Wissenschaftler untersuchen Wirkung von Orangensaft

In einer Studie aus Brasilien haben Forscher untersucht, wie sich Orangensaft auf unser Wohlbefinden auswirkt. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Orangensafttrinker besser vor chronischen Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen geschützt sein könnten.

Obst und Gemüse sind reich an Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Der regelmäßige Verzehr soll Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen und auch bei bestimmten Krebserkrankungen einen schützenden Effekt zeigen können. Deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse zu essen.

Orangensaft als tägliche Obstergänzung?
Allerdings schaffen es nur wenige Verbraucher diese Menge jeden Tag zu verzehren. Fruchtsäfte wie Orangensaft, die aus der frischen Frucht hergestellt und ohne Zusätze wie Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe abgefüllt werden, können zum täglichen Obst- und Gemüseverzehr beitragen. Ein Glas (125 Milliliter) Fruchtsaft zählt dabei als eine Portion Obst.

Um die Wirkung von Orangensaft genauer zu untersuchen, führten Wissenschaftler aus Brasilien eine Studie mit 21 normalgewichtigen und 25 übergewichtigen Männern und Frauen durch. Beide Gruppen tranken acht Wochen lang jeden Tag 750 Milliliter Orangen­saft. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden im Blut der Teilnehmer Biomarker gemessen, die Hinweise auf Stoffwechselveränderungen und auf Krankheiten geben können. Zusätzlich wurde die Ernährung und Körperzusammensetzung der Probanden erfasst.

Mögliche Senkung von Cholesterin und oxidativem Stress durch Orangensaft
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Orangensafttrinker besser vor bestimmten Erkrankungen geschützt sein könnten. Sowohl bei den normalgewichtigen als auch bei den übergewichtigen Studienteilnehmern gingen das Gesamtcholesterin und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut zurück. Dadurch könnte das Risiko für krankhafte Veränderungen der Blutgefäße und für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall gesenkt werden. Zusätzlich reduzierte sich der oxidative Stress der Probanden, ein gemeinsamer Risikofaktor von Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch Umweltbelastungen, UV-Licht und chronische Entzündungen entstehen im Körper freie Radikale, die Zellen und Gewebe schädigen. Antioxidantien wie Carotinoide, Flavonone und Vitamin C, von dem Orangensaft einen hohen Gehalt vorweisen kann, können diese abfangen und so den oxidativen Stress vermindern.

Zusätzliche Erkenntnis: Keine Gewichtszunahme durch Orangensaft
Die Probanden der Studie nahmen durch den Orangensaft jeden Tag 340 Kilokalorien zusätzlich auf. Ihr Gewicht blieb trotzdem unverändert. Erklären lässt sich das durch die sättigende Wirkung von Orangensaft: Neben z. B. Vitamin C enthält 100 % Fruchtsaft nur natürlichen Zucker aus der Frucht. Statt „leerer Kalorien“ liefert er mit jedem Schluck auch Nährstoffe. Die Teilnehmer der Studie nahmen weniger Kalorien aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Eiweiß oder Fett auf. Die Energiezufuhr blieb also letztlich gleich.

Die hier aufgeführten Inhalte beziehen sich auf folgende Studie:
Dourado, Grace/Cesar, Thais B.: Investigation of cytokines, oxidative stress, metabolic, and inflammatory biomarkers after orange juice consumption by normal and overweight subjects. In: Food & Nutrition Research. 2015. 59: 28147

Weitere Informationen zum Thema Orangensaft erhalten Sie auch unter www.fruitjuicematters.de

Johnson&Johnson hat sich diesen Preis verdient

Bebe Creme ist Mogelpackung des Jahres 2015 – Verbraucherzentrale Hamburg fordert Transparenzplattform für kleinere Füllmengen

Die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson ist Mogelpackung des Jahres 2015. Das entschieden 26.132 Verbraucherinnen und Verbraucher, die vom 4. bis 22. Januar 2016 an einer Online-Abstimmung der Verbraucherzentrale Hamburg teilnahmen und das Produkt mit einem Ergebnis von 32,6 Prozent unter fünf Kandidaten zum Sieger kürten. Auf dem zweiten Platz landete mit 25,4 Prozent das Kaffeegetränk Tassimo Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts. Den dritten Rang erreichte mit 20,2 Prozent die Kopfsteherflasche Curry Ketchup von Heinz. Abgeschlagen auf Platz vier und fünf kamen die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive und der Herta Finesse Schinken von Nestlé.

