Vollwaschmittel: Pulver besser als Flüssige

Flüssige Vollwaschmittel können nicht mithalten: Pulver waschen Weißes besser und entfernen sogar hartnäckigen Schmutz. Für die Februar-Ausgabe der Zeitschrift test ließ die Stiftung Warentest zwei Pulver gegen 19 flüssige Vollwaschmittel antreten. Die Flüssigen schafften bestenfalls ein „Befriedigend“. Vier schneiden sogar „mangelhaft“ ab, da sie Konservierungsmittel enthalten, die die Umwelt stark belasten.

Gegen Alltagsschmutz wie Staub und Schweiß kommen vor allem waschaktive Substanzen, Tenside genannt, zum Einsatz. Sie lösen den Schmutz aus den Fasern und verhindern, dass er sich auf anderen Textilien in der Waschmaschine absetzt. Mit Pulvern klappt das am besten. Auch die Flüssigen von Aldi, dm, Edeka und Netto schaffen das. Doch bei anderen Flüssigen verteilt sich der Schmutz teilweise auf dem Gewebe, statt aufgelöst in den Abfluss zu fließen. Die Wäsche bekommt dann mit der Zeit einen Grauschleier, dem auch die nächste Wäsche nichts anhaben kann. Hier zeigt sich das Weißer Riese Kraft Gel am schwächsten von allen, dicht gefolgt von Spee Aktiv Gel.

Pulver für Weißes enthalten neben Tensiden auch Bleiche und optische Aufheller. Sie waschen besonders sauber und hellen auf. Vor allem bei Flecken von Obst, Gemüse und Rotwein macht sich das bemerkbar. Doch Farben können sich verändern. Für alles Bunte sind deshalb Colorwaschmittel ohne Bleiche ideal.

Der ausführliche Test Vollwaschmittel ist in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/waschmittel veröffentlicht.

Euro-Toques Sternerestaurants steigen auf

Acht wurden für den zweiten, zwei für den dritten Garantie-Stern nominiert.

Es ist ja von je her bekannt, dass zertifizierte World-Toques*Euro-Toques Sternerestaurants- und Köche bei der Euro-Toques Gruppe ihre Anzahl an Sternen tatsächlich erweitern können – sofern sie von der kritischsten Jury überhaupt, den Verbrauchern-Gästen, nominiert und von den Inspektoren zudem als „würdig“ eingestuft werden. Im nun abgelaufenen Jahr 2010 schafften acht Sterneköche den Sprung in die „Zwei-Sterne-Garantieklasse“ und zwei in die Drei-Sterne-Garantieklasse im Euro-Toques Sterne-Restaurantführer. Gratulation dafür, die Verbraucher danken es den ausgezeichneten Köchen.

Neu gewählt in die World-Toques*Euro-Toques 3 Sterne-Liga wurde für 2010/2011 die Residenz Heinz Winkler in Aschau und Johann Lafer’s Le Val d’Or in Stromburg.

Neulich erst mit dem World-Toques*Euro-Toques Meilleur Ouvrier-Preis, der Goldmedaille am Bande in Deutschlands Farben, ausgezeichnet, stieg der Sternekoch Pavel Pospisil mit seinem Gourmet-Gasthof „Krone“ in Bühl in die Kategorie der „Zwei-Sterne-Restaurants“ auf. Beim Pavel weiß der Gast einfach, was er an Qualität und Frische bekommt. Auch die Regionalität spielt wie bei den anderen „Aufsteigern“ eine große Rolle.

