Ursula Hudson und Gisela Bautz

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland e. V. am Sonntag in Köln wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt, mit Ursula Hudson als erster Vorsitzenden.

Sie war in der letzten Amtsperiode zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden und führt den Verein bereits seit Frühjahr 2011 nach dem Rücktritt des ersten Vorsitzenden Andreas Eichler. Als stellvertretende Vorsitzende kommt Gudrun Schnitzler aus dem Convivium Lübeck neu in den Vorstand.

Der bisherige Schatzmeister Rupert Ebner wurde von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt. Als Beisitzer im Vorstand wurden Gisela Bautz aus dem Convivium Freiburg und Robert Friedenberger aus dem Convivium Ulm neu in den Vorstand gewählt. Hanns-Ernst Kniepkamp, bisher Beisitzer im Vorstand, hat für die nächste Amtsperiode nicht mehr kandidiert.

Für die genannten Mandatsträger entschied sich jeweils eine deutliche Mehrheit der Stimmberechtigten in der Versammlung. Die Amtszeit des neuen Vorstands von Slow Food Deutschland beträgt zwei Jahre.

Helmut Heseker neuer Präsident der DGE

Wissenschaftliches Präsidium und Verwaltungsrat neu gewählt

Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft
für Ernährung e. V. (DGE), die in Bonn
stattfand, wurde Prof. Dr. Helmut Heseker zum neuen Präsidenten
der DGE für die nächsten drei Jahre gewählt. Das Amt des
Vizepräsidenten hat Prof. Dr. Heiner Boeing inne.

Helmut Heseker arbeitet am Institut für Ernährung, Konsum und
Gesundheit der Universität Paderborn. Hier hat er
Forschungsprojekte wie Ernährung in stationären Einrichtungen für
Senioren und Seniorinnen (ErnSTES), EsKiMo (Ernährungsstudie als
KiGGS-Modul), Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in
Schulen (REVIS), Paderborner Adipositas-Prävention und
Intervention (PAPI), Ernährung in der Schule (EIS) und
Verzehrstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von
Säuglingen und Kleinkindern (VELS) koordiniert oder war
maßgeblich daran beteiligt. Bei der DGE hatte Professor Heseker
in den vergangenen sechs Jahren das Amt des Vizepräsidenten inne.
Er war u. a. Kapitelbetreuer des Ernährungsberichts 2008 und an
der Erstellung der Dreidimensionalen Lebensmittelpyramide der DGE
beteiligt.

Heiner Boeing arbeitet am Deutschen Institut für
Ernährungsforschung (DIfE) in Nuthetal als Leiter der Abteilung
Epidemiologie. Er hat dort die EPIC-Potsdam-Studie aufgebaut und
ist seitdem ihr Leiter. Als Ernährungsepidemiologe untersucht er
Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lebensstilfaktoren und
chronischen Krankheiten. Als Mitglied des Wissenschaftlichen
Präsidiums der DGE ist er in der Leitlinienkommission tätig und
war an der Erstellung der DGE-Leitlinien Fett und Kohlenhydrate
sowie an den Stellungnahmen zu Obst und Gemüse und Folsäure
beteiligt. Für die Ernährungsberichte 2004 und 2008 standen
Beiträge zum Thema Krebs unter seiner Federführung.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden gemäß Satzung auch
Mitglieder für das Wissenschaftliche Präsidium und den
Verwaltungsrat gewählt. Wissenschaftliches Präsidium: Dorle
Grünewald-Funk, Prof. Dr. Ines Heindl, Prof. Dr. Hans-Georg
Joost, Prof. Dr. Michael Krawinkel, Prof. Dr. Anja Kroke, Prof.
Dr. Jörg Meier, Prof. Dr. Peter Stehle und Prof. Dr. Bernhard
Watzl. Verwaltungsrat: Prof. Ulrike Arens-Azevedo, Prof. Alfred
Hagen Meyer, Prof. Peter Stehle und Dr. Heiko Zentgraf.

Weitere Informationen über die Organisation der DGE sind im
Internet unter http://www.dge.de/rd/dge/ zu finden.

