Laube Liebe Hoffnung, Frankfurt

Am 5. Mai startet das Restaurant Laube Liebe Hoffnung im Europaviertel zum dritten Mal seine Feldküche. Zusätzlich zur aktuellen Spargelkarte gibt es dann neben den hausgemachten Leckereien der Gartenhausküche frisch vom Grill die beliebten Lauben-, Veggie- oder Vegan-Burger. Für Grillfans gibt es Biospareribs, Landhuhnbrust oder Kalbsbratwurst, und wer Leichtes bevorzugt, freut sich über Kalte Tomatensuppe oder Gartensalat. Jedes Gericht kommt mit zwei Beilagen: Zur Wahl stehen Krautsalat mit Apfel, Möhre und Meerrettich, Lauben-Pommes, Ofenkartoffel mit Gurken-Knoblauch-Joghurt, Kartoffelsalat mit körnigem Senf und Gartenkräutern, Beilagen-Blattsalat oder Tagessalat (Nudel-, Couscous- Reis- etc.).

Dazu gibt es Getränke vom Fass: Meckatzer Weiß-Gold, Radler und Andechser Weizen. Wie immer stammt alles von ausgesuchten Lieferanten und Produzenten. Bevorzugt werden Produkte der Saison, die einem möglichst fairen, nachhaltigen Umgang mit Mensch, Tier und unseren Ressourcen entstammen. Die Kräuter werden frisch vom hauseigenen Beet gepflückt.

Beispiele Burger
_ Lauben-Burger 180 g: 100 % Rind vom Taunus-Charolais von der Landmetzgerei Elzenheimer, mit knackigem Salat, karamellisierten Zwiebeln, Essiggurke, Gemüserelish, Cheddarkäse und knusprigem Speck
_ Veggie-Burger: Gegrillter Ziegenkäse mit Wildrauke, Rote-Beete-Relish, Zucchini, Korianderpesto und roten Zwiebeln
_ Vegan-Burger: Falafelfrikadelle mit knackigem Salat, Paprika-Minz-Aioli, Landgurke, Tomate, Zucchini und Sesamhummus

www.laubeliebehoffnung.de

Die Zwiebel als Heilpflanze

Zwiebel ist die Heilpflanze des Jahres 2015. Der Naturheilverein Theophrastus möchte mit dieser Wahl die heilenden Aspekte des Gemüses herausstellen. Ob als Sirup, Saft, Tee oder Tinktur – die Zwiebel hilft zum Beispiel beim ersten Frühlingsschnupfen und bei Ohrenschmerzen, löst Schleim in den Bronchien und bekämpft Appetitlosigkeit.

Seit Jahrtausenden wird die Zwiebel als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Für die Pyramidenarbeiter in Ägypten und die römischen Legionäre waren Zwiebeln ein Hauptnahrungsmittel. In Deutschland begann der Anbau der Pflanze im zwölften Jahrhundert. Sie gehört zur Gattung Allium aus der Familie der Liliengewächse. Heute ist die Zwiebel nach der Tomate das beliebteste Gemüse der Deutschen und wird auf einer Fläche von 9.000 Hektar angepflanzt. Im Jahr isst jeder Bürger rund sieben Kilogramm.

Die Zwiebel ist ein bewährtes Mittel in der Naturheilkunde. Gekocht wirkt das Gemüse regulierend auf den Magen-Darm-Trakt und beugt altersbedingten Gefäßveränderungen vor. Gegen Husten helfen Zwiebeln als Sirup mit Zucker und Honig.

Zwiebeln sind eine Bereicherung für den Speiseplan und sie enthalten viele positive Inhaltsstoffe. Dazu gehören Vitamin C, aber auch Vitamin A, B-Vitamine und E sowie Mineralien und Spurenelemente wie zum Beispiel Kalium, Phosphor, Zink und Mangan. Wertvolle Senföle wirken zudem antibakteriell und unterstützen das Verdauungssystem.
Heike Kreutz, www.aid.de

Bocuse d'or, Lyon

Man musste heute früh aufstehen, um beim Start des deutschen Teams dabei zu sein. Deutschland ist nämlich das erste von zwölf teilnehmenden Ländern, die heute an den Start gehen.

