Test Grüntee

VKI testet Grüntee: Leichte Kratzer am gesunden Image – Nur fünf von 20 Tees weitgehend frei von Schadstoffen

Grüner Tee erfreut sich zunehmender Beliebtheit, auch weil er in dem Ruf steht, der Gesundheit besonders zuträglich zu sein. Ob und wie gesund ein Tee jedoch tatsächlich ist, hängt nicht unwesentlich von seiner Belastung mit Schadstoffen ab. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt 16 Grüntees im Beutel und vier Matcha-Tees (feines Pulver aus getrockneten Grünteeblättern) unter die Lupe genommen. Dabei hat das Image des gesunden Tees ein paar Kratzer hinnehmen müssen: Nur ein Viertel der geprüften 20 Tees war weitgehend frei von Schadstoffen und erhielt eine „sehr gute“ bzw. „gute“ Bewertung.

Abzüge in der Bewertung gab es für jene Tees, die Anthrachinon oder aromatische Kohlenwasserstoffe enthielten. Anthrachinon ist im Tierversuch krebserregend. Diese Substanz ist wasserlöslich und geht zu etwa einem Drittel in den Aufguss über. Gefunden wurde es in größeren, aber gerade noch zulässigen Mengen in Sir Winston Tea, Teekanne und Twinings sowie in den Bio-Tees von Cupper und Spar Natur Pur.

Aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) fanden sich in auffälligen Mengen in den Beuteltees von Mayfair und Dennree sowie im Pulver von Imogti, dm Das Gesunde Plus und Sticklembke. Mineralölrückstände sind zwar grundsätzlich schlecht wasserlöslich aber bei Matcha-Tees, die man im Wasser anrührt, werden die im Pulver enthaltenen Schadstoffe mitgetrunken. Deshalb wurde bei diesen Produkten eine Belastung mit MOAH strenger bewertet.

Die mit „sehr gut“ und „gut“ bewerteten Grüntees sind nicht nur weitgehend frei von Schadstoffen, sondern liegen mit fünf bzw. zehn Cent pro Beutel auch im kostengünstigen Bereich der Preisskala. Lediglich das „sehr gute“ Matcha-Produkt fällt mit 53 Euro pro 100 Gramm aus der Rolle. Generell zeigte sich im Test, dass die Matcha-Tees preislich wesentlich höher ansetzen (ab 29 Euro pro 100 Gramm).

SERVICE: Den vollständigen Test sowie die Stellungnahmen der Unternehmen gibt es in der Jännerausgabe des Testmagazins KONSUMENT sowie unter www.konsument.at.

Test: Tiefkühlspinat

Tiefkühlspinat – viele Produkte nur „durchschnittlich“ –
Unterschiede bei Vitaminen und Schadstoffen, hoher Salzgehalt in Cremespinat

Für die aktuelle Februarausgabe der Zeitschrift KONSUMENT hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 20 Proben Tiefkühlspinat getestet, darunter elf Blattspinate und neun Cremespinate. Geprüft wurde einerseits der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, andererseits aber auch die Belastung mit den Schadstoffen Nitrat, Chlorat, Cadmium und Blei. Bei den Cremespinat-Produkten wurde darüber hinaus auch die Zusammensetzung untersucht sowie der Kochsalzgehalt festgestellt. Am Ende erhielten fünf Spinate eine „gute“ oder „sehr gute“ Gesamtbewertung, 13 ein „durchschnittlich“ und zwei ein „weniger zufriedenstellend“.

„Spinat liefert eine Reihe wichtiger Nährstoffe“, erklärt VKI-Ernährungsexpertin Katrin Mittl. „Wird er jedoch über längere Zeit gelagert, verliert er an Farbe, Geschmack und Vitaminen.“ Auch Sorte, Erntezeitpunkt und die Verarbeitung zu Tiefkühlspinat haben Einfluss auf den Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Je nach Produkt und Hersteller kann es hier im Endprodukt zu großen Schwankungen kommen, wie der aktuelle VKI-Test zeigt.

Auch bei der Belastung mit Schadstoffen fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Erfreulich: Bei Cadmium und Blei kann grundsätzlich Entwarnung gegeben werden – alle Proben waren unauffällig. Größere Differenzen ergab die Laboruntersuchung hingegen beim Nitratgehalt der Produkte. Am wenigsten Nitrat wurde im „Iglo Cremespinat“ gefunden (60mg/kg), am meisten im „Echt Bio Blattspinat“ (1490mg/kg). Wer 200g des Echt Bio-Produkts zu sich nimmt, überschreitet damit bereits die von der Weltgesundheitsorganisation WHO festgesetzte duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI = Acceptable Daily Intake).

