Biotüten

Biotüten basieren auf nachwachsenden Rohstoffen und sind komplett kompostierbar

Heute startet in Berlin die „Internationale Grüne Woche“ – und mit ihr die erneute Debatte um ökologische Nachhaltigkeit im Konsumverhalten der Deutschen. Eines der Schwerpunktthemen: die unklare Zukunft der Plastiktüte aus Polyethylen (PE). Wenn es nach der EU-Kommission geht, stehen die herkömmlichen Einkaufsbeutel aus Kunststoff kurz vor dem Aus; Brüssel überlegt, die enorme Umweltbelastung durch die Plastiktüte per Gesetz einzudämmen. Die Grünen wiederum fordern eine Umweltabgabe beim Kauf einer Plastiktüte. Und auch diverse Umweltschutzorganisationen haben der PE-Tragetasche längst den Kampf angesagt. Inzwischen gibt es allerdings mit der Biotüte eine Alternative – sie besteht schon heute zur Hälfte aus nachwachsenden Rohstoffen und ist komplett kompostierbar.

Bei der Herstellung der Biotüte wird das Erdöl – ein zentraler Bestandteil der klassischen PE-Tüte – zur Hälfte durch einen Rohstoff ersetzt, der aus industrieller Maisstärke produziert wird. Und das ist erst der Anfang: Wissenschaftler arbeiten unermüdlich daran, den Stärkeanteil weiter zu erhöhen und den CO2-Kreislauf bestmöglich zu schließen. „Mit jeder Entwicklungsstufe des Materials erreichen wir einen höheren Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Derzeit liegt der Bio-Anteil bei rund der Hälfte und innerhalb des nächsten Jahres soll er auf zwei Drittel ansteigen. Langfristig planen wir, eine Tüte zu produzieren, die zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und der herkömmlichen PE-Tüte in nichts nachsteht“, sagt Jens Boggel, Vertriebsleiter der VICTORGROUP, dem Hersteller der Biotüte.

Biotüte wird vollständig biologisch abgebaut

Nachwachsende Rohstoffe wie der in der Biotüte zum Einsatz kommende Industrie-Mais bieten gegenüber dem Erdöl einen klaren Vorteil: Sie sind jederzeit und auch in Europa in großen Mengen verfügbar. Dies garantiert eine stabile Versorgung und weitgehende Unabhängigkeit von Lieferanten. Außerdem ist die Biotüte schon heute voll kompostierbar und damit umweltschonend verwertbar – nach mehrmaligem Gebrauch natürlich, denn dies schont die Umwelt am meisten. Die Biotüte ist dafür bestens geeignet, denn sie ist in ihren Gebrauchseigenschaften den herkömmlichen Taschen völlig ebenbürtig. Und wenn sie dann ausgedient hat, wird sie in der industriellen Kompostierung innerhalb von zwei bis drei Monaten zu mehr als 90 Prozent biologisch abgebaut, so dass sie nach ein paar Wochen vollständig verschwunden ist. Dagegen geht man davon aus, dass dieser Vorgang bei herkömmlichen Plastiktüten aus Polyethylen einige Jahrzehnte benötigt.

„In den meisten deutschen Kompostierungsanlagen kann die biologisch abbaubare Tragetasche – zum Beispiel wenn sie für die Sammlung von Bioabfällen genutzt wurde – technisch ohne weiteres mit verarbeitet werden. Das haben mehrere Pilot-Projekte erfolgreich gezeigt“, erklärt Jöran Reske, Projektleiter Biokunststoffe beim Umweltdienstleister Interseroh. „Wie bei allen neuen Produkten kommt es jetzt darauf an, Informationen dazu bereitzustellen, damit Verbraucher eine bewusste Wahl treffen können und bei der Entsorgung darauf achten, welche Produkte für die Biotonne geeignet sind.“

Die Biotüte wurde jüngst bei mehreren Handelsketten in Deutschland und Europa eingeführt – damit wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Tragetasche erreicht.

www.biotuete.eu

Für jede Speise die geeignete Hightech-Hülle

Verpackte Lebensmittel begleiten uns im Alltag von früh bis spät. Und hinter vielen Folien, Bechern und Kartons steckt inzwischen mehr Forschungsaufwand als in dem Lebensmittel selbst, das sie umhüllen. Moderne Verpackungen sind faszinierende Multitalente, gefertigt aus Hightech-Materialien.

