Bewerbercamp für Animateure

Sommer – Sonne – Sonnenschein mit dem Berufsportal
für Animateure und Gästebetreuer. Dieses teilt nun mit, das noch
zahlreiche Traumjobs in den weltweiten Ferienclubs zu vergeben sind.
Vorstellungsgespräche dafür laufen vom 08.03-12.03.06 direkt am FROG
Entertainment Stand in Halle 4.1. Gesucht werden Kinderanimateure,
DJ’s, Reiseleiter, Gymnastiklehrer, Hobbyköche aber auch
Krankenschwestern und Hotelfachleute.

Dabei ist oft eine fundierte Ausbildung gewünscht – aber auch
Quer- und Neueinsteiger haben sehr gute Chancen auf Erfolg.

Am FROG Messestand präsentieren sich weltweite Agenturen, aber auch
namhafte Reiseveranstalter wie TUI, CLUB MED und 1-2-FLY.

So kommt man an den Traumjob – Erstmalig findet am 11.und 12.03.
das „Bewerbercamp“ auf der ITB statt. Erfahrene Trainer informieren
die zukünftigen Animateure und interessierten Messebesucher, was Sie
in den Zielgebieten erwartet. Die Einsteiger nutzen die Chance,
hinter die Kulissen zu schauen. In Teamarbeit entsteht an nur einem
Tag eine kleine Abendshow mit Tanz. Wobei die jungen Teilnehmer aktiv
mit erleben dürfen, was man für diesen Job alles mitbringen sollte.
Das besondere beim ITB Bewerbercamp: „Gleich mehrere
Personalverantwortliche sind vor Ort und informieren über Jobs im
Ausland“ erläutert Trainer Sven Morchert. „Der ein oder andere
Bewerber geht bestimmt wieder mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche
nach Hause“ so Morchert.

Flexibilität und eine positive Einstellung sind gewünscht.
„Das bestehende Image, das Animateure immer braungebrannt,
übertrieben grinsen, und gut aussehend mit Sonnenbrille rum laufen,
stimmt nicht“, erläutert Sven schmunzelnd.

Der Reiseveranstalter 1-2-Fly fliegt für die zwei
Bewerbercamptage, einige Animateure ein, die den Messebesuchern auf
der Bühne eine Animations-Show bieten.

Unter www.animateure.de oder www.bewerbercamp.de gibt es
Informationen zur Messe.

Hobbykoch des Jahres

Wer erhält das Goldene Lorbeerblatt für den Hobbykoch des Jahres 2005?
Am kommenden Dienstag, den 6. Dezember 2005, ist es raus – dann wird der neue Würdenträger im Hotel Atlantic in Hamburg gekürt.

Zum dritten Mal verleiht der Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD) das Goldene Lorbeerblatt an den „Hobbykoch des Jahres“. Nach Renate Schmidt (2004) und Roland Koch (2003) wird in diesem Jahr ein Mann geehrt, dessen Verdienste um den Kochberuf in erster Linie via Fernsehbildschirm transportiert werden. Er ist ein beliebter Talkmaster, erfolgreicher TV-Moderator – und ambitionierter Hobbykoch.

Die Verleihung des Goldenen Lorbeerblatts an den Hobbykoch des Jahres 2005 findet im Hotel Atlantic Hotel Kempinski Hamburg statt, wo der Preisträger gemeinsam mit dem Küchenchef des Hauses, Sven Büttner, sowie ausgezeichneten Köchen des VKD in der Küche stehen wird. An seiner Seite: Ronny Pietzner, Teammanager der Köche-Nationalmannschaft des VKD, Thomas Brunk, Olympiasieger der Militärköche 2004, sowie René Frank, Berufsweltmeister der Köche 2005.

Die Auszeichnung Goldenes Lorbeerblatt wird der „Hobbykoch des Jahres 2005“ an diesem Abend aus den Händen des VKD-Präsidenten Ctefan Wohlfeil erhalten.

Die Kochprofis – Hausbesuch

Die Themen für SW 48 (28. November bis 02. Dezember 2005)

28.11. Krankenschwester – Krankenschwester Anke (28) und ihre
Freundin Nadine (25) sind selbsternannte Kochnieten. Ankes Küche ist
zwar gut ausgestattet, aber keine von beiden hat Spaß am Herd. Ein
akuter Notfall für Martin und Mario: Die beiden machen einen
Hausbesuch bei den lebenslustigen Mädels.

29.11. Döner – Bei den Rößlers in Düsseldorf hängt der Haussegen
schief. Mutter Martina hat unter der Woche keine Zeit in der Küche zu
stehen, weil sie in ihrem Blumenladen gebraucht wird. Also muss Papa
Sven an den Herd – ganz zum Missfallen der Kinder Ana und Chris.
Svens Kochkünste sind eher bescheiden – er lässt sogar Spinat in der
Mikrowelle anbrennen. Die Kochprofis Ralf Zacherl und Mario Kotaska
wollen Sven einen Crashkurs in Sachen Kochen verpassen, damit die
Kinder nicht jeden Tag das Mittagessen boykottieren und zum
Dönerimbiss laufen.