Es fällt sofort auf, dass das Team Germany, bestehend aus Christian Krüger, Coach Ludwig Heer und Commis Christian Döhner äussersts ruhig wirkt, ganz anders als die Mannschaften aus Südamerika oder Fernost.
Deutschland hat auch nichts zu verlieren, Erfahrungen sammeln für die Zukunft. Christian Döhner schildert die Mentalität des Teams: „alone we are nothing – together we can achieve anything!“ Teamgeist ist angesagt : power, creativity, teamspirit steht auf der Menü “Karte”.

In unseren Augen scheint das Menü sehr gewagt, es ist ein „quitte ou double“. Man spürt auch deutlich den Einfluss von Coach Ludwig Heer, der schon zwei mal hier selbst Deutschland repräsentierte und der eine Patisserie Ausbildung hat. Es haben bereits zwei mal Patissiers beim Bocuse d’or gesiegt, die beiden Franzosen Fabrice Desvignes in 2007 und Thibault Ruggeri in 2013.

Beim Fischgericht, Fario Forellen, werden diese wie in Deutschland üblich mit Butter, Zitrone und Zwiebeln vorbereitet. Christian Krüger wird uns ein krustiges Ei präsentieren, das in der Mitte flüssig ist.

Das Thema des Tages: auf der Bocuse d’or Trophäe steht Paul Bocuse auf der runde Erdkugel, rund werden die Zutaten sein, anhand neuer, geheimer Kochtechniken. Wir behaupten, daß wir gestern keinen Sieger gesehen haben, es ist also alles offen. Claude Minni aus Lyon

Mehr über den Bocuse d’or und Fotos unter www.saga-bocusedor.com heute Abend.

Kochen mit Martina und Moritz

Vorwinterliche Boten aus der Küche

Sauerkraut ist ein beliebtes Herbstgemüse und hat durchaus das Zeug zur Delikatesse. In dieser vorwinterlichen Sendung widmen unsere Fernsehköche Martina und Moritz dem Gemüsedauerbrenner zwei Rezepte: Kasseler mit Honigduft auf Sauerkraut und Sauerkrautpastetchen, die wunderbar als Resteverwertung des ersten Gerichtes zubereitet werden können. Aber auch die Zwiebel findet heute große Beachtung: Es ist grundsätzlich eine gute Idee, Fleisch und Zwiebeln miteinander zu verarbeiten. Dabei entsteht immer ein herzhaftes Gericht, kräftig gewürzt und mit viel Sauce. Martina und Moritz sind dazu neue pfiffige Varianten eingefallen. So schmoren sie Lammhaxen mit halbierten Zwiebeln in Rotwein und würzen dabei herzhaft mit Knoblauch und Paprika. Aber auch ein wahrer Klassiker darf nicht fehlen: Kalbsleber mit Äpfeln und Zwiebeln auf duftigem Kartoffelpüree.

Redaktion: Klaus Brock

Morgen wieder die Kultserie im WDR Fernsehen, Samstag, 22. November 2014, 17.20 – 17.50 Uhr in HD
– Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer – Vorwinterliche Boten aus der Küche

www.martinaundmoritz.wdr.de
www.apfelgut.de

Stefan Hermann kocht eine Soljanka

Der Dresdner Sternekoch Stefan Hermann kreiert zum großen Jubiläum eine würzige Soljanka

Wenn am 9. November 2014 das 25-jährige Jubiläum des Mauerfalls und damit der Grenzöffnung Deutschlands gefeiert wird, schaut die ganze Welt auf die Bundesrepublik. Denn der Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde, hat für viele Menschen eine ganz besondere Bedeutung. Auch Sternekoch und Unternehmer Stefan Hermann erinnert sich an diesen Tag im Jahr 1989, als wäre es gestern gewesen. Als plötzlich die Meldung der Grenzöffnung im Radio lief, wurde in seinem damaligen Betrieb spontan mit Kollegen, Gästen und Nachbarn gefeiert. Damals ahnte er noch nicht, dass er eines Tages in Dresden sesshaft werden würde. Doch schon bald zog es ihn für eine erste Stippvisite in die neuen Bundesländer. Dabei lernte er ein Gericht kennen, das er über die Jahre zu lieben gelernt hat: eine kräftig-würzige Soljanka.

