Tino Roberto Staub & Kay Schultz

Wechsel in der Küche des Widder Hotels in Zürich. Ab sofort zeichnet eine kulinarische Doppelspitze für die anspruchsvolle Gastronomie des Luxushotels im Zürcher Augustinerquartier verantwortlich. Jan Brucker, General Manager des Widder Hotels, hat Tino Roberto Staub zum neuen Executive Chef „à la carte“ und Kay Schultz zum Executive Chef „Bankett“ berufen. Die beiden Kochkünstler übernehmen damit das Zepter ihres Vorgängers Dietmar Sawyere, der sich einer neuen Herausforderung stellt. „Dietmar Sawyere hat Großartiges für unser Haus geleistet. Wir danken ihm sehr für sein unermüdliches Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute“, so Jan Brucker. „Mit unseren beiden Co-Chefs läuten wir eine neue kulinarische Ära ein. Ich bin sehr glücklich darüber, diesen beiden Ausnahmetalenten jetzt die Chance geben zu können, im Widder Hotel ihre kulinarischen Ideen umzusetzen.“

Sowohl Tino Staub als auch Kay Schultz sind im Widder Hotel keine Unbekannten: Bereits von 2006 bis 2010 kochte Staub hier als Chef de partie und Sous Chef „à la carte“ und folgte erneut dem Ruf des Widder Hotels im Januar 2013 als Chef „à la carte“. Auch Schultz verwöhnt bereits seit August 2009 als Sous Chef „Bankett“ die Gaumen der Gäste. 2011 wurde er zum Küchenchef „Bankett“ befördert.

Der 32-jährige Tino Staub hat trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung und Know-how im Gepäck. Den Grundstein für seine Karriere legte der gebürtige Schweizer als Commis de Cuisine und Chef de Partie im Hotel Le Grand Bellevue Gstaad, wo er unter anderem sein Talent im renommierten Yachtclub unter Beweis stellte. Er verfeinerte seine Künste in Funkes Obstgarten in Freienbach, zu seiner Zeit im Jahre 2011 „Aufsteiger des Jahres“ bei Gault Millau Schweiz. Weitere spannende Stationen wie etwa als Sous Chef für das Pre-Opening und die Eröffnung des Renaissance Zürich Tower Hotels folgten.
Inspiration findet Tino Staub auf seinen zahlreichen Reisen: „Fremde Länder, andere Kulturen und deren exotische Küchen sind Quelle meiner Inspiration für kreative Ideen.“ Seine Leidenschaft für Gewürze und die asiatische Küche entdeckte er während seiner Zeit im Hotel Banyan Tree in Bangkok. Staub lebt für seinen Beruf: „Auch im nächsten Leben würde ich wohl Koch werden! Für mich gab es nie einen anderen Traum.“ Diesen darf der junge Executive Chef nun im Widder Hotel leben und sorgt mit fachlicher Kompetenz, authentischer Küche und grenzenlosem Einfallsreichtum für feinste Kulinarik.

„Ein gebackenes Bio-Ei mit Trüffel und jungem Spinat“ – ein neues Gericht auf der Speisekarte des Widder Hotels? Knapp verfehlt: mit diesen Worten beschreibt sich der neue Executive Chef „Bankett“ Kay Schultz. Seine Ausbildung schloss der 37-Jährige im renommierten und mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Fünfsterne-Badhotel Sternhagen in Cuxhaven ab. Anschließend folgten Stationen im Steigenberger Grandhotel Belvédère in Davos. Dort entwickelte er von 2002 bis 2009 seine ganz eigene kulinarische Vision. Der gebürtige Deutsche engagiert sich zudem seit Jahren beim Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum) in Davos und kocht hier zusammen mit rund 90 weiteren Köchen knapp 6000 Gerichte pro Tag. Im August 2009 wechselte Kay Schultz schließlich in das Widder Hotel im historischen Zürcher Augustinerquartier, wo er die anspruchsvolle Bankettküche verantwortet und seine Gäste mit bestem Handwerk und gewitzten Ideen neugierig macht. „Mein schönstes Lob ist, wenn aus Gästen Stammgäste werden“, so Kay Schultz und freut sich, seine unerschöpfliche Experimentierfreude und seine Suche nach „Wow-Effekten“ hier weiter ausleben zu dürfen.

