FOOD ZURICH

Im September wird Zürich während elf Tagen zur Food-Hauptstadt

Vom 8. bis 18. September 2016 widmen sich in Zürich und Umgebung über 90 Anlässe dem Thema Essen und Trinken. Die neue Dachorganisation FOOD ZURICH vereint bereits etablierte Events, wie etwa das Street Food Festival oder The Epicure, mit vielen Veranstaltungen für Jung und Alt.

Ein Kraut, 60 verschiedene Rezepte: Während der elf kulinarischen Tage konzentrieren sich Zürcher Gastronomen besonders auf Speisen aus und mit Kohl. Das Herbstgemüse, auf Schwyzerdütsch Chabis genannt, präsentiert sich in über 60 Zürcher Restaurants – von traditionell-urig bis exotisch-hip. Auch wird ein extra kreiertes Stadtgericht aus Chabis serviert. Aber auch Wildwuchs-Kochkurse, Stadtimker-Workshops, Führungen durch Untergrundküchen, Masterclasses mit Sterneköchen und eine große FOOD ZURICH Party im Zürcher Engrosmarkt stehen auf dem Programm. Für die erste Ausgabe des Festivals konnte das Baskenland als Gastregion gewonnen werden. Die Gastköche des Basque Culinary Center werden an mehreren Anlässen die kulinarische Hochburg repräsentieren.

Das elftägige Foodfestival soll nicht nur in Zürich selbst für Aufmerksamkeit sorgen: «Wir würden uns freuen, wenn dank FOOD ZURICH die Stadt mittelfristig national und international als innovative Food-Destination wahrgenommen wird», sagt Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus und Präsident von FOOD ZURICH Die Leitung von FOOD ZURICH teilen sich Alexandra Heitzer und Simon Mouttet.

Von Spitzenköchen und Sternehotels
Die erfolgreichsten Köche der Stadt engagieren sich für FOOD ZURICH: Die Küchenteams der bekanntesten Zürcher 5-Sterne-Hotels sowie des Basque Culinary Center eröffnen gemeinsam am 8. September im Jelmoli Food Market die elf Genusstage. Tal Ronnen, der US-Starkoch für vegane Kochkunst, zaubert zusammen mit Oliver Rais, dem Küchenchef des Rive Gauche im Baur au Lac, einzigartige Gerichte. Der Hamburger Spitzenkoch Norman Fischer öffnet exklusiv seine Küche für einen Schnuppertag und ermöglicht so nur einer einzigen Person exklusiv, auf Sterneniveau zu kochen. Holger Stromberg, Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft, geleitet am Eröffnungsabend kulinarisch durch das Fifa World Football Museum. Meisterkoch Pascal Schmutz tischt während eines Spielturnieres im exklusiven PM’s Room im Swiss Casino Zürich ein aphrodisierendes Vier-Gänge-Menü auf. Und die Crème de la Crème internationaler Spitzenköche kocht im The Dolder Grand, wenn Sternekoch Heiko Niederer zur dritten Ausgabe von The Epicure einlädt.

Tägliche Dauerbrenner
Beim beliebten Street Food Festival bieten bis zu 70 ausgewählte Street-Food-Spezialisten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in Zürich Köstlichkeiten aus aller Welt an. Durch den Untergrund des Zürcher Hauptbahnhofs geht es auf täglichen Führungen der Candrian Catering AG: Das Schweizer Gastronomieunternehmen besitzt die größten unterirdischen Produktionsstätten Europas. Einen wahren Geschmacksparcour durchlaufen Gäste bei Kramer Gastronomie: Beim «Running Dinner» werden Drei-Gänge-Menüs in drei verschiedenen Restaurants serviert, die sportlichen (Spazier-)Gänge dazwischen führen zu den schönsten Ecken der Stadt. An der Zwinglistrasse 18 wird das House of Food inszeniert: In vier Wohnungen entstehen während der Festivalzeit vier neue Restaurants.

Auf der großen FOOD ZURICH Party im Zürcher Engrosmarkt in Zürich-West, dem größten Frischmarkt der Schweiz, gibt es einen Markt mit regionalen Manufakturen und Kleinproduzenten, einen Soul-Food-Club und eine große Gaststätte, in der sich 20 Zürcher Restaurants entdecken lassen. Bis weit nach Mitternacht kann hier gegessen, getrunken und gefeiert werden. Unter dem Motto «Der Herbst isst bunt» laden FOOD ZURICH und Slow Food Youth am 18. September Besucher ein, ihr eigenes Essen mitzubringen und gemeinsam an einer langen Tafel Platz zu nehmen. Das Eat-in steht unter dem Patronat des Umwelt- und Gesundheitsschutzes der Stadt Zürich.

Zürich denkt grün
Was wir essen und wie wir mit Lebensmitteln umgehen, hat Einfluss auf die Umwelt – lokal und global. Zürich hat sich das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft gesetzt, bei der der Energieverbrauch pro Person auf jährlich 2000 Watt gesenkt werden soll, ohne die hohe Lebensqualität der Stadt zu reduzieren. Das spielt auch im Gastgewerbe eine zentrale Rolle: Gastronomen nutzen Produkte aus der Region, um Transportwege zu sparen, setzen auf saisonale Küche, bieten eine Auswahl an fleischlosen Menüs an und gehen sorgsam mit Lebensmitteln um, um Abfälle zu vermeiden. Während FOOD ZURICH finden diverse Anlässe zum Thema Nachhaltigkeit statt – von Workshops über Fermentierung oder Konservierung über die Zubereitung von saisonalem Gemüse vom Blatt bis zur Wurzel bis zum Insekten-Kochkurs.