Zum großen Jubiläum hat Stefan Hermann nun seine ganz persönliche Soljanka kreiert und in das Sortiment seines Feinkostladens aufgenommen. Die mit frischen Zutaten und in liebevoller Handarbeit zubereitete Suppe wird dort den ganzen November lang in Einmachgläsern zum Preis von 14 Euro angeboten. Ein Glas beinhaltet zwei Portionen Suppe. Wer nicht aus Dresden kommt, kann die Soljanka auch im Onlineshop www.bean-and-beluga.de/Feinkostladen bestellen und nach Hause liefern lassen. Dresdner und Besucher der Stadt haben außerdem die Möglichkeit, vom 1. bis zum 16. November in Hermanns zweitem Restaurant william das Menü „Tag der deutschen Einheit“ zu genießen, in dem „Himmel un äd“ als Vorspeise, Soljanka im Zwischengang, ein sächsischer Sauerbraten als Hauptspeise und – wie es sich für Dresden gehört – einer Eierschecke zum Dessert serviert werden. Und wer gern selbst kocht, der kann Hermanns‘ Kreation natürlich auch zuhause nachkochen.

Das Rezept für vier Personen
Zutaten
150 g     Rindfleisch
40 g     Fleischwurst
15 g     Gewürzgurken
15 g     Gemüsezwiebeln
100 g     frische rote Paprika
100 g    frische gelbe und grüne Paprika
120 g     Fleischtomaten
60 g     passierte Tomaten
150 ml    Fleischbrühe
10 g     Paprikapulver
5 g             Speisesalz
2 g             weißer Pfeffer
15 g     Kapern
                Saft und Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
10 ml     Rapsöl
20 g     Créme Fraîche
 
 
Zubereitung
Zur Vorbereitung das Fleisch, die Fleischwurst und die Paprika in feine Streifen, Gewürzgurken und Tomaten in Würfel und Zwiebeln in Ringe schneiden.

Das Fleisch in heißem Öl anbraten. Danach die Zwiebeln dazugeben und kurz anschwitzen. Die Tomaten hinzugeben und mit passierten Tomaten und der Fleischbrühe auffüllen. Ca. eine Stunde leicht köcheln lassen. Paprikastreifen und Gewürzgurken hinzufügen, alles vermischen und noch einmal für ca. 20 Minuten leicht köcheln.

Paprikapulver, Saft und Schale der Zitronen sowie Kapern hinzugeben. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Créme Fraîche reichen.

Benimm Regeln in englischsprachigen Restaurants

Urlaub im englischsprachigen Ausland? Hier ein kleiner Knigge und Spezialitäten-Tipps für den Restaurantbesuch

Nau Mai – willkommen! Wer so begrüßt wird, befindet sich bei den Maori in Neuseeland, einem eigentlich englischsprachigen Land. Doch wie auch in Australien, USA und Großbritannien gibt es hier jede Menge Ausdrücke, die man nur mit Schulenglisch nicht verstehen kann.
„Und auch Verhaltensregeln, beispielsweise bei einem Restaurantbesuch, können in den Ländern sehr unterschiedlich sein“, weiß Rebecca Stiebeiner von Hudde Sprachen+. Als Dolmetscherin beschäftigt sie sich intensiv mit den Feinheiten der englischen Sprache und der Kultur dieser Länder. Gourmet Report verrät sie ihre Tipps für einen gelungenen Restaurantbesuch.

Please wait to be seated – Please seat yourself
In den USA ist es oft unmissverständlich mit Hilfe eines Schildes am Eingang geregelt, ob man auf den Kellner warten soll bis man platziert wird, oder ob man selbst einen Tisch wählen darf. In Großbritannien, Neuseeland und Australien setzt man sich in legeren Restaurants selbst an einen freien Tisch, in gehobenen Restaurants wird man in der Regel an den Tisch begleitet.