Anbieter von Fleischwaren, Obst oder Fertiggerichten setzen zum Beispiel aktive Verpackungen ein, die die Haltbarkeit der Produkte verlängern: Sie enthalten Substanzen, die gezielt auf das Lebensmittel übergehen oder ihm bestimmte Stoffe entziehen. PET-Flaschen binden auf diese Weise Sauerstoff, der Säfte schnell verderben lässt. Mehr noch: Unternehmen und Forschungsinstitute entwickeln intelligente Verpackungen, die über ihren Inhalt Bescheid wissen und Auskunft geben. So zeichnen neuartige Sensoren und Indikatoren bei Transport und Lagerung die Temperatur eines Produkts auf. Ist die Kühlkette unterbrochen, färbt sich zur Warnung ein Teststreifen.

Noch im Jahr 2011 sollen erste Lebensmittelverpackungen versteckte Codes aus leitfähiger Tinte erhalten, die mit den Touchscreens der meisten Smartphones ausgelesen werden können. Bei Auflegen des Touchscreens ändert sich das elektrische Feld des Bildschirms, daraus berechnet eine Software den Code. Dieser verweist auf Webseiten im Internet, auf denen sich zum Beispiel die Inhaltstoffe des entsprechenden Lebensmittels finden.

Dosensuppen erhitzen sich bald sogar auf Knopfdruck selbst – dank einer eingebauten Induktionsschleife im Boden, die drahtlos Strom aus einer Ladematte zieht. Das passt zum Trend der Single-Haushalte, für die es längst Fertiggerichte gibt, die gleich in der Verpackung in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Für die gleiche Zielgruppe gibt es vermehrt Kleinpackungen oder wiederverschließbare Großpackungen im Handel. Senioren profitieren von besonders leicht zu öffnenden Verpackungen.

Viele Verbraucher wünschen sich auch umweltfreundlichere Verpackungen. Die Hersteller reduzieren darum nicht nur durch neue Designs den Materialverbrauch, sondern entwickeln auch Folien und Behälter aus nachwachsenden Rohstoffen. Bio-Kunststoffen wird ein rasantes Wachstum vorhergesagt. Auch die Ökobilanz von Getränkeflaschen steht immer wieder zur Diskussion. Ein Trend ist derzeit eindeutig, nämlich der zur Einwegflasche. Einweg versus Mehrweg, Glas oder PET – welche Variante am „grünsten“ ist, bleibt ein Streitpunkt. Immer wichtiger wird das Recycling von Verpackungen – längst eine Milliardenindustrie in Deutschland. Hochtechnische Verwertungsanlagen sortieren Müll inzwischen automatisch und bereiten Metalle, Kunststoffe oder Papier zu neuen Rohstoffen auf.
Carmen Menn, www.aid.de

DLG testete 775 Biere

Deutsche Biere sind von einem hohen Genusswert und hoher Qualität. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen DLG-Tests für Biere und Biermischgetränke. Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) nahm insgesamt 775 Biere aus 188 Brauereien unter die Qualitätslupe. In dreimonatigen Tests testeten die Experten die Biere im Labor und in sensorischen Verkostungen. 417 Biere erhielten eine Goldmedaille. Alle Ergebnisse sind im Internet unter www.DLG.org/Biertest veröffentlicht.

Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 stellt Bier ein Produkt dar, das ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Wasser, Malz und Hopfen hergestellt wird. Da nachwachsende Rohstoffe, wie Gerste bzw. Weizen und Hopfen, natürlichen Schwankungen ausgesetzt sind, erfordert es ein hohes Maß an Qualitätskontrolle, um aus jenen Rohstoffen ein Endprodukt mit immer gleichbleibender Qualität herstellen zu können. Das Testzentrum Lebensmittel prüft deshalb jedes Jahr in aufwendigen Verfahren die Qualität von Bieren und Biermischgetränken. Getestet werden die Biere in einem analytischen und einem sensorischen Teil. Für die Prüfung wird das „5-Punkte-Schema“ der DLG verwendet, wobei 5 Punkte für absolute Fehlerfreiheit vergeben werden.

