Französische Behörden warnen vor Becel

Herzschäden durch angebliche Herzschutz-Margarine: Jetzt gehen französische Behörden gegen die umstrittene Unilever-Margarine „Becel pro.activ“ vor. Der Hersteller verkauft das Schmierfett ungerührt weiter. obwohl es nachweislich zu Schäden führen kann – was Unilever allerdings bestreitet. Jetzt arbeitet der Konzern an neuen Zusätzen: Luft, zum Beispiel. Völlig sicher, versichert die Firma.
„Wirksam und sicher“, verspricht Hersteller Unilever – wenn man mal von drohenden Herzproblemen absieht. Jetzt warnen wieder Behörden. Doch der Verkauf geht weiter – auch an Kinder, die besonders von Risiken betroffen sind.

„Wirksam und sicher“, verspricht Hersteller Unilever – wenn man mal von drohenden Herzproblemen absieht. Jetzt warnen wieder Behörden. Doch der Verkauf geht weiter – auch an Kinder, die besonders von Risiken betroffen sind.
Die französischen Behörden räumen in einer aktuellen Stellungnahme ein, dass durch die Margarine der Cholesterinspiegel durchaus gesenkt werden kann. Doch sie bezweifeln, ob das überhaupt etwas nützt: Schließlich sei „nicht ausreichend nachgewiesen“, ob eine „Senkung des Cholesterins im Blut überhaupt das Risiko für Herzerkrankungen reduziert“.

Tatsächlich gab es Fälle, bei denen sich die Wirkstoffe aus der vermeintlichen Herzschutzmargarine (die sogenannten Phytosterine) im Herzen abgelagert hatten – wie sich bei mehreren Herz-Operationen gezeigt hatte. Bei dem Deutschen Klaus Friedrich beispielsweise, bei dem die Becel-Partikel sich auf der Herzklappe fanden, wie sich nach der OP herausstellte. Friedrich starb schließlich, typisch nach solchen Eingriffen, an einem Schlaganfall – Cholesterin gesenkt, Patient tot.

In einem umfangreichen Statement hat sich die französische Behörde für die Lebensmitttelsicherheit, Umwelt und Arbeitsmedizin ANSES (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail) in Maisons-Alfort, etwa 10 Kilometer südöstlich von Paris, mit der umstrittenen Margarine beschäftigt. Sie wies unter anderem darauf hin, dass nicht einmal die Cholesterinsenkung wirklich sicher ist: Sie habe bei immerhin 30 Prozent der Versuchspersonen überhaupt nicht stattgefunden. Zudem seien Kinder nicht ausreichend vor dem problematischen Unilever-Produkt geschützt.

Viele Kunden kaufen den Aufstrich einfach im Glauben, ihrer ganzen Familie damit etwas Gutes zu tun, wie eine Untersuchung deutscher Verbraucherzentralen und des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ergeben hatte.

In Belgien verzehrten 20 Prozent aller Kinder und fast 30 Prozent aller Erwachsenen Produkte mit den riskanten Zusätzen – völlig gesunde Menschen, die ihre Gesundheit dadurch aufs Spiel setzten, wie die deutschen Risikowächter befürchten. Sie warnen deshalb vor unkontrolliertem Verzehr – wegen möglicher Herzschäden.

Die französische Schwesterbehörde wies jetzt zusätzlich darauf hin, dass die Becel-Margarine nicht nur möglicherweise schädliche Stoffe in den Organismus einschleust, sondern überdies auch den Gehalt an gesunden Substanzen im Blut senkt, etwa den sogenannten Carotinen. Wer meint, eine solche Risikomargarine verspeisen zu müssen, solle daher vorsichtshalber und eine Extraportion Gemüse und Obst essen, raten die staatlichen Nahrungsaufseher.

