Nils Henkel** hat Burg Schwarzenstein verlassen

Wie heute Ludwig Fienhold im BISS meldete, ändert die Burg Schwarzenstein das Konzept. Kein Gourmet mehr! Deswegen hat der sympathische Zweistenekoch Nils Henkel die Burg verlassen!

Nils Henkel (c) by Thomas Ruhl, Port Culinaire

Fienhold, der Henkel nicht für eine Stellungnahme erreichte, vermutet, dass das Restaurant Schwarzenstein aufgrund Corona und fehlender Wertschätzung der Politik schloss. „Eine Verringerung der Platzkapazität, wie durch die Corona-Auflagen vorgesehen, bei gleichzeitig laufenden hohen Personal- und Food-Kosten wäre schmerzlich gewesen, aber vielleicht noch verkraftbar. Derzeit existieren in Deutschland 300 Sternerestaurants, von denen viele nicht mehr bleiben werden und ihr Konzept ändern müssen.“

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Fienhold fordert eine dauerhafte Senkung der MwSt für den Goumetbereich.

Nils Henkel steht mit seiner Pure Nature Küche für einen ganz eigenen Stil zu Kochen. Er serviert seinen Gästen eine neue deutsche Küche, die souverän und einfallsreich mit unterschiedlichen Texturen und aromatischen Überraschungen spielt und jahreszeitlichen Kräutern und Gemüsen ganz besondere Aufmerksamkeit widmet. Dabei stehen oft alte Gemüsesorten und wilde Kräuter aus der Region als Hauptdarsteller im Mittelpunkt. Fisch und Fleisch sind bei manchen Gerichten eher eine sinnvolle Begleitung. Besonders deutlich wird Henkels Leidenschaft beim Menü Flora, wo er komplett auf Fisch und Fleisch verzichtet und man trotzdem nichts vermisst.

Die raffinierten Kreationen gleichen kleinen Kunstwerken, bei denen der Eigengeschmack der erstklassigen Produkte zu jeder Zeit an erster Stelle steht. Nils Henkel möchte seinen Gästen ein Höchstmaß an Qualität sowie puren und unverfälschten Genuss bieten – und das gelingt ihm und seinem Team mit großem Erfolg: Der Gault Millau zeichnete Henkel 2009 zum Koch des Jahres aus. 2010 erschien sein Kochbuch Pure Nature im Fackelträger Verlag und die Leser des Diners Club Magazins wählten ihn zum innovativsten Koch. Im Jahr 2012 kürte ihn das Branchenmagazin RollingPin im Rahmen der Leaders of the Year Awards zum Koch des Jahres. Ganz aktuell wurde Nils Henkel vom Magazin „Der Feinschmecker“ zum Koch des Jahres ausgezeichnet. Er ist seit 2006 Mitglied bei den Jeunes Restaurateurs.

Die FAZ schreibt zu dem Thema:
Der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Koch Nils Henkel verlässt das Hotel Burg Schwarzenstein und dessen nach ihm benanntes Gourmetrestaurant in Johannisberg im Rheingau. Nach Informationen der F.A.Z. haben der 51 Jahre alte Chefkoch, der als einer der besten Deutschlands gilt, und ein großer Teil seiner Mannschaft schon Ende März – kurz nach der Schließung des Restaurants wegen der Corona-Pandemie – vollkommen überraschend die Kündigung erhalten. Henkel bestätigte sein Ausscheiden am Sonntag, wollte sich aber nicht zu den Gründen und Einzelheiten äußern. Die Inhaber der Burg Schwarzenstein, Michael und Stephanie Teigelkamp, waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nils Henkel auf Instagram

Die Pressemitteilung von Burg Schwarzenstein:
Burg Schwarzenstein künftig ohne Nils Henkel

Das Relais & Châteaux Hotel Burg Schwarzenstein trennt sich von Nils Henkel und dem Restaurant SCHWARZENSTEIN. Im Vordergrund für die Entscheidung lag die Wirtschaftlichkeit des Restaurantkonzeptes sowie weitere Einbußen durch das Coronavirus.

Michael Teigelkamp, geschäftsführender Gesellschafter des Relais & Châteaux Hotels Burg Schwarzenstein erklärt: „Uns ist die Entscheidung, uns von Nils Henkel und dem Restaurant SCHWARZENSTEIN zu trennen, nicht leichtgefallen. Wir danken Herrn Henkel für drei wunderbare Jahre in unserem Haus. Die Zusammenarbeit mit ihm und seinem Team war immer sehr angenehm. Er ist einer der besten Köche Deutschlands und auch menschlich passte es.“

Die Sparzwänge in der Wirtschaft haben die Luxusgastronomie besonders hart getroffen: „Eine durchschnittliche Belegung von zehn Gästen im letzten Jahr in unserem Gourmetrestaurant haben uns zu dieser Entscheidung gezwungen. Durch die Corona-Krise und die dadurch entstandenen Umsatzverluste geht uns nun endgültig die Puste aus“, so der Geschäftsführer weiter.

Derzeit wird an einem neuen Konzept gefeilt – leger, vielseitig und kosmopolitisch soll es demnächst in dem stylischen Glaspavillon mit der atemberaubenden Aussicht über das Rheintal zugehen.

„Wir haben viele tolle Ideen und sind im regen Austausch mit verschiedenen Beratern und Köchen. Wenn es dann soweit ist, werden wir ein neues Burg Schwarzenstein-Erlebnis vorstellen. Bis dahin öffnen wir ab Samstag, den 16. Mai 2020, zunächst nur unser Burgrestaurant“, berichtet Stephanie Teigelkamp über die zukünftige Ausrichtung der Gastronomie auf Burg Schwarzenstein.

www.burg-schwarzenstein.de

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Wie heute Ludwig Fienhold meldete, ändert die Burg Schwarzenstein das Konzept. Kein Gourmet mehr! Deswegen hat der zweifache Familienvater Nils Henkel die Burg verlassen!

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