Tickets für die Veranstaltungen von FOOD ZURICH sind ab sofort über foodzurich.com erhältlich.

Johannes King und Alexandro Pape

Die beiden Spitzenköche Johannes King und Alexandro Pape verwöhnen ihre Gäste mit Produkten aus eigenem Anbau bzw. heimischer Produktion

Sylt gilt als das kulinarische Mekka des Nordens. Zum einen aufgrund der zahlreichen im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Restaurants. Allein sechs der begehrten Sterne des Guide Michelin leuchten derzeit am Sylter Firmament und sorgen damit für die größte Sternendichte in Deutschland. Zum anderen begeistert Sylt mit einer Vielzahl heimischer Erzeugnisse, die bei immer mehr Feinschmeckern auf und abseits der Insel kollektive Gaumenfreuden auslösen. Zwei Aushängeschilder lokaler Produzenten und Verfechter regionaler Küche sind die beiden Spitzenköche Alexandro Pape und Johannes King.

Der mit zwei Michelin-Sternen dekorierte Gastgeber des „Söl´ring Hof“ lässt mittlerweile nur noch in seine Küche, was grade Saison hat und aus der Region stammt. In seinem Bauerngarten wachsen außerdem längst vergessene Kräuter, Wurzeln und Gemüsen. „Ich werfe gerne in den Topf, was vor meiner Haustür wächst!“ Und vor seiner Haustür wächst momentan so einiges. Der Spargel, den King momentan erntet, ist klein wie ein Finger und manchmal völlig krumm, mal weiß oder violett oder grün – wie herkömmlicher Spargel sieht er nicht aus. Aber er ist knackig und frisch. Da ist nichts rausgezüchtet worden, ein pures Produkt mit all seinen Facetten.„Wir arbeiten mit lokalen Produkten, weil wir damit automatisch im Rhythmus der Natur denken und kochen. Weil wir somit immer die frischesten und qualitativ besten Produkte verwenden!“, erklärt Johannes King. „Alle Produkte, die wir aus unserem Garten verwenden, werden so pur wie möglich gelassen. Wir möchten dem Gast zeigen, wie toll zum Beispiel Mangold, Spargel oder Kräuter in allerfrischester Güte sein können“, sagt er. Andere Zutaten für seine Sterneküche findet er im Watt oder auf der Wiese nebenan. Am Sylter Watt zum Beispiel sammelt er Salzwiesenkräuter. Zwischen üppig blühenden Strandastern versteckt sich Essbares wie Queller, Strandportulak oder Dreizack.

Auch Alexandro Pape, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und 17 Punkten im Gault Millau, weiß wie man Genuss auf eine ganz einfache Formel bringt. Das Faible für regionale Waren und für die Herstellung von eigenen Produkten hat der gastronomische Gastgeber des Munkmarscher Hotels „Fährhaus“ schon lange, im April hat er nun außerdem seine „Bier- und Brot-Stube“ in Keitum eröffnet. Die Grundidee ist dabei so einfach wie genial: Konzentration aufs Wesentliche. Das einfache Stück Brot zum Geschmackserlebnis machen und das gemeinsame Abendbrot als Genusstreffen zelebrieren. Und Pape wäre nicht Pape, wenn er in seiner „Genussmacherei“ in List nicht nur sein eigenes Sylter Meersalz und diverse Pasta-Kreationen herstellt, sondern auch noch ein Bier selbst brauen würde.

www.sylt.dewww.sylter-salz.de,

Tipps für die "schnelle Kartoffel"

Wer an die Kartoffel denkt, hat automatisch eine lange Zubereitungszeit im Kopf – entgegen diesem Ruf muss diese aber nicht länger als die von Nudeln oder Reis sein. Einfach im kochenden Wasser gegart oder mit weiteren Zutaten püriert und in der Pfanne gebacken ist die Kartoffel besonders hilfreich, wenn es einmal schneller gehen muss. Der Vorteil: In der Zwischenzeit kann man sich auch noch der Zubereitung von Dips und Saucen widmen.