30.11. Feuerwehr – Aus Herten bei Recklinghausen ereilt Mario
Kotaska und Ralf Zacherl ein ganz spezieller Hilferuf:
Oberbrandmeister Oliver Mertineit (33) und Michael „Walli“ Windhausen
(30) von der Hertener Feuerwehr brauchte dringend die Unterstützung
der Kochprofis. Täglich müssen sie die gesamte Schicht verpflegen und
zufrieden stellen. Gemeinsam mit den beiden Köchen, denen sie auch
allerhand Feuerwehrtechnik und schweres Gerät zeigen, kreieren sie
eine „Feuerwehr-gedächtnisplatte“ aus Roastbeef mit Lyoner Kartoffeln
und „Arme Retter“ – Ralfs persönliche Hommage an die Helden des
Alltags.

01.12. Snowboarder – Sie gehören zu Deutschlands Snowboardelite:
Xaver Hoffmann (31) und Mini Karpf (24) vom ratiopharm-Team. Am Herd
allerdings begrenzen sich ihre Künste aufs Spiegeleier braten. Beide
lieben aber bayrische Hausmannskost. Die Kochprofis Martin und Mario
rücken an und kochen mit den Snowboardern ein bayrisch-asiatisches
Crossover-Dinner.

02.12. Allein erziehende Mutter – Yvonne ist allein erziehende
Mutter. Sie hat die Kochprofis gerufen, weil ihre beiden Söhne Niklas
(10) und Finn (6) in punkto Essen einen konträren Geschmack haben.
Niklas liebt alles, was frisch ist: Obst, Gemüse, Salat und Fisch.
Finn dagegen hasst alles, was frisch aussieht oder so schmeckt.
Yvonne bleibt oft keine andere Wahl, und kocht zwei Gerichte zu
kochen. Gelingt es den Kochprofis Martin und Mario, ein Essen zu
zaubern, das beiden Jungs schmeckt?

montags bis freitags, 18:00 Uhr bei RTL II – mit Ralf Zacherl, Martin Baudrexel, Mario Kotaska und Stefan Marquard

Hoffnungsträger für einen oder weitere Michelin Sterne

Hoffnungsträger für einen Michelin Stern
Ort Haus Küchenchef Bundesland
Alzenau Schlossberg Nolting, Florian BY
Baden-Baden Schloss Neuweier Röttele, Armin BW
Düsseldorf Berens am Kai Berens, Holger NW
Ehrenkirchen Klostermühle Messerschmidt, Sven BW
Frankfurt am Main Silk Lohninger, Mario HE
Koblenz Schiller’s Restaurant Schiller, Mike RP
Köln La Societé Kotaska, Mario NW
Köln L’escalier Dannenfeld, Jens NW
Oberstdorf Maximilians Restaurant –
Landhaus Freiberg
Bolkart-Fetz, Ludger BY

Claus-Peter Lumpp ist Hoffnungsträger für einen dritten Michelin Stern; Martin Thomas, Eric Menchon, Martin Fauster und Berhard Diers für eine Zweiten.

Gault Millau Niedersachsen – Sven Elverfeld weiterhin Spitze

Nr. 1 in Niedersachsen: Sven Elverfeld in Wolfsburg mit Rochenflügel auf Apfel-Couscous

Wie im Vorjahr mit 18 Punkten bewertet wurde Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg: „Bewundernswert, wie er mit nie nachlassender Leidenschaft die Küche Jahr für Jahr steigert. Als willkommener Kontrapunkt zur Eleganz und Aromen-Symphonik typischer Aqua-Zubereitungen wie etwa der Rochenflügel mit Pistazien/Nuss-Butter und Apfel-Couscous kam Herzhaftigkeit hinzu, beispielsweise durch den mit Mandelöl pochierten Wildlachs mit Stampfkartoffeln und jungem Lauch.“ Sven Elverfeld arbeitet mit HAIKU Kochmessern von Chroma Cutlery.

Ihm folgen auf Rang 2 der kulinarischen Hitparade in Niedersachsen 7 Köche mit 17 Punkten: Hellmuth Bittlingmaier vom „Apicius“ in Bad Zwischenahn („untadelig die Jacobsmuscheln auf gewagtem, aber gekonntem Labskaus“), Friedrich Eickhoff vom „Landhaus Götker“ in Lembruch („Gugelhupf von der Gänseleber mit Quitten/Ingwer-Gelee“), Hans-Peter Engels vom „La Vie“ („Langostinos und gebackener Schweinsfuß mit dicken Bohnen in Minzgelee“) und Andreas Klatt vom „Vila Real“ in Osnabrück („exzellente Kartoffelschaumsuppe mit Jacobsmuscheln und Périgordtrüffel“), Götz Knauer vom „Torschreiberhaus“ in Stadthagen („Schweinsbäckchen mit Honig/Lavendel-Lack zu grünem Spargel und Zitronenpüree“), Achim Schwekendiek vom „Schlosshotel Münchhausen“ in Aerzen („in Vanille pochierte Taubenbrust auf einem teils samtigen, teils knackigen Rauchmandelpüree“) und Hans Sobotka vom „Endtenfang“ in Celle („Suppe von Meeresfrüchten mit einer umwerfend sündigen Safran/Kapern-Mayonnaise“).

