Vorsicht bei unreifen Tomaten

Saftig, prall, herrlich aromatisch – Tomaten schmecken in den Sommermonaten am besten. Von der Sonne verwöhnt entwickeln sie im reifen Zustand ihr volles Aroma. Ist bei der eigenen Ernte versehentlich eine noch unreife grüne Tomate dazwischen geraten, sollte sie erst einmal beiseitegelegt werden. Die unreifen Früchte eignen sich nicht zum Verzehr, da sie giftiges Solanin enthalten. Solanin ist eine natürliche Verbindung, die insbesondere in den grünen Pflanzenteilen wie Blättern und Stängel vorkommt. Der Pflanze dient sie zur natürlichen Abwehr von Schädlingen. Gleichzeitig hemmt sie das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen.

Die Dosis macht das Gift – auch bei Solanin. Vergiftungserscheinungen treten ab einer Konzentration von 1 mg/kg Körpergewicht auf, die tödliche Dosis liegt zwischen 3 und 6 mg/kg Körpergewicht. Insbesondere Kinder sind daher gefährdet. In unreifen Tomaten wurden zwischen 9 und 30 mg/100 g gemessen. Bei einem dreijährigen Mädchen mit 15 kg Körpergewicht können also theoretisch schon nach dem Verzehr einer kleinen unreifen Tomate Vergiftungserscheinungen auftreten.

Typische Symptome bei zu hoher Solaninaufnahme sind Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie Kratzen und Brennen im Hals. In schlimmen Fällen kann es zu Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems, also zu Krämpfen und Lähmungen, kommen. Unreife grüne Tomaten sollte man daher nicht essen – auch nicht daraus hergestellte Würzsoßen sowie grüne süß-sauer eingelegte Tomaten. Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Pilzsucher aufgepasst!

Schwammerlsucher aufgepasst – Gefahr von Pilzvergiftungen

40 Menschen müssen jährlich nach Pilzvergiftungen stationär im Spital
behandelt werden. Die Verwechslung von Speisepilzen mit
ungenießbaren Giftpilzen kann mitunter tödlich enden.

Nicht jeder Schwammerlsucher greift zum richtigen
Pilz: Durchschnittlich 40 Menschen müssen jedes Jahr nach einer
Pilzvergiftung stationär im Spital behandelt werden. Zwei Drittel der
Vergiftungen passieren in den Monaten August, September und Oktober,
der Hochsaison für Schwammerlsammler. „In Österreich gibt es etwa 150
giftige Pilzarten, deren Verzehr zu leichten Symptomen wie Übelkeit
bis hin zu schweren Vergiftungserscheinungen wie Muskellähmungen und
Organversagen führen können. Tödliche Vergiftungen sind möglich, aber
selten“, sagt. Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim,
Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). In den
vergangenen drei Jahren endete der Verzehr von giftigen Pilzen für
zwei Menschen in Österreich tödlich.

Gefährliche Doppelgänger

Unterschieden werden muss zwischen echten und unechten
Pilzvergiftungen. Die Ursache echter Pilzvergiftungen sind die
toxischen Stoffe im Fruchtkörper. „Viele Giftpilze sehen Speisepilzen
sehr ähnlich – das kann zu gefährlichen Verwechslungen führen. Am
Pilz selbst gibt es keine Merkmale, die erkennen lassen, ob er
genießbar ist oder nicht. Wer selbstgesammelte Pilze verzehrt, sollte
sich ganz sicher sein, dass es sich um Speisepilze handelt“, betont
Dunzendorfer. Häufig verwechselt wird der giftige Knollenblätterpilz
mit Champignonsorten oder dem Parasol. Je nach Art und Menge der
giftigen Schwammerl kommt es zu Reizungen des Verdauungstrakts mit
Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Magenkrämpfen. Die
Gifte des Knollenblätterpilzes greifen beispielsweise die Leber an
und können zu Schädigungen der Organe führen, die mitunter tödlich
sind. Vielen bekannt ist der giftige Fliegenpilz. Der ihm ähnliche
ebenfalls giftige Pantherpilz wird häufig mit dem essbaren Perlpilz
verwechselt, was bei Verzehr Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit
mit anschließenden Halluzinationen und Verwirrtheit zur Folge haben
kann.

Unechte Pilzvergiftungen

Neben den Vergiftungen durch toxische Stoffe im Pilz, gibt es auch
unechte Pilzvergiftungen, die durch verdorbene Schwammerl oder
Allergien hervorgerufen werden. „Unechte Vergiftungen entsprechen
Lebensmittelvergiftungen. Ursache sind überalterte, falsch
zubereitete, schlecht gelagerte oder roh verzehrte Pilze. Wichtig ist
auch, dass Pilze nicht in Kunststoffbehältern oder Plastiksackerln
gesammelt und aufbewahrt werden, da sie hier dunsten und verderben
können“, erklärt Dunzendorfer. Besser ist es zu Körben oder
Stoffsackerln zu greifen. Beim Suchen von Eierschwammerl, Steinpilz
und Co sollten nur frisch aussehende Pilze gepflückt werden. Alte,
durchnässte oder gefrorene Pilze lässt man lieber stehen, denn sie
können verdorben sein. Nach der Schwammerlsuche sollten die Pilze
möglichst bald verzehrt werden.