Naturpark-Wirte

Staatssekretärin würdigt Arbeit der Naturpark-Wirte

Gurr-Hirsch: „Gastronomen unterstützen den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord“

Die enge Einbindung der Naturpark-Wirte in die Arbeit des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord stellte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft Baden-Württemberg Freidlinde Gurr-Hirsch in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Gurr-Hirsch war Hauptrednerin und Ehrengast bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Wirtegemeinschaft Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord e.V. am gestrigen Dienstag.

Der große Erfolg der Naturparke sei der Interessensausgleich zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz und Freizeit, so die Staatsekretärin, die weiter ausführte: „Unter anderem durch eine klare Leitung der Besucherströme ist es den Naturparken gelungen, eine umweltangepasste Erholungsstruktur zu schaffen.“ Gurr-Hirsch erläuterte die zunehmend steigenden Anforderungen an die Qualität von Urlauben und Ausflügen. Zusatznutzen und besonderes Erlebnis seien heute ganz selbstverständliche Erwartungen. Und diese spannenden Angebote würden die Naturparke mit ihren Partnern, wie beispielsweise den Naturpark-Wirten schaffen.
Die Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord hatten zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung auf den Ramsteinerhof von Ulrich und Brigitte Müller in Fischerbach eingeladen. Und dies aus gutem Grund. Ulrich Müller, der auch Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Wolfach ist, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Erzeugerzusammenschlusses echt Schwarzwald e.V. Die Förderung dieses Projektes gehört zu den zentralen Aktivitäten des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord im Zusammenhang mit der Entwicklung von Strategien zur Offenhaltung der Landschaft im Naturpark. Genau wie die Unterstützung der Wirtegemeinschaft Naturpark-Wirte.

Da liegt es nahe, dass nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Synergieeffekten gesucht wird. Klaus Binder, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft, übernahm die Vorstellung der Produkte von echt Schwarzwald, die die Naturpark-Wirte nun künftig verstärkt in ihren Betrieben einsetzen werden.
In seinem Rechenschaftsbericht hatte Hans-Peter Bauer, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Naturpark-Wirte Schwarzwald Mitte/Nord, die vielfältigen Aktivitäten der Naturpark-Wirte im abgelaufenen Jahr nochmals dargestellt und hob dabei vor allem auch die Auszeichnung im Rahmen des Ideenwettbewerbs Genießerland Baden-Württemberg hervor. Besonders auffällig war dabei, wie oft die Naturpark-Wirte in der Zwischenzeit seitens der Landesregierung oder auch der Schwarzwald Tourismus GmbH bei attraktiven Anlässen als Bewirtungspartner eingesetzt werden. ART Vinum, Pressekonferenzen im Staatsministerium oder Tourismusmesse CMT waren hier nur wenige Stichworte. Alleine schon mit diesen Punkte belegte Hans-Peter Bauer die Aussage von Staatssekretärin Gurr-Hirsch: „Die Gastronomen unterstützen den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord“.

Lebensmittelängste

Ängste deutscher Konsumenten bei Lebensmitteln sind unbegründet – Risikowahrnehmung ist neben Agroenergie zentrales Thema auf Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Mühlen

Lebensmittelängste sind unter deutschen Verbrauchern verbreitet. Aber meist unbegründet. Nach der soeben veröffentlichten Nationalen Verzehrsstudie II fürchten gut drei Viertel der Befragten (77,6 Prozent) Pflanzenschutzmittel in Lebensmitteln. Dabei belegen die Ergebnisse der Brotgetreideprüfung des staatlichen „Instituts für Sicherheit und Qualität bei Getreide“ das Gegenteil: Bei den jährlich rund 3.000 Proben gab es nie Beanstandungen. Es wird auf mehr als 250 Wirkstoffe getestet und die technische Analytik verbessert sich ständig. Woher die irrationalen Verbraucherängste rühren, erklärte Prof. Heinrich Oberreuter, Politikwissenschaftler an der Universität Passau, 130 Müllern auf der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Mühlen e. V. (VDM) heute in Bamberg.

