44 Prozent essen an Heiligabend Kartoffelsalat und Würstchen

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit und das lassen sich die Deutschen etwas kosten: Für Essen und Getränke an den Feiertagen geben sie pro Haushalt 224 Euro aus – immerhin ein Drittel der kompletten Weihnachtsausgaben. Das ergab eine repräsentative Studie von RetailMeNot.
Bei dem, was an Heiligabend aufgetischt wird, lassen sich die Deutschen aber auf keine Experimente ein: 44 Prozent entscheiden sich für den Klassiker Kartoffelsalat und Würstchen. Besonders beliebt ist das Duo in den neuen Bundesländern (59 Prozent) ¬– in der restlichen Republik kommt es nur bei knapp jedem Vierten (23 Prozent) auf den Tisch. Am zweithäufigsten entscheiden sich die Deutschen für Gans oder Ente (34 Prozent). Dem drittplatzierten Raclette frönen an Heiligabend immerhin 18 Prozent – in den alten Bundesländern sogar fast jeder Vierte (23 Prozent).

Traditionell deftig wird auch am ersten Weihnachtstag gegessen: An erster Stelle stehen hierzulande Geflügelgerichte (54 Prozent). Der Rinderbraten landet auf dem gesamtdeutschen zweiten Platz (16 Prozent). Bei 15 Prozent der Deutschen geht es mit Hirsch und Wildschwein dagegen kulinarisch wild zu. Ganz ohne Gans & Co. ist Weihnachten für die meisten aber nicht denkbar: Nur sieben Prozent essen an Heiligabend und vier Prozent am ersten Weihnachtstag fleischlos.

Weihnachtsstress-Prophylaxe: Jeder Zehnte lässt Essen liefern – ein Viertel trinkt sich das Fest schön
Der Festtagsgenuss kann schnell ins Geld gehen, deswegen spart die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) beim Essenskauf mit Sonderangeboten. Alternativ verzichtet fast jeder dritte Bundesbürger (30 Prozent) auf das Kochen und geht während der Feiertage ins Restaurant. Neun Prozent der Deutschen sparen sich auch den Fahrtweg und lassen sich das Weihnachtsmenü liefern.

Zum üppigen Menü darf der Alkohol natürlich nicht fehlen. Jeder Vierte (25 Prozent) übertreibt es aber gelegentlich mit dem heiligen Geist und schaut zu tief ins Glas. Männer (33 Prozent) erleben dabei häufiger feuchtfröhliche Weihnachten als Frauen (18 Prozent). Die meisten beschwipsten Weihnachtsgäste findet man bundesweit in Baden-Württemberg (43 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern ist es dagegen nur jeder Zehnte (elf Prozent).

Top 3 Gerichte zur Weihnachtszeit
Heiligabend Erster Weihnachtstag
1. Würstchen und Kartoffelsalat 44 % 1. Geflügel, z.B. Gans oder Ente 54 %
2. Geflügel, z.B. Gans oder Ente 34 % 2. Rind 16 %
3. Raclette 18 % 3. Wild 15 %

Süße Weihnachten: Plätzchen und Lebkuchen am beliebtesten – Stollen verliert
Alleine für Weihnachtssüßigkeiten gibt jeder Deutsche in diesem Jahr durchschnittlich sparsame 37 Euro aus. Die größten Schlemmermäuler sind dabei die Thüringer mit 47 Euro pro Kopf – in Sachsen reichen hingegen 31 Euro für weihnachtliche Zuckerwaren aus. Trotzdem bleibt der Genuss dabei nicht auf der Strecke: Die große Mehrheit der Deutschen (84 Prozent) schlemmt ohne Rücksicht auf Kalorien. Am häufigsten greifen sie bei Plätzchen und Keksen (86 Prozent) zu, gefolgt von Lebkuchen (78 Prozent) und Nüssen (70 Prozent). Selbstgebackenes steht bei deutschen Schlemmermäulern hoch im Kurs:
77 Prozent der Frauen und über die Hälfte der Männer (54 Prozent) greift selbst zum Plätzchen-Ausstecher. Auf die meisten Gabenteller gehört außerdem Schokolade (65 Prozent), aber nicht unbedingt der Weihnachtsklassiker Stollen: Nur bei den Über-50-Jährigen (75 Prozent) und in den neuen Bundesländern (75 Prozent) ist das traditionelle Gebäck sehr beliebt. Weniger Anklang findet es hingegen bei den Unter-30-Jährigen (46 Prozent) und in den alten Bundesländern (55 Prozent).

