Speiseeis und Sahne oftmals keimbelastet

Jede sechste Probe Speiseeis und über 60 Prozent der Sahne aus Aufschlagautomaten beanstandet

Gut acht Liter Speiseeis verzehrt der Deutsche pro Kopf und Jahr, gerne auch mit Sahne. Damit der Eisgenuss im Sommer auch ein Genuss bleibt, werden Hessens Eisdielen oder Eisverkaufsstellen wie Cafés regelmäßig von den kommunalen Ämtern oder Fachdiensten für Lebensmittelüberwachung kontrolliert; Eis- sowie Sahneproben werden aus dem Sortiment entnommen und ins Hessische Landeslabor zur Untersuchung gebracht.

Matcha Eiskrem – bestimmt NICHT belastet

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Tobias Wussler

Große Überraschung beim deutsch-österreichischen Vorentscheid zum „S.Pellegrino Young Chef 2015“ Kochwettbewerb: Ein Milcheis vom Tannengrün schaffte es am Montag auf das Siegertreppchen. Der 26-jährige Tobias Wussler aus Gengenbach im Schwarzwald bewies mit seinem Gericht viel Mut und noch mehr handwerkliches Geschick. „Seine Eiskreation konnte uns mit feinen Aromen, abwechslungsreichen Texturen und einem interessanten Gesamtkonzept ganz und gar überzeugen“, begründete Jury-Sprecher und Sternekoch Nils Henkel die Entscheidung.

Goldforelle auf Topinambursand, Entenleber mit Shrimps und Himbeeressig oder eine Komposition der besten Produkte des Wattenmeeres – Die zehn Teilnehmer des nationalen Vorentscheides zum „S.Pellegrino Young Chef 2015“ Wettbewerbs zeigten sich kreativ. „Wir haben viele gute Teller gesehen“, lobte Spitzenkoch Sven Elverfeld, der zusammen mit seinen Kollegen Karl Obauer, Karlheinz Hauser und Nils Henkel die hochkarätig besetzte Jury bildete. Aber nur einer der talentierten Nachwuchsköche konnte am Montag in Frankfurt das Ticket für das internationale Finale in Mailand lösen. „Bei so vielen starken Hauptgerichten im Wettbewerb, haben wir uns die Entscheidung für ein Milcheis nicht leicht gemacht“, gab Karl Obauer Einblicke in die Arbeit der Jury. „Aber letztendlich ist es egal, ob das Gericht um ein Steak, eine Möhre oder ein Eis herum entwickelt wurde“, so Karlheinz Hauser. Das Gesamtkonzept, die Auswahl bester Zutaten und die meisterhafte Zubereitung würden zählen. Und genau diese Kombination hätte Tobias Wussler und seiner Eiskreation aus Tannengrün, Wacholderbeeren und schwarzem Nussessig den verdienten Sieg eingebracht.

Über 3.600 Bewerbungen für nur 20 Finalplätze
Schon in der Bewerbungsphase konnte Tobias Wussler mit seinem „Milcheis vom Tannengrün“ gute Noten einheimsen und sich so einen Platz unter den zehn besten Nachwuchsköchen Deutschlands und Österreichs sichern. Die Konkurrenz war beachtlich: Mehr als 3.600 Bewerbungen aus 191 Ländern musste das renommierte Kochinstitut ALMA („International School of Italian Culture“) im Vorfeld sichten. Erst dann stand fest, welche zehn Teilnehmer sich pro Land/Region – hiervon gibt es weltweit insgesamt 20 – für die nationalen Vorentscheide qualifizieren.

Auf in die nächste Runde – Jetzt kommt Mode ins Spiel
Tobias Wussler repräsentiert Deutschland und Österreich im Finale des internationalen Kochwettbewerbs „S.Pellegrino Young Chef 2015“. Daneben wird es für den Sous Chef (Landhaus Bacher / Mautern an der Donau, Niederösterreich) auch noch auf einem ganz anderen Feld spannend. Er bekommt in Kürze einen besonderen Partner zugeteilt. In Kooperation mit der Vogue ITALIA werden nämlich junge Mode-Designer ausgewählt, die gemeinsam mit den nationalen Finalisten des „S.Pellegrino Young Chef 2015“ ein Tandem bilden. Was dann passiert, verspricht ein echter Hingucker zu werden: Die Fashion-Profis lassen sich von den Gerichten des Wettbewerbs inspirieren und interpretieren die kulinarischen Kompositionen ihrer Partner als Mode. Wir dürfen gespannt sein, wie sich „Milcheis vom Tannengrün“ auf dem Laufsteg machen wird.

