Bonusprogramme verändern Kaufverhalten

Einer aktuellen repräsentativen Umfrage zufolge ändern Konsumenten willentlich und wissentlich ihr Kaufverhalten, um an Bonusprogrammen teilzunehmen. Apps holen gegenüber der klassischen Kundenkarte auf.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im April 2016 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.515 Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu Bonusprogrammen online befragt. Dabei wurden 59 Programme aus zehn verschiedenen Branchen hinsichtlich Erfolgsfaktoren, Bekanntheit, Nutzung und Teilnehmererfahrungen sowie Vorstellungen vom optimalen Bonusprogramm zu jeder Branche untersucht.

Jeder Deutsche nimmt durchschnittlich an 3,7 Bonusprogrammen teil, um so beim jeweiligen Händler durch häufiges Einkaufen Prämien oder Rabatte zu ergattern. Wichtigster Teilnahmegrund für Verbraucher ist die Möglichkeit Geld zu sparen. Wenn Verbraucher auf die Teilnahme an einem Bonusprogramm verzichten, sind hohe Einlösungshürden und die Angst vor unerwünschter Werbung die häufigsten Beweggründe. Der Großteil der Ablehner würde eine Teilnahme jedoch bei attraktiveren Prämien in Erwägung ziehen.

Die Studie deckt auf, dass Teilnehmer von Bonusprogrammen willentlich ihr Kaufverhalten ändern, um die damit verbundenen Vorteile nutzen zu können: So kaufen 49 Prozent häufiger in einem Geschäft ein, in dem sie auch am Bonusprogramm teilnehmen. 32 Prozent kaufen bewusst mehr, und 23 Prozent nehmen sogar einen Umweg in Kauf, um beim Einkauf die Vorteile eines Bonusprogramms zu erlangen. Diese Werte sind damit im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2014 angestiegen. „Es ist höchst bemerkenswert, wie vielen Verbrauchern bewusst ist, dass sie ihr Kaufverhalten durch Bonusprogramme ändern“, erläutert André Wolff, Bonusprogramm-Experte bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung aus Hamburg.

Die in Deutschland angebotenen Bonusprogramme unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Bekanntheit, Nutzung und Image. Das von vielen Filialisten angebotene Bonusprogramm Payback weist beachtliche Werte auf: 84 Prozent der Deutschen kennen das Programm, 60 Prozent sind sogar Mitglied; DeutschlandCard hingegen kennen 56 Prozent und rund jeder dritte Deutsche nimmt an dem Programm teil. Verbraucher ziehen händlerübergreifende Programme den Bonussystemen einzelner Händler vor, gleichwohl existieren zahlreiche Programme einzelner Händler: Die Tchibo PrivatCard etwa kennen 31 Prozent und 18 Prozent nutzen sie.

Eine Nutzung von Bonusprogrammen per App wird von den Verbrauchern noch nicht bevorzugt. Mehr als zwei Drittel der Deutschen bevorzugen weiterhin die Identifizierung als Bonusprogramm-Mitglied via Kundenkarte. Wenngleich der Durchbruch der mobilen Bonusprogramm-Nutzung noch nicht erfolgt ist, steigen Nutzung und Präferenz für Apps weiter an. „Junge Bevölkerungsgruppen präferieren Bonus-App bereits wesentlich stärker als ältere, dieser Trend wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt aufnehmen“, resümiert André Wolff.

Die vollständige Studie gibt es unter www.grieger-cie.de/bonusprogramme

Klaus Breinig

Wenn die neueste Küchentechnologie aus Japan auf deutsche Kochgewohnheiten trifft, ist es gut, einen Fachmann für beide Bereiche zu haben. Show- und TV-Koch Klaus Breinig ist nicht nur Experte in Sachen Food und deutscher Traditionsküche, sondern auch Profi, wenn es um Küchengeräte und deren praktischen Nutzen geht. Mit seiner Erfahrung unterstützt er Panasonic ab sofort darin, die innovativen Funktionen der Kücheneinbaugeräte-Linie erfahrbar und nachvollziehbar zu machen und deren einfachen und optimalen Einsatz im normalen Kochalltag in den Vordergrund zu stellen.

Das Hauptziel der meisten technischen Neuerungen ist es, das Leben zu erleichtern und dadurch wertvolle Zeit zu sparen. Dennoch nutzen etliche Verbraucher die Möglichkeiten innovativer Funktionen häufig nicht vollkommen aus. „Seit dem Verkaufsstart unserer Kücheneinbau-Serie im August 2015 haben wir verschiedene Erfahrungen gemacht“, erklärt Ulf Triebener, Vertriebsleiter für Kücheneinbaugeräte bei Panasonic. „Einige Kunden haben die einzelnen Funktionen sehr gut in ihren Alltag integriert, andere kochen trotz innovativer Technik weiterhin wie mit einem herkömmlichen Backofen oder Kochfeld und verpassen dadurch viele Chancen.“
Unterstützung soll deshalb ab sofort Klaus Breinig bieten. Der gelernte Koch kann dank seiner jahrelangen Beraterfunktion in diesem Bereich und als Inhaber einer Kochschule viele praktische und alltagsorientierte Tipps geben. „Ich möchte allen Hobbyköchen vor allem die Einfachheit der Technik aufzeigen und ihnen damit mehr Sicherheit für zu Hause geben, denn mit präzisen Geräten wird Kochen zur Leidenschaft“, sagt Klaus Breinig. Insbesondere die Vorteile des Induktionskochfeldes mit integriertem Genius Sensor, das durch seine gradgenaue Temperatureinstellung und automatische Kontrolle Anbrennen oder Übergaren verhindert, und die Funktionskombinationen des 3-in-1-Kompaktbackofens, der dank eines vollwertigen Dampfgarers, Backofens und einer Mikrowelle schonende und dennoch zeitsparende Zubereitungsprozesse ermöglicht, sollen durch spezielle Rezepte, Cooking-Events und praktische Tipps und Tricks anschaulich und erlebbar gemacht werden. „Panasonic ist es wichtig, die Innovationen der Geräte für diejenigen verständlich und zugänglich zu machen, die täglich für ihre Familien in der Küche stehen, denn Kochen verbindet für uns Leidenschaft mit Präzision“, so Ulf Triebener.