Top 10 der Weihnachtssüßigkeiten (Mehrfachantworten möglich)
1. Plätzchen & Kekse 86 %
2. Lebkuchen 78 %
3. Nüsse 70 %
4. Schokolade (außer Weihnachtsmännern) 65 %
5. Schoko-Weihnachtsmänner 64 %
6. Stollen 64 %
7. Domino-Steine 59 %
8. Marzipanbrot/- kartoffeln 53 %
9. Andere Teigwaren wie Baumkuchen
und Quarkbällchen 45 %
10. Sonstiges 13 %

Die repräsentative Umfrage wurde von RetailMeNot unter 1.000 deutschen Verbrauchern durchgeführt. Alle Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen:
http://www.retailmenot.de/weihnachten-essen-suessigkeiten-2015

Lebkuchen enthalten weniger Acrylamid

Lebkuchen enthalten weniger Acrylamid – Unterschiede in den Gehalten herstellungs- und rezepturbedingt

Erhöhte Acrylamidgehalte in Weihnachtsgebäck haben vor einigen Jahren Verbraucher verunsichert. Die dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin für die vergangenen Jahre vorliegenden Untersuchungsergebnisse der Bundesländer zeigen eine positive Entwicklung: die Acrylamidgehalte wurden deutlich reduziert.

So lag der Arcylamidgehalt bei der Hälfte von 450 in den Jahren 2013 und 2014 untersuchten Proben unterhalb von 200 µg/kg. Damit unterschritt dieser Mediangehalt deutlich den aktuell geltenden EU-Richtwert von 1000 µg/kg. In den Jahren 2003 bis 2008 hatte der Mediangehalt noch im Bereich von 230 bis 430 µg/kg und damit auf einem deutlich höheren Niveau gelegen.
Die niedrigsten Acrylamidgehalte wurden bei „braunen Lebkuchen“ gefunden. Hier betrug der Mediangehalt mit rund 100 µg/kg nur ein Zehntel des EU-Richtwertes. In etwa 30 Prozent der Proben lagen die Gehalte sogar unterhalb der Nachweis- bzw. Bestimmungsgrenze.

In etwa 10 Prozent aller Lebkuchenproben wurde der EU-Richtwert überschritten. Dabei handelt es sich oftmals um Spezialitäten, die aufgrund ihrer Herstellung bzw. Rezeptur höhere Acrylamidgehalte aufweisen können. Auch hier konnten die Gehalte jedoch deutlich reduziert werden: Traten noch vor einigen Jahren maximale Acrylamidgehalte von über 5000 µg/kg auf, so lagen die höchsten Werte nunmehr bei etwa 1500 g/kg.

Sonderfall: Honiglebkuchen
Die höchsten Acrylamidgehalte wurden bei „Honiglebkuchen“ festgestellt. Bei drei von sechs Proben lagen die Gehalte oberhalb des Richtwertes. Dies entspricht Untersuchungen in der Vergangenheit: Auch in den Jahren 2002 bis 2012 war bei einem Anteil von 36 Prozent der untersuchten Proben von Honiglebkuchen (103 Proben) der aktuelle EU-Richtwert bzw. der damals gültige nationale Signalwert in Höhe von 1000 µg/kg überschritten. Die hohen Arcylamidgehalte sind auf die charakteristische und geschmacksgebende Zutat Honig zurückzuführen. Honig enthält auch einen hohen Anteil an Fruktose und Glukose. Diese beiden Zuckerarten sind wesentliche Vorläufersubstanzen bei der Entstehung von Acrylamid in Lebensmitteln.

Verzicht auf bestimmte Backtriebmittel
Einen besonders großen Einfluss auf die Acrylamidbildung hat bei Lebkuchen das verwendete Backtriebmittel. In der Vergangenheit wurden für Lebkuchen traditionell Ammoniumsalze (Hirschhornsalz) verwendet. Durch Verzicht auf Ammoniumsalze und deren Ersatz durch handelsübliches Backpulver oder Natron konnte die Acrylamid-Bildung bei der Lebkuchenherstellung deutlich reduziert werden. Außerdem werden zunehmend weichere und feuchtere Lebkuchensorten angeboten, die herstellungs- und rezepturbedingt deutlich niedrigere Acrylamidgehalte aufweisen als trockenere, relativ harte Sorten.