The bill, please – Zahlen und Trinkgeld
Bezahlt wird, wie bei uns, meist am Tisch beim Kellner. Wenn die Rechnung auf einem kleinen Tablett gebracht wird, legt man das Geld inklusive Trinkgeld darauf und lässt es entweder am Platz liegen oder gibt es dem Kellner in die Hand. In Neuseeland, Australien und den USA ist die Bezahlung in vielen Restaurants auch an der Kasse möglich.
Trinkgeld wird in Australien und Neuseeland nicht erwartet. Bei besonders gutem Service gibt man in Australien maximal 10%. Bei Barzahlungen in Australien ist zu beachten, dass es keine 1- und 2- Centmünzen gibt, deshalb wird zum nächsten 5-Centbetrag auf- oder abgerundet. Dasselbe gilt für Neuseeland, wo auf den nächsten 10-Centbetrag gerundet wird, da es auch keine 5-Centmünzen gibt. Ganz anders in den USA. Hier wird mindestens 15 % Trinkgeld erwartet, üblich ist „double the tax“, das Doppelte der Verkaufssteuer. In
Großbritannien ist beim Trinkgeld bei gutem Service 10 % üblich. Manchmal ist jedoch eine Servicepauschale im Preis enthalten, dann kann das Trinkgeld entfallen.

Landestypische Speisen und Getränke
Was ist in den verschiedenen Ländern eigentlich typisch und was sollte man unbedingt probieren? Hier eine Auswahl von Speisen und Getränken, zusammengestellt von Hudde Sprachen+.

In Australien ist Bier sehr beliebt und viele Marken werden auch dort gebraut. Einige Gerichte gibt es nur in Australien, beispielsweise den Pie Floater aus Südaustralien. Dabei handelt es sich um eine umgekehrte Fleischpastete, die auf einer dickflüssigen Erbsensuppe serviert wird. Die Chiko roll ist inspiriert von den chinesischen Frühlingsrollen – dicke Rollen gefüllt mit Sellerie, Gerste, Kohl, Rindfleisch, Mais, Karotten, Zwiebeln und Gewürzen. Alles wird in einem Teig aus Mehl und Ei eingerollt. Der Australian Meat Pie enthält Hackfleisch und Bratensoße. Er wird auch mit Zwiebeln, Pilzen und Käse serviert. Für Australien typische Fleischsorten sind Känguru- und Krokodilfleisch.

Auch in Neuseeland ist Bier ein sehr beliebtes Getränk und es gibt viele verschiedene Sorten. Zwei für Neuseeland typische Produkte sind Kiwis und Lammfleisch. Beides wird von den „Kiwis“ (so der Kosename für die Neuseeländer) selbst gerne gegessen und gehört auch zu den Exportschlagern. Außerdem erfreuen sich Meeresfrüchte großer Beliebtheit. Die Paua-Muschel ist eine Delikatesse, die allerdings nicht käuflich zu erwerben ist, da der Verkauf verboten ist. Man muss also selbst im Meer danach tauchen – doch Vorsicht, die erlaubte Menge ist begrenzt. Weitere Muschelsorten sind Austern und die Grünlipp-Muschel. Tamarillo ist eine rote oder gelbliche subtropische Frucht, die in Chutneys verwendet wird und mit Eiscreme oder in Mayonnaise gemischt wird. Ein beliebtes Dessert, sowohl in Neuseeland wie auch in Australien ist die Pavalova, eine mit Früchten und Sahne gefüllte Baisertorte.

Tee ist in Großbritannien das beliebteste Getränk. Täglich werden 165 Millionen Tassen getrunken. Typisch englische Speisen sind oft etwas deftig für unseren Geschmack. Wie das Haggis aus Schottland. Ein Schafsmagen, der mit Fleisch von Schafherz, -leber, -lunge und mit Hafer gefüllt ist. Der Black Pudding, hergestellt aus Schweineblut und –fett in eine Art Wurst geformt, wird von manchem gerne zum typisch englischen, deftigen Frühstück in der Pfanne angebraten und warm gegessen. Allseits bekannt sind Fish and Chips. Kabeljau, Schellfisch und/oder Scholle werden in Teig getaucht und frittiert. Dazu gibt es Pommes, die zumeist deutlich größer und breiter sind als unsere, und häufig auch grünes Erbsenpüree und Sauce Tartar.

Die USA sind ein multikulturelles Land, was sich natürlich auch bei den Ernährungsgewohnheiten zeigt. Es gibt viele verschiedene Spezialitäten und daher auch nicht nur ein typisches Nationalgericht.
Zu den Klassikern gehört jedoch auf jeden Fall der Hot Dog. Das Würstchen im Brötchen, gerne auch mit Röstzwiebeln, Essiggurken und anderen Zutaten, Ketchup und/oder Senf ist schon fast ein Muss. Nachos, Tortilla Chips, überbacken mit Nachokäse oder geriebenem Käse, sind inzwischen auch bei uns bekannt und beliebt. Genauso wie Maccaroni and Cheese. Eine Spezialität ist S’more. Das sind geröstete Marshmallows mit einer Schicht Schokolade zwischen zwei Graham crackers, traditionell über dem Lagerfeuer zubereitet.

