Lieber Burger auf die Hand als Restaurantbesuch

Leckere Pasta beim Italiener, zarte Lendchen im Steakhaus und süß-saure Pekingenten können den Verbraucher nicht locken: Wenn es um Restaurantbesuche geht, dreht der Verbraucher noch immer jeden Cent dreimal um. Wie aus einem Bericht der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) hervorgeht, verzeichnete die Bedienungsgastronomie 2004 im Vergleich zum Vorjahr einen Besucherrückgang um 1,9 Prozent. Besonders größere Gruppen und junge Familien mit Kindern gehörten zu den seltenen Gästen. Während Restaurantbesuche leicht zurückgingen, wurden preisgünstige Schnellrestaurants, Kantinen und Mensen – statistisch gesehen – gerne besucht. Dies belegen Verbraucherumfragen, die von der ZMP und der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) in Auftrag gegeben wurden. Es zeichnet sich ab, dass die Verbraucher das Verpflegungsangebot am Arbeits- oder Ausbildungsplatz verstärkt nutzen. Auch stillen sie den kleinen Hunger häufiger mit einem Hamburger-Menü oder einem kleinen Snack beim Bäcker. Wurstsemmeln und Leberkäse im Metzgerimbiss finden hingegen keinen reißenden Absatz mehr. Mit einem Minus von 4,4 Prozent macht sich hier die geschmackliche Umorientierung des Verbrauchers besonders stark bemerkbar. Unterm Strich ist jedoch der allgemeine Negativtrend in der kommerziellen Gastronomie deutlich abgeschwächt und – so die Prognose der ZMP – die Talsohle erreicht. aid, Katrin Niemann

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