Fine Dining trifft Bio: „Das Produkt ist der Star“
Sowohl Tino Staub als auch Kay Schultz stehen für eine ebenso unverfälschte wie ehrliche Küche auf Basis der besten Ingredienzen. „Für unsere Küche ist das Produkt der Star; Qualität und Regionalität stehen dabei im Mittelpunkt“, erläutert Schultz. Tino Staub fügt hinzu: „Nachhaltigkeit spielt dabei eine wesentliche Rolle“. Er bezieht sich dabei auf Produkte mit der Garantiemarke der Herkunft SUISSE GARANTIE. Wo immer es geht, bevorzugen beide Chefs einheimische Lebensmittel, um ihren Beitrag für die Region zu leisten. Bei Fisch und Meeresfrüchten kommt alles aus zertifizierter nachhaltiger Fischerei.

Klassik trifft Moderne: Staub und Schultz behalten die klare Linie und das geradlinige Konzept des Widder Hotels bei. Beide Meisterköche haben die französische Küche als Basis ihrer Gerichte verinnerlicht und kombinieren sie mit fernöstlichen Elementen und moderner Stilistik zu wahren Aromenallianzen. „Unsere beiden Executive Chefs Tino Staub und Kay Schultz zählen zu jenen Köchen, die den Restaurantbesuch als Rundum-Erlebnis begreifen“, erläutert General Manager Jan Brucker. Und so wird hier im Widder Hotel nicht nur dem Gaumen, sondern auch dem Auge einiges geboten. Im Sommer 2015 können sich die Widder-Gäste auf eine neue saisonale Speisekarte mit exquisiten Highlights freuen.

Zu den Gastronomiestätten des Widder Hotels gehören das mit 15 Gault&Millau-Punkten prämierte Fine-Dining Widder Restaurant mit seinem Turmstübli, der in den Sommermonaten geöffnete Widder Garten, die rustikale Wirtschaft zur Schtund, die neue Restaurant-Boucherie AuGust sowie der umfangreiche Bankett-Service in den Räumlichkeiten des Fünf-Sternehotels.

Stiftung Warentest – Staubsauger

Staubsauger „Gut“ saugen mit Energiesparmodellen

Leistung hängt beim Staubsaugen nicht von hohen Wattzahlen ab. „Gute“ Saugkraft ist auch bei wenig Watt möglich. Dieses Ergebnis zeigt die April-Ausgabe der Zeitschrift test: Von elf Bodenstaubsaugern in der Preisspanne 50 bis 215 Euro schnitten drei energiesparende Modelle mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab.

Statt immer höherer Wattzahlen setzen viele Anbieter nun auf Öko. Mit moderaten 1.340 Watt erzielte der Testsieger Miele S5 Ecoline Green eine „gute“ Saugleistung, das haltbare Modell für 214 Euro überzeugte auch durch einfache Handhabung und „gute“ Umwelteigenschaften. Auf Platz zwei landete der Bosch formula hygienixx BSG71666 (1.435 Watt, 163 Euro) mit ebenfalls „sehr guter“ Haltbarkeit. Beim Saugen und der Handhabung war er nur geringfügig schlechter. Dem „guten“ Eio varia R-Control (191 Euro) reichen geringe 1.215 Watt für positive Noten.

Alle „guten“ Geräte zeigten zusätzlich tadelloses Staubrückhaltevermögen; beim Saugen landete der Staub hier vollständig im Beutel. Nicht überzeugen konnten in diesem Prüfpunkt die vier Tabellenletzten: Die Modelle Fakir und Dirt Devil fielen durch, genau wie die „ausreichenden“ Geräte Germatic und Solac bliesen sie zu viel Staub zurück in den Raum.

Auffällig war, dass nur die beiden Testsieger Miele und Bosch neben Hartboden auch Teppich gründlich und „gut“ reinigten. Bei der Staubaufnahme in Ecken und Kanten zeigten alle Modelle Schwächen, die Stiftung Warentest empfiehlt die Verwendung der Fugendrüse, die zum Zubehör gehört.

