Benjamin Rüdiger

von Bernhard Steinmann.

Auch jenseits der Sternegastronomie gibt es interessante Restaurants und kreative Köche. Ein solch interessantes Restaurant ist das Lansk in der Meierottostraße 1 in Berlin.

Das Restaurant liegt am Wilmersdorfer Fasanenplatz, in dessen Nähe wir vor ein paar Jahren noch wohnten. An dieser Stelle ist es scheinbar Aufgabe eines Berliner Journalisten darauf hinzuweisen, dass man sich abseits des hippen Berlins befindet, in altbackener Umgebung, in einem konservativen Wohnviertel, irgendwo zwischen den legendären Wilmersdorfer Witwen und Westberliner Langeweile.
Eine Sichtweise, die einen so manches verpassen lässt.

Küchenchef und Inhaber ist Benjamin Rüdiger. Rüdiger lernte bei Franz Raneburger, war u.a. bei Horst Petermann am nordöstlichen Ufer des Zürichsees, auf Sylt im „Söl´ring Hof“ bei Johannes King und in Baiersbronn in der „Traube Tonbach“ bei Harald Wohlfahrt tätig.
Zweifelsohne weckt dies ernorme Erwartungen und schreit förmlich nach einem Selbstversuch.

Zur Namensgebung des Restaurants gibt es eine kleine Geschichte.
Papa Rüdiger hatte ein Faible für eine kleine polnische Insel namens Lansk. Er nannte sie sein „Paradies“ und vergaß nicht hinzuzufügen, dass man „viel mehr Lansk“ brauche. Bei seinem Sohn fiel dies auf fruchtbaren Boden und so benannte er das Restaurant zur Freude seines Vaters Lansk.

Das Restaurant ist hell und für das noble Wilmersdorf eher nüchtern. Freundlich werden wir empfangen und an einem der großen Fenster platziert. Blickfang ist zweifellos das Kunstwerk „Paradise now“ des Franzosen Georges Autard.

Die Menükarte ist relativ klein. Wir überlassen die Speisefolge dem Küchenchef und die Weinauswahl Verena Mariel. Noch bequemer geht es kaum. Ob es auch klug ist, soll der Abend zeigen.

Amuse-Gueule:
Kalbstafelspitz mit Zwiebel-Safran-Chutney und Bohnenkraut Creme fraiche.
Ein leichter Einstieg mit einem tollen Chutney.

Kartoffel und Kaviar
Leicht geräucherte Kartoffel mit Creme fraiche und Kaviar aus Rottstock, dazu etwas
Sauerampfer.

Ziegenfrischkäse mit Kerbelpesto, Roter und Gelber Bete,
mariniert in einer Orangenvinaigrette.

Rosa gebeiztes Roastbeef,
Senfsaat, Estragon, Aprikose, krosse Kapern.
Fruchtnoten und Kapern bilden einen begeisternden Gegenpol.
Ein insgesamt harmonisches Gericht.

Saibling aus Rottstock, Kartoffelrisotto, Bärlauch, Saiblingskaviar und Bärlauchschaum.

Lamm, Karotte, Ziegenkäse, Schalotte.
Die Ziegenkäsetaler sind leicht erwärmt, schmelzig.
Lamm und Ziegenkäse gefallen uns durch das intensive Zusammenspiel. Großartig.
Zum dezenten Geschack der leicht süßlichen Karotte opponiert die Schalotte.
Die Schalotte, eine Kulturpflanze aus der Gattung Lauch, war früher als eigene Art bekannt. Nun haben unsere Botaniker das besonders gesunde Gemüse der normalen Speisezwiebel zugeordnet.

Weisse Schokolade, Tonkabohne, Apfel
Innen finden wir noch etwas Biskuit.

Käse
zum Abschluss.
Ganz so, wie es schon der römische Schriftsteller und Gelehrte Plinius vor 2000 Jahren gehalten hat.

FAZIT:
Vorweg: Unsere Entscheidung, sich mit Speis und Trank in die Hände von Küche und Sommeliere zu begeben, haben wir nicht bereut.
Benjamin Rüdiger bewegt sich mit seinen Kreationen bewusst auf sicheren Pfaden.
An erster Stelle steht das perfekte Handwerk. Hinzu kommt ein Interesse am unverfälschten Eigengeschmack der einzelnen Bestandteile sowie die Einbeziehung regionaler Produkte. Die Speisen werden ansprechend präsentiert, auf dekorative Effekthascherei wird verzichtet.