Ihre Premiere feiern die außergewöhnlichen Entwürfe dann, wie könnte es besser passen, in der Modehauptstadt Mailand. Dort winken am 26. Juni beim großen Finale auf der Expo gleich zwei Preise: Der „S.Pellegrino Young Chef 2015“, den eine internationale Jury (u.a. Massimo Bottura, Joan Roca und Yoshihiro Narisawa) ermittelt, sowie die Auszeichnung für das beste Duo „Best Couple Chef/Designer 2015“. Bei diesem Sonderpreis entscheidet die Gunst des Publikums.

Bei Speiseeis Kennzeichnung oft mangelhaft

Sommerzeit ist Eiszeit und wie in jedem Jahr laufen im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) umfangreiche Untersuchungen von Speiseeis aus handwerklicher und industrieller Herstellung. Dabei werden unter anderem Kennzeichnung und Zusammensetzung unter die Lupe genommen. Insgesamt 180 Proben wurden bisher in den LAVES-Instituten in Braunschweig und Oldenburg in verschiedenen Projekten untersucht. Die Kennzeichnung erwies sich dabei oft als unzureichend.

Stark gefärbte Eissorten wie Waldmeister-, Pfefferminz- und Heidelbeereis, aber auch Speiseeis mit Phantasiebezeichungen wie „Blauer Engel“, „Himmelblau“ oder „Schlumpfeis“ wurde auf Vorhandensein und Kennzeichnung von Farbstoffen untersucht. Rund 30 % der 57 Proben aus handwerklicher Herstellung mussten wegen unzureichender Kennzeichnung bemängelt werden. So fehlte z. B. bei sieben Proben aus Eiscafés der gesetzlich vorgeschriebene Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“, der seit Sommer 2010 bei Lebensmitteln mit bestimmten künstlichen Farbstoffen erforderlich ist. Bei weiteren acht Proben fehlte die Angabe „mit Farbstoff“, obwohl Farbstoffe eingesetzt wurden.

Auch die Bezeichnung „Milcheis“ wird oft unzutreffend verwendet. Von 30 untersuchten Proben wurden sieben Proben (23 %) als irreführend beanstandet, da sie pflanzliche Fette enthielten, bzw. einen zu geringen Milchanteil aufwiesen. Speiseeis, das als „Milcheis“ gekennzeichnet wird, muss mindestens 70 % Milchanteile enthalten. Der Einsatz von pflanzlichen Fetten ist in Milcheis unzulässig.

Augen auf beim Eiskauf!

Knapp acht Liter Eis schmelzen pro Jahr auf der Zunge jedes Bundesbürgers, vor allem im Sommer. Bevorzugt wird dabei industriell hergestelltes Speiseeis. Wer ein Eis mit einem hohen Milch- oder Fruchtanteil genießen möchte, sollte genau auf die Verpackung schauen oder bei losem Eis den Verkäufer fragen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über Sorten, Zutaten und bewussten Eisgenuss.

Bei abgepacktem Eis am Stiel, im Becher oder in größeren Haushaltspackungen bekommen Verbraucher viele nützliche Informationen. „Sie erfahren, welche Zutaten eingesetzt wurden, ob der Geschmack aus natürlichen Aromen stammt und meistens auch, wie viele Kalorien eine Portion hat“, so Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. Wer Wert auf ein Eis legt, das neben Milch oder Sahne ausschließlich Milchfett wie Butter enthält, sollte sich an den folgenden gängigen Eissorten orientieren: Eiskrem, Fruchteiskrem, Milcheis oder Rahm- bzw. Sahneeis. Die Bezeichnungen sind auf der Verpackung angegeben. „Dagegen dürfen alle Sorten mit der allgemeinen Bezeichnung „Eis“ auch Pflanzenfette statt Milchfett, weniger Milchfett oder eine Mischung der beiden Fettarten enthalten“, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin. Überwiegend wird Kokosfett verwendet.

Soll das Eis möglichst viel Frucht enthalten, sind ein Sorbet oder ein Fruchteis vorzuziehen. Ein „Himbeersorbet“ muss einen Fruchtanteil von mindestens 25 Prozent, ein „Himbeereis“ einen Fruchtanteil von mindestens 20 Prozent aufweisen. Werden weniger Früchte zugegeben und durch Aromen ersetzt, ist das an der Bezeichnung „Eis mit Himbeergeschmack“ zu erkennen. Beim allseits beliebten Vanilleeis lässt die Bezeichnung ebenfalls Rückschlüsse zu, woher der Vanillegeschmack stammt: Ein „Vanilleeis“ enthält Vanilleextrakt oder natürliches Vanillearoma. Ein „Eis mit Vanillegeschmack“ dagegen kann Aroma oder natürliches Aroma enthalten. Bei der Kennzeichnung wird nicht mehr zwischen künstlichen und naturidentischen Aromastoffen unterschieden.