Plätzchenbacken zu Hause
Beim Plätzchenbacken am eigenen Herd sollten Verbraucher darauf achten, nicht zu hohe Backtemperaturen zu verwenden. Bei Temperaturen über 180 Grad entstehen höhere Mengen an Acrylamid als bei niedrigen Temperaturen. Je dunkler ein Plätzchen ist, desto mehr Acrylamid enthält es. Allgemein gilt daher die Faustregel: „vergolden statt verkohlen“.

Minimierung von Acrylamidgehalten
Acrylamid hat sich im Tierversuch als krebserregend gewiesen. Dass es auch im menschlichen Körper krebserregend sein kann, hat sich bisher nicht bestätigt. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeinsam mit den Bundesländern, der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits 2002 ein nationales Acrylamid-Minimierungskonzept entwickelt, das 2011 auf europäischer Ebene übernommen wurde. Für jede Warengruppe – wie Kaffee, Chips oder Lebkuchen – wurden nationale Signalwerte festgelegt. Dafür wurden regelmäßig Lebensmittel auf ihre Acrylamidgehalte untersucht und die am höchsten belasteten Produkte identifiziert. Der unterste Acrylamidwert dieser zehn Prozent am höchsten belasteten Lebensmittel wurde dann als Signalwert festgelegt. Insgesamt wurden seit 2002 acht solcher Signalwertberechnungen durchgeführt und die Signalwerte so kontinuierlich gesenkt. Seit 2011 gelten europaweite Richtwerte, die ebenfalls auf Basis der tatsächlich gemessenen Acrylamidgehalte berechnet werden. Wird eine Überschreitung des Richtwerts festgestellt, treten die Lebensmittelüberwachungsbehörden der EU-Mitgliedstaaten mit den Lebensmittelunternehmen in einen Minimierungsdialog, um gemeinsam technologische Maßnahmen zur Acrylamidminimierung im Herstellungsprozess zu erörtern. Einen Grenzwert oder Höchstgehalt, wie sie für Pflanzenschutzmittel- oder Tierarzneimittelrückstände festgelegt sind, gibt es für Acrylamid derzeit nicht. Die Aufnahmemenge sollte jedoch so gering wie vernünftigerweise erreichbar gehalten werden.

Bratapfel

In der Vorweihnachtszeit ist der Bratapfel eine gesunde und leckere Alternative zu Lebkuchen, Christstollen und Plätzchen. Die heißen Früchte können im Ofen, aber auch einfach und schnell in der Mikrowelle zubereitet werden.

Für die winterliche Köstlichkeit eignen sich am besten feste, säuerliche Apfelsorten wie der rote Boskoop, Cox Orange oder Gravensteiner. Ursprünglich wurde der gewaschene Apfel ganz im Ofen gebacken bis die Schale aufplatzt und anschließend mit etwas Zucker und Zimt bestreut. Heute wird in der Regel das Kerngehäuse mit einem spitzen Messer oder einem Apfelausstecher entfernt.

In den Hohlraum kann man ganz nach Geschmack unterschiedliche Zutaten geben: zum Beispiel geröstete Mandelblättchen, Haselnüsse, Rosinen, Korinthen, Müsli und etwas Honig. Auch Marzipan und Nougat, Pflaumenmus, ein Schuss Rum und weihnachtliche Gewürze wie Zimt und Nelken können den Bratapfel verfeinern. Mit Butterflöckchen wird der Apfel nicht zu trocken. Für einen „Käsekuchen-Bratapfel“ gibt man Quark, Eigelb, Vanillezucker und getrocknete Cranberrys in das Innere. Schinkenwürfel mit Zwiebeln oder Camembert mit Speckstreifen – herzhafte Füllungen sind eine interessante Alternative und bestechen durch die Kombination aus Süß und Pikant.

