Hermann Laudensack trifft … Patrick Spies

Kissingen zeigt Haut und Haute Cuisine –
Sterneköche und Dessous bei den Bad Kissinger Genuss-Welten 2013

Fast vierzig Events rund um das Thema Speisen und Genuss umfasst das diesjährige Programm der Veranstaltungsreihe „Bad Kissinger Genuss-Welten 2013“ noch bis Dezember. Von Wein-Wanderung über Whiskey-Tasting bis zu historischen Rückblicken in die Kulinarik-Geschichte ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das historische Kurgarten Cafe wird gar Schauplatz einer Dessous-Modenschau – so viel Haut gab es in den ehrwürdigen Gemäuern bisher selten zu sehen.

Ausgewählte Beispiele der „Bad Kissinger Genuss-Welten 2013“

Rhöner Rezepte: einfach, deftig, herzhaft
Auf einen historisch-kulinarischen Streifzug durch die Rhön geht es im Volkskundemuseum Schloss Aschach bei Bad Kissingen. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung „Wohnen und Wirtschaften in der Rhön von 1850 bis 1950“ im barocken Fruchtspeicher warten typische Gerichte aus der Region. Im Preis von 39 Euro enthalten sind Büfett, Getränke, Museumsbesuch und Führung. (Freitag, 12. April 2013, 19 Uhr auf Schloss Aschach)

Hermann Laudensack trifft … Patrick Spies
Hermann Laudensacks Parkhotel gehört mit seinem Sternerestaurant zu den ersten Adressen in Bad Kissingen. Am 3. Mai 2013 kredenzt der Hotelier zusammen mit dem Spitzenkoch Patrick Spies vom Sternerestaurant L’Étable in Bad Hersfeld ein erstklassiges Menü, Laudensacks Sommelier Thomas Hüttl kommentiert die fünf Weine. Im Preis von 130 Euro enthalten sind das 5-Gänge-Menü, Aperitif, Weine, Mineralwasser und Kaffee. (Freitag, 3. Mai 2013, 19 Uhr in Laudensacks Parkhotel)

Genussreise durch das Saaletal
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird die „Genussreise durch das Saaletal“ fortgesetzt: An einem Abend erleben Gäste dabei nach dem Motto „Fünf Stationen – fünf Gänge“ verschiedene Restaurants entlang der Fränkischen Saale. Start ist in der Residence von Dapper in Bad Kissingen, weitere Stationen sind das Weingut Baldauf, das Hotel Ullrich, das Restaurant Bayerischer Hof und das Le Jeton. Im Preis von 99 Euro enthalten sind das Menü, die Getränke und der Bustransfer. (Samstag, 4. Mai 2013, 18 bis 23 Uhr)

Cocktails und Dessous
Ein besonderer Genuss fürs Auge erwartet Besucher des Kurgarten Cafes im historischen Regentenbau am 10. Mai 2013: Bei einem Cocktail und Tapas präsentiert das traditionsreiche Bad Kissinger Modehaus Ludewig die neuesten Dessous, Jazzklänge sorgen dabei für eine entspannte Bar-Atmosphäre. Modenschau, Cocktail und Tapas gibt es für 38 Euro. (Freitag, 10. Mai 2013, 19 Uhr im Kurgarten Cafe)

Weinwanderung Unplugged
Festes Schuhwerk, hemdsärmelig und Jeans – so lautet der Dresscode für die Weinwanderung vom Festplatz Ramsthal bei Bad Kissingen zum Weingut Baldauf. Weine, Secco und Handfestes in Form eines 3-Gänge-Menüs sowie Mineralwasser sind zum Preis von 65 Euro inklusive. (Samstag, 7. September 2013, 15 Uhr ab Festplatz Ramstahl)