„Deutsches Mehl ist völlig unbedenklich“, verdeutlicht VDM-Vorstandsvorsitzender Hans-Christoph Erling. „Die Mühlenwirtschaft sorgt mit modernsten Herstellungsverfahren und ausgeklügelten Reinigungsprozessen dafür, dass Verbraucher Mahlprodukte, daraus hergestellte Backwaren und andere Lebensmittel wie Suppen, Soßen oder Fertiggerichte sorgenfrei genießen können.“ Ein weiterer Ga-rant für die Lebensmittelsicherheit des Mehls ist das Europäische Getreidemonitoring, in dessen Rahmen die Agrarwirtschaft kontinuierlich Getreide auf mögliche Verunreinigungen wie Pflanzenschutzmittel und andere Schadstoffe überprüft. Auch Belastungen durch Schwermetalle sind bei deutschem Mehl schon lange kein Thema mehr. Die Getreidereinigung verbessert sich ständig. Durch den Einsatz moderner Technik werden mögliche Verunreinigungen im Erntegut nach Form, Größe, spezifischem Gewicht und Farbe aussortiert. Bevor ein Getreidekorn zu Mehl verarbeitet wird, wird es im Labor überprüft, gründlich gereinigt und sortiert. Beim Mahlen durchläuft es zahlreiche Zerkleinerungsprozesse, nach jedem wird es gesiebt. Abschließend wird die Backqualität des Mahlerzeugnisses, oft in einer eigenen Versuchsbäckerei, getestet.

BSE & Co.: Emotion geht vor Information

Die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe trifft auf zunehmend verunsicherte Verbraucher. Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Oberreuter machte dafür in seinem Vortrag vor allem Stimmungen und Irrationalitäten verantwortlich, die zu einer verzerrten Wahrnehmung führen: „Die Furcht der Verbraucher vor Risiken erklärt sich meist nicht durch Fakten. Sie ist vielmehr überwiegend Emotionen durch die Berichterstattung geschuldet.“ Oft würden Vermutungen und wissenschaftlich nicht belegte Zusammenhänge verbreitet – und die dadurch in der Bevölkerung hervorgerufene Verunsicherung lässt sich durch harte Tatsachen und rationale Informationen nicht mehr aus der Welt schaffen. Tatsächlich stellen sich viele der vermeintlichen Gefahren als unbegründet heraus: Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene an der Universität Mainz hat beispielsweise ermittelt, dass die Bedrohung durch Pneumokokken-Bakterien, mit denen sich viele durch einen Krankenhausaufenthalt infizieren und die zu lebensbedrohlicher Hirnhautentzündung führen können, weit größer und realer ist als die eher abstrakte Gefahr, an der durch BSE-Rindfleisch ausgelösten Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zu erkranken. Daran ist noch nie ein Mensch in Deutschland gestorben – hingegen ziehen sich jedes Jahr in Deutschland 20.000 bis 40.000 Menschen während eines Krankenhausaufenthaltes tödliche Infektionen zu.

Getreide: Lieber essen als tanken!

Agroenergie war ein weiteres wichtiges Thema auf der Mitgliederversammlung des Mühlenverbands. Dass sich die Getreidepreise binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt haben, führt der VDM auch auf die hohen Subventionen für Agrokraftstoff-Technologien zurück, die weder ökonomischen noch ökologischen Nutzen bringen. Weitere Gründe für den Preisanstieg sind die wachsende Weltbevölkerung, sich wandelnde Ernährungsgewohnheiten in den Schwellenländern und niedrige Erntemengen.

Henning Franz

Henning Franz erneut zum BDT-Präsidenten gewählt

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes deutscher Discotheken und Tanzbetriebe e.V. (BDT im DEHOGA Bundesverband) hat am 22. April 2008 den amtierenden Präsidenten Henning Franz einstimmig wiedergewählt. Der Inhaber der bekannten Discothek „K7“ in Eckernförde steht
bereits seit über 15 Jahren an der Spitze des Verbandes und engagiert sich für
die Interessen der Discothekenbranche.

„Ich bedanke mich für das Vertrauen, das die Mitglieder mir entgegenbringen und
werde mich weiterhin mit allen Kräften und großer Leidenschaft für die Discotheken
in Deutschland einsetzen“, freute sich Franz über das Abstimmungsergebnis.
„Diese wichtige Freizeitbranche braucht einen starken Verband wie den BDT, der
die speziellen Discothekenprobleme anpackt und unternehmerfreundliche
Rahmenbedingungen einfordert“, so der BDT-Präsident weiter.