Das gefüllte Obst wird in einer feuerfesten Form im Ofen bei 160 Grad etwa 30 bis 40 Minuten gebacken. Wenn die Schale aufplatzt, ist der Apfel fertig. Falls es schnell gehen muss, klappt es auch in der Mikrowelle: Je nach Größe werden ein bis zwei Äpfel in einer Schüssel für drei bis fünf Minuten bei 600 Watt erwärmt und anschließend zwei Minuten stehen gelassen. Die heißen Früchte lassen sich wunderbar mit Vanille- oder Weinschaumsoße, einer kleinen Portion Vanilleeis oder gerösteten Esskastanien kombinieren.
Heike Kreutz, www.aid.de

Piment

In der Adventszeit verfeinerte Piment Bratapfel und Weihnachtsgebäck wie Printen, Lebkuchen und Spekulatius. Das aromatische Gewürz gibt aber auch pikanten Speisen wie Wild, Lamm, Hackfleischgerichten, mariniertem Fisch, Suppen und Kohleintöpfen eine besondere Note. Es wird für die Herstellung von Wurst und Pastete sowie in Kombination mit Lorbeer und Wacholder für Sauerbraten verwendet. Mit einer Prise Piment lässt sich Pflaumenkuchen und -kompott, Früchtebrot, Obstdessert und Glühwein aufpeppen. Dabei schmeckt das Gewürz wie eine Mischung aus Nelken, Muskat, Zimt und Pfeffer. Es ist reich an Aromen sowie ätherischen Ölen und wird daher auch „Allgewürz“ genannt. Zudem unterstützt Piment die Verdauung, hilft bei Blähungen und soll bei Stress und Nervosität beruhigend wirken.

Piment sind die Beeren des immergrünen Nelkenpfefferbaumes, der zu den Myrtengewächsen gehört. Der Baum kann über zehn Meter hoch werden und ist auf den Antillen in der Karibik heimisch. Das Hauptanbaugebiet ist Jamaika. Die Beeren sind runzelig, dunkelbraun und ähnlich groß wie Pfefferkörner. Das Wort Piment stammt auch vom spanischen Wort „pimienta“ für Pfeffer. Die Früchte werden grün und unreif geerntet, da sie bis zur Vollreife an Aroma verlieren. Im Handel sind sie getrocknet im Ganzen und gemahlen erhältlich. Am besten kaufen Sie ganze Beeren, die bei Bedarf frisch mit einem Mörser zerstoßen oder in einer Gewürzmühle gemahlen werden. Ganze Beeren sind – kühl, dunkel und luftdicht gelagert – mehrere Monate haltbar. Aus den Beeren wird auch ein Öl gewonnen, das Likören und Kräuterschnaps zugesetzt wird.
Heike Kreutz, www.aid.de

Walnüsse

In der Vorweihnachtszeit sind Walnüsse besonders gefragt. Die Königin der Nüsse schmeckt pur und kandiert als Knabberei, in Plätzchen und Lebkuchen, im Früchtebrot und zu Bratapfel mit einer Orangen-Vanille-Soße. Sie ist der passende Begleiter zu vielen weihnachtlichen Zutaten wie Zimt, Vanille, Honig, Schokolade und Marzipan. Aber auch pikante Speisen lassen sich mit Walnüssen veredeln. Die kleinen Kraftpakete verfeinern herzhafte Salate, Chutneys, Pasta und Risotto sowie Soßen zu Wild, Lamm und Geflügel. Mit würzigem Käse kombiniert ist die Walnuss ein guter Abschluss für ein Menü. Das typische Aroma lässt sich intensivieren, indem man die klein gehackten Nüsse bei mittlerer Hitze ohne Zugabe von Fett in der Pfanne anröstet, bis sie gleichmäßig mittelbraun gefärbt sind. Zu heiß dürfen die Kerne allerdings nicht sein, da sie ansonsten bitter werden.

Die Walnuss hat einen hohen Nährwert und ein sehr gesundes Fettsäureprofil. Sie enthält reichlich Alpha-Linolensäure, eine essenzielle Omega-3-Fettsäure, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Zudem ist die Nuss reich an Vitamin B und E, Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Fluor sowie wertvollen sekundären Pflanzenstoffen.

Ursprünglich ist die echte Walnuss ( Juglans regia ) in Südosteuropa und in Mittelasien beheimatet. Hauptanbaugebiete sind USA (Kalifornien) und China, in Europa Frankreich, Griechenland und Italien. Ware aus Deutschland stammt überwiegend aus dem Streu- sowie Hausgartenbau und wird in Hofläden und auf dem Wochenmarkt vertrieben.

Die Walnuss ist ein eindrucksvoller Baum mit einem Kronendurchmesser von 8 bis 12 Metern und einer Höhe von 15 Metern. Nicht nur die Früchte, sondern auch das edle Holz ist sehr gefragt. Erst nach fünf bis sieben Jahren trägt der Baum das erste Mal reichlich Nüsse. Die Ernte findet zwischen August und November statt. Wenn die grünen Fruchthüllen aufplatzen, ist der Nusskern reif. Nach der Ernte werden die Nüsse getrocknet, damit sie lagerfähig sind.

