SYLT: DAS VIERTE "FESTIVAL DER STERNE"

Vom 24. bis 28. Oktober 2014 verwandelt sich das BUDERSAND Hotel im Inselsüden bereits zum vierten Mal in einen kulinarischen Hotspot. Sternekoch und Küchenchef des Fine-Dining-Restaurant KAI3 Jens Rittmeyer empfängt in diesem Jahr beim Festival der Sterne“ 17 weitere Küchenkünstler aus ganz Europa und lädt zu sechs herausragenden kulinarischen Events. Insgesamt 23 Guide-Michelin-Sterne werden an den Pfannen und Kochtöpfen funkeln, zudem sorgen ausgewählte Winzer für die passende Weinbegleitung.

Der Festival-Auftakt wird passend zu Hotellage und Insel-Kulinarik auf einem Muschelkutter in dem Hörnumer Hafen stattfinden. „Muschelkutter Kulinarik“ lautet also das Motto des ersten Abends, an welchem Gastgeber Jens Rittmeyer natürlicherweise seine Leidenschaft für lokale und regionale Produkte mit den Gästen teilen kann. Unterstützen wird ihn hierbei Sternekoch Thorsten Schmidt aus dem dänischen Skagen.

Weiter geht es mit „Berlin calling!“ und Kreationen von „TV-Starchefs“ wie Cornelia Poletto. Mit Jacob Jan Boerma aus den Niederlanden, Kevin Fehling aus Travemünde und Juan Amador vom gleichnamigen Restaurant in Neckerau werden am Sonntag gleich drei Drei-Sterne-Stars zum kulinarischen Höhenflug ansetzen. Absolut nordisch wird es schließlich nochmals am Montag. Getreu dem Thema „Nordic Kitchen“ werden Johan Björkman, Göteborg, und Jacob Holmström aus Stockholm die Gäste verwöhnen. Eduard Tscheppe vom Gut Oggau im Neusiedlersee-Hügelland liefert die passenden Weine.

Eine weitere und bislang noch geheim gehaltene Passion offenbart der Gastgeber Jens Rittmeyer dann schließlich am finalen Tag. „Ohne Sauce kein Vergnügen“ lautet das Motto der Abschluss-Gala „Rittmeyer & Friends“, bei dem er auf einer eigenen, vegan-geprägten Karte seine vorbildliche Gemüse-Küche in Szene setzt.

Das Fünf-Sterne-Superior-Hotel bietet zum „Festival der Sterne“
besondere Konditionen sowie ein Exklusiv-Arrangement inklusive Privat-Jet-Anreise von allen deutschen Flughäfen. Unter Telefon +49 (0)4651 – 46 07-0 oder per Mail festival@budersand.de können die begehrten Plätze direkt reserviert werden. Weitere Infos rund um das Festival der Sterne und Sylt gibt es auf www.festival-der-sterne.de

Anis und Sternanis stimmen auf Weihnachten ein

 

Vollmundig legt sich die zuckersüße Klebrigkeit schmelzenden Baisers auf die Zunge, durchdrungen von einer ganz bestimmten, feinen, würzig-frischen Note – und gerade dieser kontrastierende Geschmack macht das Gebäck so interessant. Dafür verantwortlich ist Anis, der den Anisplätzchen aus Eischnee ihren Namen verleiht und zur Weihnachtsbäckerei einfach dazugehört!

Seit der Antike wird Anis in Europa genutzt. Pimpinella anisum l., so der lateinische Name, ist eine einjährige Doldenpflanze von etwa 50 bis 60 Zentimetern Höhe, die auch im heimischen Kräutergarten kultiviert werden kann. Aus ihren kleinen, weißen Blüten bilden sich die etwa zwei Millimeter großen Aniskörper, die zur Verfeinerung vieler Gerichte und Backwaren verwendet werden. Der heute weltweite Anbau hat seine Wurzeln im Mittelmeerraum, wo der Anis ursprünglich zu Hause war. Spanien und Italien behaupten sich als anbaustärkste Länder.

Ganz anderer Abstammung ist der Sternanis (lateinisch: Illicium Verum Hook, Fil.), in Deutschland erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts genutzt. Er ist die Frucht eines immergrünen Baumes aus Südchina, der sechs bis zehn Meter hoch werden kann. Sein Anbau beschränkt sich auf Plantagen in Südostasien. Die Ernte findet bis zu dreimal im Jahr statt.