Der ausführliche Test findet sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift test und im Internet unter www.test.de

Hoteltest WestinLeipzig

Das Zimmer lässt Charme und individuelle Details vermissen. Ich habe es mit einem jener austauschbaren internationalen Gästeräume zu tun, die man nach dem Verlassen gleich wieder vergessen hat. Wenn man ein Zimmer schon nicht persönlich gestaltet, dann sollten wenigstens ausgesuchte Details den Gast ansprechen. Doch gibt es hier weder Blumen oder Obstkorb noch ein Begrüßungskärtchen der Direktion. Das Zimmer ist leicht unterkühlt und lässt sich den gesamten Aufenthalt lang nicht genügend aufheizen. Das grüne Licht an der Klimaanlage strahlt in der Nacht ungewöhnlich hell und dürfte lichtempfindliche Gäste sehr stören. Übergeben wurde das Zimmer ausreichend gelüftet und auf den ersten Blick auch gut gereinigt. Doch auf die Schrankkante, die sich von der Minibar bis zur Tür zieht, hat man schon sehr lange keinen Blick mehr geworfen. Dort liegt dick der Staub und es müsste mit einem nassen Lappen gewischt werden, um die angesetzte Schmierschicht wegzubekommen. Offenbar wurde diese Stelle bei der Grundreinigung nicht berücksichtigt. Unter dem Bett befinden sich ebenfalls Staub und anderer kleiner Unrat; der Fuß der Stehlampe ist über Gebühr schmutzig.
Ich hatte ausdrücklich um ein großes Einzelbett gebeten, finde nun aber zwei auseinander stehende Einzelbetten vor. Beide Matratzen sind weich, aber nicht instabil; die Bettwäsche ist angenehm.
Die Nachttischlampen über dem Bett können punktgenau zum Lesen genutzt werden. Der Sessel nebenan ist schon etwas speckig. Er wurde außerdem länger nicht mehr gesäubert: In den Ritzen befindet sich sichtbar Staub. An einigen Stellen zeigt das Zimmer Abnutzungsspuren: Dellen am Badezimmerschalter, ein Riss in der Regaldecke über der Minibar und Flecken an der Flurwand.
Der Schrank wurde mit zehn Holzkleiderbügeln ausreichend bestückt. Er bietet genügend Stauraum,hat aber nur zwei Schubladen. Insgesamt reicht er gut für die Reiseutensilien von einer Person, bei zwei Gästen wird es knapp. Eine stabile Kofferablage steht bereit. Der funktionierende Minisafe ist zutief installiert und zwingt mich zum Kniefall. Positiv sind der Ganzkörperspiegel im Flur und die vielen Steckdosen.
Darüberhinaus gibt es einen Arbeitsplatz, dessen Glas-Schreibtischplatte ausreichend Platz bietet. Eine Internetverbindung ist dort vorinstalliert und funktioniert einwandfrei. 24 Stunden werden mit 19,50 Euro berechnet, eine Woche kostet 24,95 Euro. Vor dem Flachbildschirm liegen eine Fernbedienung und ein Programmheft, aber keine Liste mit den jeweiligen Kanälen. Die wirklich sehr kleine Minibar bietet die allseits bekannten Standards: Das kleine Pils kostet 3,50 Euro; ein Viertelliter Wasser drei Euro; 0,2 Liter Orangensaft3,50 Euro. Das Mindesthaltbarkeitsdatum bei den Snacks, die außerhalb des Kühlschranks liegen, ist nicht abgelaufen. Dennoch hat diese schon lange niemand mehr in der Hand gehabt, da sie bereits staubig sind.
Die fünf bereitstehenden Gläser sind sauber, eines für Sekt fehlt. Die verbrauchten Artikel aus der Minibar werden während meines Aufenthalts nicht nachgefüllt. Ein Kaffee-/Heißwasserkocher, der angeblich zum Standard gehört, ist nicht vorhanden, obwohl oberhalb der Minibar dafür ausreichend Platz wäre und an gleicher Stelle eine Steckdose platziert ist.
Das Zimmer lässt sich gut ausleuchten, am Bett und an der Tür befinden sich Generalschalter. Es gibt nur ein Telefon am Bett, auf dem keine Zimmernummer steht. Es liegt lediglich ein Notizzettel mit Klebestreifen auf dem Nachttisch – ohne Adresse und Telefonnummer des Hotels. Die Hotelinformation enthält weder die Telefonnummern der Restaurants noch anderer Einrichtungen im Haus. Alles geht stets über die »Ser­vice-Express«-Taste am Telefon. Es liegt zudem ein Sammelsurium an Flyern und anderem Informationsmaterial aus, das eher für Verwirrung als für Orientierung sorgt. Wer das alles wirklich lesen wollte, ist viel zu lange damit beschäftigt.
Umständlich ist auch die Karte auf dem Kopfkissen, auf der mir mitgeteilt wird, dass ich diese dort hinlegen soll, wenn ich die Bettwäsche gewechselt haben möchte. Eine solche Platzierung vergisst man allerdings schnell und hat dann das Nachsehen. Kurios ist der Hinweis, man möge die Karte »in die Badewanne legen«, sofern man die Handtücher ausgetauscht haben will. Die Badewanne, die ja nass sein kann, ist dafür nicht der geeignete Ort. Ich habe den Eindruck, dass es dem Hotel ganz recht ist, wenn der Gast derlei vergisst, damit das Housekeeping schneller fertig ist und weniger Wäsche anfällt.
Wertung: mangelhaft