Wie sich die technischen Möglichkeiten auf den normalen Kochalltag herunterbrechen lassen, zeigt Klaus Breinig mit einem einfachen Beispiel: „Nehmen wir ein traditionelles Gericht wie den Schweinebraten. In einem herkömmlichen Ofen rechnet man bei der Zubereitung pro Kilogramm Fleisch etwa 50 Minuten. Nutzt man jedoch die drei Funktionen des Panasonic 3-in-1-Kompaktbackofens, kann man schon in der Hälfte der Zeit einen saftigen Schweinebraten genießen. Einfach Mikrowelle und Dampfgarer zuschalten, durch die Kombination aus Heißluft und Feuchtigkeit bleibt der Braten super saftig. Wenn man zum Schluss noch einmal kurz die Grillfunktion aktiviert, hat man in kürzester Zeit eine knusprige Kruste und zartes Fleisch.“ Solche einfachen Hilfestellungen sind es, die Breinig den Verbrauchern in Zukunft mitgibt. Von der klassischen Sauce Hollandaise über Milchreis bis hin zur optimalen Zubereitung von Fisch gibt es viele praktische und schnelle Wege, die Technik im Alltag sinnvoll zu nutzen. „Durch die präzise, gradgenaue Temperatureinstellung und automatische Kontrolle des Induktionskochfelds kann zum Beispiel bei der Zubereitung einer Bachforelle nichts mehr schiefgehen. Einfach Pfanne auf den Herd geben, die Temperatur auf 75 Grad einstellen und den Fisch in Butter langsam ziehen lassen“, berichtet Breinig.

Spannend ist die Partnerschaft auch durch die Verbindung von östlicher Philosophie und westlicher Bodenständigkeit. Während Panasonic mit seiner japanischen Herkunft für neueste Technologie, puristisches Design und zukunftsorientiertes Denken steht, repräsentiert Klaus Breinig typisch deutsche, ehrliche Traditionsküche. „Ich bin ein sehr geerdeter Typ und schätze es, aus guten Grundprodukten das Maximum herauszuholen“, beschreibt Breinig sich und seinen Kochstil. Mit dieser Philosophie steht er der japanischen Küche sehr nah, in der der Respekt vor dem einzelnen Produkt großgeschrieben wird und Köche mit viel Sorgfalt und Bedacht mit den Rohstoffen umgehen. Unter anderen wird Breinig deutschlandweit in verschiedenen Kochstudios unterwegs sein und in seiner Kochschule in Edertal bei Kassel Kursteilnehmern und Interessierten die Möglichkeiten der Geräte veranschaulichen.

Onlinereiseseiten verdrängen stationäre Reisebüros

Studie:
Wenn die Deutschen im Internet
einkaufen, landen bei 37 Prozent Reisen, Hotels und Flügen im
Warenkorb. Und haben sie erst einmal Erfahrungen mit
Onlinereisebuchungen gesammelt, bevorzugen 87 Prozent auch den Kauf
im Internet. Gründe sind vor allem die guten Such- und
Vergleichsmöglichkeiten. Doch obwohl gerade bei diesen Kriterien die
Website der Deutschen Bahn schlecht abschneidet, buchen hier mit 26
Prozent die meisten Onlinereisekäufer. Aber auch Booking.com und
Ab-in-den-Urlaub sind beliebt. Für gute Beratung gehen die Deutschen
weiterhin in das Reisebüro vor Ort. Dies sind Ergebnisse der Studie
„Black Box Online Shopping – Reisen“ des Marktforschungsunternehmens
Konzept & Markt, für die mehr als 1.000 Onlinereisekäufer
repräsentativ befragt wurden. Zum Vergleich werden Zahlen aus der
Befragung von insgesamt rund 8.100 Personen herangezogen, die in den
vergangenen zwölf Monaten Produkte verschiedener Kategorien im
Internet gekauft haben.

Neun von zehn der onlineaffinen Reisebucher, bevorzugen bei der
Buchung von Reisen, Hotels oder Flügen das Internet. Dieser Wert ist
mit Abstand der höchste in allen einbezogenen Branchen. Im Schnitt
nutzen nur 47 Prozent aller Onlinekäufer generell das Internet für
ihren Einkauf. Für das Web sprechen aus Sicht der Onlinereisekäufer
die guten Such- und Vergleichsmöglichkeiten. 67 Prozent geben diesen
wesentlichen Vorteil des Onlineshoppings an, in der Gesamtheit der
Onlineshopper sind es nur 35 Prozent. Als zweitwichtigstes Argument
nennen 56 Prozent der Befragten die günstigen Preise. Es folgen die
große Auswahl (47 Prozent), die Einkaufsmöglichkeit rund um die Uhr
(45 Prozent) und das bequeme Einkaufen von zu Hause aus (44 Prozent).

Deutsche Bahn: Hohe Buchungsrate trotz schlechter Kundenbewertung
Mit 26 Prozent buchen die meisten Onlinekäufer bei der Deutschen
Bahn. Es folgen Booking.com (25 Prozent) und Ab-in-den-Urlaub (17
Prozent). Jeder Siebte nutzt Air Berlin und HRS online. Obwohl die
Deutsche Bahn bei der Buchungsrate führt, belegt deren Internetseite
in der Kundenbeurteilung den letzten Platz. Grund für die schlechten
Bewertungen sind ein in den Augen der befragten Kunden hohes
Preisniveau und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis der
Bahn-Internetseite. Auch in Sachen Sonderangebote und Aktionen
erfüllt die Deutsche Bahn nicht die Vorstellungen der Kunden.