Gerhard Wieser, Restaurant Trenkerstube in Meran, gehört ebenso zur „geschlossenen Gesellschaft“ wie Dirk Maus mit dem Landgasthaus „Dornherrenhof“ in Essenheim; außerdem das Restaurant „Schillingshof“ von Stephan Schilling in Friedland-Großschneen; Ingo Bockler wurde empfohlen für den zweiten Stern im Restaurant Hohenhaus in Herleshausen-Holzhausen; Das „Gregor’s im Radisson“ von Gregor Hauer aus Rötz ist dabei; Holger Bodendorf auf Sylt mit Bodendorf’s Restaurant und das „Restaurant Reiser’s“ von Bernhard Reiser schließen den Kreis für 2010/11. Weitere Informationen erhalten alle Interessierte und vor allem die Hotel– und Restaurant-Gäste sowie Verbraucher unter www.eurotoques.org – hier können Verbraucher mitreden, außerdem finden alle den stets aktualisierten Restaurantführer.

Siehe World-Toques*Euro-Toques Sterne-Restaurantführer mit Garantie-Sternen unter www.eurotoques.org Restaurantführer Liste Garantie-Sterne.

Alle zertifizierten World-Toques*Euro-Toques Sterne-Restaurants sind zu finden unter www.euro-toques.org Restaurant Guide.
Der täglich aktuelle Sterne-Restaurantführer ist dort auch als Druckversion erhältlich oder kann in der Pressestelle gegen Einsendung von Euro 7.50 frei Haus bestellt werden.

Rinderroulade

Das Lieblingessen der Deutschen ist die Rinderroulade!
Gewinnergericht bei Deutschen Koch-Charts im „ARD-Buffet“

Die Deutschen essen am liebsten traditionell deutsch: Die
Rinderroulade steht an der Spitze der Deutschen Koch-Charts
des „ARD-Buffets“ im Ersten. Während der ARD-Themenwoche
„Essen ist Leben“ bereiteten die Spitzenköche des SWR-
Mittagsratgebers von Montag (25. Oktober) bis Freitag
jeweils eine der fünf beliebtesten Speisen der Deutschen zu.
Das Geheimnis um das Siegergericht wurde bis zur gestrigen
Finalsendung (29.10.2010) gehütet: Hier kochte Sternekoch
Jörg Sackmann das Essen, das die meisten Stimmen bekam – die
Rinderroulade. Unter die Top 5 schafften es außerdem Spargel
mit Sauce Hollandaise (Platz 2), Kohlroulade (3),
Sauerbraten Rheinische Art (4) sowie das Wiener Schnitzel
mit Kartoffelsalat an fünfter Stelle.

Im Internet hatten die Zuschauer der SWR-Ratgebersendung im
Ersten bis 15. September 2010 ihr Lieblingsessen gewählt und
dabei insgesamt rund 50.000 Stimmen abgegeben. Für das
Online-Voting standen 100 Hauptgerichte zur Auswahl, die das
„ARD-Buffet“ gemeinsam mit dem Karlsruher Max Rubner-
Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und
Lebensmittel, zusammengestellt hatte. Die von den Zuschauern
ausgewählten Gerichte geben somit Auskunft über die
aktuellen deutschen Essgewohnheiten. Das wurde auch von den
Karlsruher Wissenschaftlern bestätigt. Die „ARD-Buffet“-
Spitzenköche kochten dann vom 4. bis 29. Oktober in jeder
Ausgabe des „ARD-Buffets“ eines der 20 beliebtesten
Gerichte. Auf den Plätzen zehn bis sechs, die in der
Vorwoche zubereitet wurden, rangieren Königsberger Klopse
(Platz 10), Hühnerfrikassee (9), Pellkartoffeln mit
Kräuterquark (8), Tafelspitz mit Meerrettichsauce (7) und
Entenbrust mit Gemüse (6).

„ARD-Buffet – leben und genießen“
Die Ratgebersendung des SWR im Ersten, montags bis freitags,
12.15 – 13.00 Uhr.