Europa zu Gast in Bad Kissingen
Wahrlich königlich fühlen sich die Gäste am 21. September im Weißen Saal des Bad Kissinger Regentenbaus: Ein 6-Gänge-Menü zusammengestellt nach historischen Unterlagen versetzt Genießer in das 19. Jahrhundert, als der europäische Hochadel Bad Kissingen zum Weltbad krönte. Kaiserlich-königliche Kochbücher aus Bayern, Russland, Preußen, Italien, England und Österreich lieferten die Inspiration, der ehemalige königliche Hoflieferant Feinkost Faber sorgt für die Umsetzung. Zum perfekten „Dreiklang“ wird der Abend dann durch die Musik aus den Zeitepochen und einer charmanten Mischung aus Rezitation und Moderation. Menü und Begrüßungssekt gibt es für 89 Euro. (Samstag, 21. September 2013, 19:30 Uhr im Regentenbau Bad Kissingen)

Männer machen Geschichte und Gerichte
Was haben Fürst Otto von Bismarck und der Earl of Sandwich gemeinsam? Beide standen mit ihrem Namen Pate für ein Gericht: Der Bismarckhering und das Sandwich sind heute fest im Sprachalltag verankert. Über die verschiedensten nach historischen Persönlichkeiten – darunter auch Frauen – benannten Gerichte auf den Speisekarten referiert der Historiker Dr. Andreas von Seggern bei einem stilechten 4-Gänge-Menü. Im Preis von 49 Euro enthalten sind Aperitif, Menü und Moderation. (Freitag, 27. September 2013, 19:30 Uhr im Kurgarten Cafe)

Whisky-Tasting
Kersten Wetenkamp ist Redakteur des renommierten Gourmet-Magazins „Der Feinschmecker“ und Whisky-Kenner. Am 10. November beantwortet der Spezialist alle Fragen rund um das „Wasser des Lebens“ – so die wörtliche Übersetzung des Schottisch-Gälischen „uisge beatha“. Im Preis von 89 Euro enthalten sind das 4-Gänge-Menü, Mineralwasser und fünf Whiskys. (Sonntag, 10. November 2013, 19 Uhr in Dapper’s Restaurant & Lounge im Hotel Residence von Dapper)

Details zu den „Bad Kissinger Genuss-Welten 2013“ und Informationen zur Anmeldung gibt es unter www.genuss-welten.de und unter Hotline 0971-8074545, weitere Informationen zu Bad Kissingen unter www.badkissingen.de

Bad Kissingen

Das Bad lebt nicht vom Ruhm allein – Bad Kissingen ist bekanntester Kurort Deutschlands

Bad Kissingen ist Kurort. Aber wer sich unter dem fränkischen Städtchen ein verstaubtes Kurbad vorstellt, das vom Ruhm vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte lebt, erlebt eine Überraschung. Das einstige Bad der Kaiser und Könige, in dem sich die Potentaten und Berühmtheiten aus aller Welt die Klinke in die Hand gaben, hat sich zu einem modernen, schlagkräftigen Kurbetrieb gemausert. Die Prise Nostalgie, mit der das Ganze gewürzt ist, schadet dabei nicht – im Gegenteil.

Der moderne Wandel ist mit Sicherheit nicht der Grund, warum sich Bad Kissingen nach repräsentativen Erhebungen des renommierten Emnid-Instituts „bekanntester Kurort Deutschlands“ nennen darf. Das Prädikat hängt eher mit dem Ambiente des berühmten Bades zusammen, mit den prächtigen Bauten des genialen Architekten Max Littmann.

Er schuf 1905 das intime Jugendstil-Theater und von 1911 bis 1913 die größte Wandelhalle Europas sowie den Regentenbau mit seinen imponierenden Sälen, allen voran der heute nach ihm benannte Max-Littmann-Saal. Der große, völlig holzgetäfelte Konzertsaal nimmt 1.100 Zuhörer auf. Musiker, die einmal hier gespielt haben, hören nicht auf, die Akustik des Saals zu rühmen. Zum Ruhm des Bades haben auch die Parks beigetragen, der riesige Luitpoldpark, der Kurgarten und nicht zuletzt der Rosengarten mit seinen 330 Rosensorten.