Nicht nur preislich, auch optisch fällt die Website durch.
Verbesserungsbedarf gibt es nach Ansicht der Verbraucher bei der
Übersichtlichkeit und den Produktbeschreibungen. „Wer mit dem Zug
unterwegs sein möchte, hat nicht viele Wahlmöglichkeiten. Die
Deutsche Bahn sollte sich jedoch nicht darauf ausruhen und die
Kundenfreundlichkeit der Website verbessern“, sagt Dr. Ottmar
Franzen, Geschäftsführer des Beratungsinstituts Konzept & Markt.

Bei der Beurteilung der Onlineshops achten die Shopper speziell auf
ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, eine übersichtliche
Seitenstruktur, ein umfassendes Angebot sowie ein günstiges
Preisniveau. In der Kundenbewertung kann dabei der Onlineshop von
Trivago am besten überzeugen. Sehr gut werden ferner Holidaycheck und
Expedia bewertet. Deutlich über dem Durchschnitt liegen noch Check24,
TUI, Condor, TUIfly und Neckermann-Reisen.

Auch Booking.com, schneidet bei der Kundenbeurteilung
überdurchschnittlich gut ab. Die hinter der Deutschen Bahn am
häufigsten genutzte Internetseite für Reisen zeichnet sich dadurch
aus, dass sie in allen maßgeblichen Bewertungskriterien genau im
Optimalbereich liegt. „Übersichtlichkeit, ein schnell auffindbares
Suchfeld und ein generell umfangreiches Angebot werden von den Kunden
besonders wohlwollend wahrgenommen“, so Franzen.

Für stationäre Reisebüros spricht die Beratung
Neben dem Internet steuern 37 Prozent der Onlinereiseshopper auch
Reisebüros an. Doch nur elf Prozent bevorzugen die Reisebuchung vor
Ort. Das spiegelt auch der Umsatz wider. Die durchschnittlichen
jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Reisen, Hotels, Flüge liegen bei
1.562 Euro in Onlineshops und 431 Euro in Stationärgeschäften.

Trotzdem gibt es gute Argumente, die nach Ansicht der
Onlinereisebucher für das Reisebüro vor Ort sprechen. In erster Linie
erhalten Urlauber dort eine gute Beratung. 81 Prozent von ihnen sehen
darin den entscheidenden Vorteil, in der Gesamtheit der Onlineshopper
sind es nur 27 Prozent. Zudem finden die Befragten, dass sie vor Ort
eher auf Neuigkeiten aufmerksam gemacht werden (44 versus 7 Prozent).
„Die Reisebranche bietet stationär eine gute Beratungskompetenz, die
von den Kunden geschätzt wird. Onlineshops müssen es schaffen, diese
Informationsfunktionen im Internet zu etablieren, um langfristig
erfolgreich zu sein“, so Franzen.

Google dominiert bei der Suche nach Reiseanbietern
Wenn Onlineshops die Beratungsfunktion verbessern, können sie weitere
Kunden gewinnen. Denn auch wenn die Onlinereisebucher im Schnitt zwei
Internetseiten haben, die sie vorzugsweise für ihre Buchungen nutzen,
sind sie offen für die Angebote neuer Online-Reiseanbieter. Immerhin
40 Prozent stöbern gern bei neuen, noch unbekannten Shops, bei der
Gesamtheit der Befragten sind es 34 Prozent. Größer als bei der
Gesamtheit der Onlineshopper ist auch der Anteil derjenigen, die
jedes Mal wieder neue Internetseiten für ihre Reisebuchung ansteuern
(14 zu 10 Prozent).

Bei der Suche nach Reisen im Internet dient vor allem Google zur
Orientierung: 64 Prozent nutzen die Suchmaschine „sehr oft“ oder
„oft“. Die Webseiten von Spezialanbietern folgen mit einem
Nutzeranteil von 34 Prozent. Dabei gehen die meisten Befragten mit
einem Branchenstichwort auf die Suche. Häufig wird auch das Reiseziel
eingegeben. „Wenn sich Reisewillige auf die Suche nach neuen
Onlineshops begeben, landen sie noch zu selten bei den
Spezialanbietern. Dabei sollten diese klassischen Reiseanbieter doch
eigentlich die Beratungs- und Angebotskompetenz haben und dies auch
deutlich vermitteln“, sagt Franzen.

Zur Studie:
Für die Studie „Black Box Online Shopping – Reisen, Hotels, Flüge“
wurden 1.004 Onlinekäufer von Reisen befragt, die mindestens einmal
innerhalb der vergangenen zwölf Monate im Internet Produkte dieser
Kategorie eingekauft haben. Die Befragten wurden
bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt. Zum Vergleich wurden
branchenübergreifende Ergebnisse einer Befragung von insgesamt 8.134
Online-Käufern herangezogen. Die Studie kann bestellt werden über
http://www.konzept-und-markt.com/studien.html

Klaus Erfort eröffnet heute Pop-Up-Restaurant

Die ehemalige Buswerkstatt in Saarbrücken ist nicht unbedingt der Ort, der den Gast an edle Sterneküche denken lässt. Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort wird in den kommenden vier Monaten die 1.000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten am heutigen Quartier Eurobahnhof nutzen, um modern interpretierte Sterneküche einem jüngeren Publikum in einem stylishen Ambiente zugänglich zu machen. Die Eröffnung des Pop-Up-Restaurants Food-Quartier findet am 27. März 2015 statt.