Achten Sie beim Einkauf auf hochwertige Ware. Die Schale muss unverletzt sein und die Nüsse dürfen nicht schimmlig sein. Kühl, dunkel und trocken aufbewahrt sind frische Walnüsse rund ein Jahr haltbar. Ganze und halbe Kerne sollte man am besten in einer Frischhaltedose luftdicht verschlossen im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Heike Kreutz, www.aid.de

Top 10 Weihnachtssüßigkeiten

Plätzchen vorn – Nüsse knacken Schokolade

• Deals.com-Umfrage: Vanillekipferl & Co. vor Lebkuchen, Nüsse schlagen Schokolade
• Geschlechtsspezifisches Naschen: Männer stehen auf Stollen, bei Frauen darf es auch mal Obst sein
• Fast jeder Zweite kann nicht ohne Schoko-Weihnachtsmann

Endlich naschen und schlemmen ohne Gewissensbisse: Zu Weihnachten sind den Deutschen Kalorien nämlich egal – das behauptet mehr als die Hälfte (57 Prozent) in einer aktuellen Umfrage von www.deals.com. Und wenn das schlechte Kaloriengewissen schweigt, kann sich der süße Genuss entfalten: Vor allem Plätzchen und Kekse wie Spekulatius und Vanillekipferl kommen auf die deutschen Weihnachtsteller – bei 85 Prozent der deutschen Naschkatzen stehen diese zu Weihnachten auf dem Speiseplan. Zwei Drittel stürzen sich gern auf Lebkuchen. Überraschenderweise sind Nüsse beliebter als Schokolade: Jeder zweite Deutsche knackt sie zu Weihnachten – vor allem Frauen entdecken an den Festtagen ihre Leidenschaft für Nüsse (54 Prozent vs. 47 Prozent der Männer). Schokolade in allen Varianten landet hingegen nur auf Rang vier der beliebtesten Weihnachts-Leckereien. Trotzdem sehr begehrt: Der Schoko-Weihnachtsmann – fast jeder zweite Deutsche kann nicht ohne (44 Prozent).
Die kalorienreichen Stollen sind hingegen ein Männer-Ding: 45 Prozent der Männer und nur 38 Prozent der Frauen greifen gern zu diesem traditionsreichen Weihnachtsgebäck. Hausgemachter Stollen ist allerdings eine Rarität in deutschen Landen: Nur acht Prozent der Bundesbürger backen sie selbst. Beim Obst hat das weibliche Geschlecht klar die Nase vorn: 38 Prozent der Frauen und nur 25 Prozent der Männer versüßen sich Weihnachten mit den fruchtigen Vitaminbomben.

Frage: Was naschen Sie zu Weihnachten? (Mehrfachantworten möglich)
1. Plätzchen & Kekse (Vanillekipferl, Spekulatius etc.)     85%
2. Lebkuchen     67%
3. Nüsse (z. B. Walnüsse, gebrannte Mandeln)     50%
4. Andere Schokolade (Tafeln, Riegel, Kugeln, Taler etc.)     44%
5. Schoko-Weihnachtsmann     44%
6. Stollen     42%
7. Marzipanbrot /-kartoffeln     40%
8. Dominosteine     37%
9. Obst     32%
10. Andere Teigwaren (Baumkuchen, Quarkbällchen etc.)     25%

Ingwer in der Vorweihnachtszeit

Vielseitige Knolle

In der Weihnachtsbäckerei darf Ingwer nicht fehlen. Die fruchtig-scharfe Knolle verfeinert Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius und sorgt mit ihrem Duft für vorweihnachtliche Stimmung. Auch in Sirup eingelegte Ingwerstücke, sogenannte Ingwerpflaumen, sind eine beliebte Leckerei. Ein Adventsklassiker ist saftiges Früchtebrot mit Feigen, Datteln, Rosinen, gehackten Mandeln und frischem Ingwer. Das würzige Aroma der Knolle harmoniert aber auch zu pikanten Speisen wie einer Möhren-Birnen-Suppe oder einem weihnachtlichen Sauerbraten mit Rosinen.