In deren Verfolgerfeld erkochten sich Helmut Griebl vom „Palio“ in Celler Hotel „Fürstenhof“ sowie Dieter Grubert vom „Titus“ und Arndt Weick von der „Gastwirtschaft Wichmann“ in Hannover 16 Punkte.

Wie Elverfeld in Wolfsburg verteidigten ihre 18 Punkte des letzten Jahres auch die 6 Baden- Württemberger Josef Bauer vom „Landgasthof Adler“ in Rosenberg, der das Gault Millau-„Menü des Jahres“ als Musterbeispiel für „Kreativität ohne Allerweltsaromen“ bietet, Albert Bouley vom „Waldhorn“ in Ravensburg, Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ in Baiersbronn, Bernhard Diers von der „Zirbelstube“, Martin Öxle von der „Speisemeisterei“ in Stuttgart und Christian Scharrer vom „Imperial“ im „Schlosshotel Bühlerhöhe“ in Bühl bei Baden-Baden; die beiden NRW-Köche Berthold Bühler von der „Résidence“ in Essen und Bernd Stollenwerk vom „Gut Lärchenhof“ in Pulheim bei Köln; die Bayern Martin Fauster vom „Königshof“ in München und Ingo Holland vom „Alten Rentamt“ in Klingenberg am Main; die Saarländer Christian Bau vom „Schloss Berg“ in Perl (Saarland) und Klaus Erfort vom „Gästehaus Klaus Erfort“ in Saarbrücken sowie Matthias Buchholz vom „First Floor“ in Berlin, Thomas Martin vom „Jacobs Restaurant“ in Hamburg und Jörg Müller vom „Restaurant Jörg Müller“ in Westerland (Sylt).

903 Restaurants ausgezeichnet, darunter 47 in Niedersachsen

Insgesamt bewertet der alljährlich wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Feinschmeckern mit Spannung erwartete Gault Millau in seiner neuen Ausgabe 1115 Restaurants, darunter 54 in Niedersachsen. Die 30 Tester, die stets anonym auftreten und dieses Jahr 287 600 € Spesen machten, verliehen 903 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen. Dazu mussten die Köche mindestens 13 von 20 Punkten erreichen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schafften auch 47 in Niedersachsen.

Auch 99 Küchenchefs in den neuen Bundesländern erkochten diese Auszeichnung. An ihrer Spitze stehen mit 17 Punkten – neben dem Newcomer Schnurr – wie bisher Marcello Fabbri vom Restaurant „Anna Amalia“ in Weimar, Oliver Heilmeyer vom „17fuffzig“ in Burg (Spreewald) und Stefan Hermann vom „Caroussel“ in Dresden. Ihnen folgen mit 16 Punkten Thomas Abel vom „La Cheminée“ in Ilmenau und Detlef Schlegel vom „Stadtpfeiffer“ in Leipzig, die diese Note erstmals erhielten, sowie Claus Alboth von „Alboth’s Restaurant im Kaisersaal“ in Erfurt, Rene Bobzin von den „Rothen Forellen“ in Ilsenburg am Harz, Peter Knobloch vom „Meeresblick“ in Göhren auf Rügen, Carmen Krüger von „Carmens Restaurant“ in Eichwalde bei Berlin und Mario Pattis vom „Pattis“ in Dresden.

Da auch die Welt der Gourmandise im ständigen Wandel ist und die Plätze im Gourmetparadies immer wieder neu gerührt und erkocht werden, servierte der Gault Millau im Vergleich zur Vorjahrsausgabe 151 langweilig gewordene Restaurants ab und nahm 101 inspirierte Küchen neu auf. 180 Köche wurden höher als im letzten Guide bewertet, 128 niedriger. 45 Küchenchefs verloren die Kochmütze. In Niedersachsen wurden 9 besser und 5 schlechter beurteilt.

Außer dem Koch, dem Aufsteiger und der Entdeckung des Jahres kürte der Guide noch sechs weitere Würdenträger: als „Oberkellner des Jahres“ Gerhard Retter vom „Lorenz Adlon“ in Berlin, als „Sommelier des Jahres“ Stefan Weise vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach-Bensberg, als „Restaurateur des Jahres“ Karin Kaiser von der „Klostermühle“ in Ehrenkirchen bei Freiburg, als „Kochschule des Jahres“ die „Gusto Geschmackswerkstatt“ des außerordentlich kreativen Frank Buchholz vom „Buchholz“ in Mainz, als „Barkeeper des Jahres“ Ewald Stromer vom „Raffael’s“ im Kempinski Hotel Falkenstein in Königstein/Taunus sowie als „Hotelier des Jahres“ Christine und Michael Clausing vom „Zur Bleiche“ in Burg/Spreewald, weil Wellness in ihrem Haus „keine Mode, sondern Gesamtkunstwerk“ ist.

Außerdem testete der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (892 Seiten, 30 €) wieder Kreuzfahrtschiffe, die für ihre gute Küche werben: die deutsche Luxusyacht „MS Europa“, die alle Küchenstile der Welt bietende „MS Westerdam“ der Holland-America-Linie und die vom Hollywood- Starkoch Wolfgang Puck beehrte japanische „MS Crystal Symphony“. Ferner beschreibt und klassifiziert er 420 Hotels.