Besondere Aufmerksamkeit ist Reservierungen der Gourmet Restaurants zu gewähren. Es wird in der Regel genau erklärt, welche Kleiderordnung gewünscht wird. So ist es nicht ungewöhnlich, dass man keine Jeans oder Turnschuhe anziehen darf, sondern ein Jacket.

Der Apfel – wissenswertes

Apfelgenuss rund ums Jahr
Äpfel sind seit Jahren das beliebteste Obst hierzulande. 18,7 Kilogramm* der runden Früchte wurden 2013 in jedem Bundeshaushalt durchschnittlich eingekauft. Der Anteil aus Deutschland nimmt im Handel stetig zu: Im vergangenem Jahr kamen fast zwei Drittel aller erworbenen Äpfel aus heimischem Anbau.

Deutschland ist in Europa einer der bedeutendsten Apfelerzeuger: Jährlich werden hier rund eine Million Tonnen der knackigen Früchte geerntet. In fast allen Bundesländern wird das Obst angebaut. Die wichtigsten Apfelregionen liegen an der Niederelbe, am Bodensee, im Rheinland und in Sachsen. Bundesweit sind mehr als 20 Apfelsorten im Handel erhältlich. Am häufigsten angebaut werden der aromatisch-saftige Elstar, der säuerlich-aromatische Jonagold und Jonagored, gefolgt von dem süß-säuerlichen Braeburn, dem süßen Gala sowie dem milden Idared. Auf dieses Quintett entfallen insgesamt 60 Prozent der deutschen Produktion.

Das ganze Jahr über verfügbar
Nach der Ernte im Spätsommer und Herbst wird ein Großteil der Früchte eingelagert. Die ausgefeilten Lagertechnologien sind besonders schonend und sorgen dafür, dass das Obst lange frisch und lecker bleibt. Einige Apfelsorten sind besonders lagerfähig und können bis zum Beginn der neuen Ernte verwahrt werden. Den Verbrauchern stehen so ganzjährig deutsche Äpfel zur Verfügung.

Jederzeit einsetzbar
Zu jeder Jahreszeit gibt es für Äpfel den richtigen Partner im Obst- und Gemüseregal. Generell gilt: Gegensätze ziehen sich an. Für süße Speisen eignen sich eher säuerliche Sorten, in deftigen Gerichten machen sich süße Äpfel besser. Die leckersten Kombinationen für jede Saison werden im Folgenden vorgestellt:

Winter: In der kalten Jahreszeit lassen sich die Früchte zu deftigen Hauptspeisen kombinieren. Neben dem aromatischen Rotkohl oder Chinakohl macht sich leicht süßliches Wurzelgemüse wie Möhren oder Rote Beete besonders gut. Herzhafte Salate mit Chicorée oder Feldsalat werden durch Apfelsorten wie Golden Delicious, Cameo und Pinova abgerundet. Tipp: Wer Äpfel nicht immer stifteln oder raspeln will, kann auch Apfelspalten in etwas Fett anbraten und warm auf den Salat geben.

Frühling: Im Frühjahr greift man besonders gerne zu leichten Speisen. Pflück- und Kopfsalate lassen sich mit Äpfeln wie Evelina und Fuji und Radieschen verfeinern. Wer es kräftiger mag, greift zu einer Apfelvinaigrette. Dafür Äpfel und Zwiebeln in feine Würfel schneiden, mit Öl und Apfelessig verrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Leckermäulchen können Pfannkuchen mit Apfelscheiben verfeinern.

Sommer: Es ist Beerenzeit! Apfelsorten wie Cox Orange, Gloster, Ingrid Marie oder Jonagored harmonisieren in Süßspeisen wunderbar mit Brombeeren und peppen fruchtige Bowlen und erfrischende Cocktails auf. Der klassische Apfelkuchen darf auch in den Sommermonaten auf keiner Kaffeetafel fehlen und gelingt besonders mit den Sorten Boskoop, Elstar oder Jonagold.