Das Testverfahren der DLG

In der Bewertung eines Bieres sind folgende Kriterien für die Experten des DLG-Testzentrums Lebensmittel relevant: Reinheit des Geschmacks, Qualität der Bittere, Vollmundigkeit, Geschmacksstabilität während der Lagerungszeit und die Frische des Produkts. Alle Biere, die durch die DLG-Experten getestet werden, müssen nach den Grundsätzen des deutschen Reinheitsgebots gebraut sein.

Die fachliche Prüfung besteht aus einem sensorischen und einem analytischen Teil, mit dem in aufwändigen Laboranalysen mikrobiologische Parameter oder Kriterien wie die Schaumhaltbarkeit, der Extrakt-, Alkohol- und Stammwürzegehalt, die Trübung und Haltbarkeit untersucht werden. Zehn Sachverständige vergleichen von jedem Bier zwei Proben unterschiedlichen Herstellungsdatums. Dabei darf sich zwischen der frischen und der älteren Probe keine spürbare Abweichung ergeben. Ergänzend dazu bewerten die Prüfer bei Biermischgetränken den Kohlendioxidgehalt und das geschmackliche Zusammenspiel von Limonade und Bier. Die Qualitätsprüfungen der DLG folgen damit den weltweit strengsten Vorgaben. In Abhängigkeit von der erreichten Punktzahl erhalten die Biere einen Bronzenen, Silbernen oder Goldenen DLG-Preis. Von den insgesamt 775 getesteten Bieren aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Schweden, Italien, Tansania, Namibia und USA konnten 625 Produkte prämiert werden und davon 417 einen Goldenen DLG-Preis erzielen.

Wichtige Qualitätskriterien
Für die Bewertung der Biere gibt es u.a. folgende zentrale Qualitätskriterien:

* Der Bierschaum: Beim Bierschaum wird die Schaumstabilität beurteilt.
* Die Klarheit des Bieres: Filtrierte Biere müssen einen feinen Glanz aufweisen, also keinerlei natürliche Trübstoffe enthalten. Anders bei unfiltrierten oder naturtrüben Bieren (z.B. Hefeweizen). Bei ihnen sollten Trübstoffe sichtbar sein.
* Der Geruch des Bieres: Um den Geruch des Bieres zu testen, sollte der Schaum schon ein wenig zerfallen sein. Der Geruch des Bieres muss sortentypisch sein. Die verschiedenen Biersorten sind durch eine unterschiedliche Aromatik gekennzeichnet, die von Malz- oder Karamellaromen bis zu Frucht- und Gewürzaromen reichen kann.
* Der Geschmack des Bieres: Es gibt drei Phasen der Geschmacksempfindung. Der Antrunk, also der erste Geschmackseindruck, wird zunächst durch eine mehr oder weniger ausgeprägte Vollmundigkeit bestimmt. Diese ist in erster Linie abhängig vom Stammwürzegehalt des Bieres. Die Rezenz bezeichnet den Frischeeindruck eines Bieres. Er ist einerseits abhängig vom Säuregehalt (pH-Wert) des Bieres, andererseits von seinem CO2-Gehalt. Der Nachtrunk, also der letzte Geschmackseindruck, ist hauptsächlich von der Bittere bestimmt, die vom Hopfen stammt.

Alle DLG-prämierten Biere werden auch im DLG-Bier-Guide 2011 veröffentlicht, der Ende April im Buchhandel erhältlich sein wird.

Spekulation mit Nahrungsmitteln

Ursachen, Wirkungen und Konsequenzen

Die Lebensmittelkrise von 2007 und 2008 wurde nicht nur durch die gestiegene Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln in Indien und China, die Konkurrenz um Anbauflächen für Nahrungspflanzen mit nachwachsenden Rohstoffen oder die Auswirkungen des Klimawandels verursacht. Vielmehr wurde nach einer Untersuchung des International Food Policy and Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. die Krise vor allem durch die schlecht funktionierenden Getreidemärkte verschlimmert. Dutzende Länder haben Restriktionen auf Getreideexporte verhängt und damit die Preisspirale nach oben getrieben. Einige führten Preiskontrollen ein und schafften somit widernatürliche Anreize für Produzenten. Spekulative Preisspitzen bildeten sich, was wiederum die Überregulierung in einigen Ländern zur Folge hatte. Sogar die Nahrungsmittelprogramme des World Food Programs (WFP) der Vereinten Nationen hatten nun Schwierigkeiten, schnell und genügend Nahrungsmittel für dringend notwendige Hilfslieferungen zu erhalten.