Das mag etwas nüchtern klingen, doch geschmacklich bleiben keine Wünsche offen.
Ein kulinarisch interessanter, angenehmer Tagesausklang, beinahe ein Abend unter Freunden.

Bebildert gibt es den Bericht auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Martin Franciskowsky

Atlas Kochsalon gestaltet Location Nr. 4

Gemütlichkeit, Genuss und gute Laune: Die Küche ist der Mittelpunkt jeder guten Party. Egal, ob Studentenfete oder Champagnerempfang – über kurz oder lang versammeln sich die Gäste im wohlbekannten „Herzen des Hauses“. Diese Erfahrung machten auch die Gründer der Atlas-Restaurantbetriebe in Hamburg. Im Altonaer Phoenixhof betreiben Küchenchef Martin Franciskowsky und Geschäftsführer Karsten Rüdiger neben ihrem Atlas Restaurant die Eventlocations „Showküche“, „Wohnküche“ und den „Kochsalon“. Doch damit nicht genug. Das Unternehmen ist auf Expansionskurs. Derzeit wird die vierte Location mit dem Namen „Phoenixhofküche“ auf dem Phoenixhof eingerichtet. Für September dieses Jahres ist die Eröffnung geplant. In den neuen Räumlichkeiten können 30 bis 45 Gäste empfangen werden. Ziel ist es, mit der „Phoenixhofküche“ die bereits vorhandenen Atlas-Räumlichkeiten sinnvoll zu ergänzen.

Die „Showküche“ bietet Platz für 20 Gäste, 34 haben es in der „Wohnküche“ bequem und 80 von ihnen können es sich im „Kochsalon“ gut gehen lassen. „Für eine Gruppengröße von 30 bis maximal 50 Gästen sind unsere vorhandenen Locations entweder zu groß oder zu klein“, berichtet Geschäftsführer Karsten Rüdiger (40). „Die neue Phoenixhofküche schließt eine Lücke, und ergänzt auf diese Weise unser Angebot. Als wir die Möglichkeit bekamen, uns auf dem Phoenixhof zu erweitern, haben wir nicht gezögert“, so Rüdiger weiter. Der Gastronom, der wie sein Geschäftspartner Raphael Flandrin langjährige Erfahrung in der Hamburger Theatergastronomie, zum Beispiel mit dem „Bistro Jerusalem“ in den Kammerspielen, mitbringt, überzeugt nicht nur mit dem Atlas Restaurant. Die Tische sind hier mittags wie abends gut besetzt und an Wochenenden nur mit viel Glück ohne Reservierung zu bekommen.

Events mit Genuss und guter Stimmung

Auch die Gäste und Kunden der Atlas-Eventlocations sind begeistert. Nicht nur die positiven Bewertungen im Internet sprechen für sie. Ob Produktpräsentationen, Firmenfeiern oder Presseempfänge – wer die Atlas-Locations für ein genussvolles Event bucht, findet das Besondere und alles andere als eine Feier mit steifer Tischrunde. Unter Anleitung von erfahrenen Köchen schneiden, braten und blanchieren die Gäste ihr Menü selbst, um sich im Anschluss daran ein köstliches Drei-Gänge-Menü munden zu lassen. „Auf diese Weise gestalten die Gäste das Event aktiv mit, sie kommen leicht ins Gespräch, und ganz schnell entwickelt sich eine lockere Atmosphäre“, sagt Rüdiger. „Bei diesen Events kommen immer wieder Leute zusammen, die vorher kaum Kontakt zueinander hatten“, so der Geschäftsführer weiter. Im Vorfeld wird aus einer Fülle von Vorschlägen das Menü zusammengestellt. Am liebsten wählen Karsten Rüdigers Kunden den All-inclusive-Abend, bei dem Menü und eine passende Weinauswahl ab 50 Euro pro Person erhältlich sind.