„An sich ist Nitrat ungefährlich“, erklärt VKI-Expertin Mittl. „Beim Zubereiten und längeren Warmhalten kann es sich jedoch in Nitrit umwandeln, woraus wiederum krebserregende Nitrosamine entstehen können. Spinat sollte deshalb am besten noch tiefgefroren in den Topf gegeben, sorgfältig erhitzt, aber nicht länger warmgestellt werden. Reste sollten rasch abgekühlt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden. Auch Vitamin C wirkt der Bildung von Nitrosaminen entgegen. Ein Glas Fruchtsaft zur Mahlzeit oder Obst als Dessert sind daher zu empfehlen.“

Bei Cremespinat empfiehlt sich zudem auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Cremespinat besteht zu ca. 80 Prozent aus passiertem Spinat, der Rest setzt sich aus entrahmter Milch bzw. Magermilchpulver, Pflanzenöl, Gewürzen und Stärke zusammen und wird oft mit reichlich Salz erzeugt. Mit einer 200g-Portion ist bei den meisten Produkten die empfohlene tägliche Kochsalzzufuhr bereits zu einem Drittel ausgeschöpft. Nur „Ja! Natürlich Feiner Cremespinat“ und „Spar Natur Pur Bio-Cremespinat“ waren im Test weniger salzig.

SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es im Februar-KONSUMENT und online unter www.konsument.at

Stiftung Warentest: Grüner Tee

Keiner von 25 Tees ist frei von Schadstoffen

Ob lose, in Beuteln oder Kapseln – keiner von 25 grünen Tees im Test ist frei von Schadstoffen. Sieben sind so stark belastet, dass sie „mangelhaft“ abschneiden, sieben weitere sind „ausreichend“. Für Teetrinker lässt sich ein Gesundheitsrisiko bei einigen Schadstoffen nicht ausschließen. Fünf Produkte im Test sind nur sehr gering belastet. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie 25 grüne Tees auf deren Schadstoffbelastung untersucht hat.

Besonders auffällig sind die potenziell krebserregenden Substanzen Pyrrolizidinalkaloide und Anthrachinon. Einen gesetzlichen Grenzwert für Pyrrolizidinalkaloide gibt es nicht, aber eine Tageszufuhr, die als wenig bedenklich gilt. So sollte ein 60 kg schwerer Erwachsener langfristig nicht mehr als 0,42 Mikrogramm täglich aufnehmen. Bei sechs Produkten im Test wird dieser Wert schon mit einer beziehungsweise zwei Tassen täglich überschritten. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht nicht. Ein Risiko lässt sich aber nicht ausschließen, wenn Teetrinker dauerhaft hochbelastete Produkte trinken. Alle Tees im Test sind mit Anthrachinon belastet. Den gesetzlich festgelegten Höchstgehalt überschreitet kein Produkt. Tee sollte dennoch so wenig wie möglich davon enthalten.

Vier der fünf „guten“ Grüntees sind Bioprodukte. Zwei weitere Bio-Tees schneiden „befriedigend“ ab, drei „ausreichend“. Einer der schlechtesten Tees im Schadstofftest ist ein loser Tee aus dem Asia-Laden. Die Tester fanden von einem Pestizid höhere Rückstände als zulässig. Der Tee hätte nicht verkauft werden dürfen.

Der ausführliche Schadstofftest Grüner Tee erscheint in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test oder unter www.test.de/tee abrufbar.

Stiftung Warentest: Reisekoffer

Jeder zweite Griff der getesteten Reisekoffer enthält Schadstoffe. Vier sind sogar sehr stark belastet, darunter zwei Modelle des Branchenriesen Samsonite. Die meisten Koffer sind zudem nicht wasserdicht. Für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift test hat die Stiftung Warentest 17 Hart- und Weichschalenkoffer geprüft und nur drei mit „Gut“ bewertet.