Das erhöhte Risiko für Herzschäden durch vermeintliche Herzschutz-Produkte wie „Becel pro.activ“ wurden durch mehrere wissenschaftliche Studien bestätigt: (siehe Dr. Watson News vom 4. Juli 2013). Die Untersuchungen stammen überwiegend von deutschen Universitäten, schon aus den Jahren 2008, 2010 oder 2011. Trotzdem geht der Verkauf weiter, in vielen Ländern kaufen Millionen von Menschen das Produkt in der Hoffnung, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Die europäische Lebensmittelbehörde Efsa hält den cholesterinsenkenden Brotaufstrich merkwürdigerweise für wirksam und auch sicher: In dem entsprechenden Attest hatte die Behörde allerdings die wissenschaftlichen Studien zu Nebenwirkungen ausweislich der Literaturliste schlicht ignoriert.

Trotz dieser Studien zu Schäden durch die Becel-Zusätze beharrt Hersteller Unilever darauf, dass es „keine Hinweise“ auf Nebenwirkungen gebe – und darf das mit dem Segen des Landgerichts Hamburg sogar wahrheitswidrig behaupten – eine richterliche Lizenz zum Lügen sozusagen.

Mittlerweile gehen allerdings die Umsätze bei Margarine zurück, die Menschen glauben den Werbesprüchen offenbar immer weniger.
Hersteller Unilever ist schon mit neuen Geschäftsideen unterwegs in eine profitable Zukunft, bietet beispielsweise eine neue Version seiner Rama-Margarine an mit untergemischter Butter.
Das ist natürlich ziemlich teuer. Doch der Konzern arbeitet schon an billigeren Zutaten: Luft, zum Beispiel.

Mehr Luft im Essen soll angeblich die Sensorik und das Mundgefühl beispielsweise von Schlagsahne, Eiscreme oder Sorbets verbessern. Mithilfe eines Proteins namens Hydrophobin, aus Schimmelpilzen gewonnen, will der Konzern jetzt das Schaumschlagen im Lebensmittel optimieren.
Kleiner Nebeneffekt: Es sieht dank Luft nach mehr aus. Und dies, dank des Pilzmittels, mit einer erstaunlichen Haltbarkeit von bis zu zweieinhalb Jahren.

Sicherheitsbedenken gibt es laut Unilever nicht.

Mehr über Risiken und Nebenwirkungen vermeintlich gesunder Produkte:
Hans-Ulrich Grimm
Vom Verzehr wird abgeraten.
Wie uns die Industrie mit Gesundheitsnahrung krank macht

Droemer Verlag
320 Seiten Klappenbroschur € 18,00
ISBN 3-426-27556-2
ISBN 978-3-426-27556-6

Küchentipps von Christian Henze

MDR, Montag, 03.08. um 16:45 Uhr

Iss was?!

Küchentipps von Christian Henze

Hier ab vier

Thema: Die neue Schlank-Küche – täglich neu

Wer gut essen und doch auf seine Figur achten will, muss sich einiges einfallen lassen. Ernährungsexperten warnen ständig vor Kalorien, Zucker oder Fett. Doch was soll man da kochen? Rezepte und viele Tipps zu Garmethoden und welche Lebensmittel wirklich gut sind, gibt es jetzt täglich vom Sternekoch Christian Henze bei „Hier ab vier“.

Ausreichendes Trinken ist ein Muss

Ausreichendes Trinken ist ein Muss

Mediziner warnt: Hitzeperioden gefährden die Gesundheit

Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel eine der großen Gesundheitsgefahren im 21. Jahrhundert darstellt. Sommerliche Hitzeperioden mit über 40 Grad im Schatten belasten den menschlichen Organismus und können zu ernsthaften Problemen wie Schwindelanfälle, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufkollaps, in Einzelfällen sogar zum Schlaganfall führen. „Ein Hauptrisiko ist Flüssigkeitsmangel, denn bei Hitze verliert der Körper große Mengen Flüssigkeit und wichtige Mineralien“, erklärt Prof. Dr. med. Alexander Hartmann, leitender Oberarzt an der neurologischen/neurochirugischen Rehabilitationsklinik REHANOVA Köln. Um den Flüssigkeitsbedarf auszugleichen, ist ausreichendes Trinken ein Muss. Hartmann empfiehlt als optimalen Durstlöscher natürliches Mineralwasser: „Es bringt nicht nur den Flüssigkeitshaushalt ins Gleichgewicht, sondern liefert dem Körper zusätzlich wertvolle Mineralstoffe.“