Die 25 besten Restaurants des Gault Millau in Niedersachsen

1. Aqua in Wolfsburg (18 Punkte),
2. Schlosshotel Münchhausen in Aerzen,
Endtenfang in Celle,
Landhaus Götker in Lembruch,
La Vie und Vila Real in Osnabrück,
Torschreiberhaus in Stadthagen,
Apicius in Bad Zwischenahn bei Oldenburg (alle 17 Punkte),
8. Palio* in Celle,
Schillingshof in Friedland,
Biesler Weinstube, Gastwirtschaft Wichmann* und Titus* in Hannover,
Zum Heidkrug in Lüneburg (alle 16 Punkte),
14. Botheler Landhaus in Bothel,
Gasthaus Lege in Burgwedel,
Allerkrug und Postmeister in Celle,
Sterneck in Cuxhaven,
Altes Jagdhaus Joachim Stern** und Tropeano Vino** in Hannover,
La Forge in Bad Nenndorf,
Novalis in Nörten-Hardenberg,
Sülbecker Krug in Stadthagen,
Pades Restaurant und Bistro am Dom in Verden,
La Fontaine in Wolfsburg (alle 15/20)

* Aufsteiger,

** Neueröffnung

www.gault-millau.de
www.haiku-messer.de

Sven Elverfeld

Sanft plätscherndes Wasser, leichte Wellenbewegungen, romantischer
Kerzenschein, gedämpfte Atmosphäre und ein großer Wein – Viele
Reiseberichte könnten so eingeleitet werden. Aber sind wir ehrlich, die
wenigsten über Wolfsburg, dem beschaulichen Industriestädtchen in
Niedersachen. Das dem im Jahre 2005 nicht mehr so ist, daran hat ein
Mann wesentlichen Anteil: Sven Elverfeld, seines Zeichens Chef de
Cuisine im Ritz-Carlton.

Elverfeld ist einer jenen jungen Köche, von denen wir persönlich nicht
genug treffen können, um Ihre Kunst zu erleben. In jüngster
Vergangenheit wurde uns diese Ehre bei Christian Bau zuteil, der vor
kurzem vom Feinschmecker zum Koch des Jahres gewählt wurde. Wie Bau,
begreift auch Elverfeld die Küche in erster Linie als seinen
Arbeitsplatz, an dem er auf hohem Niveau mit Liebe zum Detail und einer
großen Portion Herzblut Spitzenleistungen bringen will, ohne dabei in
ein auf den ersten Blick kreatives, auf den zweiten Blick übermäßig
künstlerisches Gehabe zu verfallen. Dieses Auftreten vereinfacht nicht
nur die Ansprache und Kommunikation mit dem Gast, sondern auch das
Arbeiten in einer Küchenmannschaft, in der immer einer der Kopf sein
muss, aber keiner autokratischer Alleinherrscher.

Es ist in erster Linie der persönliche Umgang, der eine große Sympathie
für Elverfeld entstehen und den Eindruck gewinnen lässt, dass man das
Haus als Genießer betritt und als Freund verlässt. Aber es eröffnet
Elverfeld auch die große Chance, einem sich innerlich und emotional
öffnendem Gast entgegenzutreten, der sich auf Arbeitsweise, Speisen und
Komposition, auf höherem Maße einlassen möchte, als ein normaler
Konsument. „Involvement“ nennt man diesen Umstand in der
Managementsprache und man muss Elverfeld und seiner Mannschaft
attestieren, dass es ihm bei beiden unserer Treffen mit natürlicher
Leichtigkeit gelungen ist, ein solches in hohem Maß bei uns zu erzeugen.

Bei unserem jüngsten Besuch war es daher für umso spannender zu
erfahren, wie Elverfeld diese Fähigkeiten am Pass umsetzt.

15 Gänge lang durften wir erkunden, was Elverfelds Interpretation von
Kochkunst bedeutet. Spannende, gradlinige und klar interpretierte
Speisenkombinationen mit exzellenter handwerklicher Ausführung und – wir
hatten es bereits bei unserem Besuch bei Dieter Müller angedeutet –
Elverfeld stellt nicht sich selbst, sondern die Zutat als Kernelement
der Komposition in den Mittelpunkt. Beginnend beim Amouse Bouche ist es
unserem Gaumen vergönnt, Fisch und Fleisch in Perfektion anzutreffen,
die den Garungstendenzen von Helmut Thieltgens gleichkommen.

Wo Thieltges’ Waldhotel jedoch enttäuschte, punktet das Aqua in selten
erlebter Höhe: dem Sommelier und der damit einhergehenden
Weinbegleitung. Jürgen Giesel nimmt sich mit der ihm eigenen Kompetenz
und Leichtigkeit dem Gaste an, entführt ihn – diesen Willen zum
Fallenlassen vorausgesetzt – in bis dato unbekannte Regionen und steht
als Reisebegleiter auch an der oftmals verlustreichen Front zwischen
Weinen und Speisen stets auskunftsfreudig zur Verfügung.

Wir betrachten diese Generation von Sommerliers als die „jungen Wilden“,
die ähnlich den jungen aufstrebenden Winzern in Deutschland stets
versuchen, neue Wege zu beschreiten, trotzdem jedoch althergebrachte und
bewährte Traditionen zu wahren.