Herbst: Wärmende Gerichte sind in der zweiten Jahreshälfte gefragt. Äpfel wie der Gala oder der Cox Orange verfeinern nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern runden zudem Ofengerichte mit Kürbis und Wurzelgemüse ab. Endivien- oder Pflücksalate mit Käse und Zwiebeln erhalten durch das Obst eine fruchtige Note. Der aromatische Bratapfel mit Nüssen und Rosinen oder Nachspeisen mit saftigen Birnen lassen die Herzen von Obstliebhabern höher schlagen.

*Quelle: Agrar-Informations Gesellschaft (AMI) 2014

Die vielen Seiten des Rhabarbers

Drei Gänge – ein Gemüse
 
Rhabarber in Suppen, als Beilage zu Fisch und klassisch als süßes Kompott. Das säuerlich schmeckende Gemüse hat viel zu bieten. 5 am Tag hat den Test gemacht und ein abwechslungsreiches Rhabarber-Menü zusammengestellt, mit dem ganz nebenbei beim Schlemmen auch noch drei der empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse zusammenkommen.
 
Ein Gemüse, das den Gaumen sowohl salzig als auch süß kitzeln kann – mit Rhabarber ist das eine einfache Übung. „Erfrischend, säuerlich, pikant, das sind die Eigenschaften, mit denen Rhabarber in der Zubereitung überzeugt, egal, ob herzhaft oder süß. Ich bin mir sicher, dass experimentierfreudige Köche viele überraschende Gerichte aus diesem unterschätzten Gemüse zubereiten können“, vermutet Sabine Lauxen, Sprecherin der von der EU unterstützten 5 am Tag-Kampagne.
 
Rhabarber in jedem Gang
„Rhabarber ist unglaublich vielseitig. Eine mehrgängige Mahlzeit lässt sich spielend leicht aus dem Gemüse zaubern“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Verena Räsener, die sich für 5 am Tag an den Herd gestellt und das perfekte Rhabarber-Drei-Gänge-Menü entwickelt hat. Wie wäre es als Vorspeise mit einem erfrischenden Rhabarbersüppchen? Dieses kombiniert Paprika, Rhabarber, Zwiebeln und Ingwer und verblüfft den Gaumen mit sommerlichem Geschmack.
 
Bei den Hauptspeisen punktet Rhabarber als Gemüsebeilage zu Fisch, entweder als Solist oder in Kombination mit anderem Gemüse. Sehr verführerisch duftet zum Beispiel Lachsfilet auf einem mit Zwiebel, Orange und Apfel verfeinerten Rhabarberbett.
 
Und als Nachspeise? Überzeugt knackiges Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit frischer Minze an Vanillequark.
 
Rhabarber hat viel zu bieten
Rhabarber hat nicht nur einen außergewöhnlichen Geschmack, sondern enthält zudem Mineral- und Ballaststoffe. Die Ballaststoffe des Gemüses wiederum sorgen für eine geregelte Verdauung. Und das Extra-Plus für die Sommerfigur: 100 g Rhabarber hat weniger als 20 Kalorien. Ausprobieren lohnt sich also.
 
Das Drei-Gänge-Menü zum Nachkochen:
 
Vorspeise:
Fruchtig-frische Rhabarber-Paprika-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
600 g gelber Paprika
150 g Rhabarber
20 g Ingwer, frisch, fein gerieben oder gewürfelt
1 Zwiebel
2 EL Pflanzenöl, z. B. Rapsöl
50 ml Orangensaft
750 ml Brühe, z. B. Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer zum Würzen
 
Zubereitung:
Die Paprika waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. Rhabarber waschen, putzen und in 2-3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln. Ingwer schälen und fein reiben.
 
Öl in einem Topf erhitzen und darin die Zwiebeln mit dem Ingwer glasig anschwitzen. Dann Paprika und Rhabarber zugeben und bei starker Hitze braun anrösten. Mit Orangensaft ablöschen, kurz reduzieren lassen und dann mit der Brühe auffüllen. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.
 