Diese Entwicklungen seien zwar nicht die Ursache der Preiskrise gewesen, aber sie verstärkten die Krise und machten die Risiken hoher Nahrungsmittelpreise deutlich, so IFPRI. Eine Spirale positiver Anreize durch hohe Preise bekäme plötzlich ein Eigenleben mit unmittelbar negativen Auswirkungen für die ärmere Bevölkerung und die langfristige landwirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln. IFPRI betont in seiner Studie, dass nicht nur Veränderungen in der Angebots- und Nachfragestruktur verantwortlich seien. Vielmehr spielten erhöhte Erwartungen, Spekulation und Hysterie eine wichtige Rolle für das gestiegene Preisniveau und dessen Schwankungen. Um das Vertrauen in die globalen Lebensmittelmärkte zu stabilisieren und mehr Preisstabilität herzustellen empfiehlt IFPRI, eine globale Lösung zu finden, um exzessive Spekulationen zu verhindern.
aid, Friederike Eversheim

Grüne Woche 2010

Grüne Woche 2010:“Hier wächst Zukunft“ – Sonderschau des BMELV

Sonderschau des Bundeslandwirtschaftsministeriums
zeigt „Innovation und Vielfalt für mehr Lebensqualität“

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bietet auf der 75. Internationalen Grünen Woche Berlin (15.-24.1.) ein aktuelles Informationsangebot über das Innovations- und Zukunftspotenzial der Landwirtschaft und der ländlichen Räume. Der daraus resultierende Mehrwert an Lebensqualität wird anschaulich dargestellt.

Die vier Ausstellungsbereiche der BMELV-Sonderschau in Halle 23a konzentrieren sich einmal auf die ländlichen Räume als Lieferant von Rohstoffen aus der Natur und als Säule für die Erzeugung sicherer und gesunder Nahrungsmittel. Züchtung und Forschung schaffen dafür moderne und hochwertige Produktionsgrundlagen, wobei Agrobiodiversität ein wichtiges Element ist. Warum es Landwirte aus Leidenschaft gibt, was die 14 Grünen Berufe bieten und wie es mit modernen IT-Techniken auf dem Lande aussieht, erläutern weitere Ausstellungsbereiche.

Ländliche Räume bieten aber auch Innovatives aus der Natur – Rohstoffe für Mensch, Haus, Hof und Garten wie Biokraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen oder Energie aus Pappeln und Weiden.

Mit Experten auf der attraktiven Dialogplattform „Neue Akzente in der Erzeugung und Verarbeitung – innovativ und verbraucherorientiert“ kann der interessierte Besucher viel Wissenswertes über die Produktgruppen Milch, Fleisch, Obst und Gemüse, Getreide, Öle und Fette als Bausteine einer gesunden Ernährung erfahren. Wasser hat hier als Lebensmittel Nummer 1 eine wichtige Bedeutung. Praktische Tipps für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung für alle Altersgruppen und aktuelle Verbraucherinformationen, zum Beispiel Lebensmittelimitate unter dem Motto „Hingucken + Genießen“, sind ebenfalls im Angebot.

Kino, ein Kochstudio mit Spitzenköchen, ein Kinder- und Schülerforum als Treffpunkt für Kinder und Eltern, Hallenrallyes für alle Altersgruppen sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung machen die BMELV-Sonderschau in Halle 23 a zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

www.gruenewoche.de

Erfolgsbilanz 2008 für österreichische Brauereien

Erfolgsbilanz 2008 für österreichische Brauereien: Österreich ist „Bier-Vizeweltmeister“

Im Jahr 2008 haben die Österreicher insgesamt mehr
als 8,6 Mio. Hektoliter Bier konsumiert – das ist ein Plus von 2
Prozent gegenüber 2007. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen
Biernationen wie etwa Belgien, Großbritannien oder den Niederlanden
kann die Alpenrepublik ein Wachstum vorweisen. Mit einem Pro Kopf
Verbrauch von 109,3 Liter ist Österreich nun „Bier-Vizeweltmeister“
hinter Tschechien. Trotzdem leidet auch die Brauwirtschaft stark
unter dem Kostendruck und zusätzlich unter der hohen Biersteuer in
Österreich. „Dem Jahr 2009 sehen wir aufgrund dieser
Kostenentwicklung und nicht zuletzt auch infolge der weltweit
angespannten Wirtschaftslage mit gemischten Gefühlen entgegen“,
betonte DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien
Österreichs.