Restaurant & Kochsalon
Karsten Rüdiger
Schützenstraße 9a, 22761 Hamburg
Tel.: 040 / 85 17 81 0, E-Mail: atlas@atlas.at

Bei Schumann

Neue Spitzengastronomie kommt in die Oberlausitz

  Mit einem neuen Restaurantkonzept schafft das Hotelierpaar Petra und Rüdiger Schumann einzigartige kulinarische Highlights in der Region.

Darauf können sich die Einwohner der Oberlausitz und die Gäste des Hotels „Bei Schumann“ schon jetzt freuen: Ab Herbst 2010 präsentiert sich die gastronomische Welt „Bei Schumann“ noch genussvoller, vielfältiger und einladender als zuvor. Um die besondere Qualität der „Welt des Genusses“ im Hotel zu garantieren, konnten die Hotelbesitzer Petra und Rüdiger Schumann ein junges, innovatives Gastronomiepaar der Spitzenklasse gewinnen. Antje und Robert Klaus, die das mehrfach ausgezeichnete Feinschmecker-Restaurant „L’ambiente“ in Bautzen geführt haben, werden künftig die verschiedenen neuen Restaurantbereiche im Hotel leiten.

Vorgeschmack auf neue kulinarische Genusswelten

Bis zur Eröffnung im Herbst werden im Gastronomie-Bereich des Hotels „Bei Schumann“ zahlreiche Umbaumaßnahmen verwirklicht. Bereits im Jahr 2005 wurde ein aufwendiger Spa-Bereich errichtet, der heute zu den besten Spas Deutschlands zählt. „Zurzeit bauen wir unser Hotel weiter aus und um. Insbesondere der Gastronomie-Bereich bekommt jetzt eine neue außergewöhnliche Bedeutung“, so Rüdiger Schumann zu den aktuellen Veränderungen. „Wir freuen uns sehr auf eine erfolgreiche und genussvolle Zusammenarbeit mit Antje und Robert Klaus“, ergänzt Petra Schumann. Schon das Frühstück, bei dem es künftig selbstgebackenes Brot, hausgemachte Pasteten, Marmeladen aus heimischen Kirschen, gefüllte Omelettes mit Pilzen aus dem Oberlausitzer Bergland, Rührei mit Kräutern aus dem Hotelgarten und viele andere süße und herzhafte Versuchungen geben wird, interpretiert die „Welt des Genusses“ neu. „Unser kulinarisches Angebot ist immer frisch und kommt aus garantiert biologischem Anbau von regionalen Zulieferern, denen wir uneingeschränkt vertrauen“, so Petra Schumann, die das neue Frühstück „Bei Schumann“ über die Grenzen Sachsens bekannt machen will.

Bei Schumann: Küchenchef Robert Klaus über die Schulter schauen

Über das morgendliche Frühstück hinaus, wollen Petra und Rüdiger Schumann ihre Gäste mit einer europäischen Küche der gehobenen Kategorie begeistern. Im neuen À-la-Carte Restaurant „Klausens“ präsentiert Robert Klaus gehobene Küche in modernem Stil. Nichts lenkt hier vom Kulinarischen ab: Klare Linien, Designer-Möbel und edle Accessoires sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Im authentischen italienischen Restaurant „Al Forno“ wird gekocht wie „bei Mama“. Etwas ganz Besonderes erwartet die Gäste im „Hoschi“. Hier „isst das Auge mit“, wenn Robert Klaus für seine Gäste in einer offenen „Schau-Küche“ kocht. Dies und eine gediegene, aber nicht steife Atmosphäre machen das „Hoschi“ zu einem Restaurant für das besondere Gourmet-Erlebnis.

Das neue gastronomische Gesamtkonzept umfasst auch die Sonnenterrasse und den Spa-Tempel sowie den Pool- und Kaminbereich im Hotel „Bei Schumann“. „Wir werden unseren Gästen während ihres Aufenthalts im Hotel oder Spa-Bereich immer wieder mit neuen kulinarischen Highlights begeistern“, ist Rüdiger Schumann von dem Konzept überzeugt.

HOTEL BEI SCHUMANN – Bautzener Straße 20 – 02681 Kirschau/Oberlausitz

Kempinski Bahia Estepona

Kempinski Bahia Estepona: Rüdiger Hollwegs Rezept gegen die Wirtschaftskrise – Den Gästen einfach noch mehr bieten!