Als Vizepräsidenten wurden Ulrich Weber von der Discothek „PM Nachterlebniswelt“
in Moers sowie Rainer Müller von der Discothek „Tirili“ in Würzburg gewählt.
Der Schatzmeister Hajo Römer (Discothek „Castel“ in Bitburg) wurde ebenso im Amt
bestätigt wie die beiden Kassenprüfer Helmut Müller (Discothek „Fun“ in Usingen)
und Ekkehard Menninger (Dancing Park „Palazzo“ in Freiberg). Auch Michael Presinger
(Discothek „Perkins Park“ in Stuttgart) setzt seine Arbeit im BDT-Präsidium als
Vertreter im DEHOGA-Steuerausschuss fort. Neu im Präsidium vertreten sind die
Beisitzer Hans-Bernd Pikkemaat (Discothek „Aura – der Partytempel“ in Ibbenbüren)
und Knut Walsleben (Discothek „Funpark“ in Trittau bei Hamburg).

Die BDT-Tagung erfreute sich erneut großer Resonanz. Über 110 Mitglieder
informierten sich über aktuelle Branchen- und interessante Seminarthemen.

Den Schwerpunkt bildeten hierbei das für Discotheken existenzbedrohende
Rauchverbot und die vom BDT anhängig gemachte Verfassungsbeschwerde vor dem
Bundesverfassungsgericht. Aber auch andere Brennpunkte wie zum Beispiel die
Schallpegelbegrenzung für Gäste und Beschäftigte, die Abgaben zur Künstlersozialkasse,
die Jugendschutz- und Alkoholproblematik oder die hohen GEMA-Gebühren waren
Gegenstand kritischer Diskussionen.

Vor den Präsidumswahlen wurde der langjährige Vize-Präsident des BDT,
Bernd Gritzmacher (ehemals Discothek „Riverside“ in Trier und Kaiserslautern),
von Henning Franz verabschiedet. Gritzmacher zieht sich nach 43 Jahren aus der
Discothekenbranche in den verdienten Ruhestand zurück.

Slow Food Dresden

Turnusmäßig führte das Convivium Dresden von der Slowfood Bewegung am 04.03.2008 seine Mitgliederversammlung durch. Auf der Tagesordnung stand die Wahl eines neuen Vorsitzenden und seiner Stellvertreter.

Der langjährige Vorsitzende der Vereinigung Georg Schenk stand aufgrund seiner anderweitig vielfältigen Inanspruchnahme nicht mehr zur Verfügung. Gewählt wurde der Bautzener Rechtsanwalt Arno Glauch, vormals Stellvertreter.

Zu den neuen Stellvertretern für den Vorsitz wurden Gudrun Rämisch und Georg Schenk gewählt.

Herr Glauch machte deutlich, dass er die zukünftigen Schwerpunkte des Engagements von Slowfood weiter darin sehe, dass Aufklärung über Geschmack und Ernährung erfolgt. Dabei gehe es insbesondere um den Schutz und die Förderung kleiner handwerklich betriebener Lebensmittelproduktion. Es müsse wieder mehr zu einer regionalen Lebensmittelerzeugung kommen, die saisonale Produkte bewusst zubereitet.

Die Geschmackserziehung für Kinder und die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hygienemuseum solle fortgesetzt und ausgebaut werden.

Des Weiteren werde auch das Oberlausitzer Genussfestival, welches im Jahr 2008 bereits zum 3. Mal stattfindet, weiter aktiv vom Convivium Dresden unterstützt. Die Gastronomen seien Mittler zwischen Erzeugern und Verbrauchern deren Aufgabe es auch sei, Bewusstsein für gesunde und regionale Küche schaffen. Dabei sei besonders wichtig, dass auf künstliche Aromaten und Geschmacksverstärker konsequent verzichtet werde.

www.slowfood.de/dresden

Otto Geisel als Slow-Food-Vorsitzender bestätigt

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Fulda hat Slow Food Deutschland am 6. Oktober 2007 seinen Vorstand neu gewählt. Dabei wurde der Gastronom Otto Geisel aus Bad Mergentheim als Vorsitzender bestätigt. Er setzte sich mit deutlicher Mehrheit gegen seinen Herausforderer, den Landwirt Walter Kress durch.