Schon unter normalen Bedingungen hält die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 1,5 Liter bis 2 Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Tag für angemessen. Bei großer Hitze sollte die Trinkmenge deutlich darüber hinausgehen. Hartmann weist darauf hin, dass Mineralwasser gerade bei großer Hitze das passende Getränk ist. „Es enthält keine Kalorien, so dass es bei hohen Temperaturen unbedenklich in großen Mengen getrunken werden kann. Besonders geeignet sind vor allem Mineralwässer mit hohem Gehalt an Natrium und Magnesium, da der Körper diese Mineralstoffe in besonders großer Konzentration über den Schweiß verliert.“

Hartmann warnt, dass neben Kleinkindern und Säuglingen vor allem ältere Menschen durch Flüssigkeitsmangel gefährdet werden können: „Ihr Durstempfinden ist häufig unzureichend und oft unterschätzen sie die Folgen, die durch zu geringes Trinken entstehen können. Wenn ältere Menschen zu wenig trinken, laufen sie Gefahr, dass sie damit ihren Organismus erheblich aus dem Gleichgewicht bringen. Im schlimmsten Fall kann das zum Tod führen.“ Der Experte empfiehlt einen einfachen Test, um zu überprüfen, ob die körpereigenen Flüssigkeitsspeicher bereits angegriffen sind: “Machen Sie den Kneiftest. Ziehen Sie eine Hautfalte auf Ihrem Handrücken hoch. Wenn Sie loslassen, sollte die Falte innerhalb von zwei Sekunden wieder verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie dringend mehr trinken.“

Damit Senioren das Trinken nicht vergessen, stellen sie sich am Besten schon morgens so viel Wasser bereit, wie sie im Laufe eines Tages trinken sollen. Ein Glas Mineralwasser sollte immer in Reichweite stehen – vor dem Fernseher, in der Küche oder auf dem Nachttisch. Außerdem gilt: Immer nachschenken, sobald das Glas leer ist. Auch zu jeder Mahlzeit sollte ein Glas Mineralwasser selbstverständlich sein.

Trinktipps bei großer Hitze – So trinken Sie richtig!
• Trinken Sie, bevor der Durst kommt.
• Wählen Sie möglichst ein natrium- und magnesiumhaltiges Mineralwasser.
• Nehmen Sie täglich zusätzlich mindestens 3 bis 4 Liter Flüssigkeit zu sich.
• Halten Sie schon morgens die Trinkmenge für den Tag bereit.
• Stellen Sie sich die Getränke immer in Sicht- und Reichweite.
• Kontrollieren Sie Ihre Getränkezufuhr.
• Geben Sie zur Abwechslung einen Schuss Fruchtsaft zum Mineralwasser.

Umfassende Informationen rund um das Thema Mineralwasser bietet Ihnen die Internetseite www.mineralwasser.com

Versalzene Empfehlungen bei Bluthochdruck

Versalzene Empfehlungen bei Bluthochdruck

Pünktlich zum Welt-Hypertonie-Tag am 17. Mai fachen Medien die allgemeine Salzhysterie an und warnen vor zu hohem Konsum. Doch diese Aufforderung in die Praxis umzusetzen ist schwer und der Sinn dahinter nur teilweise gerechtfertigt.