Suppe mit einem Mixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
 
 
Hauptgang:
Schnelles Rhabarber-Gemüse zu knusprig-gebratenem Fischfilet

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Rhabarber
2 rote Zwiebeln
30 g Butter (oder Pflanzenöl)
220 ml Traubensaft
1 Apfel
1/2 Schale einer ungespritzten Orange
Salz, (roter) Pfeffer, Vanillepulver
4 Fischfilets (pro Person ca. 125 g), z. B. Lachs oder Makrele. Als Alternative: Entenbrust
10 g Butter zum Anbraten
Salz, Pfeffer, evtl. gekörnte Brühe
 
Zubereitung Rhabarber-Gemüse:
Rhabarber waschen, putzen und in 1 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Orange heiß abwaschen und Schale abreiben.
 
Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln glasig anschwitzen. Mit Saft ablöschen und ca. 5 Minuten offen einköcheln lassen.
 
Dann Rhabarberstücke, Apfel und Orangenabrieb zugeben, im geschlossenen Topf ca. 5 Minuten ziehen lassen Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Vanille und nach Bedarf mit Gemüsebrühe abschmecken.
 
Zubereitung Fischfilet:
Fischfilet unter fließendem Wasser reinigen und anschließend trockentupfen. Verbliebene Gräten entfernen.
Butter in einer Pfanne erhitzen und Filets bei mittlerer Hitze pro Seite ca. 2 Minuten braten. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
 
 
Nachspeise:
Knackiges Rhabarber-Erdbeer-Kompott mit frischer Minze an Vanillequark

Zutaten für 4 Portionen:
500 g roter Rhabarber
2 EL Zucker
2 ungespritzte Orangen, deren Saft und etwas von der Schale (fein abgerieben)
300 g Erdbeeren
Frische Minzeblätter
500 g Magerquark
150 g Naturjogurt oder Saure Sahne
Vanille, gerieben oder als Pulver (Alternative: Vanille-Zucker)
2 EL Honig
 
Zubereitung Rhabarber-Kompott:
Rhabarber waschen, putzen und in 2-3 cm große Stücke (z. B. Rauten) schneiden. Erdbeeren waschen, putzen und vierteln. Orangen heiß abwaschen, etwas Schale abreiben und dann auspressen. Saft und Schale zur Seite stellen.
 
Saft und Zucker in einem Topf leicht erhitzen, Rhabarber dazugeben und mit geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten ziehen lassen. Achtung: der Rhabarber soll schön knackig bleiben. Mit Vanillepulver abschmecken.
 
Nebenbei die Minze waschen und grob schneiden. Erdbeeren, Minze und eine Prise Vanillepulver zum leicht abgekühlten Rhabarber geben und alles vermengen. Einige Minuten durchziehen lassen.
 
Zubereitung Vanillequark:
Quark, Jogurt, Vanille und Honig cremig rühren. Nach Bedarf süßen.

Dim Sum Haus deckt Mythen der chinesische Esskultur auf

Kommen Glückskekse tatsächlich aus China? Ist der Reiswein wirklich ein Wein? Und warum ist die Dekoration in chinesischen Restaurants immer rot? Wer die Antworten auf all diese Fragen finden möchte, ist bei Mary-Ann Kwong genau richtig. Denn als Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem  ältesten China Restaurant Hamburgs, ist sie Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.

Wie verknüpft die chinesische Küche Essen und Geist?
Die Fünf-Elemente-Küche Chinas: Die Kraft der Balance

Mary Ann Kwong, Inhaberin des Dim Sum Hauses, dem ältesten China Restaurant Hamburgs, ist Expertin wenn es um Kuriositäten ihrer Heimat-Küche geht.
Über die chinesische Esskultur, kursieren zahlreiche Gerüchte und Mythen. Viele davon erscheinen aus westlicher Perspektive fremd.
Essen spielt in der chinesischen Kultur eine so wichtige Rolle, dass sich die Menschen auf eine ganz außergewöhnliche Weise damit verbunden fühlen. Chinesen sind davon überzeugt, dass Essen einen Menschen und dessen Wohlbefinden beeinflusst.