So passte der doch untypische slowenische Chardonnay hervorragend zum
Atlantik Rochenflügel an Pistazienbutter, einer der Spezialitäten von
Sven Elverfeld. Er nahm die wesentlichen aromatischen Einflüsse auf und
bestand in dieser Kombination, wie man es sich von einem
korrespondierenden Wein verspricht.

Auf Empfehlung von Herrn Giesel wurde uns das Weingut Popp in Franken
näher gebracht. Hier haben die Brüder Ernst und Johannes die Aufgaben
des kürzlich verstorbenen Vaters übernommen und produzieren inzwischen
herausragende, manchmal ungewöhnliche Weine wie den 2004er Sylvaner
Auslese, der dezent im Barrique ausgebaut wurde. Zusammen mit den
offenen Raviolo mit bretonischem Hummer präsentiere sich uns ein
absolutes „Dream-Team“.

Es gibt wenig, was man Elverfeld und seinem Team an konkretem
Kritikpunkten ins Buch schreiben könnte. Im Gesamtauftritt unter
Berücksichtigung des herausragenden Service war unser Besuch sicherlich
eine der gelungensten Gesamtleistungen dieses Jahres. Sicherlich: Die
ein oder andere Kreation lässt Diskussionsspielraum zu, ob und in
welcher Form Beilage und Herzstück harmonieren, so beispielsweise die
Gremolata-Cannelloni zum Pauillac-Lammrücken oder der Rosenkohl zum
Kürbistörtchen. Aber auch das gehört zu großer Küche, dass sie Luft für
Meinungen und Diskussionen lässt und auch einmal aneckt.

Paris hat die Seine, Wolfsburg die Sünde – so möchte man angesichts der
Entwicklungen der Vergangenheit doch gerne über dieses Städtchen in
Niedersachen titeln. Dass sich dieser Umstand so grundlegend gewandelt
hat, daran hat nicht zuletzt VW entscheidenden Anteil. In diesem
Zusammenhang muss sicherlich auch Ferdinand Piech genannt werden, der
von Jürgen Dollase einmal mit der ständigen Unterforderung, die dem
Menschen so schade, zitiert wurde. Und wenngleich wir uns nicht anmaßen
möchten, im Detail über seine Entscheidungen zu urteilen, so dürfte er
doch mit dieser goldrichtig gelegen haben. Denn die Herausforderung auf
höchstem Niveau ist es wohl, die Elverfeld seinem Team zumutet, die aber
gleichzeitig Servicequalität und Betreuung auf solch lichte Höhepunkte
katapultieren. Ohne abgeklärt zu wirken, sitzt hier jeder Handgriff und
ohne gelangweilt zu sein, läuft alles nach Plan. Individuelle Ansprache
gepaart mit hoher persönlicher Identifikation – ein Erfolgskonzept, das
die Hotellerie des Hauses Ritz-Carlton ohne Zweifel geprägt hat, aber in
Verbindung mit Elverfelds Kochkunst ein großartiges Gastronomiekonzept
hervorbringt.

Wenn im Texas die Sonne aufgeht, neigt sich im Ritz-Carlton der Tag dem
Ende und Sven Elverfeld hat im fünften Wirkungsjahr wieder einigen
Genussmenschen einen großartigen Abend bereitet. So glücklich sich der
Konzern über diese Konstanz auch schätzen kann, so wünschenswert wäre es
sicherlich für ebenso viele, wenn er seine kulinarische Botschaft auch
eines Tages mit anderen Winkeln und Weiten der Republik teilen würde.

Küche, die begeistert – Ein Tag mit Sven Elverfeld und seinem Team
schlägt jeden Traumurlaub: Spannung, Kreativität und Erholung auf
höchstem Niveau. Quelle: www.sternefresser.de

Tim Raue, Sven Feldmann, Sybille Milde, Andreas Krolik, Mario Corti und Mansur Memarian

Wer wird Aufsteiger des Jahres 2005? Stimmen Sie bis zum 15.10.05 ab
Die Kandidaten:

Mansur Memarian (29) ist seit Januar 2005 Küchenchef im Restaurant „Ars Vivendi“ des Hotels „Jagdhof Glashütte“, Bad Laasphe. Ausbildung: „Villa Medici“, Krefeld. Stationen:

Andreas Krolik (31) ist seit Februar 2004 Küchenchef des „Park-Restaurants“ im „Brenner´s Park-Hotel & Spa“, Baden-Baden. Ausbildung: Hotel „Krone“, Schömberg. Stationen: Hotel „Krone“, Schömberg

Mario Corti (28) ist seit Mai 2004 Küchenchef im Restaurant „Mark’s“ des Hotels „Mandarin Oriental“, München. Ausbildung: „Hetzel Hotel“, Schluchsee. Stationen: „Markgräfler Hof“, Freiburg; „Im Schiffchen“, Düsseldorf

Sybille Milde (28) ist seit Juli 2004 Küchenchefin im Restaurant „Hessler“, Maintal. Ausbildung: „Arabella Congress Hotel“, Frankfurt. Stationen: Hotel „Kempinski Gravenbruch“, Neu-Isenburg; Souschefin im Restaurant