Stellvertretende Vorsitzende wurde Marianne Wager aus Augsburg, Leiterin eines großen Sozialdienstleisters. Neuer Schatzmeister ist der Steuerberater Gert Behrens aus Berlin. Dem verkleinerten Vorstand gehören außerdem als Beisitzerinnen Dinah Epperlein (Göttingen) und Lisa Engler (Braunschweig) an.

Otto Geisel ist 46 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Bad Mergentheim (Baden-Württemberg). Er ist gelenerter Koch und diplomierter Hotelbetriebswirt, entstammt der bekannten Münchener Gastronomen-Familie Geisel und führt innerhalb der Familie die Tradition des bekannten Vier-Sterne-Hauses „Hotel Victoria“ in Bad Mergentheim weiter. Dessen Restaurant „Zirbelstube“ wird seit Jahren immer wieder mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet und hat 17 Punkte im GaultMillau. Seit dem 1. Januar 2004 setzt das Restaurant konsequent auf regionale Produkte, die nach Möglichkeit nicht mehr als 50 Kilometer Transportweg haben.

Seit 1997 ist Otto Geisel Gastdozent an der Berufsakademie Ravensburg. Seit 2004 gehört er dem Vorstand der Deutschen Akademie für Kulinaristik an. Außerdem ist er Gerichtssachverständiger für Wein und Autor von Weinbüchern. Bei Slow Food ist er seit Anfang der 90er Jahre aktiv, als er das Convivium Tauber-Hohenlohe gründete. Mehrfach hat er sich als Gastronom am Salone del Gusto in Turin und an der „Cheese“ in Bra beteiligt und war auch in der Jury des Gambero-Rosso-Weinführers. Seit 2004 gehört er dem Vorstand von Slow Food Deutschland an, 2006 wurde er erstmals zum Vorsitzenden gewählt.

www.slowfood.de

Steffen Christmann

Neuer Präsident des Verbandes VDP. Die Prädikatsweingüter ist Steffen Christmann. Der 42jährige Winzer aus Gimmeldingen in der Pfalz wurde auf der VDP- Mitgliederversammlung im Staatsweingut Weinsberg am 4. Juli 2007 einstimmig zum Nachfolger von Michael Prinz zu Salm-Salm gewählt, der nach 17 Amtsjahren die Zeit für einen Generationswechsel gekommen sah und nicht zur Wiederwahl antrat.

Die Mitgliederversammlung beschloss ferner eine Erweiterung des Präsidiums auf sechs Mitglieder, um die Arbeit des Präsidenten auf mehrere Schultern zu verteilen. Michael Graf Adelmann (Graf Adelmann, Kleinbottwar) und Reinhard Löwenstein (Heymann-Löwenstein, Winningen) wurden als Präsiden bestätigt. Neu hinzugekommen sind Armin Diel (Schlossgut Diel, Burg Layen), Paul Fürst (Rudolf Fürst, Bürgstadt), Joachim Heger (Heger, Ihringen) sowie Wilhelm Weil (Robert Weil, Kiedrich). Dieser Beschluss trägt der enorm gestiegenen Bedeutung der Prädikatsweingüter während der Amtszeit von Prinz Salm Rechnung.

Steffen Christmann tritt sein Amt mit klaren Zielvorstellungen an: Zunächst wird er das Jahrhundertwerk der Klassifikation, das von seinem Vorgänger, Prinz zu Salm-Salm 1992 begonnen wurde, konsequent umsetzen. Wichtig ist ihm auch das Eliteversprechen der Prädikatsweingüter im deutschen Weinbau durch zeitgemäße Qualitätsstandards zu präzisieren. Hoch oben auf der Prioritätenliste stehen außerdem die Mitgliedsbetriebe für Nachhaltigkeit im Weinbau zu sensibilisieren und der einhundertste Geburtstag des Verbandes im Jahr 2010.

