Gastronomie-Städte Preisindex

Das sind die günstigsten (und teuersten) Gastronomie-Städte in Europa und weltweit

Wer isst nicht gerne ein leckeres Gericht und zahlt dafür einen möglichst günstigen Preis? Holidu hat die Städte in Europa und weltweit ausfindig gemacht, in denen Essen und Trinken am preiswertesten sind. Für die Rangliste wurden die durchschnittlichen Preise unterschiedlicher Faktoren – von einer Flasche Wein bis hin zu einer mittelpreisigen Mahlzeit für zwei Personen – untersucht und in eine Reihenfolge gebracht. Holidu hat so den ultimativen Reiseführer für Gourmets erstellt – unabhängig vom Reisebudget. Wer also hungrig ist und nach Herzenslust isst, sollte sich das nächste kulinarische Abenteuer in eine dieser Städte buchen.

Belgrad auf Platz 1 der günstigsten Städte in Europa für Restaurantbesucher - Budapest und Sofia vervollständigen das Podium - Oslo ist die teuerste Stadt für Restaurants in Europa (und der Welt!)

Belgrad, Serbien, auf Platz 1 der günstigsten Städte in Europa für Restaurantbesucher

Mit einem Durchschnittspreis von weniger als 30 Euro für ein Drei-Gänge-Menü für zwei Personen ist Belgrad offiziell der ideale Ort für die nächste Städtereise mit gastronomischen Flair. Die Hauptstadt Serbiens hat eine quirlige und chaotische Atmosphäre und ist perfekt für alle, die ein günstiges, gastronomisches Abenteuer suchen. Die Stadt bietet gastronomische Genüsse für jeden – sei es Essen für ein höheres Budget oder ausgefallene Street-Food-Stände für diejenigen, die gutes Essen zu einem günstigen Preis genießen möchten.

Die ungarische Hauptstadt Budapest liegt auf Platz 2

Heilendes Thermalwasser, beeindruckende Architektur und ein unglaubliches Nachtleben sind nicht die einzigen Gründe, warum Budapest ein beliebtes Ziel für Städtereisen ist. Auch die gastronomische Szene ist erstklassig! Eine Mahlzeit in einem preiswerten Restaurant kostet im Durchschnitt etwa 6,56 Euro, und der Preis für ein einheimisches Bier liegt bei 1,71 Euro – die Urlaubskasse bleibt also weitestgehend verschont! Eine der berühmtesten Attraktionen Budapests sind die sogenannten „Ruinenbars”, eine Sammlung von Bars, die sich in verlassenen Gebäuden befinden oder unbebautem Grund befinden und mit bunten Graffiti und Pflanzen kreativ dekoriert sind. Wer also hippes, urbanes Flair in Kombination mit Gastronomie zu erschwinglichen Preisen sucht, ist Budapest bestens aufgehoben!

Sofia, Bulgarien, ist die drittgünstigste Gourmet-Stadt in Europa

Besucher Bulgariens strömen oft zum Skifahren in die Berge oder zum Sonnenbaden an die Küste, aber auch die moderne und junge Stadt Sofia sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Tatsache, dass diese Stadt nicht zu den gängigsten Städtetrip-Zielen gehört, macht sie zu einem versteckten Juwel mit weniger Touristen als andere, bekanntere europäische Hauptstädte. Was die gastronomischen Genüsse angeht, so finden sich in der ganzen Stadt zahlreiche unabhängige Gastronomiebetriebe. Wer also Lust auf typisch bulgarische Snacks, eine vegane Mahlzeit oder ein handwerklich gebrautes Bier hat, sollte hier fündig werden.