Optisch sind die beiden Gewürze völlig verschieden. Die winzigen Doppelspaltfrüchte des Anis haben eine dunkle Farbe irgendwo zwischen Braun, Grau und Grün und eine matte Oberfläche. Ungleich attraktiver ist der Sternanis, der nicht nur in der Weihnachtszeit auch gerne als Fotomotiv genutzt wird. Er hat in der Regel acht halb geöffnete kleine Taschen, „Balgfruchtkapseln“, die strahlenförmig auseinander laufen. Jede von ihnen offenbart ein glattes, glänzendes, rotbraunes Samenkorn.

In der Küche können die beiden Gewürze miteinander ausgetauscht werden, wenn auch Sternanis ein wenig voller und schwerer schmeckt als Anis. Sie sind botanisch gesehen nicht verwandt, dennoch ist beiden fast der gleiche, eindringliche Geschmack eigen. Das liegt daran, dass beide das ätherische Öl Anethol enthalten. Seine Note kann ganz unterschiedliche Lebensmittel abrunden. Lebkuchen, Pfeffernüsse, Printen, Honigkuchen und Anisplätzchen sind typische Beispiele dafür, dass Anis und Sternanis in der Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur haben. Aber auch einige herzhafte Gerichte lassen sich mit Anis hervorragend abschmecken, etwa Kochfisch, Gurkensalat und Rotkraut.
Für Gebäck gilt: Es sollte vor dem Verzehr zumindest eine Woche lagern, da sich dann erst der Geschmack voll entfaltet. Stillende Mütter dürfen sich übrigens eine Extra-Portion genehmigen, denn Anethol kurbelt die Milchbildung an.

Johanna Thelemann, http://www.aid.de/

Landgasthäuser in Hessen

So, 03.01. um 09:35 Uhr HR

Dass Speisekarten die kulinarischen Schatzkarten hessischer Regionen sind, zeigt sich auf dieser spannenden Entdeckungsreise. Hessen ist geprägt von ausgedehnten Wäldern und von seiner Landwirtschaft. Die ganze Vielfalt des Landes offenbart sich in seiner Küche und Gastronomie: Deftige Kost zeugt von den ehemals harten Lebensbedingungen der Landbevölkerung, und eine moderne, etwa karibisch-hessische Küche verwöhnt den Gaumen des Gastes dort, wo man es kaum vermutet. In den Wirts- und Gasthäusern wird Geschichte kulinarisch spürbar, und Gerichte erzählen Geschichten. Der Film lädt zu einem Streifzug durch Hessens Zeiten und Landschaften mit ihrer wechselvollen Historie ein. Da spielen die „aufsässigen“ Odenwälder ebenso eine Rolle wie der Einfluss der Römer auf die hessische Küche; ein Koch, der mittelalterliche Genüsse wieder aufleben lässt, und eine Whiskey-Destille im Taunus laden ein. Rhönschafe und Weideochsen zeugen vom Überleben regionaler Gaumenfreuden. Immer wieder zwischendrin: hessische Landschaft und Wissenswertes für die eigene Küche. Auf den Spuren von Mythen und Märchen führt die Reise an ganz besondere Orte mit ihren Gasthöfen, die zur Einkehr einladen, und zu ganz besonderen Menschen, für die Essen in Hessen weit mehr ist, als eine Maßnahme, nur um satt zu werden.

Rhein kulinarisch

NDR, Montag, 16.03. um 13:00 Uhr

Rhein kulinarisch

Die Südpfalz und Rheinhessen

In der pfälzischen Küche geht es deftig zu. Bekannt geworden ist vor allem der „Pfälzer Saumagen“. Aber es wäre falsch, die Küche der Pfalz auf diese Art von Gerichten zu reduzieren. Besonders gern essen die Pfälzer Fisch, und den fängt man unter anderem in den Altrheinarmen.

Eine der wichtigsten kulturellen Stationen dieses Reiseabschnittes ist Speyer. Der Aus-gangspunkt ist der Domplatz vor der größten romanischen Kirche der Welt. Weiter führt die Stadttour durch die historische Altstadt zum Rathaus und in das jüdische Kultbad, die Mikwe. Feste und Bräuche sind eng mit dem Essen und Trinken verbunden. Das offenbart besonders die Route entlang der Weinstraße, die hier bis Neustadt führt. Auf dem mit Fachwerkhäusern gesäumten Marktplatz wird noch häufig Markt gehalten. Esskastanien kann man am nahen Hambacher Schloss direkt vom Baum pflücken.