Österreich überholt Deutschland

Insgesamt verkauften die österreichischen Brauereien 2008 um 2,2
Prozent mehr Bier als im Jahr zuvor. Mit 109,3 Liter
Pro-Kopf-Verbrauch Bier – ohne alkoholfreies Bier und Malztrunk – hat
Österreich den Nachbarn Deutschland (108 Liter) im Ranking überholt
und befindet sich damit international nach Tschechien auf demm 2.
Platz der Biernationen.

Märzen dominiert den Markt, gute Entwicklung bei Spezialitäten

Auch 2008 war das helle, mild-hopfenbittere Lager-/Märzenbier mit
über 5,5 Mio. Hektoliter und einer Steigerung um 3,1 Prozent wieder
der Star unter den Biersorten. Sonstige Vollbiere belegen den Platz 2
im Biersortenranking – und auch hier zeigt sich ein Plus von 1,3
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darauf folgt das Schankbier, das um
4,1 Prozent zulegte. Erfreulich ist aber auch die Entwicklung bei
Spezialitäten: So gab es etwa Absatzsteigerungen bei Leichtbier (+
45,8 Prozent), beim Radler (+ 8,3 Prozent) und beim Bockbier mit 5,6
Prozent.

Am liebsten Bier in der Glasflasche

Rund die Hälfte des Bieres wird in Österreich in Glasflaschen
verkauft. Dabei wurden 2008 mit einem Plus von 12 Prozent verstärkt
0,33 l-Einweg- und Mehrwegflaschen konsumiert. Bei der Dose ist nach
zwei Jahren Stagnation ein Zuwachs von 11,3 Prozent zu verzeichnen,
wobei der größte Teil auf die Halbliterdose entfällt. Auch beim
Tankbier konnte der Absatz leicht gesteigert werden, alle anderen
Gebindearten sind rückläufig oder stagnieren. Der Fassbieranteil lag
im Vorjahr bei 27,2 Prozent.

Brauwirtschaft leidet unter hoher Biersteuer

Obwohl der Inlandsausstoß bei Bier 2008 sehr positiv verlief,
kämpft die Branche weiterhin mit steigenden Kosten und der deutlich
höheren Biersteuer als beispielsweise in Deutschland und Tschechien.
„Die Konsumenten in Österreich werden mit einer unverhältnismäßig
hohen Steuer von Euro 24,– pro 100 Liter belastet – dies erzeugt
einen enormen Druck auf die heimischen Brauereien“, so Liebl. Die
Branche fordert deshalb bereits seit Jahren die unbedingte
Angleichung an die benachbarten Biernationen. Außerdem setzen sich
die Mittelstandsbrauereien für eine steuerliche Entlastung für
Brauereien mit einem Jahresausstoß von 50.000 bis 200.000 hl ein, wie
dies in Deutschland, Tschechien und der Slowakei der Fall ist – bis
dato jedoch noch erfolglos.

Schwierige Verhältnisse durch steigende Kosten

Zusätzlich zur hohen Biersteuer kommt der Kostendruck auf die
österreichischen Brauereien erschwerend hinzu. Liebl: „Die heimischen
Brauereien litten auch 2008 wieder enorm unter der Steigerung der
Produktionskosten in allen Bereichen. Die Teuerung bei Energie,
Verpackungsmaterialien und Rohstoffen macht den Brauern enorm zu
schaffen. Nicht zuletzt aufgrund der schwierigen Versorgungslage bei
den Rohstoffen im Jahr 2007 sind viele Brauer längerfristige
Kontrakte eingegangen und daher auch weiterhin, unabhängig von der
aktuellen Marktsituation, mit relativ hohen Kosten konfrontiert.“