Der Klassiker der schnellen Kartoffelküche ist die Pellkartoffel. Sie bietet nicht zuletzt einen Vorteil: Wird die beliebte Knolle ungeschält und unzerkleinert gekocht, verfügt sie über den höchsten Nährstoffgehalt – und ist damit nicht nur lecker, sondern auch besonders gesund. Noch dazu hat sie als Pellkartoffel nur wenige Kalorien. Doch vor allem kann die Garzeit von maximal 20 Minuten optimal dafür genutzt werden, nebenher eine Beilage zuzubereiten – zum Beispiel Sour Cream mit frischen Kräutern: Hierzu für vier Portionen einfach einen Bund gemischter Kräuter waschen, trockenschütteln und fein hacken. 100 Gramm Crème fraîche mit 150 Gramm saurer Sahne, 100 Gramm Quark, einem Esslöffel Salatmayonnaise, einem Teelöffel mittelscharfem Senf und zwei Esslöffeln Weinessig verrühren. Eine fein gehackte Knoblauchzehe und die Kräuter unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auch die Fans von Reibekuchen, Kartoffelpuffern und Reiberdatschi können sich in kurzer Zeit eine schnelle Variante ihres Lieblingsgerichtes zaubern. Der Trick: Geschälte Kartoffeln (750 Gramm, mehligkochende Sorte) einfach grob schneiden und anschließend im Mixbecher zusammen mit drei Eigelb, zwei Esslöffeln Crème fraîche und 60 Gramm Kartoffelstärke mit dem Pürierstab zerkleinern – und die Vorbereitung ist nach wenigen Minuten abgeschlossen. Anschließend in einer beschichteten Pfanne mit etwas Rapsöl kleine Puffer von beiden Seiten goldbraun und knusprig ausbacken.

Kartoffeln aus der Mikrowelle
Hätten Sie’s gewusst? Kartoffeln lassen sich auch in der Mikrowelle zubereiten: Der Handel bietet hierfür spezielle Kartoffeln an, die direkt in der Verpackung gegart werden können. Der Clou: Die Zubereitung dauert – je nach Hersteller – bei 700 bis 1000 Watt nur etwa acht bis fünf Minuten.

Viele weitere Vorschläge für Ihre nächsten Kartoffelgerichte finden Sie unter www.die-kartoffel.de

Test Staubsauger

Testsieger für 800 Euro – Es gibt preiswertere „gute“ Alternativen, so die Stiftung Warentest nach einer Prüfung von zehn hochwertigen und energiesparenden Staubsaugern zu Preisen von 110 bis 800 Euro

Der Testsieger ist Vorwerk Tiger VT265, kürzlich umbenannt in Kobold VT 256. Er kostet 800 Euro und ist meist über Vertreter und online zu kaufen. Fast so gut saugt der Bosch Ergomaxx Professional 1000 mit Elektrobürste für 370 Euro. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet Siemens 04.0 Green Power Allergy mit Standarddüse für 161 Euro. Besonders sparsam und leise saugt das Modell von Rowenta. Doch es erreicht nur ein „befriedigendes“ Qualitätsurteil. Insgesamt reichten die Ergebnisse von „Gut“ bis „Ausreichend“.

Die meisten Staubsauger im Test kommen mit weniger als 1400 Watt aus. Einer kann sogar nur mit 1030 Watt Teppichböden „sehr gut“ reinigen. Lange protzten Anbieter mit hohen Wattzahlen ihrer Geräte, doch angesichts steigender Strompreise ist zumindest bei den teureren Modellen Stromsparen angesagt.

Für die drei Staubbox-Modelle im Test spricht, dass der Nachkauf von Beuteln entfällt. Doch die Staubbox muss entleert werden, und das kann für Hausstauballergiker fatal sein. Leider sind sie auch schwach auf Teppich und laut beim Saugen.

Der ausführliche Test Staubsauger steht in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test oder unter www.test.de/staubsauger abrufbar.

Sylter Austern

Sie ist ein bisschen empfindlich und verkriecht sich deshalb im Winter lieber drinnen. Doch während die ersten Badegäste bislang nur vorsichtig einen Zeh in die frühjahrsfrische Nordsee stecken, hat die Sylter Auster bereits den Sprung ins nicht mehr ganz so kalte Wasser gewagt: Die „Sylter Royal“ ist wieder zurück an ihrem angestammten Platz in der Blidselbucht.

Es war wie immer ein hartes Stück Arbeit für die Umzugshelfer von „Dittmeyer’s Austern-Compagnie“: In der letzten April-Woche beförderten sie einen der kulinarischen Sylter Stars Stück für Stück zurück in die Blidselbucht zwischen Kampen und List. Denn abgesehen von ihrem ausgezeichneten Geschmack und ihrer hohen Qualität ist das Besondere an der „Sylter Royal“ ihr Lebensgefühl. Genauer: Sie hat zwei Wohnsitze. Den Winter verbringt sie stets in ihrer wohligen Zweitwohnung, einer Lagerhalle an der Hafenstraße in List. Hier lässt sie es sich in großen Bassins, die per Seewasserleitung mit der Nordsee verbunden sind, gut gehen. Doch sobald der Frost seine eisige Hand von der Insel genommen hat, geht es zurück ins Watt.

Beste Bedingungen für die einen – ein Knochenjob für die anderen: Immerhin wiegen die so genannten Poches, Netzsäcke aus gitterartigem Kunststoffgewebe, in denen die Austern heranwachsen, gut 15 Kilo und müssen einzeln und in Handarbeit im Watt auf einem Tisch festgeschnürt werden, damit die Austern nicht von Sturm, Strömung oder Gezeiten weggespült werden. Und auch im Anschluss verlangen die gut drei Millionen Sylter Schalentiere jede Menge Aufmerksamkeit. Regelmäßig werden die Poches einzeln angehoben und vorsichtig geschüttelt, damit die Austern nicht zusammenwachsen. In den drei Jahren, die die Austern teils im Watt und teils bei „Dittmeyer‘s“ in List verbringen, wird jede etwa 35 Mal per Handarbeit bewegt.