Westfälische Adelsküche

WDR, Donnerstag, 21.08., 09:30 – 09:50 Uhr

Auf Westfalens Schlössern und Burgen hat die Kochkunst Tradition. Ganz nach dem Prinzip ’sparsam und frisch‘ verwenden die Adelsfrauen alte Rezepte der Familie. Hin und wieder wird die Rezeptur etwas verändert, damit die Gerichte nicht nur lecker, sondern auch gesund sind.

Das Fernsehteam durfte einen Block in die Adelsküche werfen und bei den Familienessen dabei sein. Freude am, Kochen und Gemütlichkeit beim Essen ist hier überall zu finden. Und die alten Gemäuer liefern die richtige Atmosphäre für das lukullische Erlebnis in Adelskreisen.
Auf Schloss Willebadessen bei Höxter bereitet Freifrau von Wrede, die aus Ungarn stammt, ein Menü mit frischem Rehrücken aus der eigenen Jagd zu.
Auf Haus Steinfurt im Münsterland serviert Freifrau von Landsberg-Velen eine Möhren-Fenchelsuppe und als Hauptspeise einen Spinatpudding.
Schließlich offenbart beim Besuch auf Haus Hameren im westlichen Münsterland die Hausherrin Nobuyo Tada ihre Kochkunst mit einem westfälisch-asiatischen Gericht: Putenfleisch aus eigener Zucht mit frischen Gemüsen und Ingwer. Aus ihrer Heimat Japan hat sie die Freude am Kochen mitgebracht – und die heißt ‚Kuidoraku !‘.

Was ist kulinarische Intelligenz?

ZDFdokukanal, Freitag, 16.05., 00:45 – 01:45 Uhr

Mussten die Steinzeitmenschen noch mühsam jagen und sammeln, um auf ihre Kalorien zu kommen, so laufen wir heute in unserer Konsumgesellschaft eher Gefahr, durch das große Angebot im Supermarkt oder durch den bequemen Gang ins nächste Schnellrestaurant, unseren Körper mit Essen zu überfordern. Betrachtet man diese Entwicklung, so offenbart sich die Ernährungsgeschichte als ein spannender Bogen von der Steinzeit über die frühen Hochkulturen, die klassische Antike und das Mittelalter bis zum Convenience Food unserer Tage. Denn schließlich isst der Mensch immer auch im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik, Kultur und Klima. Die wissenschaftliche Forschung liefert uns heutzutage immer neue Erkenntnisse zum Thema Essen und Trinken. Der Streit um die jeweils ‚richtige‘ Ernährung zeigt allerdings, dass selbst unter den Experten wenig Einigkeit darüber herrscht, was nun wirklich gut oder schlecht für uns ist.

Doch die intensive gedankliche Beschäftigung mit unserer Ernährung lohnt sich, gibt sie uns doch die Möglichkeit, so etwas wie eine ‚kulinarische Intelligenz‘ auszubilden. Und diese lässt uns auf ganz neue Weise zu Genießern werden. Über die Bedeutung und die Möglichkeiten der Anwendung von ‚kulinarischer Intelligenz‘ diskutiert Volker Panzer im ZDF-’nachtstudio‘ mit seinen Gästen: Jürgen Dollase, Journalist, Autor und Geschmackslehrer, der diesen Begriff geprägt hat und in seiner Geschmacksschule und Kochuniversität einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln versucht; Gunther Hirschfelder, Volkskundler und Kulturanthropologe, der die abwechslungsreiche Geschichte der Ernährung beschrieben hat und daraus Forderungen für die Gegenwart formuliert; Thomas Vilgis, Professor für theoretische Physik am Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung, der als Wissenschaftler und Molekularkoch der Physik und Chemie des Kochens auf den Grund geht.

Mit den Lufthansa-Winterspecials in die Ferne

Günstige Flugpreise zu über 50 Lufthansa-Zielen in Amerika, Asien und Afrika

Die Temperaturen sinken und die Tage werden kürzer – der Winter naht! Höchste Zeit, mit den neuen „Lufthansa Winterspecials“ die Reiseplanung für über 50 begehrte Fernziele auf drei Kontinenten zu
beginnen. Dabei können die Hinflüge zwischen dem 16. November 2007 und dem 15. Februar 2008 liegen. Spätester Rückflugtermin ist der 15. März.