Attentat auf Reichskanzler Bismarck

Bad Kissingens legendärer Ruf hängt natürlich auch mit der Gästeliste zusammen, die illustrer kaum sein könnte. Grafen, Fürsten und Herzöge, Kaiser und Könige ließen sich durch das Heilwasser des Bades Linderung zukommen. Kaiserin Sisi gehört dazu und Ludwig II. von Bayern,
der „Märchenkönig“. Otto von Bismarck, der eigenwillige deutsche Reichskanzler, kurte sogar 15 mal in Bad Kissingen. Bei seinem ersten Besuch, 1914, entging er nur knapp einem Attentat. Fortan nahm er in der Oberen Saline Quartier, wo das nach ihm benannte Museum Originalinterieur seiner Wohnung zeigt. Bismarck hat während seiner Kuraufenthalte von Bad Kissingen aus kräftig Politik gemacht. Das gilt in gewissem Rahmen auch für Heinrich Lübke, nach Theodor Heuss der zweite Bundespräsident, der im Bad zur Kur weilte: Hier empfing er 1960 das thailändische Königspaar.

Von Tolstoi über Alfred Nobel und Adolph von Menzel bis hin zu Theodor Fontane, Vladimir Nabokov und George Bernhard Shaw reicht die Liste der Künstler, die nach Bad Kissingen kamen. Shaw hat das „Pygmalion“-Manuskript redigiert und sich der Kur entzogen. Nur einmal kostete er vom berühmten Heilwasser – und wandte sich angewidert ab. Das Heilwasser hat ihm, wie er schrieb, „überhaupt nicht geschmeckt“.

Sieben Heilwässer aus sechs Quellen

Zu seiner Ehrenrettung ist zuzugeben, dass das Heilwasser in der Tat nicht gut schmeckt. Aber es ist gesund. Sieben verschiedene Heilwasser gibt es, die aus sechs Quellen gespeist werden. Einige sind bei Trinkkuren, andere nur bei Bädern angebracht. Die Indikationen reichen von Stoffwechselstörungen über Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen bis hin zu Erkrankungen der Verdauungsorgane, von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises über Krankheiten der Niere, Harnwege und Prostata bis hin zu Unfall- und Verletzungsfolgen.

Nach der Blüte des Bades mit der schier endlosen Gästeliste gekrönter Häupter und anderer Berühmtheiten folgte im 20. Jahrhundert nach der „Demokratisierung des Badewesens“ die große Zeit der Sozialversicherungsträger. Sie errichteten große Kliniken und sorgten für einen nie versiegenden Strom von Kurgästen – bis die Gesundheitsstrukturreform vor zwölf Jahren die Gäste- und Übernachtungszahlen rapide eindampfte. Wie so viele andere Bäder auch musste sich Bad Kissingen neu aufstellen.

Besitzer sind Stadt und Land

Das ist dem bayerischen Bad gut gelungen. 1999 wurden die Staatliche Kurverwaltung und der kommunale Bäderbetrieb in eine GmbH umgewandelt, zur Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH. 60 Prozent der Anteile hält der Freistaat Bayern, 40 Prozent die Stadt Bad Kissingen. Seit 2005 leitet Gunter Sauer als Kurdirektor und Geschäftsführer die Geschicke der Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH. Seine 200 Mitarbeiter sind allesamt Spezialisten im Verwöhnen der Gäste.

Mit großem Aufwand stellt sich die Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH den Anforderungen, die heute an eine moderne Kur- und Wellnessoase gestellt werden. Gleich drei Tourist-Informationen, davon eine täglich von 9 bis 21 Uhr, geben Informationen, vermitteln Zimmer, nehmen Buchungen für die vielen entwickelten Pauschalangebote entgegen, bieten Führungen an und verkaufen Souvenirs. Ein Callcenter ist über die kostenlose Hotline 0800 9768800 wochentags von 8:30 bis 20:00 Uhr, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr erreichbar. Auf dem modernen, interaktiven Internet-Auftritt [www.badkissingen.de] stellt sich unter anderem die virtuelle Assistentin Kissy den Fragen künftiger Gäste und gibt möglichst perfekte Antworten.