Oslo ist die teuerste Stadt Europas (und der Welt) für eine Mahlzeit

Am anderen Ende der Liste befindet sich Oslo – die teuerste Stadt im Ranking. Die norwegische Metropole rangiert in allen Bereichen ganz oben, vor allem aber, wenn es um eine mittelpreisige Mahlzeit für zwei Personen geht. Dafür müssen Restaurantbesucher rund 98,86 Euro auf den Tisch legen. Obwohl Norwegen etwas teurer ist, hält es ein hohes Qualitätsniveau aufrecht. Gönnen Sie sich unbedingt den geräucherten Lachs oder die Kjøttkaker (Fleischklöße). Falls Oslo auf der Liste Ihrer Ziele steht, sollten Sie für Ihre nächste Reise sparen. Wobei es in Oslo ein Paradoxon gibt: Normales ist teuer, hochwertiges oft günstig. So sind viele Michelinrestaurants nicht teurer als in Deutschland. Kulinarisch ist Oslo immer eine Reise wert, auch wenn das Maemo*** unsere Reservierung verschlampte und wir dann abgewiesen wurden. War denen zar ezwas peinlich, aber das war es auch!

An zweiter und dritter Stelle stehen die Schweizer Städte Zürich und Genf

Nun geht es in die Schweiz: es ist wohl keine große Überraschung, dass zwei der drei teuersten Städte Europas und der Welt in diesem notorisch teuren Land liegen. Der hohe Preis für eine Reise hierher ist es jedoch wert. Als Heimat der exquisiten Schokolade und des köstlichen Raclettes wissen die Schweizer, wie man gut isst. Ein mittleres Drei-Gänge-Menü für zwei Personen kostet in Zürich rund 116,97 Euro und ein Bier in Genf 7,31 Euro – legen Sie also schon mal ein wenig Urlaubsgeld beiseite, bevor Sie sich einen kulinarischen Urlaub in der Schweiz gönnen!

Ein weltweites Städte-Ranking finden Sie in unten stehender Liste:

Methodology

Um den Gastronomie-Städte Preisindex zu erstellen, wurde zunächst eine Liste von über 150 Städten zusammengestellt, die auf den „100 besten Städten der Welt” von bestcities.org und anderen verschiedenen Quellen basiert.

Anschließend wurde jede Stadt anhand der folgenden Faktoren analysiert:

Restaurant:
Mahlzeit, günstiges Restaurant
Mahlzeit für 2 Personen, Mittelpreisiges Restaurant, Drei-Gänge-Menü
Inländisches Bier (0,5 Liter vom Fass)
Importiertes Bier (0,33 Liter vom Fass)
Cappuccino (normal)

Markt:
Flasche Wein (Mittelklasse)
Lokaler Käse (1kg)
Laib frisches Weißbrot (500g)

Als primäre Datenquelle für diese Ranking wurde die Lebenshaltungskosten-Datenbank von Numbeo verwendet, von welcher die Daten im März 2022 extrahiert wurden. Es sind nur Städte berücksichtigt worden, für die Daten für alle Datenpunkte verfügbar waren. Auf der Grundlage dieser Daten haben ist dann eine Rangfolge der Städte vom ersten (günstigsten) bis zum letzten (teuersten) Platz erstellt worden.

Da einige Faktoren wichtiger sind als andere, wurden die Werte für „Mahlzeit, preiswertes Restaurant” und „Mahlzeit für 2 Personen, Restaurant der Mittelklasse, drei Gänge” doppelt gewichtet, da sie die beiden wichtigsten Faktoren darstellen.

Anschließend wurden die Punkte addiert, um eine Gesamtpunktzahl zu erhalten, und die Städte anhand dieser Gesamtpunktzahl in eine Rangfolge gebracht.

Quellen:
www.bestcities.org/rankings/worlds-best-cities
www.nomadlist.com
www.numbeo.com/cost-of-living
www.holidu.de

Einen wirklichen praktischen Nutzwert hat die Liste nicht. Denn wer möchte in Belgrad, Budapest (schon eher) oder Sofia ins Fine-Dining? Dann doch lieber nach Oslo, Kopenhagen oder London. Oder gleich nach Stockholm oder Paris, auch wenn es dort am teuersten sein soll. Aber lustig ist es schon! Und in Colombo bei Dharshan Munidasa oder in Buenos Aires kann man wirklich gut und günstig essen.

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