Der Tragegriff des American Tourister Tokyo Chic steckt dermaßen voller Schadstoffe, dass eine Reise zum Gesundheitsrisiko werden kann. Mit dem Ergebnis konfrontiert, erklärt Samsonite, das Modell vom Markt zu nehmen. Restbestände werden aber noch verkauft. Drei weitere Koffer sind ebenfalls stark mit Schadstoffen belastet. Darunter auch der Travelite Elbe One, der K-Classic von Kaufland sowie der teuerste im Test, der Samsonite Cubelite für 370 Euro. Bei den Schadstoffen handelt es sich um gefährliche Phthalat-Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Enthält ein Griff zum Beispiel mehr als 10 Milligramm PAK pro Kilogramm Kunststoff vergaben die Tester ein „Mangelhaft“. Im Tragegriff des American Tourister fanden sie sogar 18.000 Milligramm PAK pro Kilogramm Kunststoff. Beim Anfassen der Griffe können die Stoffe über die Haut in den Körper gelangen. Im schlimmsten Fall können sie Krebs erzeugen, das Erbgut verändern, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen.

Ein guter Koffer muss auch mal einen Regenguss aushalten, doch nur einer ist wirklich wasserdicht. Bei allen anderen dringt mehr oder weniger Wasser ein, über die Öffnungen der Teleskopgriffe oder die Reisverschlüsse. Bei der Haltbarkeit gab es keine Kritik: Die Dauertests für Räder, Riemen und Griffe haben alle tadellos bestanden. Nähte, Reißverschlüsse und Schlösser halten ebenfalls. Auch beim Falltest erweisen sich die meisten Koffer als stabil.

Gourmet Report mag die Koffer von Tumi und Briggs & Riley, weil sie sehr stabil sind und Jahrzehnte halten (zumindestens die alten Tumis)

Heimtrainer: Gift im Griff

Von 15 getesteten Crosstrainern und Laufbändern waren 6 deutlich mit Schadstoffen belastet – das berichtet die Stiftung Warentest in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test. Zwei Geräte von Hammer waren sogar stark belastet und damit insgesamt nur „mangelhaft“.

Beim Crosstrainer Hammer Ventano Stressless fanden die Tester in den Griffen eine hohe Dosis polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Viele dieser Stoffe gelten als krebserzeugend, fruchtschädigend und erbgutverändernd – durch Schweiß gelöst können sie in den Organismus gelangen. Beim Laufband desselben Herstellers, dem Walkrunner RPX, fanden sich ebenfalls PAK – allerdings nur in den mitgelieferten Hanteln.

Die technisch besten Laufbänder im Test, Horizon Fitness Paragon, Kettler Track Performance und Strengthmaster, vermasseln sich ebenfalls ein gutes Testergebnis. Ihre Griffe sind mit gesundheitsschädlichen Phthalat-Weichmachern belastet – ein Ärgernis bei Geräten, die zwischen 1400 und 1500 Euro kosten.

„Gute“ Geräte gab es bei den Crosstrainern: Testsieger ist hier der Kettler CTR 3 für 800 Euro, der durch ruhigen Lauf und gute Biomechanik überzeugte. Während bei Crosstrainern alle wichtigen Muskeln trainiert werden, ist beim Laufband der Trainingseffekt höher. Außerdem machte hier das Fitnesstraining den meisten Probanden mehr Spaß. Ein Laufband braucht allerdings deutlich mehr Platz, und die Lärmbelästigung ist höher.

Den ausführlichen Test der Heimtrainer gibt es in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/heimtrainer.

ÖKO-TEST-Magazin Februar 2011

Die aktuelle Februar-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins
gibt es seit dem 28. Januar 2011 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests

Aus dem Inhalt:

TEST: Vegetarische Brotaufstriche

Mit einer einzigen Ausnahme erhalten alle vegetarischen Brotaufstriche von ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Das Frankfurter Verbrauchermagazin kritisiert jedoch bei einigen Aufstrichen die als Hefeextrakt getarnten Geschmacksverstärker.

TEST: Windeln

Um herauszufinden, wie gut Windeln sind, hat ÖKO-TEST 16 Produkte nicht nur ins Labor geschickt, sondern auch von Eltern im Praxistext überprüfen lassen. Das Ergebnis: In den meisten Marken sind die Kleinen gut verpackt, doch es gibt auch drei Produkte, mit denen die Eltern nicht zufrieden waren, etwa weil sie Druckstellen verursachen oder die Verschlüsse nicht optimal sind. Der Labor-Test zeigt zudem, dass elf Windeln langsamer Flüssigkeit aufsaugen als andere Modelle.