Kurorchester mit 13 Mann

Das Bad tut viel für seine Gäste. Selbst wenn manches einfach zum Standardangebot eines Bades von heute gehört, wird es in Bad Kissingen stets eine Spur perfekter, eine Prise liebevoller angeboten. Der Lesesaal beispielsweise hält eine Auswahl – auch regionaler – Zeitungen
vor, die vorbildlich ist. Das Internetstudio mit zehn Plätzen steht Besitzern der Kurkarte zum Sonderpreis offen. Und dann erst einmal das Kurorchester! Hier ist kein Mann der 13-Personen-Truppe dem Sparzwang zum Opfer gefallen. Zwei- bis dreimal am Tag spielt das Orchester unter Dr. Jaroslav Drasil auf – bei schlechtem Wetter in der Wandelhalle, bei gutem im gepflegten Kurgarten. Dazu wird die Konzertmuschel einfach nach außen gedreht.

Musik spielt auch im großen Kulturprogramm der Stadt eine Rolle. Seit über 20 Jahren lockt das Festival „Kissinger Sommer“ Stars der klassischen Musikszene aus aller Welt in das Frankenstädtchen. Wer bei der Kissinger KlavierOlympiade im Herbst gewinnt, darf beim nächsten Kissinger Sommer als Klaviersolist in einem Sinfoniekonzert auftreten. Damit die Wintertage nicht zu lang und grau ausfallen, wurde der „Kissinger Winterzauber“ ins Leben gerufen, ebenfalls ein internationales Musikfestival. Schon zum 58. Male, immer am letzten Juli-Wochenende, feiert Bad Kissingen 2008 das große Rákóczi-Fest, bei dem sich Bürger der Stadt als berühmte Persönlichkeiten verkleiden: Sisi und Bismarck, Ludwig II. oder Adolph Menzel. Auf diesem dreitägigen Fest geht’s rund wie bei keinem anderen!

Alles rund in moderner Therme

Apropos rund: Alles an und in der KissSalis Therme – dem Stolz der Stadt – ist rund, wie auch in der Natur alles rund ist. Naturnähe ist Teil des Konzepts der Therme, die 2004 vor den Toren von Bad Kissingen für 40 Millionen Euro mitten in der Natur errichtet worden ist. Vom Ortszentrum liegt sie zwei Kilometer entfernt. Kurgäste, die den Spaziergang scheuen, nehmen den Shuttlebus, der in Bad Kissingen alle wichtigen Kurstandpunkte anfährt. Autofahrer finden reichlich kostenlose Parkplätze. Balinesische Massage mit heißem Öl, Shiatsu, Pantai Luar aus Indonesien oder Lomi Lomi Nui – das alles und mehr lernen Besucher der KissSalis Therme im Wellness-Pavillon kennen.

Wellness-Angebote gibt es zahlreiche in der Stadt, die auch hier auf der Höhe der Zeit ist. So ist selbstverständlich, dass eines der ehrwürdigen Hotels im Ort, das Fünf-Sterne Hotel Steigenberger Bad Kissingen, über ein eigenes umfangreiches Wellness-Angebot verfügt.

Auch die Familie Laudensack, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen, hat viel Geld in die zauberhaftheitere Wellness-Landschaft von Laudensacks Parkhotel gesteckt. Aber nicht diese hat das kleine Romantik-Hotel in ganz Deutschland berühmt gemacht, sondern das Restaurant. Hermann Laudensack hat mit seiner Küche fast alles errungen, was an Auszeichnungen verliehen wird: 17 Punkte, drei Hauben und Kellnersymbol im Gault Millau 2008, einen Michelin-Stern [und zwei „rote Häuschen“ für das besonders angenehme Hotel], drei Diamanten im Varta-Führer 2008 [und 2 Diamanten für das Hotel] sowie drei „F“ in der Zeitschrift „Der Feinschmecker“…