Bei der erstplatzierten Bebe Zartcreme verringerte der Hersteller Johnson & Johnson im vergangenen Jahr die Füllmenge bei drei verschiedenen Packungsgrößen: von 250 auf 150 Milliliter, von 75 auf 50 Milliliter sowie von 30 auf 25 Milliliter. Da die Dosengröße in zwei der Fälle sogar gleich blieb, fiel der geschrumpfte Inhalt kaum auf. Die Füllmengenreduzierung, die teilweise mit Preiserhöhungen durch den Handel einherging, führte zu einer Preissteigerung von bis zu 84 Prozent. Darüber hinaus wurde Verbrauchern mit der Einführung der neuen Packungsgrößen der Konservierungsstoff Phenoxyethanol untergejubelt; die alte Creme kam noch ohne Konservierungsstoff aus.

Beim Produkt Tassimo Latte macchiato classico, einem Zwei-Komponenten-System zur Kaffeezubereitung, betrieb der Hersteller Jacobs Douwe Egberts bei der sogenannten Milchkomposition neben der Füllmengenreduzierung gleichzeitig Qualitätsdumping. Statt echter Milch verwendet der Konzern jetzt „Mogelmilch“. Diese besteht nur noch aus einzelnen Milchbestandteilen, die mit dem Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) zusammengehalten werden.

Beim Drittplatzierten, dem Heinz Curry Ketchup in der Kopfsteherflasche, schrumpfte die Füllmenge bei leicht erhöhtem Preis von 500 auf 400 Milliliter. Die versteckte Preiserhöhung betrug bis zu 28 Prozent.

„Das Interesse an unserer Abstimmung war überwältigend“, freut sich Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. An der Wahl nahmen mit 26.132 Personen sechsmal so viele Menschen wie im vergangenen Jahr teil. „Das Rekordergebnis zeigt, dass sich immer mehr Leute über die Preistricksereien der Hersteller ärgern und ihnen einen Denkzettel verpassen wollen“, meint Valet. Hersteller und Handel sollten endlich aufhören, Verbraucher mit versteckten Preiserhöhungen hinters Licht zu führen. Auch die Politik müsse endlich handeln und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Verbraucher verbessern, so dass sie beim Einkauf auf Augenhöhe agieren können. „Wir benötigen eine Transparenzplattform, auf der Hersteller vorab kleinere Füllmengen melden müssen“, fordert Valet.

Jedes Jahr erhält die Verbraucherzentrale Hamburg weit mehr als tausend Beschwerden zu Mogelpackungen. Viele davon werden seit zehn Jahren in einer Mogelpackungsliste dokumentiert. Sie umfasst aktuell 114 Seiten mit geschätzt 1.000 Produkten. Aktuelle Hinweise zu Mogelpackungen veröffentlichen die Verbraucherschützer auch regelmäßig auf ihrer Facebook-Seite facebook.com/vzhh.

Weitere Informationen zur Mogelpackung des Jahres, den fünf Kandidaten und den genauen Abstimmungsergebnissen sind auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de zu finden.

Test: Entsafter

Vier Entsafter versagen im Dauertest

Die besten Entsafter im Test punkten mit guter Saftausbeute, einfacher Reinigung und langer Haltbarkeit. Getestet wurden 15 elektrische Entsafter. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest reichen von „Gut“ bis „Mangelhaft“. Der ausführliche Test erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test.