Restaurant »Falco«, 19:46 Uhr

Ich werde am Empfangspult freundlich begrüßt und zu meinem Platz geführt, der sich direkt am Fenster mit schöner Aussicht vom 27. Stockwerk befindet, doch ganz am Rand liegt. Diese abseitige Lage mag beabsichtigt sein: Vielleicht dachte man sich, dass ein Gast, der allein kommt, nicht gern mitten im Lokal sitzt. Aus diesem Grund wird mir vom freundlichen Service auch gleich eine Lektüre angeboten, doch das Studium der fulminanten Weinkarte bietet genügend Lesestoff. Das Restaurant ist von eleganter Sachlichkeit, die Aussicht einnehmend. Das Ambiente wirkt stimmig und die Tischkultur perfekt – mit Gläsern von Zwiesel und Silber von Robbe & Berking.

Der Service unter Leitung des sehr freundlichen, umsichtigen und vorbildlich arbeitenden Restaurantleiters I.S. agiert von der ersten Minute an äußerst akkurat und einsatzfreudig – jedoch (bis auf den Maître und den Sommelier) keineswegs parkettsicher und ein wenig verkrampft. Mein Aperitifwunsch wird nicht nur abgefragt, sondern mit Empfehlungen vom Wagen unterstützt. Die bestens bestückten Digestif- und Käsewagen kommen of­fensiv und nicht drängend zum Einsatz, wobei es sich bei dem opulenten und verschließbaren Käsewa­gen schon um den Rolls-Royce unter den Modellen handelt. Zudem ist er mit großartigen Rohmilchprodukten des Affineurs Bernard Antony bestückt. Eine gute Brotauswahl inklusive feiner Butter und drei Sorten Fleur de Sel wird umgehend gereicht, darunter ein Riesenknäcke mit Curry und Nori-Algen, das kunstvoll in einem geschlitzten Stein steckt.
Attraktiv präsentiert wird auch ein Reigen von Amuses-Gueules, die zwar optisch sehr pfiffig, aber geschmacklich nicht überraschend ausfallen.

Die vom Küchenchef signierte Speisekarte ist in ihrer Diktion und Struktur recht eigenwillig. Man muss von rechts nach links lesen, denn dort stehen die Desserts. Es gibt ein Menü »passion« und eines namens »légère«, deren Unterschiede sich jedoch nicht erschließen. Die Hauptelemente werden nur aufgezählt, meist drei, vier untereinander, ganze Sätze sucht man vergeblich. Die Küchen-Avantgarde be­vorzugt diese knappe Form, die indes schon vor über 30 Jahren bei Eckart Witzigmann eingesetzt wurde. Da die Gerichte à la carte bei 50 Euro nicht aufhören, muss man die beiden Menüs als preiswerter einstufen: Fünf Gänge gibt es zu 135 Euro, sieben Gänge zu 170 Euro. So werden auch in Frankreich, insbesondere im kostspieligen Paris, die Gäste zu Menüs »überredet«, deren Bestellung die Küche lieber sieht. Das »Falco« bietet neben der Karte noch Gerichte mit weißem Alba-Trüffel an, die preislich bei 99 Euro beginnen.