Erfolgsbilanz 2008 für österreichische Brauereien

Erfolgsbilanz 2008 für österreichische Brauereien: Österreich ist „Bier-Vizeweltmeister“

Im Jahr 2008 haben die Österreicher insgesamt mehr
als 8,6 Mio. Hektoliter Bier konsumiert – das ist ein Plus von 2
Prozent gegenüber 2007. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen
Biernationen wie etwa Belgien, Großbritannien oder den Niederlanden
kann die Alpenrepublik ein Wachstum vorweisen. Mit einem Pro Kopf
Verbrauch von 109,3 Liter ist Österreich nun „Bier-Vizeweltmeister“
hinter Tschechien. Trotzdem leidet auch die Brauwirtschaft stark
unter dem Kostendruck und zusätzlich unter der hohen Biersteuer in
Österreich. „Dem Jahr 2009 sehen wir aufgrund dieser
Kostenentwicklung und nicht zuletzt auch infolge der weltweit
angespannten Wirtschaftslage mit gemischten Gefühlen entgegen“,
betonte DI Dr. Markus Liebl, Obmann des Verbandes der Brauereien
Österreichs.

Österreich überholt Deutschland

Insgesamt verkauften die österreichischen Brauereien 2008 um 2,2
Prozent mehr Bier als im Jahr zuvor. Mit 109,3 Liter
Pro-Kopf-Verbrauch Bier – ohne alkoholfreies Bier und Malztrunk – hat
Österreich den Nachbarn Deutschland (108 Liter) im Ranking überholt
und befindet sich damit international nach Tschechien auf demm 2.
Platz der Biernationen.

Märzen dominiert den Markt, gute Entwicklung bei Spezialitäten

Auch 2008 war das helle, mild-hopfenbittere Lager-/Märzenbier mit
über 5,5 Mio. Hektoliter und einer Steigerung um 3,1 Prozent wieder
der Star unter den Biersorten. Sonstige Vollbiere belegen den Platz 2
im Biersortenranking – und auch hier zeigt sich ein Plus von 1,3
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darauf folgt das Schankbier, das um
4,1 Prozent zulegte. Erfreulich ist aber auch die Entwicklung bei
Spezialitäten: So gab es etwa Absatzsteigerungen bei Leichtbier (+
45,8 Prozent), beim Radler (+ 8,3 Prozent) und beim Bockbier mit 5,6
Prozent.

Am liebsten Bier in der Glasflasche

Rund die Hälfte des Bieres wird in Österreich in Glasflaschen
verkauft. Dabei wurden 2008 mit einem Plus von 12 Prozent verstärkt
0,33 l-Einweg- und Mehrwegflaschen konsumiert. Bei der Dose ist nach
zwei Jahren Stagnation ein Zuwachs von 11,3 Prozent zu verzeichnen,
wobei der größte Teil auf die Halbliterdose entfällt. Auch beim
Tankbier konnte der Absatz leicht gesteigert werden, alle anderen
Gebindearten sind rückläufig oder stagnieren. Der Fassbieranteil lag
im Vorjahr bei 27,2 Prozent.

Brauwirtschaft leidet unter hoher Biersteuer

Obwohl der Inlandsausstoß bei Bier 2008 sehr positiv verlief,
kämpft die Branche weiterhin mit steigenden Kosten und der deutlich
höheren Biersteuer als beispielsweise in Deutschland und Tschechien.
„Die Konsumenten in Österreich werden mit einer unverhältnismäßig
hohen Steuer von Euro 24,– pro 100 Liter belastet – dies erzeugt
einen enormen Druck auf die heimischen Brauereien“, so Liebl. Die
Branche fordert deshalb bereits seit Jahren die unbedingte
Angleichung an die benachbarten Biernationen. Außerdem setzen sich
die Mittelstandsbrauereien für eine steuerliche Entlastung für
Brauereien mit einem Jahresausstoß von 50.000 bis 200.000 hl ein, wie
dies in Deutschland, Tschechien und der Slowakei der Fall ist – bis
dato jedoch noch erfolglos.