Getestet wurden sehr unterschiedliche Entsafter: Zentrifugen und Saftpressen zu Preisen von 36 bis 600 Euro. Wer die ganz billigen Entsafter unter 60 Euro meidet, findet unter den günstigen Zentrifugen viele „gute“ Geräte. Sie sind oft sogar besser als die teuren Saftpressen, so das Fazit der Tester. „Gute“ Geräte gibt es ab 99 Euro. Die billigsten Entsafter schneiden im Dauertest schlecht ab. Die vier „Mangelhaften“ von Clatronic, Bomann, Severin und Tristar mit Preisen zwischen 36 und 55 Euro sind bereits ziemlich früh mit einem Motorschaden ausgefallen, teilweise sogar nach weniger als acht Betriebsstunden.

Aus einem Kilogramm Äpfel holt die Saftpresse Green Star 770 Milliliter Saft – nur 514 Milliliter Saft bei gleicher Apfelmenge schaffte das Modell von Tefal. Der Testsieger von Philips ist der einzige Entsafter mit einer „sehr guten“ Saftausbeute bei Äpfeln, Möhren und Weintrauben. Mit 168 Euro liegt er preislich im Mittelfeld.

Der ausführliche Test Entsafter erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift test und ist auch unter www.test.de/entsafter gebührenpflichtig abrufbar.

Currywurst hat 8 Stück Zucker!

Der Mensch liebt es von Natur aus süß, denn zuckerreiche Früchte versprachen in Urzeiten schnelle Energie. Viele Nahrungsmittel enthalten heute jedoch Zuckermengen, die dem Körper auf Dauer schaden können. Die neue Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ zeigt, wo sich diese verbergen.

Zucker ist ein schneller Energielieferant, besonders für das Gehirn. Doch eine übermäßige Zufuhr wirkt sich an vielen Stellen des Körpers schädlich aus. Bereits im Mund trägt Zucker – besonders in Kombination mit Fruchtsäuren – zur Kariesentstehung bei. Im Darm können größere Mengen das Darmmilieu verändern und die Ansiedlung unerwünschter Keime fördern. Besonders Darmpilze fühlen sich in einer solchen Umgebung wohl. Im Blutkreislauf angekommen führt der Zucker zur Freisetzung von Insulin, das unter anderem den Fetteinbau in das Fettgewebe fördert und den Fettabbau hemmt. Dauerhaft erhöhte Insulin- und Blutzuckerspiegel wiederum begünstigen die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2.

Es gibt folglich einige Gründe, den eigenen Zuckerkonsum im Rahmen zu halten. Doch die Zuckerdose einfach beiseite zu stellen reicht allein nicht aus, denn Zucker versteckt sich in einer Vielzahl von Lebensmitteln. Dabei müssen diese nicht einmal süß schmecken. So können in einer Portion Currywurst umgerechnet etwa acht Stück Würfelzucker stecken, in einem Hamburger etwa drei Stück. Auch vermeintlich gesunde Nahrungsmittel können erhebliche Mengen des schnellen Energielieferanten enthalten. Eine Flasche Smoothie liefert durchschnittliche etwa zehn Stück Würfelzucker, in einer Schüssel Früchtemüsli verbergen sich annähernd acht Stück. Einige probiotische Drinks, die die Darmflora eigentlich fördern sollen, tragen mit durchschnittlich vier Stück Zucker eher zu einem ungünstigen Darmmilieu bei. Und wer würde erwarten, dass eine Portion Ananas aus der Dose etwa so viel Zucker wie ein großer Schokorigel enthält. Wer oft zu verarbeiteten Lebensmitteln und süßen Limonaden greift, nimmt auf diesem Weg leicht ein komplettes Packet Zucker pro Woche zu sich.