Salz galt im Mittelalter als „weißes Gold“ und wurde mit Edelsteinen aufgewogen. Vom Status als Luxusgut ist heute kaum etwas übrig geblieben. Vielmehr gilt ein hoher Salzkonsum seit vielen Jahren als Risikofaktor für Bluthochdruck. Erst kürzlich gingen erneut Meldungen durch die Pressewelt: Die Deutschen essen zu viel Salz. Internisten raten zum sparsamen Gebrauch von maximal sechs Gramm des weißen Würzmittels pro Tag – das entspricht etwa einem gehäuften Teelöffel.
Wer denkt: „Mehr als eine Prise kommt mir eh nicht ans Essen“ unterschätzt seinen Salzkonsum mit unter erheblich. Der Geschmacksgeber ist in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Backwaren, Wurst, Brotaufstrich, Tomatenketchup oder Fertiggerichten zugesetzt. Eine Scheibe Brot mit Frischkäse und Räucherschinken beispielsweise liefert zwei Gramm Salz, eine Pizza bereits etwa fünf Gramm. Häufige Besuche in Fastfood-Ketten, Restaurants und Kantinen machen den Konsum unüberschaubar. Nur wer vieles aus frischen Zutaten selbst zubereitet, behält den Überblick und kann den Salzgehalt seiner Mahlzeit selbst bestimmen.

Doch hilft es überhaupt Salz einzusparen? Ja, nein, vielleicht – passende Studien gibt es für jede Meinung. Bislang zeigte sich nur bei einem Teil der Hypertoniker und einigen gesunden Personen eine Auswirkung auf den Blutdruck. Solche salzsensitiven Menschen könnten vom sparsamen Konsum profitieren. Einer aktuellen, japanischen Studie zufolge steigt der positive Effekt salzarmer Diäten je mehr zusätzliche Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel vorliegen. Der Blutdruck gesund lebender Menschen sank hingegen nur gering (1). Zigarettenverzicht, das Gewicht normalisieren und etwas mehr Körperertüchtigung scheinen somit die wirksameren Strategien zum Blutdruck senken.

Bei aller Panikmache kommen die positiven Effekte des Salzes häufig zu kurz. Ohne dieses würden unsere Körperfunktionen zum Erliegen kommen und die Zellen zu Grunde gehen. Wasserhaushalt, Nervensystem, Verdauung und Knochen sind auf Natrium- beziehungsweise Chloridionen des Kochsalzes angewiesen. Täglich gehen uns zwei bis drei Gramm verloren, die wir mit der Nahrung wieder zuführen müssen. Ist das Essen zu salzarm, treten Muskelkrämpfe auf und das Durstgefühl bleibt aus, worunter besonders die trinkträgen Senioren zu leiden hätten.

Dick durch Diät

ARTE, Samstag, 11.04. um 09:45 Uhr

Dick durch Diät

Warum Abnehmen manchmal aussichtslos ist

Die Zahl der übergewichtigen Menschen steigt dramatisch an, viele leiden sogar an Fettleibigkeit. Gesundheitsorganisationen warnen schon lange vor den gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung. Woran liegt es, dass die Zahl der dicken Menschen allen Aufrufen zum Trotz weiter ansteigt? ARTE zeigt diese Sendung im Rahmen der Themenwoche „Essen, aber richtig!“.

Joachim Werner hat seit zwei Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen. Er kann nicht mehr aufstehen, kann nicht mehr richtig gehen, hat Beschwerden in den Gelenken, alle Körperfunktionen sind eingeschränkt. Wenn nichts geschieht, wird Joachim Werner daran sterben. Seine Krankheit: Adipositas, Fettleibigkeit. Er ist 39 Jahre alt und wiegt 270 Kilo. Joachim Werner ist kein Einzelfall: Fast epidemieartig breitet sich weltweit die Fettleibigkeit aus. Aber warum gibt es so viele Dicke? Vor allem bei Kindern und Jugendlichen nimmt die Zahl der Übergewichtigen stetig zu und Gesundheitsorganisationen schlagen Alarm. Doch warum helfen alle Diäten und alle Aufrufe, sich mehr zu bewegen und gesünder zu essen, nicht? Warum steigt die Zahl der Übergewichtigen weiter, so dass inzwischen jeder dritte erwachsene Europäer zu viele Pfunde mit sich herumträgt, 20 Prozent der Bevölkerung an Adipositas leiden und die durch Fettleibigkeit verursachten Krankheiten fast fünf Prozent der Gesundheitskosten verschlingen? Die Dokumentation sucht nach Antworten.