Familienausflüge in die Sternegastronomie? Für viele ist das eine Herausforderung. Für Drei-Sterne-Koch Klaus Erfort, dessen Küche für die perfekte Balance zwischen modernen und traditionellen Elementen steht, ist die Öffnung der Sterneküche für ein junges Publikum über die Jahre hinweg eine Herzensangelegenheit geworden. „Ich beschäftige mich schon lange damit, wie man gerade Familien und jüngeren Menschen die Scheu vor der Sterneküche nehmen kann. Allerdings ist es logistisch oft etwas schwierig, ein neues Konzept einfach mal über einen kurzen Zeitraum zu testen“, so Erfort. Durch die bereits bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Christ Catering konnte Klaus Erfort seine Ideen aber schneller als gedacht in die Realität umsetzen. „Wenn zwei Akteure so gut zusammenarbeiten, dann muss man die Synergien und Stärken dieser Partnerschaft nutzen“, erklärt er. „Als wir das Angebot erhielten, das Gebäude der ehemaligen Saarbrücker Buswerkstatt für ein Pop-Up-Restaurant zu nutzen, war das der Startschuss für unser Konzept der Sterneküche zum Anfassen.“

Für Erfort, der zu den elf besten Köchen Deutschlands gehört, stehen Idealismus und Pragmatismus nicht im Widerspruch. „Im Ansehen jüngerer Zielgruppen leidet die Sterneküche unter einem Imageproblem, viele schrecken vor dem vermeintlich steifen Ambiente in hochherrschaftlichen Gebäuden zurück“, erklärt er. Warum also nicht einmal die Sterneküche in ein ganz anderes Umfeld bringen? Dass der stylishe Industrie-Chic des Food-Quartiers den richtigen Rahmen für das neue Konzept bietet, daran hat Klaus Erfort keinen Zweifel. Sein Ziel ist es, dem Gast Freude am Genuss zu bereiten. Das Wichtigste ist für Erfort schließlich das, was auf den Teller kommt.

Seinem Grundprinzip „Die Wahrheit liegt auf dem Teller“ folgend, hat der Drei-Sterne-Koch passende Gerichte für das neue Konzept ausgearbeitet. Das Opening-Menü, das es ab dem 27. März im Pop-Up-Restaurant zu bestellen gibt, folgt den gleichen Linien wie die Küche in seinem Drei-Sterne-Restaurant GästeHaus Klaus Erfort, und die Basis für seine puristische elegante Küche bilden hervorragende Produkte. Das junge Serviceteam der Christ Party und Catering GmbH sorgt von März bis Juli für einen reibungslosen Ablauf im Food-Quartier. Das Angebot des Pop-Up-Restaurants reicht vom gemütlichen After-Work-Dinner donnerstags über kreative, monatlich wechselnde Menüs am Freitag und Samstag. Sonntags ist Familientag, es werden wechselnde Specials wie etwa Frühlings-Brunch oder Menüs für die ganze Familie angeboten, letztere können als Vier-Gänge-Menü ab 45 Euro bestellt werden.

Telefonnummer für Reservierungen ist die +49 6831 / 500 750. Weitere Informationen unter www.food-quartier.de und www.gaestehaus-erfort.de

Küchentechnik clever & smart

Das Entwicklungs- und Innovationstempo im Bereich der Küchentechnik nimmt weiter zu. Das Personal in Restaurant-, Hotel– und Gemeinschaftsgastronomie-Küchen darf sich über weitere, entlastende Features freuen. Davon können sich vom 13. bis 18 März 2015 wieder die Fachbesucher auf der Leitmesse INTERNORGA ein Bild machen. Im Mittelpunkt optimierter Prozesse stehen die intuitive Bedienung der Gargeräte, Smartphone-Technologien und Kostensenkung durch weniger Ressourcenverbrauch. Zudem schließen die technischen Verbesserungen der Gar-, Kühl- und Spülgeräte Hygienevorteile bei der Reinigung und Technologien zur Einsparung von Wasser und Energie ein.

„Im Mittelpunkt der Präsentationen stehen wie gewohnt praktische Vorführungen der Geräte und Live-Kochshows, die Interessenten hautnah die Zubereitung von Suppen oder Snacks, ja selbst von aufwendigen Menüs erleben lassen. 2015 wird vor allem auch das Trendthema regionale Küche eine Rolle spielen“, verrät Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin bei der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Weltweit vernetzt über die Cloud
Verstärkt in den Fokus rückt der Einsatz von Kontrollsystemen, die über zentrale Server (Clouds) weltweit vernetzt sind und wie ein Smartphone bedient werden können. Auch Frontcooking und funktionales Design bleiben starke Themen, stehen diese Geräte doch häufig im Blickfeld der Gäste. Laut Auskunft zahlreicher Hersteller setzt sich im Garbereich generell der Trend fort, die Geräte mit praxisnahen Funktionen und auf das jeweilige Produkt abgestimmten Programmen auszustatten.

Küchentechnik, die mitdenkt
Namhafte Hersteller nutzen die INTERNORGA als führende Branchenmesse, um ihre Innovationen zu präsentieren. RATIONAL wartet 2015 gleich mit zwei Neuheiten auf: „Zum einen ist es das neue SelfCookingCenter 5 Senses, der neue RATIONAL, der fühlt, mit- und vorausdenkt, von seinem Anwender lernt und sich mit ihm verständigt. Die zweite Neuerung ist zum anderen das SelfCookingCenter BakingLine. Geschaffen für Backfilialen, die vom wachsenden Außer-Haus-Markt aktiv profitieren möchten,“ so Oliver Frosch, Geschäftsführer der RATIONAL Großküchentechnik GmbH. Das SelfCookingCenter BakingLine ist ein komplettes Back- und Snacksystem, das den Ladenbackofen ersetzt und echten Mehrwert bietet. Auch der langjährige Aussteller Manitowoc betont, dass die Steuerungen der Geräte intelligenter werden und durch ihre Vernetzung mehr Prozesssicherheit bringen. „Der zunehmende Mangel an Fachkräften wird es zukünftig notwendig machen, dass Garprozesse über intelligente Steuerungen überwacht werden, um eine wiederholbare Qualität zu gewährleisten. Steuerungen und Software haben in der Vergangenheit und werden in der Zukunft die Anwendungsmöglichkeiten unserer Geräte erweitern, die Bedienung vereinfachen und helfen die Garergebnisse weiter zu optimieren. Individuelle Bedienoberflächen, abgestimmt auf die Anforderungen des Kunden, und das Auslesen und Verarbeiten von Daten für betriebswirtschaftliche Zwecke sowie die Vernetzbarkeit von Geräten werden daher zunehmend wichtiger“, so Hans-Werner Schmidt, Geschäftsleitung Manitowoc Deutschland GmbH.

