Was fressen Kühe, wenn draußen nichts wächst?

Pro Tag frisst eine Kuh rund 50 Kilogramm Futter – und zwar zu jeder Jahreszeit. Derzeit ist das Sommerfutter einer Kuh, frisches Weidegras, nicht verfügbar. „Die Landwirte haben nur zwei Möglichkeiten, das Futter für ihre Tiere haltbar zu machen: Entweder zu Heu trocknen oder zu Silage silieren“, so Dr. Maria Linderer von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft. Die Herstellung von Heu reicht in der Regel nicht aus, um den Futterbedarf zu decken und die Trocknung ist stark vom Sonnenschein abhängig. Ergänzt wird die Fütterung daher durch sogenannte Silage, diese ist schneller herzustellen und daher witterungsunabhängiger. Außerdem ist sie ein sehr nährstoffreiches Futter.

Milchsäure macht Gras haltbar

Zur Herstellung von Silage braucht man ebenso wie für Heu frisch gemähtes Gras oder andere Pflanzen, beispielsweise Mais. Der Vorteil ist, dass das Gras nicht so lange trocknen muss: Es wird kurz nach dem Mähen gepresst oder in einem Silo unter Luftverschluss gelagert. Anschließend beginnen die im Gras enthaltenden Milchsäurebakterien Zucker in Säuren (in erster Linie Milchsäure) umzuwandeln. Dabei fällt der ph-Wert ab, die Silage wird sauer und lange haltbar. Eine ausgewogene Futtermischung enthält sowohl Heu als auch Silage. Maria Linderer erklärt: „Die Gras- oder Maissilage ist sozusagen das Sauerkraut der Kuh, die zu jeder Zeit wertvolle Nährstoffe liefert.“

Stoppelgänse bei Otto Gourmet

Neu und nur im September

Schon Wilhelm Busch hat über sie gedichtet: „ Jeder der Verstand hat, spricht: einen schöneren Vogel gibt es nicht.“ Gemeint sind Stoppelgänseâ. Otto Gourmet bietet diese fast vergessene Spezialität aus der norddeutschen Dümmerregion dieses Jahr an zwei Lieferterminen frisch an: Anfang und Mitte September (KW 36 und KW 38). Preis: 19,90 €/kg.

Stoppelgänse sind ca. acht Wochen alte Weidegänse, die noch vor dem ersten Umfedern mit rund drei Kilogramm geschlachtet werden. Noch Anfang des vergangenen Jahrhunderts galten sie als Delikatesse. Sie sind fettarm, bekömmlich und werden innerhalb von zwei Stunden zu einem köstlichen Braten.

„Unsere Stoppelgänse stammen vom Familienbetrieb M. Claßen aus Bakum, die ihre Gänsezucht aus Leidenschaft betreiben. Die Tiere leben ab der dritten Lebenswoche auf einer Maisfläche, deren Pflanzenbestand sie inklusive Weidegras komplett verzehren. Zugefüttert werden lediglich Hafer und Weizen aus eigenem Anbau. Die Schlachtung erfolgt direkt auf dem eigenen Hof. Das bedeutet für die Tiere so wenig Stress wie möglich durch sehr kurze Transportwege,“ so Mitinhaber Wolfgang Otto im Gourmet Report Gespräch.

www.otto-gourmet.de