TEST: Kinderinvaliditätsversicherungen

Kinderinvaliditätsversicherungen sind nicht billig, aber sinnvoll. Die Angebote sind für Kunden allerdings schwer zu durchschauen, die Leistungen und Preise kaum vergleichbar. ÖKO-TEST hat sich durch den Markt der Kinderinvaliditäts- und Schulunfähigkeitspolicen gearbeitet und zeigt Eltern, worauf sie achten müssen.

TEST: Urea-Lotionen

Urea-haltige Körperlotionen sorgen bei ausgelaugter und strapazierter Haut für Abhilfe. ÖKO-TEST wollte wissen, ob die enthaltenen Inhaltsstoffe der ohnehin schon trockenen, strapazierten Haut guttun oder nicht. Das Testergebnis: Die Hälfte der Produkte ist „sehr gut“, doch gerade einige Markenlotionen bringen sich mit krebsverdächtigen Formaldehyd/-abspalter oder PEG/PEG-Derivaten, die die Haut für Fremd- und eventuell Schadstoffe durchlässiger machen, ins Abseits.

TEST: rezeptfreie Allergiemittel

ÖKO-TEST hat rezeptfreie Allergiemittel, darunter Nasensprays, Augentropfen und Mittel zum Einnehmen, genauer unter die Lupe genommen und dabei Paradoxes gefunden: etwa einen Inhaltsstoff, der als Konservierungsmittel beispielsweise im Reiniger Sagrotan enthalten ist und nicht nur die Schleimhäute reizen, sondern zudem auch noch selbst Allergien auslösen kann.

TEST: Sanitär-Silikonfugenmassen

Silikonfugenmassen sind üblicherweise stark mit Schadstoffen belastet, bislang vor allem mit giftigen zinnorganischen Verbindungen. Doch nun gibt es, wie der Test zeigt, Alternativen, die nur noch Spuren dieser bedenklichen Chemikalie nachweisen. Allerdings sind auch Fugenmassen im Handel, die nicht an Schadstoffen sparen und zum Beispiel Fungizide enthalten, die zwar vor Schimmel schützen sollen, aber auch als krebserregend gelten. ÖKO-TEST hat außerdem untersucht, ob Produkte mit billigen Stoffen gestreckt wurden – und wurde in der Tat fündig.

TEST: Online-Reisebüros und Flugpreissuchmaschinen

Bei vielen Online-Reisebüros erfährt man erst ganz am Ende, was man wirklich für die Flüge bezahlen muss. Denn manche Portale schlagen auf den erstgenannten Preis noch Reservierungs- und Servicegebühren drauf. Auch das Zahlen mit Kreditkarte kostet bei den meisten Anbietern extra. Wer jedoch vergleicht, kann viel Geld sparen: Ein Pärchen kann einen Flug nach London beispielsweise um 200 Euro günstiger bekommen als beim teuersten Anbieter.

TEST: Rechtsschutzversicherungen

Eine gute Police schützt vor existenzbedrohenden Risiken und muss nicht zwangsläufig teuer sein. Und es gibt viele empfehlenswerte Tarife: Von 38 im Test erreichen 26 den ersten Rang. Das günstigste Angebot kostet weniger als 200 Euro. Die Versicherer werben mit zahlreichen Spezialtarifen und Sonderpaketen um die Gunst des Kunden. Ein Vergleich lohnt sich.

TEST: Schülerschreibtische

Musterschüler sind bei den Schreibtischen zwar nicht dabei, aber immerhin zwei „gute“. Es gibt aber auch Reinfälle, bei denen ein ergonomisches Sitzen nicht möglich ist. Andere sind so schlecht verarbeitet, dass sich Kinder die Finger einquetschen können. Ein weiterer Kritikpunkt: Bei den meisten Tischen ist die Formaldehydabgabe erhöht. Dieser Schadstoff gilt als krebserregend.