Servicezeit – Essen & Trinken – Ernährungsmagazin

Eins Plus, Freitag, 10.04. um 07:30 Uhr

Servicezeit: Essen & Trinken – Ernährungsmagazin

Thema: Essen Trinken kompakt

Übergewicht ist gesundheitsschädlich – diese Ansicht ist weit verbreitet. Doch so einfach ist es nicht. Wie stark das Risiko für z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, hängt nämlich auch stark davon ab, wo die Fettpolster sitzen. Manche Menschen setzen an den Hüften an, andere eher am Bauch. Wodurch wird das beeinflusst? Aktuelle Studien zeigen zudem: Der Anteil an Muskeln im Körper ist ebenfalls ausschlaggebend.

Die „länger frische“ ESL-Milch verdrängt nach und nach herkömmlich pasteurisierte Frischmilch aus den Regalen. Händler und Kunden schätzen die neue Milch, die wochenlang genießbar bleibt. Doch Kritiker beklagen: Die Verbraucher würden getäuscht, denn ein vier Wochen altes Produkt könne nicht mehr „frisch“ sein! Gibt es tatsächlich Qualitätsunterschiede? Wie kann man die Milchsorten auseinander halten? Aus den Wurzeln der Süßholzpflanze wird in Kalabrien im Süden Italiens Lakritze gewonnen. In der traditionellen Naturheilkunde wird sie bei Husten oder Magenleiden eingesetzt. Doch Experten warnen: Der Genuss von großen Mengen Lakritze kann durchaus ungesund sein.

Apotheker warnen vor Ginkgo – Lebensmitteltees

Apotheker warnen vor Ginkgo – Lebensmitteltees
Teemischungen aus Supermärkten und Drogerien mit Ginkgo Blättern enthalten gesundheitsschädliche Ginkgolsäure

Zunehmend bieten Supermärkte und Drogerien Teemischungen mit Ginkgo-Blättern an. Diese Lebensmittel-Tees enthalten erhebliche Mengen gesundheitsschädlicher Ginkgolsäuren und sind deshalb nicht empfehlenswert. Das zeigt eine aktuelle Studie des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker e.V. (ZL) in Eschborn.
Apotheker Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz, wissenschaftlicher Leiter des ZL: „Dem Verbraucher wird suggeriert, dass das Trinken eines Tees mit Ginkgo-Blättern positive Wirkungen auf die mentale Leistungsfähigkeit hätte. Die Tees enthalten nach unseren Untersuchungen aber große Mengen an potenziell gesundheitsschädlichen Ginkgolsäuren. Deshalb rate ich dringend von diesen Tees ab.“
Ginkgolsäuren können unter anderem Allergien auslösen.

In Arzneimitteln mit Ginkgo-Extrakten sind die Mengen an Ginkgolsäuren vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf 5 ppm (parts per million) begrenzt. Das entspricht einer zulässigen Aufnahme an Ginkgolsäuren von höchstens 1,2 Mikrogramm pro Tag. Dieser Grenzwert wurde bei allen untersuchten Lebensmittel-Tees bereits durch eine Tasse Tee um das 40- bis 80-fache überschritten.

Quelle:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Auswandern nach Mallorca – Kontakte sind das A und O!

Auswandern nach Mallorca – Kontakte sind das A und O!

Die wöchentlichen TV Formate machen es den Deutschen nicht leicht, nicht auszuwandern

Gerade Mallorca flattert wöchentlich in einer der Auswanderer Serien in Deutsche Wohnstuben.

Doch egal ob Norwegen, Schweden, Kanada oder Mallorca, fast eines ist überall gleich.