Wenn die Austern genug Fleisch und Schale angesetzt haben und zum marktreifen Gewicht von 80 Gramm herangewachsen sind, kommen sie zum letzten Mal nach List. Gereinigt und sortiert werden sie dort vorsichtig auf Reet gebettet, mit der gewölbten und mit Meerwasser gefüllten Schale nach unten in Spankörbe gelegt und so zu den Feinschmecker-Tempeln des Landes transportiert. Und natürlich steht die „Sylter Royal“ auch bei den Restaurants der Insel ganz oben auf der Speisekarte.

www.sylter-royal.de

Die Sylter Austern

Die Sylter Austern ziehen jetzt im Frühjahr aus dem Winterquartier zurück ins Wattenmeer

Zu ihren Lebzeiten gibt sie sich verschlossen, unscheinbar, gar abweisend. Einmal auf dem Teller kann sie sich jedoch vor Verehrern kaum retten: Die Sylter Auster, stilgemäß „Sylter Royal“ genannt, ist eine der kulinarischen Stars auf einer Insel. Jetzt im Frühjahr kehrt die Auster zurück in ihre „Heimatgewässer“. Kein ganz einfacher Umzug und ein hartes Stück Arbeit – für den Menschen, nicht für die Muschel.

Die Adresse könnte ausgesuchter nicht sein: In der Blidselbucht zwischen Kampener Vogelkoje und Lister Hafen befindet sich die einzige Austernfarm Deutschlands. Doch die Bewohner sind nicht immer zu Hause. Denn tatsächlich führt die „Sylter Royal” ein Leben mit jeder Menge Servicepersonal, geregeltem Tagesablauf – und zwei Wohnorten. Denn es gilt: Wer friert, schmeckt nicht. Und so zieht die Sylter Auster während des nordfriesischen Winters in ihre wohltemperierte Zweitwohnung bei „Dittmeyer’s Austern-Compagnie” an der Lister Hafenstraße: eine Lagerhalle mit Bassins, per Seewasserleitung verbunden mit dem Nass der Nordsee. Sommers dagegen residiert man im Watt; selbstredend.

Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn hier geht es nicht um den Umzug eines Vier-Personen-Haushaltes: Zwei bis drei Millionen Austern wechseln jetzt im Frühjahr den Liegeplatz – und werden vorsichtig zurück in die Blidselbucht transportiert. Stück für Stück, in je gut 15 Kilo schweren Netzsäcken aus gitterartigem Kunststoffgewebe Poches genannt, in denen die Austern heranwachsen. Verwehrt bleibt die Nordsee lediglich den Jüngsten der Zucht. Denn erst die einjährigen Muscheln sind aus dem Gröbsten weit genug heraus, um es mit den Widrigkeiten des Wattenmeers aufnehmen zu können.Letztere und das beträchtliche Aufmerksamkeitsbedürfnis ihrer Zöglinge verlangen den Menschen jedoch auch in den übrigen Monaten des Jahres einiges ab. Der Austerngenuss ist eine Sache für Feinschmecker. Die Austernzucht dagegen ein Knochenjob, der nur dann funktioniert, wenn die Tide stimmt: Poche für Poche muss auf Eisentischen im Watt festgeschnürt werden, damit die Austern nicht von Sturm, Strömung oder Gezeiten weggespült werden. Dass nur einmal zu tun, wäre jedoch zu einfach: Regelmäßig müssen die Netzsäcke wieder von den Austerntischen gelöst, gewendet und durchgerüttelt werden, damit die Schalentiere nicht zusammenwachsen. Natürlich von Hand. Bis eine Auster den Weg auf einen Teller findet, dürfte sie zuvor durchschnittlich 35 Mal in den Fingern eines Dittmeyer’schen Austernfischer gelegen haben.Bis zur Genussreife der Auster ist man untrennbar miteinander verbunden. Drei Jahre währt die Liebe, dann heißt es Abschied nehmen. Je etwa 80 Gramm schwer und perfekt verpackt tritt die „Sylter Royal“ dann ihre letzte Reise an, jene in die Welt der Gourmets. Und das mit durchschlagendem Erfolg: Insbesondere die Sylter Sterneköche schwören auf ihre Hausmarke – und lassen dafür etwa das französische Pendant allemal links liegen.Hintergrund:Die Austernfischerei hat auf den Nordfriesischen Inseln eine mehr als 1000 Jahre währende Tradition.

Doch dass es heute überhaupt Austern auf Sylt gibt, ist alles andere als selbstverständlich. Die ersten Austernbänke legte Knut der Große im 11. Jahrhundert an. Er soll die Schalentiere von England an die Westküste gebracht haben, wo sie sich auf 47 Austernbänken weiträumig festsetzten. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts fuhren die Fischer auf Segelbooten hinaus und holten die Austern mit Schleppnetzen vom Wattboden. Doch dann war Schluss: Gnadenlose Überfischung hatte die Austern in der Nordsee ausgerottet. Ein weiterer Zuchtversuch fiel dem extremen Winter von 1927 zum Opfer.

