Jérôme Eckmeier

Ob als Vorspeise, Hauptgang oder leckere Zwischenmahlzeit – Suppen und Eintöpfe sind ein Genuss in der kälteren Jahreszeit und wohltuend für Körper und Seele.

Es ist soweit, die Pilzsaison hat begonnen. Die Köstlichkeiten aus dem Wald sind vielseitig verwendbar. Besonders beliebt sind Cremesuppen. Sie lassen sich schnell zubereiten und eignen sich sowohl als Vorspeise für festliche Menüs, als auch für den kleinen Hunger zwischendurch. VEBU-Chefkoch Jérôme Eckmeier stellt heute eine besonders schmackhafte Variante vor. Das Beste – die Cremesuppe kommt ganz ohne tierische Zutaten aus.

Pilzcremesuppe

Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 30 min

Zutaten:
750 ml Gemüsebrühe
1 mittelgroße Zwiebel
200 g frische Pilze (z.B. Champignons, Pfifferlinge, Austernpilze usw.)
2 EL Rapsöl
3 EL helles Mehl
50 ml Sojadrink
50 ml Hafersahne
50 ml Weißwein
1 EL Zitronensaft
Salz
Muskatnuss
weißer Pfeffer, frisch gemahlen
2 EL Schnittlauch

Zubereitung:
1. Zwiebel und Knoblauch abziehen und sehr fein würfeln. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Einige Scheiben für die Garnitur bei Seite legen.
2. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Pilze hinzufügen und zwei Minuten anbraten. Mit Mehl bestäuben und zwei Minuten unter Rühren weiter braten.
3. Mit dem Wein ablöschen und die kalte Gemüsebrühe nach und nach zugeben. Sechs bis acht Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen.
3. Sojadrink und pflanzliche Sahne hinzu geben und die Suppe pürieren. Mit Zitronensaft, Salz, Muskatnuss und Pfeffer abschmecken. Mit den übrigen Pilzscheiben und  Schnittlauch garnieren.

Profi Tipp von Jérôme Eckmeier:
Kurz vor dem Servieren etwas Margarine zur Suppe hinzugeben und anschließend mit dem Pürierstab aufschäumen.

Leckere Beilage: Blätterteigstangen

Zubereitungszeit: 10 Minuten + 15 Minuten Backzeit

Zutaten:
1 Packung Blätterteig (vegan)
Backpapier
Optional: Paprikastücke, Kräuter, Oliven oder Tomatenstücke
Mohn oder Sesam

Zubereitung:
1. Blätterteig-Platten auftauen lassen, und in ca. 2 cm breite Streifen schneiden. Die Streifen zu Spiralen aufrollen, dabei immer zwei Spiralen ineinander drehen.
2. In die Zwischenräume können Paprikastücke, Kräuter, Oliven oder Tomatenstückchen gelegt und mit Mohn oder Sesam bestreut werden.
3. Stangen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und sie im vorgeheizten Ofen bei 180°C/Umluft  ca. 15 min goldbraun backen.

Vorsicht beim Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy”

Vorsicht beim Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy”

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt vorsorglich vor dem Verzehr des Sojadrinks der Marke „Bonsoy“. Das BVL beruft sich dabei auf entsprechende Informationen aus dem internationalen Netzwerk der Lebensmittelsicherheitsbehörden (INFOSAN).

Das Produkt, das auch als Ersatz von Kuhmilch verzehrt werden kann, soll hohe Mengen an Jod enthalten, die offenbar auf eine Beimischung von essbarem Seetang („Kombu“) zurückzuführen sind.

Der Sojadrink wurde in Japan von der Fa. Marusan-AI Co. Ltd. hergestellt und möglicherweise auch nach Deutschland eingeführt. Betroffen ist Sojadrink der Marke „Bonsoy“ in 1-Liter-Tetrapacks mit der EAN-Nummer 9312336049037 und Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 03.11.2011.

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte schon der Verzehr einer Tasse dieses Sojadrinks zu einer überhöhten Jodzufuhr führen, die mehrfach über der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge liegt.

In Australien wurden zehn Fälle von Erkrankungen der Schilddrüse (9 Erwachsene, 1 Kind) im Bundesstaat New South Wales im Zusammenhang mit dem Verzehr des betroffenen Sojadrinkprodukts registriert. Der australische Importeur hat eine Verbraucherwarnung herausgegeben.