Schwierige Verhältnisse durch steigende Kosten

Zusätzlich zur hohen Biersteuer kommt der Kostendruck auf die
österreichischen Brauereien erschwerend hinzu. Liebl: „Die heimischen
Brauereien litten auch 2008 wieder enorm unter der Steigerung der
Produktionskosten in allen Bereichen. Die Teuerung bei Energie,
Verpackungsmaterialien und Rohstoffen macht den Brauern enorm zu
schaffen. Nicht zuletzt aufgrund der schwierigen Versorgungslage bei
den Rohstoffen im Jahr 2007 sind viele Brauer längerfristige
Kontrakte eingegangen und daher auch weiterhin, unabhängig von der
aktuellen Marktsituation, mit relativ hohen Kosten konfrontiert.“

Verschärfen Biokraftstoffe aus Getreide das weltweite Hungerproblem?

Zwischen Teller und Tank

Verschärfen Biokraftstoffe aus Getreide das weltweite Hungerproblem?

Es klingt so schön: CO2-neutrale Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen schützen das Klima. Leider handelt es sich bei diesen nachwachsenden Rohstoffen häufig um Getreide, also um ein wertvolles Lebensmittel. Deshalb stellt sich die grundlegende Frage, ob wir uns diese Art der Energiegewinnung angesichts der weltweiten Ernährungssituation leisten können. Etwas Klarheit bringt ein Blick auf die Zahlen, die von Wissenschaftlern des Max Rubner-Instituts (MRI) in der neuen Ausgabe des Magazins ForschungsReport aufbereitet wurden.

In Deutschland nutzt man etwa 3,5 Prozent des verwendeten Getreides zur Herstellung von Bioethanol. Gleichzeitig werden mehr als 60 Prozent in der Tierproduktion verfüttert. Nur jede fünfte Tonne Getreide verarbeitet die Lebensmittelindustrie. Von einer Verknappung von Lebensmitteln durch die Bioethanolherstellung aus Getreide kann in Deutschland deshalb kaum die Rede sein. EU-weit verteilen sich Erträge und Verbrauch ganz ähnlich. Deshalb geht die EU-Kommission davon aus, dass die Nahrungsmittelproduktion bis 2020 nicht durch die Herstellung von Bioethanol aus Getreide beeinträchtigt wird, selbst wenn die geplante Vorgabe zur Beimischung von zehn Prozent Bioethanol in Benzin Gesetz werden sollte. Auch für den Weltmarkt sehen Experten vorerst keine Gefahr der Verknappung durch die Herstellung von Biosprit. Allerdings zeigte das Wirtschaftsjahr 2007/2008 mit seinen weltweit geringen Ernten und den extremen Preisaufschlägen, wie schnell es gerade in den ärmeren Staaten zu Engpässen kommen kann. Bisher konnte der durch Bevölkerungswachstum und steigenden Fleischverbrauch getriebene Bedarf durch steigende Getreideernten aufgefangen werden.

Ob man sich langfristig auf immer höhere Ernten verlassen kann, ist allerdings fraglich. Ackerflächen und Süßwasser sind nicht unbegrenzt verfügbar, und auch der Klimawandel wird sich nach Meinung von Experten eher nachteilig auf den Ackerbau auswirken. Die steigende Nachfrage nach Fleisch und nach Weizen für helles Brot werden daher neben unvorhersehbaren Witterungseinflüssen die wichtigsten Stellschrauben für die künftige Preisentwicklung bei Getreide sein.

aid, Jürgen Beckhoff

DLG testet 742 Biere

DLG testet 742 Biere

Ergebnisse der führenden Qualitätsprüfung

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat 742 Biere und Biermischgetränke aus 188 Brauereien getestet. Die Ergebnisse der aktuellen Qualitätsprüfung bestätigen auch in diesem Jahr das hohe Qualitätsniveau der getesteten Biere: Nach Abschluss der dreimonatigen Tests im Labor und in der sensorischen Analyse konnten die DLG-Experten 459 Produkte mit einer Goldmedaille auszeichnen. Alle Ergebnisse sind im Internet unter www.DLG.org/Biertest veröffentlicht.

