Gourmetregeln

Neue Farbenlehre von Peter Reuter (Handelsblatt)

Weißwein zu Wild, Rotwein zu Fisch? Für viele Gourmets ist diese Kombination schlichtweg unvorstellbar. Inzwischen aber brechen Spitzenköche und anspruchsvolle Feinschmecker die starren und überkommenen Gourmetregeln auf.

Es bricht auf, was so fest gefügt schien. Generationen von Gouvernanten und Stilpäpsten hoben den Zeigefinger und wussten unumstößlich, was man wozu essen und trinken durfte und was, pardon, aber bitte gar nicht geht.

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Schuhe

Menschen tragen seit 40.000 Jahren Schuhe – Knochenfunde in China bestätigen Fußbekleidung von Höhlenmenschen

Menschen tragen bereits seit 40.000 Jahren Schuhe. Zu diesem Schluss kommen zwei Anthropologen in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Human Evolution. Hinweise darauf fanden die Forscher um Erik Trinkhaus und Hong Shang bei Knochenfunden eines 40.000 Jahre alten Skeletts, das in der Tianyuan-Höhle nahe Beijing gefunden wurde. Das Forscherteam hat sich insbesondere für Veränderungen der Fußknochen interessiert.

Trinkhaus von der Washington University in St. Louis, Missouri http://www.wustl.edu und Shang vom Department für Paläoanthropologie von der Chinesischen Akademie für Wissenschaften hatten die Form und Dichte der Zehenknochen am gefundenen Skelett mit jenen von Bewohnern verschiedener anderer Regionen verglichen. Darunter waren Fußknochen von Menschen aus US-Städten aus dem 20. Jahrhundert, späte prähistorische Inuits und späte prähistorische Indianer aus Nordamerika.

Schuhe verändern den Gang nämlich deutlich. Mit einer starren und steifen Sohle rollen sich die Zehen beim Gehen wesentlich weniger stark ein, als etwa beim Barfuß-Laufen. Dadurch wird auf die Knochen weniger starker Druck ausgeübt. „Anhand dessen kann man bei Menschen aus verschiedenen Epochen und Herkunftsländern deutliche Rückschlüsse ziehen“, so Trinkhaus. „US-Amerikaner des 20. Jahrhunderts, die Schuhe tragen, haben kleine, kümmerliche Zehen, während barfuß-gehende Indianer starke und große Zehen aufweisen“, erklärt der Forscher. Die Inuit lägen zwischen den beiden. Nach Angaben der beiden Forschern waren die Knochenfunde in China jenen der Inuit sehr ähnlich. „Das lässt darauf schließen, dass sie bereits Schuhe getragen haben“, so Trinkhaus.

Bisher konnten die Forscher feststellen, dass Schuhwerk im Mittleren Paläolithikum sehr selten war. Erst im jüngeren Paläolithikum – vor etwa 27.000 Jahren – konnte man feststellen, dass Menschen häufiger Fußbekleidungen trugen. Wolfgang Weitlaner

Keine starren Grenzwerte für Cholesterin

Persönliches Gesamtrisiko zählt

Mit dem Cholesterinwert steigt das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten, insbesondere für den Herzinfarkt. Dieser Zusammenhang wurde in vielen Studien eindeutig belegt. Weniger eindeutig ist bislang die Interpretation der Cholesterinwerte im Blut.

Der Cholesterinspiegel ist zwar ein wichtiger Mosaikstein bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, das Gesamtrisiko lässt sich jedoch erst im Zusammenspiel mit den anderen Faktoren, wie Bluthochdruck, Zigarettenrauchen, Diabetes, Übergewicht, Stress oder Bewegungsmangel einschätzen. Mit jedem weiteren Risikofaktor vervielfältigt sich das Risiko für eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems.

Es gibt also keinen starren Normwert, der für jedermann gilt. Darauf macht die Lipid-Liga in einer aktuellen Stellungnahme noch einmal aufmerksam. Die Bestimmung des Gesamtcholesterins reiche nicht aus, um eine Behandlung in die Wege zu leiten. Werte von über 200 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) Blut müssen jedoch Anlass für eine Bestimmung des „schlechten“ LDL- und des „guten“ HDL-Cholesterins sein. Je nach Vorliegen anderer Risikofaktoren lassen sich anschließend die so genannten LDL-Zielwerte festlegen. Je mehr Risikofaktoren vorhanden sind, desto niedriger ist der Zielwert: Liegt außer einem erhöhten LDL-Wert kein oder nur ein zusätzlicher Risikofaktor vor, ist ein LDL-Wert bis 160 mg/dl tolerabel. Bei zwei oder mehr zusätzlichen Risikofaktoren sollte das LDL-Cholesterin maximal 130 mg/dl betragen. Höchstens 100 mg/dl sollten Patienten anstreben, die bereits an einer Herzgefäßerkrankung leiden oder einen Herzinfarkt hatten. Dieser Wert gilt auch für Patienten, bei denen die Arterienverengung nicht das Herz, sondern andere Organe betrifft – etwa Durchblutungsstörungen im Gehirn oder aber in den Beinen, auch Schaufensterkrankheit genannt. Und für Patienten, bei denen das Herzinfarktrisiko zum Beispiel durch eine gleichzeitige Diabeteserkrankung zusätzlich erhöht ist, liegt der LDL-Zielwert unter 70 mg/dl.
(Dorothee Hahne)