Zum Vergleich: das Lieblingsessen der Österreicher:
http://www.gourmet-report.de/artikel/336530/Oesterreichs-Lieblingsspeise.html

Berghain, Berlin

Berghain zum besten Club der Welt
gewählt
Das britische Magazin „DJ Mag“ hat das
„Berghain“ im Berliner Friedrichshain zum
besten Club der Welt gekürt. Die Zeitschrift
befragte DJs, die den Club auf den
ersten Platz in einer Top-100-Rangliste für
2009 wählten. Das „Berghain“ verwies damit
Konkurrenten wie das Londoner „Fabric“
und das „Space“ auf Ibiza auf die
Plätze zwei und drei. In der Liste finden
sich Clubs aus Nord- und Südamerika, Europa,
Asien und Australien. Insgesamt
schafften es sechs Berliner Clubs auf die
Liste. Auf Platz acht kam das „Watergate“
in Kreuzberg. Außerdem sind der „Club
der Visionäre“ in Treptow-Köpenick dabei,
die „Bar 25“ in der Friedrichshainer Holzmarktstraße,
der Club „Tresor“ im ehemaligen
Heizkraftwerk in Mitte und der
„Weekend Club“ am Alexanderplatz.

http://www.berghain.de/

Kölner Dom bleibt Deutschlands beliebteste Touristenattraktion

Kölner Dom bleibt Deutschlands beliebteste Touristenattraktion

Der Kölner Dom führt nach wie vor die Liste der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland an. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und des Städteportals www.meinestadt.de bei 3.000 Internetnutzern. In diesem Jahr schaffte es das Kölner Wahrzeichen mit 8,8 Prozent der Nennungen auf den ersten Platz, im Vorjahr waren es sogar 15,2 Prozent. Von Rang 4 auf Rang 2 verbesserte sich Berlins Brandenburger Tor mit 6,5 Prozent der Stimmen.

Auf Platz 3 landete wie im Vorjahr die Dresdner Frauenkirche. Erstmals unter die Top 15 schafften es diesmal gleich sieben Sehenswürdigkeiten, darunter der Hamburger Michel (Platz 10), das Ulmer Münster (Platz 11), der Dresdner Zwinger (Platz 13), der Berliner Dom (Platz 14) sowie die Berliner Siegessäule (Platz 15). Die Hauptstadt Berlin ist damit in der Rangliste gleich mit vier Attraktionen erfolgreich vertreten und kam als „Stadt Berlin“ als einzige Kommune auf die Liste der Gekürten. Es fällt auf, dass sonst gern besuchte politische Orte in Berlin, wie der Reichstag oder das Kanzleramt, es nicht unter die 15 am meisten genannten Orte schafften. München kam nur mit dem Oktoberfest (7. Platz) in die Wertung. ARCD

Die besten Restaurants des GAULT MILLAU in Mecklenburg-Vorpommern

1. Friedrich Franz in Bad Doberan-Heiligendamm,
Le Croy in Greifswald,
Der Butt** in Rostock-Warnemünde (16 Punkte),
Meeresblick*** in Göhren/Rügen,
Schlossrestaurant im Rittersaal** in Hohen Demzin
Chezann*** in Rostock,
Gutshaus Stolpe in Stolpe,
Nixe** in Binz/Rügen (alle 15 Punkte)
10.Kaiserblick in Ahlbeck/Usedom,
Kurhaus-Restaurant in Bad Doberan-Heiligendamm,
Bernstein in Heringsdorf/Usedom
Ich weiß ein Haus am See* in Krakow,
Berliner Salon in Göhren/Rügen,
Meerlust* in Zingst (alle 14 Punkte).
* Aufsteiger **Newcomer ***Absteiger

Veränderungen in Mecklenburg-Vorpommern gegenüber dem Vorjahr

16 Punkte erkochte im Warnemünder „Butt“, dem neuen Restaurant des
Hotels „Yachthafenresidenz“, der aus Heiligendamm gekommene Tillmann
Hahn. Er wagt „auch hier ein zu umfangreiches Programm, das zu schmeckbaren
Leistungsschwankungen führt. Beste Performance zeigten die fünffache
Variation vom Stubenküken und Elsässer Gänsestopfleber, der perfekt
gegarte Steinbutt im Chicoreeblatt mit aromatischer Estragon/Tomaten-
Butter sowie der raffiniert zubereitete Neuschottland-Hummer in scharfsaurer
Krustentiercrèmesuppe“.