Bei Vergiftungserscheinung sofort Arzt aufsuchen

Vergiftungserscheinungen zeigen sich abhängig von Pilzart und -menge
wenige Minuten bis mehrere Stunden nach dem Verzehr. Bei den ersten
Anzeichen einer Pilzvergiftung sollte unbedingt ein Arzt gerufen oder
umgehend ein Spital aufgesucht werden. Hilfreich ist es eine Probe
mitzunehmen, sodass festgestellt werden kann, welche Pilze man
gegessen hat und eine rasche Therapie möglich ist. „Prinzipiell gilt:
Ist man nicht sicher, ob es sich um einen genießbaren Pilz handelt,
sollte man ihn stehen lassen. Pilzberatungsstellen helfen zu
bestimmen, um welchen Pilz es sich tatsächlich handelt“, schließt
Dunzendorfer.

Pfoten weg von Schokolade

Bei der Ernährung von Tieren gibt es ebenso viele Dinge zu beachten wie bei unserem eigenen leiblichen Wohl. Wenn wir ganz ehrlich sind, kümmern wir uns darum lange nicht immer in dem Maße, wie die Vernunft es verlangt. Oft lassen wir Fünfe gerade sein und essen statt des Joghurts oder des Apfels doch lieber Fast Food, Weihnachtsplätzchen oder Schokolade. Gerade in der Vorweihnachtszeit fällt es schwer, den Leckereien zu widerstehen.

Ähnlich verhält es sich auch bei unseren Hunden. Dann und wann verzeihen sie uns einen Patzer in der Ernährung, aber generell muss das Futter schon die Qualität haben, die der Hundekörper verlangt, ansonsten werden Fütterungsfehler schnell sichtbar. Dafür sprechen schon die Zahlen: Mehr als 40 Prozent aller Haustiere sind zu dick. Das muss nicht sein.

In der Adventszeit „fällt schon einmal“ ein Stück Stollen oder Schokolade vom Tisch. Doch Vorsicht: Süßigkeiten sind für Ihren Hund höchst ungesund. Nicht nur, weil er davon dick wird. In Schokolade ist ein Stoff namens Theobromin enthalten. Für Menschen praktisch unschädlich führt Theobromin bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tode. Also Pfoten weg von Schokolade! Wenn es schon unbedingt ein Snack sein soll, dann bitte einer, der für Hunde geeignet ist (z.B. Hundekuchen oder Trockenartikel wie Pansen).

Wenn Sie Ihrem Tier einen wirklichen Gefallen erweisen wollen, geben Sie ihm keine Tischreste. Auch an Feiertagen nicht, denn sonst kann es passieren, dass Ihr Tier mit Bauchschmerzen und Durchfall auf die ungewohnte Nahrung reagiert.

Führen Sie sich vor Augen, dass der Hund kein Mensch ist. Der Geschmackssinn des Hundes ist lange nicht so stark ausgeprägt wie unserer. Das sind die Gründe dafür, warum Hunde ihre Mahlzeit so schlingen und die Nahrungsaufnahme nicht „genießen“. Daher ist es auch nicht erforderlich, dem Hund etwas zu bieten, das der Mensch als „besonders lecker“ empfindet. Ganz im Gegenteil: Den größten Gefallen erweisen wir unseren Hunden, wenn wir ihnen eine ausgewogene und hochwertige Trockennahrung füttern und das Futter nicht ständig wechseln.

Je nachdem, wie alt, groß und bewegungsfreudig ein Hund ist, schwanken seine Anforderungen ans Futter gewaltig. Welpen, trächtige oder säugende Hündinnen benötigen beispielsweise wesentlich mehr Energie, Vitamine und Mineralien als ein alter Hund, der sich täglich kaum mehr als eine Stunde bewegt. Hier halten die im Deutschen Verband Tiernahrung e. V. (DVT) zusammengeschlossenen Tiernahrungshersteller spezielles Futter für die unterschiedlichsten Anforderungen und Lebensabschnitte bereit.

Und nicht zuletzt sorgen natürlich auch die Bewegung und Beschäftigung für das Wohlergehen des Tieres. Deshalb sollten Hundebesitzer nicht nur auf den zusätzlichen Happen Futter, sondern auch auf ausgedehnte Spaziergänge Wert legen. Gaby Schacht

www.dvtiernahrung.de