Innovationen aus dem In- und Ausland
Auch Luca Bertogno vom Export/Marketing Department der Firma Berto’s S.p.A. in Tribano, seit vier Jahren als Aussteller in Hamburg präsent, hat Neuheiten im Gepäck: „Wir werden neue Geräte einiger unserer Serien in modularen Versionen sowie neue High Power Brenner, Induktionskoch- und -grillplatten vorführen.“

Zum ersten Mal auf der INTERNORGA und als Deutschlandpremiere überhaupt stellt 2015 das spanische Unternehmen Josper aus. „Josper ist eine elegante Kombination aus Grill und Backofen in einem Gerät, konzipiert für anspruchsvolle Kunden im Hotel-, Restaurant- und Catering-Sektor“, erläutert Sales Manager Marcelo Yardin. Der Grillofen bewährt sich bereits in Steakhäusern, Grillrestaurants, Tapasbars, Bistro-Cafés sowie in traditionellen und Fine-Dining-Restaurants. Marcelo Yardin hat große Erwartungen an die Messe: „Wir halten sie für ein hervorragendes Marketinginstrument und werden gezielt Möglichkeiten nutzen, unser Vertriebsnetz zu verstärken.“ Bei originalen Vorführungen in der Showküche mit frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch können die Besucher Josper in Aktion erleben. Und auch Spülspezialist Hobart schätzt die INTERNORGA-Plattform zur Präsentation seiner Innovationen und Produkte: „Wir erreichen hier alle unsere Zielgruppen. Ein entscheidender Vorteil der INTERNORGA ist die hohe Qualität der Fachbesucher aus dem In- und Ausland“, sagt David Reinhart, Leiter Marketing, Hobart.

www.internorga.com.

So viel Fisch essen die Deutschen

Knapp jeder zweite Deutsche (44 Prozent) genießt jede Woche einmal ein Fischgericht, wobei die Männer noch vor den Frauen liegen und der Fischkonsum in der Zielgruppe 55+ zunimmt. Das ergab eine aktuelle repräsentative Online-Umfrage der eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH. Wenn es nach Ernährungsexperten ginge, dürfte es gern noch mehr sein, denn diese Menge Fisch deckt gerade die Mindestverzehrempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ab. Wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten essen und was sie bei der Zubereitung beachten sollten, weiß die eismann-Ernährungsberaterin und Ökotrophologin Marga Hamacher.

„Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte ruhig noch einen Fischtag mehr in der Woche einlegen“, empfiehlt Hamacher. Zwölf Prozent der Deutschen folgen diesem Rat bereits und essen zwei bis drei Mal in der Woche Fisch, besagt die Umfrage. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) verzehrt alle zwei Wochen Fisch und 13 Prozent einmal im Monat.

Vier Prozent der Deutschen essen nie Fisch, wobei diese Aversion insbesondere bei Frauen ausgeprägt ist (Männer 2,6 Prozent, Frauen 6,3 Prozent). Dabei ist Fisch ein wahrer Rundumversorger für den Köper „er liefert wertvolles Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe, Jod sowie „gute“ Fette. Die Omega-3-Fettsäuren schützen das Herz-Kreislauf-System, wirken entzündungshemmend, tragen maßgeblich zur Entwicklung des Gehirns und der Sehfähigkeit bei, fördern die geistige Leistungsfähigkeit und senken das Risiko für Demenzerkrankungen und Alzheimer deutlich. Fazit: Je höher der Fettanteil beim Fisch, desto mehr gute Omega-3-Fettsäuren kommen vor. Besonders reichhaltig an Fett sind Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele. Die sogenannten „Magerfische“ wie der Alaska-Seelachs, Kabeljau, Hecht oder Zander sind genauso fein im Geschmack, weisen jedoch nur wenig Körperfett auf.*

Fisch am liebsten gebraten
Die Umfrage hat weiterhin ermittelt, wie die Deutschen ihren Fisch am liebsten zubereiten: Demnach braten 63 Prozent Fisch kurz in der Pfanne an, 50 Prozent backen ihn im Ofen, weitere 50 Prozent nutzen den Grill. Jeder Fünfte bevorzugt Fisch roh als Sushi. Ganz Hungrige müssen nicht lange warten, bis Fisch, der oft tiefgekühlt gekauft wird, zubereitet ist. „Panierte oder marinierte Fischfilets können direkt gefroren in die Pfanne gelegt werden,“ empfiehlt Hamacher.

Tipps und Tricks zur Zubereitung
Fisch ist schmackhaft, schnell und einfach zubereitet. Kräuter und Gewürze komplettieren seinen herrlichen Geschmack. Hierbei gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Von Zitrone und Petersilie bis hin zu Ingwer, Minze und Chili – der Vielfalt sind beim Zubereiten von Fisch keine Grenzen gesetzt. Für eine Marinade die Zutaten fein hacken, mischen und den Fisch damit einstreichen. Sonst Kräuter und Gewürze nur grob auseinanderpflücken und mit in den Topf, die Pfanne oder den Ofen geben. Zum Anrichten noch ein wenig Dill, Schnittlauch oder Kerbel und eine Zitronenscheibe auf den Fisch geben – fertig.

Braten: Die Pfanne ist die Allzweckwaffe, um frischen, tiefgekühlten, panierten oder marinierten Fisch zuzubereiten. Einfach Öl erhitzen und den Fisch hineinlegen. Margarine oder Butter verbrennen bei hohen Temperaturen leicht und sind deshalb für das heiße Anbraten nicht geeignet. Wichtig: Ist die Fischhaut nicht paniert, wird der Fisch zuerst auf der Hautseite kross anbraten, bis er ins Schwitzen kommt. Leichte Schweißperlen auf dem Filet zeigen an, wann der Fisch gewendet werden kann.

Backen: Eine Auflaufform ausfetten und die Fischfilets hineinlegen. Den Fisch würzen und entweder mit Öl oder Butterflöckchen belegen oder mit einem Stück Alufolie zugedeckt im Ofen etwa 30 Minuten garen. Wichtig: Ist das Fischfilet nicht einheitlich dick, einfach mittig einschneiden, bis kurz vor Ende des Fisches, und die Flügel seitlich aufklappen. So ist der Garpunkt an allen Stellen des Filets gleich.