Auf Anhieb 15 Punkte schafften Ralf Haug in der „Nixe“ in Binz auf Rügen und
Tom Wickboldt im „Schlossrestaurant im Rittersaal“ in Hohen Demzin.
Das
„animierende Konzept des von Usedom herübergewechselten Kreativkünstlers
Haug beginnt bereits bei der graphisch anspruchsvollen Speisekarte mit
Wortspielereien à la Rehanimation (Rehrücken, Pfifferling, Sanddorn). Danach
bestens gegarte Jacobsmuschel mit einer Tasse köstlicher Schalottencrema
oder Rote Bete-Sorbet mit scharfen Meerrettichraspeln“. Der „sympathische
Rostocker Jung Wickboldt präsentiert auch optisch ausgeklügelte
Kompositionen wie den saftigen Steinbutt mit glasierter Hummerhaube und
offenem Raviolo vom knackig gegarten Bretonischen Hummer oder den in
Portwein pochierten Rehrücken mit Selleriepüree und Vanillejus“ .
Auf die gleiche Note verbesserte sich Florian Löffler in der „Alten Schule Fürstenhagen“
in Feldberger Seenlandschaft dank „gefülltem Hecht mit Mairitterlingen,
Buchenpilzen, Speck und kräftiger Rotweinsauce oder mit Ziegenmilch
gekochtem herrlich lockerem Grießflammeri mit Minzsorbet und Löwenzahnblütengelee
als Ideal einer modernen regional inspirierten Süßspeise“.

Auf 14 Punkte steigerten sich das durch „die größte und beste Weinauswahl
in Meck-Pomm erstaunende“ Restaurant „Ich weiß ein Haus am See“ in Krakow
(„gegrillte Scampi mit knackigem und herzhaft gewürztem Chicoree/
Rettich-Salat“) und die „Meerlust“ in Zingst („geschmortes Rinderbäckchen
mit würziger Chorizo-Polenta“). Auch der der neu eingerichtete „Berliner
Salon“ im Hotel „Hanseatic“ in Göhren auf Rügen kam dank „gut gebratenem
Filet vom Wolfsbarsch mit sublim geschärfter roter Currysauce“ auf 14
Punkte.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 37 Restaurants
in Mecklenburg-Vorpommern. 29 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder
mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20
möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahekommt.

Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe wertete der wegen seiner strengen Urteile
und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete,
von den Feinschmeckern mit Spannung erwartete GAULT MILLAU zwischen
Elbe und Pommerscher Bucht 9 langweilig gewordene Restaurants ab und
nahm 5 Küchenchefs die Kochmütze.

Eine besondere Ehre erfuhren der Robinson-Club in Fleesensee und das
Kempinski Grand Hotel Heiligendamm. Die jüngst eröffnete Kochschule des
Clubs, die modernste in Deutschland, wurde als „Kochschule des Jahres“
geehrt. In ihr unterrichten neben dem kulinarischen Berater des Clubs, Otto Koch, Starköche aus Berlin und Hamburg nicht nur Feriengäste, sondern
auch andere Lernwillige. In Heiligendamm wurde der der neueingerichtete
Rauchsalon als „Cigar Lounge des Jahres“ gewürdigt. Sie bietet „Aficionados
auf 100 m² entspannte Genussfreude mit allen Annehmlichkeiten einer
exquisiten Bar“.

Als zusätzliches Schmankerl testete der im Münchner Christian Verlag
erscheinende Reiseführer für Genießer (900 Seiten, 29,95 €, ISBN 978-3-88472-918-2) die Restaurants des ZDF-Traumschiffs, „MS Deutschland“.
Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 405 Hotels.