Mögliche Vertriebswege innerhalb Deutschlands werden zur Zeit von den Überwachungsbehörden der Bundesländer geprüft.

Sojadrinks

Varianten des Gesundheitsdrinks werden immer facettenreicher

Seit Jahrhunderten gehört Soja in Asien zu den Lebensmitteln, die nahezu
täglich verzehrt werden. Sojaprodukte sind inzwischen weltweit beliebt und
stehen bei gesundheitsbewussten Konsumenten hoch im Kurs. Von manchen
Verbrauchern wird jedoch der bohnige Geschmack noch als fremd und eher
unangenehm empfunden. Hier setzen Lebensmittelhersteller an und entwickeln
zunehmend neue Geschmacksrichtungen.

Der Anbau von Soja lässt sich in China bis ins Jahr 2838 v. Chr.
zurückverfolgen. Soja steckt voll gesunder Proteine. Wissenschaftler
bestätigen, dass mit dem regelmäßigen Verzehr von Sojaprodukten
beispielsweise Osteoporose vorgebeugt werden kann. Auch gegen Erkrankungen
der Herzkranzgefäße können die Inhaltsstoffe von Soja günstig wirken.

Gesunde Aussichten

Auch die US-amerikanische Behörde zur Überwachung von Nahrungs- und
Arzneimitteln (U.S. Food and Drugs Administration) hat 1999 die
gesundheitsfördernden Eigenschaften von Sojaprodukten bestätigt – seither
entwickeln Lebensmittelhersteller weltweit Produktkonzepte rund um Soja. Das
größte Wachstum von Sojaprodukten ist seither bei Getränken,
Joghurtprodukten und Speiseeis zu verzeichnen.

Künftig werde vor allem der Markt der Sojaprodukte expandieren, die
lediglich schwach den traditionellen bohnigen Geschmack von Soja erkennen
lassen, so Diana Bechtold, Marktsegmentmanagerin bei SIG Combibloc:
„Auch in
westlichen Märkten steigt die Nachfrage nach verzehrfertigen Sojaprodukten
stetig, seitdem Hersteller Produktkonzepte entwickeln, die Konsumenten neue
Geschmackserlebnisse versprechen. Aber nicht nur im Westen kommen
beispielsweise nussige, fruchtige oder herzhafte Sojaprodukte gut an. Die
neuen, facettenreichen Geschmacksvarianten erfreuen auch asiatische Gaumen,
die traditionell den bohnigen Geschmack von Soja kennen und schätzen. Ein
Beispiel dafür ist Japan: Auf dem traditionell großen Markt für Sojaprodukte
waren Sojagetränke in den 80er und den frühen 90er Jahren relativ schwach
vertreten. In den vergangenen Jahren jedoch ist der Konsum durch die neuen
Geschmacksrichtungen stark gestiegen.“

Bunte Geschmacksvielfalt

Sojadrinks gibt es bereits in zahlreichen Sorten: Klassiker wie Vanille und
Schokolade sind dabei, aber auch ungewöhnliche Varianten wie Macadamia,
Schwarzer Tee, Banane, Hafermehl oder Malz. Auch Beerenfrüchte sind bei
Konsumenten beliebt. Weiterhin machen Sorten wie Passionsfrucht, Guave und
Kokosnuss deutlich, dass Aromen, die klassisch mit Südamerika und Asien
verbunden werden, an Popularität gewinnen.

Friesland Foods Foremost Thailand ist einer der führenden
Milchprodukte-Hersteller, der auf aktuelle Kundenbedürfnisse reagiert. Der
Hi-5 Sojadrink beispielsweise ist in der Geschmacksrichtung „Beerenmix und
Karotte“ auf dem thailändischen Markt. Die neue Sorte verbindet die Vorzüge
des Sojadrinks mit dem Geschmack und den charakteristischen Aromen von
Karotten und Beerenfrüchten.
Auch Hi-5 „Rote Bohnen und Graupen“ trifft den Geschmack der Konsumenten.
Der Launch dieser Mischung erzielte auf dem thailändischen Markt schnell
große Aufmerksamkeit. Denn obwohl Rote Bohnen und Graupen als Zusätze in
Sojadrinks nahezu bei jedem thailändischen Straßenhändler zu finden sind,
wurde die Kombination bisher von keinem Hersteller als Fertigprodukt
angeboten.