Zum „Überwintern“ laden die schönsten Traumziele weltweit ein. Sonnenhungrige werden sich nicht nur über die neue Verbindung nach Orlando freuen, sondern auch über einen günstigen Ticketpreis ab 459
Euro. Wer zur Sonne auch noch den Schnee sehen will, ist in Denver mit seinen angrenzenden Skiressorts ab 599 Euro dabei. Auch im winterlichen Kanada wird Christmas gefeiert, Lufthansa-Kunden können
beispielsweise in Montreal ab 539 Euro vor Ort mitfeiern. Das alte Jahr an Silvester erst neun Stunden später als in Deutschland zu beenden, dies ist in Vancouver bereits ab 639 Euro möglich.

Ab 649 Euro offenbart sich die asiatische Metropole Hongkong dem Reisenden mit ihren vielen Facetten. Japan-Liebhaber erreichen das „Land der aufgehenden Sonne“ – ab 699 Euro nach Tokio oder ab 729
Euro nach Osaka. Der Wintermantel kann bei einer Reise nach Dubai ab 429 Euro getrost im Schrank hängen bleiben.

Bei den Winterspecials kooperiert Lufthansa mit den Star Alliance Partnern Air Canada,
Austrian, SWISS und United. Die Angebotstarife der Lufthansa gelten für einen Hin- und Rückflug in der Economy Class ab Frankfurt bzw. München und werden ab sofort bis zum 19. November 2007
angeboten.
Die genannten Tarife sind Endpreise und beinhalten bereits alle Steuern, Gebühren, Zuschläge.

Buchen Sie es über Opodo

Pura Vida in Costa Rica

Wenn am 9. Juni die Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen wird, dann steht im Eröffnungsspiel Gastgeber Deutschland ein exotisches, kleines Land gegenüber, das in den vergangenen Jahren zum Geheimtipp urlaubshungriger Abenteurer und Naturliebhaber avancierte: Costa Rica.

Allabendlich versammeln sich hunderte Schaulustige am Fuße des Vulkans Arenal, um ein seltenes Naturschauspiel zu bewundern. Aufgrund der Äquatornähe verabschieden sich hier die Tage in wenigen Minuten, die Dämmerung bricht fast schlagartig ein und erst die Dunkelheit bietet die Bühne für das gleichermaßen natürliche wie atemberaubende Feuerwerk.

Im Minutentakt schleudert der Vulkan Lava in die Luft, die über den Westhang glühend heiß hinab fließt. Es ist still geworden rund um den aktiven Berg, der am 29. Juli 1968 explodierte, weite Landstriche verwüstete und seither nie wieder zur Ruhe kam. Nur vereinzelt hören wir staunendes Gemurmel in einem Sprachenwirrwarr, der auf die Internationalität der Touristen schließen lässt.

Bereits vor Stunden haben wir uns mit unserem Costa Ricanischen Führer auf den Weg durch den Regenwald zu einem der besten Aussichtpunkte begeben. Im Schutz der Nacht wirken die bunten Bilder des Nachmittags nach. Exotische Vögel, Pflanzen und Brüllaffen säumten die steile Schotterstrasse, die wir trotz vieler Schlaglöcher im Allrad-Jeep komfortabel abfederten. So begeisternd die Traumfabrik Hollywood einst die Abenteuer des Indiana Jones inszenierte, die Realität ist besser. Costa Rica vermittelt ein Freiheitsgefühl und offenbart sich als Sehnsuchtsland für Urlauber, die das ganz Besondere suchen.

Rund 1,5 Mio. Touristen strömen alljährlich in das kleine mittelamerikanische Land, das nicht viel größer als das deutsche Bundesland Niedersachsen ist. 70% der Reisenden kommen aus den USA, 30% sind Europäer – die Tendenz ist stark steigend.

Costa Rica, einst eine spanische Kolonie, bedeckt nur rund 0,01 Prozent der festen Erdoberfläche, beheimatet aber fünf Prozent aller Tier- und Pflanzenarten weltweit. Naturliebhabern offenbart sich nicht nur in den zahlreichen Nationalparks eine schier atemberaubende Vielfalt: 1000 Orchideen und 850 Vogelarten gilt es zu entdecken.

„Ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz“, erklärt Costa Rica-Experte Rainer Stoll, der sich mit seinem Freiburger Unternehmen „travel-to-nature“ und seinem Partner mapache-Tours als Spezialist für individuelle Reiseplanungen bereits vor Jahren hier etablierte.

„Costa Rica liegt seit Jahren im Trend und die unkomplizierte und vor allem sichere Art wie man das gesamte Land bereisen kann, stärkt den aktuellen Boom. Abwechslungsreich ist der Aufenthalt in jedem Fall: Aktive Vulkane, zwei Küsten, Pazifik und Karibik, atemberaubende Wälder, brodelnde Wasserfälle und die faszinierende Flora und Fauna locken insbesondere auch mehr und mehr Europäer.“

Eilig sollte man es in Costa Rica nicht haben. Auf unserer Reise quer durch das Land sorgen die schlechten Strassen und kaum vorhandene Wegweiser für genügend Zeit, um die Einzigartigkeit Costa Ricas zu inhalieren. Immer und immer wieder müssen wir uns nach unserer Route erkundigen und werden dabei förmlich angesteckt vom „Pura Vida“ – von der Freundlichkeit und Lebensfreude der „Ticos“, wie sich die Einwohner Costa Ricas selbst nennen.

Zu Recht gilt Costa Rica heute als „die Schweiz Mittelamerikas“, als sicheres Reiseland, das sich in seiner politisch-historischen Entwicklung immer sehr von den umliegenden, von Militärdiktaturen geprägten, Staaten unterschied. Bereits Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde das Militär abgeschafft, in den 1960ern und 1970ern entwickelte sich Costa Rica zu einem Wohlfahrtsstaat.

Heute werden rund 10% des Bruttosozialproduktes in das Gesundheitswesen investiert. Und auch der Bereich Bildung und Erziehung wurde stets gefördert: Bereits 1896 wurde die allgemeine Schulpflicht eingeführt, die Analphabetenrate liegt bei nur 5%.

Deutlich höher liegt mit Sicherheit die Fußballbegeisterung der Costa Ricaner. In jedem Winkel des Landes scheint es neben der Schule auch einen Fußballplatz zu geben und pünktlich um die Mittagszeit wechseln insbesondere die Buben ihre blau-weiße Schuluniform mit dem Trikot der Lieblingsmannschaft.

„Wenn im WM-Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica antritt, dann wird das gesamte Land euphorisch feiern. Ich hoffe auf einen diplomatischen Ausgang, sonst müssen wir unsere Wahlheimat wohl verlassen“, schmunzelt Guido.

Der ehemalige deutsche Berufspilot hat sich auf der pazifischen Küste in der Nähe von Samara niedergelassen und zusammen mit seiner Familie mit der „Flying Crocodile Lodge“ ein Kleinod für wahre Genießer geschaffen. Zum Abschluss unserer Reise wohnen wir in farbenfrohen, kleinen Bungalows, deren Architektur an die Kunst Antonio Gaudis erinnert.

„Hier in Costa Rica haben wir uns einen Traum erfüllt. Und meinen Traum vom Fliegen kann ich nun an unsere Gäste weitergeben“, freut sich Guido. Die Flughäfen der Welt hat er gegen seine ganz private Start- und Landebahn für seine Ultra-Light-Fluggeräte eingetauscht. Im Sonnenuntergang heben wir ab, schweben über den unberührten Badestrand Playa Buena Vista, rasen nur wenige Meter über der Meeresoberfläche dahin, steigen wieder auf und folgen einem Flusslauf, entdecken Alligatoren. Am Horizont verschmilzt der Dschungel mit dem grün-blau-schillernden Pazifik – in Costa Rica muss Indiana Jones das Fliegen gelernt haben.

Weiterführende Informationen über Costa Rica unter
www.costa-rica.com

Ein paar Dinge, die man über Costa Rica wissen sollte:
Alphabetisierungsrate: 96 %
Berühmtester Fußballklub: CD Saprissa
Einwohnerzahl: 4.016.000
Größe: 51.100 km²
Hauptstadt: San José
Internetkürzel: .cr
Klima: Tropisch bis subtropisch, im Hochland kühl
Spitzname des Fußballnationalteams: Los Ticos