Gewartet wird hier auf niemanden und Schwierigkeiten sind vorprogrammiert. Mit dem Alltag schwindet die Euphorie und der motivierte Auswanderer bekommt erstes Heimweh.

So eine Entscheidung auszuwandern sollte gut überlegt und vorbereitet werden. Kontakte im Auswanderungs-Ziel vorab zu knüpfen sind daher sehr zu empfehlen. Nur von ihnen können sie wichtige Tipps erfahren sowie aus gemachten Fehlern lernen.

Auf Mallorca leben rund 30.000 Deutsche und haben sich ihren Traum vom Leben im Ausland erfüllt. Egal ob berufstätig oder wohlhabend wohnend im Nobel Ort Son Vida.

Erfahrungen der lokalen Begebenheiten und Behörden können mit Sicherheit beide schildern.

Die Plattform www.ichlebeaufmallorca.com bietet Auswanderern aus Deutschland die Möglichkeit alle ihre Fragen beantwortet zu bekommen. Viele langjährige Residenten teilen gerne ihre Tipps & Tricks mit Neuankömmlingen und helfen so beim Neustart auf der Lieblingsinsel der Deutschen. Doch sie warnen auch vor Überheblichkeit und Anfängerfehlern die jeder machen wird.

Seit knapp 2 Monaten ist die Community aktiv und hat schon hilfreichen Usern den Einstieg auf Mallorca erleichtert. Durch die Möglichkeit eigener Blogs und Fotoalben anzulegen wird jedem Einblick in seinen Neustart auf Mallorca gewahrt.

Hinter dem Projekt steht das Team von mallorcascout.info, die schon seit Jahren auf Mallorca Urlaubern und Residenten das Leben auf die ein oder andere Art vereinfachen indem sie hilfreiche Tipps im Behördenalltag haben oder die wirklich besten Ausflüge der Insel an Touristen weitersagen.“

Reisemediziner warnen vor Rohmilchprodukten in Mittelmeerländern

Reisemediziner warnen vor Rohmilchprodukten in Mittelmeerländern

Reisende in südliche Länder sollten Lebensmittel aus nicht pasteurisierter Milch meiden, weil sie Erreger des so genannten Mittelmeerfiebers enthalten können.Die auch Brucellose genannte Krankheit äußert sich durch Fieber, das im Anfangsstadium oft das einzige Symptom ist. Später entstehen Gelenkschmerzen, es kommt zur Schwellung der Lymphknoten, zur Vergrößerung von Leber und Milz und manchmal auch zu Ausfällen der Gehirnfunktion und zu Störungen beim Herzrhythmus. Wie das Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf mitteilt, sind zwischen April und Juni 55 Menschen auf der griechischen Insel Thasos und fast 400 Personen in Bosnien-Herzegowina erkrankt. Die Krankheitserreger seien Bakterien, die unter Nutztieren wie Schafen, Ziegen, Rindern und Schweinen verbreitet sind.
Die Übertragung geschehe meist über rohe Milchprodukte wie zum Beispiel Käse, aber auch durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren. Die Erkrankung sei weltweit verbreitet, komme jedoch besonders häufig in Mittelmeerländern vor, warnt Dr. Thomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums. Oft klinge die Erkrankung zunächst ab, um nach 3 bis 4 Wochen erneut aufzuflammen. „Die Brucellose kann mit Antibiotika behandelt werden, dies ist aber oft langwierig“, erläutert Jelinek. Zur Vorsorge sollten neben der Meidung von Rohmilchprodukten die Hände nach direkten Kontakten mit den Tieren gründlich mit Seife gewaschen werden.