Empfehlungen zum Fischkonsum

Empfehlungen zum Fischkonsum

Die Meere sind überfischt, die Fische mit Schadstoffen verseucht; so lauten die Schlagzeilen. Soll man da noch Fisch essen? Ist die Empfehlung „1-2 Portionen Fisch pro Woche“ wirklich gesundheitlich begründet und ökologisch überhaupt noch vertretbar?
Die Empfehlungen zum Fischkonsum wurden auch an der diesjährigen Fachtagung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE thematisiert. Aus ernährungsphysiologischer Sicht gilt Fisch als ein sehr wertvolles Lebensmittel, das Proteine, die Vitamine A und D sowie B-Vitamine und Jod liefert und vor allem eine wichtige Quelle für die Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) darstellt. Heute gehen Ernährungsexperten davon aus, dass die Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure im menschlichen Körper nur unzureichend in EPA und DHA umgewandelt werden kann. Zur Abdeckung dieser Fettsäuren ist der Fischkonsum empfehlenswert. Dabei sind nicht nur die fettreichen Meerfische Lieferanten von DHA und EPA, auch regionale Süsswasserfische tragen zur Deckung des Omega-3-Fettsäuren-Bedarfs bei.

Aus ökologischer Sicht gilt es, auch ein Augenmerk auf die Auswahl der Fischarten zu wer-fen. Bedrohte Fischarten wie Heilbutt, Red Snapper, Rotbarsch, Steinbutt, Seezunge, Schwertfisch etc. sollten gemieden werden ( siehe www.wwf.ch/fisch ). Zuchtfische werden teils mit Fischmehl und Fischöl aus der Verarbeitung von bedrohten Fischarten gefüttert. Es ist daher wichtig, nur Fische aus nachhaltiger Fischerei zu konsumieren. Diese werden mit dem MSC- oder Bio-Label gekennzeichnet oder stammen von einheimischen Berufsfischern.

Aus toxikologischen Gründen sollten Schwangere auf Fische wie Hai, Schwertfisch, Marlin/Speerfisch, Ostsee-Lachs und Ostsee-Hering mit zu hoher Belastung an Schadstoffen (Quecksilber und/oder Dioxinen) verzichten und den Konsum von frischem Tunfisch sowie ausländischem Hecht auf maximal eine Portion pro Woche zu begrenzen.

Fischempfehlungen für gesunde Erwachsene:
– 1-2 Portionen Fisch pro Woche
– Fischarten abwechseln und bewusst auswählen
– Einheimische Fische bevorzugen oder auf Fische mit MSC- oder Bio-Label achten

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

Zitrusfrüchte vor dem Verzehr gründlich waschen

Zitrusfrüchte vor dem Verzehr gründlich waschen

Die Schale konventioneller erzeugter Früchte kann mit Schadstoffen belastet sein.

Wenn in der dunklen Jahreszeit einheimisches Obst knapp wird, stehen Zitrusfrüchte hoch im Kurs. Vor dem Schälen sollten Sie konventionell erzeugte Orangen, Mandarinen und Zitronen gründlich mit heißem Wasser waschen und anschließend mit Küchenkrepp trocknen. Das gilt auch für Früchte, bei denen Sie sich nicht sicher sind, ob sie biologisch erzeugt wurden. Denn die Schale konventionell erzeugter Ware kann durch die Behandlung der Oberfläche mit Schadstoffen belastet sein. Nach dem Schälen daher am besten die Hände waschen. Die Schale von behandelten Zitrusfrüchten ist nicht zum Verzehr und auch nicht für Dekorationszwecke geeignet.

Da die Oberflächenbehandlung häufig nicht ausreichend gekennzeichnet ist, sind Sie nur bei Bio-Ware auf der sicheren Seite. Ökologisch erzeugte Zitronen und Orangen werden nach der Ernte weder mit Pflanzenschutzmitteln noch mit Konservierungsmitteln oder Wachs behandelt. Daher haben Öko-Früchte häufig eine stumpfere Schale mit kleinen Fehlern, während makellos glänzende Exemplare in der Regel behandelt sind.

ÖKO-TEST Babyschlafsäcke und Trinkmahlzeiten

Ausgerechnet die Produkte für die Allerkleinsten sind oft von besonders schlechter Qualität. So lautet das Fazit des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST: Die meisten fertigen Trinkmahlzeiten gehören vom Markt genommen. Auch bei Babyschlafsäcken gibt es teilweise erhebliche Mängel in Sachen Sicherheit und Materialqualität. Die Ergebnisse von 20 Babyschlafsäcken sowie 16 Trinkmahlzeiten aus Folgemilch und Getreide sowie Trinkbreie aus Früchten und Getreide stehen in der aktuellen Mai-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins. Das Heft erscheint am 28. April 2008 und kostet 3,50 Euro.