Der neue General Manager des Kempinski Bahia Estepona macht sich wie jeder andere Manager Gedanken, um seine Gäste zufriedenzustellen. Doch bei Rüdiger Hollweg kann man sicher sein, dass er auch in Zeiten der Wirtschaftskrise aus seiner Trickkiste das richtige Rezept holt, um die Gäste des 5-Sterne Resorts an der Südküste Spaniens glücklich zu machen.

Im Sommer Programm 2009 findet sich das „Race And Dine“ Package, das Hollweg als Ergänzung zum sportlichen Angebot des Kempinski Estepona sieht. „Es ist ein aktueller Trend, der uns die Idee gebracht hat,“ sagt der General Manager vom 5-Sterne Resort Kempinski Bahia Estepona, dem zur Zeit Einzigen am Festland in Spanien. „Wir merken, dass die wertvolle Zeit des Urlaubs ganz unterschiedlich zum Relaxen genutzt wird. Wenn der gestresste Manager oder die busy Geschäftsfrau mit ihren Partnern die Batterien aufladen wollen, dann sind die Vorstellungen wie man das am Besten macht, nicht immer identisch. Dafür haben wir unser Aktivitätsspektrum erweitert und bieten mit dem Ascari Race Resort ein Action Paket erster Klasse an, das im Gegensatz zum ruhigen Strandurlaub steht und pure Emotion verspricht.“

Wie das genau aussieht konnte Jackie Weiss, die kürzlich im Ascari Race Resort mit dem DSF-Moderator Patrick Simon für X-Bionic eine Weltneuheit testete und im Kempinski zu Gast war, aus erster Hand erfahren. Für die junge Rennfahrerin war der Formelwagen von Ascari in der Hotelhalle genau der richtige Willkommensgruss. Sie nahm das gleich zum Anlass, um von Rüdiger Hollweg über sein aussergewöhnliches Konzept von Erlebnisurlaub in Kombination mit Szenenwechsel informiert zu werden.
Das „Race and Dine“ Programm 2009 des 5-Sterne Hotels Kempinski Bahia Estepona wird als „First Class Schnupper Racing Paket“ exclusiv jeden Dienstag und Donnerstag angeboten. Während der Partner lieber am Strand liegt und Sonne statt Aktion geniessen möchte, kann man einen Nachmittag besonderer Art erleben, und beim Wettbewerb auf der Rennstrecke kräftig Adrenalin entwickeln. Zur Verfügung stehen alle Arten von Rennautos, angefangen beim Grand Prix Kart, über Formel Fahrzeuge, Sportautos wie Porsche und Ferrari genauso wie Off-Road Buggies „just for fun“.

Auf der Ascari Rennstrecke in Ronda haben bis vor kurzem ausschliesslich private Gäste des Inhabers Klaas Zwart und Profi Rennfahrer wie Fernando Alonso und Michael Schumacher Zutritt gehabt. Mit der Kooperation des Hauses Kempinski haben die Gäste im Race and Dine Angebot jetzt genauso wie die Profis die Möglichkeit sich auf der State-of-the-Art Rennstrecke nach Herzenslust auszutoben und sich vom Rausch der Pferdestärken verführen zu lassen.

„Also für mich ist es immer der beste Weg, um vom Alltag abzuschalten. Sobald ich im Rennwagen sitze denke ich nur noch an die Strecke und Speed,“ sagt Jackie Weiss und bestätigt gleichzeitig: „Das Ascari Resort ist ein kleines Paradies mit perfekten Zutaten. Der Racetrack ist beeindruckend mit den 13 Links- und 13 Rechtskurven, und das Resort bietet alles, was das rennsport-begeisterte Herz begehrt. Es ist einfach alles da, vom Outfit wie Rennanzug, Helm, etc. bis zur kompletten Range der verschiedensten PS-Stärken. Je nach Lust und Laune kann man im HighSpeed Kart genauso wie mit den grossen Autos richtige Rennfahrerluft schnuppern. Das ist eine neue, eine aufregende Art und Weise im Urlaub auszuspannen!“