Gault Millau NWR 2008

Herbert Brockel vom „Husarenquartier“ in Erftstadt, Christian Penzhorn vom „Victorian“ in Düsseldorf, Frank Rosin vom „Rosin“ in Dorsten und Erhard Schäfer vom „Börsen-Restaurant Maître“ in Köln sind für die französische Gourmet-Bibel Gault Millau die kulinarischen Aufsteiger des Jahres in NRW.
Sie kochten sich in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2008 in die Phalanx der 100 besten Köche in der Bundesrepublik. 9 andere schafften den Aufstieg in jene Klasse der deutschen Gastronomie, in der Kochen als Kunst wirksam wird.

Brockel beeindruckte durch „einen in Langostinotatar eingebackenen Kapernapfel auf Gurkenscheiben und Vanillecreme oder Hummerroulade im Brotteigmantel mit Erbsenmousseline, Krustentierschaum und Räucheröl“. Penzhorn präsentierte „gebratenes Tatar von der Langoustine mit Pfeffermelone und Pata negra-Schinken sowie Perlhuhn auf Rübstiel mit Portweinbutter und dreierlei Gemüseravioli“. Rosin bot „verblüffend harmonierende Kombinationen wie getrüffeltes Sauerkrauteis mit getrocknetem Tiroler Bachsaibling oder zarte Jacobsmuschel mit saftigem, gepökeltem Schweinebauch“. Schäfer „adelte in Kölns letztem klassisch-französischem Nobelrestaurant gebratene Langustinen in leicht zitrussäuerlicher Pinienkernbutter oder eine Variation vom Lamm auf ligurischem Gemüse durch höchste Qualität und perfekte Behandlung“.

Das Quartett bekam vom Gault Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und Qualität”. Eine höhere Note verdienen nach dem Geschmack der Franzosen nur 7 Köche in NRW und weitere 30 im Rest der Republik.

Auf 16 Punkte steigerte sich Markus Potrafka von der „Villa Medici“ in Münster, der „schnörkellose italienische Küche auftischt: Größte Ehre machen die Risotti, perfetto sind die Ochsenschwanzravioli in luftigem Parmesanschaum, tadellos die Kalbsleber-Scaloppine mit getrüffeltem Kartoffelpüree“.
Auf Anhieb erreichte diese Note Dirk Grammon in der neu eröffneten „Villa Supplie“ in Werne: „Der erst 22jährige zeigt eine erstaunliche, fast altmeisterliche Reife bei Gerichten wie Steinbutt in Schuppen aus jungem Knoblauch mit pikanten Rouille-Ravioli oder geschmorter Ochsenschulter auf Rotweinschalotten und Steinpilzen, angereichert mit rosa Ochsenmark und überglänzt von einer mit Gänseleber gebundenen Sauce.“

Auf 15 Punkte verbesserten sich die Küchenchefs vom „Menge“ in Arnsberg („tomatisierte Fischbouillon mit frischem Gemüse und knusprigem Pesto-Cannellono“), „3a“ in Bielefeld („mit Cognac, Honig, Pfeffer und rotem Hawaii-Salz aufgepepptes Zitronengrasöl zu Gemüse-, Tomaten- und Olivenbrot“), „Gasthof Brendel“ in Duisburg („Blutwurstknödel mit marinierter Gänsestopfleber, Kartoffel/Endivien-Püree und Schalotten“), „Rôtisserie du Sommelier“ in Essen („marinierte Kalbsbrust mit Ratatouille-Vinaigrette“), „Amando“ in Köln („gebackene französische Blutwurst mit Tonkabohnen-Kartoffelpüree und Calvados-Apfelkompott“) sowie „Capricorn [i] Aries“ in Köln („Schweinskotelett mit einem grün-weiß karierten Bohnenmousse-Würfel, den knackige grüne Bohnen stämmen“), „Hinterding“ in Lengerich („beste Matjesfilets mit erdigen Frühkartoffeln, Butter und feiner Apfelcreme“). Sie rückten damit im Verständnis des Guides in jene Küchenklasse auf, in der die Kochkunst relevant wird.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in NRW behauptet nun mit 19,5 Punkten Joachim Wissler vom Restaurant „Vendôme“ im „Grandhotel Schloss Bensberg“. Müllers Dessert-Createur Frédéric Guillon wurde für die „subtil gesetzten aromatischen Akzente und exakte Balance von Süße und Säure seiner schwerelosen Schöpfungen“ wie der Komposition aus Schokolade und Himbeeren mit Pinienkerneis und Himbeerbierschaum zum „Pâtissier des Jahres“ gekürt.