Sven Feldmann (34) ist seit September 2003 Küchenchef des Restaurants „taku“ im „Excelsior Hotel Ernst“, Köln. Ausbildung: Hotel „Jagdhof Glashütte“, Bad Laasphe. Stationen: Hotel „Nassauer Hof“, Wiesbaden; „Gala“

Tim Raue (30) ist seit April 2003 Küchenchef im „Restaurant 44“ des „SwissÔtel“, Berlin. Ausbildung: „Chalet Suisse“ und „Auerbach“, Berlin. Stationen: „Deuring-Schlössle“ weitere Infos und abstimmen bei www.aufsteiger-des-jahres.de

Sven Krause kocht im Frankfurter Brick kalifornisch

Im Restaurant NEW BRICK des Frankfurter Lindner Hotel & Residence Main Plaza verwöhnt Küchenchef Sven Krause Genießer und Fans der leichten kalifornischen Küche mit saisonalen Highlights nach allen Regeln der Kochkunst. Gemeinsam mit Restaurantleiter Thomas Wienands sorgt er dafür, dass die Gäste sich im edlen Ambiente des Restaurants wohl fühlen und die gleichzeitig stilvolle wie legere Atmosphäre des kulinarischen Treffpunkts am Frankfurter Mainufer entspannt erleben. Sobald die Temperaturen steigen, wird auch die schöne Terrasse wieder eröffnet.
Das neue Küchenkonzept

Das Konzept des NEW BRICK richtet sich sowohl von der Auswahl der Speisen als auch vom Preisgefüge her an ein gehobenes Publikum, jedoch nicht an Gourmets mit Sterne-Anspruch. „Live Cooking“ an der zum Gastraum hin offenen Showküche bleibt weiterhin ein lebendiges Element im Restaurant und gewährleistet absolute Frische der Gerichte: Als Vorspeisen locken beispielsweise „Sushi California Roll Inside Out mit Crabmeat und schwarzem Sesam“ (12 Euro) oder „Junger Ziegenkäse im Kartoffelmantel mit frittierter Ölrauke und gerösteten Pinienkernen“ (11 Euro), danach könnte Süße Curry-Kokosnuss-Suppe mit Greenlip Muscheln in Bacon (7,50 Euro) folgen oder etwa ein Zwischengang mit Gebratenen Kalifornischen Jakobsmuscheln auf Fenchel-Mandarinen-Ragout mit Zitronengras-Ingwer-Espuma (15 Euro). Jeweils drei Fleisch- und Fischgerichte als Hauptgang (zwischen 17 und 23,50 Euro), von Kalifornischem Gebirgslamm an Spinat-Artischocken-Sugo mit Maispolenta und karamellisiertem Rosmarin bis hin zu Doradenfilet auf Chorizo-Baked-Beans mit getrockneten Tomaten und Oliven-Tapenade, bieten auch bei den Hauptgängen kreative Abwechslung.
Einfallsreiche Desserts wie California Limonen-Cheesecake mit Rum-Espuma (7,50 Euro) oder Erdnussbutter-Eis auf Ananas-Basilikum-Carpaccio (8 Euro) bilden den krönenden kulinarischen Abschluss für alle Fans der süßen Versuchungen. Die umfangreiche Weinkarte offeriert ein breitgefächertes Angebot an Rot- Weiß- und Roséweinen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Südafrika, Spanien, Argentinien, Australien, Italien und natürlich Kalifornien.

Der Küchenchef

Der NEW BRICK-Küchenchef Sven Krause (34) sammelte nach seiner Ausbildung zum Koch im Restaurant Springhorstsee in Burgwedel und im Intercity Hotel Hannover, unter anderem Erfahrungen im Hotel Engiadina Silvaplana / Schweiz und Steigenberger Avance Frankfurt, wurde Küchenchef im Thatched Cottage Hotel in Brockenhurst / England, Senior Chef de Partie im Sternerestaurant Cliveden Maidenhead / England, einem Leadling Hotel of the World, und kochte schließlich in Schuhbecks Kurhausstüberl und bei Michael Wollenberg. Danach hatte er die Deli-Leitung im Fit for Fun-Restaurant in Hamburg inne, machte Abstecher nach Sydney / Australien, zum Kaiserhof nach Hannover und in die Havanna Lounge Frankfurt.

Der Restaurantleiter

Restaurantchef Thomas Wienands (29) beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung zum Restaurantfachmann im Restaurant Ratskeller in Aachen. Zu seinen weiteren Stationen gehörten das Steigenberger Hotel Graf Zeppelin Stuttgart, das Vila Vita Hotel Rosenpark Marburg sowie das Michelinsterne-Restaurant „La Table“ in Dortmund.

Das Hotel

Das Lindner Hotel & Residence Main Plaza gehört seit Oktober 2004 zur Lindner Hotels AG. Als Boardinghouse wurde es im Jahr 2001 eröffnet und wird jetzt als zwanzigstes Hotel des familiengeführten Düsseldorfer Unternehmens im Vier-Sterne-Plus-Bereich betrieben. Das Hotel zählt zu den architektonischen Merkmalen Frankfurts und wurde von Startarchitekt Hans Kollhoff im New Yorker Stil der 30er Jahre direkt am Mainufer erbaut. Von vielen Zimmern bietet sich ein faszinierender Blick auf die Skyline der Bankenmetropole.