Und Rüdiger Hollweg ergänzt: „Die Idee ist, dass man ohne grosse Vorbereitungen von unserem 5-Sterne Urlaubs Resort am Strand in ein luxuriöses 5-Sterne Race Resort zum puren Vergnügen in ein Rennauto steigen kann und einen Nachmittag lang das Gaspedal durchdrücken darf, ohne einen Strafzettel fürchten zu müssen. Und wie der Name des Programms schon sagt wird nach dem Rennstrecken-Vergnügen auch für das leibliche Wohl gesorgt. Natürlich im entsprechend perfekten Ambiente im Ascari Club Haus mit einem First Class Barbecue vom Feinsten.“

Wenn man der Formel Rennfahrerin und Motorsport Journalistin Jackie Weiss glauben darf, dann ist ein Nachmittag im Ascari Race Resort garantierter Fahrspass und die Adrenalinkicks sind Balsam für die Seele. Auf jeden Fall kann man davon ausgehen, dass einem so ein Urlaubserlebnis dauerhaft in Erinnerung bleiben wird – denn wie oft bekommt man schon die Gelegenheit sich wie ein Formel 1 Weltmeister zu fühlen?

Infos zum Kempinski Bahia Estepona in Süd Spanien: www.kempinski-spain.com

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Rüdiger Hollweg

Rüdiger Hollweg, General Manager Kempinski Hotel Bahia Estepona: In der Definition Luxus steht der Mensch im Mittelpunkt

Rüdiger C.Hollweg ist schlichtweg der Prototyp des polyglotten Hotelmanagers: Er hat ausser in Deutschland und Spanien auch in Frankreich, Portugal, Zypern, USA und in Thailand gearbeitet. Und das immer in den feinsten Hotels am Platze. „Als Hotelmanager in der Luxus-Kategorie steht einem die Welt offen“, hört man den sympathischen schlanken Familienvater von zwei Kindern sagen. Das kommt nicht von ungefähr, da Hotelmanager aus Deutschland immer schon weltweit in noblen Hotels und Ferienanlagen hoch angesehen waren.

1977 hat Rüdiger Hollweg seine Ausbildung als Hotelkaufmann im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München erfolgreich beendet. In den vergangenen 32 Jahren war er auf 3 Kontinenten in Luxushotels tätig, wobei er den klassischen Karriereweg beschritt. Mit fünf Sprachen ausgestattet arbeitete er sich von unten nach oben, zuerst als Kassenleiter, dann an der Rezeption, als Night Manager, Front Office Manager, Personalabteilungsleiter, Rooms Division Manager, Executive Assistent Manager bis er 1992 als General Manager ins Relexa Waldhotel in Stuttgart gerufen wurde. Von da an hat er meistens „schwere Zepter“ übernommen, wie er selbst sagt.

Im Interview mit Sissi v.Wittgenstein gibt Rüdiger C.Hollweg ein bisschen preis von sich, von seiner Arbeit und den Menschen, für die und mit denen er arbeitet. Und man nimmt ihm ohne Zögern ab, dass er Spass an seinem Beruf hat, auch wenn das Wochenende für ihn genaugenommen aus nur einem Tag besteht…..

Wann und wo waren Sie das erste Mal im Hotel als Direktor tätig?
Rüdiger Hollweg: Das war im Mai 1992. Ich bin damals aus Thailand wieder nach Deutschland gekommen und begann im Relexa Waldhotel Schatten in Stuttgart, das an der alten Solitude-Rennstrecke liegt. Der „Schatten“ war damals eine Institution in Stuttgart. Ich sollte dort anfangen, um die Gastronomie und das Hotel ein bisschen auf Vordermann zu bringen, weil der Anschluss verpasst wurde. Ich kam aus einem Superluxus Hotel in Thailand direkt in ein 4 Sterne Hotel. Mir hat das trotzdem sehr, sehr viel Spass gemacht und bin dort zweieinhalb Jahre geblieben. Es war ein sehr interessantes Haus und übrigens das einzige 4 Sterne Hotel, in dem ich je gearbeitet habe. Aber es waren persönliche Gründe, die mich nach Deutschland so schnell zurückholten. Einerseits war es eine Art Notlösung aus damaliger Sicht, andererseits kann ich nur sagen, dass es auch eine sehr schöne Erfahrung für mich war.