Prinz Salm trat sein Amt 1990 mit ehrgeizigen Visionen an, auf deren erfolgreiche Umsetzung er nun zurückblicken kann: Um ein kontinuierlich hohes Qualitätsniveau aller Mitgliedsgüter zu garantieren, etablierte er eine strenge Betriebsprüfung analog der VDP-Satzung. Er wollte den VDP-Adler als Markenzeichen der besten deutschen Weine über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt machen. Nach 17 Jahren liegt der Bekanntheitsgrad in den Fach-Zielgruppen bei 100 Prozent. Aus einer der ältesten Weinbaufamilien Deutschlands stammend, lag Prinz Salm der Erhalt des deutschen Weinkulturerbes besonders am Herzen. Mit der Erarbeitung einer Lagenklassifikation wurden die besten Terroirs Deutschland definiert und mit der Ausrichtung auf naturgemäßen Weinanbau dafür gesorgt, diese für die kommenden Generationen zu erhalten. Als Dank für sein unermüdliches Engagement „im Zeichen des Adlers“ wurde ihm die Bronzeplastik „Adler“ des Künstlers Werner Franzen überreicht.

Der neu gewählte Präsident der Prädikatsweingüter, Steffen Christmann: „Ich betrachte die gegenwärtigen Aufbruchstimmung im deutschen Weinbau als Rückenwind für meine Aufgaben als VDP-Präsident. Ich hoffe, dass es mir gemeinsam mit meiner Führungsmannschaft gelingt, die Prädikatsweingüter fit für das nächstes „VDP-Jahrhundert“ zu machen, und so auch die wirtschaftliche Zukunft unserer Güter zu sichern.“

Jahrestagung des Fachverbandes der Gewürzindustrie in Nürnberg

Die Preise der wichtigsten Rohstoffe für die

Produzenten von Gewürzen sowie von Zusatz- und Hilfsstoffen für die

Lebensmittel- und insbesondere die Fleischwarenherstellung steigen

seit über einem Jahr drastisch. Diese Besorgnis erregende Entwicklung

der Rohstoff- und Beschaffungsmärkte war zentrales Thema der

Mitgliederversammlung des Fachverbandes der Gewürzindustrie am 04.

Mai 2007 in Nürnberg.

Der Pfefferpreis – die Leitwährung der internationalen Gewürzwelt

– hat sich seit 2006 inzwischen mehr als verdoppelt, Muskatnuss,

Koriander und eine Vielzahl von Kräutern notieren um 25 Prozent höher

als im Vorjahr, die Missernten bei Zwiebeln in Indien, China und

Ägypten lassen deren Preis weiter anziehen, inzwischen bis auf 80

Prozent über Vorjahr, dies bei steigender Tendenz. Zum Teil noch

stürmischer entwickelt sich der Markt für Zusatz- und Hilfsstoffe:

Ascorbinsäure + 138 Prozent gegenüber 2006, Natriumascorbat + 133

Prozent, Laktose + 250 Prozent, Kartoffelstärke + 75 Prozent.

Die

Ursachen sind weitgehend bekannt. Mit der zunehmenden

Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen konkurrieren deren

Abnehmer mit teilweise hoch subventionierten Energieproduzenten. Dies

macht aus Getreide hergestellte Zusatz- und Hilfsstoffe teurer.

Zugleich wird es für Kräuterverarbeiter zunehmend schwieriger,

Landwirte für den Anbau zu gewinnen, denn die Flächen lassen sich

gewinnbringender mit Getreide oder Ölsaaten wie Raps bepflanzen. Bei

Rapsöl – wichtige Marinadengrundlage – führt dessen zunehmende

Verdieselung zum gleichen Ergebnis; sein Preis liegt mehr als 25

Prozent über Vorjahr. In der Branche mehren sich daher die Stimmen,

die eine Preisanpassung für unumgänglich halten.

Im Weiteren befasste sich die Mitgliederversammlung mit der

anstehenden Verabschiedung der EU-Aromenverordnung und anderen

aktuellen Gesetzgebungsvorhaben sowie mit den fortgesetzten Warnungen

des Bundesinstitutes für Risikobewertung vor zu hohem Zimtverzehr

wegen des in Zimt enthaltenen Aromastoffs Cumarin. Die Europäische

Kommission hat diesen deutschen Alleingang scharf kritisiert. Sie

verweist hierzu auf die bereits vor Jahren von der Europäischen

Behörde für Lebensmittelsicherheit abgeschlossene Bewertung von

Cumarin, die keinen Anlass zu einer solchen Warnung gegeben hatte.