Richtig entsetzt waren die ÖKO-TESTer über das Abschneiden der fertigen Trinkmahlzeiten. Denn fast alle Produkte enthalten viel zu viele Kalorien – Babys werden damit regelrecht überfüttert und fett. Der nächste Skandal: Vier Produkte überschreiten schon mit einer Portion die täglich tolerierbare Aufnahmemenge für den Fettschadstoff 3-MCPD. Die Substanz steht im Verdacht, Veränderungen an der Niere sowie in hohen Dosen gutartige Tumore hervorzurufen.

Etwas besser ist die Lage bei Babyschlafsäcken. Immerhin fünf Marken waren bei der ÖKO-TEST-Untersuchung ohne Fehl und Tadel. Dafür warteten andere Modelle mit problematischen Schadstoffen oder Sicherheitsrisiken auf.

Nur zwei sehr gute Trinkmahlzeiten: Der Alnatura Apfel und Banane mit Hafer Trinkbrei und …
… der Sunval Trinkbrei Apfel-Banane – beides Bio-Produkte.

In diesen Schlafsack gehört kein Baby: Der Dimo My Little Bear Sommerschlafsack „Hello my Little Dog“ enthält ein als krebserzeugend eingestuftes aromatisches Amin. Der Anbieter hat seine Kunden angewiesen, noch nicht verkaufte Schlafsäcke an ihn zurückzuschicken.

Ostern kann kommen!

Ostern steht vor der Tür – und da hat das Frankfurter Verbrauchermagazin

ÖKO-TEST eine richtig gute Nachricht: Von den 17 untersuchten Osterhasen
bekamen sechzehn die Bestnote „sehr gut“. Vom Kakaogehalt bis hin zu
möglichen Schadstoffen gab es an diesen Hasen nichts auszusetzen.
Lediglich ein Produkt wurde beanstandet, weil die Laboranalyse einen
Haselnussanteil ergab, der aber nicht – wie gesetzlich vorgeschrieben –
deklariert war. Für Nussallergiker ist eine solche Information sehr
wichtig.

Dass es die Hersteller mit ihrer Informationspflicht nicht immer so genau
nehmen, ergab auch ein etwas ungewöhnlicher Test in der aktuellen
April-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins: ÖKO-TEST kaufte Kosmetikprodukte von
23 verschiedenen Anbietern ein. Danach schrieben die Mitarbeiter als
Privatpersonen an die Unternehmen und baten um Informationen zu den
eingesetzten Inhaltsstoffen. Denn laut Gesetz haben die Verbraucher ein
Recht auf Information, was in Kosmetikprodukten steckt. Das Ergebnis war
traurig: Lediglich die Firma Beiersdorf gab umfassend Auskunft, alle
anderen Auskünfte zeigten kleinere, die meisten aber sogar größere Mängel.
Fünf Produzenten sind die Kunden anscheinend völlig egal: Auch nach Ablauf
der Frist erhielt ÖKO-TEST keine Antwort auf die Anschreiben.

Auf so manchem Osterteller wird wohl auch eine Kinderuhr liegen.
Hoffentlich keine von denen, die ÖKO-TEST ebenfalls für die April-Ausgabe
untersuchen ließ. Die „beste“ Uhr erhielt gerade noch ein
„ausreichend“ – die Armbänder der anderen Modelle waren derart mit
Schadstoffen belastet, dass sie nur noch in den Sondermüll gehören.

Die aktuelle April-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins enthält insgesamt zwölf
verschiedene Tests, dazu jede Menge weiterer Verbraucherthemen und ein
großes Special zum Thema Energiesparen. Das Heft kostet 3,50 Euro und
erscheint am 26. März 2007.

Die Tests im Einzelnen
Tiefgefrorene Hähnchenbrust: Salmonellen in zwei Lidl-Proben.
Tomatenketchup: Viel Zucker und künstliche Aromen.
Mittel gegen trockene Augen: Viele sind mangelhaft.
Kinderarmbanduhren: Schadstoffe satt.
Spiele-Software: So macht Lernen Spaß.
Osterhasen: Fast rundum in Ordnung.
Nagellack: Verbotene Substanzen gefunden.
Tampons: Mit Chemikalien verseucht.
Kosmetikdeklarationen: Viele Hersteller schweigen sich aus.
City-Rucksäcke: Mehr als zwei Drittel der Testprodukte fielen durch.
Lackfarben: Wasserbasierte Produkte sind am wenigsten belastet.
Kreditvermittler: Willkommen im Haifischbecken.