Was gefällt Ihnen in Ihrem Job als General Manager am Besten?
Rüdiger Hollweg: Die gesamte Aufgabe eines Hoteldirektors mit dieser vielfältigen Verantwortung für ein Hotel. Da ist der Kontakt mit den Gästen genauso wichtig wie der Kontakt mit den Mitarbeitern. Und das zu erfüllen, was die Gäste hier von uns erwarten. Ich bin ziemlich ehrgeizig und habe immer den Wunsch mehr aus dem zu machen, was ich bei Antritt vorfinde. Ich mag nicht etwas nur fortführen. Meistens habe ich schwere Zepter übernommen, und die damit zusammenhängende Herausforderung war für mich immer toll. Aus Tiefpunkten herauszukommen ist etwas, das mich reizt. Es war zwar manchmal schwierig, weil die Hotelbesitzer nicht immer so mitgezogen haben.

Wie haben sich die Bedürfnisse der Gäste im Sektor 5-Sterne Hotel geändert, über die Zeit?
Rüdiger Hollweg: Naja, früher ist man gereist, weil man was erleben wollte. Heute sind die Gäste erfahrene Reisende, kennen andere Top Destinationen und die Messlatte liegt heute bei weitem höher als früher. Von trainiertem und korrektem Service hat sich der Service auf lautlos elegant und individuell gewandelt, solange er perfekt ist. Man reist heute, um in schönen Hotels verwöhnt zu werden, mit den Annehmlichkeiten wie excellenter Service in der Gastronomie, im Spa, im Fitnessbereich sowie den sportlichen Möglichkeiten wie Golfen, Wassersport, Motorsport – die wir unseren Gästen mit Kooperationspartnern bieten können.

Sie haben einige Veränderungen im Kempinski Bahia Estepona vor, was ist Ihr nächstes Projekt?
Rüdiger Hollweg: Wir haben im letzten Jahr die Renovierung des gesamten Hotelkomplexes fertiggestellt. In die 147 Zimmer sind alleine 7 Millionen Euro zur Aufwertung investiert worden. Und das, obwohl das Hotel erst 9 Jahre alt war. Der Inhaber hatte den Wunsch, ein noch besseres Produkt zu schaffen und nicht abzuwarten bis es eventuell notwendig wird. Ich finde das sehr pro-aktiv, so etwas so frühzeitig zu tun. Mit der Investition haben wir ein sehr hochwertiges Zimmerprodukt geschaffen, wahrscheinlich das Beste, und haben die beste Suite, die es an der Costa del Sol gibt. Ja, ich glaube sogar in ganz Spanien: Für 1,6 Millionen ist eine Präsidentensuite gebaut worden, die Imperial Suite, die ihresgleichen sucht.

Zur Zeit arbeiten wir an einer neuen Spa. Die momentane Spa hat zwar einen Tiptop Service in Bezug auf die Anwendungen, aber von der Architektur her ist sie etwas veraltet. Deshalb ist es unser Ziel eine ganz neue Weltklasse Spa zu bauen und danach den Fitness- und Saunabereich aufwerten. Das ist ein grosses Projekt, das sich auch über ein paar Jahre hinziehen wird, da wir während der Bauzeit grosse Baustellen vermeiden wollen. Deshalb muss es peu-a-peu gemacht werden.

Dann sind wir im Moment auch dabei, in unserer Gastronomie weiter umzurüsten. Wir haben dieses Jahr das Cabaña del Mar fertiggestellt. Da wurden 260.000 Euros in das Restaurant direkt am Meer investiert.

In diesem Winter werden wir unser italienisches Restaurant La Brisa umbauen und „winterfest“ machen, mit einer Ausrichtung auf ganzjährige Küche, und nicht nur wie jetzt Sommerküche. Der Trend zur italienischen Küche hält an, italienisch wird immer gern gegessen.

Ihre Mitarbeiter sind mehrsprachig, was für den Gast sehr angenehm ist, speziell für den deutschen…
Rüdiger Hollweg: Ja, ich lege grossen Wert auf das Verstehen und Verstanden werden. Der Gast soll die Kommunikation mit den Mitarbeitern führen können, damit er besser verstanden wird, und man ihn besser bedienen kann. Wir fördern Sprachkenntnisse sehr. Viele unserer Mitarbeiter haben auch in unseren Betrieben in Deutschland, in der Schweiz und im übrigen Ausland länger gearbeitet. Dabei konnten sie nicht nur die Sprache erlernen, sondern gleichzeitig etwas über die Kulturen erfahren.