Ingwer ist eine schilfartige Pflanze, die überwiegend in Indien und China angebaut wird. Als Speicherorgan werden unter der Erde Knollen (Rhizome) gebildet. Sie sehen zwar aus wie Wurzeln, sind aber verdickte Sprossachsen – also die Verbindungen zwischen Wurzel und Blättern – und dienen der Pflanze zur Speicherung von Nährstoffen.
Ingwer regt den Appetit an und fördert die Verdauung. In der kalten Jahreszeit wärmt die exotische Knolle von innen und soll Erkältungen vorbeugen. Für heißen Ingwertee wird ein daumengroßes Stück Knolle geschält, in dünne Scheiben geschnitten und mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Nach 10 bis 15 Minuten kann man das Getränk mit etwas Honig und Zitronensaft abschmecken und genießen. Achten Sie beim Einkauf auf qualitativ hochwertige Knollen, die an einer festen, glatten und glänzenden Haut zu erkennen sind. Zum Backen ist gemahlener Ingwer am besten geeignet.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weihnachtsplätzchen – very irish!

Rund um die Welt weihnachtet es bald wieder. Tradition und Brauchtum zur Weihnachtszeit sind von Land zu Land verschieden. Die Fülle traditioneller weihnachtlicher Rezepte ist schier unerschöpflich. Andere Bräuche, wie der Adventskalender, haben sich hingegen nahezu überall etabliert. Kerrygold hat zur Vorweihnachtzeit ebenfalls eine Vielzahl toller Geschenke für seine Fans: Hinter jedem Türchen des Kerrygold Online-Adventskalenders verbergen sich vom 01. bis zum 24. Dezember auf der Website tolle Preise für Groß und Klein. Weitere Informationen und eine tägliche Adventsüberraschung findet man unter www.kerrygold.de. Um die Vorweihnachtszeit gleich doppelt zu versüßen, präsentiert Alexandra Lang, die Pâtissière des Jahres 2010, fünf vorweihnacht-liche Leckereien von der grünen Insel.

Sehnsuchtsvoll wird der 1. Dezember erwartet, denn dann beginnt der Countdown der Vorweihnachtszeit. Es wird dekoriert, gesungen, gefeiert und vor allem geschlemmt, denn nie wird mehr gebacken als vor Weihnachten. Viele genießen Jahr für Jahr ihre Lieblingsrezepte, doch Weihnachtsrezepte auf der ganzen Welt bieten auch reichlich Abwechslung! Zu keinem anderen Fest existieren mehr traditionelle Rezepte. Alexandra Lang hat exklusiv für Kerrygold fünf irisch-deutsche Rezepte entwickelt, die den Adventskaffee noch beliebter machen. So wird die Vorweihnachtszeit dieses Jahr einmal „very irish“.

Rezept 1 – Dubliner Lebkuchen

Der Lebkuchen gehört mit seinen Gewürzen und dem verführerischen Aroma untrennbar zur Weihnachtszeit. Im Dubliner Lebkuchen werden Mehl, Zucker und gute Kerrygold Butter zusammen mit süßem Honig, knackigen Mandeln und feinem Lebkuchengewürz zu einem aromatischen Teig verarbeitet. Mit kleinen Kleeblättern verziert, geformt aus verbliebenem Teig, werden die runden Honigkuchen zur irischen Delikatesse.

Rezept 2 – Irische Christmas Cookies

Kekse und Plätzchen werden zur Weihnachtszeit einfach überall gebacken. Für die irischen Christmas Cookies werden geschmolzene Schokolade, Nüsse, Zimt und Eigelb mit Kerrygold Butter zu einer köstlichen Creme verrührt, der lockerer Eischnee untergehoben wird. Das luftige Gebäck wird in Quadrate geschnitten und mit einer süßen Puderzuckerglasur bestrichen.

Rezept 3 – Malloney`s Rosinenkekse

Eine ganz besonders delikate Versuchung bieten die Rosinen in Malloney`s Keksen. Sie werden 20 Minuten in Brandy eingelegt und dann in einen würzigen Teig aus Kerrygold Butter, Eiern, Zucker, Mehl und aromatischem Muskat gegeben. Die kleinen Teigbällchen werden einfach ausgebacken und können dann ihren unwiderstehlichen Duft im ganzen Haus verbreiten.

Weitere Rezeptideen, wie die feinen Nusstaler mit Kerrygold Butter, braunem Zucker, knackigen Nüssen und duftendem Zimt, oder auch die Knusperecken aus wertvollem Grieß, gemahlenen Haselnüssen und Orangenmarmelade, bieten weiteren Adventsgenuss der irischen Art.