Die Wiederwahl des Vorstandes erfolgte turnusgemäß. Alter und

neuer Vorstand sind: Björn Laue, Ahrensburg (Vorsitzender), Richard

Scheu, Hemmingen (stv. Vorsitzender), Christoph Mix, Abtswind,

Wolfgang Schulze, Nürnberg, Peter Voss, Dissen.

Steigende Rohwarenpreise kennzeichnen 2006

Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden

Industrie e. V. (BOGK) stellt anlässlich seiner Mitgliederversammlung

die aktuellen Daten und Fakten des Jahres 2006 vor. Die Branche

konnte das wirtschaftliche Ergebnis im Vergleich zu 2005 trotz

explodierender Kostenfaktoren mit insbesondere extremen

Preissteigerungen bei den Rohwaren stabilisieren. Mit einem

Gesamtumsatz der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie von 3.700

Mio. Euro und von 1.069 Mio. Euro der kartoffelverarbeitenden

Industrie steht diese Branche an sechster Stelle innerhalb der

deutschen Ernährungsindustrie. Das entspricht einer Umsatzsteigerung

von 1,3 % bei Obst und Gemüse bzw. von 9,7 % bei Kartoffeln. „Dabei

konnten die Umsatzzuwächse nur partiell die gestiegenen

Produktionskosten auffangen“, betont der Vorsitzende des BOGK, Konrad

Linkenheil, „denn es ist branchenspezifisch, dass Kostensteigerungen,

wenn überhaupt, nur mit zeitlicher Verzögerung weiter gegeben werden

können“. Hohe Exportquoten von etwa 16 % haben zu dem Ergebnis des

Jahres 2006 erheblich beigetragen.

Witterung und Weltmarkt bestimmen die Kostenstruktur

Betrachtet man nur die Steigerung der Rohwarenpreise, so sind sie

bei Obst um 14 %, bei Gemüse um 20,8 % und bei Kartoffeln sogar um

118,5 % gestiegen. Wie in jedem Jahr hängen diese in erster Linie mit

den Witterungsverhältnissen während der Wachstumsperiode zusammen. So

musste 2006 einerseits bei Gemüse und Kartoffeln mit der Hitzeperiode

gekämpft werden, andererseits wirkten sich auch die Veränderungen des

Welthandels enorm auf die Preise aus. Die noch vor einiger Zeit

befürchteten Rohwaren- und Produktschwemmen aus China und Indien

blieben aus. Aus diesen bevölkerungsreichen Nationen kommt heute eher

eine zunehmende Nachfrage auf die Rohwarenmärkten weltweit zu. Eine

zusätzliche Konkurrenz hat sich in letzter Zeit bei den Anbauflächen

entwickelt: Die Anbauflächen für „erneuerbare Energien“ nehmen zu.

Damit gehen in Europa Flächen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln

verloren.

Aktuelle Produkte für eine ausgewogene Ernährung

Obst, Gemüse und Kartoffeln sind in der Gunst der Verbraucher ganz

oben angesiedelt. Das wirkt sich auf alle Bereiche der

Ernährungsindustrie von der Endverbraucher- bis zur

Außer-Haus-Nachfrage aus. Die vorwiegend mittelständisch orientierten

Unternehmen, die im BOGK zusammengeschlossen sind, unternehmen alle

Anstrengungen, um die Wünsche der Verbraucher zu erfüllen. Das gilt

in erster Linie für die Qualität der Produkte. Ausgewählte Rohwaren

werden mit modernsten Technologien zu attraktiven Produkten

verarbeitet. „Sie enthalten wertvolle Nährstoffe, wie Mineralstoffe,

Vitamine und für die Ernährung wichtige sekundäre Pflanzenstoffe“,

unterstreicht Dr. Ulrich P. Nehring, Braunschweig, „die als

Convenienceprodukte mit ihrer leichten Handhabung und Bevorratung

ideal zu unserer schnelllebigen Zeit passen“. Zusätzlich ist die

Branche bestrebt, den Trends der Zeit gerecht zu werden. In Zukunft

werden die Produkte verstärkt angeboten, die Aspekte wie „Gesundheit“

oder „Wellness“ vemitteln. Insofern kann die Obst-, Gemüse- und

Kartoffelverarbeitungs-Industrie einer positiven Entwicklung entgegen

sehen.