Hopfenspargel

Die feinen weißen Sprossen, der großen Hopfenpflanze sind mittlerweile ein Geheimtipp für Feinschmecker aus Nah und Fern. Aber die Hopfenspargelsaison ist nur sehr kurz: je nach Witterung, ab Mitte bzw. Ende März bis etwa Mitte April, also nicht länger als drei bis vier Wochen. Denn erst nach dem harten Frost des Winters beginnen die ersten kurzen Triebe des Wurzelstocks der Hopfenpflanze heranzuwachsen.

Nach den ersten warmen Tagen des Frühlings wird der Hopfenstock vorsichtig von der Erde befreit. Stück für Stück werden nun die kleinen Sprossen in mühevoller Handarbeit abgebrochen, so dass nur der frischeste Teil des edlen Gemüses übrig bleibt. Dadurch wird garantiert, dass nur die beste Qualität auf den Tisch kommt. Regelmäßige Qualitätskontrollen des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e.V sorgen dabei für einen gleich bleibend hohen Standard.

Durch ihren delikaten Geschmack werden diese weißen Sprossen auch vielseitig in der großen Küche eingesetzt. Eine ausgewählte Gruppe Hallertauer Gastronomen mit bayerischem Traditionsbewusstsein und gleichzeitig einer Begeisterung für innovative Gerichte verwöhnt dieses Jahr ihre Gäste wieder mit außergewöhnlichen Hopfenspargelschmankerln. So mancher Gast kommt von weit her, um sich dieses vielfältige Angebot an Leckereien nicht entgehen zu lassen. Es ist somit auch kein Wunder, dass der Hallertauer Hopfenspargel immer mehr Liebhaber gewinnt.

Bei einigen Erzeugern kann man sogar „live“ bei der Hopfenspargelernte dabei sein und sich selbst von der hervorragenden Qualität und Frische des Produkts Hopfenspargel überzeugen. Natürlich können Hobbyköche die feinen Triebe auch frisch vom Direktvermarkter erwerben und dann selbst zubereiten. Die Erzeuger geben gerne Tipps und Anleitungen.

Ab 28. März 2006 wird in diesem Jahr die Saison offiziell eröffnet. Alle Gastronomiebetriebe und Erzeuger die sich an den Hallertauer Hopfenspargelwochen beteiligen findet man unter www.hallertauer-hopfenspargel.de . Hier findet man aber auch Hintergrundinformationen und einige Rezepte. Die wichtigsten Informationen wurden auch in der Broschüre „Hallertauer Hopfenspargel – eine uralte Hallertauer Spezialität, neu entdeckt“ zusammengefasst, die bei der ARGE Hopfenland Hallertau, Tourismusverband im Landkreis Kelheim e.V. kostenlos unter Tel. 09441 6834-0 zu erhalten ist.

www.hallertauer-hopfenspargel.de

Milder Sommer sorgt für üppige, gesunde Trauben

Die Winzer aller Anbaugebiete machen sich derzeit mit gutem Recht Hoffnungen auf ein zufriedenstellendes Weinjahr. Die Entwicklung der Reben hat – je nach Anbaugebiet – im Vergleich zum langjährigen Mittel einen Vorsprung von fünf bis 14 Tagen. Optimale Wachstumsbedingungen während und nach der Blüte haben dazu geführt, dass sich meist große kompakte Trauben ausgebildet haben, besonders in der Burgunderfamilie. Lediglich in der Pfalz spricht man von leichten Verrieselungsschäden. Überwiegend lauten die Empfehlungen der Fachleute an die Winzer, den Ertrag durch grüne Lese, am besten durch Halbieren der Trauben, zu reduzieren. Die Ertragsreduzierung bewirkt, dass die verbleibenden Trauben umso intensiver versorgt werden können und die qualitätsbestimmenden Aromen und Inhaltsstoffe natürlich angereichert werden.
Die früh reifenden roten Rebsorten wie Regent und Dornfelder befinden sich mitten im Verfärbungsprozess, die Trauben der weißen Rebsorten werden weich und haben damit das erste Stadium des Reifeprozesses erreicht. Erste frühreife weiße Sorten werden für den Federweißenausschank noch im August geerntet. Auch wenn manche Menschen über mangelnden Sonnenschein in diesem Sommer klagen – die Trauben hatten in diesem Jahr optimale Wachstumsbedingungen. Der Wechsel von wärmerer und kühlerer Witterung, von Sonne und Niederschlag war für das Wachsen und Gedeihen der Weinreben und für die Entwicklung der Trauben gut.

An der Mosel wünschen sich die Winzer allerdings eine etwas beständigere Witterung. Dort gab es heftige gewittrige Niederschläge, die den Boden jedoch nicht nachhaltig tränkten.

Geschäftsführer Armin Göring vom DWI erhofft sich nun einen schönen, warmen September und einen goldenen Oktober: „Über den Sommer wird vornehmlich der Mengenertrag eines Jahrgangs gebildet. Die Qualität entsteht in den letzten Wochen vor der Lese.“