Lange Nacht der Museen am 29. August

Berliner Museumslandschaft im Wandel: Lange Nacht der Museen am 29. August

Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls thematisiert die 25. Lange Nacht der Museen am 29. August 2009 die Veränderungen in der Berliner Museumslandschaft. Rund 100 Häuser zeigen, was sich für sie in den letzten 20 Jahren verändert hat. Ein reiches Programm mir Führungen, Performances sowie musikalisch-literarischen Darbietungen ergänzt die Dauerausstellungen. Sieben Häuser, darunter das Deutsche Fußballmuseum, das Haus der Demokratie und Menschenrechte sowie die Temporäre Kunsthalle Berlin, nehmen zum ersten Mal teil. Eröffnet wird die Lange Nacht der Museen auf den Stufen des Alten Museums am Lustgarten –
hier ist auch der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse.

Mehr unter www.lange-nacht-der-museen.de

One World Berlin Filmfestival

Zum dritten Mal findet vom 16. bis 22. November 2006 das ONE WORLD BERLIN
Filmfestival für Menschenrechte und Medien unter der Schirmherrschaft der
Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, statt. Das
Amt der Patientenbeauftragten wurde 2004 ins Leben gerufen und Kühn-Mengel
versteht sich als Ansprechpartnerin zur Vertretung der Rechte von
Menschen, die sich in gesundheitlicher Versorgung befinden.

ONE WORLD BERLIN ist das Partnerfestival vom One World International Human
Rights Documentary Film Festival in Prag, das im März 2006 zum achten Mal
veranstaltet wurde. EYZ Media organisiert in Kooperation mit zahlreichen
Menschenrechtsorganisationen und ­initiativen ONE WORLD BERLIN.

Die feierliche Eröffnung findet in Anwesenheit der Schirmherrin am
16.11.2006 um 20.00 Uhr im Bundesministerium für Gesundheit statt. Weitere
Veranstaltungsorte sind das Kino Arsenal, das Kleisthaus, das Tschechische
Zentrum und das Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Daraus folgend ist auch Gesundheit als Menschenrecht ein thematischer
Schwerpunkt des diesjährigen Festivals. Elf Filmprogramme beleuchten
Aspekte, wie z.B. würdige Altenpflege (MEMORY FOR MAX, IDA AND CLARE),
Leben mit HIV (ASK ME I’M POSITIVE und LOOKING GOOD), Verfügbarkeit von
bezahlbaren Medikamenten (MEIN LEBEN), gesundheitliche Auswirkungen von
Zwangsräumungen (YAMUNA GENTLY WEEPS), Gesundheitsversorgung von Illegalen
(ABGETAUCHT-ILLEGAL IN DEUTSCHLAND), eventuelle gesundheitliche Risiken
von Atomkraft (UND KEINER WEISS WARUM) und Spätfolgen von Folter von
Frauen und Transsexuellen in türkischen Gefängnissen (WER BIST DU, DASS DU
SPRICHST).

Innerhalb des Schwerpunktes „Philosophie und Menschenrechte“ wird dem
slowenischen Kulturphilosophen Slavoj Žižek eine kleine Retrospektive mit
vier Filmen gewidmet (ZIZEK!, ALIEN, MARX &CO,
RETROAVANTGARDA+POSTSOCIALIZEM+IRWIN, PERVERT’S GUIDE TO CINEMA TEIL 1-3).
Sein Nachdenken über die Grenzen der Toleranz und Kulturübergreiflichkeit
der Menschenrechte haben den Menschenrechtsdiskurs erweitert. Weiterhin
werden mit zwei Beiträgen der britischen Zeitgeschichtsreihe „Don’t Get
Me Started“ konträre Positionen zum Diskurs über den Terror präsentiert:
Der Beitrag des Moralphilosophen Ted Honderich (THE REAL FRIENDS OF TERROR
) arbeitet Rechtfertigungen für den bewaffneten Widerstand heraus, während
der Titel vom Film des Publizisten David Aaronovitch, NO EXCUSE FOR
TERROR, Programm ist.

In Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum
Chile-Lateinamerika werden drei Filme über Lateinamerika gezeigt. Der
Wahlkampf in Bolivien Ende 2005 ist Thema des Films LOS COC@LEROS EN
BOLIVIA, der die Situation der indigenen Cocabauer darstellt, deren Führer
Evo Morales zum Präsidenten gewählt wurde. Einen Blick hinter den
Wahlkampf des Gegenkandidaten Gonzalo Sanchez de Lozada wirft der Film OUR
BRAND IS CRISIS. Mit der „Macht der Medien“ setzt sich der dritte Beitrag,
THE WORLD STOPPED WATCHING, auseinander.

Weiterhin finden im Rahmen von ONE WORLD BERLIN 2006 zwei Ausstellungen
statt:
Zum einen ist die Fotoausstellung „Frauen im Kreuzfeuer“ von Jenny
Matthews in Kooperation mit Oxfam zu sehen. Zum zweiten werden
Kriegsaufnahmen des tschetschenischen Fotojournalisten Musa Sadulaev
gezeigt. Seine Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Hamburger
Stiftung für politisch Verfolgte, amnesty international und der
Gesellschaft für bedrohte Völker. Begleitend zur Ausstellung werden
Filmvorführungen und Lesungen (in Zusammenarbeit mit dem Aufbau Verlag) im
Haus der Demokratie und Menschenrechte und im Kino Krokodil abgehalten.

Der Berliner Arbeitskreis für politische Bildung (BAPOB) wird im Rahmen
des Festivals das Ergebnis eines halbjährigen Jugendmedienseminars über
Menschenrechte im Alltag präsentieren.

Informationen unter www.oneworld-berlin.de

ROG erhält Sacharow-Preis

Zusammen mit der kubanischen Vereinigung
„Frauen in Weiß“, und der nigerianischen Anwältin Hauwa Ibrahim ist Reporter
ohne Grenzen (ROG) gestern mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für
Menschenrechte gewürdigt worden. „Wir freuen uns sehr über diese
Auszeichnung und widmen sie den derzeit 110 weltweit inhaftierten
Journalistinnen und Journalisten“, sagte ROG-Generalsekretär Robert Ménard.

„Der Preis ermutigt uns in unserem täglichen Kampf für die Meinungs- und
Pressefreiheit weltweit“, so Ménard weiter. „Wir danken den
Europaparlamentariern für ihre Unterstützung sowie all unseren
Korrespondenten, ohne die wir nicht so wirksam auf die täglichen
Verletzungen der Pressefreiheit in aller Welt aufmerksam machen könnten.“

ROG freut sich auch über die Auszeichnung für die anderen Preisträger: Die
kubanischen „Frauen in Weiß“ („Damas de Blanco“) protestieren seit 2004
jeden Sonntag friedlich gegen die Inhaftierungen ihrer Männer und Söhne, die
als Regimekritiker in Kuba festgenommen wurden. Die nigerianische Anwältin
Hauwa Ibrahim verteidigt Frauen, die wegen Ehebruchs zum Tode durch
Steinigung verurteilt wurden.

Das Europaparlament in Straßburg verleiht den Preis, benannt nach dem
verstorbenen russischen Dissidenten und Physiker Andrej Sacharow, seit 1988
an Persönlichkeiten oder Organisationen, die sich auf vorbildliche Weise für
Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert.

www.reporter-ohne-grenzen.de