Eis sollte in Maßen und mit kühlem Kopf genossen werden. Je nach Sorte sind ein bis zwei Kugeln Eis (etwa 75 bis 150 g) am Tag kalorienmäßig durchaus vertretbar. „Wählen Sie Eiskrem oder Milcheis statt Sahneeis. Noch günstiger, weil fettärmer bzw. nahezu fettfrei sind Fruchteis, Sorbets oder Wassereis“ empfiehlt Alexandra Borchard-Becker. Eine Menge überflüssiger Energie steckt in Schokoladen-Überzügen und Soßen, Sahnehauben und Streuseln. Auf sie zu verzichten, tut dem Eisgenuss keinen Abbruch. Eine gesunde, erfrischende Eis-Garnitur sind Obst und Joghurt. Große Eisbecher und Riesenportionen als Nachtisch sollten ohnehin die Ausnahme bleiben.

Eiskalte Milcherfrischung – Vom Bauernhof in die Eisdiele

Erst war die Kuh, dann kam die Milch und jetzt gibt es Eis: sogar direkt vom Bauernhof. Die Nachfrage nach cremigem Eis direkt vom Erzeuger wird immer größer, denn Bauernhofeis wird nicht nur mit viel Liebe hergestellt sondern enthält garantiert auch frische Zutaten. An der Spitze der Beliebtheitsskala stehen die Milcheisklassiker Schokolade und Vanille. Aber auch ausgefallene Saison-Sorten wie Joghurt-Heidelbeere oder Feige-Honig liegen im Trend – Hauptsache lecker und mit mindestens 70 Prozent Milch. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft kennt die neusten Eistrends und weiß wodurch Milcheis so richtig schmackhaft wird.

Weitere Informationen zur Landesvereiningung der Bayerischen Milchwirtschaft finden Sie unter www.milchland-bayern.de.

ERHEBLICHE HYGIENE- UND QUALITÄTSMÄNGEL IM EISBECHER

EISDIELEN KALT ERWISCHT

Wer sich die letzten warmen Tage unterwegs noch mal mit einem Eis aus der Eisdiele versüßen will, kann sich am kühlen Genuss gehörig den Magen verderben. Zudem können Schleckermäuler nicht sicher sein, ob der Fettanteil im Hörnchen oder Becher tatsächlich zu hundert Prozent aus Milchfett besteht, wie dies die Bezeichnung „Milch­eis“ im Aushang suggeriert. Eisverkäufer in Nordrhein-Westfalen hat’s kalt erwischt: „Vier von zehn untersuchten Speiseeisportionen im Becher wei­sen in punkto Hygiene oder Qualität erhebliche Mängel auf“, verkündet die Verbrau­cherzentrale NRW das Ergebnis eines Labortests von 44 Proben, die in ihrem Auftrag in den drei Städten Köln, Düsseldorf und Dortmund untersucht worden sind.

Von Ende Juli bis Mitte August erstanden die Tester an 39 festen und fünf mobilen Standorten jeweils eine Portion Vanilleeis im Becher, um speziell diese Eissorte, die auf Milchbasis hergestellt wird, auf ihren Gehalt an Keimen und Fremdfett zu untersuchen. Ein Viertel der Proben – davon stammte lediglich eine von einem mobilen Stand – wies eine erhebliche Verkeimung an so genannten Enterobakterien auf. Bei den inspizierten Portionen war mit mehr als 500 Keimen pro Gramm Speiseeis nicht nur der zulässige Richt-, sondern bereits der Warnwert überschritten. Entero­bakterien im Eis machen zwar nicht jeden krank. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann der Genuss von verunreinigtem Spei­seeis allerdings zu Magen- und Darmerkrankungen führen sowie Durch­fall auslösen. Der hohe Grad der Verkeimung ist nach Ansicht der Ver­braucherzentrale NRW ein Indiz dafür, dass viele Eisdielen- und zum Teil auch Eis­wagenbetreiber es mit den Hygienevorschriften nicht so genau nehmen: „Loses Speiseeis im Handel, bei dem der mikrobiologische Warnwert überschritten ist, darf nicht mehr verkauft werden.“ Auslöser für die Verunreinigung ist häufig ein zu laxer Umgang mit der kühlen Ware bei Herstellung, Lagerung und beim Verkauf. Ein großes Problem sind die Portionierer. Sie werden oft nicht regelmäßig unter fließendem Wasser abgespült. Ein idealer Brutherd für Keime ist auch das ständige Tauchbad der Eisverteiler in bereits mehrfach benutztes Wasser.

