köstlichkeiten zugesprochen, die nicht selten echte Kalorienbomben sind und aufgrund ihres Alkoholgehaltes erhebliche Risikofaktoren für motorisierte Weihnachtsmarktbesucher in sich bergen. Beim Genuss von Glühwein oder Grog, so die Experten der B-A-D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, ist Vorsicht angesagt. Nicht selten reicht „ein bisschen Glühwein“ aus, um die Fahrtüchtigkeit einzuschränken und bei den in der Vorweihnachtszeit intensivierten Verkehrskontrollen der Polizei ein böses Erwachen zu erleben. Der Schluck Alkohol als probates Mittel zum Aufwärmen in der Kälte ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Alkohol erweitert die Blutgefäße und sorgt so dafür, dass Körperwärme schneller nach außen abgegeben wird. Mit dem Ergebnis, dass man schneller friert. Alkohol zum Aufwärmen bewirkt also genau das Gegenteil, warnen die B-A-D-Mediziner, denn in der Kälte getrunken beschleunigt er den Wärmeverlust des Körpers. Wer auf das Auto nicht verzichten kann, ist gut beraten, es bei einer um den Genusses willen getrunkener Tasse Glühwein zu belassen und zum „Warmwerden“ auf alkoholfreie Heißgetränke umzusteigen.

Es ist nicht allein die Geselligkeit auf den Weihnachtsmärkten, bei denen im Kreis von Freunden „Runde um Runde“ ausgegeben wird, die zur Steigerung von Verkehrsunfällen in der Vorweihnachtszeit beiträgt. Auch auf Weihnachtsfeiern von Betrieben und Unternehmen ist die Gefahr groß, beim Alkoholkonsum den Überblick zu verlieren und beschwipst oder gar stark angetrunken hinter dem Steuer zu landen. Der Tipp der B-A-D-Fachleute: Stehen ein Bummel auf dem Weihnachtmarkt oder die Weihnachtsfeier auf dem Terminplan, bleibt das Auto am besten von vorneherein zu Hause stehen. Dann lässt sich auch eine zweite Tasse eines gut zubereiteten Glühweins genießen – selbst wenn er nachweislich nicht wärmt…

Trinkende Männer haben seltener Herzinfarkt

Spanische Studie unter Experten-Beschuss –

Gegen ein kleines Bier oder ein Glas Wein gibt es nichts einzuwenden

Der tägliche Alkoholkonsum von
Männern reduziert das Risiko eines Herzinfarkts um ein Drittel. Das
haben Forscher bei mehr als 15.500 Männern und 26.000 Frauen in Spanien
herausgefunden. Andere Experten äußerten sich sehr kritisch gegenüber
der Studie, denn sie verweisen auf andere Erkrankungen, die auf
Alkoholkonsum zurückzuführen sind und jährlich 1,8 Mio. Todesopfer
fordern.

Frauen hatten aber deutlich weniger Vorteile vom täglichen Trinken,
kommen die Forscher zum Schluss. Die Studie, die im Fachmagazin Heart
http://heart.bmj.com publiziert wurde, wurde in Spanien – einem Land mit
relativ hohem Alkoholkonsum, aber einer geringen Zahl an Herzinfarkten –
durchgeführt. Dazu wurden Frauen und Männer zwischen 29 und 69 Jahren
über die Trinkgewohnheiten während der vergangenen zehn Jahre befragt.

Mediziner: Alkohol schadet besonders Männern

„Alkohol ist hyperkalorisch, das heißt, dass Männer, die Alkohol
trinken, eine große Menge von Kalorien zuführen und das führt zu
Übergewicht mit den bekannten negativen Auswirkungen auf Körper und
Geist“, meint der Sexualmediziner Georg Pfau
www.maennerarzt-linz.at . Zudem sei Alkohol
ein Risikofaktor für Krebs des gesamten Verdauungstraktes, von der Zunge
bis zum Enddarm. „Alkohol fördert die Entstehung des Prostatakarzinoms,
den Muskelabbau und Fettaufbau.“

„Der vielleicht einzige Vorteil von Alkohol ist seine psychotrope
Wirkung. Das heißt, dass durch die veränderte Wahrnehmung Hemmungen
wegfallen“, so der Mediziner. Doch auch diese Wirkung sei nicht
uneingeschränkt positiv zu beurteilen. „Denn Alkohol vermindert die
kognitive Leistungsfähigkeit und ist grundsätzlich kontraproduktiv für
die Sexualität“, erklärt Pfau.

„Alkohol ist zudem eine hormonell aktive Substanz. Er greift in den
Hormonhaushalt des Männerkörpers ein. Konkret kommt es zur Aktivierung
eines Enzyms namens Aromatase, das das Männerhormon Testosteron in das
Frauenhormon Östradiol umwandelt. Die Auswirkungen sind leicht
auszumalen“, so der Mediziner. Die antioxidative Wirkung des Alkohols –
vor allem Wein – könne auch durch andere Maßnahmen erreicht werden.

Großer Alkoholkonsum besserer Herzinfarktschutz

Die Forscher haben die Probanden in sechs Grundtypen nach Alkoholkonsum
gestaffelt, eingeteilt. Bei jenen, die täglich weniger als einen Schuss
Wodka zu sich genommen hatten, verringerte sich das Herzinfarktrisiko um
35 Prozent. Jene, die täglich drei bis elf solche Portionen tranken
sogar um 50 Prozent. Bei Frauen konnte kein positiver Effekt
festgestellt werden. Möglicherweise habe das mit der unterschiedlichen
Art des Abbaus zu tun.

Die Art des Getränks schien eine geringere Rolle zu spielen. Der Schutz
vor Herzkrankheiten war bei jenen, die große Mengen verschiedener Drinks
zu sich nahmen, deutlich größer. Die genauen Mechanismen sind unklar.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Alkohol die
HD-Lipoprotein-Werte – auch „gutes Cholesterin“ genannt – ansteigen
lässt und so verhindert, dass sich das „schlechte“ Cholesterin in den
Arterien aufbauen kann.

Die Studie ist unter
http://press.psprings.co.uk/heart/november/ht173419.pdf abrufbar. Wolfgang Weitlaner