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von jährlich rund 112 Litern Bier stehen die Deutschen derzeit an dritter Stelle weltweit, gleich hinter Tschechien und Irland, die die Liga anführen. Anders als die europäischen Nachbarn liegt Deutschland aber nicht nur mit dem durchschnittlichen Konsumverhalten ganz vorne, sondern auch in der Biererzeugung. Im Hinblick auf die enorme Quantität und die außergewöhnliche Sorten- und Markenvielfalt, die eines der traditionsreichsten Biererzeugerländer der Welt jährlich auf den Markt bringt, gilt es natürlich auch, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das Qualitätsversprechen, das die zahlreichen Brauereien zwischen Flensburg und dem südlichsten Zipfel Bayerns geben, wird seit vielen Jahren von den Experten der DLG überprüft. Dabei werden auch zahlreiche Biere ausländischer Produzenten getestet. Teilnahmevoraussetzung für die Internationale DLG-Prüfung ist, dass die Biere nach dem klassischen Reinheitsgebot gebraut wurden.

Testkriterien

Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 stellt Bier ein Produkt dar, das ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Wasser, Malz und Hopfen hergestellt wird. Da nachwachsende Rohstoffe, wie Gerste bzw. Weizen und Hopfen, natürlichen Schwankungen ausgesetzt sind, erfordert es ein hohes Maß an Qualitätskontrolle, um aus jenen Rohstoffen ein Endprodukt mit immer gleichbleibender Qualität herstellen zu können. Das Testzentrum Lebensmittel prüft deshalb jedes Jahr in aufwendigen Verfahren die Qualität von Bieren und Biermischgetränken. In Laboruntersuchungen wurden eine Bieranalyse und eine Prüfung der biologischen Haltbarkeit durchgeführt. In der Bieranalyse wurden die Stammwürze, die Haltbarkeit des Schaums, die Farbe, der Trübungsgrad sowie der Kohlendioxid- und Ethanolgehalt des Bieres kontrolliert. In den abschließenden sensorischen Tests bewerteten die Experten, ob das Endprodukt in seinen Geruchs- und Geschmackseigenschaften typisch für die Biersorte ist. In der sensorischen Qualitätsbewertung wird der so genannte Genusswert ermittelt, der für die Verbraucherakzeptanz eines Produktes entscheidend ist.

Alle DLG-prämierten Biere werden auch im DLG-Bier-Guide 2009 veröffentlicht, der im April dieses Jahres im DLG-Verlag erscheint.
www.DLG.org/biertest

Schokoladensemiar im Karvana, Berlin

Keine Angst vor Kalorien – Schokolade macht glücklich

Da läuft den Liebhabern der süßen Versuchung das Wasser im Munde zusammen: Am 15. Februar 2008 um 19.00 Uhr lädt die Kaffeebar „Karvana“ in Berlin – Friedrichshain zu dem nächsten Schokoladenseminar ein, diesmal mit der Berliner Schokoladenmanufaktur Kruck.

Zu Kaffee, Schokolade und Kuchen in allen möglichen Variationen trifft man sich in der gemütlichen Bar „Karvana“. Genug Zeit, die Blicke durch die Regale mit einem umfangreichen Sortiment rund um die Kaffee- und Kakaobohne schweifen zu lassen. Da ergibt sich schon mal die eine oder andere interessante Frage. Rede und Antwort darauf gesteht die Schokoladenmanufaktur Kruck, ein Familienbetrieb in Berlin während des rund 4-stündigen Seminars im „Karvana“. Schokoladenliebhaber und Solche, die es werden wollen, werden in die Geheimnisse rund um die Kakaobohne eingeweiht.

Die Teilnehmer erwarten umfangreiche Informationen über die Geschichte, Herstellung und Anbau von Schokolade. Da an diesem Tag nicht nur das Auge mitessen soll werden zur Verkostung handgeschöpfte Premium-Schokoladen aus natürlichen Rohstoffen und biologischem Anbau angeboten. Nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit und erleben ein Fest der Geschmackssinne mit dem Urgeschmack außergewöhnlichen Kakaos, reiner, wilder Zutaten und erlesener Rezepturen.

Wer an diesem Tag nicht teilnehmen kann muss nicht traurig sein, im „Karvana“ finden in regelmäßigen Abständen Seminare statt – z. B. am 28. März 2008!

Termin: Freitag, 22. Februar 2008, 19:00 Uhr
Ort: Kaffeebar- und Lounge „Karvana“, Gabriel-Max-Str. 3, 10245 Berlin,
www.karvana.de Fragen und Anmeldung unter: info@karvana.de, 0178 – 3433256 oder direkt im Laden anmelden.