Nicht nur bei der Hygiene, sondern auch bei der Bezeichnung „Milcheis“ hagelt es Kritik: Denn jede fünfte Milcheisprobe enthielt Fremdfett in erheblichem Umfang – und zwar mehr als die Hälfte. „Dies ist ein klarer Verstoß, denn Speiseeis, das Fremdfett enthält, darf nicht unter der Ver­kehrsbezeichnung ‚Milcheis‘ angeboten werden“, erklärt die Verbraucher­zentrale NRW.

Angesichts einer Beanstandungsquote von insgesamt 41 Prozent bei ihrer Speiseeis-Stichprobe sprechen sich die Verbraucherschützer für schärfere und häufigere Kontrollen von Eisdielen und mobilen Verkaufs­ständen aus. Darüber hinaus werden die zahlreichen Eisanbieter aufge­fordert, auf eine verantwortungsbewusstere Hygiene- und exakte Kenn­zeichnungspraxis bei den Zutaten zu achten.

Wie viel Milch steckt eigentlich im Speiseeis?

Der Expertentipp im Juli – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch

Frau Dr. Linderer, Geschäftsführerin der LVBM, zu der Frage: Wie viel Milch steckt eigentlich im Speiseeis?

Die meisten Eissorten werden mit Milch oder Milchprodukten hergestellt, doch die Milchmenge kann variieren. Milcheis ist der Spitzenreiter mit mindestens 70 % Milchanteil, während Creme-Eis etwa zur Hälfte aus der wertvollen Zutat besteht. Bei Rahm- oder Sahneeis muss mindestens 18 % des Milchfettanteils aus der verwendeten Sahne stammen. Es lohnt sich also, genau auf die Bezeichnung des Eises zu achten, denn diese ist in den Leitsätzen für Speiseeis des Deutschen Lebensmittelbuches definiert. Eines ist sicher: alles Gute der Milch, wie hochwertiges Milcheiweiß, Vitamine und Mineralstoffe, ist auch im Milcheis enthalten und macht es zu einer optimalen Erfrischung an heißen Tagen.

Speiseeis ist kein Imitateis!

Speiseeis ist kein Imitateis!

Deutsche Speiseeisindustrie widerspricht Verfälschungsvorwürfen

Die deutschen Hersteller von industriell hergestelltem Speiseeis weisen jüngste Kritiken von Politikern, Verbraucherorganisationen und Medien mit Nachdruck zurück, sie stellten „Imitateis“ her. Ihre Interessenvertretung, der Bundesverband der Deutsche Süßwarenindustrie e.V. (BDSI), stellt hierzu klar: Verbraucher erhalten bei industriell hergestelltem Speiseeis hochwertige, sichere und eindeutig gekennzeichnete Produkte.

Eis mit Pflanzenfett und Milchfett

Eis mit Pflanzenfett ist kein Imitat von Eiskrem oder Milcheis und wird auch nicht als solches angeboten oder ausgelobt, sondern ist eine von vielen verschiedenen Speiseeissorten. Bei Speiseeis mit der Bezeichnung „Eis“ wird anders als etwa bei „Eiskrem“ oder „Milcheis“ gemäß der rechtlichen Vorgaben des Deutschen Lebensmittelbuches Pflanzenfett anstelle von Milchfett eingesetzt. Jedoch nicht ausschließlich: Auch beim Eis mit Pflanzenfett sind Milch und Milchprodukte mit einem Anteil von bis zu 60 Prozent die wertbestimmenden Faktoren.

In manchen Berichten wird Pflanzenfett als „künstliches“ Produkt dargestellt. Dies ist falsch. Pflanzenfett ist ein ebenso natürliches Produkt wie Milchfett und ein hochwertiger Rohstoff, der bereits seit Jahrhunderten in der Ernährung des Menschen wichtig ist. Bereits seit rund 20 Jahren verwenden die Speiseeishersteller in Deutschland neben Milchfett auch Pflanzenfett zum Teil auch in Kombination und entsprechen damit dem Geschmack der Verbraucher. Dies zeigt der seit Jahren unveränderte Pro-Kopf-Verbrauch von rund acht Litern im Jahr. Eis mit Milchfett schmeckt deutlich buttriger. Eis mit Pflanzenfett ist im Geschmack dagegen eher leichter und neutraler. Beides ist beim Verbraucher gefragt und er kann Dank der eindeutigen und klaren Verkehrsbezeichnung und den Angaben in der Zutatenliste seine Wahl treffen.

