Fünf Tipps für die perfekte Schweizer Käseplatte

In der Sterneküche hat sie seit Jahrzehnten ihren festen Platz. Kreative Foodies verwandeln sie in einen Hingucker mit kulinarischem Showpotential. Und auch für einen unkomplizierten Abend mit Freunden ist sie erste Wahl, denn neben dem Genuss garantiert sie jede Menge Spaß und Geselligkeit. Es gibt also viele Gründe, weshalb die Schweizer Käseplatte im Trend liegt. In der Schweiz gehört das „Chäsplättli“ von je her zu einem guten Essen dazu, denn das Land steht wie kaum ein anderes für Käsevielfalt und Qualität. Mehr als 600 Sorten werden in kleinen, oft familiengeführten Käsereibetrieben nach traditionellem Handwerk aus naturbelassener und tagesfrischer Rohmilch der jeweiligen Region hergestellt. Wie mit weltbekannten Originalen wie Appenzeller, Schweizer Emmentaler AOP, Le Gruyère AOP und Sbrinz AOP die perfekte Käseplatte gelingt, verraten die folgenden Tipps. 

1. Die Mischung macht’s! 

Als Faustregel für eine gute Käseplatte gilt: mindestens vier und nicht mehr als neun verschiedene Sorten und damit Geschmacksrichtungen sollten es sein. Mit Schweizer Käse kann man bei der Auswahl aus dem Vollen schöpfen: Hartkäse wie der nussig-würzige Schweizer Emmentaler AOP, der fruchtig-kräftige Le Gruyère AOP oder der würzige Appenzeller gehören auf jede echte Schweizer Käseplatte. Schnittkäse wie der cremig-würzige Vacherin Fribourgeois AOP und Weichkäse wie Tomme Vaudoise oder der in den Wintermonaten produzierte Vacherin Mont-d’Or AOP ergänzen die Vielfalt. Auch auf die richtige Menge sollten Gastgeber achten: Für eine Käseplatte als Digestif sind ca. 80 g Käse, als Bestandteil eines Buffets ca. 160 g und als eigenständiges Gericht knapp 200 g pro Person einzuplanen. 

„Schweizer Käseplatte“ obere Reihe (vl.n.r.):Appenzeller Extra-Würzig, Tête de Moine AOP; untere Reihe (v.l.n.r.):Le Gruyère AOP, Schweizer Emmentaler AOP, Sbrinz AOP Möckli
© Käse aus der Schweiz

2. Das Auge isst mit! 


Eine kreativ angerichtete Schweizer Käseplatte ist auch optisch ein Genuss. Dafür sorgen exotische Beilagen wie Feigen, Walnüsse, Trauben oder bunte Chutneys, aber auch der Käse selbst. Schweizer Käse kann in unterschiedlichen Verzehrformen präsentiert werden, die den jeweiligen Geschmack unterstreichen. Tête de Moine AOP wird mit einem speziellen Drehmesser, der Girolle, zu Rosetten gedreht. Die blumig-würzigen Häppchen zergehen auf der Zunge. Der zart-mürbe Sbrinz AOP sollte klassisch „gemöckelt“, das heißt in kleinen, unregelmäßig großen Stückchen vom Käselaib oder Käsestück abgestochen werden. 

Schweizer Emmentaler AOP wiederum wird traditionell in Würfeln, Le Gruyère AOP in feinen Streifen angerichtet. Auf rustikalen Holz- und Schieferplatten kommt diese Vielfalt besonders gut zur Geltung. (Achtung: Silber oder Edelstahl sind weniger geeignet, da sie den Geschmack des Käses verändern können!) Eine spannende Alternative zu Platte oder Teller: Den Käse einfach mal auf einer Etagere anrichten. So entstehen ganz neue Perspektiven. 

3. Auf die Schweizer Käseuhr schauen! 

Schweizer Käse wird mit viel Geduld und Pflege im Käsekeller ausgereift. Je nach Reifedauer entstehen unterschiedliche Aromen – es lohnt sich also, verschiedene Reifegrade zu probieren. Bestes Beispiel ist Appenzeller Käse: Die Spezialität wird in vier Reifestufen von Mild-Würzig (3 Monate gereift) über Kräftig-würzig (4-6 Monate) und Extra-würzig (mind. 6 Monate) bis zum 9 Monate gereiften Edel-Würzig angeboten. Auf der Käseplatte werden die Reifegrade am Besten anhand der „Schweizer Käseuhr“ angeordnet. Auf „12 Uhr“ ist die mildeste Variante positioniert. Beim Genuss sollte dann im Uhrzeigersinn von kurzer bis langer Reifedauer verkostet werden. 

4. Beilagen geben den Kick! 

Kulinarische Begleiter und Beilagen veredeln jede Käseplatte. Der Phantasie sind dabei (fast) keine Grenzen gesetzt. Klassisch werden säurearme Obstsorten, Nüsse, kräftige Chutneys oder aromatisches Brot zum Käse gereicht. Auch essbare Blüten oder würzige Kräuter passen hervorragend dazu. Ein Tipp für Genießer: Den vollmundig-mürben Sbrinz AOP mit hochwertiger Zartbitterschokolade kombinieren. Die Umami- und Süßnoten harmonieren perfekt auf der Zunge. 

„Schweizer Käseplatte Etagere“ ganz oben: Schweizer Emmentaler AOP; mittlere Ebene: Le Gruyère AOP, Tête de Moine AOP Rosetten; untere Ebene: Appenzeller Mild-Würzig, Sbrinz AOP Möckli © Käse aus der Schweiz

5. Ein Motto bringt Spaß! 

Ein Motto macht Spaß und fördert die Kreativität, das gilt auch für die Schweizer Käseplatte. „Alpengrün“, „Drei Käse hoch“ oder „Schweizer Käse meets Karibik“ – auch beim Motto und dessen Umsetzung sind die Möglichkeiten grenzenlos. Hier drei Ideen zum Ausprobieren: 

1. „Alpengrüner Sommer“: Schweizer Käseplatte mit Appenzeller Mild-Würzig, Le Gruyère AOP alpage, Schweizer Emmentaler AOP, Bündner Bergkäse, Tomme Vaudoise, kombiniert mit frischen grünen Kräutern, essbaren Blüten und Brot. 

2. „Schwiiz meets Deutschland“: Schweizer Käseplatte mit Schweizer Emmentaler AOP, Le Gruyere AOP, Tomme Vaudoise, Vacherin Fribourgeois AOP, kombiniert mit ausgewählten deutschen Brotsorten wie Pumpernickel, kräftigem Holzofenbrot oder Früchtebrot. 

3. „Das Beste zum Fest“: Schweizer Käseplatte mit Appenzeller Edel-Würzig, Le Gruyère AOP réserve, Emmentaler Urtyp, Sbrinz AOP, Vacherin Mont-d’Or AOP, Vacherin Fribourgeois AOP kombiniert mit edlen Früchten der Saison, z.B. Erdbeeren, Feige, Maronen oder Granatapfel. 

Weitere Informationen finden Sie auf www.schweizerkaese.de 

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