Grill: Zum Grillen eignet sich Fisch mit magerem, festem Fleisch wie Forelle oder Thunfisch. Beim Holzkohlegrill sollte die Kohle bereits weiß sein, bevor der Fisch aufgelegt wird. Tipp: Den Fisch nicht der direkten Grillhitze aussetzten, sondern den Randbereich des Grills nutzen. Ein Stück Alufolie oder eine extra Fischgrillzange hilft, dass er nicht auseinanderfällt.

Dämpfen: Dämpfen ist wohl die gesündeste Art Fisch zuzubereiten. Denn die wertvollen Inhaltstoffe werden nur in geringem Maße herausgelöst. Wer keinen speziellen Dämpfer besitzt, legt den Fisch in einen Siebeinsatz und gart ihn im Topf über dem heißen Sud. Nach der Zubereitung mit Salz würzen. Achtung: Seefische enthalten von Natur aus schon Salz, sodass es hier weniger Würze bedarf.

Dünsten: Dünsten ist das Garen im eigenen Saft oder mit nur sehr wenig zugeführter Flüssigkeit. Der beim Garen entstehende Dünstfond ist wichtig für die Vollendung der Speise. Fischfilets wie Rotbarsch, Kabeljau oder auch Zander werden aufgetaut, trocken getupft und in einen Topf mit wenig heißer Flüssigkeit und etwas Fett gegeben. Wichtig: Den Deckel immer geschlossen halten und bei mittlerer Temperatur zubereiten.

Folienfisch im Ofen: Geeignet für jede Art von Fisch. Entweder im Bratschlauch oder mit Alufolie zubereitet, schmort der Fisch im eigenen Saft. Den Fisch zum Beispiel auf ein üppiges Gemüsebett legen und würzen. Kleine Butterstückchen oder ein wenig Öl auf den Fisch geben, den Bratschlauch oder die Alufolie gut verschließen und in den vorgeheizten Ofen legen. Wichtig: Mit der Messerspitze zwei kleine Löcher in die Folie oder den Schlauch stechen, damit der Druck gut entweichen kann.

* www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/MF/Fisch-und-Ernaehrung.pdf

Instant Reservation

TripAdvisor stellt Instant Reservation vor. Mithilfe der neuen Funktion können Verbraucher ein Restaurant auswählen und die Reservierung abschließen, ohne die TripAdvisor-Webseite zu verlassen.

Instant Reservation ist aktuell für die mehr als 13.000 Restaurants innerhalb des lafourchette-Netzwerkes in Frankreich, Spanien, der Schweiz und Belgien verfügbar. Im Zuge der Akquisition von lafourchette im Mai wurde die Verfügbarkeitssuche für Restaurants direkt in die Städteseiten dieser Märkte auf TripAdvisor integriert. Auf diese Weise sind User in der Lage, auf TripAdvisor für ein bestimmtes Datum und eine konkrete Uhrzeit nach freien Tischen zu suchen und zu reservieren. Bisher mussten TripAdvisor User, die einen Tisch in einem Restaurant von lafourchette vorbestellen wollten, den kompletten Buchungsprozess auf der lafourchette-Webseite abschließen.

Zu den Vorteilen, die Gäste beim Buchen eines Restaurants aus dem lafourchette-Netzwerk nutzen können, zählen: die Anzeige von Speisekarten und speziellen Angeboten, wie Rabatte bis zu 50 Prozent oder Menüs zum Festpreis. Darüber hinaus werden bei der Online-Buchung Rabatte automatisch auf die Rechnung gesetzt, das Vorlegen eines Coupons im Restaurant ist nicht mehr notwendig. Gäste haben zudem die Gelegenheit, alternative Reservierungszeiten und weitere Restaurantvorschläge einzusehen.

„Ein reibungsloser Reservierungsprozess ist uns wichtig. Mit Instant Reservation wollen wir unterstützen, außergewöhnliche Restaurants zu finden und zu buchen“, so Adam Medros, Senior Vice President, Global Product, TripAdvisor. „Das neue Feature untermauert zudem, dass TripAdvisor der perfekte Ort ist, um Restaurants zu suchen, auszuwählen und zu buchen – ob auf Reisen oder daheim.“

Instant Reservation ist verfügbar auf den TripAdvisor-Apps (iPhone und Android), in der Desktop- und mobilen Version sowie aktuell auf allen englisch- und spanischsprachigen Websites von TripAdvisor sowie in Deutschland, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Schweden.

Immer häufiger nutzen Reisende ihr Smartphone für den Buchungsvorgang. Laut der aktuellen TripBarometer Studie¹ nutzen mehr als vier von zehn Reisenden weltweit (41%) ihr Smartphone, um im Urlaub nach Restaurants zu suchen, und ein Drittel (31%) tätigt Reservierungen online.

Biolebensmittel sind gesünder

Bio-Lebensmittel sind gesünder. Sie enthalten weniger Schwermetalle und mehr Antioxidantien. Dies ist das eindeutige Ergebnis einer brandneuen Studie der Universität Newcastle. Dabei haben die Wissenschaftler 343 Studien ausgewertet und die Inhaltsstoffe von biologisch und konventionell angebauten Feldfrüchten verglichen. „Mit Bio leben die Menschen gesünder. Der Kauf von Biolebensmitteln hat nicht nur einen gesundheitlichen Nutzen, sondern auch einen Vorteil für die Umwelt“, sagt Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V., über die eindeutigen Ergebnisse.

Die wesentlichen Unterschiede:
Die Studie belegt, dass die Konzentration an Antioxidantien wie Polyphenolen in biologisch angebauten Kulturen 18 bis 69 Prozent höher ist als in konventionell erzeugten. Je dichter der Nährstoff- und Antioxidationsgehalt, desto mehr zählt jeder Bissen Obst und Gemüse, ohne dabei mehr Kalorien zu sich nehmen zu müssen. Antioxidantien schützen vor freien Radikalen, die Körperzellen angreifen. Diese Stoffe sind also sehr nützlich, da sie einen Schutz gegen zahlreiche Beschwerden bieten: Herz-Kreislauf-Krankheiten, neurodegenerativen Krankheiten sowie einige Formen von Krebs.