Aber gibt es wirklich so etwas wie „Essen für die Seele“?
Die Ernährung nach den fünf Elementen – Holz (Mu), Feuer (Huo), Erde (Tu), Metall (Jin) und Wasser (Shui) – basiert auf der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM), die bereits seit über 2.000 Jahren praktiziert wird und sich Mitte des letzten Jahrhunderts in Europa etablierte. Ihr Ziel ist es durch genussvolle Ernährung zu heilen, denn dieses Prinzip bringt den Körper, die Seele und den Geist, die hier als Einheit betrachtet werden, in Balance:
Dazu müssen die gegensätzlichen Energien Yin und Yang ausgeglichen sein. Nur so kann die Lebensenergie, Qi, die uns auch vor Krankheiten bewahrt und unser Wohlbefinden beeinflusst, richtig fließen. Aber gibt es wirklich so etwas wie Seelennahrung?
„Die chinesische Mythologie besagt, dass möglichst alle fünf Elemente, in den Gerichten, die wir morgens, mittags und abends zu uns nehmen, vorkommen sollten“, erklärt XXX Kwong. Denn nur auf diese Weise kann der Mensch ins Gleichgewicht gebracht werden. Hierbei werden alle Lebensmittel, sowie Geschmacksrichtungen, den unterschiedlichen Elementen zugeordnet: Holz wird beispielsweise durch die Geschmacksrichtung sauer geprägt und zu ihr zählen unter anderem Huhn und Essig. Hingegen gehören dem Element Metall scharf, sowie Lebensmittel wie Zwiebeln, Ingwer, Pfeffer und Pute an.
Zusätzlich spielt die thermische Energie eine überaus wichtige Rolle in der chinesischen Esskultur. Sie wird in heiß, warm, neutral, erfrischend und kalt aufgegliedert“, fügt Kwong hinzu. Hier wird ebenso auf Ausgewogenheit geachtet. Allerdings sollte bedacht werden, dass das Essen nicht zu kalt ist, da dem Körper ansonsten zu viel Energie entzogen wird und dies würde wiederum zu einem Ungleichgewicht führen.

Ein chinesisches Menü, das den Kriterien der Fünf-Elemente-Küche entspricht, wäre beispielsweise Folgendes:
Vorspeise
Chinesischer Gurkensalat mit Essig und Knoblauch
Hauptgang
Gebratene hausgemachte „Ho-Fan“ Reisbandnudeln mit Rindfleisch, Zwiebeln, Chili und Paprika in gewürzter Schwarzbohnensauce (pikant-scharf)
Nachspeise
Sesambällchen

Das Dim Sum Haus ist das älteste noch bestehende, chinesische Restaurant in Hamburg. Seit 1964 gibt es das kleine Lokal im Herzen St. Georgs, das bereits in dritter Generation von Familie Kwong geführt wird. Vier Spezialitätenköche aus China sind in der Küche des Hauses tätig, um die kulinarische Tradition des Landes zu wahren und die authentische Zubereitung der Gerichte zu gewährleisten – das wird auch von den in Hamburg lebenden Chinesen geschätzt.

Kochen mit Martina und Moritz

Morgen im WDR Fernsehen, Samstag, 12. Oktober 2013, 17.20 – 17.50 Uhr: Kochen mit Martina und Moritz – Moderation: Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer – Thema morgen: Lieblingsgemüse Zwiebeln – Mehr als nur Gewürz

Unglaublich, was sich aus Zwiebeln alles zaubern lässt. Es gibt eine Vielzahl von Sorten, in allen Farben, Größen und von unterschiedlichem Geschmack. Da gibt es weiße Zwiebeln, rote, große, kleine sowie die dicken spanischen Gemüsezwiebeln, die so mild sind, dass man in sie hinein beißen kann, wie in einen Apfel. Dann gibt es die feinen Schalotten, und die rund ums Jahr erhältlichen Frühlingszwiebeln mit dem schönen Zwiebellaub. Und Zwiebelspezialitäten, wie die rosafarbenen Roscoffzwiebeln aus der Bretagne, die roten Hörizwiebeln vom Bodensee und die glänzenden lilafarbenen Tropeazwiebeln aus Süditalien. Zwiebeln sind weltweit das meistgegessene Gemüse – keine Küche, die ohne Zwiebeln auskommt. Deshalb haben sich die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz dazu eine Menge einfallen lassen und zeigen, wie Zwiebeln Pep, Würze und Geschmack ins Essen bringen. Zum Beispiel als karamellisierte Zwiebeln zur gebratenen Leber, knusprige Zwiebeln als Bällchen, würzige Zwiebeln im Chutney, sahnige Zwiebeln mit Geschnetzeltem zu Kartoffelpüree oder geschmorte Zwiebeln im Curry.

Redaktion: Klaus Brock

www.martinaundmoritz.wdr.de