Mit einer bewussten Einschränkung zuckerhaltiger Produkte lässt sich auf Dauer auch der Hunger auf Süßigkeiten verringern. Häufiger Zuckerkonsum reizt die Geschmacksknospen der Zunge und führt zu einer Desensibilisierung. Um den Süßgeschmack zu befriedigen, sind folglich immer höhere Zuckermengen notwendig. Wer besonnen bei verarbeiteten Produkten auf die Verpackungsangaben schaut, kann versteckte Zuckerfallen leicht entlarven und seine Geschmacksnerven wieder sensibilisieren. Lebensmittel mit weniger als 5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit weniger als 2,5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sind empfehlenswert. Lebensmittel mit mehr als 12,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm beziehungsweise Getränke mit mehr als 6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter sollten möglichst Ausnahmen bleiben.

Für einen schnellen Überblick zeigt die Anschauungskarte „Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel“ wie viel Würfelzuckerstücke sich in ausgewählten Lebensmitteln verbergen. Diese und weitere Beratungsunterlagen zum Thema Nahrungsmittel sind im Medienshop unter www.fet-ev.eu erhältlich.

Was hat mehr Kalorien?

Kaffee hat keine Kalorien, denken viele. Das stimmt. Aber nur dann, wenn man ihn schwarz und ohne Zucker trinkt. Doch wer am Moccacino nippt, schluckt schnell mal 561 Kalorien – mehr als bei einem Big Mac mit seinen 460 Kalorien. Wer also kurz mal eine Kaffeepause macht, der tappt schnell in die Kalorienfalle. Grund: Die Menge an Milch ersetzt nahezu eine gute Zwischenmahlzeit. Denn wer etwa 150 Milliliter Vollmilch in den Kaffee gibt, ist schon bei 100 Kalorien. Und wer noch süßt, nimmt bei zehn Gramm Zucker weitere 40 Kalorien auf.

Lesen Sie alles über die versteckten Dickmacher in der Berliner BZ:
http://www.bz-berlin.de/archiv/ein-moccacino-hat-mehr-kalorien-als-ein-big-mac-article1413580.html

Erwin Gegenbauer

Dass in jeden Milliliter Essig, Saft oder Fruchtkernöl aus dem Hause Gegenbauer die gebündelte Leidenschaft von Essigbrauer Erwin Gegenbauer fließt, war für den 50-Jährigen schon immer eine Selbstverständlichkeit. Entsprechend groß war am gestrigen Sonntag die Freude, als die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung das Werk des gebürtigen Wieners ganz offiziell auszeichnete und Gegenbauer zum Liebling des Jahres 2011 in der Kategorie Produzent ernannte.

„Es gibt wohl kaum einen Produzenten hochwertiger Zutaten für die Küche, der sich in den letzten Jahren so in Szene gesetzt hat wie Erwin Gegenbauer“, schreibt Jürgen Dollase. Besonders beeindruckend findet der Journalist, der als einer der bedeutendsten Food-Kritiker Deutschlands gilt und maßgeblich an der Entscheidung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beteiligt war, dass „Gegenbauers viele Produkte – vom Johannisbeeressig bis zu Kernölen von Apfel oder Himbeere – einen enormen Extrakt, eine wundervolle Balance und eine unverkennbare Individualität“ haben. „Wer sich hier und da in guten Restaurants fragt, welcher unerklärliche Wohlgeschmack in einer Sauce oder Vinaigrette steckt, hat nicht selten mit Gegenbauer-Produkten zu tun.“

Mit dieser Wahrnehmung steht Dollase nicht allein, denn die ausgefallenen, hochwertigen und immer innovativen Kreationen Gegenbauers finden sich auch in Sterneküchen auf der ganzen Welt. „Erwin Gegenbauers Produkte spielen in vielerlei Hinsicht in einer ganz eigenen Liga. Sie sind so linear und klar in ihrem Geschmack, dass es nie einen Zweifel gibt, welches Grundprodukt einem Essig oder Öl zugrunde liegt“, so René Redzepi aus dem Noma in Kopenhagen, das als bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet wurde. Tim Raue, der in Berlin das Restaurant Tim Raue betreibt und aktuell mit 19 von 20 möglichen Punkten vom Gault Millau ausgezeichnet wurde, schwärmt: „Erwin Gegenbauer ist für mich der Inbegriff von Einzigartigkeit; er macht das, was er für richtig hält. Und schafft damit Produkte, die so sind wie er: Sie strotzen vor Charakter, sind dabei elegant, souverän und unvergleichbar!“