Biolebensmittel bieten aber noch weitere Vorteile für die Gesundheit:
– 48 Prozent weniger Kadmium (giftiges Schwermetall)
– 10 Prozent weniger Gesamtstickstoff
– 30 Prozent weniger Nitrat
– 87 Prozent weniger Nitrit

Zudem bestätigt die Studie die viel geringeren Pestizidrückstände bei Bioprodukten.

Die Ergebnisse widersprechen einer 2009 von der UK Food Standards Agency (FSA) in Auftrag gegebenen Studie, die festgestellt hat, dass es keinen signifikanten ernährungsphysiologischen Nutzen durch biologische Lebensmittel gäbe. Diese Schlussfolgerung gründet jedoch auf nur 46 Publikationen zu Nutzpflanzen, Fleisch und Milchprodukten, während die jetzt publizierte Meta-Analyse auf 343 wissenschaftlich begutachteten Publikationen basiert.

„Biolebensmittel entlasten bei gesundheitsbewussten Verbrauchern auch die Haushaltskasse. Anstatt teure Pillen und zweifelhafte Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen, genügt eine ausgewogene Ernährung mit Biolebensmitteln. Biolandbau ist das Landbausystem der Zukunft. Gut für Umwelt, Tier und den Mensch“, bringt es Plagge auf den Punkt.

Unter http://research.ncl.ac.uk/nefg/QOF bekommt man Einsicht in das gesamte Paper, zudem weitere Informationen und Anhänge, sowie Zusammenfassungen in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Griechisch, Polnisch, Tschechisch und Finnisch.

Vegan in Topform – Das Kochbuch

Im März 2014 erschien nun auch das Kochbuch zu Braziers Buch ‚Vegan in Topform‘. Der erfolgreiche Ironman-Triathlet – Brendan Brazier hat darin über 200 rein pflanzliche Rezepte geschrieben und gesammelt.

In Braziers neuem Kochbuch sind allerdings nicht nur Kochrezepte und Informationen über vegane Sportlerernährung enthalten. Ausführlich recherchierte Themen wie z.B. die ökologischen Vorteile der veganen Ernährung werden auf verschiedenen Ebenen detailliert erklärt. So gibt es Informationen über Probleme wie Landwirtschaftliche Nutzflächen, Fossile Brennstoffe, Wasser und Luftqualität, jedoch werden direkt Lösungsvorschläge im Bezug auf die Ernährungsweise angesprochen. So stellt Brazier vegane und nicht vegane Lebensweise unter verschiedenen Gesichtspunkten in den direkten Vergleich: Kosten, Nährstoffdichte und Emissionen werden in anschaulichen Diagrammen verglichen.

Aber natürlich gibt es auch in diesem Buch ein (zumindest kurzangeschnittenes) Kapitel über die Ernährungsweise des bekannten Sportler – seine sogenannte Thrive-Diät (Thrive=Aufblühen/Gedeihen), dessen Richtlinien wie folgt lauten:

  1. Vermeiden Sie biologische Anleihen: Beziehen Sie Energie aus der Nahrung, nicht durch Stimulanzen.

  2. Ernähren Sie sich von Nahrung mit einer hohen Nettoenergie: Die Investition macht sich vielfach bezahlt.

  3. Bestreiten Sie einen hohen Anteil Ihrer Ernährung aus Rohkost oder durch Nahrungsmitteln die bei niedrigen Temperaturen gegart wurden.

  4. Bevorzugen Sie basenbildende Nahrungsmittel

  5. Meiden Sie die üblichen Auslöser von Nahrungsmittelallergenen.

Nach den oben beschriebenen Einführungskapiteln gibt es dann noch einige Seiten Nahrungsmittelkunde oder wie der Autor es nennt eine Liste mit der „Basisaustattung an Vorräten“. Dabei werden auf die gesundheitlichen Nutzen verschiedener Lebensmittel wie einige Gemüsearten, Pseudogetreide, Öle oder Nüsse eingegangen. Außerdem werden zahlreiche Superfoods vorgestellt.

Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien gegliedert:

  • Getränke

  • Frühstück

  • Salate

  • Suppen und Beilagen

  • Aufstriche, Dips, Saucen und Dressings

  • Hauptgerichte

  • Gemüse

  • Snacks zum Knabbern

  • Energieriegel und -gels

  • Desserts

Es gibt zwar sehr viele Bilder, jedoch nicht zu jedem Rezept. Trotzdem sind die Rezepte sehr anschaulich dargestellt. Arbeitszeit und Portionsgröße sind zu jedem Gericht angegeben.

Das Hauptaugenmerk der Rezepte liegt auf ihrem gesundheitlichen Nutzen. Folge davon ist allerdings, dass teilweise mit sehr teuren Zutaten (viele Superfoods oder z.B. Mesquite-Pulver, Dulse Algen, Hanföl), sehr speziellen Zutaten, die in Deutschland schwer zu erhalten sind (z.B. Sacha Inchi, Enoki-Pilze, Yacon-Wurzel) gekocht wird und aufwendige Zubereitungsmethoden (z.B. Dörren) gebraucht werden. Zu den meisten Gerichten gehören sehr lange Zutatenliste, 15 oder mehr Nahrungsmittel sind dabei kein Einzelfall.