Schließlich war es Thomas Neudecker von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der sich in den 1980er-Jahren um die Ansiedlung der Auster bemühte. Unterstützt von jener Familie Dittmeyer, die schon einem Saft ihren Namen gab, importierte er Larven der pazifischen Felsenauster (Crassostrea gigas) aus Japan. Die erste lukrative Austernzucht entstand dann 1986.

Mcc MyCook

Das Multitalent arbeitet mit Induktion, kann kochen, hacken, schneiden, rühren, kneten und vieles mehr.

Eine für alles – mit diesem Slogan werben viele Hersteller von Küchenmaschinen, doch kein Gerät verdient diesen Leitspruch mehr als der MyCook. Diese Küchenmaschine zerkleinert nicht nur perfekt, sie kann auch alle möglichen Speisen präzise erhitzen. Dank der ausgeklügelten Induktionstechnik ist die Temperatur des MyCook exakt zwischen 10°C und 120°C regelbar und ermöglicht sogar die Herstellung von perfektem Risotto, ohne lästiges Umrühren und ohne Anbrennen. Auch raffinierte Cremes, welche normalerweise minutenlang umständlich im Wasserbad aufgeschlagen werden müssen, sind mit dem MyCook schnell und einfach zubereitet. Während die Maschine arbeitet, kann sich der Koch gleichzeitig anderen Dingen widmen.

Kein Puderzucker im Haus? Kein Problem, der MyCook verarbeitet ganz normalen Kristallzucker binnen Sekunden zu feinstem Staub. Bei gleicher Geschwindigkeit zerlegt die Maschine auch ganze Eisblöcke zu Crushed Ice. Das Gerät eignet sich weiterhin zur Herstellung von Emulsionen, kann z.B. eine absolut homogene Majonäse zaubern oder feine Bechamel-Soße zubereiten. Selbst ein Pizzateig lässt sich mit dem MyCook kneten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind schier unerschöpflich.

Das Geheimnis des Geräts liegt in seinen neun Temperaturstufen, sowie den 10 Geschwindigkeitsstufen. Als Bonus verfügt das Gerät außerdem über zwei extra Geschwindigkeitsstufen für „Kneten“ und „Turbo“. Und trotz seiner hohen Leistung hat der MyCook durch die Induktion einen klaren Energiesparvorteil gegenüber anderen Geräten auf dem Markt, welche mit Heizspirale arbeiten.
Der MyCook ist in zwei Varianten erhältlich, als mcc MyCook 1600 mit 1600 Watt Leistung und als MyCook Professional mit ganzen 1800 Watt Leistung. Die beiden Versionen unterscheiden sich nicht nur durch die Watt-Zahl, auch wird unterschiedliches Zubehör mitgeliefert. Während der MyCook 1600 über einen Dampfgaraufsatz und Wiegefunktion verfügt, kann der Professional durch einen zweiten Mixtopf auftrumpfen. Dieser ermöglicht in der professionellen Küche das parallele Zubereiten von mehreren Speisen ohne ständiges Abwaschen.
Erhältlich ist das Gerät derzeit nur im Großhandel, z.B. bei der Firma mcc Metropolis www.mcc-metropolis.com

Das metropolis cooking center (mcc) ist zugleich Hersteller und Großhändler von Geräten und Produkten rund um die Avantgarde-Küche. mcc hat sich auf die moderne Gourmet- und Kreativküche spezialisiert. So entwickelt mcc hochwertige Geräte zur schonenden und schmackhaften Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse. Darüber hinaus bietet mcc ergänzende Hilfsmittel und Utensilien für spektakuläre Kreationen sowie Texturas und Additive für kreative Gerichte.

Gänsewochen auf Neuwerk

Direkt vor Cuxhaven und bei Ebbe zu Fuß übers Watt zu erreichen, liegt die kleine Marschinsel, die nicht nur für Vogelfreunde einen Besuch lohnt

Blickt man von Cuxhaven aufs Meer hinaus, erkennt man in der Ferne die Silhouette der Insel Neuwerk. Die nur 3 qkm kleine Insel mit dem umliegenden Watt und seinen Inseln Scharhörn und Nigehörn gehört zu Hamburg und seit 1990 zum Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Neuwerk ist beliebtes Ausflugsziel – auch für Urlauber in Cuxhaven. Denn von hier aus ist die Insel bei Ebbe zu Fuß und per Pferdewagen durchs Watt oder bei Flut per Schiff zu erreichen. Naturfreunde schätzen die Insel auch wegen ihres Vogelreichtums: Hier befindet sich die Brutstätte zahlreicher Wat- und Wasservögel. Im April und Mai finden auf Neuwerk die Gänsewochen statt mit einem umfangreichen Programm rund um das Naturschauspiel des Vogelzuges.

Zu Fuß durchs Watt gelangt man von Cuxhaven aus auf die Insel in ca. 2,5 Stunden. Mit dem Wattwagen ist die 10 km lange Strecke in etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit zurückgelegt. Für alle, die auf Neuwerk übernachten möchten, ist man auf der Insel eingerichtet. Es gibt mehrere Pensionen und Hotels, und wer möchte kann im Leuchtturm schlafen oder sein Bett im Heuhotel beziehen. Auch an Sehenswertem hat die kleine Marschinsel, die auf einem einstündigen Deichspaziergang zu umrunden ist, einiges zu bieten. Auf dem „Friedhof der Namenlosen“ wurden einst die Seefahrer begraben, die die Flut bei Neuwerk an Land spülte. Und im Haus Bernstein, das zahlreiche Funde dieses leuchtenden „Zaubersteines“ zeigt, wird mancher vielleicht auch zum eigenen Suchen angeregt.