Wissler, der sich als „ewig Suchender und Forschender mit keinem noch so überzeugenden Resultat lange zufrieden gibt“, brillierte mit Tatar und Gelee von kleinen Champignons, gestockter Haselnussmilch und luftigem Gänseleberschaum oder gratiniertem Rehrücken in einer Kruste von Kakao- und Buchweizengrütze mit Sauerbratengelee.

Die beiden Schlosshotel-Köche haben 5 Kronprinzen, die ihre 18 Punkte aus dem Vorjahr verteidigten:

– Jean-Claude Bourgueil vom „Schiffchen“ in Düsseldorf bereitete „ganz große Geschmackserlebnisse durch Cappuccino von Schwimmkrabben mit Koriander und Wakame (einer japanischen Braunalge) oder gebratenen Kaisergranat auf leichtem Limonengrasschaum und kandierten Yuzu-Zitronen“,
– Dieter L. Kaufmann von der „Traube“ in Grevenbroich, „70 geworden und seit 45 Jahren an seinem Herd, demonstrierte bei Petersfisch mit leicht karamellisiertem Chicoree, gedünsteten Tomatenstreifen und leichtem Schaum von Vanille und Ingwer, wie überlegt Aromen komponiert, kontrastiert und harmonisch vereint werden können“,
– Eric Menchon vom „Le Moissonnier“ in Köln inspirierte die Tester durch seinen mit Soja-Honig lackierten gebratenen Kabeljau in Zitronengrasmilch oder seinen Sauerbraten von Taubenkeulen mit Mandeln und Rosinen, zu einem „Menü des Jahres“, das „unbändigen Gestaltungsdrang und vielschichtige, detailreiche Kompositionen offenbart“,
– Peter Nöthel vom „Hummerstübchen“ in Düsseldorf vereinte „geschmorten Schweinebauch, Langustinenschwanz, pikantes Erbspüree und Ingwer/Chili-Saft zu einem spannenden Gang und bewies, dass Hummer zu Chili, Champagner, grüner Apfel/Curry- oder Senfsauce passt“,
– Bernd Stollenwerk vom „Gut Lärchenhof“ in Pulheim bei Köln „bereitete beim Rochenflügel auf geschmolzenen weißen Zwiebeln und Ochsenmaul/Kräuter-Salat oder beim Hummer mit gebackenem Kalbskopf und Kapernremoulade Genüsse, die sich tief ins sinnliche Gedächtnis einprägen“.

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 208 Restaurants in NRW. 162 Küchenchefs zeichneten sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahe kommt.

Unter den neu eröffneten Restaurants schafften „La Valetta“ in Bergisch Gladbach und „Wiegelmann am Wall“ in Brilon gleich 14 Punkte. Die erreichte auch das erstmals bewertete „Landhaus Nikolay“ in Schermbeck, auf 13 Punkte kamen „Gallo Nero“ in Düsseldorf, „Akasaka“ in Essen, „Balthasar“ in Köln, „Schloss Morsbroich“ in Leverkusen, „Giverny“ in Münster und „Bürmann’s Hof“ in Verl.

Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe servierte der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault Millau in NRW 22 langweilig gewordene Restaurants ab und nahm 18 inspirierte Küchen neu auf; 25 wurden höher, 27 niedriger bewertet. 15 Küchenchefs verloren die begehrte Kochmütze.