Asthma bei Kindern

Übermäßiger TV-Konsum führt zu Asthma bei Kindern – Mediziner warnen vor Atemwegserkrankungen bei jungen Couch-Potatoes

Je länger Kinder täglich vor dem TV-Gerät
oder dem Computer verbringen, umso stärker sind sie gefährdet, die
Atemwegserkrankung Asthma bronchiale zu entwickeln. Zu diesem Schluss
kommt eine aktuelle wissenschaftliche Studie von Forschern um Guiseppe
Corbo von der Universität Rom, die in der Fachzeitschrift Epidemiology
publiziert wurde. Nun warnen auch Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft
für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) http://www.pneumologie.de vor
den Folgen des übermäßigen Fernsehkonsums.

„Kinder, die pro Tag mehr als fünf Stunden fernsehen, haben ein um 50
Prozent erhöhtes Risiko, an Asthma bronchiale zu erkranken gegenüber
Kindern, die täglich nur eine Stunde TV schauen“, so Dieter Köhler vom
wissenschaftlichen Beirat der DGP und Leiter der Lungenfachklinik
Kloster Grafschaft http://www.krankenhaus-klostergrafschaft.de in
Schmallenberg. Das geht aus einer Untersuchung von mehr als 20.000
Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren hervor. Das höhere
Asthma-Risiko ist auch auf andere Faktoren wie etwa zu wenig Bewegung
und gleichzeitig falsche Ernährung – zu viel Fett und Salz –
zurückzuführen.

Auf Grund dieses Lebensstils leiden solche Kinder vermehrt auch an
Übergewicht, wobei Übergewicht an sich ein eigener Risikofaktor für
Asthma ist. „So wissen wir bereits, dass Asthma bei fettleibigen
Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index (BMI) größer als 30 etwa doppelt
so häufig auftritt“, meint Köhler. „Eine ähnliche Tendenz sehen wir auch
bei Kindern. Zumal Übergewichtige wegen ihres höheren Körpergewichts
grundsätzlich mehr Atemarbeit leisten müssen als Normalgewichtige, wobei
sie gleichzeitig aber auch noch oft untrainierter sind, so dass auch
ihre Atemmuskulatur weniger leistungsfähig ist.“ Patienten mit
Übergewicht weisen generell schlechtere Lungenfunktionswerte auf und
haben daher viel eher unter Atemnot und weiteren Atemwegsbeschwerden zu
leiden als Normalgewichtige, meint der Mediziner.

Wer überwiegend passiv über viele Stunden vor dem Fernseher oder
Computer sitzt, neigt zunehmend zu einer vergleichsweise flachen Atmung.
Dies wirke sich insbesondere auf Kinderlungen, die sich noch in der
Entwicklung und im Wachstum befinden, negativ aus, berichten die
Mediziner. „Bei Bewegungsmangel fehlen die tieferen Atemzüge, wie sie
bei körperlicher Belastung gemacht werden“, meint Köhler. Dadurch werde
die Lunge im Vergleich zu Kindern, die Sport treiben, weniger trainiert,
so dass die Betroffenen nicht die Lungenfunktionswerte entwickeln
können, die potenziell möglich wären. Zudem werde die Lunge bei
Bewegungsmangel auch zu wenig belüftet. „Die Betroffenen neigen dann
eher zu Infekten, was zusätzlich das Risiko für die Entwicklung von
chronischen Atemwegserkrankungen erhöht.“

Generell rät der Mediziner auch Kindern, die schon unter Asthma leiden,
zu mehr körperlicher Aktivität. „Das konnte 2007 in einer Studie mit
asthmatischen Kindern nachgewiesen werden, die zweimal wöchentlich an
einem 90-minütigen Training teilnahmen“, erklärt Köhler. „So fielen die
für Asthmatiker typische Verengung der Bronchien und die Atemnot bei den
trainierten Kindern selbst bei körperlicher Anstrengung weitaus geringer
aus, als bei den untrainierten.“ Wer das täglich stundenlange Fernsehen
oder Computern partout nicht lassen kann, dem rät der Mediziner dazu,
zum Ausgleich des Bewegungsmangels wenigstens vorher oder nachher eine
Stunde an die frische Luft gehen oder – noch besser – Sport zu treiben. Wolfgang Weitlaner