Rund um die Gänsewochen werden vom Nationalpark-Haus Neuwerk zahlreiche Veranstaltungen wie Wattführungen, Ausflüge zur Vogelinsel Scharhörn, Einführung in die Vogelzählung sowie ein spezielles Programm für Kinder angeboten.

Weitere Informationen gibt es bei der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, Cuxhavener Str. 92, 27476 Cuxhaven, Tel. (04721) 4040, Fax (04721) 404-198, mailto:info@tourismus.cuxhaven.de, www.cuxhaven.de oder beim Nationalpark-Haus Neuwerk www.wattenmeer-nationalpark.de

Schlittschuhtouren in Holland

Winterfreuden in Holland:
Eis-Wattwandern und Grachten-Läufe

Väterchen Frost hat auch die Niederlande fest im Griff, und als begeisterte Schlittschuhläufer können es unsere Nachbarn kaum erwarten, auf Kufen über das Eis zu gleiten. Über 1000 (Natur-)Eisbahnen in Holland laden zu besonderen Winterfreuden auf den zugefrorenen Grachten in den Städten und den Kanälen in der freien Landschaft ein.

Hoffnung auf die Elfstädtetour
Das bekannteste Wintersportevent in Holland ist die Elfstädtetour durch Friesland, die seit 1909 ausgerichtet wird, sobald das Eis auf der rund 200 Kilometer lange Strecke dick genug ist. Das letzte Mal fand die Elfstädtetour 1997 statt und
lockte Sportbegeisterte sowie Tausende Zuschauer an. Die Hoffnung auf eine „Elfstedentocht“ in 2010 wächst mit anhaltendem Frost weiter; inzwischen buchen einige Optimisten bereits die Hotelzimmer im Start- und Zielort Leeuwarden. Vielleicht lässt ja auch Prinz Willem Alexander bereits seine Kufen polieren – der niederländische Thronfolger nahm 1986 inkognito an dem Lauf teil, unter dem Pseudonym W.A. van Buren.

Grachten in Amsterdam und Utrecht frieren zu
In verschiedenen Orten in Holland gibt es Fahrverbot für Boote, damit die Kanäle zufrieren können. Die Stadt Amsterdam etwa hat seit Montag ein Fahrverbot in einigen Grachten erlassen, damit das Eis die nötige Dicke zum Eislaufen bekommen kann. Gleiches gilt für Utrecht. Nach etwa zehn Tagen Frost rechnen die Experten damit, dass einige Grachten in den Städten für Wintersportler freigegeben werden. Grundsätzlich ist das Schlittschuhlaufen dann erlaubt, die Eisläufer sollten aber Vorsicht walten lassen und Eisflächen vor dem Betreten erst testen. Obwohl es schon einige Zeit kalt ist, ist das Eis häufig noch nicht dick genug. Neuschnee sorgt auch dafür, dass bisher nur wenige Touren stattfinden konnten. Dafür muss das Eis eine Dicke von zwölf Zentimetern haben, und dies ist in den meisten Gegenden noch nicht der Fall.

Wandertouren im gefrorenen Wattenmeer
Lange warteten die Niederländer darauf, am nächsten Wochenende ist es endlich wieder soweit: Es werden Wandertouren im gefrorenen Wattenmeer angeboten. Dass das Wattenmeer gefroren ist, ist etwas besonderes, denn Salzwasser beginnt erst bei Minus 4 Grad zu frieren. Ebenso wie die Elfstädtetour gab es in den letzten Jahren auch kein gefrorenes Wattenmeer mehr. Hylke Dijkstra aus Pieterburen organisierte im Februar 1963 die erste Watt-Tour, ebenfalls über das Eis. Anschließend gab es noch einige Eistouren, erst danach wurden Wattwanderungen zu einem populären Sommersport. Das Watt zeigt sich bei den Eistouren von seiner ganz besonderen Seite: Wanderer genießen ein Naturerlebnis mit Schneelandschaft und Wintervögeln. Von Pieterburen aus nimmt ein Führer die Wanderer mit ins gefrorene Groninger Watt. Für das kommende Wochenende sind die Touren leider schon ausgebucht. Für die nächste Woche und das nächste Wochenende gibt es aber noch Plätze. Weitere Informationen unter: www.wadlopen-pieterburen.nl oder unter Tel.: +31 (0)595 528 558

Übersicht über Schlittschuhtouren
Auf dem Henschotermeer bei Woudenberg (Provinz Utrecht) fand am Mittwoch die erste Tour auf Natureis in diesem Winter statt. Diese Eislauftour umfasst eine Länge von zwei bis 40 Kilometer (jeweils Runden von zwei Kilometern). Wenn die Umstände es zulassen, werden in Kürze auch in weiteren Orten Eislaufrundtouren möglich sein. Unter www.knsb.nl (auf Niederländisch) findet sich ein Übersicht über alle offenen Natureisbahnen. Aktuell besteht im ganzen Land die Möglichkeit, im Freien eiszulaufen. Allerdings sollten sich Touristen nicht darauf verlassen, im Eislauf-begeisterten Holland Schlittschuhe kaufen zu können: die dortigen Schlittschuh-Fabriken kommen mit der Produktion nicht mehr nach und melden inzwischen schon einen Engpass.