Dass in NRW nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung der Paderbornerin Annekatrin Simon vom Restaurant „Balthasar“ als „Oberkellner des Jahres“. Aus der Laudatio: „Sie begrüßt die Gäste herzlich, locker und unkompliziert wie Freunde des Hauses und prägt einen sehr persönlichen Service, der nie distanziert, devot oder anbiedernd ist.“

Zudem testete der im Münchner Christian Verlag erscheinende Reiseführer für Genießer (916 Seiten, 30 €) die Luxus-Kreuzfahrtschiffe „Seven Seas Voyager“, deren Küche der Deutsche Tobias Schneider aus dem Harz leitet, und „MS Europa“, die der Wohlfahrt-Schüler Stefan Wilke bekocht. Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 420 Hotels.

Die besten Restaurants des Gault Millau in NRW

1. Vendôme in Bergisch Gladbach (19,5 Punkte),
2. Restaurant Dieter Müller* in Bergisch Gladbach (19 Punkte),
3. Hummer-Stübchen und Im Schiffchen in Düsseldorf,
Zur Traube in Grevenbroich,
Le Moissonnier in Köln,
Gut Lärchenhof in Pulheim bei Köln (alle 18 Punkte),
8. La Bécasse in Aachen,
Halbedel’s G
asthaus und L’orquivit in Bonn,
Rosin** in Dorsten,
Victorian** in Düsseldorf,
Husarenquartier** in Erftstadt,
Résidence in Essen,
St. Jacques in Heinsberg,
Alfredo und Börsen-Restaurant Maître** in Köln,
Balthasar in Paderborn (alle 17 Punkte).

* Absteiger, ** Aufsteiger

Wander-Weltmeisterschaft in Schladming

Am letzten Wochenende fand die 4. Wander-Weltmeisterschaft in der Sportregion Schladming-Rohrmoos statt. Den 600 Teilnehmer aus 17 Nationen standen 500 Kilometer an ausgeschilderten Wanderwegen in der Ferienregion Schladming-Rohrmoos zur Verfügung.

Wander-Weltmeister kann sich ab sofort Richard Wilhelm nennen. Der Wiener schaffte in drei Tagen 194 Kilometer. Der Wanderweltmeistertitel im Teambewerb ging ebenso nach Wien. Die aus 86 Mitgliedern bestehenden „Wanderkameraden Wien“ schafften 5.549 Kilometer. Mit dabei war auch ein Prominenter aus der TV-Szene: Der Kölner Manuel Andrack, Buchautor (Du musst wandern) und Partner von Harald Schmidt, erreichte mit einer Wanderleistung von 116 Kilometern Rang 25.

www.pressefach.info/schladming

Kauf in Internet-Apotheken spart wenig Geld

Wer Medikamente in Internet-Apotheken bestellt,
kauft dabei oft nur wenig günstiger als in stationären Apotheken. Das
berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe
(Heft 5/2006, ab Montag im Handel).

Beim Kauf von kleineren Mengen übersteigen oder schmälern häufig
schon die Portokosten einen möglichen Preisvorteil. Lohnend sind nur
Großbestellungen von rezeptfreien Medikamenten. Bei Medikamenten auf
Rezept gibt es nur minimale Sparmöglichkeiten.

COMPUTERBILD prüfte in acht Internet-Apotheken unter anderem die
Preise der 100 meistverkauften rezeptfreien Medikamente. Ergebnis:
Die durchschnittliche Ersparnis betrug bei vielen Anbietern nur knapp
7 bis 15 Prozent (gegenüber dem empfohlenen Verkaufspreis).
Lediglich
drei Anbieter schafften immerhin um 17 beziehungsweise 26 Prozent
durchschnittliche Ersparnis. Dagegen standen Versandkosten von 3,90
bis 4,95 Euro. Die Versandkosten werden erst erlassen, wenn der
Bestellwert – je nach Anbieter – 40 bis 85 Euro übersteigt. Nur eine
Internet-Apotheke verzichtete auf Portokosten.