Weitere Informationen zum Lindner Hotel & Residence Main Plaza sind unter Tel.: 069 / 66401 0, im Internet unter www.lindner.de

Sternefresser besuchen Dieter Müllers Rosentaufe

Wer Umberto Ecos faszinierendes Werk „Der Name der Rose“ gelesen hat, weiß, was die über allem stehende Vermutung für die Ursachen der Todesfälle ist: Der Teufel soll seine Hand im Spiel gehabt haben. Wir wollen ehrlich sein: Auch uns beschlich an diesem denkwürdigen Sonntag im sonnendurchfluteten Park des Schlosshotels Lerbach ab und an die Idee, dass es nicht mit irdischen Dingen zugehen konnte. Ein zu perfektes Drehbuch, zu großartige Hauptdarsteller und eine so wunderbare Kulisse konnten eigentlich nicht irdischen Ursprungs sein.
Der Regisseur
Fragt man Dieter Müller nach der größten sportlichen Niederlage seines Lebens, so zitiert er mit einem Schmunzeln auf den Lippen das verlorene Spiel seiner Küchen-Fußballmannschaft der Schweizer Stuben gegen die von Witzigmanns Aubergine. Spätestens mit der Verleihung der Rose durch Henri Delbard hat Müller wohl gegen Witzigmann, Deutschlands erster Koch dem diese Ehrung zuteil wurde, ausgeglichen. Dieter Müller eilt ein großer Ruf voraus, und vieles wird ihm nachgesagt – doch erlebt man ihn nur wenige Minuten im persönlichen Gespräch, weiß man wie seine Kochkunst zustande kommt: in diesem Mann lodert das Feuer eines 30-jährigen bei ebenso vielen Arbeitsjahren und Lebenserfahrung. Dieter Müller schwimmt nicht auf der Welle der Gourmet-Gastronomie mit, er hat sie begründet. August F. Winkler hat es in seiner würdigen und liebenswerten Laudatio sinngemäß wie folgt zusammengefasst: „Dieter Müller hat mediterran in Wertheim oder beispielsweise asiatisch in Bensberg gekocht. Aber seine Speisen waren nie italienisch oder asiatisch – sie waren dieter-müllerisch.“ „Mit dem Herzen bin ich Franzose, vom Ehrgeiz her jedoch Deutscher“ beschied uns Müller bei unserem Versuch, sein Erfolgsrezept zu ergründen. Diese Simplizität des Handelns bei perfekter Vollendung von Handwerk und nie enden wollender Kreativität sind wohl wirklich die wenigen, aber alles entscheidenden Dieter-Müller-Erfolgs-Faktoren. Repetiert man bei dieser Gelegenheit einmal mehr August F. Winkler mit seinem abschließenden Satz: „Gute Köche werden nicht gemacht, sondern geboren!“, möchte man ergänzen „…sie werden der Welt geschenkt!“.

Die Hauptdarsteller
Zu viel Gutes konnten wir an diesem Sonntag zu uns nehmen, als dass es in irgendeiner Form für eine differenzierte Kritik geeignet wäre, doch trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen, jene hervorzuheben, die im Lichte des Heiligenscheins von Dieter Müller fast ebenso hell erstrahlten.

Unser Koch des Tages: Sven Elverfeld aus dem Aqua in Wolfsburg. Die Jakobsmuschel auf Kalbsbries war so perfekt, wie wir eine solche lange nicht mehr hatten. Erlauben sich viele Köche heutzutage, die Jakobsmuschel nur als schmückendes Beiwerk oder Spielerei einzusetzen, so stellt Elverfeld sie dorthin, wo sie hingehört: in den Mittelpunkt seines Gerichts – zentral kombiniert mit zwei reduzierten Fonds und einem ach so leichten Kartoffelpüree. Perfekt! Bleibt zu erwähnen, dass uns seine Taube ähnlich große Geschmackserlebnisse bescherte. Wir sind uns sicher, Sven Elverfeld wird das Aqua dorthin kochen, wo es mit ihm zusammen hingehört: an die absolute Spitze!

Nils Henkel an dieser Stelle nicht zu erwähnen, wäre dem (Mit-) Gastgebern gegenüber frevelhaft, doch das allein ist natürlich nicht der Grund. Seine beiden in der Küche servierten Gerichte, der Thunfisch samt Gewürzlachs und der Rücken vom Sisteronlamm waren beide sowohl großartige Kompositionen wie auch perfekt zubereitet. Zudem brachte die Atmosphäre am Pass eine willkommene Abwechslung zur ansonsten so perfekten Aufmachung der Schlossgartens und der Räumlichkeiten.

Erwähnung finden muss außerdem Claus Weitbrecht vom Restaurant Talblick in Wildberg, dessen Beitrag mit dem reduzierten Titel „Das Beste von der Wachtel‘ absolut halten konnte, was er versprach. Auch Jens Rittmeyer, der einzige ausländische Legionär in der illustren Reihe der anwesenden Köche, konnte mit denen durch seine Tätigkeit an der Algarve motivierten Vorschläge überaus begeistern. Sternefresser wird seine Tätigkeit nicht zuletzt durch solche Erfahrungen schnellstmöglich auf das nicht deutsch-sprechende Ausland ausweiten müssen.