Klassiker auf Natureis
Die Stichting Natuurijs Klassiekers (SNK) organisiert schon 98 Jahre die zwölf nationalen Klassiker auf Natureis. Neben der Elfstädtetour zählen dazu: De 100 van Earnewâld, Amstelmeer Marathon, Ronde van Loosdrecht, Westland Marathon, Driedaagse van Ankeveen, Noorderrondrit, Noordwesthoekrit, Oldambrit, Hollands Venetietoch, Rottemerentoch, USA Marathon, Veluwenmeertocht. Seit 1997 konnte keine der zwölf nationalen Klassiker mehr stattfinden.

Winterbilder im Rijksmuseum
Wer den holländischen Winter lieber im Warmen (nach-)erleben möchte, sollte das Rijksmuseum in Amsterdam besuchen: dort ist noch bis 15. Februar die Ausstellung „Hendrick Avercamp: Winterfreuden“ zu sehen. Mit Panoramen von schneeballwerfenden Kindern und vergnügten Gesellschaften auf dem Eis verewigte Hendrick Avercamp (1585- 1634) die Winterfreuden der Niederländer. Seine Szenen des alltäglichen Lebens im „Goldenen Zeitalter“, inmitten von Eis und Schneemengen, sind auch heute noch wahre Publikumsmagneten. Als erster niederländischer Künstler spezialisierte er sich auf das bunte Treiben auf dem Eis und machte die Winterlandschaft zu einem eigenständigen Genre der Malerei. In der laufenden Ausstellung werden neben 20 seiner besten Gemälde auch 25 seiner schönsten Zeichnungen aus internationalen Museen und Privatsammlungen gezeigt.

www.niederlande.de ; www.knsb.nl (auf Niederländisch), www.frieslanderleben.nl

Die richtige Mikrowelle

Das tiefgekühlte Lieblingsgericht kommt schnell und dampfend auf den Tisch, die heiße Schokolade ist sofort fertig, Gemüse lässt sich rasch dämpfen. Eine Mikrowelle ist praktisch, keine Frage. Damit sie wirklich alle Anforderungen erfüllt, sollte man sich gut auf den Kauf vorbereiten. TÜV SÜD gibt wichtige Tipps für Auswahl und Anwendung.

Tipps von TÜV SÜD für die Auswahl

– Beide Partner sind beruflich stark eingespannt und haben nur wenig Zeit zum Kochen, kommen noch dazu zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause. Und mittags brauchen die Kinder nach der Schule schnell ein stärkendes Essen auf dem Tisch. In so einer Familie ist eine Mikrowelle wohl nicht überflüssig. Auch für Singles, die viel arbeiten und für sich allein nicht kochen mögen, eignet sich der kompakte Küchenhelfer. Er bietet zum Beispiel die Möglichkeit, portionsweise tiefgefrorene Speisen schnell verzehrfertig zu machen – und Tee oder Schokoladengetränke rasch zu erwärmen. Eher überflüssig dürfte eine Mikrowelle sein, wenn man gerne und oft kocht und viel Rohkost und frische Zutaten auf dem Speiseplan stehen.

– Die Mikrowellengeräte verfügen heute meistens über eine Leistung zwischen 800 und 1100 Watt. Mehr Leistung ist nicht unbedingt besser

– so kann es zum Beispiel bei zu viel Leistung im Auftauprogramm zu so genannten Hot und Cold Spots in den Speisen kommen, also zu kalten und heißen Stellen. Der Hintergrund: Wenn zu viel Energie im Spiel ist werden manche Stellen schneller aufgetaut bzw. heiß als andere. So erwärmen sich Flüssigkeiten schneller als Feststoffe. Die Folge: Vor allem bei Komplettgerichten können heiße/kochende Stellen neben noch kalten/gefrorenen Stellen liegen. Dieser Effekt kann zu hygienischen Problemen führen, weil sich an den Randbereichen oder in den kalten Stellen vielleicht Keime befinden, die nicht abgetötet werden und sich womöglich sogar vermehren. Somit geht von der Speise eine Gesundheitsgefahr aus. Die bessere Lösung: Das Auftauprogramm arbeitet mit geringerer Leistung. Durch die längere Standzeit der Speisen im Gerät kommt es durch die so genannte Wärmequerleitung im Lebensmittel zu einem Wärmeausgleich. Der Benutzer könnte zusätzlich noch umrühren/wenden, wenn ein entsprechendes Signal daran erinnert. Gibt es kein Automatikprogramm, sollte sich die Leistung am Gerät für das Auftauen von Lebensmitteln regulieren lassen.

– Analog oder digital? Für ein analoges Modell spricht der geringere Energiebedarf. Ein digitales Modell mit Display ist dann sinnvoll, wenn man verschiedene Funktionen nutzen und steuern möchte.