Der Wiener Adventzauber 2011

Vom 12. November bis zum 24. Dezember wird
zwischen Rathaus und Burgtheater zum 26. Mal das „Wiener
Weihnachtsmärchen“ inszeniert: Der Wiener Adventzauber öffnet seine
Pforten für große und kleine Gäste aus Nah und Fern. Romantische Ruhe
im Rathauspark und lebhafter Christkindlmarkt-Charme, ein buntes
Bastelprogramm für Kinder und kulturelle Highlights – der Wiener
Christkindlmarkt bietet für jeden Geschmack das Passende.

Der Duft nach Lebkuchen, Maroni und gebrannten Mandeln sowie das
umfangreiche Geschenk- und Dekorationsangebot im Marktbereich sorgen
für herzhaften Appetit und Lust zum Einkauf. Die stimmungsvollen
Konzerte und Musikdarbietungen im Festsaal des Wiener Rathauses
bieten die kulturelle Untermalung. Der festlich erleuchtete
Weihnachtsbaum vor der spektakulären Kulisse des Wiener Rathauses und
das Kinderprogramm in der Volkshalle machen den Wiener Adventzauber
zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie.

Die kleinen Besucher kommen in „Christkindls Werkstatt“ voll auf
ihre Kosten. Unter fachkundiger Anleitung kann hier nach Herzenslust
gebacken und gebastelt werden. Auch der „Christkindl Express“ sorgt
bei einer Fahrt durch den bunt geschmückten Park für gute Laune,
während für zahlreiche Kinder das Wiener Christkindl mit seinen
weihnachtlichen Geschichten unvergessliche Momente zaubert.

Für die Ruhesuchenden bleibt genug Zeit, um durch den festlich
geschmückten Rathauspark zu bummeln und Hektik und Stress hinter sich
zu lassen. Keinesfalls fehlen dürfen hier die Krippenschau und das
„Wolkenpostamt“, wo Sondermarken und spezielle Ansichtskarten zu
finden sind und an zwei Terminen natürlich auch wieder ein
Sonderpostamt stattfinden wird.

Die Broschüre zum Wiener Adventzauber gibt es ab September gratis
in den Zweigstellen der Österreich Werbung oder beim WienTourismus
unter der Service-Nummer: +43-1-24 555, Fax: +43-1-24 555-666.

Weitere Informationen finden Sie auch unter
www.christkindlmarkt.at

Gewürznelken

Sie duften apart und sehen interessant aus. Deswegen verwendet man sie gerne, um zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit eine Apfelsine zu spicken. Die Rede ist von Gewürznelken. Doch wie der Name bereits vermuten lässt, haben sie auch in der Küche ihren festen Platz. Die Gewürznelke, in Europa seit dem Mittelalter bekannt und gehandelt, ist vielseitig einsetzbar – für Currys, Saucen, Fleisch- und Fischgerichte, für Marinaden und Lebkuchen.

Mit den Nelken aus dem Garten ist die Gewürznelke botanisch nicht verwandt. Die Gewürznelke, lateinisch Syzygium aromaticum, ist ein immergrünes Myrtengewächs, das bis zu zehn Meter Höhe erreichen kann. Die Blüten sind zum Zeitpunkt der Ernte rot und/oder gelb. Durch Trocknung erreichen sie ein tiefes Dunkelbraun. Der dickliche Stiel von ca. 0,5 Zentimetern Länge trägt auf einer Seite den kugelrunden Kopf, der besonders aromatisch ist. Der Stiel selbst gilt als eher bitter und wird deswegen nicht immer mit verwendet.

Händler brachten die Gewürznelken von den Molukken mit, einer indonesischen Inselgruppe, auf der bis heute Nelken für den Welthandel angebaut werden. Inzwischen haben jedoch auch andere Regionen wie zum Beispiel Sansibar und Madagaskar diesen Markt erfolgreich für sich erschlossen und gehören zu den wichtigsten Exportländern für Gewürznelken.

Gemahlene Nelken mit ihrem süßen, zugleich aber herben und einzigartigen Geschmack sind eine beliebte Zutat für traditionelle Lebkuchen. Gewürznelken eignen sich übrigens auch hervorragend, um Rotkohl abzuschmecken, der als heimisches Wintergemüse zur Zeit absolut angesagt ist.
Johanna Thelemann, www.aid.de