Verliehen werden die Auszeichnungen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 14. Januar 2012 in feierlichem Rahmen auf Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach. Die Preisträger in den Kategorien Koch des Jahres, Aufsteiger des Jahres und Pâtissier des Jahres bereiten ein exklusives Fünf-Gänge-Menü zu, die Weine kommen ebenfalls von als „Lieblinge“ ausgezeichneten Weingütern. Jürgen Dollase und Weinkolumnist Stuart Pigott, beide ausgewiesene Experten auf ihrem Feld, führen durch den Abend. Karten für die Veranstaltung inklusive Menü und Getränke sind für 295 Euro erhältlich; Gäste haben die Möglichkeit, zu vergünstigten Konditionen auf Schloss Bensberg zu übernachten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schlossbensberg.com

Brot auf Sauerteigbasis

Besonders handwerklich gefertigtes Sauerteigbrot steht bei vielen Genießern für guten Geschmack und Brotqualität. Milchsäurebakterien verschiedener Stämme und Hefen sind beim Sauerteigbrot für das Teiggerüst verantwortlich. Da die Mikroorganismen je nach Temperatur unterschiedlich schnell oder stark arbeiten, bedürfen sie einer ständigen Beobachtung. Das macht klassische Sauerteigbrote sehr aufwändig.

Auch zu Hause ist die Herstellung eines Brotes auf Basis von Sauerteig etwas zeitintensiver als die eines Hefebrotes. Für Sauerteigbrote eignen sich im Allgemeinen dunkle Mehle besser als helle, denn sie enthalten viel mehr lösliche Kohlenhydrate. Von denen ernähren sich die Bakterien und Hefen und bilden durch Vergärungsprozesse die typischen säuerlichen Aromen und deren Vorstufen aus. Auch der höhere Vitamin-B1-Gehalt der Vollkornmehle trägt dazu bei, dass sich die Sauerteigstämme wohl fühlen. Sauerteig-Führung und Reifung ist allerdings eine Wissenschaft für sich – meinen Experten und raten „Anfängern“, noch zusätzlich ein wenig Hefe in den Brotteig zu geben, damit die Krume stabil bleibt.

Für zu Hause eignet sich für einen Sauerteigansatz dieses einfach gehaltene Rezept: 100 Gramm Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl verrührt man mit 200 Milliliter lauwarmem Wasser zu einer glatten Masse. Den zugedeckten Brei lässt man bei Zimmertemperatur 24 Stunden lang stehen. Am nächsten Tag werden abermals 100 Gramm Mehl und nur 100 Milliliter Wasser in die dickflüssige Masse gerührt. Den zugedeckten Teig lässt man wieder 24 Stunden lang bei Zimmertemperatur stehen. Am dritten, gegebenenfalls vierten und fünften Tag wiederholt man die Prozedur. Wenn der Teig leicht säuerlich riecht und er Bläschen gebildet hat, kann man ihn zum Backen verwenden. Für ungeduldige Hobbybäcker gibt es im Handel auch Flüssig- oder Fertig-Sauerteig zu kaufen, mit dem die tagelange Vorarbeit entfällt.

In den 1950er und 1960er Jahren verschwanden die dreigängig geführten Sauerteige zunehmend aus den Backstuben. Vereine wie „Slow Baking e.V.- Backen mit Zeit für Geschmack“ setzen sich heute verstärkt für mehrstufig geführte Sauerteige und handwerkliche Brotqualität ein. Denn um ausreichend Aromen auszubilden und ein bekömmliches Brot backen zu können, braucht es vor allem Zeit statt Zusatzstoffe. Gesäuerte Brote waren im Übrigen bereits im alten Ägypten bekannt. Schon damals schätzte man Sauerteigbrote wegen ihrer langen Haltbarkeit und Frische.