Der erste Gang – Entenstopfleber mit Algenkrokant, Kamillengelee und Amarena-Kirsch-Fluid – offenbart bereits die Kombinationsfreudigkeit der Küche. Klugerweise wurde die kräftige und sehr süße Kirschcreme an den Rand gesetzt. So kann man sie weglassen, denn sie stört in ihrer übermächtigen Intensität die Harmonie dieses ansonsten eher subtilen Gerichts. Die Verbindung des zarten, gegrillten Oktopus und seinen Röstnoten mit Lotus, Kokos sowie Grapefruit ist ebenfalls ein feinsinniges Glanzstück. Als ein Gericht von Weltklasse präsentiert sich der Zander mit Pak Choi-Gemüse und dezent abgestimmten Aromen von Zimt, Minze, Vanille und Limone. Das Royal vom Wildhasen von der Lende und der Schulter ist wegen seines extravaganten, animalischen Geschmacks sicher nicht jedermanns Sache, doch gefielen mir hier die feste Konsistenz und der letztlich eindimensionale Geschmack nicht. Das in einem separaten Töpfchen gereichte Confit war mitsamt seiner Sauce sehr stark einreduziert und drängte sich zu heftig auf. Eine solche Wucht ist für einen Bissen gut und macht nach dem zweiten schon satt. Die zum Hasengericht gehörende geeiste Quittencreme ging mit ihrer säuerlichen Süße zu sehr in die Breite, der Trüffel-Flan passte besser. Die Viktoria-Ananas mit Speckpulver sowie kaltem und heißem Karamell hätte durchaus ein krönender Abschluss sein können, geriet aber nicht ausgewogen und viel zu süß. Es zieht sich überhaupt zu deutlich eine Süße durch das Me­nü, welche die Zunge müde und satt macht. Die sehr leckeren Petits Fours, die ich nicht mehr zu essen vermochte, werden mir in einem Geschenkkarton mitgegeben.
Die fulminante Weinkarte ist nicht allein wegen ihrer Größe hervorragend, sondern auch, weil sie neben prominenten Namen und bemerkenswerten Jahrgängen viele Tropfen für Insider wie Gantenbein und Neuentdeckungen enthält – etwa Weine von Wagner-Stempel. Die Karte lässt sich nur mühsam handhaben, die letzten Seiten des zu stark gebundenen Werks kann man nur schwer blättern. Zudem sind die Jahrgänge kaum zu erkennen, weil sie zu weit im Falz stehen. Die Champagnerauswahl ist außergewöhnlich: Man findet nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern beispielsweise auch Champagner von Salon, Selosse und De Sousa. Verständlich, dass man mit Schloss Proschwitz zudem einen sächsischen Wein anbietet. Der fällt jedoch etwas mager aus, gerade im Vergleich zu vielen anderen guten deutschen Sekten. Der sehr engagierte Sommelier S.O. weiß ausgezeichnet zu beraten und geht sensibel auf Gästewünsche ein, wenngleich er mit leichter Kritik – beispielsweise an der Rotweintemperatur – noch souveräner umgehen sollte. Der Sommelier kann aus einem reichen Fundus schöpfen und vermag zu jedem Gang einen hervorragend korrespondierenden Wein glasweise einzusetzen. Solch ein guter Umgang erhöht den Konsum.

Am Schluss werde ich sehr freundlich verabschiedet. Insgesamt verfügt das Restaurant »Falco« über das Potenzial, mit dem seltenen Testprädikat »ausgezeichnet« oder gar »Weltklasse« abzuschließen – daran ist aber noch zu feilen.
Wertung: sehr gut

Bilanz

Von außen betrachtet ist das Westin Leipzig ein grober Klotz, doch sein Innenleben überrascht. Bereits die ansprechend gestaltete und sehr lebendige Lobby stimmt gut ein. Das Testzimmer gehörte leider zu den renovierungsbedürftigen der insgesamt 436 Einheiten. Die meis­ten Mitarbeiter sind freundlich und engagiert, einige sehr junge zeigen sich dagegen zu wenig geschult und unsicher. Verbessern lässt sich die Situation an der Rezeption und im Housekeeping. Die Abteilung Food & Beverage glänzt mit dem Restaurant »Falco«, der gleichnamigen Bar und gut ausgeführten Ideen wie dem »High Tea«; beim Etagenser­vice besteht jedoch noch ein deutliches Steigerungspotenzial.