Wir sind im 10.Jahr des Hotel Kempinski Bahia Estepona. Gibt es eine Geburtstagsfeier?
Rüdiger Hollweg: Wir planten eine grosse Feier zum 10. Geburtstag, doch die momentane allgemeine wirtschaftliche Situation gibt eine solch grosse Feier nicht her. Üblicherweise wären das mit Werbeaktionen und allem drum und dran gleich über 100.000 Euros. Und da haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir das lieber in die Verschönerung unseres Hotels stecken. Es ist nicht unbedingt, dass wir sparen, aber es trifft den Zeitgeist.

In der Hotelhalle steht ein grosser Formel-Rennwagen und vor dem Hoteleingang ein Renn-Kart. Das sind wohl nicht die Fahrzeuge, mit denen Sie ihre Klientel vom Flughafen abholen, oder?
Rüdiger Hollweg (lacht): Nein, nicht unbedingt. Wir wollen das Hotel im Markt mit einer sportlichen Ausrichtung anbieten. Die beiden Rennautos demonstrieren unseren Focus auf die sportlichen Aktivitäten, mit denen wir das Kempinski Bahia Estepona zukünftig offerieren. Einer unserer Kooperationspartner ist das exclusive Ascari Race Resort in Ronda. Das passt insofern sehr gut, da wir uns als ein sportliches Luxus-Resort sehen. Ascari bietet sehr viel, unter anderem interessante Fahrtrainings, die wir auch unseren Gästen anbieten wollen.

Der Hintergrundgedanke ist, sich mal so richtig ungezügelt mit einem PS-starken Auto auszutoben – just for fun -. Mit dem schönen Auto in der Garage kann man ja nur noch 120km/h in der Schweiz und 130km/h in Deutschland auf der Autobahn fahren – es gibt nur noch wenige Strecken, wo man richtig düsen darf. Mit dem luxuriösen Ascari Race Resort geben wir unserem Gast die Möglichkeit, mal wieder sportlich fahren zu können, nach Herzenslust. Wir locken sozusagen den Jungen im Mann, den Traum vom schnellen Fahren, einmal ein Rennfahrer zu sein, ein kleiner Schumi vielleicht, oder Alonso oder Button – je nach Nationalität und Vorliebe….

Ist das schnelle Fahren vielleicht auch Ihre liebste Freizeitbeschäftigung, wenn Sie mal Freizeit haben?
Rüdiger Hollweg: Nein, also um ganz ehrlich zu sein – ich hab immer eine straffe Woche. Und dann bin ich immer froh, wenn ich am Wochenende ein bisschen Zeit für die Familie habe. Wochenende ist sowieso nur ein Tag, weil ich eine permanente 6-Tage Woche habe, und den einen Tag widme ich der Familie, das ist mein erstes Hobby. Ansonsten liebe ich Sport, schwimme, laufe und mache Fitness.

Wenn Sie nicht Hoteldirektor geworden wären, wo wären Sie heute?
Rüdiger Hollweg: Ja, wenn alles so gelaufen wäre, wie das bei mir von Kind an gewünscht war….Ich komme aus einer Doktorenfamilie, mein Vater war Arzt, mein Bruder ist Arzt – das wäre ich heute: Arzt. Das war bei mir auch im Kopf so. Mich hatte der Numerus Klausus ganz hart erwischt. Ich hab zwar ein sehr gutes Abitur abelegt, war der 3.Beste in meiner Klasse. Aber es hat nicht ausgereicht für den Numerus Klausus. Ich hatte 2,3 und hätte 1,8 gebraucht. Das war ein bisschen weit weg. Ich hatte mich bei der ZVS beworben, der Zentralvergabestelle für Studienplätze. Ich habe gewartet, mich alle sechs Monate für einen Studienplatz beworben und brav die Warteliste abgewartet. Dann war ich 27, und ich war schon Abteilungsleiter in der Hotellerie, als ich endlich zum Studium hätte kommen können. Das war für mich damals noch ein ernster Gedanke: Soll ich ich das jetzt noch machen? Soll ich komplett umlernen und Arzt werden? Da haben mir alle gesagt, dass das verrückt wäre. Dann erst habe ich den Gedanken an den Arztberuf wirklich aufgegeben, mit 27. Heute bin ich auf der einen Seite ganz froh, dass es nicht so gekommen ist, auf der anderen Seite glaube ich schon, dass ich auch ein guter Arzt geworden wäre. Der Beruf hätte mir auch sehr viel Spass gemacht. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis ich dann endlich tatsächlich drüber weg war…..