Einen denkwürdigen Abschluss dieses großen Sonntags bildeten auf gastronomischem Sektor die Desserts von Frédédric Guillon, seines Zeichens Patissier im Schlosshotel. Sowohl das Sorbet vom Rosc Champagner, als auch Aprikosen auf den Fleur du sel Crumbles waren im wunderschönen Schlossgarten an diesem sonnigen Tag eine Genuss sondergleichen. Jene Gäste, zu denen selbstverständlich auch wir zählten, die danach noch immer nicht gesättigt waren, konnten einen Einblick in die langjährige Käse-Tradition im Hause erhalten: in gewohnt perfekter Manier präsentierten drei Mitarbeiter eine breite Auswahl an Käse. An diesem Tage waren es zwar nicht die 160 unterschiedlichen Sorten, die schon an manchen Tagen im Restaurant Dieter Müller gesichtet wurden, es reichte jedoch allemal, um den Magen für diesen Tag zu schließen.

Der Grandseigneur
Heinz Winkler, dessen Namen bereits eine Rose von Henri Delbard trägt, wäre nicht Heinz Winkler, wenn sein omnipräsentes Auftreten und seine Wesensgestalt auch an diesem Tage dem Festakt nicht einen würdigen Rahmen gegeben hätte. Heinz Winkler hat Erfahrung – viele Gastronomen reden ausschließlich davon. Wir hätten unzählige weitere Stunden seinen Unterhaltungswert teilen und von seinem Know-how partizipieren können – leider waren uns nur zwei vergönnt. Bei Heinz Winkler kann man nicht nur essen, man muss ihn erleben. Ebenso wie Müller ist Winkler Koch mit Leib, Seele und Kochlöffel. Seine Lebensgeschichte – nach einem Schicksalsschlag jung die Mutter verloren, beim allein erziehenden Vater mit 11 Geschwistern aufgewachsen und früh auf eigenen Beinen gestanden – macht ihn und sein Schaffen nur umso glaubwürdiger. Hätten ihm nicht bereits so viele Gastronomieführer ein Denkmal gesetzt – wir würden es sofort tun. Danke für jede Stunde, die wir mit Ihnen teilen durften.

Umberto Eco schrieb einen 600 Seiten starken Roman – Dieter Müller schreibt täglich Geschichte. Eine perfekte Feier für einen perfekten Koch! Christian Stromann

Bilder/Quelle: www.sternefresser.de , www.sternefresser.de

Die „Hotelsafari“ mit 5-Gang-Menü im Atlantic Hamburg

Blicke hinter die Kulissen eines Grandhotels, einen amüsanten Rundgang durch das Traditionshaus an Hamburgs Außenalster und ein Fünf-Gänge Menu inklusive begleitender Weine, serviert an fünf verschiedenen Locations des Hotels: Dies alles bietet das Kempinski Hotel Atlantic Hamburg am Donnerstag, 7. Juli 2005, bei der „Hotelsafari deluxe“ zum Preis von ? 125,- pro Person.
Beginn ist um 19 Uhr mit der Begrüßung in der Hotelhalle. Der erste Gang des Menüs – eine sommerliche Vorspeisenauswahl vom Tablett – wird im legendären „Phantomstübchen“ auf dem Dachboden des Hotels gereicht. In der Atlantic-Suite alias „James Bond Suite“ folgt ein Parmesanschaumsüppchen mit gebratener Garnele, bevor Küchenchef Sven Büttner in seinem „Reich“, der Küche, zum Steinbuttfilet auf Aprikosenragout und sautierten Pfifferlingen bittet. In welchem der insgesamt zwölf Banketträume Büttners Kalbsfilet aus dem Kräutersud auf Essiggemüse und Salsa Verde zelebriert wird, bleibt bis zur letzten Minute geheim. Den süßen Abschluss des Menüs bildet der Nachtisch – Dreierlei Crcmes brulées und Eis von der Bohne mit marinierten Beeren – im Empire Salon. In der Atlantic Bar haben die Teilnehmer dann Gelegenheit, den genuss- und eindrucksreichen Abend nach Lust und Laune ausklingen zu lassen.

Faszination Grandhotel. Was befindet sich hinter den Türen, die normalerweise für Gäste und Besucher geschlossen bleiben? Welche Gänge und geheimnisvolle Ecken sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich? Wo entstanden Szenen zum „James Bond“ Film „Der Morgen stirbt nie“? Wo arbeiten Zimmermädchen und Etagenkellner? Sven Büttner, seit Juni 2003 Küchenchef im Atlantic: „Von der Vielseitigkeit der Kulissen und den auf den ersten Blick labyrinthartigen Gängen in diesem Hause bin ich seit meinem ersten Arbeitstag immer wieder aufs neue begeistert.“

Der Preis für die „Hotelsafari deluxe“ (ausschließlich am 7. Juli 2005, 19 Uhr) im Kempinski Hotel Atlantic Hamburg inklusive des Menus und der begleitenden Getränke beträgt ? 125,- pro Person.

Information und Reservierung „Hotelsafari deluxe“: Telefon (040) 28 88 833; Telefax (040) 24 35 49; e-Mail: miriam.kroppa@kempinski.com