Ira Schneider, www.aid.de

Sonnenschutzmittel

Den Sommer genießen und dabei gut geschützt sein – das ist möglich und zwar schon für wenig Geld. 26 Sonnenschutzmittel der „mittleren“ Schutzklasse – also meist mit Lichtschutzfaktor 20 – hat die Stiftung Warentest geprüft. Mit insgesamt erfreulicher Bilanz, aber auch einigen Ausreißern nach unten. Vier Produkte mussten mit „mangelhaft“ bewertet werden: Drei Sonnen-Gels unterschritten den angegebenen Sonnenschutzfaktor um mehr als 20 Prozent. Und die Clarins Sun Care Soothing Cream schützt nicht ausreichend vor UVA-Strahlung.

Zuverlässiger Schutz vor Sonnenbrand ist die wesentliche Aufgabe eines Sonnenschutzmittels. Ein unterschrittener Lichtschutzfaktor kann deshalb für Sonnenanbeter schnell zu roter Haut führen.
Im Badeurlaub zählt neben dem Lichtschutzfaktor vor allem die Wasserfestigkeit. Die lobten alle Produkte im Test aus. Doch obwohl die Anforderungen an die Eigenschaft „wasserfest“ eher gering sind, schafften acht Mittel nicht einmal diese Mindestanforderungen.

Viele lockten auch mit unsinnigen, zum Teil sogar gefährlichen Werbeversprechen. Den Hinweis „once a day“, wie bei der Ultrasun Sports clear gel formula, sollte man der eigenen Haut zuliebe keinesfalls befolgen. Denn für vollen Sonnenschutz sollte reichlich geschmiert werden – und das am besten alle zwei bis drei Stunden.

Dass „guter“ Schutz nicht viel kosten muss, beweist die Sun Ozon Sonnenmilch von Rossmann für 1,50 Euro pro 100 Milliliter. Gemeinsam mit der teureren Nivea Sun Light Feeling transparentes Spray war sie die beste im Test. Fast gleichauf lag die günstigste Milch im Test, Sun Dance von dm: Hier kostet die Flasche nur zwei Euro. Das teuerste Produkt, das Lancaster Sun Sport Fast Dry Sonnenschutzgel für 36 Euro pro 100 Milliliter, schnitt lediglich „befriedigend“ ab.

Der ausführliche Test ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenschutz veröffentlicht.

TEST: Körperlotion

Körperlotionen: Auch die Preiswerten pflegen gut

Eine „gute“ Körperlotion ist schon für 23 Cent pro 100 Milliliter zu haben. Für die gleiche Menge des Testsiegers und damit für die einzige „sehr gute“ Lotion, die Hautglättende Lotion 3% Urea von Eucerin, zahlt man allerdings 6,35 Euro. Insgesamt sind 15 von 17 getesteten Lotionen „gut“ oder „sehr gut“. Lediglich bebe young care soft body milk und Weleda Malven-Pflegemilch enttäuschten bei der Feuchtigkeitsanreicherung und bekamen nur die Note „ausreichend“.

Eine Körperlotion sollte der Haut vor allem viel Feuchtigkeit spenden. Das ist besonders bei trockener Haut wichtig. Denn anders als normale Haut schafft sie es nicht, sich zum Beispiel nach dem Baden von alleine zu regenerieren. Gerade in diesem Punkt versagt jedoch die Lotion von Weleda. Bei allen anderen Lotionen war die Feuchtigkeitsanreicherung auch 12 Stunden nach dem Eincremen noch „gut“ oder „sehr gut“. Das gilt auch für die Lotion von bebe. Allerdings verspricht die Werbung bei ihr eine 24-Stunden-Wirkung, die die Tests nicht bestätigen konnten. Nach 24 Stunden war die Feuchtigkeitsanreicherung bei ihr nur noch „ausreichend“.