Nun, als Hoteldirektor ist der Beruf des Arztes zwar erstmal optisch weiter weg, doch auch hier haben Sie ja mit Menschen zu tun, müssen ziemlich akribisch in gewissen Sachen vorgehen…
Rüdiger Hollweg: Ja, das stimmt. Auch hier habe ich den Kontakt zum Menschen, und wenn wir mal Luxus definieren – da steht der Mensch im Mittelpunkt. Einmal der Gast als unser Ernährer, aber auf der anderen Seite eben auch der Mitarbeiter, der die Serviceleistung erbringen muss, der motiviert sein muss, der geschult werden muss. Und man muss ja immer dran bleiben, denn es gibt nicht den Punkt wo man sagen kann: Jetzt bin ich fertig und wir können alles stehen und liegen lassen.

Ich vergleiche das gerne mit den Akrobaten, die die Teller auf einem Stab jonglieren und zum Drehen bringen. Erst Einen, dann noch Einen, und noch Einen… und sie müssen immer wieder zum Ausgangspunkt zurück, damit die Teller oben und am Drehen bleiben. So komme ich mir vor – wie ein Schwungrad. Aber es ist nie so, dass die Teller oben bleiben, denn wenn man aufhört zu schwingen, dann kommen sie wieder runter. Man muss ständig in Bewegung bleiben, sie immer wieder andrehen. Das ist für mich das Training im Hotelgewerbe. Dieter Weiss / Sissi v.Wittgenstein

Weitere Information: http://www.kempinski-spain.com/de/home/index.htm

Unter Volldampf!

Didi, Rüdiger, Daniel, Altan und Natascha haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind leidenschaftliche Hobbyköche und haben schon in der erfolgreichen VOX-Sendung 'Das perfekte Dinner' ihr Können unter Beweis gestellt (1. Platz 'Das perfekte Dinner': Didi, Rüdiger und Daniel; 3. Platz 'Das perfekte Dinner': Altan; 5. Platz 'Das perfekte Dinner': Natascha). Nun wartet die Erfüllung eines Traums auf die fünf: In der neuen VOX-Kochshow 'Unter Volldampf!' tauschen sie den heimischen Herd gegen die Profiküche eines Spitzenrestaurants! Unter den strengen Augen des Küchenchefs haben die Kandidaten die einmalige Gelegenheit, ein perfektes Vier-Gänge-Menü für 20 Stammgäste des Kölner Restaurants 'Cento' zuzubereiten.
Jeder der Hobbyköche tritt mit einem eigenen Vier-Gänge-Menü an – Vorspeise, Zwischengang, Hauptgericht und Dessert. Jeden Tag wird er einen Gang zubereiten, denn die Jobs rotieren. Das heißt, am ersten Tag ist Altan für 'seine' Vorspeise, Didi für 'seinen' Zwischengang, Rüdiger für 'sein' Hauptgericht und Natascha für 'ihr' Dessert zuständig. Daniel ist an diesem Abend der Oberkellner. Nach diesem Prinzip kocht jeder Kandidat in fünf Tagen sein Menü durch und spielt jeweils einmal den Kellner. Die Gäste des Restaurants essen und bewerten jeden einzelnen Menügang mit einer Punktzahl von eins bis zehn. Jeden Tag wird der beste Gang des Abends bekannt gegeben und prämiert, doch erst am Ende der Woche steht fest, wer der beste Koch der Woche.

VOX, Montag, 06.08., Show/Kochshow 19:50 – 20:15 Uhr
Unter Volldampf!

Kochgeschichten

Inspiriert vom frischen Grün bereiten Hans Haas, Eckart Witzigmann und sein Team und Rüdiger Forst ihre leichten Frühlingsgerichte zu. Bayern, Mittwoch, 09.05., 15:15 – 16:00 Uhr