– Welche Mengen sollen in dem Gerät aufgetaut oder gekocht werden? Je nach Antwort wählt der Käufer die Größe des Garraumvolumens. Der Garraum selbst wird von der Mikrowelle nicht beheizt, so der Hinweis der TÜV SÜD-Fachleute. Somit werden die Speisen nie an der Oberfläche beheizt. Je kleiner die Speisen in Relation zum Garraumvolumen, umso schlechter die Effizienz bei der Erwärmung. Die mögliche Folge: höherer Energieverbrauch und längere Garzeiten.

– Zusatzfunktionen kosten auch zusätzlich. Deshalb vorher genau überlegen, welche Funktionen wirklich sinnvoll sind! Wer allein Flüssigkeiten und Vorgekochtes auftauen und erwärmen möchte, kommt mit einer Mikrowelle mit Auftaufunktion aus. Wer Gemüse dämpfen möchte, setzt am besten auf eine Dampffunktion. Wird mit dem Gerät richtig gekocht (Überbacken von Nudelgerichten, Zubereiten von Pizza, Kochen von Hackbraten), ist ein Grill in der Mikrowelle nötig. Und dann empfiehlt sich auch ein Grillrost. Hat das Gerät der Wahl ein Pizza-Programm, dann sollte es auch mit einem speziellen Pizza-Teller ausgestattet sein.

– Beim Drehteller der Mikrowelle ist auf Folgendes zu achten: groß genug; mit Rand (wegen des möglicherweise austretenden Fetts); darf nicht verhaken oder wackeln; eben, um zum Beispiel auch Tee drauf erwärmen zu können; gut herauszunehmen und wieder einzusetzen.

– Ein Muss bei der Mikrowelle: Kindersicherung. Eine Beleuchtung ist inzwischen Standard. Dabei sollte die Lampe den kompletten Garraum erhellen. Das Fenster sollte nicht zu dunkel sein. Weitere Fragen, die bei der Geräteauswahl anstehen: Sind die Griffe gut zu fassen? Lassen sich die Knöpfe leicht drücken? Sind Funktionen und Bedienpanel logisch aufgebaut, ermöglichen sie eine intuitive Anwendung? Sind die Symbole auf dem Gerät gut zu erkennen und selbsterklärend?

– Damit es später keine unangenehmen Überraschungen gibt, gleich im Geschäft klären: Kann man die Lampen selbst wechseln? Oder muss das Gerät bei jedem Wechsel eingeschickt werden? Wie sieht es mit der Garantiezeit aus?

– Das Gehäuse darf nicht scharfkantig sein, so der Hinweis der Fachleute von TÜV SÜD. Zudem muss es korrosionsbeständig und farbecht sein.

– Stichwort Energieeffizienz: Hat die Uhr der Mikrowelle einen Energiesparmodus bzw. lässt sie sich ganz ausschalten? Das Display sollte rasch in den Standby-Modus wechseln; aber auch nicht zu schnell, falls der Mikrowellen-Benutzer etwa schnell etwas im Kochbuch nachschlägt.

– Die Qual der Wahl bei einer Vielzahl von Geräten: Orientierung bietet das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) von TÜV SÜD Product Service und das blaue TÜV SÜD-Oktagon.

Tipps von TÜV SÜD für die Anwendung

– Ehe die Mikrowelle in Betrieb geht, kommt die ausführliche Lektüre der Bedienungshinweise. Die Anleitung muss in deutscher Sprache verfasst und sollte leicht verständlich sein.

– Regelmäßige Reinigung erhöht die Hygiene und die Lebensdauer des Geräts. Das Zubehör der Mikrowelle sollte spülmaschinentauglich sein.

Zusatzinfo Prüfung:

Mikrowellengeräte müssen die Niederspannungsrichtlinie und die Richtlinie zur Elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV-Richtlinie) erfüllen. Wichtige Sicherheitsanforderungen sind: Standfestigkeit und Kippsicherheit. So müssen die Geräte nach der EN 60335-1:2006 (Elektrische Geräte für den Hausgebrauch) mindestens einen Neigungswinkel von 15° Grad aushalten. Die Oberflächen dürfen nicht zu heiß werden. Welche Wärme das Gerät bei kurzer oder längerer Berührung abgeben darf, ist dabei genau in DIN EN ISO 13732-1 (Ergonomie der thermischen Umgebung) festgehalten. Ein Beispiel: Metallische, pulverbeschichtete Oberflächen, die sich aufgrund der Bauweise länger berühren lassen, dürfen bei Berührung von zehn Sekunden einen Grenzwert von 69 Grad Celsius nicht überschreiten. Die TÜV SÜD-Experten schauen weiter darauf, dass spannungsführende Teile auf keinen Fall berührt werden können. Zudem wird im TÜV SÜD-Labor die Gebrauchstauglichkeit gecheckt. Dazu backen die Produktprofis zum Beispiel Sandkuchen im Testgerät, tauen Hackfleisch auf oder grillen ein Hähnchen. Sie achten auf Genauigkeit und Skalierung der Schaltuhr, zeichnen den Stromverbrauch auf und messen die Geräuschentwicklung. Weiter im Fokus der TÜV SÜD-Fachleute: die Bedienungsanleitung.