Vanilleeis nur mit natürlichem Vanillearoma

Nach der strengen deutschen Verkehrsauffassung darf unter der Bezeichnung „Vanilleeis“ in Deutschland nur Speiseeis mit natürlichem Vanillearoma hergestellt und verkauft werden. An diese Verkehrsauffassung halten sich die industriellen Hersteller. Absolut unrichtig sind nach Mitteilung des BDSI daher Darstellungen, Vanilleeis werde in Deutschland überwiegend mit synthetischem Vanillin produziert. Speiseeis mit synthetischem Aroma stellt in Deutschland eher die Ausnahme dar. Es wird unter der Verkehrsbezeichnung „Eis mit Vanillegeschmack“ verkauft. Bei den vereinzelt aufgetretenen Abweichungen von den Voraussetzungen für „Vanilleeis“ wurden neben natürlichen Vanillearomen lediglich geringe Anteile von synthetischem Aroma festgestellt worden. Es handelt sich dabei um wenige Einzelfälle, deren Ursache von den betroffenen Unternehmen in Zusammenarbeit mit ihren Vorlieferanten geklärt werden, um die hohe Qualität des deutschen Speiseeises auch in der Zukunft zu gewährleisten.

Die Imitatvorwürfe und die damit einhergehende Verunsicherung der Verbraucher entbehren daher jeder sachlichen Grundlage.

Weitere Informationen zum Thema Milch und Fette im Speiseeis finden Sie in unserer Information „Viel Milch im Speiseeis“ auf unserer Internetseite www.markeneis.de .

Das Eis-ABC – die sommerliche Erfrischung

Die Deutschen lieben Eis. 8,4 Liter haben sie im vergangenen Jahr geschleckt. Im europäischen Vergleich liegen sie damit einen Platz vor Italien auf Rang fünf.
Den absoluten Rekord hält Finnland mit 14,7 Litern. Eis schmeckt einfach immer. Das
eisige ABC bietet Anregungen für ungewöhnliche Kompositionen. Derzeit besonders im Trend liegt Milcheis, wie ein Blick in die Tiefkühltruhen des Einzelhandels verrät. Milcheis enthält mindestens zu 70 Prozent Milch und zeichnet sich durch alles Gute
aus, das die Milch so wertvoll macht: hochwertiges Milchprotein, viel Calcium, Jod und Vitamin D.

Alaska-Eisbombe – für diesen Klassiker Vanille-Eis auf einen Biskuitboden setzen und ins Tiefkühlfach stellen. Eiweiß mit Puderzucker zu einer steifen, glänzenden Baisermasse verrühren, mit Hilfe eines Spritzbeutels gleichmäßig über Eis und Kuchen
geben und im vorgeheizten Backofen bei 230 Grad leicht bräunen. Sofort servieren.

Black Pearl – das Piratenschiff mit eisiger Fracht begeistert nicht nur Fans des Kinoerfolgs "Fluch der Karibik", sondern lässt sich zudem schnell zu Tisch bringen. Für Mini-Fregatten möglichst kleine Melonenhälften aushöhlen und 20 Minuten in die
Tiefkühltruhe legen. Anschließend Eiskugeln darin versenken und Piratenflaggen hissen. Für zusätzliches Südseeflair eventuell mit einem kleinen Schuss Rum begießen.

Nimbus 2000 – für den Hexenbesen à la Harry Potter an das Ende der längsten Schokopraline der Welt eine große Kugel Schokoladen-Eis platzieren. Dann klein geschnittene Weingummischnüre fächerartig daran legen, damit es wie ein Besen aussieht, und
schon kann das Quidditch-Spiel der ganz besonderen Art beginnen.

Pizza mal anders – aufgetaute Blätterteigplatten rund auswellen, backen und auskühlen lassen. Mit roter Fruchtsauce bestreichen, Kirsch- und Joghurteis darauf verteilen und mit Melissenblättchen sowie in Waldhonig gerösteten Mandelstiften garnieren.

Spiegelei-Eis – einfach Vanilleeis aus einer runden Haushaltspackung in Scheiben schneiden, mit halbierten Aprikosen aus dem Glas belegen, mit Minzeblättchen dekorieren und genießen.

Zaubertrunk – dazu Zitronenmolke in ein Longdrinkglas gießen, je eine Kugel Pistazien- und Joghurteis sowie ein paar Stachelbeeren hinzugeben und mit einem Zitronengrasstiel servieren.