Ein weiterer Anbieter aus Thailand ist Lactasoy. Das Unternehmen ist bereits
seit mehr als 50 Jahren erfolgreich und schaffte vor 22 Jahren den
Durchbruch mit dem Lactasoy-Sojadrink. Neu in der Produktrange ist ein
Sojagetränk light mit Collagen: ein Gesundheits- und Wellnessdrink für eine
schöne Haut. Lactasoy Light plus Collagen hat einen reduzierten Zucker- und
Fettgehalt und spricht daher insbesondere junge, gesundheitsbewusste Frauen
an, die sich kalorienbewusst ernähren wollen, ohne auf den vollen Geschmack
des Sojagetränks zu verzichten.

In Korea produziert das Unternehmen Korean Sahmyook Foods bereits seit 1975
Sojagetränke und vegetarische Lebensmittel und ist dort inzwischen der
zweitgrößte Hersteller für Sojadrinks. Neben den Geschmacksrichtungen
Banane, Schoko und Erdbeere kamen jetzt auch exotische Varianten wie Black
Bean und Tropical hinzu. Das neueste Produkt der Range ist der Sojadrink mit
Maronengeschmack. Die Marone ist reich an Proteinen, Mineralien, Kalzium und
den Vitaminen A, B und C. In Korea ist sie Symbol für das „Vollmond-Fest“,
einer der wichtigsten koreanischen Feiertage.

Auf dem koreanischen Markt bringt darüber hinaus beispielsweise Hanmi Whole
Soymilk verschiedene neue Sojaprodukte auf den Markt – so etwa ein
Sojagetränk mit Rotem Ginseng. Roter Ginseng ist seit Jahrhunderten für
seine gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper und Geist bekannt. Neben dem
exotischen Geschmack soll er der Altersdemenz vorbeugen und sich positiv auf
Konzentration und Hirnleistung auswirken. Allgemein wird dem Ginseng eine
kräftigende Funktion bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie Stress
nachgesagt. Gegründet 1988, ist Hanmi heute mit einem Umsatz von rund 40
Millionen USD einer der führenden Produzenten für Sojagetränke in Korea.
Hanmi hat sich auf die Produktion von Sojadrinks, Tofu und andere Getränke
spezialisiert.

Stiftung Warentest – Sojagetränke

Mit Kalzium angereicherte Sojadrinks sind eine gute und sinnvolle Alternative zur Milch. Zu diesem Schluss kommt die Zeitschrift „test“ in ihrer September-Ausgabe. Bis auf eine Ausnahme waren alle 16 getesteten Produkte, was die Schadstoffe angeht „sehr gut“ und in der mikrobiologischen Qualität „gut“. Nur der Sojadrink von Soy & Joy hatte einen durch Kadmium erhöhten Schadstoffgehalt. Für die sensorische Fehlerfreiheit gab es elfmal gute Noten.
Für Menschen, die keine Milch mögen oder vertragen, können Sojagetränke eine Alternative sein; insbesondere Kalzium angereicherte sind als Milchersatz im Hinblick auf eine Vermeidung von Kalziummangel sinnvoll – sie sollten es sogar, raten die Experten der Stiftung Warentest.

Denn vor dem Hintergrund, dass jeder zehnte Bundesbürger zu wenig Kalzium aufnimmt und so sein Osteoporoserisiko dramatisch erhöht, sind besonders die kalziumangereicherten Sojagetränke eine gesunde Wahl. Auch wenn sie vom natürlichen Kalziumgehalt her mit der Milch nicht annähernd mithalten können.

Gentechnisch veränderte Sojabohnen konnten in keinem der untersuchten Sojadrinks nachgewiesen werden. Bei einem Bioprodukt, bei Soy & Joy Sojadrink naturelle pur, stellte die Stiftung Warentest eine durch Kadmium verursachte Schadstoffbelastung fest.

Die September-Ausgabe der Zeitschrift test liefert zur Untersuchung auch viele Informationen rund um die Sojabohne und zur Gentechnik bei Sojabohnen. Der Test findet sich auch im Internet unter www.test.de