Trotzdem bin ich sehr angetan von dem Buch. Die Rezepte sind wirklich interessant, gerade wegen ihres großen „Health-Factors“. Man lernt viele neue Zutaten und Zubereitungsmethoden kennen und von den nachgekochten Speisen war ich sehr positiv überrascht. Ausprobiert habe ich den Kombucha-Mojito, das Knuspermüsli mit geröstetem Chia, Ingwer und Birne, das Ahorn-Cayenne-Tahina-Dressing und die aktive Falafel. Dafür musste ich einige Zutaten besorgen (z.B. Hanföl, Hanfprotein, Stevia-Blätter, Chiasamen, Paranüsse), das Ergebnis konnte sich allerdings sehen lassen. Bis auf die Falafel, die mich nicht so überzeugt hat (vielleicht aber auch nur, weil ich sie mir anders vorgestellt hatte – der typische Geschmack von Kichererbsen hat gefehlt, da die Hauptzutat Paranüsse sind), waren alle Speisen sehr lecker. Das Knsupermüsli bei dem ich vor der Zubereitung schon befürchtet hatte, dass es bei mir schlecht werden würde (es soll zwei Wochen haltbar sein) weil ich es nicht aufessen würde, hielt gerade mal zwei Tage, bevor es alle war und ich machte direkt neues.

Jetzt bin ich schon sehr gespannt darauf weitere Rezepte nachzukochen. Gebackene Pastinaken mit Kokos-Fenchelsauce, Paprika-Grünkohlchips, die rohen Maca-Kekse und das Cantalope-Ingwer-Eis sind nur einige Besipiele.

Ein weiterer Vorteil für Allergiker und allgemein sensible oder gesundheitsbewusste Menschen ist, dass in den Rezepten vollkommen auf mögliche Allergene wie Gluten, Mais, Weizen und Soja verzichtet wird. Ich finde es sehr inspirierend ein ganzes Buch zu sehen, dass ohne diese vermutlich schädlichen Nahrungsmittel auskommt. Jedoch gibt es einen kleinen Wiederspruch: Auf dem Buchrücken wird Hefe mit bei diesen „potenziell allergieauslösenden“ Lebensmitteln aufgeführt, Hefeflocken werden jedoch dann in einigen Rezepten verwendet. Vielleicht war mit Hefe ja nur die zum Backen gemeint 😉

Wer schnelle, einfache vegane Rezepte sucht, die ohne großes Tam Tam zubereitet werden können, hat bei Vegan in Topform vermutlich das falsche Buch vor sich liegen. Diejenigen, die sich allerdings gerne mit dem Thema Ernährung, mit spannenden exotischen Lebensmitteln und Superfoods und mit ihrem Körper auseinandersetzten, die dabei keine Kosten und Mühen scheuen, werden mit dem Buch sehr gut zurechtkommen. Brendan Brazier scheint kein Lebensmittel zu sich zu nehmen, was nicht auch einen Nutzen für seinen Körper hat, was natürlich auch der Idealfall sein sollte. Nach einfach nur leckeren, aber nicht unbedingt gesunden Rezepten sucht man hier also vergebens. Die Gerichte haben eine extrem hohe Nährstoffdichte und mit der riesigen Auswahl an Rezepten wird nicht nur auf die Bedürfnisse von Leistungssportlern eingegangen. Doch schon allein wegen der Anfangskapitel mit den gelungenen Erklärungen und anschaulichen Vergleichen ist das Buch zu empfehlen. Gioia Romanowski

440 Seiten, ISBN: 978-3-944125-17-6 – 29,00 € Bestellink portofrei

 

Weitere Buchbesprechungen von Gioia Romanowski unter www.gourmet-report.de/archiv/gioia/

Jeder zweite Deutsche hat Fernweh

Emnid-Umfrage für TUI: 56 Prozent der Bundesbürger sind an einer Fernreise interessiert oder haben schon eine gebucht – Ältere mögen Gruppenreisen – Reisebüro bleibt beliebtester Buchungskanal

Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von TUI Deutschland bestätigt dies: Eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent der Deutschen ist an einer Fernreise interessiert oder hat schon eine gebucht. Der Wunsch nach einer Fernreise ist mit 74 Prozent vor allem bei jungen Menschen unter 29 Jahren ausgeprägt. Mit höherem Alter nimmt das Fernweh ab, bei den über 60-Jährigen zieht es noch 34 Prozent in ferne Länder. TUI Deutschland, Marktführer bei Veranstalterreisen, ließ dazu 1.000 Bundesbürger befragen. 55 Prozent der Deutschen haben dabei schon mindestens eine Fernreise angetreten, 45 Prozent sind bislang noch ohne interkontinentale Erfahrung.

Bei den Motiven für eine Fernreise stehen mit jeweils 91 Prozent „Land und Leute kennenlernen“ sowie „fremde Kultur erleben“ ganz hoch im Kurs. Auch eine organisierte „Rundreise mit Sehenswürdigkeiten“ im Rahmen einer Fernreise ist für 83 Prozent der Befragten von Interesse. Besonders ausgeprägt ist der Wunsch nach einer Rundreise bei den über 60-Jährigen (89 Prozent). „Hungrig“ darauf, in der Ferne regionale Speisen zu genießen, sind vor allem die 30- bis 39-Jährigen (81 Prozent), während dies bei den 20- bis 29-Jährigen noch für 66 Prozent wichtig ist.

Junge Urlauber nutzen Reisebüro und Internet gerne kombiniert
Ein eindeutiger Trend zeigt sich beim Thema organisierte Gruppenreisen: Je älter die Reisenden, desto eher bevorzugen sie es, dass alles arrangiert ist – mit 49 Prozent will das fast jeder Zweite der über 60-Jährigen. Parallel zum Alter nimmt das Interesse daran ab: Bei den 20- bis 29-Jährigen sind nur noch 14 Prozent an einer Gruppenreise interessiert.

Trotz Internet bleibt das Reisebüro bei der Planung von Fernreisen mit 44 Prozent insgesamt der beliebteste Buchungskanal – vor allem ältere Urlauber ab 60 Jahren würden am liebsten persönlich im Vertriebsbüro buchen (65 Prozent). Hingegen gilt: Je jünger die Reiseplaner, desto eher würden sie beide Kanäle für ihre Fernreise-Buchung nutzen – Reisebüro und Internet kombiniert. In der jüngsten Befragtengruppe der 20- bis 29-Jährigen wählten 41 Prozent diese Option.

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