Top Hotel Urteil: Befriedigend

Lesen Sie den gesamten Test bei Tophotel:
http://www.tophotel.de/index.php?499434bc417fc|1

Das Restaurant Falco steht 2008 auf Platz 56 der HAIKU Liste, den 2000 besten Restaurants in Deutschland: http://www.haiku-liste.de/beste-restaurants/55/falco.html

Hotelzimmer-Tricks

Geheime Düfte und Staub-Ecken: Designer Claudio Carbone verrät seine Hotelzimmer-Tricks

Bäder und Betten – eine heikle Sachen in Hotels, wie Claudio Carbone, Chef der Schweizer Firma Carbone Interior Design, jetzt dem People-Magazin GALA verriet (aktuelle Ausgabe, 24. April). „Wird ein Hotel vor allem von Asiaten besucht, muss es eine Badewanne geben, da sich Asiaten meist mit Wasserdampf über der Wanne waschen“, sagte der renommierte Innenarchitekt im Interview. „Südländer und Amerikaner wollen unbedingt möglichst weiche Betten. Viele Hotels halten dann Holzbretter bereit für ihre deutschen und österreichischen Gäste, weil die lieber hart liegen.“

Da „jeder Hotelgast seinen eigenen Geruch mitbringt“, seien gezielte Düfte wichtig. Sie würden allerdings „so dezent eingesetzt, dass die Gäste sie nicht bewusst wahrnehmen“. Ein von Gästen oft übersehenes Detail, so Carbone, werde vom Personal enorm geschätzt: „Es war immer schwierig, die Schubladen zu entstauben. Jetzt haben sie meist ein kleines Loch in der Ecke. Dadurch fällt der Staub auf den Boden und kann einfach weggesaugt werden.“

Neues Konzept und neuer Name für das Central Park ,Frankfurt

Immer neue gastronomische Projekte konzipiert der Frankfurter Multi-Gastronom Nikos Gatzias (Das Leben ist schön, Sansibar Roofgarden & City, Goldman Restaurant, Central Park, Long Island Summer Lounge).

Deswegen schließt er nach zehnjähriger Erfolgsstory das Central Park Mitte Juni 2007 zwecks Umbau. Sein Motto: “Ohne ständige Herausforderungen gibt es keinen Fortschritt – nirgends!“ Aus dem ehemaligen Central Park, das vor zehn Jahren als innovatives Gastronomie-Konzept eröffnete, soll eine luftig-lichte Lounge entstehen. Nach achtwöchiger Umbauphase wird das Szene-Aquarium an der Ausfahrt des Parkhauses Börse als Long Island Restaurant & Bar, dem Pendant zur Long Island Summer Lounge auf Deck sieben, wie Phoenix aus dem Staub der Sanierungsarbeiten auferstehen.

In der Umbauphase lässt sich Gatzias allerdings nicht über die Schulter schauen: wie Christo wird er das ehemalige Central Park und die Baustelle mit einem bedruckten Segeltuch-Vorhang verhüllen. Das Frankfurter Ausgeh-Publikum darf also bis August 2007 gespannt und neugierig sein, was sich Gastro-Vordenker Nikos Gatzias für sein neuestes Outlet und seine Gäste hat einfallen lassen.

Gelobte Biest-Premiere

1800 Ehrengäste umjubelten am Freitag die
Hauptstadtpremiere von „Disneys Die Schöne und das Biest“. Das
zauberhafte Musical ist jetzt endlich in Berlin zu sehen und begeisterte
Zuschauer und Kritiker gleichermaßen.

Das Theater am Potsdamer Platz hatte zahlreiche Prominente mit ihren
Kindern in die Premierenvorstellung eingeladen. „Disneys Die Schöne und
das Biest“ begeisterte vor allem auch die jungen Zuschauer. In der
Berliner Presse wurde die Show hoch gelobt: „.perfektes Entertainment“,
„Prädikat: wertvoll“ schrieb der Berliner „Tagesspiegel“.

Auch die Berliner Morgenpost zeigte sich begeistert: „Berlin ist nun um
eine Attraktion reicher!“, „Das Musical besticht durch Perfektion und
Pomp, Pep und Pathos und schafft es, den Staub der Musicaljahre mit
einem Lächeln wegzufegen!“

Die B.Z. titelte „Traumhaft, märchenhaft, zauberhaft.“, „.bei der
Inszenierung stimmt alles: Die Darsteller, die Stimmen, die Musik, der
Witz, das Herz, das fantasievolle Bühnenbild, die unglaublichen Kostüme,
die Choreographie.“

Schon am Tag nach der Premierenshow fand die erste reguläre Vorstellung am
Potsdamer Platz statt. „Disneys Die Schöne und das Biest“ ist täglich,
außer dienstags zu erleben. Tickets gibt es schon ab 29,90 Euro (zzgl.
Vorverkaufs- und Systemgebühr). Karten sind buchbar unter www.gourmet-report.de/STAGE-Entertainment