Der Testsieger, die Lotion von Eucerin, ist vergleichsweise sehr teuer. Dagegen sind viele der mit „gut“ bewerteten Lotionen für weniger als 1 Euro pro 100 Milliliter zu haben. Am günstigsten sind mit 23 Cent pro 100 Milliliter Eldena Body Care Body Milk von Aldi (Nord), Lacura Hautpflege Körper Lotion von Aldi (Süd) und dm/Balea Body Milk. Wer auf besonders lange Wirksamkeit Wert legt, ist mit der Lotion von Garnier am besten bedient. Nicht nur nach 12, sondern auch nach 24 Stunden befeuchtet sie die Haut noch „sehr gut“. 100 Milliliter kosten 75 Cent.

Der ausführliche Test Körperlotionen ist in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de veröffentlicht.

Deutschland sucht die größte Zuckerbombe – DSDZ

Ferrero-Produkte vorn bei „Deutschland sucht die größte Zuckerbombe“ – Kinder-Milchprodukte mit bis zu 40 Prozent Zuckeranteil

Mit 39,7 Prozent Zuckergehalt ist „Kinder Choco Fresh“ von Ferrero unangefochten Deutschlands Zuckerstar – und damit „Sieger“ der Aktion DSDZ (Deutschland sucht die größte Zuckerbombe) der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. „Scheinbar gesunde Milchprodukte für Kinder sind meistens keine leichten Zwischenmahlzeiten, sondern klebrige Süßigkeiten“, erklärte Anne Markwardt von foodwatch. „Milchanteil hin oder her, Kinder Choco Fresh enthält fast vier Mal so viel Zucker wie Coca Cola.“ Gerade bei den Ferrero-Produkten komme häufig noch ein hoher Fettgehalt dazu – so auch bei der Milchschnitte (DSDZ Platz 4): „Die Milchschnitte ist ähnlich gehaltvoll wie Schoko-Sahnetorte – und die würde auch niemand als Zwischenmahlzeit empfehlen.“

Auch vermeintlich ausgewogene Produkte wie der Bärenmarke Schüttelshake Joghurt-Erdbeere oder der Bauer Kinderquark weisen einen hohen Zuckergehalt auf. Eltern sollten sich nicht von der Werbung auf die falsche Fährte leiten lassen, die mit der „Extra-Portion Milch“ locke oder auf den Calcium-Anteil dieser Produkte verweise, so Markwardt. foodwatch hatte Verbraucher im November aufgefordert, auf der Internetseite abgespeist.de Vorschläge für das süßeste Milchprodukt für Kinder einzureichen. Rund 100 Vorschläge wurden eingereicht und ausgewertet – die ersten vier Plätze belegen dabei Produkte von Ferrero.

Die DSDZ-Top 10:
1. Ferrero Kinder Choco Fresh: 39,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm
2. Ferrero Kinder Maxi King: 34,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm
3. Ferrero Kinder Pingui: 33,1 Gramm Zucker pro 100 Gramm
4. Ferrero Milchschnitte: 29,2 Gramm Zucker pro 100 Gramm
5. Bärenmarke Schüttelshake Joghurt-Erdbeere: 14,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter
6. Bauer Kinderquark: 13,2 Gramm Zucker pro 100 Gramm
7. Dr. Oetker Paula: 13 Gramm Zucker pro 100 Gramm
7. Ehrmann Monsterbacke Fruchtquark zum Quetschen Aprikose: 13 Gramm Zucker pro 100 Gramm
9. Danone Fruchtzwerge und Fruchtzwerge Duo: 12,8 Gramm Zucker pro 100 Gramm
10. Monte Drink von Zott: 12,7 Gramm Zucker pro 100 Milliliter

Gourmet Report hofft, dass die Hersteller, insbesondere Ferrero, alles tun, um im nächsten Jahr nicht wieder DSDZ Superstar zu werden!